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4. 5. 2012 - 14:00

Programmtipps vom 5. - 7.5.

Wir treffen den amerikanischen Autor T.C. Boyle, eine twitternde italienische Astronautin und den britischen Singer/Songwriter Richard Hawley, machen Musik für Dreijährige mit Peter Weibel und werfen Im Sumpf einen Blick in die grandios anmaßende Theorieanstrengung "Implex".

Samstag, 05.05.

T.C. Boyle
Eine Begegnung mit einem der wichtigsten zeitgenössischen Schriftsteller. Der amerikanische Autor T.C. Boyle ist eine ungewöhnliche Figur: ein Bestsellerautor, der sich wichtiger Themen wie globale Erwärmung, Einwanderung und Verlust der Biodiversität annimmt und sie in eine witzige wie messerscharfe literarische Sprache verpackt. Seine Romane und Kurzgeschichtensammlungen befassen sich mit großen Fragen und liefern unorthodoxe Lösungsvorschläge – und gleichzeitig kommen dabei Charakterzeichnung und lakonischer Witz nie zu kurz. Reality Check zeichnet in einem Special ein Porträt des US-Autors.

zu hören in FM4 Reality Check (12-13) mit Steve Crilley


Sonntag, 06.05.

Marx, Pat Benatar und andere peinlichste Lieblingsstücke
Der Schriftsteller und Science Fiction-Spezialist Dietmar Dath ist der Daniel Düsentrieb unter den Leninisten. Nun legt er, gemeinsam mit seiner langjährigen Verbündeten, der Chemikerin und Autorin Barbara Kirchner, die grandios anmaßende Theorieanstrengung "Implex" vor. Das Buch testet in halbseitenlangen Sätzen die verschütteten oder bewusst verstellten Potentialen des sozialen Fortschritts auf seine Brauchbarkeit für heute - und wird dafür gleichermaßen kolossal verrissen wie als neues Kultbuch der Linken und Nachfolger von "Empire" gehandelt. Ein Gespräch mit dem Fan von Hillary Clinton, Madonna, Elfriede Jelinek und Sarah Wagenknecht. Als Beilage gibt es Musik aus der Zornesröte des neuen Fehlfarben-Albums Xenophonie.

Wir machen Musik für Dreijährige
Peter Weibel ist der Daniel Düsentrieb unter den Aktionisten. Unter anderem hat der Kontextkunsterfinder auch den Postpunk in Österreich erfunden. Dieser Tage erscheint das legendäre Hotel Morphila Orchester-Album „Schwarze Energie“ von 1982; seit 2011 gibt es auch neues Material und das Liebäugeln mit einem zweiten Bühnenshow-Bildungsweg. Ein Gespräch mit dem Mann, der mit Sex in der Stadt mindestens auch die US-Serie Sex in the City erfunden hat.

Zu hören in FM4 Im Sumpf (21-23) mit Ostermayer und Edlinger


Montag, 07.05.

Die twitternde Astronautin
"Hello Twitterverse! We r now LIVE tweeting from the International Space Station -- the 1st live tweet from Space! :) More soon, send your?s" - Das konnte man am 22. Jänner 2010 unter @astroTJ lesen, dem Twitter-Account des NASA-Astronauten T.J. Creamer. Seither folgten weitere ungezählte Tweets, hochauflösende Fotos und Blogposts internationaler Astronauten aus dem All, aber auch aus ihrem Alltagsleben und ihrer Ausbildung. Auf der Webkonferenz re:publica in Berlin hat Anna Masoner letzte Woche mit der italienischen Astronautin Samantha Cristoforetti gesprochen.

zu hören in der FM4 Homebase (19-22) mit Heinz Reich

Heartbeat
Es könnte gut sein, dass Richard Hawley mit seinem neuen Album einen guten Teil seiner Anhängerschaft verstört: jene, die ihn als geschmackvollen Retro-Balladensänger zwischen Bacharach und Hazlewood bzw. als den jüngeren Nick Lowe schätzen. Seine Herkunft - sei es bei der unterschätzten Britpop-Band Longpigs oder als Jarvis Cockers Weggefährte bei Pulp und dessen Soloalben - hätte immer schon erwarten lassen müssen, dass da noch was anderes nachkommen könnte. Allerdings nicht so etwas wie "Standing At The Sky's Edge", eine psychedelische Offenbarung, nicht weniger. Ein Wort, das Richard Hawley selber gar nicht so gern mag, wie wir in seinem Interview mit Robert Rotifer erfahren, das dann zu einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Arbeitertradition der Stahlstadt Sheffield und des britischen Nordens ausartet. Ganz auf Linie mit den englischen Kommunalwahlen - aber das ist eine andere Geschichte...

zu hören in FM4 Heartbeat (22-00) mit Robert Rotifer

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