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7. 5. 2012 - 13:27

FM4-Programmtipps vom 08.-11.05.2012

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der Totenkopf-Flagge. Wir fragen wofür die Piratenparteien stehen, sehen uns Entscheidungsprozesse innerhalb der Piratenparteien an und sehen uns Liquid Democracy genauer an.

Dienstag, 08.05.

Spezialtag: Piraten!

Ein Themenschwerpunkt zum Aufstieg der Piratenparteien, der sich von der FM4 -Morningshow bis zur FM4-Homebase durchs ganze Programm zieht. Wofür stehen Piratenparteien? Wie sehen Entscheidungsprozesse innerhalb der Piratenparteien aus? Wie begegnen Jung- bzw. JugendpolitikerInnen anderer Parteien den Piraten? Was ist Liquid Democracy? All das und mehr heute, am Tag der Piraten, auf FM4.

Was wollen die Piraten?
Das Programm der Piraten ist noch relativ dürftig. Neben netzpolitischen Themen und selbstverständlichem wie „gegen Diskriminierung“ oder „für Meinungsfreiheit“ werden bisher nur eine Entschärfung des Suchtmittelgesetzes und ein bedingungsloses Grundeinkommen gefordert. Was also wollen die Piraten? Und wie soll das mit einem basisdemokratischen Ansatz funktionieren? Michael Fiedler hat mit Rodrigo Jorquera aus dem Bundesvorstand der Partei gesprochen. Und Jorquera wird auch live zu Gast in Connected sein und eure Fragen beantworten.

Die Geschichte der Piraten
Die Geschichte der Piratenparteien in Europa beginnt in Schweden. Netzaktivisten, die sich in der Anti-Copyright-Organisation Piratbyrån engagieren, gründen am 1. Jänner 2006 unter der Führung von Rickard Falkvinge die schwedische Piratpartiet. Sechs Monate später tauchen die Piraten auch in Österreich am politischen Horizont auf. Paul Pant sieht sich in Connected die Geschichte der europäischen Piratenparteien an und welche Beweggründe die Aktivisten für die Gründung eigener Parteien hatten.

zu hören in Connected (15-19) mit Robert Zikmund

Mittwoch, 09.05.

Film: 3 Und Raus
Es ist die Horrorvorstellung eines jeden U-Bahnfahrers: ein Selbstmörder springt auf die Gleise. Paul überfährt nicht nur einen, sondern kurze Zeit später noch einen Zweiten! Als ihm dann ein Kollege davon erzählt, dass man im Fall eines dritten überfahrenen Selbstmörders eine hohe Abfindung kassiert, entwickelt Paul einen perfiden Plan. Er sucht sich einen Lebensmüden und überzeugt ihn davon, sich vor seinen Zug zu werfen. Markus Keuschnigg über die britische Komödie von Jonathan Gershfield.

zu hören in Connected (15-19) mit Esther Csapo

Stadt Land Fluss
In seinem Spielfilmdebüt erzählt Benjamin Cantu eine schwule Liebesgeschichte, die sich unter Lehrlingen in einem Agrarbetrieb in Brandenburg anbahnt. Dabei sind nur die beiden Hauptdarsteller Schauspieler, die restlichen Protagonisten sind Laiendarsteller, die auf dem Betrieb arbeiten bzw. unterrichten. Warum ihm dieser semidokumentarische Ansatz wichtig war, erklärt Benjamin Cantu im Interview mit Erika Koriska.

zu hören in der Homebase (19-22) mit Robert Zikmund

Donnerstag, 10.05.

Rainer Ganahl
Die Passion Christi als Radrennen in den Bergen, erotische Maschinenträume und chinesische E-Bycicles – all das und noch viel mehr ist ab 9. Mai im Bank Austria Kunstforum in der Ausstellung von Rainer Ganahl zu sehen. Außerdem fordert der in New York lebende Konzeptkünstler in seinem Fahrrad-Manifest, 50 % aller Straßen in Bikeways umzuwidmen. Barbara Köppel macht einen Rundgang durch die Ausstellung.

Dark Shadows
Tim Burtons neuester Horror-Comedy-Streich: Im 18 Jahrhundert hat seine Geliebte Barnabas (Johnny Depp) zum Vampir verflucht. 1972 kehrt Barnabas zu seinem Familiensitz Collinwood Manor zurück, nur um das einst so prächtige Anwesen verlottert wiederzufinden. Die Nachfahren der Collins-Familie sind in kaum besserem Zustand und haben alle ihre dunklen Geheimnisse. Die Matriarchin Elizabeth Collins Stoddard (Michelle Pfeiffer) hat sogar die Psychiaterin Dr. Julia Hoffman (Helena Bonham Carter) überzeugen können, bei der Familie einzuziehen, um deren Probleme in den Griff zu bekommen. Auf dem Anwesen wohnen auch noch Elizabeths dysfunktionaler Bruder Roger Collins, (Jonny Lee Miller), ihre rebellische Teenager-Tochter Carolyn Stoddard (Chloe Moretz) und Rogers zehn Jahre alter Sohn David Collins (Gulliver McGrath). Dazu gibt es noch Hausmeister Willie Loomis (Jackie Earle Haley) und Davids neues Kindermädchen Victoria Winters (Bella Heathcote), die ebenfalls mysteriöse Geheimnisse verbergen. Petra Erdmann über den neuesten Streich der bewährten Kombi Tim Burton/Johnny Depp.

Break Dance
Man kennt sie aus Musikvideos, Werbe-Clips oder von Aufführungen in Fußgängerzonen: Tänzerinnen und Tänzer, für die die Schwerkraft scheinbar nicht gilt. Sie drehen sich auf Köpfen und Händen und bewegen sich im Rhythmus zur Musik wie Roboter. Die so genannten B-BOYS und B-GIRLS tanzen einen Tanz, der unter dem Begriff „Breakdance“ bekannt wurde. Alex Hertel war bei einem Breakdance-Wettbewerb dabei.

zu hören in Connected (15-19) mit Esther Csapo

Cursive
Tim Kasher gründete Cursive Mitte der 1990er Jahre in Omaha, Nebraska und hat bisher mit der Band sieben Alben veröffentlicht. Kasher ist ein Kindheitsfreund von Conor Oberst (Bright Eyes), und Mr Oberst hat ihm auch immer wieder Respekt gezollt, etwa in einem Song der Bright Eyes, wo Oberst sang: "I´ve heard your new record, Tim, and it´s better than good." Tim Kasher ist ein intensiver Band-Frontmann und ein genauso intensiver Songschreiber und Texter. Das neue Album, "I Am Gemini", ist ein Konzeptalbum, in dem es um Zwillingsbrüder geht, die nach der Geburt getrennt wurden und sich später wiederfinden. Es geht um "Gut" und "Böse", um das dualistische Prinzip. Klingen tut das Ganze relativ hart, post-punkig, nachdem Tim Kasher zuletzt solo sanfter ans Werk gegangen ist. Nächste Woche geben Cursive ein Wien-Konzert. Eva Umbauer hat Tim Kasher schon vorab zum Interview getroffen.

zu hören in der Homebase (19-22) mit Natalie Brunner

Freitag, 11.05.

Jugendzimmer zum Theaterstück „Fremdstoff“
37 SchülerInnen mit Migrationshintergrund führen derzeit ‚Fremdstoff‘, ihr selbst entwickeltes Theaterstück, im Dschungel Wien auf. Wo bist du zuhause? Was assoziierst du mit Heimat? Die Jugendlichen erzählen dazu aus ihren eigenen Biographien im Stück und nähern sich weiteren eigenen Alltagsthemen wie Liebe, Sex, Beziehung und Drogen. Jaspal Singh und drei weitere DarstellerInnen diskutieren mit Claus Pirschner und AnruferInnen im FM4-Jugendzimmer über Fragen, die sie in Fremdstoff stellen.

zu hören im Jugendzimmer (19-20.15) mit Claus Pirschner

Salon Helga (20.15 bis 21.30) mit Stermann und Grissemann
Johnny Bliss ist im Hauptberuf Moderator der Taxifahrer-Schiene FM4-Sleepless und reisender Reporter für die FM4 Morning Show. Wenn auf FM4 Berichte von Walfangschiffen in der Antarktis kommen oder jemand Arnold Schwarzenegger beim olympischen Fackellauf begleitet, dann stehen die Chancen gut, dass da Johnny Bliss zu hören ist. Seine unzähligen Interviews hat Johnny Bliss für eine neue Hörspiel-Reihe neu montiert und in einen Science-Fiction-Kontext gesetzt. Wie das wohl klingt, ist ab heute in unregelmäßigen Abständen bei Stermann und Grissemann im Salon Helga zu hören.

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