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28. 10. 2013 - 19:05

Dienstag, 29.10. 2013

Was darf Demokratie kosten? | Tod im Netz | Facebooks Graph Search | FM4 in Serie: Masters of Sex | Interview: Hella Comet | Rechtsradikalismus und Hooligans | Homebase-Spazial: Viennale | Genozid im Film | La Blogothèque

Morning Show (06-10)

with John Megill and Judith Revers

Wenn Mäuse Skorpione fressen, gehende gegen rennende Zombies kämpfen und der Godfather of Fast Food gestorben ist, dann kommen Inner Storm live zu uns ins Studio. Weil Kausalketten noch lange keinen Sinn ergeben müssen.


Update (10-12)

with Hal Rock

Close Up Viennale 13: Genozid im Film
Neue Filme von Rithy Panh (The Missing Picture) und Joshua Oppenheimer (The Act of Killing) erzählen mit ungewöhnlichen Mitteln vom Genozid. Oppenheimer lässt indonesische Todesschwadronen ihre Lieblings-Sequenzen aus US-Actionfilmen und Musicals nachstellen, während Panh die Gräueltaten der Roten Khmer mit Tonfiguren nachstellt. (Markus Keuschnigg)

Artist of the Week: Arcade Fire (Christian Lehner) | Termine | Webtip | Musikerziehung: Glam Rock (Stefan Elsbacher)

Reality Check (12-14)

with Steve Crilley

Today's stories:

  • Tiananmen car bomb

Jörg Winter reports from Beijing on the fatal car crash in Tiananmen Square, the police suspect may have been a suicide bomb.

  • The tunnel under the Bosphorus

Today sees the inauguration of a railway tunnel under the Bosphorus Strait, that will link the European and Asian continents in a way first proposed over 150 years ago. Christian Schüller in Istanbul explains the significance of the project, and the timing of the inauguration.

  • New faces in the Austrian Parliament

Eric Frey of Der Standard discusses some of the new faces in key positions in the new parliament, particularly the new parliamentary party chiefs.

  • Censoring the Internet

Computer wizard Nadim Kobeissi discusses the arguments against censoring the Internet, and the implications for privacy.

Subscribe to the Reality Check podcast and get the whole programme after the show, or check out fm4.orf.at/realitycheck.


FM4 Unlimited (14-15)

with DJ Beware and DJ Functionist

The daily cross-genre, eclectic styles mixshow. Available with immediate effect - the stream!

Various Artists Candy Disco
DâM-FunK A Day At The Carnival
FUTURE FEELINGS Wicked (Thomass Jackson remix)
WELSH, James Craven
S.F.B. Burnin' Up, Kon's Edit
RAYKO Contagious (Rayko edit)
LeSale Make Me Feel So Good
DRAGON SUPLEX First Kiss
Max Graef & Andy Hart Jungle
Shenoda Leslie Crowther
Greymatter, Krl Straight Billin' (Medlar Remix)
Tom Trago Lost In The Streets Of Nyc
Inner Life One night love affair (janefondas edit)
Garry Todd feat. Mike Dunn Bring Me Down (Trusme Stress & Pain Remix)
Credit 00 Round n Round
Kyle Hall Measure 2 Measure


Connected (15-19)

mit Claudia Unterweger

Was darf Demokratie kosten?
Der Politikwissenschaftler Hubert Sickinger hat in seinem neuen Buch „Politisches Geld“ einen Kassensturz gemacht und nachgerechnet, wie viel Geld unsere Demokratie kostet und wie transparent die Parteienfinanzierung ist. Dabei kommt er zum Schluss, dass mit den verschärften Korruptionsgesetzen vieles besser geworden sei, aber dass es auch weiterhin einige Schlupflöcher für die Parteien gibt. Außerdem rechnet er vor, dass das politische System in Österreich zu einem der teuersten Europas gehört. Eine seiner Empfehlungen für die kommende Bundesregierung ist ein "Oligarchen-Paragraph" und eine Novelle des Parteiengesetzes. Wie diese neuen Regelungen aussehen könnten, wird er anlässlich der Konstituierungs-Sitzung des Nationalrates in Connected erklären.

Tod im Netz
Das Internet hat eine konzeptionelle Schwäche: Es ist so gut wie nicht auf Tod, Verschwinden und Vergessen vorbereitet. All unsere digitalisierten Äußerungen – ob Text, Bild oder Video – die einmal online gegangen sind, bleiben das auch. Sie werden dank ausgefeilter Algorithmen in Beziehung zueinander gesetzt, analysiert und weiterverarbeitet. Dabei kann es leicht passieren, dass sie den Bezug zum echten Leben verlieren. Am deutlichsten wird das, wenn ein Mensch stirbt: Es gibt kein Statusupdate mit dem Inhalt "tot". Das Netz vergisst uns nicht. Die Älteren unter uns entdecken in ihrer Online-Freundesliste immer öfter lächelnde Gesichter von Menschen, die auf dieser Erde längst nicht mehr lächeln. Für die Algorithmen lächeln sie immer noch. Robert Glashüttner spricht darüber mit der Autorin Lisa Rank, die im Zuge der Veranstaltung "twenty.twenty" in Wien zum Thema Tod im Netz vortragen wird.

FM4 In Serie: Masters of Sex
Die von Showtime produzierte Serie "Masters of Sex" präsentiert sich schon nach wenigen Episoden als eines der Serien-Highlights dieser Saison und hat eventuell das Zeug dazu, sich zum Klassiker zu entwickeln. Die Show erzählt von Dr. William Masters und Virginia Johnson, die in den 60ern Pionierarbeit auf dem Feld der Sexualforschung leisteten. Philipp L'heritier hat "Masters of Sex" gesehen.

Hella Comet Interview
Das Grazer Quartett Hella Comet hat mit „Celebrate Your Loss“ vor drei Jahren ein brachiales und mächtiges Gitarren-Noise-Rock Debüt vorgelegt. Am 20. November erscheint der Nachfolger „Wild Honey“, ein poppiges, unter die Haut gehendes Werk voller dringlicher Schönheit und wundervoll arrangierten Songs. Schon heute haben Hella Comet unserem Musikredakteur Andreas Gstetter-Brugger einiges über die Arbeit an ihrem zweiten Album verraten.

Neues aus der Netzkultur: Facebook Graph Search
Google ist Facebook immer noch eine Nasenlänge voraus, vor allem, weil – trotz der mächtigen User-Base und den vielen sozialen Features – dem blauen Riesen noch eines fehlt: eine gute interne Suchfunktion. „Graph Search“ gibt es seit einiger Zeit für US-User und ist mit einem kleinen Trick auch hierzulande nutzbar. Simon Welebil testet für FM4 aus, wie mächtig die Facebook-interne Suchfunktion ist und wie fragwürdig sie aus datenschutzrechtlicher Perspektive ist.

Big Brother Award Austria
Georg Markus Kainz von Quintessenz im Interview mit Daniel Sokolov von heise.de

Artist of the Week: Arcade Fire (Christian Lehner) | Rechtsradikalismus und Hooligans (Zikmund)


Homebase (19-22)

mit Andreas Gstettner-Brugger

Viennale Sondersendung

Alberts Viennale Watching
FM4 Viennale Reporter Albert Farkas hat den Festival-Alltag von Publikum, Team und Gästen eingefangen und bis zum Ende am 6.11. vorausgesehen. Er liefert u.a. den Psychotest „Welcher Viennale-Sparten Typ bist du?“, Viennale- Survival –Tipps für 14tägiges intensives Filmschauen und was die sich so „Behind the Viennale-Scenes abspielt“.

Genozid im Film
Neue Filme von Rithy Panh (The Missing Picture) und Joshua Oppenheimer (The Act of Killing) erzählen mit ungewöhnlichen Mitteln vom Genozid. Oppenheimer lässt indonesische Todesschwadronen ihre Lieblings-Sequenzen aus US-Actionfilmen und Musicals nachstellen, während Panh die Gräueltaten der Roten Khmer mit Tonfiguren nachstellt. (Markus Keuschnigg)

Interview mit Joshua Oppenheimer
Regisseur Joshua Oppenheimer hat für seine rund 3stündigen Doku „The Act of Killing“ einen Genozid in Indonesien Mitte der sechziger Jahre mit den tatsächlich dafür verantwortlichen Paramilitärs und Gangstern renacted. Da Oppenheimer dafür nur schwer noch heute unter Druck gesetzte Zeugen des Militärputsches unter dem General Suharto finden konnte, ist er innovative Wege im zeitgenössischen Doku-Genre gegangen. (Petra Erdmann)

Porträt: Shane Carruth
Zu den ungewöhnlichsten Filmemachern der amerikanischen Indieszene zählt der Anfang Vierzigjährige Shane Carruth. Mit seinem Debüt „Primer“, 2004 mit winzigem Budget mit Freunden in einer Garage gedreht, erregte er Aufsehen unter Filmgeeks, Science-Fiction-Fans, Philosophie- und Physikprofessoren. Dem komplexen Zeitreise-Drama folgte heuer ein Film, der mindestens genauso für Stirnrunzeln sorgt. „Upstream Color“ heißt der abstrakte Sci-Fi-Thriller, der für Vergleiche mit David Lynch und David Cronenberg sorgte. Die Viennale zeigt beide Filme von Shane Carruth im Hauptprogramm, Christian Fuchs hat sich aus diesem Anlaß den Kopf über die verwirrenden Werke des Amerikaners zerbrochen.

Will Ferrell – Special
In den USA sorgt Will Ferrell für volle Kinokassen. Bei uns ist der amerikanische Komiker noch immer weit vom Status eines Superstars entfernt. Kein Wunder, sind doch immens erfolgreiche Ferrell-Comedys wie „Anchorman“ oder „Talladega Nights“ hierzulande gar nicht angelaufen. Nachdem sich bereits zuvor das Filmmuseum ausgewählten Will Ferrell Filmen angenommen hat, holt jetzt die Viennale zum ganz großen Schlag aus. Eine Werkschau zeigt seit Festivalbeginn die besten und rarsten Streifen des Comedygotts. Und am 6. November wird Mr. Will Ferrell persönlich im Gartenbaukino vorbeischauen und über sein Schaffen plaudern. Ferrell-Fan Christian Fuchs gibt eine kleine Einführung in die großen Werke des Ausnahmekomikers.

Neues vom deutschen Film
Der deutsche Film hat nicht den besten Ruf: für die meisten pendelt er zwischen akademischem Kunstkino und trivialem Unterhaltungskino herum. Die Viennale widerlegt diese Annahme und zeigt gleich mehrere deutsche Filme, die jung und frech sind: Agent Provocateur Klaus Lemke probt mit „Kein großes Ding“ erneut den Aufstand gegen das Förderkino, während Rosa von Praunheim-Schüler Axel Ranisch mit „Ich fühl mich Disco“ einen so melancholischen wie saukomischen Jugendfilm vorlegt. (Markus Keuschnigg)

Interview: Regisseur Ramon Zürcher
Petra Erdmann hat den deutschen Filmemacher Ramon Zürcher zum Gespräch geladen, der mit seiner heiter konzeptuellen Mise en Scène eines ganz (a)normalen Familienalltags "Das merkwürdige Kätzchen" auf der Viennale beeindruckt, um zu erfahren wo er seine unabhängigen Visionen im jungen deutschen Kino sieht.

La Blogothèque – Das Musikfilmkollektiv
Das französische Musikfilmkollektiv „La Blogothéque“ hat mit seinen Vertretern Francois Clois und Thomals Lallier letztes Jahr während der Viennale Musik-Acts des kanadischen Labels Constellation Records an Wiener „Nicht- Konzert –Orten“ wie Küchen und verwaisten Bürogebäuden in Guèrilla-mäßig gefilmt. Das Resultat „And we made the room shine“ ist heuer in den Viennale-Kinos zu sehen. FM4 Homebase Moderator Andreas Gstettner besteht auf 3 Lieblings-Anekdoten und –Songs des Kollektivs.

Vorstellung: And we made the room shine, am Mi, 30.10. um 11.00 Metro

Wilde Ethnografie
Dem außergewöhnlichen ethnographischen Institut, dem Ethnography Sensory Lab der Harvard University, widmet die Viennale heuer mit 10 Produktionen ein Special. WissenschafterInnen des Instituts vermitteln ihre Forschung nicht über das bloße Wort. Daher sind in den letzten Jahren eine Reihe von Filmen entstanden, die sowohl die Grenzen des Dokumentarischen wie auch des Ethnographischen austesten, darunter der preisgekrönte "Leviathan", der akustisch und visuell radikal die Naturgewalt des Meeres und die Arbeit der Menschen auf einem Fischerboot einfängt. (Anna-Katharina Laggner)

Artist of the Week: Arcade Fire (Christian Lehner) | Termine | FM4 Universal


Den Überblick behalten in der Welt der Beats. Der interdimensionale Groove-Panoramaflash bringt euch jede Woche ein Update in Sachen House, Soul und Breaks.


Chez Hermes (00-01)

mit Hermes

Chez Hermes: Die FM4 Personalityshow eures Vertrauens mit Conferencier Hermes. Highlights und Rohmaterialien aus der und rund um die dienstägliche FM4 Mitternachtseinlage Chez Hermes gibt's im Chez Hermes Podcast.


Sleepless (01-06)

with Joejoe Bailey

Less sleep, but a whole lot more of everything else.

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