fresco

Fünf Menschen aus Wien, die sich wöchentlich in einem feuchten Probekeller treffen, mit einem ersten Resultat ihrer Sessions.
Junge Mutter sucht

fresco über sich

Zitat: "Jeder Krach hat seine Ordnung.
Jeder Lärm hat sein System.

Unter diesem Motto treffen sich vier Männer wöchentlich in einem feuchten Probenkeller mitten in Wien. Dem Alltag kurz entwischt, um auf der Basis von Krach und Lärm eine guten Grund für einen Abend auswärts, fernab der Streckbank, der
Kuschelkiste und der Hausapotheke zu schaffen.

Dass dieser Grund immer besser klingt, ist schön für das Publikum. Für fresco zählt jedoch nur der Moment im Keller und die Therabierstunden danach beim kurdischen Medium Arnes.
Kürzlich haben sie jedoch bemerkt, dass einige Lokale eine ähnlich hohe Luftfeuchte und Rauchdichte wie der Probenkeller aufweisen was Livekonzerte für fresco ermöglicht.

Die Instrumente werden dabei als das behandelt was sie sind - Werkzeuge. Zum Staubaufwirbeln, Geistbenebeln, Beineschütteln, Haaresträuben und Herzerweichen. Kurz: zur Befriedigung der eigenen Instinkte, Triebe und Lüste. Wer mit Windeln, Tschick und Beton umzugehen weiß kann allemal gute
Musik machen. Vielleicht sogar bessere, weil das wahre Leben an der Musik klebt wie Babykacke an den Fingern oder der Zement in den Haaren oder Holzleim in der Nase.

Textlich wird bei fresco aufgegriffen was der Tag so eintreibt, sei es eine beiläufige Äußerung eines verzweifelten schweizer Schriftstellers ("Diese Stadt ist nicht nett, die tut nur so") oder die simple Feststellung, dass Simmering nicht New York
ist ("Das geht nicht gut, Leroy") oder eine Hymne an den eigenen Wahnsinn ("Komm und zieh deine Weiße Weste aus") oder ein einfühlsamer Blick in das Seelenleben der Jungfrau von Orleans ("Es ist alles gut was in mich dringt"). Dann taucht wieder ein gottesfürchtiger "Freudscher Verbrecher" auf und
bringt die Tiefen unsere Psyche zur Sprache während ein "Eremit im Redewahn" mit einer schönen Frau den "Van Tango" in den Sonnenuntergang tanzt.

Denn wo der Abend keine Grenzen kennt ist der Wahnsinn gern zu Hause. (Sodass man sich am Ende fragt: Sind die so odertun die nur so? Der Antwort kann man bei einem Liveauftritt
von fresco näher kommen.)"

Facts:

aus wien | *2009
Michael Klapper
Günther Pauls
Andreas Remenyi
Alexander Nefzger

Kontakt:

kontakt@fresco-musik.at

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