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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

26. 1. 2009 - 15:54

Journal '09: Montag 26.1.

Über die niemals endende Talsohle heimischer Pop-Rezensionskultur.

Ich bin ja recht froh (dieser Anfangssatz kommt mir irgendwie bekannt vor...), dass der Ausgangspunkt für mein heutiges Journal inhaltlich gar nicht kontrovers ist. Denn wie wer Franz Ferdinand vorgestern empfunden hat - das mag jeder so halten wie er/sie will; da hab ich keinerlei Emotionen.
So kann die Sicht auf das Wesentliche, nämlich die prinzipiell-philosophische Komponente die hinter jeder Rezension steckt nicht (oder besser: nur schwer) verstellt werden. Und meiner Meinung nach sind die Rezensionen über den Franz Ferdinand-Auftritt beim FM4-Geburtstagsfest, die in den heutigen Zeitungen erschienen sind, ein exemplarischer Anlassfall, sich einmal näher mit dem Wesen der Popkritik auseinanderzusetzen.

Meiner Meinung nach - das darf hin und wieder erwähnt werden, für Weblog-Unerfahrene und Neuhinzugekommene, die so etwas wie Meinungs-Äußerung in Kombination mit einer weitergehenden Erklärung des Wieso verwirrt, weil die derlei (eigentlich eine der zentralen Aufgaben von Journalismus) aus österreichischen Medien kaum kennen.

die Arena am Samstag - von außen

Die heimische Popkritik,

die österreichische Rezensionskultur befindet sich seit eigentlich immer schon in einer scheinbar niemals endenden Talsohle (man mag der aktuell schreibenden Generation nicht so die gesamte Schuld geben - sie haben ihre Haltung ja ererbt, allerdings auch nie ernsthaft hinterfragt) - und die FF-Kritik, vor allem die im Standard, zeigt exemplarisch die zwei Kardinalfehler auf, die dieses Genre unterjochen.

Schuld ist die (von den Gründervätern der heimischen Popkulturrezension verbrochene) Sucht, eigentlich zu den "Großen", also zur Hochkultur, gehören zu wollen. Das ist in einer Situation wie in Österreich, wo die Hochkultur extreme interne Aufmerksamkeit und unfassbare finanzielle Unterstützung erfährt, zwar verführerisch, aber deswegen noch lange nicht legitim.

Die Hochkulturkritik zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass sie die entscheidenden Informationen weglässt - die werden im inneren Ränkespiel verwendet (dazu später mehr). Deshalb sind heimische Hochkultur-Berichte so losgelöst von jeder Realität, ja sie beziehen nicht einmal das unmittelbare Umfeld (Produktionsbedingungen, Reihen etc.) ein.

Die heimische Popkultur-Kritik hat sich (ebenso wie seine Brüder und Schwestern von Film oder neuer Kunst - nur die Medienkritik verfolgt - aus machtpolitischen Gründen - die exakt gegenteilige Route) seit jeher an diesem unsinnigen Modell orientiert.

Das handfeste Beispiel

Ich will ein deppensicheres Beispiel geben: wenn ich über die Abfahrt in Kitzbühel berichte, dann darf ich selbstverständlich den lächerlichen Promi-Aspekt weglassen (wiewohl das auch die sog. seriösen Medien nicht schaffen - schließlich stehen ihre Verlagschefs samt Politiker-Freunden dort ja deswegen herum, um angelichtet zu werden). Eine "Rezension" der Abfahrt, ohne auf die Umwelt/Wetter-Bedingungen einzugehen, wäre allerdings seltsam; und würde sich der Reporter auf die Läufe von Defago, Walchhofer und Kröll beschränken und alles andere ignorieren, dann würde er zwar der aktuellen Häppchenkultur wertloser Gratis-Medien (und der ebensolchen Rezeptions-Kultur sich bewusst selbst verdummender Konsumenten) entsprechen - eine ernstzunehmende Abbildung des Hahnenkamm-Rennens jedoch kann nicht gelingen.

arena-crowd 1

In der Hochkultur-Rezension passiert praktisch immer genau das - und keinen störts. Weils nämlich (da gibts einschlägige Untersuchungen mit unfassbar erschreckenden Ergebnissen...) keiner liest - außer denen, für die es gemacht ist: die Szene selber. Die Hochkultur-Journaille versteht sich nämlich als unabdingbarer Teil dieser Szene (etwas, was in medientechnisch zivilisierten Ländern, USA, UK, Deutschland, so ganz und gar nicht der Fall ist), als Player, als Mitspieler, als Akteur - und nicht als Analytiker.

Das, was wirklich interessant ist, das, was sie wirklich wissen und was die Analyse jeder Aufführung wirklich erhellen würde, das behalten sie für sich - um es karrieretechnisch zu verwenden.

Copycats

Die heimischen Popkultur-Rezensenten kopieren nun die Hochkultur-Kollegen. Und wie bei jeder Kopie geht etwas verloren. Im konkreten Fall nicht nur der Sinn (denn es gibt kein Äquivalent zu den Hochkultur-Futtertrögen, die da angestrebt und auch erreicht werden), sondern auch das nicht verwendete Hintergrund-Wissen.

Deshalb bleiben österreichische Pop-Rezensionen immer so nah am Objekt kleben, dass fast ausschließlich Befindlichkeits-Prosa rauskommen kann.
Das zeigt sich vor allem bei Festivals: ich muss immer lachen, wenn ich in einer Tageszeitung die Rezension eines Auftritts einer großen Band bei einem Festival lese, die so tut, als wär's ein Gig in einer Halle oder sonstwo im Vakuum. Das, was direkt davor oder direkt danach war, kommt nicht vor, die Gemütslage des Publikums existiert kaum, sowas wie Wetter und Außeneinflüsse gar nicht. Diese Rezensionen sind genau wie eine losgelöste Beschreibung der Streif-Fahrt von Klaus Kröll.

Ich behaupte, dass selbst der Rezensent des Innungsblattes österreichischer Klavierstimmer, der nur die Aufgabe hat, die Leistung des Pianisten zu bewerten, schlau genug ist, den gesamten Kontext heranzuziehen, ehe er sich an seine Aufgabe macht. Derlei ist im heimischen Print-Pop-Journalismus nur in Ansätzen möglich: Brigitte Schokarth schafft in ihrer Kurier-FF-Rezension immerhin Bilder, die mit der Atmo und dem Publikum spielen, Samir Köck verliert sich in der Presse in persönlich-poetischen Assoziationen, ohne die reale Umgebung einzubeziehen. Beiden ist aber die Lust am zu beschreibenden Objekt deutlich anzumerken.

franz ferdinand, von der bühnenseite aus gesehen

Karl Fluch im Standard schafft es dann aber tatsächlich, einen Auftritt, der in einem Kontext stattgefunden hat, derart passgenau unter den Quargelsturz zu stellen, als hätte kein einziger Außeneinfluß eingewirkt.
Wäre das, die Herarbeitung eines reinen Konstrukts, ein Kniff, hätte es sicher etwas - leider ist dieses ererbte und unhinterfragte Verzichten auf Kontext, Realität und Verknüpfung dort aber die Regel.

In der letzten Reihe

Dabei tut sich dann der zweite Kardinalfehler auf, auch hier wieder am Beispiel gut ersichtlich, weil ganz offen: es ist nämlich für keinerlei Betrachtung sinnstiftend oder gar besonderlich hilfreich, sich muffig in der letzten Reihe, oder gar in engerem Kontakt mit der Bar herumzutreiben, um das zentrale Idiom von Pop mitzubekommen: den Funken.

Der Funke springt nämlich auf die Backstage-Mitwipper, die Vom-Fenster-Aus-Beobachter, die An-Der-Bar-Lehner nur dann über, wenn sie die emotionale Konstitution eines Duncan Larkin haben - und dieses Glück ist nur den wenigsten von uns gegönnt.
Wer das Fest, die Party (und letztlich ist jedes Konzert eines) mitkriegen will, muss sein Sensorium ausfahren und die Informationen reinsaugen. Und, ja, dazu gehört es auch, dass man sich zumindest für kurze Zeit ins Getümmel wirft.
Für die Nachbetrachtung kann jeder abstraktionsfähige Mensch (und nur ein solcher kann Journalist sein) wieder raus und in sein unbestechliches Analyse-Jackerl schlüpfen.

Wer sich nicht einlässt, kann auch nicht berichten.
Der Theater-Rezensent, der sich nicht auf das Bühnengeschehen einlässt, kann gleich daheimbleiben, das Stück lesen und sich die Bilder anschauen.
Der Pop-Rezensent, der ein Konzert als ebendas mit irre unangenehmen Begleiterscheinungen (Wetter, Menschen, ja, wäh, Menschen!, Sicht- und Hörverhältnisse) betrachtet, hat das wesentliche Momentum von Popkultur nicht geschnallt.

Die Welt in der Nuss-Schale

Deswegen lesen sich diese Konzertberichte dann wie sauertöpfische Anmerkungen des Bäcker-Innungs-Kontrollors auf seinem ihm zuwideren nächtlichen Streifzug durch die ihm anbefohlenen Bäckereien. Sie imitieren die offenen Briefe von Theater-Rezensenten an die Direktoren, das anspielerische Geklüngel zwischen Kunstktiker und Galerist oder die offenen Grabenkämpfe in der Opern-Szene. Da sie allerdings niemanden haben, an den sie sich da wenden (denn Franz Ferdinand sind keine Adressaten), haben sie kein Ziel, keinen Sinn und keinen Zweck, bleiben stecken wie die Seele im Körper eines Transsexuellen, der sich noch nicht geoutet hat.

die arena-crowd von der anderen seite gesehen
Mehr Fotos vom Fest gibt's hier

Zugegeben: wären die angesprochenen Rezensenten Autoren wunderbarer Portraits oder sonstwie wichtige Kommentatoren/Analytiker zu Popkultur-Events, die keiner dezidierten über den APA-Kulturkalender ausgesendete Einladung bedürfen, dann wäre ich froh (schon wieder... ) und würde schweigen. Wären die Kollegen feinsinnige kritische Förderer und regelmäßige Begleiter der heimischen jungen Szene (was leider im Musik- und im Film-Bereich GAR nicht der Fall ist - dort ist der Österreicher der Feind; fragt einmal Götz Spielmann, der jetzt allerorten angeschleimt wird, wie man ihn "davor" behandelt hat), dann sogar auf immerdar. Wäre die heimische Popkritik irgendwo imstande die Welt in der Nußschale zu beschreiben, wie das mein Lehrer Wolfgang Kos einfordert, dann wäre ich glücklich.

Da auch dies (und das wäre Thema für ein, wenn nicht zwei andere Journale) deutlich nicht der Fall ist, gilt es, die eklatanten Schwächen aus- und anzusprechen.
Wer sich am Katzentisch beim Hochkultur-Ball unwohl fühlt und deswegen glaubt, Mimikry betreiben zu müssen, ist ausschließlich selber schuld. Denn niemand braucht diesen (grauslichen) Bereich als Vorbild, auch nicht im mit Hochkultur zugeschissenen offiziellen Österreich.
Wer es deshalb oder aus anderen Gründen nicht schafft, eine Kultur-Rezension ans Hier und Jetzt anzubinden und sich deshalb mit Dauerausflügen in einen geistigen luftleeren Raum behelfen muss, ist auf einem gar dumpfen Holzweg.

Und wer merklich keine Lust hat, sich mit dem, was er da beschreibt, zu beschäftigen und sich wirklich und ernsthaft einzulassen, der sollte zum Dschungel-Telefon und die dort angebotene Hilfe dringend annehmen.
So, wie sie derzeit abgeführt wird, ist die Print-Pop-Kritik nämlich eine Lachnummer, ein hinterherwieselnder Imitator scheinbar "erwachsenerer" Kollegen, eine Nestroysche Beamtenfigur. Ja, beamtet, so kommt sie daher, anstatt ihrem Subjekt zu entsprechen.

PS:

Dass ich den auf der FM4-Site stattfindenden Anteil von Pop-Kritik für zu gering (und in Teilen auch für zu mutlos, die Ausnahmen wissen wer sie sind...) halte, erwähne ich hier nicht zum erstenmal. Denn natürlich gilt einiges von dem hier Gesagten auch fürs eigene Haus.

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  • softmachine | vor 371 Tagen, 20 Stunden, 18 Minuten

    wer sagt dir dass ich deutscher bin ? nur weil ich deine ewigen rassismen kritisiere ? im uebrigen, hoer ich motor fm in berlin, ein sender der euch schon lange ueberholt hat und zum glueck nicht so berufsjugendlich und besserwisserisch daherkommt...

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    • blumenau | vor 371 Tagen, 8 Stunden, 39 Minuten

      falscher thread - du wirst es schon noch irgendwann lernen dort zu posten, wo's hingehört.
      motor fm ist eine pr-abspielstation der industrie, da haben sich ein paar labels zusammengeschlossen und tun so als wärn sie ein radiosender, obwohl sie nix anderes als eine dauerwerbesendung machen. sowas schaun/hörn sich manche eben gern an...

    • softmachine | vor 370 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten

      leider habt ihr ja euren web auftritt so erbaermlich relauncht. im uebrigen, redest du jetzt von fm4, von wegen pr abspielstation. auf fm4 laueft doch inzwischen das oe3 programm. ich sage nur: franzferdinand auf dem geburtstagsfest. wow. wer kommt als naechstes: joe cocker. fuer alle die musik jenseits des provinziellen orf altherren mainstreams hoeren wollen:http://www.motor.de/motorfm

    • blumenau | vor 370 Tagen, 5 Stunden, 16 Minuten

      oh, ein werber fürs radio der companies. motor hat im übrigen ein 30plus-publikum; ja, jedem das sein. und die (richtige) rezension von ff war das eigentliche thema dieser geschichte, nur falls dir das entgangen ist...

    • softmachine | vor 369 Tagen, 15 Stunden, 35 Minuten

      wer sagt das mit 30 plus ? von wo willst du das denn wissen ? hast du den sender denn ueberhaupt schon einmal gehoert ? oder sind das nur plattitueden und voruteile, as usual.comical blumie, du siehst die zeichen der zeit nicht mehr, du wirst eben alt.

    • blackjelly | vor 369 Tagen, 11 Stunden, 53 Minuten

      liebes saftmatschhirn! was macht dich denn so zornig? fehlt dir die öffentliche anerkennung als erleuchteter hörer und überbringer der einzig äther-gewordenen musischen wahrheit? du, alternativster unter den alternativen, erkenner und verkünder der pauschalösterreichischen dummheit, anbei entdecker und herold des blumauschen vergilbungsprozesses und wie nebenher auch noch webdegustör und rezensent, wie kann man DIR nur die aufmerksamkeit verweigern? vielleicht hast du dir aber auch die falsche plattform für deinen rethorischen stolpertanz erwählt? tip: in den nächsten großen pausen eine zielgruppenevaluierung durchführen, die bedürftigsten unter den aufnahmebereiten unter deine fittiche filtern und dort dann beeindruckend sein.

    • blumenau | vor 364 Tagen, 1 Stunde, 12 Minuten

      motor als zeichen der zeit, wie lieb. tim renner hatten wir vor vielen jahren, als motor neu und frisch war und noch in eine andere, als die heute nur noch peinlich zu nennende richtung ging, als stargast einer veranstaltung eingeladen. nur weil softmachine das grade neu entdeckt ist es weder neu noch innovativ. und natürlich geht motor auf die 30+ los - frag sie...

  • softmachine | vor 374 Tagen, 23 Stunden, 20 Minuten

    was ist denn hier los ? es gibt keinen oesterreichischen musikjournalismus, wie es ja auch kaum ernsthafte kritiken zu theater, bildender kunst, oper, literatur und film etc. in OE gibt. das haengt damit zusammen, das es in OE kein einziges Feuilleton gibt und der ORF kein Kunst, Diskurs, Philosophie Magazin hat und das haengt schlicht damit zusammen, das OE anscheinend einfach zu dumm ist. Das Land ist borniert und viel zu hermetisch, hier haben die Kabarettisten die Intellektuellen ersetzt. der orf haette da eine riesengrosse aufgabe, kritischen diskurs zu ermoeglichen, spult aber nur naehrstofflose pseudoberichte ab. FM4 empfand ich durchaus als originaer und innovativ, der Sender sieht jetzt aber alt aus, weil alles was FM4 einzigartig machte, jetzt im Mainstream angekommen ist. also: Fm4 hat sich nicht negativ veraendert (ausser die bloeden bandenwerbungen und die debilen werbespots), aber die Gesellschaft, darum laeuft FF halt auch inzwischen in jedem jedem Baumarkt Klo oder in der Billa Filiale um die Ecke als shoppingsoundtrack, mit FF ein Geburtstagsfest zu gestalten ist dann eben -im wahrsten sinne- ueberholt. Ein neuer Underground bzw. etwas Alternatives ist halt gerade nicht und nirgends.Wer sich fuer Musik interessiert...

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    • softmachine | vor 374 Tagen, 23 Stunden, 5 Minuten

      ach irgendwie werden automatisch die kommentare gekappt ???

    • yaketiyak | vor 374 Tagen, 1 Stunde, 56 Minuten

      lol... Die Kommentare werden automatisch von einer KI-Software gestoppt, wenn die Essenz nach 1000 Buchstaben gleich null ist.

    • softmachine | vor 373 Tagen, 20 Stunden, 12 Minuten

      rofle...zynisch und hinterm mond, juhu ein oesi ruft aus dem hinterwald.

    • blumenau | vor 372 Tagen, 4 Stunden, 26 Minuten

      ach, was lieben wir sie, die deutschen besserwisser, die alles haben (nur keinen einzigen brauchbaren radiosender...)

    • blackjelly | vor 370 Tagen, 6 Stunden, 25 Minuten

      @saftmatschdrinn:
      ein land als solches, das ist erfahrungsgemäß mangels selbst und ich und geist und sowieso ebenso oft dumm wie klug, nämlich nie. die bewohner einer solchen einheit land, die dagegen streuen ihre intellektuellen befähigungen ganz gewiss von bemerkenswert gaga bis bemerkenswert genial. von einer geistigen kollektivschuld, ob so oder so, weiß ich nichts. das land österreich der dummheit zu bezichtigen hat also den selben gehalt, wie die tastatur, die das geschätzte du befingert, der inhaltslosigkeit zu beschuldigen und lässt vermuten, dass du dich selbst und freiwillig einer der oben genannten gruppierungszuordnung zu erkennen gibst. grüßi.

  • mochto | vor 376 Tagen, 15 Stunden, 53 Minuten

    kleine Ergänzung

    immer wieder auch zumindest in ansätzen nicht so schlecht: popkritik der Salzburger Nachrichten

    haben zwar übers fm4-fest nix gebracht (schande), aber mit stories (cd- und konzertkritiken, popkultur im allgemeinen) von Bernhard Flieher, Clemens Panagl, Ronald Escher und Tobias Pötzelsberger (letzterer auch als Musiker "The More or The Less" mehr oder weniger bekannt), sowie als regelmäßige begleiter der heimischen jungen szene, erhöhen sie den leserischen genuss dieser zeitung für mich doch immer wieder.

    mit freundlichen grüßen aus, natürlich, salzburg.

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  • extrapurifier | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 59 Minuten

    Blumenau ist einfach nur aufdringlich und unsympatisch, grundlegend!

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    • blumenau | vor 377 Tagen, 12 Minuten

      uj, ein exemplarisches beispiel für ein leben in kompletter diskurslosiger verdunkelung!

    • extrapurifier | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 40 Minuten

      Blumenau: physisch jenseits der 40 Jahre, geistig weit unter den 20ern ...

      Deine Versuche eloquent zu wirken ... sie wirken nicht. Du bist einfach nur peinlich wie du mit Begrifflichkeiten versuchst hier Prosa zu gestalten. Es gelingt dir nicht. Du bist ein sehr armer, einsamer Wort-Prolet, nothing else. Alter, reiß dich z'am oder vertschüß dich aber mach nicht so weiter. Du bist richtig widerlich und so denken mittlerweilen sehr, sehr viele Menschen um dich herum. Auch wenn dich viele, viele Menschen anlügen, Sympathie hast du keine ... Respekt hast du keinen ... Angst? Den haben einige vor dir ... Bist du darauf stolz? Ist das, das einzige was du in deinem Leben zustande gebracht hast?

      Blumenau, du bist einfach nur armselig und rhetorisch berechenbar und ... du wirkst nicht im Ansatz intelligent geschweige denn bist du es. Du hockst nur in der kleinen Wirklichkeit die du dir gebastelt hast, ganz alleine, ganz einsam ...

    • go1988 | vor 376 Tagen, 7 Stunden, 44 Minuten

      Auch wenn ich mich erst kürtzlich von Martin nicht mit respekt behandelt gefühlt habe, habe ich meine Kritik nicht so formuliert, geschweige denn, dass man deine Formulierung Kritik nennen kann - du beleidigst und bist damit ebenfalls respektlos.
      Wie gesagt, auch wenn ich ihn des Öfteren als Respektlos empfinde, so habe ich doch Achtung vor ihm und dass er Intelligent ist, kann man nicht abstreiten - er schreibt für diverse Magazine und durchschaut - meines Erachtens - Zusammenhänge.

      In einem Satz jemanden als Wort-Proleten zu bezeichnen und im nächsten selbst "Alter, reiß dich z'am oder vertschüß dich aber mach nicht so weiter." zu schreiben, schaut nach einem Schuss ins Knie aus.

      Wenn du eine Kritik anbringen willst, dann bring sie bitte respektvoll und versuch', objektiver zu bleiben, aber wild mit Beleidigungen umherzuschmeißen führt nicht zum Ziel.

    • blumenau | vor 376 Tagen, 5 Stunden, 15 Minuten

      go, das ist nur die praktische veranschaulichung des von fluch (ein wenig gar weinerlich) gebrachten beispiels:
      "Auf einer Seite, auf der ... man ... in schönster FPÖ-Manier schon einmal mehr oder weniger offen meinen Rauswurf aus dem Standard forderte, weil sich meine Meinung zu einem ... Konzert nicht mit der seinen deckte. Das ist schon bei anonymen Postern eher starker Tobak, dass man einem Journalisten so etwas Essentielles wie Meinungsfreiheit als elementares Element unserer Arbeit in Erinnerung rufen muss, könnte einen aber an schlechtenTagen durchaus betrüben. ... Medienprofi Blumenau ... bezog Position – Hallo Talsohle! – und meinte, ich müsse das aushalten, weil er hielte dergleichen auch aus."
      ich halte.

    • caveb | vor 375 Tagen, 9 Stunden, 14 Minuten

      is das ein justament Standpunkt

      Nur weil mans kann und verträgt sich gegenseitig anflegeln. hmm?!!??

    • blumenau | vor 375 Tagen, 4 Stunden, 48 Minuten

      wo siehst du mich hier flegeln?

  • jaquespourriel | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 4 Minuten

    fm4 = zu alt?

    was mich viel mehr interessieren würde, abseits der befindlichkeit von mb, kf und des musikjournalismus, wäre eine diskussion zum thema "fm4 goes mainstream"!

    konsequent wäre es ja zu sagen - o.k. 14 jahre sind genug. wir fahren das system herunter und überlassen den sendeplatz und die infrastruktur den "jungen". aber ich befürchte dafür ist fm4 wirtschaftlich schon zu erfolgreich geworden.

    das wäre mal ein interessantes diskussionsthema!

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 378 Tagen, 2 Stunden, 41 Minuten

      jaques - das eine (das thema, das dich nicht interessiert, weil du es mit einer personalisierung wegwischt, anstatt die prinzipiellen philosphischen fragen dahinter mitzuverhandeln) hängt direkt mit dem anderen zusammen. mit der frage eines zeitgemäßenzugangs zu pop und pop-rezension (da kannst du deine altersdebatte dann anschließen)...

      und: lieb, dass du fm4 für wirtschaftlich erfolgreich hältst. ich wußte nicht, dass wir schon die zweite radio-cashcow sind ;)

    • jennyand | vor 378 Tagen, 1 Stunde, 26 Minuten

      dazu ein gedankenspiel:
      analog zu zickzack und musicbox bei ö3(nein ich heule dem nicht nach - damals war ich nochzu jung) könnte fm4 jungen, nicht so jungen, vor allem engagierten menschen eine plattform bieten, sich journalistisch zu betätigen. muss ja nicht jeden tag sein...
      ich seh schon ein, dass die welt nicht stehen geblieben ist, das netz die chance bietet sich zu beweisen/artikulieren/präsentieren und weiß bescheid um das AC. so unkompliziert wie bei der musicbox - oft geschildert von mitarbeiterInnen - kommt allerdigs keineR mehr vors mikro.
      das mag vorzüge bieten, hindert allerdings den sender auch daran frische luft von außen abzubekommen. die frischzellenkur würde guttun, zumindest wärs einen versuch wert.
      eines noch: ein sendeplatz um drei uhr morgens bringt natürlich nur bedingt was... den mitarbeiterInnen soll dadurch nicht vor den kopf gestoßen werden, dessen sollten sich halt alle bewusst sein. vielleicht wird sowas ja mal angedacht. sollte es schlüssige argumente dagegen geben - ic bin sicher es gibt sie - dann her damit.

    • schwedenschwein | vor 377 Tagen, 21 Stunden, 21 Minuten

      ich glaube am Ende wird deine Anmerkung als einzig brauchbare bzw. verwertbare gehörlos untergehen.

    • jaquespourriel | vor 377 Tagen, 8 Stunden, 25 Minuten

      ich habe leider dzt. nicht genug zeit alle postings hier zu lesen - das meine ich ernst - bin nur bis seite 4 gekommen.

      @blumenau: wegwischen tu ich nur staub! ich halte es im konkreten fall mit yaketiyak: diese story enthält "...keine tragfähige Basis für eine ernsthafte Auseinandersetzung."

      allerdings würde mich schon interessieren, was du unter musikjournalismus verstehst?

      ev. können dann auch weniger gebildete menschen (zu denen auch ich mich zähle) deinen gedankengängen folgen. ich muss gestehen, dass mir nicht ganz klar ist, was du an der aktuellen "Pop-Rezensionskultur" kritisierst. sind es wirklich nur jene journalisten, die in den vip lounges abhängen und nix vom konzert mitbekommen? wann wäre für dich der idealzustand in österreich erreicht?

      (mir fällt gerade das lied von georg kreisler "der musikkritiker" ein :=)

      @jennyand: mir ist auch grad noch der gedanke gekommen, ob nicht das medium radio an sich (bald) überholt ist? o.k. totgesagte leben länger ... was könnte fm4 dem nachwuchs im falle einer art musicbox bieten? am ehesten noch reichweite und know how. das internet bietet im vergleich zu früher schon enorm viel mehr möglichkeiten sich journalistisch zu betätigen.

    • jennyand | vor 377 Tagen, 8 Stunden, 11 Minuten

      jaques:

      die mühe, wenigstens die postings durchzulesen, welche sie kommentieren, sollten sie sich schon machen!
      bieten würde das: geld (wenn auch nicht viel), erfahrung und know how (wie sie bereits anmerkten) sowie eine gewisse hörerschaft.
      wichtiger in diesem kontext hier ist aber der nutzen für den sender und nicht der für die akteurInnen.

      ob das radio überholt ist? zweifelsohne macht es eine veränderung durch, wie das immer der fall ist wenn ein neues medium in den markt drängt. aussterben wird es soschnell nicht - wahrscheinlich nie. aber das können sie ja nachlesen (rieplsches gesetz!).

      und auf die möglichkeiten bezogen (die ich bereits oben erwähnt habe): ja, die möglichkeit bietet es schon, nur kommen dann sachen raus wie bei chilli.cc (siehe profil). die diskussion hier bezieht sich aber auf berufsjournalistInnen.
      mfg jenny

    • jaquespourriel | vor 377 Tagen, 7 Stunden, 24 Minuten

      @jennyand: das das radio ausstirbt habe ich nicht behauptet, ich habe das eher so gemeint, dass früher am beispiel des orf tv dieses für mich (und auch viele meiner freunde) wesentlich präsenter war. mittlerweile sehe ich die fernsehprogramme des orf eigentlich nur mehr kurz vor und während österreichischer wahlen. das bedeutet, dass mich die inhalte des orf tv nicht mehr erreichen. das hat einerseits mit meinen geänderten gewohnheiten zu tun, andererseits aber auch damit, dass ich fundiertere informationen und natürlich auch unterhaltung wesentlich selektiver und schneller über das internet bekomme. insofern war der tipp zum rieplschen gesetz passend! danke dafür!

      was ich damit sagen will (und das ist auch der grund, weshalb ich mich hier registriert habe) ist, dass es sehr schade wäre, wenn fm4 denselben weg in die bedeutungslosigkeit gehen würde wie das orf tv.

      blumenau schreibt weiter oben auch, dass seine diskussion über den zeitgemäßen zugang zu pop und pop-rezension direkt mit meinen bedenken über ein überaltertes fm4 zusammenhängen.

      welche realistischen möglichkeiten gäbe es diesen worst case zu verhindern?

    • blumenau | vor 377 Tagen, 6 Stunden, 48 Minuten

      was mich betrifft, wird des schwedenschweins befürchtung nicht eintreffen. denn: das, was jenny da anspricht, ist natürlich thema; und nicht zu knapp.
      ich hatte montag, direkt nachdem ich diese zeilen getippt habe, eine lange unterhaltung mit einem jungen kollegen zu genau diesen und ähnlichen themen. teilweise waren da sogar wortidente sätze - die passage mit "Was können wir bieten?" hatten wir fast exakt so...
      wir haben keine patentlösungen gefunden, werden aber vieles davon ins nächste gespräch, in die nächste kleine fm4-klausur mitnehmen.
      zum thema zukunft von radio ließe sich soviel sagen, über die synergien mit dem web noch mehr. das wird im laufe des jahres sich noch oft thema sein.

      noch was zu jaques: allein das, was "in der szene" die letzten 48 stunden an debatte passiert ist, straft den kollegen gröbchen (yaketi), der sich daran eben auch beteiligt hat, bereits praktische lügen.
      und: wie im text zu ersehen ist, beschränke ich meine kritik an der öden und falschen pop-rezension hierzulande nicht auf bestimmte typen, sondern meine alle. weil ja alle von der (meiner meinung nach falschen) grundideologie ausgehen. das kann man schon überlesen, wenn man an personalisierungen klebenbleibt...

    • jennyand | vor 377 Tagen, 6 Stunden, 37 Minuten

      nun ja: fm4 sololte wohl frühest möglich die zeichen der zeit ernst nehmen und sich überlegen wie es damit umgehen will.
      will heißen: diverse sendungen als podcast bereitstellen, generell des www mehr mit einbeziehen (blumenau fordert ja ständig - zb von den grünen) ins web 2.0 einzusteigen, es einzubeziehen). BBC oder diverse stationen weltweit machen da ganz interessante sachen. will man das nicht, bleibt also bei der reinen radio-schiene plus website, so existiert im falle von fm4 immer noch eine sehr hohe hörerInnen bindung, die ja durch diverse spielereinen aufrechterhalten wird/werden soll (soundpark, ü-konzerte etc.).

      eine gute möglichkeit (meinem empfinden nach wäre eben auch ein forum für neues. die doch etwas starren - wenngleich erfolgreichen - formen könnten so ein wenig aufgebrochen werden. es bliebe "interessant". wenn man so will sollte neben pluralität auf themenebene, die sehr reichhaltig ist, die plurälität auf sendungs/formatebene bereichert werden. deswegen der vorschlag eine stunde freizuschaufeln für allerlei neues, interessantes, unerhörtes.

      dass "überalterung" kein problem sein muss, zeigt sich an diesem ort: der diskurs wird von der alten garde geführt. vorbei an den problemen der jungen? ich weiß nicht!

      ein problem noch zum schluss: fm4...

    • jennyand | vor 377 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten

      ... läuft wie geschmiert. gut so! gut so??? zu geschmiert vielleicht.

      und aus.

    • blumenau | vor 377 Tagen, 6 Stunden, 21 Minuten

      wo hast du das her, dass fm4 wie geschmiert läuft? wer sagt das?

    • jennyand | vor 377 Tagen, 2 Stunden, 24 Minuten

      meine wahrnehmung. sorry. das sollte da eigentlich auch stehen: ging dann beim zweiten mal eintippen verloren.
      die außenwahrnehmung lässt den schluss zu.
      gründet sich sowohl auf den daten zur reichweite, die relativ konstant beleiben, in zeiten des dualen rundfunks nicht selbstverständlich, als auch auf der tatsache, dass es keine umstände gibt, die auf das gegenteil schließen lassen. daraus folgt mein, zugegeben, subjektives urteil: es läuft wie geschmiert, im sinne von: keine steine im getriebe - vielleicht ein wenig sand. andernfalls würds ja nach außen dringen.

    • yaketiyak | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

      Nein. Nein. Nein.

      Ja, ich beteilige mich an der Debatte. Nein, ich mag nicht vereinnahmt werden.

      >> allein das, was "in der szene" die letzten 48 stunden an debatte passiert ist, straft den kollegen gröbchen (yaketi), der sich daran eben auch beteiligt hat, bereits praktische lügen.

    • yaketiyak | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 14 Minuten

      Was passiert ist, ist eine reichlich peinliche, sehr persönliche Ranglerei zwischen Martin Blumenau und Karl Fluch (mit ein paar tausend Zaungästen). Was nicht passiert ist (und auch nicht mehr passieren wird in diesem Kontext) ist eine halbwegs ernsthafte Debatte über Musikjournalismus.

      Darum ging es ursprünglich. Von der Intention her. Angeblich. Ich fand den "Aufhänger" (Fluchs "Standard"-Artikel über Franz Ferdinand) unpassend, unglücklich gewählt, nicht signifikant. Das habe ich zum Ausdruck gebracht. Nicht mehr, nicht weniger.

      Warum diese - leider insgesamt lächerliche und arg aus den Fugen geratene - Wrestling-Vorstellung (eine Debatte oder gar einen Diskurs kann ich weithin nicht erkennen) mich "Lügen straft" oder eine herbeiimaginierte Relevanz entfalten soll, bleibt offen.

    • blumenau | vor 377 Tagen, 13 Minuten

      walter - nicht deine welt & deine erfahrungen hochrechnen. ich kommunizier seit montag fast nur noch über dieses thema; mit vielen.
      dass du den anlaß falsch gewählt siehst, bleibt dir unbenommen - bei jedem anderen, wirklich inhaltlich aufgeladenem thema jedoch wäre die debatte von den personalisieren noch mehr erstickt worden. so kam immerhin etwas raus, was anstöße gibt/geben kann/noch geben wird.

      @ jenny - du tust aber so als ob das ein zitat wäre (was nicht der fall ist, wie du jetzt ja auch zugibst) . bitte mehr vor/umsicht in solchen angelegenheiten.
      der rest ist inhaltlich bereits beantwortet.

    • jennyand | vor 376 Tagen, 23 Stunden, 3 Minuten

      blumenau:
      nur um klarheit zu schaffen: verwende ich ein zitat, setze ich es unter anführungszeichen und gebe an von wem es stammt. das ist doch die einfachste übung. zugeben muss ich da nichts, weil ich keinen fehler begangen habe, bzw. nicht den, welchen du mir unterstellst. den rest habe ich geklärt. (zeigte mir irgendwas an, dass die zeichenanzahl ausgeschöpft ist, käme auch das nicht vor.) nicht immer macht jem. anderer etwas falsch.

    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 50 Minuten

      sorry aber die von dir getätigte formuliertung "ein problem noch zum schluss: "fm4 läuft wie geschmiert. gut so! gut so??? zu geschmiert vielleicht." ist nicht wirklich als selbstgespräch kenntlichgemacht, vor allem wenn sie direkt auf ein posting reagiert, in dems ums thema geht.
      auf diese unklarheit hab ich mir erlaubt hinzuweisen - den begriff "fehler" hab ich bewußt nicht verwendet.

    • jaquespourriel | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

      noch drei kommentare:

      1. irgendwie habe ich das gefühl, dass hier nicht so sehr über die sache an sich diskutiert wird, als vielmehr ein verteidigen der eigenen meinung praktiziert wird. das liegt sicherlich auch daran, dass sich viele durch die angriffigen formulierungen von dir blumenau provoziert fühlen. ist halt deine masche (das leben ist hart und so) ob das der diskussion gut tut und sie überhaupt erst beginnen lässt sei dahingestellt.

      2. finde ich einen blog für eine diskussion wie diese hier sein soll äusserst ungeeignet. zumindest ich als gelegentlicher mitleser verliere schnell den überblick über das gesagte. da sind ganz normale foren ev. besser geeignet (lineare darstellung; direktes antworten auf ältere posts nicht möglich). auch das kleine (breiten) format dient nicht gerade der leserlichkeit.

      3.ev. ganz interessant auf jeden fall für "zaungäste" auch ganz lustig: es findet dzt. in österreich ein zweiter kampf zwischen zwei journalismustitanen statt: fleischhacker (die presse) gegen thurnher (falter). liegt ja ev. am wetter oder an der wwkrise :=)

    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden,

      1.
      ich halte diesen thread für wertvoll - er ist bereits ausgedruckt und wird in den februar mitgenommen. denn die diskussion muß nicht erst beginnen, sie findet schon statt.
      2.
      ich denke dass die diskussion hier durchaus (auch) richtig ist - wo sollte sie denn sonst stattfinden als im fm4-forum? gibt es da was?
      die komplette verthreadung des forums wurde von uns aus unübersichtlichkeitsgründen verworfen - ich denke, dass der lineare ablauf aber alles zuläßt. im übrigen ist die neue site deutlich textmäßig breiter als die alte.
      3.
      ist vielleicht kein zufall...

    • blumenau | vor 376 Tagen, 1 Stunde, 28 Minuten

      hier noch eine kleinigkeit zu der von walter gröbchen/&yaketi als inexistenz empfundenen relevanz und strahlkraft des themas: http://fm4.orf.at/stories/1601001/

  • lebenohnegebaeude | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 11 Minuten

    dass fluch die dinge meist aus einer anderen ecke beleuchtet als fm4 empfinde ich persönlich weder als überraschung noch als negativ - umso mehr verwundert mich, dass das bei einem kenner wie blumenau derartige empörung hervorruft. offensichtlich hab ich etwas missverstanden, und was ich als bloße unterschiede im stil zweier (sich nicht ganz unähnlicher) großer kaliber (sowohl beim konzertbesuch, als auch in der berichterstattung) abgetan habe, ist offensichtlich doch wert, diskutiert zu werden (?). fraglich bleibt wohl wirklich nur, was dabei herauskommen soll: blumenau liest aus fluchs konzertkritiken und umgekehrt?

    das problem scheint mir hier nicht am vorhandensein des quargelsturz zu liegen, sondern daran, dass unter jenem von fm4 eine andere atmosphäre herrscht, als unter dem des standard. wenn das dann so teenagerhaft trotzig beleidigend zur sprache gebracht (und leider auch von fluch mit einer wenig dostojewsk daherkommenden aug' um aug'-antwort quittiert) wird, dann mag wohl der anstoß zu einer diskussion gegeben sein – einer diskussion allerdings, zu der die tatsächlich konstruktiven beiträge (zumindest bisher) mit sicherheit nicht von ihren anregern selbst stammen.

    ich bin trotz allem gespannt auf die fortsetzungen.

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    • blumenau | vor 378 Tagen, 2 Stunden, 44 Minuten

      selbst wenn es so wäre, dass die konstruktiven beiträge nicht von uns kommen, sondern nur durch uns ausgelöst werden - ist es das schon wert.
      dass du eine kritik an der pop-rezensions-philosophie in österreich auf das, was die krone draus machen würde (x! gegen y!) reduzierst, ist schade, auch nur teilweise deine schuld, aber halt typisch.

  • shellmayr | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 23 Minuten

    volle zustimmung!

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  • konjunktiv2 | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 33 Minuten

    *krampf* ...es platzt förmlich aus mir raus...

    multiple choice:
    warum wohl hat fluch sich auf eine halbe seite franz ferdinand beschränkt?
    A) jedes jahr aufs neue fm4 als solches zu kritisieren nur um eingebrachte denkanstöße zwischen tauben ohren verpuffen zu sehen verliert rapide an reiz
    B) fluch is' zu spät gekommen und zu früh gegangen
    C) der geschmacksverirrte rock-purist fluch hat franz ferdinand kurzsichtiger weise für DAS event am event gehalten
    D) fluch schreibt eigentlich eh nur noch um mit aller gewalt auf blumenaus radar zu erscheinen
    E) analog zum von den schottenrockern zwecks 'promotion' bespielten arena-festl nutzt fluch deren gig lediglich als einstieg die band vorzustellen und zu verorten wo sie heute steht

    schauen Sie mal:
    http://tinyurl.com/dx2nwz
    beware of verblöde(t/nd)en reze(ns/pt)ionsmainstream...
    weil: gonzo rules! (i waß net ob's gregnt hot oda a ned, do is des keta grod so schee gfohrn... wea hot eigentlich gspüt?)

    und: beachtlich, dass blumenau von fluch fordert das drumherum einwirken und -fließen zu lassen bzw. mal den fokus von der vorliegenden setlist wegzuschwenken, da ich ersteren doch mit großer sicherheit in der franz-crowd ge-spot-et hab und der dann trotzdem genau wissen will, was letzterer wann, wo und wie getan haben soll (memo an mich selbst: 22.56: fluch rückt seine brille zurecht...

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    • konjunktiv2 | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 32 Minuten

      ...und popelt gelangweilt im linken nasenloch) - wobei: die erwähnung jener angeblich existenten hochkultur-parallelgesellschaft versucht die dinge eh in einem gewissen kontext unterzubringen; ich stell mir ja mit vergnügen fluch vor, der jeden abend vorm bildschirm neidvoll der zu üppigen futtertrögen drängenden opern-journaille gedenkt.

      boys and their toys... und in wahrheit is' der pen vielleicht mightier, aber wenn mensch drübersteht wenigstens nicht so verletzend wie das sword.

      abschließende frage: war was?

    • einoeder | vor 378 Tagen, 1 Stunde, 47 Minuten

      JAAA SO GHÖRTS

      gonzo rules! (i waß net ob's gregnt hot oda a ned, do is des keta grod so schee gfohrn... wea hot eigentlich gspüt?)

  • eqaya | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

    anläßlich des gestarteten diskurses zwischen blumenau und fluch werde ich mir das neue album der für diesen diskurs anlassgebenden band downloaden. anhören kostet ja nichts (mehr).

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  • clemens1110 | vor 378 Tagen, 4 Stunden, 5 Minuten

    Schade, dass das hier zu einem Blumenau-Bashing verkommt. Liegt vielleicht aber auch daran, dass die Musikrezessionen so fad sind, dass keiner darüber reden will.

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    • blumenau | vor 378 Tagen, 3 Stunden, 26 Minuten

      darüber soll ja auch keiner reden - wichtig ist die philsophie dahinter, die ich als falsch empfinde.