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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

27. 1. 2009 - 16:29

Journal '09: 27.1.

Diskussions-Kultur - und ein Fortschritt.

Ich bin ja froh (bei diesem Satz hab ich irgendwie ein Déjà Vu...) dass Karl Fluch mit einer sehr weblogartigen Replik auf meine als Medienkritik getarnte Medienkritik, in der seine Franz Ferdinand -Geschichte aus dem Montag-Standard zwar nicht umfangreich, aber exemplarisch vorkommt (auch weil sie inhaltlich unverfänglich und wenig kontrovers ist und somit kein Ablenkungs-Potential bietet), reagiert hat.

Wer sich da jetzt wundert und meint, dass derlei in einem (von mir zuletzt ja laufend eingeforderten) Diskurs-Klima eine Selbstverständlichkeit wäre, hat Recht. Leider ist es in Österreich alles andere als logisch, dass man sein Tun reflektiert oder sich gar drüber austauscht. So hatte etwa kürzlich niemand vom Falter die Courage, auf meine prinzipiellen Anmerkungen (man könnte es auch Medienkritik nennen) zu einer (sagen wir es höflich: heftigen) Geschichte, die auf etwas von mir Verfasstes reagierte, zu antworten. Nicht einmal per Mail.

Fluch hat sogar den Mumm, seine Geschichte für die FM4-Site freizugeben. Das ist toll. Das ist ein (und das ist es, worüber ich froh bin) wichtiger Schritt in eine sinnstiftende Debatte über Tun und Wirkung, über Ansätze und Zugänge (wie es im Übrigen auch im Standard-Forum zu Fluchs Replik in einem guten Posting angemerkt wurde).

Wer nicht diskutiert, bleibt stehen

Dass ich nicht mit allem, was in der Replik steht, einverstanden bin - na sowas! Die ausschließlich aus Originalbeiträgen bestehende FM4-Website (auf der sich deshalb auch der eine oder andere Müll einschleicht) mit der Standard-Website, die sich zu 80% aus unredigierten Copy-Paste-Meldungen der APA speist zu vergleichen - kann passieren! Dass ich manches anders in Erinnerung habe - geschenkt! Dass manchmal Äpfel mit Birnen, VIP-Bereich mit Bar-Bereich gegengewogen werden - auch egal, es kommt immerhin Kompott dabei raus.

Und oft hat Fluch auch 100% recht: Wenn er etwa meint: "Ansonsten ist dieses Blumenau und Fluch hauen sich in die Goschn-Ding redundant und befriedigt bloß die niederen Instinkte der Zaungäste", trifft er einen zentralen Punkt.

Denn leider ist die österreichische Lesart, wenn es um Abstraktionsfähigkeit geht, sehr schwach ausgeprägt - es muss immer personalisiert werden.
Während es in "richtigen" Medien-Ländern durchaus möglich ist, eine von den Personen losgelöste Debatte über Inhalte und die Philosophie hinter dem eigenen Tun öffentlich zu führen, geht sich das in Österreich nicht aus - die meist einzige weiterführende Reaktion ist das Runterbrechen auf persönliche Konflikte. Und zwar in jedem Bereich, von der Politik bis zum Sport.

Davon hat sich logischerweise auch Fluch anstecken lassen und zitiert ein paar Episoden. Na klar gab es bislang zwischen uns bereits Debatten über das, was wir da tun. Und der exemplarisch an den Anfang gerückte Streets-Vorfall zeigt ja, dass es um Inhalte (und zwar um bewusstes Weglassen von zentralen Informationen - auch in diesem Fall tat der Fluch-Bericht so, als hätte er ein Konzert gesehen, wo es nur ein Showcase gab) geht und nicht um Privates oder Persönliches.
Das war im Übrigen auch der Grund, warum kaum jemand von FM4 auf die Fluch-Kritik zum 13. Geburtstag reagierte, der zu sehr im Schatten des Todes von Wener Geier stand.

Privates und Öffentliches

Und: Selbstverständlich werde ich ein medieninternes Podium wie die von Fluch angesprochene Standard-Blattkritik aus dem Vorjahr, in der es um die Aufarbeitung von prinzipiellen Themen geht, nicht dafür missbrauchen, eine sehr spezielle Rand-Debatte vom Zaun zu brechen, der die dort Anwesenden gar nicht folgen könnten und wohl auch möchten. Dafür ist - auch weil das in zahlreichen Gesprächen drüber nicht vermittelbar war - dann auch so eine Auseinandersetzung gut/nützlich.
Ohne Auseinandersetzung, ohne Reibung, ohne Diskurs gibt es nur Stillstand und Sich-auf-die-Schulter-Geklopfe - das braucht keiner.

Natürlich ist mein privater Grund-Modus Fluch/Schachinger gegenüber freundlich.
Weil ich sie als Menschen, als Freunde von Freunden ja schätze - auch wenn ich mit manchen Dingen, die sie (journalistisch) tun, eben nicht einverstanden bin. Zum Beispiel aus den von mir auf zwei sehr wesentliche Punkte reduzierten prinzipiellen Kritik an der heimischen Pop-Schreibe (Selbstkritik inclusive) insgesamt.

Nämlich dass sie sich einerseits formal zu sehr an hochkulturellen Kriterien orientiere (wie Fluch selber anmerkt, wäre das ja auch komplett sinnlos) und den Kontext der Geschehnisse (anderswo nennt man das "Produktionsbedingungen") zumeist ausblende, und dass es andererseits einfach notwendig für das Erfassen des Wesens von populärer Musik ist, sich zumindest für eine kleine Zeiteinheit auf das Gebotene einzulassen.

Sich-Einlassen

Ein Beispiel: Karl Fluch erzählt, dass er das Franz Ferdinand-Konzert auf Höhe des Mischpults, also neben dem Front-Of-House-Hüttl am Beginn des Arena-Abhangs verfolgt hätte. Ich meine, dass das genügt, wenn man einen Act innerhalb eines größeren Zusammenhangs streift oder ihm eine kleine Geschichte widmet. Für den Aufmacher des Kultur-Buchs reicht das meiner Meinung nach nicht.
Ich möchte einen kleinen Beleg anführen. Vor vielen Jahren, im Juni 2003, spielten an genau gleicher Stelle die "Queens Of The Stone Age". Zu Beginn stand ich dort, genau an der Fluch-Stelle, mit ein paar Kollegen herum, die Knecht war sicher dabei, vielleicht sogar auch der Fluch, ich weiß es nimmer so genau. Dort kam das Set soundtechnisch/gefühlig nur solala an.
Ich bin dann vorgegangen, soweit es halt geht, war dann rechts fast bei den Boxen - und hatte ein erleuchtendes Erlebnis (das man hier in einem nahe dem Irrsinn verfassten Nachbericht nachlesen kann). Und zwar deshalb, weil ich mich drauf eingelassen hab'.

Sorry, aber das würd' ich mir von aktueller und guter Pop-Kritik eben wünschen - das ist mit der "Lust" drauf gemeint, wie es ein Forum-Poster genannt hat. Die Lust und die Freude an der Sache nämlich - das sollte doch der Motor sein; das Kritische und Mäkelnde kommt doch bei uns gelernten Österreichern eh ganz von selber. Und das sollte die "fade Routine", die der Kollege Gröbchen aktuell (bei anderen) konstatiert, in die Rente schicken.

Das würd ich mir wünschen, von allen - auch und gerade vom Kollegen Fluch. Und das sollte er - ebenso wie wir alle - aushalten können.

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  • roc13 | vor 371 Tagen, 4 Stunden, 4 Minuten

    ???

    Also die sachliche Kritik eines anderen zu kritisieren, dann aber selbst, wenns einem passt, genau diese anzuwenden, gilt nur für "Journalisten" als legitim. Bei anderen ist das natürlich herummäkeln. Ab welchen Zeitpunkt warst Du denn nicht mehr Laie und hast Dir dieses Recht erworben? Erste eigene Kopie beim ersten Zeitungspraktikum? Wenn man sich seit über 20 Jahren mit Musik beschäftigt, muss man nicht unbedingt bei Zeitungen oder einem Sender arbeiten um eine fundierte Meinung zu entwickeln. Leute aber als Laien abzustempeln passt natürlich gut ins Bild, wenn einen diese bösen Laien eines argumentativen Oportunismus überführen.

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 371 Tagen, 2 Stunden, 28 Minuten

      wenn man seit langer zeit mit musik arbeitet, kann man viel dazu sagen.
      man kann sich natürlich auch aufgerufen fühlen zu einer journalismus-diskussion stellung zu nehmen. man wird sich aber darauf hinweisen lassen müssen, dass man da nicht wirklich als aussagekräftiger experte behandelt werden muß.
      meinung: immer, ja, gerne!
      ein menschenrecht drauf als "experte-für-eh-alles" ernstgenommen zu werden: nein, leider!

    • yaketiyak | vor 370 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

      > diskussion kann immer nur unter experten stattfinden

    • yaketiyak | vor 370 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

      Lass' sein, roc 13. Die Hermeneutik und Immunisierungsstrategie, die hier zur Anwendung, gleicht einer Panzerschale. Daß unter dieser Panzerschale wenig steckt, ist mittlerweile selbst jenen klar, die sich irgendwann anstecken liessen, auf die Pseudo-Diskurs-Maschine Blumenau einzusteigen. Irgendwann wird sie wohl implodieren.

    • yaketiyak | vor 370 Tagen, 22 Stunden, 46 Minuten

      (Korr.) hier zur Anwendung kommt

    • roc13 | vor 370 Tagen, 7 Stunden, 33 Minuten

      Schon erledigt! ;-)

      Lieber Yaketiyak, ich lass es bereits bleiben, weil mir gings um eine simple Beweisführung, die ja hiermit schon (schneller als erwartet)erbracht wurde. Wie gesagt musste ich schallend lachen, als Blumenau zu Fluch; QOTSA Konzert genau die Conclusio brachte, die er Jahre vorher heftig kritisiert und als nicht gerechtfertigt, weil von einem ahnungslosen Laien, abgetan hatte. Mit seiner letzten Antwort hat er recht brav bewiesen, dass ein und die selbe Aussage, getroffen von wem auch immer, keine Relevanz hat und nicht ernst genommen werden muss. Trifft sie aber er selbst, gewinnt sie sogleich, wie durch Zauberhand, an Gültigkeit und Relevanz. Aber möglicherweise macht ihn ja gerade das zu diesem unterhaltsamen, bornierten, Rumpelstielzchen...

    • blumenau | vor 370 Tagen, 3 Stunden, 35 Minuten

      in einer debatte, die um ein im einen fall unabsichtlich, im anderen fall absichtlich mißverstandenes thema kreist, fällt ein interessantes wort: unterhaltsam.
      und ja, roc, AUCH darum geht es.
      der virtuelle raum, der aus dem individuum den blogger (und das ist per def. ein virtueller charakter) rausholt, ist auch dazu da - und erfüllt diese aufgabe (qed) selbst wenn man sich nicht auf demselben diskussionslevel (denn ich spreche auch anhand des quotsa-beispiels keinen millimeter von musik, die wiederum dein thema ist) befindet.

      und das ist das optimum, was man aus so einer (in sich überflüssigen - denn niemand zwingt dich oder yaketi-gröbchen sich dauernd sachen durchzulesen, die sie ja gar nicht interessieren bzw eben grundlegend anders sehen, und noch weniger wird man zu einer diskussion gezwungen ...) aneinander-vorbeirederei rausholen kann.

      es unterhält dich (und auch den kollegen) - andere regt es an, auf oder schüttelt es gar durch. gut so.

  • gehörschaden | vor 371 Tagen, 23 Stunden, 20 Minuten

    jetz wollt ich doch glatt...

    ... fürn fluch karli partei ergreifen, dabei kenn ich ihn garnicht und ehrlich gesagt ist das was er schreibt genau so ein topfen wie das was der blumenau antwortet oder vorlegt.
    der einzige grund warum ich das getan hätte is dass ich dem fluch seine stimme und somit art nicht kenne.
    wenn ich dem blumenau seine texte lese , dann hör ich ihn dabei , und dann kommt mir akuter brechreiz und gänsehaut , aber keine gute.
    dabei dreh ich das radio eh nur einmal im monat auf und das is im auto auf der autobahn , da bleibt einem halt wenig wahl, und dann is am sonntag abend dieser ungustl am mikrofon.
    gottseidank machts der sumpf eh wieder gut.

    Auf dieses Posting antworten
    • gehörschaden | vor 371 Tagen, 23 Stunden, 12 Minuten

      jetzt könnte man sich natürlich fragen

      warum ich überhaupt diesen text gelesen hab.
      dann antworte ich in aller ehrlichkeit dass ich schlammschlachten interessant finde und mir auch ab und zu den lugner auf atv anschau.
      nur um das im vorhinein abzuklären.

  • roc13 | vor 374 Tagen, 3 Stunden, 31 Minuten

    Großes Grinsen!

    Lieber Herr Blumenau!
    Jetzt bringst Du mich ernsthaft nur noch zum Lachen. Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal einen Kommentar über eine Kritik vom Herrn Fluch geschrieben und dabe bemängelt, dass er bei vielen Konzerten sich leider nur im hinteren Teil des Lokals (oder open Air Geländes) aufhält und ohne die Stimmung wirklich mit zu bekommen dementsprechende Kommentare schreibt. Du hast mir damals auf Deine "übliche", herablassende Art und Weise geantwortet, wie ich mir denn anmaßen könne, die journalistische Qualität von Leuten wie dem Herrn Fluch zu beurteilen.
    Und heute lese ich diesen Beitrag über das QOTSA Konzert.
    Genau solche journalistischen Aktionen zeigen mir, welche Charaktere hinter mancher Story stehen.
    "Wer nicht diskutiert bleibt stehen"; wer aber nur noch schulmeistern mit erhobenem Zeigefinger nurch die Gegend läuft, disktiert schon lange nicht mehr...

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 372 Tagen, 3 Stunden, 3 Minuten

      die essenz stimmt weiterhin: als laie herumzumäkeln ist zu wenig, weil zu billig. diskussion kann immer nur unter auskennern stattfinden - deswegen läuft 98% von dem, was diese gerschichten ausgelöst haben genau dort ab - nicht hier im von grienenden laien übersäten forum...

    • yaketiyak | vor 372 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

      Geh' bitte. Dieser "Laien" vs. "Auskenner"-Quatsch hat eigentlich nie gegolten. In Zeiten der medialen Selbstermächtigung (und die hat bei Gott nicht mit der Erfindung des Internets begonnen) gilt er erst recht nicht. Wir haben es hier ja nicht mit exakten Wissenschaften zu tun.

    • yaketiyak | vor 372 Tagen, 1 Stunde, 57 Minuten

      Und: dieser intransparante dialektische Insider-Duschvorhang kann leider nicht verhängen, daß eher gar keine Diskussion (und damit auch ein 98%-Nichts) stattfindet. Denn hier ging klassisch (Un)Form vor Inhalt, und das ist das eigentliche Problem.

      Aber vielleicht bin ich ja auch zuwenig allerinnerster Insider. Auch egal.

    • blumenau | vor 372 Tagen, 1 Stunde, 5 Minuten

      ghröbchen, du hast keine ahnung, worums hiers geht, aber du redest mit. du weißt nicht, was genau roc anspricht, was da genau passiert ist, aber du redest mit.
      mit dieser selbstreferenz willst du deine these (jeder kann über alles mitreden) bestätigen. clever, aber falsch.

      dass du nicht in die aktuell stattfindende diskussion eingebunden bist, und deshalb nur hier per zaungast-postings mitmachen darfst, ist schade für dich, hat aber vielleicht damit zu tun, dass dich halt niemand mehr als journalist betrachtet, sondern nur noch als verleger/checker. auch schade!

    • yaketiyak | vor 371 Tagen, 7 Stunden, 19 Minuten

      Martin, einmal mehr: Deine, hm, holterdipolternde Art, das Problem zu benennen (und damit angeblich in Folge mit lösen zu wollen), ist das Problem an sich. Zumindest partiell. Du isolierst Dich zusehends, ich kenne kaum noch Leute, die Deine gewollten Provokationen und "Denkansätze" ansatzweise ernst nehmen. Aber bitte, nicht mein Problem.

      Was Roc "anspricht" (eher: sehr direkt ausspricht), ist ja für jeden nachlesebar. Und ziemlich klar dargelegt. Einmal mehr wird er dafür geschulmeistert. Ist halt ein Laie,,,

      Diese äusserst durchsichtige Immunisierungsstrategie - hie Insider und Auskenner, da Laien, Zaungäste und Trottel - ist ein ärgerliches Problem mehr. Es wird Dir nicht gelingen, mit einem simplen "Gusch" und ein paar legeren Untergriffen Leute zum Schweigen zu bringen.

      Ich betrachte mich in der Tat nur mehr als Gelegenheits-Journalist; ich lebe seit ca. 15 Jahren nicht mehr vom Schreiben. Schade ist das nicht. Eventuell im Gegenteil. Aber was ändert dieser Umstand an jeglicher Argumentation?

      Nochwas: vielleicht legst Du ja offen, welche brisanten, relevanten, konzisen "aktuell stattfindende Diskussion" welchen Inhalts wo genau und zwischen wem stattfindet? Das wäre eines Journalisten würdig. Für einen Lordsiegelbewahrer wäre es möglicherweise ein Offenbarungseid.

    • yaketiyak | vor 371 Tagen, 7 Stunden, 17 Minuten

      (Korrektur) "...welche brisante, relevante, konzise "aktuell stattfindende Diskussion" welchen Inhalts wo genau und zwischen wem stattfindet?"

    • blumenau | vor 371 Tagen, 7 Stunden, 13 Minuten

      besser eine holterdipolter-art als gar keine, also dein modus, oder?
      und natürlich ist es legitim einen, der sich zum stänker/zaungasttum bekennt, zurecht- und auf seine rolle (als ahnungsloser) hinzuweisen.

      ich will übrigens nicht, dass irgendwer was "annimmt" (das ist verleger/verkäufer-denke, da bist du schon weit draußen aus dem, wovon hier die rede ist), ich will anstoß geben - wohin das führt bleibt jedem selber überlassen. und: das funktioniert, wie man nicht nur im stadtbrief aus london oder der internen fm4-diskussion ersehen kann, sondern auch am gesprächsthema der einschlägigen runden die sich an den interessanten orten zusammenfinden. dass du da nicht (mehr) dabei bist, ist wie gesagt schade, liegt aber eben an deinem jetzt anderen umgang. und: nein, diese brancheninterne und sehr spezielle debatte wird nicht auf zuruf von außen (also von dir) hier angerissen, sondern dann, wenn es was gezeitigt hat.

    • blumenau | vor 371 Tagen, 7 Stunden, 7 Minuten

      ein tipp, ehe du dann wieder fluchmäßig naiv nachfragst, was du eh weißt, bzw wissen könntest: frag einfach deine lebensabschnittspartnerin - die kann dir was erzählen; auch wenn du's nicht hören willst.

      und nochwas: kindlich-peinliche nicknames, die (hihi, ich bin anonym!) die interessenslage des posters verschleiern wollen, sind bei menschen des öffentlichen lebens sowas von unfaßbar out, walter gröbchen, voll anfang zehnerjahre...

    • yaketiyak | vor 371 Tagen, 7 Stunden,

      Mein "Modus" - "keine Art", "Stänker/Zaungasttum" etc. usw., nach Deiner Beurteilung, danke der qualifizierten Qualifizierung - ist der von 99% der Dialogpartner hier. Und das ist gut so. Daß Du 98% davon nicht als würdig erachtest, nun ja... Ich halt das schon aus.

      Wir warten nun - was bleibt uns sonst übrig? - allesamt gespannt auf das Ergebnis Deines diskursiven Anstosses. Die "einschlägigen Runden" an den "interessanten Orten", wo ich leider (ich muß gleich weinen) nicht mehr dabei bin (und andere nie dabei sein werden?), werden uns hoffentlich die Ergebnisse ihrer "brancheninternen" und "sehr speziellen" Debatte bezeiten (also wenn "gezeitigt") mitteilen.

      Man wartet gespannt. Manche wohl mit einem milden Lächeln auf den Lippen.

    • yaketiyak | vor 371 Tagen, 6 Stunden, 57 Minuten

      Fluch ist in diesem Zusammenhang egal. Aber gänzlich.

      Und: natürlich sind Nicknames nicht ansatzweise out, weil Du meinst, sie seien out. Schau' Dich mal ein bisschen um, z.B. in diesem Forum? Was sehen wir da?

      Und, hatten wir die Debatte nicht schon mal?
      http://groebchen.wordpress.com/2007/10/17/offentliche-widerrede/

    • blumenau | vor 371 Tagen, 6 Stunden, 10 Minuten

      natürlich findet HIER im laien-bereich wenig substanzielle diskussion statt - dafür ist sie anderswo umso qualitätsvoller; und dein fast schon atemloses verlangen nach der bekanntgabe von resultaten find ich fast rührend. zumal es um zumindest mittelfristigte prozesse geht. das sollte jemand, der offiziell lobbyarbeit für die österreicherquote macht, doch eigentlich verstehen...

      ps: die nicknames im forum gehören großteils normalen postern, kaum öffentlichen personen wie dir, die sich aus irgendwelchen gründen (einer falsch verstandenen und mittlerweile eh überkommenen pr-strategie; wir erinnern uns lachend an deine pseudo-objektiven postings zu deinen eigenen veranstaltungen!) dahinter verstecken müssen.

    • yaketiyak | vor 371 Tagen, 3 Stunden, 7 Minuten

      Gähn.

      Und das ganze läuft unter "Diskussions-Kultur - und ein Fortschritt"...

      Also HIER ist der Laienbereich. Und ich dachte, hier wäre das Online-Zentralorgan. Blumenau im Vorhof der Macht? Oder gefangen im Nonsens (im doppelten Wortsinn) seines eigenen privat-öffentlichen Blogs?

      Mein "atemloses" (?) Verlangen resultiert aus Deiner durchsichtigen Immunisierungsstrategie. Zu der übrigens zählt, nur auf jene Argumente zu antworten, zu denen Dir halt grad irgendwas (meist auch eher Krudes) einfällt.

      Ich denke nebstbei nicht, daß mich grossartig "Öffentlichkeit" von jenen "großteils ganz normalen Postern" unterscheidet. Eventuell hab' ich ein wenig Hintergrundwissen voraus, Mittel und Ziel der Kommunikation teile ich - bewusst - mit den vielen (Gegen)Stimmen hier.

      Zu den "pseudo-objektiven Postings zu meinen eigenen Veranstaltungen" - hä? - fällt mir gar nichts ein. Bitte doch um irgendeinen Beleg. Oder hast Du auch gepostet, als Du noch PR-Texte für meine Agentur geschrieben hast?

      Aber das war jetzt auch unnötig persönlich. Auf gleicher Ebene, sozusagen.

    • blumenau | vor 371 Tagen, 2 Stunden, 23 Minuten

      schau doch einmal die geschichten zu deinen rkh-veranstaltungen an. dann fällts dir sicher wieder ein, ehe du geschichten aus dem letzten jahrtausend aufwärmst...

      dass es den fortschritt nicht geben kann, weil du ihn nicht siehst - eine interessante logik, aber nicht schlüssig. ich hab dir bereits geschrieben, wo du nachfragen könntest.

      dass dieses (community)-forum ein laienbereich ist, liegt in seiner natur.

      die zuschreibung eines "online zentralorgans" (was auch immer das sein soll) kommt von dir - ich weiß ja, dass du brav immer jeden tag alles liest, weiter so! - nicht von mir.

    • yaketiyak | vor 370 Tagen, 22 Stunden, 54 Minuten

      Geschichten zu RKH-Veranstaltungen? Nein, da fällt mir nichts ein. Schon gar nicht "sicher". Du könntest ja verlinken - bitte drum.

      Daß es den Fortschritt gibt, weil Du ihn siehst (aber niemandem mitteilen kannst oder willst, wo er sich denn zeigt), entspricht reziprok einer interessanten, nicht schlüssigen Logik. Am einfachsten wäre, Du würdest Dritte in Dein Fortschritts-Mirakel einweihen - das würde eine gewisse Objektivierung des Diskussionsgegenstands erlauben.

      Wo Du mir nachzufragen empfohlen hast, weiß man jedenfalls nichts von einem eventuellen Fortschritt.

      Daß ein öffentliches Forum weitgehend ein Laien-Forum ist, liegt auf der Hand. Aber darum ging es gar nicht. Sondern um Deinen dialektischen Trick, Laien und Experten nach eigenem Gutdünken zu erkennen, zu ernennen und zu verwenden. NLP-Strategie.

      Dieser Blog sei ein, Dein "Online-Zentralorgan", ist natürlich eine Metapher. Und gewiß keine unzutreffende. Welchen Daseins-Grund hätte sonst ein tägliches Journal?

      Ich lese dieses Zeug nicht jeden Tag. Schon gar nicht "brav". Aber öfter mal. Und einiges davon ist erschreckend. Eben, weil es so wenig Diskussionskultur (und schon gar keinen Fortschritt) hier gibt. QED.

    • blumenau | vor 370 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      sei nicht so schreckhaft

      du hast recht - es war kein postings zu einer der von dir veranstalteten live@rkh-geschichten (denn die sind nur reine pr: yaketiyak | vor Tagen, Stunden, Minuten: Geiz ist ungeil, aber - Eventuell sollte man drauf hinweisen, daß mit einer "Ö1 Vorteilskarte" (gibts gratis, auch an der Abendkasse) die Ticketpreise 10 bis 30 Prozent (Studenten) günstiger sind...) sondern etwas an anderer stelle - falscher erinnerungsort.

      dass ich den fortschritt allein anhand der intern stattfindenden fm4-musikjournalismus-debatte (über die du dich aus erster hand informieren könntest) als gegeben sehe, kannst du natürlich ebenso in abrede stellen wie mein erleben unzähliger gespräche der letzten tage - deine hermetische sicht ist dir unbenommen. eine info-pflicht darüber besteht allerdings nicht. vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass du hier ein online-zentralorgan siehst. das finde ich wie bereits erwähnt, eh okay - es bleibt allerdings eine zuschreibung.

      mich erschreckt es - und damit schaffe ich den bogen zum anlaß der geschichte hier - wenn sich schlaue leute blöd stellen.

  • klartext83 | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 29 Minuten

    einen persönlich kleinkrieg (ich nenn das mal so) über seine plattform im internet zu führen, egal ob fm4 oder derstandard, ist einfach lächerlich. nicht nur das, ich finde es einfach lächerlich das so öffentlich zu machen. vielleicht lacht sich der herr b. jetzt ins fäustchen, oder auch der herr fluch oder villeicht ärgern sich beide auch ein bisschen drüber aber DAS ist keine disskusionskultur. ein standardforumposter hats richtig ausgedrückt. treffts euch am bahnhofsklo, mit einem unparteiischen und lassts die hosen runter.

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 376 Tagen, 2 Stunden, 7 Minuten

      zitat franz schuh (aus dem Journal von Donnerstag): "Was immer als regressiv gelten muss, hat unter anderem auch diese Tendenz, Sachen und Personen auseinander zu halten, gegeneinander auszuspielen, voneinander zu trennen - und man sieht dann nur die Person und empfindet sie identisch mit der Sache. Ich bin skeptisch gegeüber der nicht nur hierzulande propagierten Trennung von Meinung und Information."

    • sebastianb | vor 375 Tagen, 10 Stunden, 57 Minuten

      Das Schuh-Zitat

      solltest du dir einrahmen und an die Wand hängen...

    • blumenau | vor 375 Tagen, 3 Stunden, 27 Minuten

      besser - ich habs bereits an die journal-wand gehängt: http://fm4.orf.at/stories/1600831/
      öffentlichmachung, y'know.

  • fightclub | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 9 Minuten

    go blumenau go. aus dem hinterhalt auf alles schießen was sich bewegt. bloß kein mitleid. sich selbst unempfindlich machen für jede irritation. so sieht ein richtig guter amoklauf aus.
    wenn dieses jahr so weiter geht bleibt nicht mehr viel übrig.

    Auf dieses Posting antworten
  • marcellus | vor 376 Tagen, 23 Stunden, 19 Minuten

    Vorschlag

    Vielleicht sollte man die Energie die hier (sinnlos!?) aufgebracht wird dazu verwenden sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren, nämlich aufs Radiomachen!

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 45 Minuten

      nun, das kerngeschäft der fm4-website ist die befüllung der fm4-website mit interessantem inhalt. qed.
      das kerngeschäft des fm4-radios ist die erstellung von radio-programm. ich bin heute mitternacht wieder dran!

    • kaeferin | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 46 Minuten

      interessantem inhalt????!!!!!
      ja! das wär doch einmal einen versuch wert?

    • blumenau | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 39 Minuten

      dich interessierts offenkundig...

    • kaeferin | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 3 Minuten

      ... das ist eher so wie wenn man bei einem schlimmen unfall hinstarren muß... oder wenn man beim durchzappen auf die lugners stößt und hängen bleibt.

    • blumenau | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 27 Minuten

      weiß nicht - ich weiß nur, dass du deine lust zu posten (und zwar inhaltlich!) hier bereits offen geäußert hast...

    • schwarzbunt | vor 376 Tagen, 2 Stunden, 37 Minuten

      ...nicht nur bonustrack und zimmerserivce gehören zu deinen aufgaben.
      Vergiss nicht du bist auch chef controller. Oder wurde diese innovative aufgabe etwa vom orf wegrationalisiert?

    • blumenau | vor 376 Tagen, 2 Stunden, 5 Minuten

      schwarzbunt, du lustiger! diesen begriff haben ster/grissemann (zu meinen ehren) für eine tagebuch-reihe erfunden.
      meine aufgaben lassen sich hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Blumenau

    • moosesgarcia | vor 376 Tagen, 24 Minuten

      Wow, du bist der erste Mensch nach Snake aus den Simpsons, der auf seinen eigenen Wikipedia-Eintrag verweist...

    • blumenau | vor 376 Tagen, 13 Minuten

      snake ist auch lässig - aber im ernst: 1) tut das (heimlich) jeder. jeder, der's kann.
      2) wars in diesem fall ironisch gemeint - das erkennt aber wohl nur der mir persönlich bekannte schwarzbunt; für den wars aber auch...

  • extrapurifier | vor 377 Tagen, 47 Minuten

    Blumenau GO HOME

    Den Lebensfrustrierten unsympathischen Menschen kann man einfach nicht mehr hören. Der liegt schon zuuu lange dem Gebührenzahler am Sackerl!

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 44 Minuten

      endlich - die gis-keule!

    • extrapurifier | vor 376 Tagen, 21 Stunden, 17 Minuten

      Kinderl, nicht die GIS Keule ... das ist die Wahrheit. Du leistest nichts, keinen Beitrag für irgendwen ... du nervst nur und belästigst die österreichische Musikszene ... die eh schon arm dran ist.

      Und all das machst du auf Kosten der Steuer- und Rundfunkgebührzahler! Du bsit das selbe wie ein Europareferent in der AK Niederösterreich. Bringt nichts, braucht keiner, ist nur zum Postenversorgen da für Leute die nicht produktiv sein können und liegen der Allgemeinheit am Börsel.

      Blumenau, das ist also dein Lebenswerk ... nach all den vielen, vielen Jahren!? Als alter Mann hast du nicht mehr vorzuweisen?

    • schwedenschwein | vor 376 Tagen, 4 Stunden, 14 Minuten

      make your own kind of radio.

    • blumenau | vor 376 Tagen, 3 Stunden, 52 Minuten

      auch hier:
      das ist die interessante praktische veranschaulichung eines von fluch (ein wenig gar weinerlich) gebrachten beispiels:
      "Auf einer Seite, auf der ... man ... in schönster FPÖ-Manier schon einmal mehr oder weniger offen meinen Rauswurf aus dem Standard forderte, weil sich meine Meinung zu einem ... Konzert nicht mit der seinen deckte. Das ist schon bei anonymen Postern eher starker Tobak, dass man einem Journalisten so etwas Essentielles wie Meinungsfreiheit als elementares Element unserer Arbeit in Erinnerung rufen muss, könnte einen aber an schlechtenTagen durchaus betrüben. ... Medienprofi Blumenau ... bezog Position – Hallo Talsohle! – und meinte, ich müsse das aushalten, weil er hielte dergleichen auch aus."
      ich halte.

    • evalie | vor 376 Tagen, 2 Stunden, 58 Minuten

      was ja nicht vergleichbar ist. Fluch arbeitet nicht im quasi-pragmatisierten Bereich, wo alle sonst wirkenden Kräfte qua Zwangsbezahlprivileg außer Kraft gesetzt wurden.

    • blumenau | vor 376 Tagen, 9 Minuten

      natürlich ist der vergleich zwischen "schleich dich!" und "schleich dich!" zulässig. denn weder standard noch orf noch sonst ein medium unterliegt redaktionsstatutarisch einer volkswahl. die von dir als "zwang" empfundenen gesetzlich geregelten gis-gebühren sind keine anteilscheine.

    • sebastianb | vor 375 Tagen, 10 Stunden, 47 Minuten

      Statt Anteilsscheinen

      gibt es ja den frei gewählten Publikumsrat, der alle Geschicke des Rundfunks lenkt, hihi.

    • blumenau | vor 375 Tagen, 3 Stunden, 26 Minuten

      der publikumsrat berät und hat nachfragerecht/pflicht - lenkt aber nicht.

  • kaeferin | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 34 Minuten

    trau mich gar nichts kritisches posten...
    fürcht mich vor aggressiver blumenau-antwort
    :(

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 45 Minuten

      verspreche samthandschuh-extrabehandlung.
      andererseits: fürs leben lernst du dadurch nix. denn dort kann man sich die reaktion auch nicht aussuchen.

    • parola | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

      Genau,

      ...hier bei blumenau lernt man was fürs Leben. Überheblich?...Oberlehrerhaft?...Möglicherweise.

    • kaeferin | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 15 Minuten

      lieber (in die ecke gedrängt - stachel) martin:
      sehr gut gemeinter ratschlag... bin jedoch auch schon ü 30... schon sehr viel fürs leben gelernt. hatte das nicht unbedingt jetzt und hier vor.
      danke auch für das samthandschuh angebot. denke selbige sollten besser an dir angewendet werden. streicheleinheiten mit eben diesen... vielleicht ziehst du deine stacheln dann wieder ein.
      im interesse aller - meldet sich jemand freiwillig?
      vorsicht! sticht, beißt, kratzt!

    • blumenau | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 13 Minuten

      melden sich durchaus genug - es gibt etliche forumsdialogwillige, schau nach!

  • artpepper | vor 377 Tagen, 3 Stunden,

    der dritte Teil

    Der Versuch, eine andere Rezensionskultur für Rock&Pop anzuregen, ist durchaus spannend. Nur SO ist das wohl nicht zu erreichen. In Wirklichkeit also doch nicht mehr als der Kampf der gegenseitigen Be- und Empfindlichkeiten.

    Herzliches Beileid, FM4!

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 377 Tagen, 2 Stunden, 51 Minuten

      das seh ich anders: allein ein posting wie das deine würde den aufwand schon rechtfertigen - denn: wo solltest du denn sonst deinen beitrag geleistet haben? und davon gab es einige - von den anderen reaktionen im umfeld einmal abgesehen.
      und natürlich wird sich das (wenn sich die aufregung um vermeintliche persönliche angriffe einmal gelegt hat) auch bemerkbar machen.

      zu deinen punkten, kurz: die zuspitzung beim thema hochkultur ist nicht differenziert ausgeführt, sondern eine bewußte provokation. wenn die kostüme zu king lear im burgtheater mehr kosten als die gesamten subventionen für die freien theater oder für alle lokalen musikinitiativen in fünf bundesländern, dann darf das aber schon thema sein.

      der unterschied zwischen faz/sz-feuilleton und standard-kultur ist schon noch ein großer, das würden wohl auch die verantwortlichen so sehen.

      dass die bei punkt 1 und 2 erwähnten dinge kann-bestimmungen sind, ist richtig. ihre flächendeckende abwesenheit in der heimischen pop-rezensionskultur anzumahnen, ist aber (finde ich) mehr als legitim.

      auch die von dir erwähnte (und ebenso mangelhafte) abstraktionsfähigkeit ist ja ein kernpunkt meiner kritik an texten, die sich allzuoft blöder stellen als ihre verfasser sind (siehe auch wissen bewußt zurückhalten und nur strategisch einsetzen).

    • seayou | vor 377 Tagen, 57 Minuten

      "der unterschied zwischen faz/sz-feuilleton und standard-kultur ist schon noch ein großer"

      find ich nicht. inwiefern?

      die ganzen thesen rund um musikjournalismus scheinen mir ein bischen an den haaren herbeigezogen zu sein und sind viel zu verallgemeinernd, ist dieser doch zu stark von den einzelnen schreibern geprägt (nicht nur in ö.)
      naja immerhin dients dem diskurs, aber für mich als niederen zaungast sind die persönlichen sticheleien viel interessanter ^^

    • blumenau | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 42 Minuten

      naja, findest du nicht, find ich schon, wie's halt oft so ist. und ich bin da kein zaungast, sondern näher dran.

    • artpepper | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 57 Minuten

      Wie's halt oft so ist -

      ist es eben schon ein wenig "merkwürdig" erst einmmal zu postulieren, man selbst sei nicht der Zaungast, sondern näher dran. WIE NAH dran der ANDERE ist, kannst DU HIER im WEBLOG nicht WISSEN...

    • blumenau | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 45 Minuten

      doch, kann ich, und zwar dann, wenn der betreffende sich selber als "zaungast" definiert. nur dann. und das ist hier geschehen.
      artpepper - nichts zu meiner antwort an dich?

    • ondrusova | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 8 Minuten

      was artpepper meint is das seayou als labelmacher, booker und musiker vielleicht näher dran ist, als die/der frequency-festival08-besucherIn aus der ersten reihe.

    • ondrusova | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten

      da kommt die eigendefinition des "zaungast" eher weil man als forumvoyeur fluch oder dich nicht persönlich kennt. (obwohl ich nicht weiss ob das stimmt)

    • artpepper | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 47 Minuten

      Die eingeforderte Antwort

      Obwohl es eigentlich keine Antwort ist, sondern Fragen.

      ERSTENS: Zitat: "Kritik an texten, die sich allzuoft blöder stellen als ihre verfasser sind (siehe auch wissen bewußt zurückhalten und nur strategisch einsetzen). "
      Beweise/KONKRETES? Sprich: Welcher der Konzertkritiker hat welches Wissen zu welchem Zweck zurückgehalten? Mit welchem Erfolg?
      Bitte KEINE Verschwörungstheorien, oder Insiderwissen, dass man leider nicht weitergeben darf. SONDERN: Hard Facts. Inklusive Namen.

    • artpepper | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 45 Minuten

      zwei...

      ZWEITENS: Zitat: "der unterschied zwischen faz/sz-feuilleton und standard-kultur ist schon noch ein großer, das würden wohl auch die verantwortlichen so sehen." DAS habe ich auch nicht angezweifelt. ICH erkenne aber bei KONZERTKRITIKEN keine/nur sehr geringe Unterschiede. Also auch hier bitte KONKRETES: WIE/WORIN unterscheiden sich die Konzertkritiken in den genannten Zeitungen generell/in der Regel?

    • artpepper | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 42 Minuten

      drei

      DRITTENS: Zitat: "wenn die kostüme zu king lear im burgtheater mehr kosten als die gesamten subventionen für die freien theater oder für alle lokalen musikinitiativen in fünf bundesländern, dann darf das aber schon thema sein." Natürlich. DARF nicht nur, MUSS/SOLLTE. Allerdings hat das mit "Hochkultur" nichts zu tun. Sondern mit der Bevorzugung einiger Spielstätten. Oder den Merkwürdigkeiten um einige Spielstätten. Die wiederum nicht nur der Hochkultur angehören müssen, siehe zum Beispiel die Vorgänge rund um die Szene (Wien). "Zuspitzung" oder doch mangelnde Differenzierug, weil man SEINER eigenen Welt natürlich näher steht?

    • blumenau | vor 376 Tagen, 19 Stunden, 15 Minuten

      gute fragen allesamt.

      erstens: diese frage stell ich mir auch. ich kenne einige kollegen, die sich absichtlich blöd stellen, in ihren kritiken/rezensionen oft absichtlich dinge weglassen oder fragen stellen, auf die sie die antworten kennen, anstatt gleich die aufzuschreiben.
      warum? ich weiß es nicht. ich kanns nicht nachvollziehen. meine these, dass sie sich das bei den hockulturkollegen abgeschaut haben, ist ein versuch der annäherung daran.

      ad 2:
      ich erkenne große unterschiede. die zugänge einer faz-tv-kritik zb sind so von ganzheitlichkeit durchsetzt dass sie sich mit der engen pitzelei einer tv-kritik in den heimischen qualitätsmedien nicht einmal ansatzweise vergleichen lassen. eine faz/sz-tatort-rezension kann die welt durch den filter laufen lassen; diese qualität ist hierzulande nicht da. (für pop gilt dasselbe; es ist allerdings unfair zb diedrichsens großartige artikel da als maßstab heranzuziehen)

      3.
      die zuspitzung als drastisches, bewußt überzogenes mittel (bar jeder differenzierung) hab ich schon oben beschrieben. ja, eh, böse von mir - bloß: in der von mir erwähnten rezensionskultur kommen ja nur die hoch-hochkultur-ereignisse, nur die king lears vor - das andere vernachlässigte zeug findet in den kulturteilen ja auch nicht statt, weshalb es nicht als vergleichsmodell herangezogen werden könnte.

  • artpepper | vor 377 Tagen, 3 Stunden, 1 Minute

    der zweite Teil

    3.) Könnten Sie BITTE aufhören, auf die sogenannte "Hochkultur" zu schimpfen? Die Produktionsbedingungen sind selbst in den großen Konzerthäusern oft genug ebenfalls nur suboptimal, die Hochkultur muss ebenfalls um Sponsoren und Förderungen rittern, hat es möglicherweise in der politischen Vernetzung "einfacher", vielleicht sind hier aber nur viele Veranstalter der "Trivialkultur" nicht willens, sich auf das "Spiel" in und mit der Politik einzulassen (und sei's aus falsch verstandener "Rock'n'Roll-Lebenseinstellung"). Wer ZU lautstark auf die "Hochkultur" schimpft, beweist idR nur, dass er sich dort nicht (all zu sehr) auskennt. Zumal es unsinnig ist, Bach gegen Ligeti gegen Ornette Coleman gegen White Stripes ausspielen zu wollen. Wie wär's stattdessen mal mit dem Mut, auf FM4 auch Musik abseits der FM4-Schubladen zu spielen (denn mittlerweile sind's Schubladen!)?

    4.) Ich lese regelmäßig die SZ, FAZ, NZZ und den Standard. Und zumindest ich kann in diesen Zeitungen keinen Unterschied zwischen dem Stil der Rezensionen erkennen. Ausser dass MIR die meisten ein wenig zu selbstverliebt sind. Gilt für die Klassik ebenso wie für Pop. Rühmliche Ausnahme, die hier deshalb auch namentlich erwähnt werden soll: Andreas Felber, der im Standard über Jazz schreibt.

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    Der Versuch, eine andere Rezensionskultur für...

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