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Musik, Film, Heiteres

Elisabeth Scharang

Elisabeth Scharang

Geschichten über besondere Menschen und Gedankenschrott, der für Freunde bestimmt ist.

13. 2. 2009 - 15:29

Glaubensfrage

Hat die katholische Kirche jeden Bezug zur gesellschaftlichen Realität verloren? Wie tief sind Glaube, Moral und Scheinheiligkeit in unseren Poren verankert?

Wenn man in Österreich den Holocaust leugnet oder die Existenz der Gaskammern in den KZs in Frage stellt, kann man mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren wegen Wiederbetätigung rechnen. Das ist bei uns schon lange kein Kavaliersdelikt mehr, spätestens seit den Urteilen im Zuge des Prozesses gegen den Neonazi Gottfried Küssel Anfang der 1990er Jahre. Dass der englische Bischof Richard Williamson in aller Ruhe seine Äußerungen bezüglich der Nichtexistenz von Gaskammern via Medien über die Welt verstreut, ist an sich ein Skandal. Wie der Vatikan darauf reagiert hat, bleibt völlig unverständlich und die österreichische Variante ist auch nicht besser: Salzburg Weihbischof Andreas Laun räumt im Zusammenhang mit Williamsons Teilrehabilitierung einen "allzu menschlichen Fehler" des Vatikans ein; und schreibt im ultrakonservativen Internetforum kath.net: "Wer den Holocaust leugne, sei nicht ganz dicht oder/ und höchstwahrscheinlich ein Antisemit."

Erkenntnisse

Welch' präzise Auseinandersetzung mit der Geschichte! Ebenso fundiert wie die Aussage des Vorarlberger Bischofs Elmar Fischer, der in einem Interview diese Woche Homosexualität mit psychischen Erkrankungen wie Alkoholismus gleichsetzte, und sich tags darauf für diese Äußerung entschuldigte : "Ich bin offenkundig nicht mehr auf dem letzten Stand der wissenschaftlichen Literatur", kommentierte der Bischof und Psychotherapeut Fischer.

Ein Zimmer mit einem Heiligenschrein und einem geistlich Gelehrten.

Auch die konservative Weltsicht des designierten Linzer Weihbischofs Gerhard Maria Wagner scheint nicht mehr vom jetzigen Stand der Dinge auszugehen. Hat die katholische Kirche jeden Bezug zur Realität außerhalb der Kirchenmauern verloren? Oder ignorieren die Kirchenoberen in auffallender Arroganz die gesellschaftlichen Verschiebungen? Keine neue Erkenntnis, in dieser Ballung allerdings auffallend.

Und die wichtigste Frage: Muss man sich überhaupt noch mit diesen Aussagen und ihren jeweiligen Protagonisten auseinandersetzen? Hat die katholische Kirche ihren Einfluss auf das gesellschaftliche Leben und Zusammenleben nicht längst verloren? Geistert bloß noch als ein Relikt aus alten Zeiten, gleichsam wie eine alte Angewohnheit, im Leben so mancher ÖsterreicherInnen herum?

Ein Baby, das gerade mit Weihwasser übergossen wird.

Ich stelle diese Frage, weil ich als nicht getauftes Kind ohne Religionsunterricht und Beterfahrung aufgewachsen bin. Aber ich, wie alle anderen in meiner Umgebung, auch in einem Land der gehemmten Verstocktheit aufgewachsen bin, in dem klare Argumente gerne mit moralischen Keulen vom Tisch gefegt werden. Da glaube ich oft die Angst des Kindes vor dem Pfarrer zu riechen, der mit ungebremster Grausamkeit eine einzige Alternative zu seiner eigenen Weltanschauung anbietet: die Hölle. Und auch, wenn das Kind zu Hause die Kopfhörer aufsetzt und die Zeilen des Protestsongcontestsiegers auswendig mitsingt, steckt ihm die Vorstellung von der Hölle tief in den Knochen.

Wie viele meiner Freunde, die in der Zwischenzeit Eltern geworden sind, geraten unter unwahrscheinlichen familiären Druck, wenn sie ihre Kinder nicht taufen lassen wollen. Und wie viele fügen sich schließlich kleinlaut. Dem Kindlein die Scheinheiligkeit bereits in die Wiege gelegt.

Radiotipp

Heute Abend (Freitag, 13. Februar) diskutiere ich im FM4 Jugendzimmer ab 19 Uhr mit einem Seelsorger, einer Katholikin aus der Jugendkirche und einer Vertreterin der Katholischen Jugend über den Spagat zwischen Glauben und Doktrin.

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  • schoenswetter | vor 1557 Tagen, 21 Stunden, 2 Minuten

    Noch ein Link zum Thema

    http://www.laizismus.at

    Auf dieses Posting antworten
  • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 22 Stunden, 28 Minuten

    ..

    Danke für den Artikel. Die Kommentare zeigen, wie wichtig eine Diskussion hier ist. Gestern war in der TAZ ein super Artikel zu dem Thema:
    http://tinyurl.com/adud64

    Auf dieses Posting antworten
  • elvishasleftthebuilding | vor 1560 Tagen, 15 Stunden, 50 Minuten

    Die Kirche hat wohl nicht mehr oder weniger den Bezug zur Realität verloren als mittlerweile selbst fm4.

    Von Holocaustleugnung bis zur Ablehnung von Homosexualität findet sich nämlich alles 1:1 im Islam.
    Wobei 1:1 auch wieder nicht ganz stimmt - junge Katholiken machen in Europa nämlich keine Jagd auf Homosexuelle.

    Auf dieses Posting antworten
    • sonnenfeld | vor 1560 Tagen, 15 Stunden, 29 Minuten

      wie waers mit polen, ungarn?

    • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 22 Stunden, 32 Minuten

      zwei Dinge.

      1. Wie meinst Du das mit dem Islam? Entschuldigt dies theologische Verirrungen des Vatikans? Und überhaupt ... was ist dies für eine Aussage? Es gibt keinen islamischen Vatikan, daher auch keine allgemeingültige islamische Aussage, die man hier Aburteilen könnte. Sprichst Du von Schiiten, Sunniten, Aleviten, oder was?

      2. ... dafür werden junge katholische Buben von Pfarrern missbraucht.

    • oxymoron | vor 1559 Tagen, 7 Stunden, 54 Minuten

      was willst du damit sagen? die katholische kirche und deren willfährige politischen vollstrecker sind dafür verantwortlich, dass bei uns konfessionell getrennter religionsunterricht im lehrplan aller schulen verankert ist, und zwar auch an volksschulen, wo kinder sich sicherlich nicht aus eigenem willen dafür entscheiden (von wegen abmeldemöglichkeit). die kirche und kath. politiker sind auch dafür verantwortlich, dass religionslehrer (auch muslimische) zwar vom staat bezahlt werden, deren ausbildung und lehrinhalte aber dem staatlichen einfluss weitgehend entzogen sind.
      in diesem zusammenhang ist es überflüssig, in diesem katholischen land auf den islam einzugehen, da dessen negative aspekte in Ö weitaus geringeres gewicht hätten, würden kirche und kath.politiker obige missstände beseitigen.

    • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 1 Stunde, 13 Minuten

      @oxymoron

      "Islam und dessen negative Aspekte in Ö". Sorry, aber das ist nichts als intolerante gequirrlte *******. Wenn Du gegen jede Religion bist, ok. Aber Du kannst nicht als "Religionsgegner per se" sie gegenseitig aufwiegen und sagen: "Die eine wäre schlechter als die andere." Damit wärst Du in Deiner eigenen Einstellung widersprüchlich und zweitens verrät es eine unglaubliche Unkenntnis. Du bist damit auf der gleichen Ebene wie Benedikt XVI., der den Sinn der Ökumene widerrufen hat.

      (... und es geht hier jetzt überhaupt nicht um die "Frage Religionsunterricht" sondern um ein Prinzip der Diskussion über Religionen.)

    • elvishasleftthebuilding | vor 1558 Tagen, 10 Stunden, 51 Minuten

      @schoenswetter

      ad 1. Und wie hat ein überwiegender Teil der Katholiken darauf reagiert?
      Eigentlich nicht so, dass man sich Sorgen machen müsste, oder?
      Und das betrifft alle Rechtsschulen der Sunna und beide Shia-Gruppen.
      Oder sind dir von irgendwo dort andere Haltungen zB. zur Homosexualität bekannt?
      (Aleviten werden ja nicht als Muslime von den anderen akzeptiert, so wie Zeugen Jehovas oder Mormonen ja auch nicht als Christen betrachtet werden.)

      ad 2. Stimmt, allerdings gibt es auch das anderswo.

    • schoenswetter | vor 1557 Tagen, 20 Stunden, 52 Minuten

      @elvishasleftthebuilding (schöner Name übrigens)

      Evahaslefttheparadise ;-).

      1. Da gibt es schon noch einen Unterschied. Im katholischen Recht ist der Papst unfehlbar und seine Meinung ist die Meinung aller Katholiken (per se). Da Du die Aleviten ansprichst. Nun, nach vor wenigen Monaten geäußerter Meinung von Benedikt XVI., sind auch die Protestanten inzwischen keine "richtigen" Christen mehr (sie waren es ja kurz; seit dem II. Vat. Konzil zumindest). Den Islam entlastet in dieser Hinsicht, dass es mehrere Schulen gibt und eben keinen Vatikan.

      2. Seit den erschreckenden Lebenszeichen des Fundamentalismus im Islam (Fundis gibt es ja auch bei Christen, gar nicht so wenige), wird dieser im Abendland wieder einmal generell zum "schwarzen Peter" ernannt. Darum geht es mir im Prinzip! Ich halte es für "wack" in jeder Religions-Debatte als ein Gegenargument "Islam" zu hören bzw. heranzuziehen. Das stimmt so einfach nicht und ist ekelhafter Eurozentrismus. Es geht mir nicht darum, Entwicklungen im Islam zu verteidigen, ich verteidige hier auch nicht die Scharia; aber es ist ein Prinzip in der Diskussion, Religionen per se nicht zu werten, ansonsten entzieht sich nämlich die Kritik an ihnen (welche natürlich berechtigt ist) einer seriösen Basis.

    • oxymoron | vor 1557 Tagen, 15 Stunden, 44 Minuten

      @schoenswetter: keine angst, lieber nochmal lesen, was ich geschrieben habe. das war die antwort auf elvis, der sich beschwert, dass fm4 den bezug zur realität verloren habe, weil an dieser stelle nicht vom islam die rede ist. der islam hat natürlich (genauso wie auch jede andere religion) negative aspekte, das zu erwähnen sollte schon noch erlaubt sein. aber an dieser stelle ist es aus oben genannten gründen unsinnig, fm4 realitätsverweigerung vorzuwerfen, wenn der islam mal außer acht gelassen wird.

  • edradour | vor 1560 Tagen, 18 Stunden, 3 Minuten

    @confetti

    Da ist der Kinski wieder mal besonders genial ... vor allem der Nachsatz ...;)

    Auf dieses Posting antworten
  • edradour | vor 1560 Tagen, 18 Stunden, 4 Minuten

    @arti

    Komme ohne Kirche ganz gut aus und sitze deswegen aber nicht den ganzen Tag gelangweilt zu Hause herum. So wie ich das sehe, gibt es eigentlich schon andere und coolere Veranstalter irgendwelcher Events (sei's Konzerte - auch wenns diese bei Radio Maria vielleicht nicht spielen würden, Sport ...) als die Kirche. Hm, meinst nicht auch?

    Auf dieses Posting antworten
  • confetti | vor 1561 Tagen, 7 Stunden, 25 Minuten

    Jesus Christus Erlöser

    "Ich bin nicht der offizielle Kirchenjesus, der unter Polizisten, Bankiers, Richtern, Henkern, Offizieren, Kirchenbossen, Politikern und ähnlichen Vertretern der Macht geduldet wird. Ich bin nicht euer Superstar", brüllt Kinski seinem Publikum zu. Buhrufe und als sich Widerstand regt, wütet Kinski weiter: "Haltet die Schnauze!" Ein Zuschauer kommt auf die Bühne und wirft ein, dass Jesus damals sicherlich nicht gesagt habe, "Halt deine Schnauze". Kinski wütend: "Nein, er hat nicht gesagt »Haltet die Schnauze«! - Er hat eine Peitsche genommen und ihm in die Fresse gehauen! Das hat er gemacht! - Du dumme Sau!"

    Auf dieses Posting antworten
  • kitekatz | vor 1561 Tagen, 11 Stunden, 6 Minuten

    Vielleicht entferne ich mich vom Kern des hier diskutierten Themas. Aber. Zwar sehr katholisch erzogenes Landkind, glaube ich dennoch heute ernsthaft, dass die Erlösung durch einen Messias nur ein Mythos ist. Die Kreuzigung war nicht vorgesehen. Die Wiederkehr ist bis heute nicht eingetreten. Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte wurde die Erlösung ins Jenseits verlegt und um dieses Nichts eine Festung voller Regeln errichtet. Ich glaub auch nicht, dass überhaupt mal ein Messias kommt. Die Evangelien und besonders das alte Testament sind sehr verspätete Aufzeichnungen, da war der Mythos ja schon etabliert (vereinfacht gesagt).

    Interessanterweise macht mich diese Sichtweise ganz leicht. Es gibt so was wie eine universelle Spiritualität, für die vermutlich jede Religion ein Rahmen sein kann, aber es geht auch ohne.

    Auf dieses Posting antworten
    • mindtrial | vor 1561 Tagen, 10 Stunden, 51 Minuten

      Weißt du wieviel Irre im Irrenhaus sitzen, die von sich behaupten sie wären Gott/Jesus?

      Wie kannst du also behaupten, dass er noch nicht wieder da war? ...

  • piggalotov | vor 1561 Tagen, 11 Stunden, 33 Minuten

    das will ich noch ins licht stellen:

    www.taize.fr - einfach genial, glaubwürdig, einfach, fröhlich, engagiert.

    Auf dieses Posting antworten
  • ziegenpeter33 | vor 1561 Tagen, 11 Stunden, 49 Minuten

    und die Bibel?

    schade, daß in einer sendung über glauben nie über die bibel gesprochen wird. die ethischen und spirituellen grundsätze der christlichen kirchen sind ja in der bibel begründet. mich würd interessieren, wie ein überzeugter katholischer pfarrer, der (glücklicherweise) tolerant gegenüber homosexualität ist, mit der tatsache umgeht, daß in der bibel homosexualität total abgelehnt wird. im neuen u im alten testament. ich bin selber christlich, finde die bibel als lebensgrundsatz ganz besonders toll. wie kann ich aber mit dieser diskriminierung von schwulen u lesben umgehen. kann man (aus theologischer sicht) sagen, das sind zeitbezogene aspekte der bibel, die heute nicht mehr gültig sind.... kennt sich da wer aus??
    lieben gruß, peter

    Auf dieses Posting antworten
    • outlaw | vor 1561 Tagen, 9 Stunden, 4 Minuten

      hmmm.. wo steht das genau in der bibel? ist nun nicht persönlich gemeint, aber da das gerade in die richtung geht - wo stehen diese ganzen von der kirche herausgegebenen "regeln" wie: frauen in geistlichen ämtern pfui, zölibat, unfehlbarkeit des papstes?

      die grundsätze des christlichen glaubens sind ja mit anderen weltreligionen durchaus zu großen teilen deckungsgleich und meiner meinung nach auch (großteils) sehr erstrebenswert... doch was haben die machthaber jener religionen im laufe der geschichte reininterpretiert? was haben derzeitige "lehrmeinungen" noch mit dem grundgedankengut gemeinsam?

    • rudolfo | vor 1560 Tagen, 8 Stunden, 11 Minuten

      Sehr massiv-

      Guten Abend-
      Nun gut - ich habe gestern Abend nicht die ganze Sendung gehört. Wer liest heute noch die Bibel? Es sind wenige Menschen. Die Bibel ist das Wort Gottes an uns Menschen. Immer wieder geschieht es, daß aus ihr Teile herausgenommen um persönliche Interessen "abzusegnen" Aber ist das der Wille Gottes, ist das der Wille des Gottes der uns zu seinem Bild geschaffen hat, der uns liebt, der seinen Sohn Jesus Christus für unsere Verirrungen, für unsere Verwirrungen in die Welt sandte, da wo der Tod auf Jesus wartete? Gott selbst hat uns seine Gebote gegeben. Kein Mensch kann die Gebote Gottes erfüllen, alle wären wir verloren, wäre nicht Jesus Christus für unsere, für deine und meine Schuld am Kreuz gestorben. Und Jesus hat den Tod der mir zustehen würde überwunden, er hat für mich den Tod besiegt, er ist unser Erlöser, aber damit er mich erlösen kann, muß ich ihn ins Herz aufnehmen. Ich selbst ganz persönlich darf mich für Jesus entscheiden. Aber ich muß meine Schuld erkennen und ihn ganz persönlich um Verzeihung bitten, und er verzeiht, das durfte und darf ich erleben. Jesus wohnt nicht in...

    • rudolfo | vor 1560 Tagen, 8 Stunden, 2 Minuten

      ...von Menschen erbauten Häusern oder In Tabernakeln, er wohnt in der Höhe und im Menschen der einen demütigen Geist und ein zerschlagenes Herz hat. Jesja 57,15.
      Gegen Ende des ersten Kapitels im Römerbrief wird beschrieben, wodurch Verirrungen entstehen, weil wir Menschen die Liebe zu Gott verlassen haben. Doch Jesus ist unser Retter, aber nicht ein pauschaler Retter, sondern ein persönlicher Retter. Jeder Mensch darf sich selbst für ihn entscheiden.
      L.G.Rudolf.

    • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 22 Stunden, 40 Minuten

      Wo?

      Gebe mir eine Bibelstelle aus den vier Evangelien (aus einer generell anerkannten Übersetzung!) in denen sich Jesus gegen Homosexualität wendet. Eine! Wenn Du eine findest, mache ich meine Taufe rückgängig. Es gibt nämlich keine.

    • rudolfo | vor 1559 Tagen, 20 Stunden, 20 Minuten

      Rückwärts oder weiterwachsen ?

      Jesus selbst sagt:Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen! Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz (das Gott Mose gegeben hat) vergehen, bis alles geschehen ist. Matth.5,17+18. Jesus hat die Gebote erfüllt, das bedeudet, sie sind und waren für ihn immer gültig. Doch jeder Mensch der mit aufrechtem Herzen zu Jesus kommt, jeden nimmt er an so wie er ist. Siehe das Gleichnich vom Pharisäer und vom Zöllner-Lukas 18,ab Vers 9. Jesus ist unser Licht und in seinem Licht erkennen wir, wie fern wir oft von Gott sind. Gott kann und will uns dann segnen, wenn wir ihn in unserem Leben wirklich annehmen und ihm den Platz geben, den er uns geben will, an seiner Seite zu sein.
      L.G.Rudolf.

    • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 16 Stunden, 56 Minuten

      @ rudolfo

      Eine Antwort?

      Aber gut, der Dekalog ist schon mal ein guter Punkt. Dort steht nämlich mal nix, was dagegen sprechen würde und dann kommt noch dazu, dass Jesus das Gebot der Liebe über den Dekalog gestellt hat. Aus dem Grund hat er auch am Sabbat geheilt. Also lieber ziegenpeter, wenn Du auf das Wort der Bibel wert legst, dann kannst Du ruhigen Gewissens tolerant sein. Ist doch was, oder?

    • rudolfo | vor 1559 Tagen, 13 Stunden, 2 Minuten

      Schade

      Jesus wurde gefragt welches das größte Gebot im Gesetz sei? Jesus aber antwortete ihm:"Du sollst den Herrn deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand." Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich:"Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst" An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.Matthäus 22,34-40. Die Liebe ist eins - Diese Liebe beinhaltet, daß ich die Gebote die Gott uns Menschen gegeben hat erfüllen will. Gott hat uns deswegen seine Gebote gegeben, damit es uns gut geht. Sobald ein Mensch ein Gebot übertritt, betrifft es die ganze Menschheit, die ganze Erde. Schauen wir uns doch um wo wir sind, und das auch deswegen, weil wir Gott durch unsere Interpretationen seiner Gebote zum Lügner machen. Jeder von uns merkt wohin uns das führt. Darum gehe jeder in sich und Frage Gott ganz persönlich um seinen Rat.
      L.G.Rudolf.

    • oxymoron | vor 1559 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      Auch das Alte Testament gehört zur Glaubensgrundlage der Katholiken. Übrigens sind auch die Paulusbriefe (wenn auch nicht unumstritten) Teil des Neuen Testaments, und dort wird nicht nur wie im Alten Testament Homosexualität verurteilt, sondern zB auch bestimmt, dass Frauen in der Gemeinde zu schweigen hätten und ja zu Hause ihren Mann fragen können, wenn sie was wissen wollen (was Teil der Rechtfertigung der Fernhaltung von Frauen von Ämtern ist). Paulus sagt auch, dass jeder Mann eine Frau und jede Frau einen Mann haben solle, "um Unzucht zu verhindern". Die Kirche und deren Vertreter nehmen sich ebenso wie die Gläubigen aus der schriftlichen Grundlage jene Aspekte raus, die ihrer Sozialisation, ihrem Moralempfinden, ihren politischen Zielen und ihren geistigen Kapazitäten entsprechen. Die Verurteilung von "Sünden" und auch "Sündern" jeglicher Art ist dabei trotz des Widerspruchs zu einigen Stellen der Evangelien immer wieder ein zentrales Element, das aus der Interpretation hervorgeht.

    • schoenswetter | vor 1559 Tagen, 1 Stunde, 22 Minuten

      @oxymoron.

      Naja, genau aus dem Grund habe ich ja auch NT - und hier einschränkend Evangelien - gesagt. Natürlich sind die Briefe, die Offenbarung und das AT Glaubensgrundlage der Kirche, aber der wichtige Punkt ist: Worin unterscheidet sich Kirche von ihrem Glaubensgründer? Kaum war Jesus gestorben, ging schon der Streit los. (Heiden in Kirche? Männer sollen Bart tragen? Sollen Christen beschnitten werden? etc.)

      Mit geht es darum, dass das Kind nicht mit dem Bad ausgeschüttet wird. Ich kritisiere die Kirche auf das Härteste, weil sie von Anfang bis zum Ende ein menschliches "Kind" ist, Kritik und Reformation daher auch gut verträgt und - das ist der zweite Punkt - trotzdem überlebt, weil es im Kern (und hier liegt der Grund, warum ich mich immer noch Christ nenne) eine Form von Wahrheit pulsiert.

    • rudolfo | vor 1558 Tagen, 21 Stunden, 59 Minuten

      Ganze reife oder halb verdorbene Früchte?

      Jedes Wort in der Bibel kommt von und durch Gott zu uns. So wie die Sonne ununterbrochen mit ganzer und voller Kraft scheint, so will Jesus als unser Licht in unser Leben hineinleuchten. Wir jeder einzelne von uns darf sich für Jesus entscheiden. Ja es ist eine persönliche Entscheidung, sich für das Leben mit Jesus zu entscheiden. Jesus selbst sagt ICH BIN der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannesevangelium 14,6. Durch ihn im Herzen werde ich lebendig und wenn ich lebendig bin, dann weiß ich er führt mich, ich darf heute schon mit ihm lebendig sein, und so ich festhalte an ihm, führt er mich über meinen leiblichen Tod hinaus hinein ins ewige Leben.
      L.G.Rudolf.

  • bee8 | vor 1561 Tagen, 11 Stunden, 51 Minuten

    Wie kann man/frau Mitglied einer Organisation angehören die Homosexualität als "Sünde" oder "Krankheit" bezeichnet?

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