Erstellt am: 17. 5. 2009 - 16:03 Uhr
CERN
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Der österreichische Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn hat völlig überraschend angekündigt, Österreichs Mitgliedschaft im Forschungszentrum CERN zu beenden. CERN ist das Flagschiff der europäischen Forschung und auf dem Gebiet der Teilchenforschung die Nummer Eins auf der Welt. Österreich war am CERN fast 50 Jahre Mitglied und ist nach Jugoslawien, das wegen seiner Auflösung nicht mehr dabei ist, das erste Land, das aus dem CERN austreten will. Nachfolge-Staaten wie Slowenien sind aber längst wieder Mitglied. Albanien bemüht sich gerade um eine Mitgliedschaft und würde damit Österreich hinter sich lassen. Trotzdem sagt das österreichische Wissenschaftsministerium: No, we can’t!
Große Aufregung herrschte vergangenen Wochen in der österreichischen Hochenergiephysik. Die Elementarteilchen, jene Winzlinge, die zu messen soviel Geld und Mühe kostet, waren ganz groß da.
Der Treppenwitz zum Medienhype: der Austritt ist möglicherweise so teuer wie mehrere Jahre Mitgliedschaft.
Ohne viel zu fragen und offenbar auch ohne viel bedenken hat das Wissenschaftsministerium via Medien dem europäischen Forschungszentrum CERN die Mitgliedschaft gekündigt.
Wenn man extrem höflich bleiben will, kann man diesen Schritt als Schnapsidee bezeichnen.
Aber an sich ist das ein sträflicher Euphemismus, meinen Martin Puntigam und Univ. - Prof. Heinz Oberhummer.

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