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Musik, Film, Heiteres

Arthur Einöder

Arthur Einöder

POP: Partys, Obsessionen, Politik. Ich fürchte mich vor dem Weltuntergang, möchte aber zumindest daran beteiligt sein.

8. 6. 2009 - 16:24

Kulturschock

Das Museumsquartier Wien hat eine neue Intervention im öffentlichen Raum! Oder nicht?

Ein aufregendes Bild: Hooligans mit Glatze und Springerstiefeln verkleiden sich als Securities, pöbeln Schwarze an, vertreiben herumsitzende Menschen aus dem Innenhof, und mustern Passanten im Museumsviertel argwöhnisch.

Zuerst hab ich mir noch gedacht: Ha! Wieder so eine gelungene Kunst-Intervention im öffentlichen Raum! Als die Intervention in Form von zwei Zweimeterhünen dann auch mich und meine Alkopops-Flasche am Samstagnachmittag erreicht, bin ich richtig froh, mal wieder ins Museumsquartier gekommen zu sein. Der Ort, wo die coolen Sachen halt so passieren. Und ich bin ein Teil davon! Was diesen Kulturcheckern immer so alles einfällt, denke ich mir.

Inzwischen dämmert es mir aber schön langsam: Das ist überhaupt gar kein Kunstprojekt. Die Anpöbler werden zwar vom Museumsquartier bezahlt, aber nicht als Künstler, sondern als Securities. Sie sollen aufpassen, dass keiner mehr alkoholische Getränke im Innenhof konsumiert, niemand aussieht wie ein Drogendealer, keiner sicherheitspolizeilich gefährdend auf Stufen oder Betonmauern herumsitzt, Fahrräder geschoben und nicht gefahren werden und dass sich die InnenstadtwienerInnen an ihrem neuen liebsten Wochenendausflugsziel auch richtig benehmen.

Auf Facebook sind inzwischen 1500 5000 ur viele FlaneurInnen in der Facebookgruppe "Freiheit im MQ" eingetragen, Tendenz steigend. In Beschwerdebriefen ist von rassistischen und sexistischen Übergriffen der Securities zu lesen.

Ich wunder mich ganz schön: Da investiert der Wiener Kulturthemenpark Jahre und Millionen in eine Öffnung seines Hofs, bespielt den Raum mit DJs, liefert Infrastruktur dafür, dass dieser Raum frequentiert wird und Dialog ermöglicht. Und jetzt marschiert eine Patrouille auf und ab und überwacht das alles. Was für ein Imagedisaster!

Und wozu das alles? Ist das MQ, ohne dass ich es mitbekommen habe, der neue Karlsplatz geworden? Und warum sind alkoholische Getränke nicht auch in den Lokalen verboten?

Heute abend treffe ich den MQ-Direktor Wolfgang Waldner: Mal hören, was er so dazu zu sagen hat.

In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es fürs erste: "Wir bedauern, dass es beim Start der Umsetzung dieser Maßnahmen durch unseren Sicherheitsdienst am vergangenen Wochenende zu einigen Überreaktionen und Missverständnissen gekommen ist und arbeiten bereits an einer Verbesserung."

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  • 1130 | vor 1445 Tagen, 16 Stunden, 51 Minuten

    ?

    (((Augustinverkäufer und Menschen, die tatsächlich auf den Enzis nächtigen, auf denen wir uns dann hinsetzen sollen. Unglaublich! /// Ich fordere ein Obdachlosen-Auustinverkäuferverbot in den ersten neun Bezirken, einen Dresscode, der endlich mal klar macht, wie man sich an Kulturstätten wie dem MQ zu kleiden hat und eine Sperrstunde für das MuseumsQuartier.))) ------- was bist du bitte für einer? ...vielen dank, hab schon lange nicht mehr so gelacht :-)

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  • seblos | vor 1445 Tagen, 17 Stunden, 32 Minuten

    Also wirklich...

    Da habt Ihr schon Recht. Wo soll denn das hinführen? Laut grölende Jugendliche die Bier trinkend den schönen Platz vermüllen, rücksichtslose Biker und Skater, die es tatsächlich gewagt haben, den schönen Platz zur ernsthaften Gefahr für friedliche Familien zu machen und dann auch noch die dreisten Leute, die an diesem Ort der Kultur ihre unerträgliche Musik so laut spielen, dass man ihr nicht entgehen kann. Die Stiegen sind so voll, dass man sich nicht frei bewegen kann...ich habe es ja schon immer gesagt: Ohne strengste Reglementierung kann Kultur nich funktionieren! Ich stimme Euch da völlig zu! Und diese Obdachlosen! Danke für den Hinweis. Augustinverkäufer und Menschen, die tatsächlich auf den Enzis nächtigen, auf denen wir uns dann hinsetzen sollen. Unglaublich!
    Mir gehen die Forderungen auch nicht weit genug. Ich fordere ein Obdachlosen- / Auustinverkäuferverbot in den ersten neun Bezirken, einen Dresscode, der endlich mal klar macht, wie man sich an Kulturstätten wie dem MQ zu kleiden hat und eine Sperrstunde für das MuseumsQuartier.

    Mal im Ernst Leute: Was ist das denn für eine Diskussion hier? Das MQ war als Forum, als kultureller Treffpunkt konzipiert und es hat funktioniert! Biker und Skater...

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  • kamikaze | vor 1445 Tagen, 18 Stunden, 59 Minuten

    Geh bitte, is doch eh schon länger nicht mehr lustig abends im MQ.

    Und zwar genau wegen den grölenden, besoffenen Teenagern, die dort bis weiß-Gott-wann in der Früh laut musikhörend rumhängen. (Von mir aus sind's Erstsemestrige; ändert nichts am Nervfaktor.)

    Außerdem muss man seit einiger Zeit fürs Klogehen bezahlen - sowieso lächerlich.

    .. Na, ich weiß schon, warum ich so gut wie nie dort bin. Brrr.

    PS: Zwei Sachen, die noch nicht erwähnt worden sind, die wohl bei der ganzen Gschicht mitspielen:

    1) Im MQ wird nicht nur selbstmitgebrachtes Bier getrunken, sondern Bier auch (illegalerweise) verkauft, was der GF nicht taugt und wogegen auch schon vorgegangen wurde (.. nur scheinbar nicht erfolgreich genug).

    2) Es gibt tatsächlich Leute, die im MQ wohnen. Kann mir nicht vorstellen, dass denen die tägliche (nächtliche) Lärmerei bis 1, 2,.. Uhr in der Früh so super wahnsinnig taugt.

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    • kwikstep | vor 1445 Tagen, 6 Stunden, 33 Minuten

      das mag schon sein dass ihnen das nicht taugt. bitte, mir taugt die bundesstraße vor meinem fenster auch nicht.

      es gibt so etwas wie schallschutzfenster. wer das glück hat, sich eine wohnung im MQ leisten zu können (und damit je nach facon dementsprechend angibt), sollte kompromisse machen können. heisst nicht dass ich für nächtliches gröhlen bin - aber noch mehr gegen ein verbot und nazi-securities, die den gröhlern dann eins auf die goschn geben dürfen.

      das MQ ist öffentlicher raum, verdammt! glauben die bewohner von dort, wir haben in floridsdorf keine gröhler und nächtlichen besoffenen im öffentlichen raum? na, wer sollte das verhindern, die zwei polizisten im bezirk?

    • fckinhero | vor 1445 Tagen, 6 Stunden, 2 Minuten

      geschlossene schallschutzfenster im sommer. gratuliere, kwik. wenns ihnen nicht passt sollens halt woanders hinziehen, überhaupt wenn sie sichs eh locker leisten können, oder wie?

      es gibt außerdem doch noch einen unterschied zwischen gröhlenden einzelpersonen und hunderten menschen, die party machen. schanigärten dürfen ja auch nicht die ganze nacht offen halten.

      aber du hast natürlich recht: weg mit den securities, appellieren wir an die vernunft und die rücksichtnahme der besucher. hat ja bisher scheinbar so gut funktioniert.

    • kwikstep | vor 1445 Tagen, 5 Stunden, 20 Minuten

      genau fckinhero. wer in einer stadt lebt, kann im allgemeinen nicht davon ausgehen, dass er ruhe wie am land hat. wer die aussicht und das gastronomische angebot des innenhofs der grössten museumsanlage der republik geniesst und schätzt, davon profitiert und dort wohnt, kann nicht davon ausgehen, dass er nachts ungestörte grabesruhe geniesst. wenn das so störend ist, gibt es geanu das: schallschutz.

      die bewohner haben ja nicht gerade eine autobahn vor ihrer tür, oder?

      ich gehöre nicht zu den menschen, die sich um 3h nachts im MQ hof aufhalten, aber ich komme dort manchmal um diese zeit von anderen veranstaltungen vorbei. eine party von hunderten menschen, die alle gröhlen und den boden vollkotzen, habe ich um diese nachtzeit noch nicht gesehen dort.

      ich denke, bisher hat das ganz gut funktioniert und braucht keine securities, die gesetze verletzen. du kannst gern anderer meinung sein, ich mag derartige appelle an vernuft lieber als offenen, zur schau gestellten rassismus.

  • teilzeitjugendlicher | vor 1445 Tagen, 20 Stunden, 31 Minuten

    so weit ich weiß,

    hat in diesem Lande einzig die Polizei das Gewaltmonopol. Securities dürfen nix tun, außer die Polizei holen. Also, Leute, sauft's dort euer mitgebrachtes Bier und fragt's die Security-Typen, ob sie überhaupt ihre Rechte kennen und speziell wissen, was Nötigung etc. ist. Und falls euch einer festhalten will oder ähnliches, dann zeigt's ihn sofort an!

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    • appetiteforconstruction | vor 1445 Tagen, 18 Stunden, 27 Minuten

      ja genau, voll cool, das! kommt alle, nehmt rucksackweise alkohol mit, sauft's euch nieder, lasst's euren müll liegen, und wenn euch schlecht wird, dann kotzt's halt irgendwo in eine ecke. weil ihr zahlt's ja eh steuern (oder zumindest eure eltern), und deshalb gehört der öffentliche raum euch und ihr dürft dort alles machen, was ihr wollt. erinnert mich ein bisschen an das großartige argument: "mein hund darf überall hinscheißen und ich räum's sicher nicht weg, weil ich zahl ja eh hundesteuer."

    • buntewarenwelt | vor 1445 Tagen, 18 Stunden, 19 Minuten

      Genau, appetite!

      Und ein Zwischenweg zwischen Security-Protofaschismus und totaler Herumkotz-Anarchie ist natürlich undenkbar.

    • fckinhero | vor 1445 Tagen, 18 Stunden, 16 Minuten

      mittelweg = auf die vernunft der menschen bauen. ha HA!

    • appetiteforconstruction | vor 1445 Tagen, 17 Stunden, 15 Minuten

      bunte...

      ich bin eine große verfechterin des mittelweges und mein glaube an das gute im menschen grenzt freunden zufolge geradezu an naivität... das problem mit dem mittelweg (der im mq ja offensichtlich jahrelang gut funktioniert hat) ist halt, dass er eine gewisse rücksichtnahme (iiih, was für ein spießer-wort!) aller beteiligten voraussetzt. leider reichen einige wenige, die diesen konsens ignorieren (denn das ist ja steuerlich subventionierter öffentlicher raum und der gehört allen, und wenn er allen gehört, gehört er auch mir, und wenn er mir gehört, kann ich dort gefälligst machen, was ich will, und da hat mir niemand etwas zu verbieten, oida!), um allen anderen den spaß zu verderben. und genau das scheint im mq gerade zu passieren. unterbelichtetes security-personal loszuschicken, ist natürlich schwachsinn, aber nichtstun ist wohl auch keine lösung, oder?

    • teilzeitjugendlicher | vor 1445 Tagen, 11 Stunden, 9 Minuten

      also

      1) Anarchie heißt nicht ohne Ordnung, sondern ohne Herrschaft, soviel zur Begriffsklärung!

      2) Natürlich nerven kotzende Teenies, aber so viele werden's schon nicht sein. Aber ich finde dieses Security-Getue zivilgesellschaftlich höchst bedenklich, vor allem, wenn so viele offenbar glauben, dass dieses "Sicherheitspersonal" mehr darf als der Normalsterbliche.
      Und gebe zu bedenken, dass das Aufkommen von Securities in einem interesssanten Zusammenhang mit der schwarz-blauen Regierung ab 2000 steht. Nicht wenige dieser Security-Firmen sind mit FPlern geschäflich verbunden.

      Conclusio: Liebes Publikum, meditiert einmal darüber, was Rechtsstaat und Zivilgesellschaft eigentlich bedeutet...
      Oder wollt's ihr einfach nur überall brave Mitglieder der Konsumgesellschaft sein (die ÖVP freut sich sicher darüber...)

    • bijoux | vor 1445 Tagen, 8 Stunden, 49 Minuten

      @appetiteforconstruction

      danke, endlich jemand, der das auch so sieht wie ich.

    • os84 | vor 1445 Tagen, 8 Stunden, 30 Minuten

      das erinnert mich an die campusfeten im aufenhaltsraum. danach war alles komplett verdreckt und während man sich den rausch ausgeschlafen hat, bekam die putzfrau beim versuch das alles wegzuputzen einen heulkrampf. dummerweise tendiert das denken in der gesellschaft in zwei extremen: zum einen wird man mit verantwortung zugeschissen und ersäuft im leistungsdruck. sobald nur die möglichkeit gegeben ist, keinerlei verantwortung übernehmen zu müßen (wie man sich das an öffentlichen plätzen gern einbildet ), toben sich die leute aus als gäbe es kein morgen mehr.

  • pretterebner | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 10 Minuten

    beitrag auf www.thegap.at

    http://www.thegap.at/rubriken/stories/artikel/freiheit-im-mq/

    Auf dieses Posting antworten
  • moint | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 14 Minuten

    --snip--

    eine über den text hinbausreichende rechtfertigung unsererseits für diese (belegten) vorfälle oder auch andere, die wir persönlich erlebt haben, ist nicht notwendig.

    --snap--

    Geht's noch ein bissel überheblicher?

    Darf ich fragen, was ihr als Zeugen unternommen habt? Habt ihr die rassistischen Würsteln zur Rede gestellt oder sonstwas getan?

    Auf dieses Posting antworten
    • garibaldi | vor 1445 Tagen, 20 Stunden, 28 Minuten

      Heute bedeutet Zivilcourage eine Facebook-Gruppe zu dem Thema gründen!

  • benkt | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 16 Minuten

    "Facebookgruppe Freiheit im MQ"
    Ich weiß ganz ehrlich nicht was ich von sowas halten soll ... ganz Facebook ist mir etwas suspekt in solchen Zusammenhängen.
    Hat wer Erfahrungen?

    Auf dieses Posting antworten
    • schwedenschwein | vor 1445 Tagen, 20 Stunden, 46 Minuten

      was daran ist dir suspekt ?

    • benkt | vor 1445 Tagen, 19 Stunden, 17 Minuten

      Ich kann mir einfach schwer was anderes bei Facebook vorstellen als Gruppen die "The Chuck Norris Facts" heißen.

      Außerdem: ein komisches Gefühl wenn sich Leute unter ihren richtigen Namen auf der Plattform eines Privatunternehmens ... möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen ... etc.

    • checker1337 | vor 1445 Tagen, 16 Stunden, 32 Minuten

      bitte nicht in die hose machen.

    • thomaz | vor 1445 Tagen, 6 Stunden, 31 Minuten

      2benkt: du merkst schon, sobald du einem facebook-user mit sicherheitsbedenken und datenweitergabe kommst, heißt es: 'hosenscheißer'. die bedenken bleiben trotzdem. vielleicht nicht ganz zu unrecht.

  • greiserschmarren | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 37 Minuten

    Ich finde ja diese spontanen Protestkundgebungen durchaus befremdlich, da diese meines Erachtens hauptsächlich auf dem Argument basieren: "Ich will mein Bier trinken wo und wann es mir passt"

    Und deswegen gleich einmal dagegenpreschen, wenn das irgendwer untersagen will.

    Da fehlt es grundlegendst an einer Reflexion, die natürlich nicht möglich sein kann, wenn man gleich meint "Na heh, nicht mit mir/uns"

    Ich finde, dass man es durchaus als Problem erachten kann, wenn Leute zu schnell mit was auch immer durchrasen, während ein ballspielendes Kind hinter einem Enzi hervorspringt.

    Weiters finde ich es durchaus ein Problem, wenn in der Tat alle 20 Minuten ein Zeitungs-Rosen-was auch-immer-Verkäufer herkommt und jemanden was andrehen will. Ich bin regelmäßiger Augustin-Käufer aber es liegt in der Natur der Sache, dass dies ganz einfach lästig ist und dieser Umstand wirkt sich dann auch nicht auf die Sympathie dieser Verkäufer aus (obwohl es natürlich Riesenunterschiede beim Anbieten diverser Dinge seitens der Verkäufer gibt).

    Auch erachte ich es als ein Problem, wenn ich am Wochenende, wenn es dunkel wird, dass Museumsquartier in der Tat als Mülllager sondergleichen betrete und ich alles abtasten muss, bevor ich mich hinsetze.

    Was soll man nun machen frage ich?...

    Auf dieses Posting antworten
    • greiserschmarren | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 36 Minuten

      Ich finde ja diese spontanen Protestkundgebungen durchaus befremdlich, da diese meines Erachtens hauptsächlich auf dem Argument basieren: "Ich will mein Bier trinken wo und wann es mir passt"

      Und deswegen gleich einmal dagegenpreschen, wenn das irgendwer untersagen will.

      Da fehlt es grundlegendst an einer Reflexion, die natürlich nicht möglich sein kann, wenn man gleich meint "Na heh, nicht mit mir/uns"

      Ich finde, dass man es durchaus als Problem erachten kann, wenn Leute zu schnell mit was auch immer durchrasen, während ein ballspielendes Kind hinter einem Enzi hervorspringt.

      Weiters finde ich es durchaus ein Problem, wenn in der Tat alle 20 Minuten ein Zeitungs-Rosen-was auch-immer-Verkäufer herkommt und jemanden was andrehen will. Ich bin regelmäßiger Augustin-Käufer aber es liegt in der Natur der Sache, dass dies ganz einfach lästig ist und dieser Umstand wirkt sich dann auch nicht auf die Sympathie dieser Verkäufer aus (obwohl es natürlich Riesenunterschiede beim Anbieten diverser Dinge seitens der Verkäufer gibt).

      Auch erachte ich es als ein Problem, wenn ich am Wochenende, wenn es dunkel wird, dass Museumsquartier in der Tat als Mülllager sondergleichen betrete und ich alles abtasten muss, bevor ich mich hinsetze.

      Was soll man nun machen frage ich?...

    • greiserschmarren | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 36 Minuten

      Soll man den Radfahrern sagen "bitte fahrts vorsichtiger", soll man den Verkäufern sagen "bitte nicht so penetrant alle halben Stunden durchgehen und ein Nein bitte akzeptieren" und soll man den "Alkohol-Mitbringern" sagen "bitte Mädels und Burschen, schreits nicht komplett angesoffen herum weil auch Leute da sind, die etwas Essen oder gemütlich im Lokal sitzen wollen und bitte haut´s Euern Dreck weg"?

      Könnte man machen... Aber es nutzt ganz einfach nichts, dass ist ganz einfach das Problem einer Respektlosigkeit und einer Ichbezogenheit, aus der eben genau das Argument resultiert "Ich will mein Bier trinken wo und wann ich will".

      Und deswegen muss man meines Erachtens nach auch diese Seite betrachten. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wieviel die Standln Miete zahlen und wieviel das Dreckwegräumen kostet, aber es geht mir eben auch um jene andere Argumentation.

      Das mit den angeblich anstänkernden "Hooligans" (angeblich deswegen, weil dies in keinster Weise irgendwie ausgeführt ist) geht natürlich gar nicht, aber ich denke auch nicht das dies ein Diskussionspunkt ist an dem sich hier die Meinungen sonderlich spalten...

  • mikemills | vor 1445 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

    keine Ahnung, ob das schon jemand geschrieben hat,...

    ...aber mich erinnert diese Situation sehr an das Flex vor ein paar Jahren. Auch dort war es meiner Meinung nach ein quasi öffentlicher Platz (und ich rede hier nur vom Brückenabgang bis zum Eingang des Lokals, also den Kanal entlang), der plötzlich als Flex - Besitz beansprucht ung kontrolliert wurde (Alkohol, desöfteren Probleme mit Securities). Auch dort gab es große Aufregung, passiert ist aber nichts, abgesehen davon, dass ich nicht mehr "vors" Flex gehe, sondern entweder hinein oder woanders hin. Es gibt mir ein wenig das Gefühl, dass diese Kommerzialisierung des öffentlichen Raums (vielleicht nicht als rechtlicher, aber doch als gefühlter Begriff) immer schon beabsichtigt war und man sie nur jeweils eine gewisse Zeit lang aufschiebt, bis der Platz als solcher etabliert ist und man davon ausgehen kann, dass es auch so funktionieren wird. Leider. Zwischenfälle, die das Vorgehen begründen würden sind ja scheinbar nicht bekannt. Und dass die Lokale zu geringen Umsatz haben, darf bezweifelt werden.

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  • schwedenschwein | vor 1445 Tagen, 22 Stunden, 55 Minuten

    diesen Samstag!

    Protestaktion, http://www.facebook.com/topic.php?topic=10114&post=61013&uid=96081236267#/group.php?gid=96081236267 kommt zahlreich!

    Auf dieses Posting antworten