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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

21. 7. 2009 - 20:31

Journal '09: 21.7.

2009 - Das Jahr, in dem Österreich kippt, Teil 9. Weisheiten aus alten Tatorten, leider unerhört.

Gestern abend, also in der heutigen Ausgabe, bespricht der Kurier den sonntäglichen Tatort (Print kommt bei Abendveranstaltungen immer mindestens 18 Stunden zu spät, auch ein Grund, warum Junge keine Zeitungen mehr lesen): das hätte man nicht unbedingt wiederholen müssen, steht dort, "Jeanette Biedermann als Popsternchen mit Neonazi-Vergangenheit. Ja, wir haben's begriffen, diese Typen sind schrecklich böse und hässlich auch noch und wir sollen bei denen nicht mitmachen, vielen Dank.", steht da.

Irgendwie kam mir das komisch vor, ich konnte mich dunkel an den bewussten Tatort erinnern und so platt hatte ich den (inhaltlich, nicht musikalisch...) nicht in Erinnerung.

Weil sich mein neuer besten Freund, der Festplattinger, den Tatort zufällig gemerkt hatte, hab ich reingeschaut, bin hängengeblieben (Vorspulen bei den grindigen Musikszenen inklusive) und war verwundert.
Denn die Neonazis in dem 2007 von RadioBremen gedrehtem Tatort "Schwelbrand" sind keineswegs hässlich: die neuen Leader des politischen Arm sehen sogar recht schnuckig aus, und so ganz böse sind sie auch nicht. Einer, der neue Nachwuchsstar nämlich, ist ein V-Mann, also ein Guter. Oder zumindest ein Nicht-ganz-böser.

Eine Kritik an der moralinsauren Portraitierung der (nord)deutschen Mainstream-Popszene, die sich im Gemeinschafts-Gsangl absurderweise über Michael Jacksons "They don't care about us" definieren, wäre mehr als angebracht, das ist echt gruselig.

Schwelbrand

Die Neonazi-Themathik aber ist recht differenziert gezeichnet, wird, nachvollziehbar, auf die persönliche Ebene runtergebrochen, zeigt Ein- und Ausstiegsszenarios, markiert verschiedenen Typologien, differenziert zwischen den Schlägern, den Hetzern und den Ideologen und lässt sich auch auf die sehr spezifisch bundesdeutsche Problematik der V-Männer, der die NDP durchsetzenden Spitzel ein.

Hier sind Vorwürfe also eigentlich unangebracht.
Denke ich mir, noch ehe sich dann die Kommissarin von einem Experten updaten lässt, was den aktuellen Stand (Deutschland, 2007 wohlgemerkt) betrifft.
Und das, was Regisseur und Drehbuchautor Thorsten Näter dem an Text in den Mund legt, klingt dann verdammt clever zusammengefasst.
Es geht drum, wen die rechtsextremen Ideologen womit ansprechen. Und es geht so:

"Die Intellektuellen mit Angst vor der Zukunft.
Die Geschäftsleute die Angst um ihren Besitzstand haben. Und die ewig Unzufriedenen, die bereit sind alles aus dem Weg zu räumen. Und die Jugend, mit Themen, die bislang von den Linken besetzt waren.
Sie geben sich sozial, sie betonen eine nationale Identität und sie fordern ein Ende der (historischen) Schuld.
Es ist ein Schwelbrand.
Es ist wie ein ewig existenter Virus, der solange ungefährlich war, solange das Immunsystem nicht geschwächt ist."

Das geschwächte Immunsystem

Diese kleine Rede bezieht sich auf die politisch schwach vertretene extreme Rechte in Deutschland, die NDP und ihre Vorfeld-Organisationen. Und sie findet in einer politischen Landschaft statt, in der es eine populistische Linke gibt, die viel gefrustetes Ost-Potential abgreift.

Betrifft ja nicht uns, betrifft "die anderen".

Da lässt es sich leicht abwinken.
Da lässt sich leicht sagen, dass es sich hier um ein langweiliges politisches Rührstück handelt, dessen Moral man schon auswendig kennen würde.

Und natürlich läßt sich die Nazi-Keule in jede Richtung schwingen. Bloß: wer deshalb übersieht, dass es hier gar nicht (nicht mehr) um schieres Neonazitum, sondern um ganz andere, bereits in der Mitte des Gesellschaft angekommene und großflächig akzeptiere Intentionen hält, weil da eine als "böse" identifizierte Punzierung drauf ist, der ist arm dran.

Wenn man nicht imstande ist, den hier prototypisch aufgeschlüsselten Sicker-Kurs dieser Strategie aufs eigene Sein, das eigene Land, die eigene Situation umzulegen, dann ist der Abgang in eine entsprechende politische Zukunft, eine von vergleichbaren Kräften installierte Security-Demokratie nicht nur unvermeidlich, sondern erfährt somit auch ein gerüttelt Maß an Unterstützung. Unterstützung durch Wegdrängen.

Es ist schlimm genug, den Spiegel in einem überwuzelten und durchaus zu weinerlich angelegtem Tatort vorgehalten zu bekommen und festzustellen, dass die Zeichen auch da schon deutlich an der Wand standen.
Es ist aber noch viel schlimmer, diese simple Erkenntnis gar nicht erst an sich ranzulassen - selbst wenn es "nur" eine simple Fernseh-Kritik ist, die sich ja durchaus das Recht herausnehmen darf geschmäcklerisch zu sein.

Immerhin kann ich den Planungs-Verantwortlichen des Öffentlich-Rechtlichen hüben wie drüben keine Vorwurf machen. Es ist besser sich eine geschmäcklerische "Fad!"-Schelte abzuholen als wegzuschauen und zu verdrängen.

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  • genick | vor 241 Tagen, 12 Stunden, 39 Minuten

    der »gute« v-mann

    wird m.e. am schluss als *der* hetzende rising star gezeigt, der aus dem zweiten rang die alphatierchen ausgeschaltet und selbst die macht übernommen hat – und darüberhinaus noch als v-mann den verfassungsschutz an der nase herumführt. (also eine krasse fehleinschätzung seitens der polizisten.)

    das ist ganz bestimmt keiner von den »guten«. ob ich recht hab oder nicht, sagt uns der festplattinger.

    Auf dieses Posting antworten
  • fenris79 | vor 241 Tagen, 15 Stunden, 56 Minuten

    @blumenau

    die Story hat mich auf was gebracht. http://futurezone.orf.at/stories/1620687/

    Warum keine Lobby(s) die direkt spezielle Interessen der Bürger vertreten?
    Die Industrie/Wirtschaft/Banken machen es schon seit Jahrzehnten und fahren damit super.

    Ps.: Die Parteien sollen dadurch nicht abgeschafft werden, aber nachdem Wahlen für die Menschen immer mehr Zahnloser wirken (und auch meiner Meinung auch sind) wäre das eine neue Form der Interessenvertretung.

    Auf dieses Posting antworten
  • dilak | vor 242 Tagen, 8 Stunden, 19 Minuten

    was ich schon immer zu

    "Das Jahr, in dem Österreich kippt" sagen wollte:

    "Bleibt Standhaft!"

    Danke, dass musste raus, habs mir bei Teil 1-8 eh verkniffen.

    Auf dieses Posting antworten
    • russellsteapot | vor 242 Tagen, 6 Stunden, 6 Minuten

      Das Problem dass ich dabei sehe ist

      dass wir gerade noch standhaft oder eher schon verkrampft am Boden liegend den Kopf über der braunen Suppe schwebend halten, um nicht an den schon unterschwellig akzeptierten, teilweise subtil-faserschmeichlerweich, aber auch obszön-brutal daherkommenden Faschoausflüssen zu ersaufen... Kippen? Wir liegen schon längst und warten auf den ersten Tritt...

    • suedfruechtehaendler | vor 241 Tagen, 17 Stunden,

      bitte erst in einem jahr kippen

      dann kann ich das land verlassen. auch wenn das ignorant sein wird und ich dadurch rein garnichts begriffen haben werde.

    • dilak | vor 241 Tagen, 16 Stunden, 44 Minuten

      wohin?
      und warum flüchten? wo bleibt die Standhaftigkeit?

  • wedge75 | vor 242 Tagen, 8 Stunden, 49 Minuten

    siehe postings von
    http://fm4.orf.at/stories/1620176/

    Ö is längst umgfallen und wir müssen schleunigst krücken bauen ...

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  • softmachine | vor 242 Tagen, 8 Stunden, 54 Minuten

    alte tatorte teil 2

    aha, nur interessant wie b. selbst so manches piefke klischee anfacht (arrogant, schmählos etc. oder seine chauvinistische euro berichterstattung 2008) und so dem austrofaschistischen Überlegenheitsgetue das wort redet. hier sitzt er den typischen österreichischen rassismen auf. von seinen damaligen angriffen auf pöse schwarze obdachlose augustin verkäufer, die fit und schnell, wie sie laut blumenau nunmal sind, den guten alteingesssenen und echt armen, weissen österreichischen obdachlosen geld und aufmerksamkeit stehlen, davon wollen wir schnell schweigen.in diesem zusammenhang natürlich auch von so manchem fanouting von den zikmunds dieser welt für einen rechtsextremen wie staberl, gell ?

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 242 Tagen, 6 Stunden, 46 Minuten

      1) wo würde denn hier im text ein piefke attackiert? da hat jemand meine scharfe kritik an der pocherschen volksverhetzung während der euro http://fm4v2.orf.at/blumenau/223124/main nicht überwunden.

      2) austrofaschistisches überlegenheitsgetue? gibts weder historisch noch aktuell, das ist eine projektion, sorry. der austrofaschismus war ein imitat des mussolini-faschismus.

      3) durch die ewige wiederholung werden die dümmlichen augustin-anwürfe auch nicht wahrer, siehe hier: http://fm4v2.orf.at/blumenau/207637/main

      4) eine bitte: mäßige deine zunge im "will i mohr"-forum http://fm4.orf.at/stories/1620176/. viele anwürfe sind ernsthaft klagbar...

  • no1special | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 58 Minuten

    Wie jetzt, lieber Blumenau? - Eine Replik.

    „2009 – das Jahr in dem Österreich kippt“ ist ein fängiger Essay-Titel, denn er ruft Bilder ab:
    Das kenternde Rettungsboot, gestürmt von den verzweifelnden Ertrinkenden….
    Die mürbe Burgmauer, nach endlosem Bombardement der Belagerer final kollabierend…
    Das Biotop, das einer Spirale von ökologischen Entgleisungen erliegt und zum stinkenden Sumpf verkommt…
    Hat alles was und passt auch gar nicht schlecht zum Herbst, Winter und Frühjahr unseres Missvergnügens, als Aktienkurse und Altersvorsorgen, Banken und Börsen, Handelsumsätze und Beschäftigtenstände, Jobaussichten und Lebensentwürfe, Politiker- und Managerimages zerbröselten wie Vampire bei Lichteinfall, und das letzte Händchen voll geschichtskundiger Bürger vom massenhaften faschistischen Reflex alpträumte.
    Aber bei aller Wertschätzung für die gute Schlagzeile: Die Republik findet die Gerüchte über ihren Tod doch etwas übertrieben.
    Zwar: Die wesentlichen politischen Umweltkatastrophen sind bereits geschehen.
    Beschäftigt mit dem eigenen, angeblich unaufhaltsamen sozialen Aufstieg haben Bürger, Bauer und Bettelmann kein Ohrwaschl gerührt, als
    - im Wege der Medienkonzentration der politische Diskurs ausdörrte,
    - im Namen der Arbeitsplatzsicherung die Gewinne großer Unternehmen privatisiert und ihre Verluste sozialisiert wurden,
    - Österreich weit über die Hälfte seiner politischen Gestaltungsmöglichkeiten an eine nicht demokratisch verfasste übergeordnete Instanz delegierte,
    - wild gewordene blau-schwarze Möchtegern-Liberale auf ihrem Vernichtungsfeldzug gegen alle Formen von Stabilität und Gleichgewicht die Instanzen der Sozialpartnerschaft...

    Auf dieses Posting antworten
    • no1special | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 56 Minuten

      Replik - Fortsetzung 1

      brandschatzten,
      - der ORF, bei allen ärgerlichen Missständen noch immer das einzige identitätsstiftende österreichische Medium in nicht privaten Händen, abgeräumt wurde wie ein Christbaum,
      - und eine kreative Anlassgesetzgebung begann, an Postgeheimnis, Pressefreiheit und Privatsphäre zu knabbern.
      Mit anderen Worten: Was soll denn noch kippen, Blumenau? Das Rettungsboot ist längst verheizt, die Burgmauer von einer internationalen Investorengruppe aufgekauft, abgerissen und durch schicke Malls und verglaste Corporate Headquarters ersetzt - und das Biotop, dessen Gleichgewicht uns so besorgt? Don´t worry: Auch an dieser Stelle wurde bereits ausdrücklich betoniert.
      Mit anderen Worten: Die zweite Republik wird nicht eines Morgens im Herbst 2009 aufwachen und feststellen, dass sie tot ist. Aber eine handfeste multiple Sklerose und ein bisserl Alzheimer dürft sie schon haben. Ist in ihrem Alter kein Wunder, gell?
      Das absehbare Ende ist die Schöne Leich: Nach langer, geduldig ertragener Krankheit ein Begräbnis erster Klasse als Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Europa, in denen die Resultate von Regionalwahlen ungefähr so erheblich sind wie das sprichwörtlich umgefallene Fahrradl in Peking, weil alle wesentlichen Entscheidungsfragen in Kamingesprächen zwischen Kommissaren und Konzernvertretern abgehandelt werden.
      In einem solchen Kontext werden die rabiaten Stellenbewerbungen eines Herrn Strache zwar immer noch eine ästhetische Belästigung...

    • no1special | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 55 Minuten

      Replik - Fortsetzung 2

      sein, aber für den Fortgang der Dinge sind sie dann weit gehend irrelevant, und das könnte man für einen beruhigenden Gedanken halten.
      Tut man das allerdings nicht, dann darf man jetzt entweder verzweifeln, wie es, lieber Blumenau, Dein Essay-Titel suggeriert. Oder man geht auf die Suche nach der revolutionären Therapie gegen demokratische Sklerose und historischen Alzheimer.
      Wobei „revolutionär“ bitteschön wörtlich zu nehmen ist. Therapeutische Wirkung entfalten entlassene Arbeitnehmer, die glaubwürdig mit Fabriksprengungen drohen, Migranten, die ihre Zukunftschancen per Straßenkrawall einfordern, Konsumenten, die asozial agierende Unternehmen konsequent boykottieren, Publizisten, die ihren bequemen Redaktionssessel gegen den heißen Stuhl der unbezahlten Systemkritik eintauschen, Künstler, die statt des Marktwertes eines Keith Haring die provokante Relevanz eines Schlingensief zu seiner besten Containerzeit anstreben, IT-Nerds, die lebenswichtige Infrastrukturen nicht mehr ungezielt sabotieren, sondern systematisch politisieren – kurz: Die Rede ist von einer Zusammenrottung von guten Kräften, die dafür sorgt, dass sich nicht der Bürger vor der Politik, sondern der Politiker vor dem Bürger fürchten muss.
      Mit der zunehmend prekären Liquiditätslage vieler junger Ich-AG´s gewinnt dieser Verlauf ein wenig an Wahrscheinlichkeit. Es fehlt nur noch an führenden Köpfen.

    • no1special | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 54 Minuten

      Replik - Fortsetzung 3

      Also, lieber Blumenau, haben wir die Wahl: Wünschen wir uns für die kommenden Jahrzehnt einen geruhsamen Lebensabend als Bürger der USE, zu unserer eigenen Sicherheit rundum überwacht von Kameras und Internet-Filtern, mit einem von Jahr zu Jahr magerer werdenden, aber immer noch erträglichen Prekariatseinkommen und der steten Gewissheit, dass so gut wie alles nicht zum Besten steht, aber dass sich schon wer drum kümmern wird?
      Oder schaffen wir unsere Silberrücken ächzend auf die Barrikaden und verzichten wir für den Rest unseres Lebens auf die komfortablen Nischen, aus denen heraus wir zahnlos den Verfall der politischen Kultur bejammern? Widerstand? Wirklich? Wenn nötig, mit vollem persönlichem Risiko?
      Wie jetzt, Blumenau?
      Wie machen wir jetzt weiter?

    • mischnimpossible | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 12 Minuten

      Ich muss dir leider ein Feindbild etwas kleiner machen, aber das deutsche Bundesverfassungsgericht hat erst kürzlich den Vereinigten Staaten von Europa eine Abfuhr erteilt.

      http://tinyurl.com/n2oybk

    • altruist | vor 242 Tagen, 10 Stunden, 52 Minuten

      Lieber no1special

      Revolutionäre Kräfte existieren in Österreich zur Genüge - in allen möglichen unterschiedlichen Bereichen und Disziplinen. An Vorschlägen für eine Trendwende in den einzelnen Bereichen mangelt es auch nicht. Blumenau beschäftigt sich beispielsweise intensiv - zum Teil auch umstürzlerisch - mit dem Bereich Medien.
      Revolutionäre Vertreter der Bereiche Medien, Bildung, Migration, Umwelt, Arbeitsmarkt, Wirtschaft etc. können für sich alleine weniger bewegen. Zu gering ist der Handlungsdruck den sie in ihrem einzelnen Modul ausüben können, wenn nicht alle anderen Bereiche auch mitziehen.
      Solange sich - wie du sagst - "führende Köpfe" nicht finden, die das alles bündeln, wird einem Blumenau, Dir und mir, nichts anderes übrig bleiben, in unserem begrenzten Wirkungskreis meinungsbildend zu arbeiten und Druck auf die nächste Hierarchieebene auszuüben.
      Wer fühlt sich kompetent genug, diese Lebensaufgabe der Bündelung aller revolutionärer Kräfte zu übernehmen? Du etwa, lieber no1special?

    • fenris79 | vor 242 Tagen, 8 Stunden, 48 Minuten

      führende Köpf

      ist ja auch etwas was Blumenau bemängelt.
      Wir warten bis der "Eine" daherkommt und alles besser macht, willkommen in eine Blockbuster von Hollywood.

    • blumenau | vor 242 Tagen, 6 Stunden, 18 Minuten

      mike,
      ich unterschreibe praktisch alles was du sagst.
      zu deiner frage wie es weitergeht:
      mal sehen. ich meld mich ja ohnehin täglich, heuer.

  • grubsch | vor 242 Tagen, 12 Stunden, 40 Minuten

    So geht das nicht.

    Unter der willkürlich hervorgezauberten Klammer "Das Jahr, in dem Österreich kippt" werden hier regelmäßig Äpfel und Birnen vermischt, ein völlig unhomogener Mischmasch erzeugt und im Einzelnen durchaus bedenkenswerte Phänomene krampfhaft in einen angeblich größeren Zusammenhang gestellt. Österreichische Wirtschaftsbetzwerke, die iranische "Revolution" und die dt. Neonaziszene - alles scheinbar untrügerische Indizien fürs Kippen Österreichs... Beinahe lustig wirkt, dass die zu besprechenden Cliffhanger anscheinend davon abhängig sind,mit welchen Wiederholungen der ORF sein Sommerloch füllt.

    Man kann und soll die Debatte um die durchaus erkennbare Neigung der Demokratien westlicher Prägung zum "Kippen" natürlich führen. Aber bitte mit etwas mehr intelektueller Redlichkeit und vor allem Stringenz in der Argumentation.

    Ob dafür ein Blog, indem der Autor - legitimerweise - seine tagesaktuellen Wahrnehmungen abarbeitet und der Versuchung erliegt kürzlich Bedachtes aktuell und unausgegoren mitzuteilen, die geeignete Form darstellt , ist ohnehin zweifelhaft.

    Auf dieses Posting antworten
    • altruist | vor 242 Tagen, 12 Stunden, 27 Minuten

      Das mag zwar alles stimmen, was Grubsch da schreibt. Nur scheint Blumenau noch nicht am Ende dieses Weges. Ich bin da etwas geduldiger und hoffe, dass diese Cliffhanger noch zu einem verdichteten Ganzen führen werden.
      Und wie Grubsch richtig schreibt: Ein Blog ist durchaus legitimiert dieses Thema abzuarbeiten. Ob es nun die geeignete Form dafür ist lediglich zweifelhaft, wird sich aber noch herausstellen. Jedenfalls ist diese Form meinungsbildend und wenn sich zeigen wird, dass es nicht die geeignete Form gewesen war, dann wird das auch eine wesentliche Erkenntnis darstellen.

    • blumenau | vor 242 Tagen, 11 Stunden,

      die diskussion was ich wie und wo darf ist durchaus interessant - aber mir ein bißchen egal, weil es ja bereits geschehen ist.
      auch wenn es "so nicht geht".

      ps: welche anlässe und inputs ich wie und wann bekomme und aufnehme, überlasst ruhig mir. ich akzeptier dafür die euren.

  • altruist | vor 242 Tagen, 15 Stunden, 47 Minuten

    Ich hab den Tatort zufällig gesehen

    Als der "Neonazi-Ideologe" so ziemlich am Schluss seine Brandrede vor seinen Kollegen hielt, stockte mir schon der Atem. Wie kann man solche rechtsrechten Parolen im öffentlich-rechtlichen unwidersprochen senden? Wieviele gefährdete Pubertierende fühlten sich durch diese Rede bestätigt?
    Also zumindest hier hätte ich mir ein paar Gegenargumente erwartet, zB ein paar klare Worte von der Kommissarin, dass die Gesellschaft keine Spaltung, sondern Versöhnung bräuchte.
    So ließ man uns mit unwidersprochenen Naziparolen alleine.

    Auf dieses Posting antworten
    • donotconform | vor 242 Tagen, 9 Stunden, 55 Minuten

      was natürlich furchtbar ist,

      denn wenn man deine lächerliche Argumentation zu Ende denkt, braucht man letztlich wohl für alles was nicht ganz ins eigene Weltbildchen passen könnte den Blumenau, der einem dann die Zusammenhänge erklärt - und somit nichts "unwidersprochen" bleibt.

    • altruist | vor 242 Tagen, 9 Stunden, 34 Minuten

      lieber donotconform

      Ich finde in meinem Beitrag lediglich eine Emotionsbeschreibung, 2 Fragen und eine Forderung und nicht den Hauch eines Arguments, daher gibts auch nichts zu Ende zu denken. Ein Argument ist eine Bekräftigung oder ein Beweis einer Aussage/These. Keine These, kein Argument da in meinem Beitrag.

      Wenn es Dich trotzdem erheitert hat ("lächerlich"), dann freu ich mich für Dich. Es liegt allerdings ein Missverständnis vor.

  • mapinguari | vor 243 Tagen, 1 Stunde, 30 Minuten

    wie lange kippt österreich heuer noch?

    Auf dieses Posting antworten
    • confetti | vor 242 Tagen, 22 Stunden, 44 Minuten

      Der Redakteur geht solange zum Wirten, bis er bricht.

    • frkula | vor 242 Tagen, 11 Stunden, 30 Minuten

      genau, schreib endlich wieder was schönes, ja?!
      die sonne scheint, die seen sind klar - wie wärs mit einem bikini-foto-contest und die gewinnerin erhält 10000 euro?

    • ega74 | vor 242 Tagen, 10 Stunden, 48 Minuten

      die herkömmliche FM4-Hörerin will niemand im Bikini sehen. Sonst gute Idee.

    • einoeder | vor 242 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

      2009

      das jahr, in dem die fm4-community kippt?

    • wedge75 | vor 242 Tagen, 7 Stunden, 16 Minuten

      word, einoeder, total!

    • ega74 | vor 242 Tagen, 7 Stunden, 5 Minuten

      da besteht keine Gefahr, die is verlässlich einöde-pc

    • malefue | vor 242 Tagen, 6 Stunden, 22 Minuten

      jop

      echt öde, ja. aber kein wunder, da die einzige person in österreich die dem gutmenschen-terror entgegengetreten ist, leider tot ist.

    • wedge75 | vor 242 Tagen, 6 Stunden, 19 Minuten

      echt? wann hats den strache erwischt?

    • ega74 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 39 Minuten

      Wie originell. Bei anti-pc fällt dem gelernten FM4-Hörer nur FPÖ und Strache ein. Spießiger als bobolinks geht gar nicht mehr.

    • malefue | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 39 Minuten

      den mein ich nicht

      strache ist zu ungeschickt. man muss seine nachrichten hierzulande ja am pc-gericht vorbeischleusen.

    • malefue | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 37 Minuten

      hast recht, ega74

      wenn ich neger sagen will sag ich neger. da hält mich euer linkslinkes gesinnnugsdenken auch nicht auf.

    • wedge75 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 25 Minuten

      na ihr zwei habts euch gefunden. schön!
      ich bin weder linkslinks noch bobo noch spießig.
      spießig ist der, der seinen weg gefunden hat und glaubt, dass es der einzig richtige ist ...
      ich bin auch nicht gelernter irgendwas, bin nur ein mensch, der rassismus und jeglichen extremismus entgegentritt

    • ega74 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 14 Minuten

      >spießig ist der, der seinen weg gefunden hat und glaubt, dass es der einzig richtige ist...

      und dieses Bewusstsein ist bei FM4 ja gänzlich abwesend. Quasi nicht existent.

    • wedge75 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 11 Minuten

      ich diskutier doch nicht mit dir über FM4. ich bin ich, nicht FM4, stellst du dich absichtlich so blöd?

    • ega74 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 9 Minuten

      Ja. Weißt ich bin halt auch ein wengerl blöd, haben noch nicht die Herrenmensch-Evolutionsstufe erreicht. Bin halt nur rechtsrechter Nazirassist und so. FPÖ-Wähler obendrein.

    • wedge75 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 6 Minuten

      das sagst du, ich hab dir das nicht unterstellt.

    • ega74 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

      geh, geh scheißn du linker pc-Dodl

    • ega74 | vor 242 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

      geh, geh scheißn du linker pc-Dodl

    • alpiarts | vor 242 Tagen, 3 Stunden, 40 Minuten

      ega74,
      Du bist der beste Beweis dafür,
      dass man nicht FPÖ wählen sollte.
      Das ist nämlich offensichtlich ungesund.

    • blumenau | vor 242 Tagen, 1 Stunde, 1 Minute

      ega ist kein fpö-wähler, sondern der troll morb (wie ganz leicht an seine rimmergleichen wort- und themenwahl zu erkennen war... gähn...).
      und der ist deutscher (franke, mit daniel küblböck-akzent) und deshalb hierzulande nicht wahlberechtigt

    • jackyjackson | vor 241 Tagen, 1 Stunde, 52 Minuten

      küblböck ist niederbayer. lothar matthäus ist zb franke