Erstellt am: 12. 8. 2009 - 15:02 Uhr
Wähl den Gewinner des FM4 Awards!
Der Amadeus 2009 auf FM4
- Amadeus 2009: Alles Neu und alles beim Alten. Sinnvolle Innovationen beim Österreichischen Musikpreis.
- amadeusawards.at: Die offizielle Award-Website mit den Nominierten in allen Kategorien
- Das waren die 25 nominierten Bands und Artists: Teil 1 und Teil 2
Abstimmung ist vorbei - Gewinner wird am 10. September im Wiener Museumsquartier im Rahmen einer großen Party präsentiert
Die Spannung steigt, denn es ist soweit: Der erste Teil des Votings zum FM4 Award beim Amadeus ist abgeschlossen. Aus den 25 Nominees für den FM4 Award habt ihr die fünf wichtigsten und essentiellsten österreichischen Acts ausgewählt.
Aus dieser Schlussgruppe wird nun - bei FM4 schon üblich, beim restlichen Amadeus heuer erstmalig - in einer Kampfabstimmung der eigentliche Sieger oder die eigentliche Siegerin gewählt.
Nun werden also die Polls auf Null gesetzt, die Karten neu gemischt, die bisher für die fünf FinalistInnen abgegebenen Stimmen zählen nicht mehr. Bie der zweiten Runde können und sollen auch die Fans der restlichen 20 sich nun erneut einschalten und, durchaus nicht so einfach, sich für den/die eigentliche SiegerIn entscheiden.
Diese zweite Runde geht bis 26. August, 19 Uhr. Der Award wird dann bei der großen Amadeus Gala am 10. September im Wiener Museumsquartier überreicht.
Hier sind die von euch gewählten fünf FinalistInnen, in alphabetischer Reihenfolge:
Die 5 Finalisten stellen sich dem FM4 Fragebogen:
A Life A Song A Cigarette
Die dunkel gekleidete Songwriter-WG ist nicht nur auf unseren Seiten und am Sender schon länger eine der Rock-Hoffnungen. Kaum eine Band hat sich in verschiedenen Formen öfter auf den heimischen und deutschen Rockbühnen blicken lassen. Für ihr zweites Album "Black Air" haben sie sich mit Ken Stringfellow (Posies, R.E.M.) einen geduldigen Produzenten ins Stockerauer Studio geholt, der ihr Songwriting noch die verlangte Stufe höher gehoben hat. Nebenbei nimmt ALASAC-Songwriter Stephan Stanzel schnell mal eine Hymne auf Barack Obama auf, und beweist Einsicht in eine - oft von Europäern ernster und konsequenter verfolgte - amerikanische Lyrik-Tradition à la William Carlos Williams oder Townes van Zandt (ja, beide). Hier kann man beobachten, wie aus der "Hoffnung" (die ja etwa im Fußball eher eine Punzierung darstellt) eine dauerhafte künstlerische Erfüllung wird.(BJ)
I Am Cereals
Wenn sie viel verschiedene Geschmäcker in einem einzige Kopf befinden, dann muss man manchmal die eigenen Grenzen sprengen und Neuland betreten. Singer/Songwriter Ben Martin ist erst kürzlich in einem Interview über die Lippen gekommen, dass er sogar dem Metal nicht abgeneigt ist. Und mit der Elektronik hat er es schon sowieso eine längere Zeit. Da musste ein neues Projekt her. Gemeinsam mit alten Schulkameraden und musikalischen Freunden im Geiste, wie dem Bauchklang-Beatboxer Gerald Huber, entstand I Am Cereals. Das Debüt ist eine funkelnde Indiediscoplatte, die nach eigenen Angaben unter dem Begriff "elegant trash pop" einzuordnen ist. Moog-Melodien knatzen über rückwärts abgespielte Drumloops, Prince schaut auf einen Hook vorbei und die Plucker-Gitarren könnten in ihrer galanten Spielweise auch von Phoenix stammen. Ein sehr eklektisches, dafür aber abwechslungsreiches Stück österreichischer Musik. (AG)
Kreisky
Jetzt wird's ernst. Der als ironische Popfigur (o.k. - einzig wahrer Rockstar Österreichs) bekannte Künstler und Entertainer Franz Adrian Wenzl hat ein zweites Gesicht und das ist klug, aggressiv und fesch: Kreisky haben mit "Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld" die vielleicht grimmigste Deutschrockplatte geschaffen, seit es "Mutter" nicht mehr gibt. Wenzls Texte kreisen (parallel, aber anders gelagert als bei besagter Kunstfigur) um die Themengebiete Freiheit uund Eingesperrtsein, provinzielle Großmannssucht, Avantgarde versus Tradition, selbstzufriedenes, österreischisches Kleingeistertum. Die Band Kreisky brettert sich dazu durch die rezitativen Songs - mit geschmackssicheren Soundanleihen bei The Fall, Make Up und der Birthday Party. Mit avantgardistischen Videos, launigen Konzerten und als vielleicht fescheste Männerband des Landes kann der Eroberung der Heimat von "Mutter" nichts mehr im Weg stehen. (BJ)
Soap&Skin
Sie ist der "Talk of Town" des letzten Jahres. Eine Mischung aus sensiblem Naturkind und Genie mit Untiefen - so wurde Die unter anderen von Fritz Ostermayer mitgeförderte und entdeckte junge Steirerin Anja Plaschg einem erstaunten Publikum präsentiert. So hat sie, die als kaum 16-jähriges Piano -und Songwriterinnen-Talent alleine buchstäblich am Hof ihrer Eltern begonnen hatte, nicht den Umweg über heimische Fanzines und Insider-Mini-Konzerte gemacht: Ihre erste Single erschien gleich auf Shitkatapult, es folgten Konzerte in ganz Europa und rund um ihr Debutalbum hat so ziemlich jedes europäische Medium, das mit Indie Musik auch nur im Weitesten zu tun hat, über Soap& Skin berichtet oder eines ihrer sinnlichen Fotos auf sein Tielblatt gesetzt. Hoher Erwartungsdruck, dem die scheue Künstlerin da ausgesetzt ist, aber auch, wenn das Nervenkostüm bei Livekonzerten dünn und das Lampenfieber groß ist, konnte Soap&Skin noch ziemliche jede/n KonzertbesucherIn zufriedenstellen und das Album hat sich erwartungsgemäß auch ordentlich verkauft. (BJ)
The Base
Graz ist schon seit vielen Jahren eine pulsierende Stadt für österreichische Musik, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ganz so scheint. Ein gutes Beispiel für beständige Qualität im Songschreibertum sind sicher The Base, schließlich hat die Band bald zwanzig Jahre am Buckel. Ihr erdiger und roher Rocksound hat sich seit der Schulcombo Zeit in den späten Achtzigern beständig weiterentwickelt und mit dem letzten Album "16 Songs in Self-Defence" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Denn vieles wurde "first take" aufgenommen, um die Magie des Augenblicks auf Band zu bannen. Außerdem ist der Effekt, der "mit kleinen Verstärkern und einem kleinen Schlagzeug" erzeugt wird, wie Sänger und Mastermind Norbert Wally es gerne beschreibt, enorm. So kann sich ein kleiner Song wie "Dirty Little Hole", der eigentlich Norberts ehemalige Wohnzimmersituation überspitzt auf den Punkt bringt, zu einem gern gespielten Indie-Gassenhauer entwickeln. Die verbale Selbstverteidigung, oder Notwehr von The Base muss jedoch nicht immer eine krachige sein. Im Gegenteil. Oft überzeugt das Album genau dort, wo es ruhig wird, sich das Schlagzeug langsam an die akustische Gitarre anschmiegt und in "I Went To The Bathroom To Cry" Norbert in zerbrechlichem Timbre eigentlich von einem Schutzmechanisums seines Sohnes singt. Und wenn der Refrain von "Buffalo People" sich erst einmal festhackt, dann wird klar, dass The Base würdige Amadeus-Vertreter sind. (AG)
Abstimmen
Den Sieger oder die Siegerin des FM4 Awards könnt ihr nur auf dieser Seite wählen. Einzige Voraussetzung: Die Mitgliedschaft in unserer Community.
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In allen anderen Kategorien beim Amadeus 2009 - durchaus auch mit interessanten nominierten Bands - kann mit diesem kleinen Technikwunder abgestimmt werden.
Die Abstimmung ist vorbei, der/die GewinnerIn wird heute abend bekannt gegeben.





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