Erstellt am: 28. 8. 2009 - 18:47 Uhr
Zuerst wissen es immer die Tiere
"Die Ars Electronica geht an mir immer spurlos vorbei und die Klangwolke, mein Gott, die senkt sich halt kurz herab und dann verschwindet sie wieder", hab ich jetzt schon von genug ungenannt bleiben wollenden LinzerInnen gehört. "Urfahraner Markt ist viel interessanter, da geh ich Ringelspiel fahren."
Aber dieses Jahr könnte das ganz anders sein! Erstens, und das ist vertraut, gibt's die saftigsten Brocken der Ars Electronica (mit Sauce!) nächste Woche Freitag und Samstag in Connected - live aus Linz - von FM4 frei Haus serviert.
Und dann ist da noch die Möglichkeit, bei der Klangwolke tragend beteiligt zu sein. Zum Beispiel einen Strauß tragend. Jippieh!
Manche Tiere sind so groß, dass man sie zu viert bedienen kann. Am Tag der Klangwolke schwärmen die freiwilligen Puppenspielerinnen aus. "Die Tiere wissen es immer zuerst" - das Motto der diesjährigen Klangwolke ist "Flut".
Die sogenannten "Linzkreaturen" wurden den ganzen Sommer über von Studierenden der Kunstuni Linz gebaut. (Hui, das waren aber jetzt "viele" Anführungszeichen.)

Gebaut aus weichem weißen PE Schaumstoff, unter der Anleitung von Chefkünstler Roger Titley. Vom Mistkäfer bis zum Tyrannosaurus hat dieser Meister der Puppen für 40 verschiedene Tierarten Schnittmuster und Bastelanleitungen entworfen.

Und diese junge Dame hat alle Schnitte digitalisiert und maschinell cutten lassen. Gelassen folgt sie dem Plan "How to build an Alligator in 120 Easy Steps". Das in der rosa Flasche ist keinesfalls Wasser, sondern Klebstoff. Zwei 25l-Kanister und weit über hundert zusätzliche Tuben hat man davon schon verbraucht. Schwindlig?

Seepferdraum mit Blick auf den Hyänenraum.

Vor dem großen Durch-die-Gassen-Wuseln am 5. September kommt noch die Bewegungstrainerin vorbei, damit jede/r das jeweilige Tier auch anmutig und lebensecht bewegen kann.


Nashorn Willi

Roger und ein Mitarbeiter wresteln mit dem Zebra. Nashorn Willi schaut zu.

Schweinepuzzle.

Mal checken, ob die Kollegen schon fertig sind, hmpf, hmpf, die neuen Räder sind noch nicht gerade leichtgängig.

Schuhu Bastelkleber


Tentakel up close
Der gute alte Trick mit den Hosenträgern, was, Schnecke?

Ja tatsächlich, das ist ein Moosgummi-Oktopus so groß wie eine Garage. Und da soll er auch hin, "zu den Großeltern in die Garage", sagt die zuständige Bastelnde, "eine zweiten haben wir auch, der kommt dann nach Salzburg ins Rockhaus." Wie lange dauert so was? Genau zwei Zwölfstundenschichten eines mehrköpfigen Teams.

Ganz wenige Tiere sind noch frei! Unter anderem wird auch noch ein Viererteam für die Cobra gesucht. Einfach anmelden unter linzkreaturen.net oder am Klangwolke-Telefon: 0664 / 828 38 51.

Wer braucht einen Panic Room, wenn er einen Butterfly Room hat?



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