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Musik, Film, Heiteres

Gerlinde Lang

Gerlinde Lang

Innerlichkeiten. Äußerlichkeiten.

1. 9. 2009 - 16:57

Glühwürmchencharme

Leuchtende Häuser am Freitag beim FM4 Signs & Signals in Linz. Lumineszenz macht Freude! Auch in Minsk, Berlin und in der Tiefsee.

Mehr zur Ars Electronica 2009 auch unter

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Im Rahmen vonLinz 09

Du schiebst in einer Sommernacht dein Moped durch den Wald und Glühwürmchen schweben vorbei. Du stehst vor einer Festivalbühne und neben dir reißt eine ganze Gruppe ein Säckchen Knicklichter auf und drückt dir auch eins in die Hand. Lumineszenz macht Freude!



Das hat sich Mutter Natur ja sehr clever ausgedacht. Zugegeben, es war sicher nicht Mutter Natur, die auf der Wiese vor der Stadtwerkstatt das neue Ars Electronica Center abgeworfen hat - hier bei seiner Ersterleuchtung diesen Jänner.

Konkurrenzleuchte Lentos



Aber wenn es nun mal schon da ist, das neue AEC mit seiner leuchtenden Fassade, dann kann man damit ja auch gleich was anderes machen als immer nur mit dem Lentos gegenüber, das dem gleichen Architekturtrend folgt, um die Wette glühen. Darf ich vorstellen:

FM4 Signs+Signals, am 4.9.2009, ab 21 Uhr

Freyluft (Monika Freyer und Philipp Luftensteiner) haben die Echtzeitkontrolle über 40.000 leuchtende LEDs und bespielen die Pixelfassade des AEC mit Lichtbewegungen.

Die Musik dazu ist entsteht ebenfalls live: Mit und von DJ Functionist (FM4 Unlimited) und Sebastian Schlachter (FM4 La Boum Deluxe), Patrick Pulsinger und Richard Eigner, mit Mani Obeya, sonst Stimme der Sofa Surfers, am Mikrofon. Und in all diese Versatzstücke fällt auch noch "Glissando". Eine Performance, bei der Ulla Rauter mit einem kupferdrahtbespannten Geigenbogen auf ihrem eigenen Körper spielt. Je nach Gefühlslage und Tagesverfassung klingt das jedesmal anders!

Das Ganze kann man bequem von der Donaulände gegenüber anschauen und -hören oder aber über Radio FM4 und/oder auf dieser Seite im Webstream mit dabei sein, bis 23 Uhr.

Glühwürmchencharme

Turn on, tune in, trip out, wie dieser eine FM4-Jingle so schön sagt. Aber damit zurück zur Architekturkritik. Mit einer beleuchteten Fassade kann man jeden plumpen Klotz in eine beschwingte Zauberzone verwandeln und sich auch noch entsprechend kunstsinnig zeigen. Hier ein paar Beispiele.

Thank you for taking me here

Der Louis Vuitton Store an der spanischen Treppe in Rom amüsiert die Touristen mit seiner eigenen Leuchttreppe.


Der Dexia Tower in Brüssel

Weihnachten bei den Borg

Die Weißrussische Nationalbibliothek in Minsk. Hier täuscht das Leuchten auch noch darüber hinweg, dass die untersten zwei Stockwerke vom Grundwasser geflutet sind.

Wo gibt's das in Österreich?

In Graz, 900 auberginenförmige Quadratmeter am Kunsthaus.

Weiter rechts auf der Landkarte

In Singapur ist mittlerweile fast jede Mall mit Medienfassade ausgestattet, kein Wunder, Singapur ist nahe am Äquator und dort ist es das ganze Jahre zwischen 18.00 Uhr und 06.00 Uhr dunkel und Indoor-Shopping ein Volkssport. In Wien bestaunt man außer dem klassischen Leuchtstäbchen am Dach des Ringturms momentan bloß den Turm einer Versicherung.

Und in Linz natürlich!

Wir sehen uns hoffentlich am Freitag in Linz auf der Donaulände oder einem Balkon oder einem Boot, mit guter Aussicht auf die FM4 Signs+Signals. Und vergesst mir die Pioniere nicht!

Keep still and watchen the Blinkenlights

Der Chaos Computer Club bespielt in grauer Vorzeit anno 2001 das "Haus des Lehrers" am Alexanderplatz. Eine Software sorgt dafür, dass im richtigen Moment im richtigen Zimmer das Licht angeht. Das Wort Blinkenlights übernehmen sie aus dieser Gebrauchsanweisung.

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  • suedfruechtehaendler | vor 892 Tagen, 20 Stunden, 35 Minuten

    gehören

    die enten dazu oder stellen sie die alte biedere kulturelle 'oberliga' da die sich über das leuchten empört?

    Auf dieses Posting antworten
    • corvus | vor 892 Tagen, 20 Stunden, 19 Minuten

      Hinter die Fassade

      Ich bin weder bieder, noch in irgendeiner Oberliga. Aber ich schau' gerne hinter die Fassaden. Auch wenn sie grell erleuchtet sind. Und dort sieht man dann, dass Mediziner bereits nahgewiesen haben, dass die nächtliche Dauerbeleuchtung zu einer Störung des Hormonhaushalts der Menschen und in der Folge zu einem erhöhten Krebsrisiko führt. But who cares?

      Gestern liess man für die Eröffnung des Ars Electronica Centers in Linz das Licht ausschalten. Aber ab heute wird ja wieder bunt geblinkt.

  • corvus | vor 892 Tagen, 22 Stunden, 10 Minuten

    Um die Wette glühen...

    Offenabr mangels anderer Ideen greifen die Architekten zum Stuck des 21. Jahrhunderts und lassen ihre protzigen Quader in buntem Licht erstrahlen.

    Energieeinsparung? Klimaschutz? Rücksicht auf nachtaktive Tiere? Auf die Chronobiologie des Menschen? Fehlanzeige!

    Wir glühen um die Wette. Der Einsatz ist unsere Umwelt. Unsere Gesundheit. Egal, hauptsache grell und bunt. So ist das Leben im 21. Jahrhundert.

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  • eyeq | vor 894 Tagen, 19 Stunden, 39 Minuten

    patrick und richard spielen live ;)

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  • cerialkiller | vor 894 Tagen, 22 Stunden, 14 Minuten

    ich steh auf so einen scheiss ;-)

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