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Musik, Film, Heiteres

10. 9. 2009 - 16:46

Amadeus Amadeus!

Heute abend wird der Amadeus verliehen. Zuschauen kann man der Party im Wiener Museumsquartier im Fernsehen. Wir machen aber auch Notizen, wegen dem FM4 Award.

Der Amadeus 2009 auf FM4

  • Amadeus 2009: Alles Neu und alles beim Alten. Sinnvolle Innovationen beim Österreichischen Musikpreis.
  • amadeusawards.at: Die offizielle Award-Website mit den Nominierten in allen Kategorien
  • Das waren die 25 nominierten Bands und Artists: Teil 1 und Teil 2

Die 5 Finalisten stellen sich dem FM4 Fragebogen:

Wenn irgendwer irgendwo einen Furz lässt, interessiert das immer weniger Menschen. Passieren dagegen Dinge, die an den Grundfesten unserer Fleischwerdung rütteln, stellen sich sofort Zuschauerrekorde ein. Heute abend werden die Enden der böswillig angedachten Nahrungskette zueinander finden: Bei der Verleihung zum Amadeus trifft "Soap&Skin" auf "Alkbottle" auf "Ernst Molden" auf "Die jungen Zillertaler".

Unser Anteil daran: Der FM4 Award, die Trophäe der FM4 HörerInnen. Die Bands, die - von der FM4 Musikredaktion ausgesucht - im letzten Jahr für die FM4 Community die wichtigsten waren, standen die letzten Wochen über zur Wahl, damit ihr entscheiden könnt. Gekürt wird der/die GewinnerIn im Rahmen einer großen Party im Wiener Museumsquartier. Puls4 überträgt die Veranstaltung ab 22:15 Uhr. Und natürlich schreiben wir's auch sofort hierher, wenn wir auf der Bühne GewinnerInnen entdecken.

Zur Erinnerung

Das sind die fünf Acts, die euch so sehr begeistern konnten, dass sie ins Finale zum FM4 Award eingezogen sind:

A Life A Song A Cigarette

Die dunkel gekleidete Songwriter-WG ist nicht nur auf unseren Seiten und am Sender schon länger eine der Rock-Hoffnungen. Kaum eine Band hat sich in verschiedenen Formen öfter auf den heimischen und deutschen Rockbühnen blicken lassen. Für ihr zweites Album "Black Air" haben sie sich mit Ken Stringfellow (Posies, R.E.M.) einen geduldigen Produzenten ins Stockerauer Studio geholt, der ihr Songwriting noch die verlangte Stufe höher gehoben hat. Nebenbei nimmt ALASAC-Songwriter Stephan Stanzel schnell mal eine Hymne auf Barack Obama auf, und beweist Einsicht in eine - oft von Europäern ernster und konsequenter verfolgte - amerikanische Lyrik-Tradition à la William Carlos Williams oder Townes van Zandt (ja, beide). Hier kann man beobachten, wie aus der "Hoffnung" (die ja etwa im Fußball eher eine Punzierung darstellt) eine dauerhafte künstlerische Erfüllung wird.(BJ)

I Am Cereals

Wenn sie viel verschiedene Geschmäcker in einem einzige Kopf befinden, dann muss man manchmal die eigenen Grenzen sprengen und Neuland betreten. Singer/Songwriter Ben Martin ist erst kürzlich in einem Interview über die Lippen gekommen, dass er sogar dem Metal nicht abgeneigt ist. Und mit der Elektronik hat er es schon sowieso eine längere Zeit. Da musste ein neues Projekt her. Gemeinsam mit alten Schulkameraden und musikalischen Freunden im Geiste, wie dem Bauchklang-Beatboxer Gerald Huber, entstand I Am Cereals. Das Debüt ist eine funkelnde Indiediscoplatte, die nach eigenen Angaben unter dem Begriff "elegant trash pop" einzuordnen ist. Moog-Melodien knatzen über rückwärts abgespielte Drumloops, Prince schaut auf einen Hook vorbei und die Plucker-Gitarren könnten in ihrer galanten Spielweise auch von Phoenix stammen. Ein sehr eklektisches, dafür aber abwechslungsreiches Stück österreichischer Musik. (AG)

Kreisky

Jetzt wird's ernst. Der als ironische Popfigur (o.k. - einzig wahrer Rockstar Österreichs) bekannte Künstler und Entertainer Franz Adrian Wenzl hat ein zweites Gesicht und das ist klug, aggressiv und fesch: Kreisky haben mit "Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld" die vielleicht grimmigste Deutschrockplatte geschaffen, seit es "Mutter" nicht mehr gibt. Wenzls Texte kreisen (parallel, aber anders gelagert als bei besagter Kunstfigur) um die Themengebiete Freiheit uund Eingesperrtsein, provinzielle Großmannssucht, Avantgarde versus Tradition, selbstzufriedenes, österreischisches Kleingeistertum. Die Band Kreisky brettert sich dazu durch die rezitativen Songs - mit geschmackssicheren Soundanleihen bei The Fall, Make Up und der Birthday Party. Mit avantgardistischen Videos, launigen Konzerten und als vielleicht fescheste Männerband des Landes kann der Eroberung der Heimat von "Mutter" nichts mehr im Weg stehen. (BJ)

Soap&Skin

Sie ist der "Talk of Town" des letzten Jahres. Eine Mischung aus sensiblem Naturkind und Genie mit Untiefen - so wurde Die unter anderen von Fritz Ostermayer mitgeförderte und entdeckte junge Steirerin Anja Plaschg einem erstaunten Publikum präsentiert. So hat sie, die als kaum 16-jähriges Piano -und Songwriterinnen-Talent alleine buchstäblich am Hof ihrer Eltern begonnen hatte, nicht den Umweg über heimische Fanzines und Insider-Mini-Konzerte gemacht: Ihre erste Single erschien gleich auf Shitkatapult, es folgten Konzerte in ganz Europa und rund um ihr Debutalbum hat so ziemlich jedes europäische Medium, das mit Indie Musik auch nur im Weitesten zu tun hat, über Soap& Skin berichtet oder eines ihrer sinnlichen Fotos auf sein Tielblatt gesetzt. Hoher Erwartungsdruck, dem die scheue Künstlerin da ausgesetzt ist, aber auch, wenn das Nervenkostüm bei Livekonzerten dünn und das Lampenfieber groß ist, konnte Soap&Skin noch ziemliche jede/n KonzertbesucherIn zufriedenstellen und das Album hat sich erwartungsgemäß auch ordentlich verkauft. (BJ)

The Base

Graz ist schon seit vielen Jahren eine pulsierende Stadt für österreichische Musik, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ganz so scheint. Ein gutes Beispiel für beständige Qualität im Songschreibertum sind sicher The Base, schließlich hat die Band bald zwanzig Jahre am Buckel. Ihr erdiger und roher Rocksound hat sich seit der Schulcombo Zeit in den späten Achtzigern beständig weiterentwickelt und mit dem letzten Album "16 Songs in Self-Defence" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Denn vieles wurde "first take" aufgenommen, um die Magie des Augenblicks auf Band zu bannen. Außerdem ist der Effekt, der "mit kleinen Verstärkern und einem kleinen Schlagzeug" erzeugt wird, wie Sänger und Mastermind Norbert Wally es gerne beschreibt, enorm. So kann sich ein kleiner Song wie "Dirty Little Hole", der eigentlich Norberts ehemalige Wohnzimmersituation überspitzt auf den Punkt bringt, zu einem gern gespielten Indie-Gassenhauer entwickeln. Die verbale Selbstverteidigung, oder Notwehr von The Base muss jedoch nicht immer eine krachige sein. Im Gegenteil. Oft überzeugt das Album genau dort, wo es ruhig wird, sich das Schlagzeug langsam an die akustische Gitarre anschmiegt und in "I Went To The Bathroom To Cry" Norbert in zerbrechlichem Timbre eigentlich von einem Schutzmechanisums seines Sohnes singt. Und wenn der Refrain von "Buffalo People" sich erst einmal festhackt, dann wird klar, dass The Base würdige Amadeus-Vertreter sind. (AG)

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Forum

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  • schuldigun | vor 152 Tagen, 1 Stunde, 29 Minuten

    Ich weiss es schon!

    YEAH!!!

    :)!

    Auf dieses Posting antworten
    • formaldehyd | vor 152 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten

      danke. ich nicht.