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Musik, Film, Heiteres

Christian Fuchs

Christian Fuchs

Twilight Zone: Film- und Musiknotizen aus den eher schummrigen Gebieten des
Pop.

23. 9. 2009 - 15:00

Time is (not) on my side

Ein paar Notizen zu Physik, Romantik und "The Time Traveler's Wife - Die Frau des Zeitreisenden".

Man sollte die eigene Unfähigkeit, jegliche naturwissenschaftliche Grundlagen zu begreifen, eigentlich lieber verschweigen. Zumindest, wenn man der Unterstufe schon ganz lang entwachsen ist. Auf der anderen Seite kann so ein Outing auch durchaus befreiend sein.

In diesem Sinne: Bis heute ist mir etwa Physik ein unglaubliches Rätsel. Ich kann mich noch so anstrengen, aber selbst die einfachsten Regeln und Gesetze begreife ich nicht wirklich, mit der Quantenmechanik oder der Relativitätstheorie brauchen wir gar nicht anzufangen.

Dabei habe ich es vor einigen Monaten, im delirierenden "Lost"-Wahn, ja wieder einmal ernsthaft versucht. Her mit "Eine kurze Geschichte der Zeit", dachte ich mir, bitte, lieber Stephen Hawking, hilf mir, die süchtigmachendste TV-Serie der Gegenwart ein bisschen besser zu verstehen.

Ich hab mir dann sogar die noch kürzere Geschichte der Zeit angeschafft, eine Pixi-Buch-Version von Hawkings ohnehin gnadenlos populärwissenschaftlichem Bestseller sozusagen. Und wieder hab ich keinen Schimmer kapiert und irgendwann, noch vor dem Kapitel "Schwarze Löcher", die Lektüre entnervt abgebrochen. Es hilft nichts, ich werde das Universum nie verstehen.

Dabei liebe ich Zeitreisen, schon immer war das so, völlig unabhängig von meinen Verständnislücken in Sachen Bildung. Im Gegenteil, proportional zu meinen katastrophalen Noten in Mathematik und Physik war ich als Kind süchtig nach Warp-Antrieben und Überlichtgeschwindigkeit, Beamen und Teleportieren, geilem pseudowissenschaftlichem Gefasel und absurden Wurmloch-Spinnereien.

The Time Traveler's Wife - Die Frau des Zeitreisenden

Derzeit meint es die Film- und Fernsehindustrie wieder einmal besonders gut mit mir und all jenen, die sich ihre Zeitreise-Begeisterung ins Erwachsenenleben gerettet haben.

Die fünfte "Lost"-Staffel etwa, das muss trotz berechtigter Spoiler-Paranoia angedeutet werden, interpretiert den guten Albert Einstein dermaßen großzügig, dass vor lauter Irrsinn Synapsen schmelzen und Hirne rauchen.

Auch der mit der göttlichen Insel-Saga verknüpfte J.J. Abrams kümmert sich in seinem "Star Trek"-Kinoupdate um keinerlei Barrieren von Zeit und Raum und lässt den alten und den jungen Spock munter aufeinandertreffen. Führt so eine Begegnung nicht zu einem Riss im Universum? Da war doch irgendetwas, vielleicht sollte ich nochmal bei Hawking nachschlagen.

Gänzlich abseits jeglicher (Pseudo-)Wissenschaft bewegt sich ein Film, der sich aktuell im Kino des brennenden Themas annimmt. Wo andere Zeitreise-Filme wenigstens so etwas wie einer eigenen inneren Logik folgen, verstrickt sich "The Time Traveler's Wife" in einer Abstrusität, die Doc Brown zum Schäumen gebracht hätte.

Dem deutschen Regisseur Robert Schwentke, der mit diesem Streifen seinen Hollywood-Einstand feiert, ist das egal. Denn er hat, ebenso wie Audrey Niffenegger, die Autorin der Bestseller-Vorlage, ganz anderes im Sinn. Es geht nicht um schnöde Physik, sondern um ganz große Gefühle.

The Time Traveler's Wife - Die Frau des Zeitreisenden

Eric Bana, früher öfter mal als Hulk, Serienkiller oder antiker Held herumtobend, derzeit in "Funny People" von seiner verblödelten Seite zu sehen, spielt den gutaussehenden Bibliothekar Henry DeTamble. Ein fragiler Mittvierziger, der an einer genetischen Besonderheit leidet.

Bereits als Kind beginnt Henry unkontrolliert durch die Zeit zu reisen. Von einem Moment zum anderen löst sich sein Körper auf, und der arme Mann wird durch die Jahrzehnte geschleudert.

Bei einer seiner spontanen Zeitreisen lernt Henry ein kleines Mädchen kennen. Viel später wird diese Clare (charmant: Rachel McAdams), die er in unterschiedlichen Phasen ihrer Jugend besucht, seine Geliebte werden, seine Vertraute, sein Ein und Alles.

Aber es ist nicht leicht, mit einem Typen wie Henry zusammen zu sein, wird der jungen Frau bewusst. Immer dann, wenn sich ein Hauch von Alltag einstellt, verschwindet der Zeitreisende in eine andere Dekade.

Auf der anderen Seite bietet die bizarre Situation auch Vorteile: Als der ältere Henry seinem Schatz ein Kind verweigert, greift Clare zeugungstechnisch mal schnell auf eine etwas jüngere Ausgabe ihres Gatten zurück, die zufällig gerade in der Nähe materialisiert.

The Time Traveler's Wife - Die Frau des Zeitreisenden

Wie gesagt, Plausibilität spielt keine Rolle in diesem Streifen. Und Hi-Tech-Gimmicks sucht man ebenso vergeblich wie heftige Action. It's about love, baby. In ästhetisierten Bildern erzählt Robert Schwentke von bittersüßen Leidenschaften und emotionalen Wirrnissen, aber auch von der existentiellen Vergänglichkeit.

Keine unspannenden Themen, auch die Chemie zwischen Bana und McAdams stimmt. Nur leider spitzt der Regisseur die Romantik selten auf schmerzhafte Weise zu und begnügt sich stattdessen über weite Strecken mit gefälligen, braven, viel zu gediegenen Momenten.

Zyniker werden "Die Frau des Zeitreisenden", im Sinne der in Hollywood üblichen, stereotypen Geschlechterzuordnungen, wohl sofort in die Kategorie Chick Movie einordnen, in die Schublade mit dem schwärmerisch-schnulzigen Mädchenkino.

Mir fällt zu dieser ganz netten Science-Fiction-Schmonzette eher so was wie "Benjamin Button" light oder "The Fountain" für Arme ein. Das Universum verstehe ich jedenfalls auch weiterhin nicht.

The Time Traveler's Wife - Die Frau des Zeitreisenden

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  • screamqueen | vor 1333 Tagen, 15 Stunden, 50 Minuten

    Pixie

    Es gibt echt Pixiebücher über Physik? :-) Ich dachte immer, die machen nur Märchenbücher - zumindest war's vor langer, langer Zeit so.

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  • qball | vor 1334 Tagen, 14 Stunden,

    astrophysik sehr spannend aufbereitet

    http://www.br-online.de/br-alpha/alpha-centauri/index.xml

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  • andykorg | vor 1335 Tagen, 3 Stunden, 59 Minuten

    hat jemand für mich, ebenfalls zeitreisefanatiker, irgendwelche film oder seienempfehlungen?
    einstiegs material wie zurück in die zukunft und alle möglichen star trek folgen sind natürlich schon abgehakt. semi-trash wie journeyman oder butterfly effekt hab ich, ausgehungert wie ich bin, auch durchgemacht. lost versteht sich von selbst und sogar primer hab ich durchgedrückt, ohne ihn nur ansatzweise zu verstehen.
    irgendwelche tips?

    Auf dieses Posting antworten
    • northernline | vor 1335 Tagen, 3 Stunden, 21 Minuten

      "The Time Machine"
      "Das Philadelphia Experiment"

    • andykorg | vor 1335 Tagen, 3 Stunden, 13 Minuten

      dankesehr. aber beide schon gesehen.

    • melkin | vor 1335 Tagen, 2 Stunden, 8 Minuten

      steh zwar grad auf der leitung, da gibt's sicher etliches, aber: "terminator" (hoffentlich auch schon abgehakt) und natürlich "bill & ted's excellent adventure".

    • andykorg | vor 1335 Tagen, 1 Stunde, 42 Minuten

      ja, also die üblichen verdächtigen sind schon alle abgehakt. aber falls wer irgendeinen fancy geheimtip hat, würd mich der sehr interessieren.
      the man from earth ist zum beispiel so einer. unspektakuläres low budget filmchen, das einen aber richtig reinsaugt...

    • harald123 | vor 1334 Tagen, 20 Stunden, 43 Minuten

      Ist zwar kein Geheimtipp mehr, aber: Donnie Darko. Der beste Spielberg-Film, den Spielberg nie gemacht hat. Inklusive eines ziemlich genialen Auftritts von Patrick Swayze (RIP).

      www.filmtipps.at/films/donnie_darko.php

    • leech01 | vor 1334 Tagen, 17 Stunden, 26 Minuten

      ganz ganz super:
      "primer"

      weiss nicht ob es den auch auf deutsch gibt. auf englisch ist er nämlich wegen den technischen gesprächen nur schwer verständlich. von einem mathematiker produziert übrigens.

    • detunized | vor 1334 Tagen, 16 Stunden, 13 Minuten

      weitere Zeitreisefilme

      Ist ein netter Liebesfilm, der Zeitreisefaktor dient aber nur als wirrer Spannungsintensivierer.

      Noch gute Filme mit Zeitreiseelementen:

      12 Monkeys
      Der letzte Countdown (Kirk Douglas)
      Millenium (Chris Kristofferson)
      Langoliers (v. Stephen King)

    • sicklikejosef | vor 1334 Tagen, 15 Stunden, 44 Minuten

      Meine Empfehlungen

      TV Serien:
      Terminator - The Sarah Connor Chronicles
      The Fringe (nicht nur, aber auch)
      Zurück in die Vergangenheit, im Original: Quantum Leap, (1989-93, mit Scott Bakula, der auch im letzten Star Trek Spin Off zu sehen war)

      Oder Movietrash wie:
      Timecop (mit Jean Claude van Damme)
      Die Besucher (mit Jean Reno)
      Minority Report (mit Tom Cruise)
      Und ewig grüßt das Murmeltier (mit Bill Murray)

    • muederkrieger | vor 1334 Tagen, 15 Stunden, 22 Minuten

      Time Bandits !!!

    • garibaldi | vor 1334 Tagen, 13 Stunden, 21 Minuten

      Jaa Time Bandits! Für mich beinahe so gut wie "Brazil", einer der wenigen Filme die mich mit 13 genausogut unterhielten wie mit 31.

      Von dem ganz großartigen Joe Haldeman-Roman "The Forever War" ist gerade eine Verfilmung in Arbeit. Wenn es Ridley Scott noch draufhat und ein klein wenig Blade Runner mit reinbringt, könnte das was ganz großes werden.

    • sicklikejosef | vor 1334 Tagen, 11 Stunden, 23 Minuten

      "The forever War" wird verfilmt?

      Das ist ja mal eine interessante nachricht. Und Ridely Scott macht die Regie?
      Boähh.

    • realmilchstrasse | vor 1334 Tagen, 11 Stunden, 7 Minuten

      wie schon erwähnt

      primer !!!
      gibts wirklich nicht auf deutsch, nein. war. hab ihn mit englischen untertiteln gesehen. der film wär aber auf deutsch auch nicht weniger kompliziert.
      und ja, donnie darko!

    • andykorg | vor 1334 Tagen, 3 Stunden, 14 Minuten

      primer hab ich zwar gesehen aber ehrlich gesagt nix kapiert.

    • merkinball | vor 1331 Tagen, 7 Stunden, 23 Minuten

      mir fällt no ein:

      A sound of thunder
      Planet der affen
      Austin powers
      Armee der finsternis

      http://www.aetherco.com/timelinks/timevideo-thebiglist.html

    • alabaster | vor 1331 Tagen, 6 Stunden, 32 Minuten

      ganzganz wichtig:

      Der Schläfer

      von Woody Allen ("I rather liked his early, funnier movies!")

      und der zweite Star Trek -Teil ist noch zu erwähnen.

      und, mein lieblingsfilm aus dem letzten Jahr, sicherlich ein Geheimtipp aber nicht unbedingt mit time travel issues verbunden: caotica ana

      auch sehr gut: die unsterblichen Southpark-Episoden "Gott ist tot" oder "Go god go" im original.
      www.southpark.de
      und die mit den Arbeitslosen aus der Zukunft. . . Und "my future self and me"

      züruck in die zükünft durfte wohl bekannt sein, darf aber natürlich nicht unerwähnt bleiben!

      Auch nicht zu vergessen: Und ewig grüßt das murmeltier, ironischerweise der am häufigsten wiederholte Film im deutschen Fernsehen!!

      "Frequently asked questions about time-travel" oder die ZDF-Kurzverfilmung der ersten Episode der "Sterntagebücher" von S. Lem sind auch lustig. überhaupt empfehle ich, die sterntagebücher zu lesen, an anderer stelle hat sich lem noch genauer mit Zeitreisen auseinandergesetzt, siehe kindlers neues literaturlexikon (ist nicht nur in der aktuellen neuausgabe enthalen, die ja groß tönt, auch sf und comics zu beinhalten). . .

      hier noch eine Liste, sind auch ne Menge unbekannte Sachen dabei:

      http://tinyurl.com/y8wlshl

      "the navigator: a medieaval oddyssy" und dann gab es da noch eine Michael Crichton-Verfilmung zu empfehlen.

      und stargate is natürlich mehr was für...

    • alabaster | vor 1331 Tagen, 6 Stunden, 31 Minuten

      . . . space-opera-freunde

      ah ein' hab ich noch! IDIOCRACY, einer der witzigsten filme aller Zeiten.

      dann könnte man noch mit büchern weitermachen, zum beispiel "eumeswil" von Ernst Jünger, aber danach war ja nicht gefragt. Sollte fürs erste eh reichen.

  • fargonaut | vor 1335 Tagen, 5 Stunden, 47 Minuten

    J. Richard Gott - Zeitreisen in Einsteins Universum ist ebenfalls ein Buch der leichter verdaulichen Lektüre wenns über physik und Zeitreisen geht
    und Chuck Palahniuks "das Kainsmal" schneidet auch ein paar Zeitreisentheorien an
    ...so, und jetzt starte ich wieder meinen De Lorean
    verdammt, wo habe den nur geparkt?

    Auf dieses Posting antworten
    • fargonaut | vor 1335 Tagen, 5 Stunden, 28 Minuten

      ...und wann?

    • balancepoint | vor 1335 Tagen, 5 Stunden, 23 Minuten

      Time is on your Zeit!

    • clct | vor 1334 Tagen, 17 Stunden, 50 Minuten

      haha!

  • melkin | vor 1335 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

    literaturhinweise

    für den hausgebrauch kann ich (selber interessierter laie) brian greene's "the elegant universe", vor allem das kapitel 2, das einen für mich großteils sehr plausiblen überblick zur relativitätstheorie gibt, schwer empfehlen. populärwissenschaft at its best. der hawking schafft's streckenweise nicht ganz sich auf mein niveau zu begeben. ich glaub der kann sich nicht vorstellen, dass leute so dumm sind.

    betreffs quantenphysik würd ich bei zeilinger nachschlagen: "einstein's schleier". der ist auch sehr bemüht und ein paar grundsatzideen sind wohl bei mir hängen geblieben.

    Auf dieses Posting antworten
  • kronberger | vor 1335 Tagen, 10 Stunden, 19 Minuten

    yes, it is.

    Auf dieses Posting antworten
  • maekkiiyy | vor 1335 Tagen, 10 Stunden, 29 Minuten

    alter, durch das lesen von hawking-büchern hat noch keiner physik gelernt. so leicht geht es nun doch nicht.

    allgemeine relativitätstheorie, kosmologie u.a. sind (z.B. an der TU) nicht einmal im lehrplan:-)

    Auf dieses Posting antworten
    • theeye | vor 1335 Tagen, 10 Stunden, 1 Minute

      verstehen

      es ist ja überhaupt ein riesiger Irrtum zu glauben, wenn man einen Text über Physik liest, würde man sie "verstehen" können. Man kann höchstens sagen "klingt plausibel, ich glaub das jetzt mal bis auf weiteres" oder eben halt nicht.

      _verstehen_ kann man nur, wenn man die dahinterstehende Mathematik nachrechnet und sieht, dass es eben wirklich so rauskommt. Das ist nämlich das, was "verstehen" bei Physik nur bedeuten kann. Dass mans nachgerechnet hat und es ist so rausgekommen.

      Vielleicht ist das, was viele Leute unter "verstehen" meinen aber eher, dass man irgendwann ein Gefühl dafür entwickelt, was plausiblerweise sein kann und was nicht, bevor man rechnen anfängt.

      Das kann sich aber erst einstellen, wenn man schon viel gerechnet hat. Die Forderung, mit der viele Leute der Physik gegenübertreten, nämlich dass sie sich gefälligst einer nicht-mathematischen Einsicht öffnen möge, ansonsten würde man sie in Hinkunft ignorieren und allerorten mit dem eigenen nicht-verstehen hausieren gehen, und das _bevor_ man sich an der Uni den Arsch abgerechnet hat, ist eher absurd.

    • christianfuchs | vor 1335 Tagen, 9 Stunden, 9 Minuten

      oh je, ich dachte ich kann die mathematik überspringen...

    • schwedenschwein | vor 1334 Tagen, 17 Stunden, 44 Minuten

      @theeye

      warum muss ich nachrechnen was bereits vor mir berechnet wurde ? da kann ich doch davon ausgehen dass die Theorie (von anderen) überprüft wurde und (in sich selbst) logisch ist. die ergebnisse daraus, also den text, kann man auch einigermaßen für laien verständlich machen. oder anders, wenn da steht e=mc² dann schaust du noch immer nach obs stimmt ?

    • melkin | vor 1334 Tagen, 16 Stunden, 40 Minuten

      ich versteh unter "verstehen" tendenziell, dass ich etwas nachvollziehen kann. das muss dann nicht einmal objektiv wahr oder richtig, noch mathematisch beweisbar sein. verstehen ist für mich das einfühlen in denkvorgänge, andererseits: ich bin kein physiker.

    • sicklikejosef | vor 1334 Tagen, 13 Stunden, 10 Minuten

      @theeye: Vollste Zustimmung

      Das hätte ich gerne geschrieben.
      @schwedenschwein: Da liegt ein Mißverständnis vor
      Man überprüft nicht, ob e=mc² immer dasselbe ergebnis hat, sondern ob es korrekt hergeleitet wurde, bzw. ob die Annahmen auf denen die Herleitungen beruhen korrekt sind. Diese Annahmen, die z.B. bestimmte Eigenschaften von Raum, von Zeit, von Dimensionen oder von Kärfteverhältnissen im Universum betreffen, können sich nämlich ändern, etwa indem man neue Erkenntnisse aus verbesserten Untersuchungsmethoden gewinnt und dadurch die Annahmen verändert werden auf denen die Herleitungen beruhen.
      Man ist sich erst sei etwa 40 Jahren sicher, wie alt das Universum wirklich ist, weil man vorher nicht über Messinstrumente verfügt hat die Spektralverschiebungen weit entfernter Himmelskörper zu messen.
      Gerade in der Physik ist sehr wenig sicher und vieles in einem Graubereich von "weiß man nicht genau" und "vermutlich könnte es sein". Dazu kommt, dass die Physik und ihre Mathematik in zwei Teilbereiche zerfällt, dem Ganz Großen, also den Himmelskörpern und dem Univsersum, das mit den Newton'schen/Einstein'schen Regeln berechnet werden kann und dem Ganz Kleinen, das nur über Quantenphysik interprtierbar ist. Und da gibt es wieder Versuche einer (umstrittenen) Grand Theory wie der Idee der Superstrings, die Newton/Einstein mit Quantenmechanik verknüpfen. Funktioniert aber auch...

    • sicklikejosef | vor 1334 Tagen, 13 Stunden, 10 Minuten

      nicht reibungslos!

      :-)

    • schwedenschwein | vor 1334 Tagen, 12 Stunden, 28 Minuten

      hey,

      ja aber wenn du sagst "Man ist sich erst sei etwa 40 Jahren sicher, wie alt das Universum wirklich ist, weil man vorher nicht über Messinstrumente verfügt hat die Spektralverschiebungen weit entfernter Himmelskörper zu messen." dann kann ich das verstehen und nachvollziehen und -ich- muss keine berechnungen vornehmen - das wird schon irgendein physiker für mich übernehmen. mich interessieren nur die ergebnisse, die theorie - wie deine superstrings.

      vielleicht hab ich aber auch einfach zu oft the big bang theory gesehen und habe ein falsches bild von physik :)

    • sicklikejosef | vor 1334 Tagen, 11 Stunden, 21 Minuten

      Niemand hat ein richtiges Bild

      sondern die Physik hat ein Problem mit ihrer eigenen Vermarktung.

    • oxymoron | vor 1333 Tagen, 12 Stunden, 49 Minuten

      @schwedenschwein (und melkin): und wenn dich wer fragt, warum die spektralverschiebung weit entfernter himmelskörper etwas mit dem alter des universums zu tun hat? ohne die grundannahmen (zB big bang) und vor allem eben die mathematischen zusammenhänge (licht-entfernung-geschwindigkeit-bewegung-spektralverschiebung) zu kennen hat man doch außer der satzsemantik nichts verstanden - da hätte man ja noch nichtmal verstanden, woher man überhaupt wissen kann, wie weit ein himmelskörper entfernt ist.

    • melkin | vor 1333 Tagen, 1 Stunde, 34 Minuten

      ein stephen hawking beispielsweise, wenn man nur lang genug nachfragt, wird auch irgendwann nicht weiterwissen. trotzdem würd ich mir nicht trauen zu behaupten, dass der gute mann nichts verstanden hat. es gibt immer ein kleineres, genaueres. darum ist ja abstraktion so wichtig. wenn man mir etwas aufs grundprinzip reduziert vorsetzt und das ist für mich schlüssig, plausibel und nachvollziehbar dann bin ich damit restlos glücklich.

      anders gesagt: das schwedenschwein beispiel wär für mich eine information, die ich hinterfragen kann oder nicht; das reicht mir entweder für meine zwecke oder nicht. wenn mich das warum dahinter interessiert, so wie bei dir, dann steht's mir frei mich eingehender damit zu beschäftigen. genauso steht's mir aber frei mir stattdessen ein eis zu kaufen und mich auf die weise zu legen.

      kurz gesagt: wo fängt verstehen an und wo hört es auf? wann ist der punkt erreicht an dem ich etwas verstanden habe? meiner meinung nach geht’s um die problemstellung. wenn ich wissen will seit wann man sich sicher ist wie alt das universum ist reicht mir ehschowissn. wenn ich aber wissen will wie das mit der spektralverschiebung genau ist dann reicht das eben nicht.

      verständlich? ich...

    • melkin | vor 1333 Tagen, 1 Stunde, 33 Minuten

      ... hoff's.

    • oxymoron | vor 1332 Tagen, 7 Stunden, 36 Minuten

      klar reicht der satz, wenn man wissen will, seit wann man das alter des universums berechnen kann (sofern die grundannahmen überhaupt stimmen), aber das würde ich nicht als physik, sondern als geschichte bezeichnen.. physik kann man eben nicht nur durch hausverstand "verstehen", sondern muss erstmal einige mathematische zusammenhänge kennen (zB die schulbasics), um überhaupt abschätzen zu können, was plausibel ist und was nicht.

    • melkin | vor 1332 Tagen, 1 Stunde, 53 Minuten

      daran scheitert's: wir reden von verschiedenen bezugssystemen. ich hab das verstehen jetzt nicht rein auf physik bezogen, sondern weiter gefasst. vielleicht auch ein bissl zu abstrakt, der ansatz. ich komm aus einer andern ecke.

      für mich ist wahrhaftiges "verstehen" so ein stufenloses ding, das potentiell ins unendliche verläuft und sich also dem menschlichen geist immer entziehen wird können. tragisch. du scheinst eher der meinung zu sein, dass man sich mit ausreichend fakten die wirklichkeit zusammenbauern kann (wenn ich das jetzt richtig ableite und interpretier). kann sich also nicht ausgehen, dass wir uns einigen. außer darauf, dass wir uns nicht einigen können.

    • alabaster | vor 1331 Tagen, 6 Stunden, 14 Minuten

      das ist der unterschied zwischen dem kritischen rationalismus und dem logischen positivismus. . .

      aber hier, wer sagt denn, dass seit 40 Jahren (in Worten Vierzich a!) das genaue Alter des Universums bekannt sei? Seit ich das Thema verfolge (ca. 10 Jahre) musste die Schätzung mit zunehmend weitreichenderen Messmethoden immer weiter nach oben korrigiert werden (erinnert mich an die Messungen des Gewichts des "Astralleibs". . .)!

      Außerdem ist doch die Abschätzung des Zeitpunkts des Beginns der Ausdehnung des Alls von vornherein Makulatur, da ja auch die Zeit je nach Gravitation bzw. Beschleunigung an jeder Stelle unterschiedlich "schnell" abläuft. Und die Auswirkungen dunkler Materie und Energie sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Na, meinetwegen kann man ein Mindestalter angeben.

      Im übrigen ist das ja auch witzig: Man meint ja, dadurch dass Einstein selber noch Mathematik studieren musste (und wir dürfen davon ausgehen, dass er relativ schnell durch den Stoff durch is), dass es viel einfacher wäre, etwas "begriffsmäßig" zu verstehen als mit Mathematik. Dabei wäre ja doch der einfachere (wenn auch langatmigere) Weg, es gemäß den mechanistischen Gesetzen der mathematik anzugehen.
      Der Knackpunkt des Verständnisses von physikalischen Phänomenen besteht allerdings genau darin, wie man sie...

    • alabaster | vor 1331 Tagen, 6 Stunden, 12 Minuten

      . . . von sprachlichen Darstellungen des Beobachteten in logisch-einwandfrei-nachvollziehbare mathematische Formeln umformulieren kann.

  • dumichauch | vor 1335 Tagen, 11 Stunden, 5 Minuten

    will ja nur ungern klugscheissen :-)

    ...aber "Dem deutschen Regisseur Robert Schwentke, der mit diesem Streifen seinen Hollywood-Einstand feiert, ist das egal." stimmt nicht ganz. Ob es ihm egal ist, weiß ich nicht, da ich den Film nicht gesehen habe, aber seinen Hollywood-Einstand gab er doch schon mit "Flightplan" (Jodie Foster findet ihre Tochter nicht mehr im Flugzeug), oder?

    Auf dieses Posting antworten
    • christianfuchs | vor 1335 Tagen, 9 Stunden, 8 Minuten

      da hast du sehr recht. ich trage mir selber ein großes minus ein, bin jetzt aber zu faul den text auszubessern.

    • sauvage | vor 1334 Tagen, 16 Stunden, 59 Minuten

      "Flightplan" fand ich übrigens sehr gut. Schauspielerisch top. Jodie Foster und Peter Sarsgaard waren absolut überragend und Sean Bean wollte ich auch schon lange mal wieder einfach nur warm und sympathisch sehen statt als ewiges Arschloch/Weichei (Boromir, anyone?).

  • nyxx | vor 1335 Tagen, 11 Stunden, 7 Minuten

    also verläuft sich der film, wie befürchtet, in romantischer belanglosigkeit? schade.

    das buch nämlich ist eines der schönsten, das ich die letzten jahre gelesen habe. weil die liebe, um die es darin geht, eben gar nicht romantisch ist, sondern schmerzhaft und absurd. dann les das ganze doch lieber mal im original und spar mir den film.

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  • samlowry | vor 1335 Tagen, 11 Stunden, 24 Minuten

    Die 6. und letzte Staffel "Lost"

    startet Anfang Jänner! Ich hoffe, dass die Macher ihr eigenes komplexes Universum, das sie da in den letzten Jahren geschaffen haben, unter Kontrolle haben und die Show zu einem würdigen Ende führen. Season 5 ließ mich jedenfalls immer wieder daran zweifeln, obwohl die letzte Folge dann doch wieder extrem vielversprechend war.

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    • christianfuchs | vor 1335 Tagen, 9 Stunden, 8 Minuten

      die letzte 5er folge war doch der wahnsinn, ich konnte danach die nacht nicht schlafen...

    • jerometurner | vor 1335 Tagen, 9 Stunden, 5 Minuten

      ja, die letzte 5 er folge war wirklich super - umso erfreulicher, weil die letzte 4er folge so gebacken/zach war

      die titel für die ersten drei 6er folgen stehen übrigens schon fest und machen mich ganz wucki

    • fuzzjunk | vor 1335 Tagen, 8 Stunden, 10 Minuten

      sauber...

      darauf hab ich gewartet... endlich neigt sich der reigen dem ende zu, dann werd ich mir n paar tage auszeit vom RL nehmen, und mir das ganze (un)ding in einem reinziehn (schlafen, körpernotdürfte u.ä. mal abgesehen)

      bald heissts dem SPOIL-teufel aus dem weg gehn... ^^

    • christianfuchs | vor 1335 Tagen, 8 Stunden, 3 Minuten

      ich bete nur inständig, dass die 6te staffel nicht religiös wird (achtung, widerspruch in sich)...

    • igor | vor 1335 Tagen, 3 Stunden, 48 Minuten

      da hab ich aber schon schönere widersprüche gesehen. und; warum sollte sie das werden? sollte sie?

    • andykorg | vor 1335 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

      naja, es wird halt irgendwas ägyptisches werden... und am ende sind wir sowieso alle enttäuscht. weil für dieses riesige konstrukt kann es eigentlich gar kein zufriedenstellendes ende geben. ich hoffe natürlich trotzdem darauf.
      ich fand ja deine idee, eine staffel, in einem umwetter, auf der black pearl zu starten auch sehr supa...

    • schwedenschwein | vor 1334 Tagen, 17 Stunden, 41 Minuten

      selbstverständlich kommt was religiöses dabei raus. die ganze serie baut auf das gott vs. teufel-schema auf.

    • christianfuchs | vor 1334 Tagen, 13 Stunden, 4 Minuten

      nein, nein, nein, will ich nicht so haben.

    • samlowry | vor 1334 Tagen, 12 Stunden, 20 Minuten

      Religiöse Motive sind zwar durchwegs bei Lost zu finden, aber ich glaube nicht, dass es darauf hinausläuft. Wenn es in die Richtung geht, wie der Dialog zwischen Jacob und dem schwarz gekleideten Kontrahenten am Anfang der letzten Folge angedeutet hat, dann bin ich zuversichtlich, dass das was Großes wird.

    • schwedenschwein | vor 1334 Tagen, 11 Stunden, 55 Minuten

      und wen glaubst du symbolisieren die beiden kontrahenten ? ;)

    • connal | vor 1334 Tagen, 9 Stunden, 39 Minuten

      emmy

      Michael Emerson aka ben linus hat gerade den emmy for "Best Supporting Actor in a Drama Series" bekommen. was ich gut find. keiner kann so schauen wie herr linus, da schüttelts mich jetzt schon wieder. hab mich selten so auf einen winter gefreut.....

    • screamqueen | vor 1333 Tagen, 15 Stunden, 49 Minuten

      5. Staffel?

      Kann man sich die 5. Staffel eigentlich irgendwo im Internet legal (oder halt semilegal) ansehen?

    • miikesmama | vor 1333 Tagen, 14 Stunden, 7 Minuten

      Bei Lost ist seit der 2ten Staffel die Luft draußen...als Sayid in den ersten Folgen das Kabel findet dass in den Ozean gibt hab ich mir gedacht, die sind in einer Art "Glassglocke"...das hätten sie machen sollen, und nicht den "Gott" Jacob reinbringen