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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

29. 9. 2009 - 13:57

Fußball-Journal '09-89.

Von der Verkniffenheit zur Selbstsicherheit. Was eine simple Vertragsverlängerung alles ausmacht. So lässig, wie er immer getan hat, war Constantinis Feuerwehrmann-Status also gar nicht.

Der ÖFB-Kader für die beiden letzten WM-Quali-Spiele, am Samstag, den 10.10. in Innsbruck gegen Litauen und am Mittwoch, den 14.10. in St. Denis gegen Frankreich:

Tor: Helge Payer (Rapid), Christian Gratzei (Sturm), Andreas Schranz (Kärnten).

Verteidigung: Franz Schiemer, Andreas Ulmer (Salzburg), Aleksandar Dragovic, Manuel Ortlechner (Austria), Jürgen Patocka (Rapid), Christian Fuchs (Bochum), Paul Scharner (Wigan).

Mittelfeld: Julian Baumgartlinger (Austria), Yasin Pehlivan, Christopher Drazan (Rapid), Andreas Hölzl, Jakob Jantscher, Daniel Beichler (Sturm Graz), Thomas Prager (LASK), Ekrem Dag (Besiktas).

Sturm: Erwin Hoffer (Napoli), Stefan Maierhofer (Wolverhampton), Marc Janko (Salzburg), Roman Wallner (LASK).

Auf Abruf: Florian Klein, Markus Suttner (Austria), vielleicht auch Lexa (Ried), Saurer (LASK) und Pichlmann (Grossetto).

Vom U21-Team werden David Alaba (Bayern) & Veli Kavlak (Rapid) nach Frankreich zum Schnuppern mitgenommen.

Es fehlen: Ivanschitz (Mainz) wegen der erwähnten Streitereien. Garics (Atalanta) hat sich die Erlaubnis zur Auszeit geholt, ebenso wie Ibertsberger (Hoffenheim), der jetzt eh verletzt wäre. Manninger (Juve) ist zurückgetreten.

Verletzt/rekonvaleszent sind: Pogatetz (Boro), Prödl (Werder), Stranzl (Spartak), Junuzovic, Okotie (Austria), Trimmel (Rapid), Manuel Weber, Kienzl, Haas (Sturm) und Arnautovic (Inter).

Beobachtet wird Gspurning (Xanthi), bei Macho hofft man, dass er bald einen Klub findet.

Aus diversesten Gründen nicht auf der Liste: Korkmaz (Frankfurt), Linz (Gaziantep), Säumel (Torino), Hoheneder (Sparta), Bahadir (Bursa), Harnik (Düsseldorf), Stankovic (Triest), Dober, Katzer (Rapid) und auch Leitgeb (Salzburg).

Der U21-Kader fürs EM-Quali-Auswärsspiel in Azerbeidjan am Samstag, den 10.10. wird morgen bekanntgegeben -> das Fußball-Journal dazu und zu den U19/U17-EM-Quali-Spielen und den anderen Nachwuchs-Auswahl-Begegnungen folgt dann.

Die Weiterbestellung von Dietmar Constantini als österreichischer Teamchef hat zumindest eine sinnreiche Konsequenz nach sich gezogen: aus dem verkniffenen Feuerwehrmann, der alles, was ihm gegenüber vorgebracht wird, sofort als Rauchgas identifiziert, ist jemand geworden, der konstruktive Dialoge führen kann.
Aus einer Larve, die ihre Unsicherheit hinter nur für den sehr oberflächlichen Beobachter unsichtbaren Verbissenheit versteckte, ist ein selbstsicherer Akteur geschlüpft. Nein, von einem Schmetterling möchte ich nicht reden, aber: es hat sich sowas wie Normalität eingestellt.

Ich muss jetzt nicht Clausewitz oder Sun Tzu zitieren um zu verdeutlichen wie wichtig ein selbstbewusster General ist und wie schwer eine verbiesterte Abwehrhaltung lasten kann und sich auch auf die Kombattanten, also Spieler und Umfeld auswirkt.

Antwortete Constantini seit März auf Fragen bestenfalls mit einer Gegenfrage (schlechtestenfalls wischte er sie mit einer Politiker-Antwort einfach beiseite) und bemühte sich strikt nicht auf den Sinn oder gar Hintersinn des Themas einzugehen, sondern es so effektiv wie möglich ins Abseits zu schlagen, so artete die erste Begegnung nach seiner Bestellung bis zum Ende der EM-Quali für 2012 in einem veritablen Dialog aus. Immer wenn der Tiroler in seine alten Muster verfiel und (quasi versehentlich) die Gegenfrage rausschoss, fing er sie wieder ab und ging dann doch drauf ein. Manchmal sogar unter Benutzung einer Verständnis-Nachfrage.

Was simple Psychologie doch alles bewirken kann.

Die Neubewertung des Ivanschitz-Problems

Die neue (nicht per Strategie, sondern via Entsperrung eines Kopf-Problems vorgegebene) Linie zeigte sich bei der heutigen Ivanschitz-Diskussion. Der Teamchef hatte den Ex-Kapitän, der bei Mainz in der deutschen Liga seit Wochen eine hervorragende Rolle spielt und in den Teams der Runde und an der Spitze der Scorer-Liste steht, eigentlich einberufen wollen, als der plötzlich - laut Constantini, Ivanschitz sieht das anders, woraus noch ein Clinch werden wird, der mich jetzt schon nicht interessiert - eine Art Stammplatzgarantie forderte. Was, nach längerer Überlegung, eine Ausladung zur Folge hatte.

Der alte Constantini hätte auf jede Nachfrage zum Thema patzig reagiert, überall Beleidigungen und Unterstellungen gewittert, deshalb den Ablauf der Geschehnisse nie richtig erzählt, sondern in kleine Rausplatz-Teile portioniert, die ein wirres Bild ergeben hätten. Besser: ergeben haben. Es gab ja ein paar solcher Fälle samt verkniffener Reaktion.

Der (durch eine bloße Vertragsverlängerung) erneuerte Constantini berichtete ruhig von den Vorfällen, erläuterte seine Überlegungen, zeigte Alternativen auf (ein Ivanschitz auf der Bank, der dann reinkommt und den Umschwung bringt, hätte ihm etwa glaubwürdig gut gefallen) und ging auch auf Relativierungen ein, stellte seine Entscheidung so auch indirekt in Frage.

Genauso wie in der Frage ob es klug wäre, den bei Napoli gerade schlecht gestarteten Hoffer zu holen oder nicht. Er wisse nicht, sagt der Teamchef, in aller Offenheit, ob seine Aktion hilfreich sei oder nicht.

Das Vorher-Nachher-Spiel

Mir stellt dieses absurde Vorher/Nachher schon die Frage welcher Art die Reflexionsfähigkeit des Teamchefs ist. Die Erklärung, dass die Dauer-Unsicherheit eines Feuerwehrmann-Daseins, also eines Leasing-Jobs, sich auf die Psyche niederschlagen, ist - finde ich - ein wenig dürftig.
Vor allem, wenn man weiß, dass Constantinis Butter-aufs-Brotjob ja seine erfolgreichen Kinder-Camps sind.
Was dazu führte, dass er im kleinen Kreis und augenzwinkernd von seinem Nebenberuf als Teamchef sprach - und es offenbar bis zu einem gewissen Grad ernst meinte.

"Nur" als Kurzzeit-Einspringer, als Feuerwehrmann geholt zu werden, hat doch mehr Probleme verursacht, als die rauhe Schale nach außen erkennen ließ.
Die nur mühsam durch einzelne, auch meist gar nicht lustige sogenannte Wuchteln getarnte Schmallippigkeit des Frühjahrs und Sommers ist einer neuen Offenheit gewichen.

Lernen von Clausewitz und Co

Die wiederum zeigt, dass der Kern des Constantini-Ansatzes schon derselbe ist: Ein ewiges "Kommen und Gehen" wäre die Nationalmannschaft, weshalb ein permanentes Abwägen und Evaluieren, was aktuell grad für ein Teamgefüge richtig und wichtig wäre, Priorität hat.
Das ist natürlich richtig.
Wenn man die Zeit zwischen den Teamtrainingslagern und Spielen auch dazu nützt sich langfristige Perspektiven und Strategien zu überlegen (und auch hier sollte der Verweis auf Clausewitz und Sun Tzu genügen...).

Das hat Constantini bis lang genau gar nicht getan.

Für mich wird er daran zu messen sein, wie er genau das, die mittelfristige Aktion, künftig handhabt.

Wenn er weiter im Tagesgeschäft pickenbleibt und sich mit VIP-Club-Besuchen und der Beobachtung der Gegenwart begnügt, wird das nämlich auch mit der besten jungen Truppe für 2012 nicht reichen. Für die Euro in Polen/Ukraine.

Für Olympia 2012 reicht es jetzt schon nicht.
Da ist die Unterstützung für die U21 (die das schaffen müsste) zu gering. Klar, war bislang nicht auf Constantinis Agenda, konnte ihm, dem Einspringer, blunzwurscht sein.

Das alles ändert sich jetzt.

Was der Teamchef heute rausließ...

war der Hinweis auf die Beibehaltung seiner prinzipiellen Taktik. Der neu einberufene Thomas Prager wird bei ihm (wenn, dann) zehn Meter weiter hinten spielen, also nicht als offensiver zentraler Mittelfeldspieler hinter den Spitzen/der Spitze. Ebensowenig Paul Scharner, der das zuletzt (fast, in Wahrheit wars eine Art 8er) bei Wigan gespielt hatte. "Der Paul wird nicht wie in England hinter den Spitzen, sondern gegen sie spielen. Der ist Profi genug."

Im zweiten Anlauf wird (endlich, um Eckhäuser zu spät) Ekrem Dag, der einzige österreichische Regular in der Champions League, eingeladen und getestet.

Seltsam mutet die neue Sabbatical-Politik an. Spieler, die unter der Testosteron-Führung Constantini/Zsak/Peischl zwar einberufen werden, dann aber nie spielen (zuvor Ibertsberger, neu: Garics) können sich Auszeiten nehmen; Manninger nahm sich gleich die längstmögliche. Beim Ivanschitz-Wickel lief das ähnlich. Stranzl, Linz passen da auch ins Bild.
Komischerweise ist das ein ähnlicher Spielertypus: intelligente, der Juxerei der Jugend entwachsene und nicht dem klassischen Fußballer-Männerbild entsprechende Typen.
Warum die es schwer haben?
Kann mit etwas zu tun haben, was sich bei zb beim Trainer-Typus Andi Ogris so äußert: Spieler, die er für gscheiter als sich selber hält, fliegen raus. Bei den Jungen (denn Beichler/Jantscher/Okotie wären das natürlich auch) geht sich das noch aus. Ab so 25 aber...

... eine, die andere auch erkennen...

Das ist jedenfalls eine seltsame Tendenz, die mir ein bisserl ungut aufstößt.

Ziel: Dritter werden

Auch das ist neu.
Bislang wurde bei den Zielsetzungen immer herumgeschwafelt.
Jetzt will Constantini Dritter in der WM-Gruppe bleiben. Wofür ein (Heim)-Sieg gegen Litauen Pflicht ist.

Immerhin das ist nämlich schon ein vorausschauendes Ziel. Denn während die Deppen (und wohl auch ein sichnixscheißender Feuerwehrmann) einen "Eh wurscht!"-Ansatz zur (nicht zum Weiterkommen berechtigende) Platzierung in der Qualifikations-Gruppe haben, wissen die, die sich beschäftigen, dass das wichtige Ranking-Punkte für die nächste Auslosung bedeutet.

Dass Constantini für die nächste Euro-Quali nicht mehr aus Topf 5 gezogen werden will, diese Umstellung in seinem Arbeitsverständnis, stellt seine bislang größte Leistung dar.
So gesehen kann es nur noch aufwärts gehen.

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Forum

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  • juri | vor 967 Tagen, 22 Stunden, 38 Minuten

    bez. ivanschitz und rv

    zu diesen beiden angesprochenen themen möcht ich nur nochmals anmerken:

    prager ist wieder da ....und auch ganz gut in form! zum gejammere, es gäbe keine guten rv: garics ist gut, dag kann das auch und dober sowieso

    Auf dieses Posting antworten
  • fenchurch | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 46 Minuten

    constantini ist halt ein populist durch und durch. ivanschitz (die andrea, den judas) raus, und überhaupt, setz ma lieber auf einheimische spieler, wir lassen uns doch unserer liga nicht schlechtreden...

    Auf dieses Posting antworten
    • dilak | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 14 Minuten

      hihi

      stell mir grad vor wie er versucht nciht auf einheimische spieler zu setzen....

  • mashos | vor 968 Tagen, 21 Stunden, 55 Minuten

    Didi: "Andi, ich will dich dabei haben, kann dich aber nicht auf die Bank setzen"
    Andi: "Ich werde auch alles dafür tun, damit ich es verdiene zu spielen"
    Didi: "OK, dann samma uns eh einig"
    Andi: "Super, passt!"

    Auf dieses Posting antworten
  • deinbesterfreund | vor 969 Tagen, 32 Minuten

    @ cheguevarawithblingon:

    das ist doch nur augenauswischerei. andreas ivanschitz hat doch schon überall im offensiven mittelfeld gespielt. bei rapid links, teilweise zentral, im nationalteam zentral, jetzt bei mainz hinter den spitzen.

    einerseites argumentiert constantini, dass scharner - der witzigerweise derzeit bei wigan ebenfalls hinter den spitzen spielt - bei ihm in der verteidigung spielen muss, für andreas ivanschitz soll taktisch aber kein platz sein? schwache ausrede.

    eine aufstellung könnte zb. sein:

    payer
    schiemer-dragovic-scharner-fuchs
    hölzl-pehlivan-prager-jantscher/beichler
    wallner/hoffer-janko/maierhofer - je nach geschmack

    ein 4-5-1 dagegen

    payer
    schiemer-dragovic-scharner-fuchs
    hölzl-pehlivan-prager-jantscher
    beichler
    janko

    in variante eins könnte ivanschitz für prager kommen, in variante zwei für prager oder beichler. auch ivanschitz links statt jantscher ist eine variante.

    es gäbe sicher noch 2-3 andere varianten die gingen. könnte man alles in der woche vorbereitung testen.
    wenns mit ivanschitz nicht klappt, kann man ihn immer noch auf der bank lassen, bzw. wieder heimschicken. aber so ist das eher erbärmlich vom constantini

    Auf dieses Posting antworten
    • schwarzbunt | vor 968 Tagen, 23 Stunden, 37 Minuten

      Diese aus huubs not geborene idee, schiemer als rechten av zu bringen, die peinlicherweise der didi kopiert hat, hat huub schon selbst verworfen.

      Constantini hat damit garics vergrausigt, richtig dumm war das.

    • affenboss | vor 968 Tagen, 22 Stunden, 39 Minuten

      weitere positionen

      Bei PAO hat ivanschitz sogar einmal linker außenverteidiger gespielt. Und die meisten können sich auch noch an das Quali-Spiel gegen England in Old Trafford unter Ruttensteiner erinnnern, damals hat er in der Schlussphase vom defensiven Mittelfeld aus eine "Quarterback"-Rolle gespielt.

      Also variabel ist der ivanschitz allemal.

    • dilak | vor 968 Tagen, 21 Stunden, 38 Minuten

      ich weiß noch das er, nach einer notbremse vom goalie, im tor stand!
      Bei der u17 wars.

      Und ich mein: also der payer.....

    • deinbesterfreund | vor 968 Tagen, 21 Stunden, 36 Minuten

      @ schwarzbunt: Ja, dass wir keinen gscheiten rechtsverteidiger haben, ist schon länger virulent, hab das bei meiner analyse aber großzügig weggelassen.

      neben garics gibt es nur noch ibertsberger, der beide außen-positionen besetzten kann, aber den hat constantini auch vergrausigt.

    • andyf | vor 968 Tagen, 18 Stunden, 29 Minuten

      Dag könnte ja ebenfalls RV spielen. Ich rechne aber wieder mit Schiemer (leider).

  • nicknamsby | vor 969 Tagen, 1 Stunde, 45 Minuten

    "i vasteh nix von taktik! des was nur da trainer!"

    wenn bei ogris nur leute spielen, die nicht gscheiter sind als er... (den rest brauch ich nicht auszuformulieren!)

    ps: warum ist eigentlich leitgeb nicht dabei? ("diverseste" gründe??)

    Auf dieses Posting antworten
    • michik | vor 969 Tagen, 27 Minuten

      weil er sich beim letzten länderspiel verletzt meldete aber 2 tage später für rbs auflief.

    • came | vor 968 Tagen, 23 Stunden, 52 Minuten

      wenn, dann aber den kontext des zitates erklären. ogerl wurde von coordes aus der mannschaft geschmissen, weil er sich über die taktik aufgeregt hatte....darum der spruch.

    • nicknamsby | vor 968 Tagen, 23 Stunden, 41 Minuten

      @michik, danke für die info.

      @came: sorry, war gemein und out of context, der ogris muss halt für vieles herhalten! aber das zitat passt ja scheinbar perfekt, zu der art von spielern die er sich selbst wünscht...

    • schwedenschwein | vor 968 Tagen, 22 Stunden, 42 Minuten

      @michik

      ist das belegt ? bei drazan störts ja auch nicht.

  • cheguevarawithblingon | vor 969 Tagen, 1 Stunde, 46 Minuten

    mal abgesehen vom gscheiter oder dümmer, bei constantinins "fussball" gibts eben eigentlich keinen platz für ivanschitz. er spielt am besten als hinter der spitze, irgendwie in einem team um ihn aufgebaut. sieht man wieder bei mainz...constatini spielt irgendwas mit 4-4-2 und als flügelspieler und zentral im mittelfeld ist er nicht zu gebrauchen. er könnte rauskommen und sagen, dass ivanschitz einfach nicht in sein system/konzept passt...sache wäre gegessen.

    Auf dieses Posting antworten
    • schwarzbunt | vor 968 Tagen, 23 Stunden, 30 Minuten

      hat er ja sogar gesagt. Er hat viel gesagt zu ivanschitz.
      Aber es wäre auch mit einem satz alles gesagt gewesen: Ich mag den andreas ivanschitz nicht.

      Bei diesen Leistungen die ivanschitz momentan bringt, kanns nur mehr an perönlichen differenzen liegen.

    • 2018 | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 44 Minuten

      Und was hat Beichler dann in Bukarest gespielt?

    • rashid666 | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 33 Minuten

      wenn du meinst, dass er hängende spitze gespielt hat - bitte! für mich hat das nicht danach ausgesehen, auch wenn im orf immer von einem "freigeist" gesprochen wurde. also entweder hate er auf eigene faust soviel defensiv gemacht oder der trainer hat ihm das gesagt.

    • 2018 | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 19 Minuten

      Ob er jetzt offensiv zur Wirkung gekommen ist oder nicht und woran das gelegen haben mag sei dahingestellt - jedenfalls hat er in einem 4-2-3-1 (oder 4-5-1 je nach Darstellung) den zentralen offensiven Mittelfeldspieler hinter der in diesem Fall einzigen Spitze gegeben (wenn Du's mit nicht glaubst, sieh's Dir in der Netzwerkanalyse auf standard.at an), also jene Position, auf der AI derzeit wirklich gute Leistungen abliefert und die es nach Deiner und anderer Ansicht im System von C (sofern er überhaupt eines hat) nicht geben soll.

    • rashid666 | vor 968 Tagen, 19 Stunden, 10 Minuten

      da kann ich nur den poster hanswurz auf standard.at zitieren:
      http://derstandard.at/?url=/plink/1252037081463/14066821

    • 2018 | vor 968 Tagen, 18 Stunden, 3 Minuten

      Aha und was will uns hanswurz für unsere Diskussion sagen?

      Etwa dass Beichler gar nicht zentral offensiv im Mittelfeld gespielt hat, sondern - entgegen der nominellen Aufstellung und allen ernsthaften Analysen - als dritter defensiver neben Pehlivan und Baumgartlinger?

      Abgesehen davon, dass der Systemeinwand nicht greift, wäre es aber auch einfältig und kurzsichtig, sich auf ein bestimmtes System festzulegen und sich nicht durch entsprechende Spielerauswahl verschiedene Optionen offen zu lassen.

    • rashid666 | vor 968 Tagen, 17 Stunden, 46 Minuten

      hanswurz will uns damit sagen, dass man aus der netzwerkanalyse nicht ablesen kann wer auf welche weise seine position ausfüllt und wo er sich die meiste zeit am spielfeld befindet.
      die ernsthaften analysen scheinen nicht berücksichtigt zu haben, dass der beichler damals sehr oft in zweikämpfe in der eigenen hälfte verwickelt war und er dann auch in der 2. hälfte versucht links defensiv beim überforderten fuchs (immerhin das stand in den "ernsthaften analysen", das mit dem überforderten fuchs mein ich) auszuhelfen, was auch leider ein bisserl in die hose gegangen ist. so, und da geh ich einmal davon aus, dass der ivanschitz der typ spieler ist der sich nicht auf diese weise auf dem platz verhält, weil er ein gänzlich anderer spielertyp ist.
      im übrigen bin ich weit davon entfernt den constantini zu verteidigen (das rumänienspiel hat ja zb eindeutig gezeigt, dass er alles andere als ein wunderwuzzi ist)und den ivanschitz schlecht zu machen. der ivanschitz hat sich eindrucksvoll bei mainz zurückgemeldet. ich glaub aber, dass er nicht so wichtig für die nationalmannschaft ist wie er in vielen medien und auch im forum hier hingestellt wird. deswegen: diskussion überbewertet.

    • 2018 | vor 968 Tagen, 16 Stunden, 49 Minuten

      Nun ich hätte nicht hanswurz gebraucht, um zu wissen, dass man aus einer Netzwerkanalyse nur sehr bedingt die Qualität eines Spiels/Spielers ablesen kann. Was man ihr aber entnehmen kann, ist, auf welchen Positionen ein Spieler eigesetzt war und (rein statistisch geesehen) welche Pässe er dort gespielt hat, und daher ist sie auch dazu geeignet die Mär zu widerlegen, wonach es im "System C" keinen zentralen offensiven Mittelfeldspieler gäbe.

      Im Übrigen gehört es heute zum absoluten Standard auch eines 10ers , dass er bei Ballverlust bzw. gegnerischen Angriffen mit in die eigene Hälfte zurückkommmt und sich dort an der Ballrückeroberung beteiligt. Natürlich kann man über AI geteilter Meinung sein, ihm aber jegliche Defensivqualitäten abzusprechen, geht an den Tatsachen vorbei. Ohne Beichler abwerten zu wollen (im Gegenteil: ich halte viel von ihm, er muss aber auch noch viel dazulernen), seine Defensivstärke bringt AI noch allemal. Und abgesehen davon, dass ich es ohnehin für schwachsinnig halte, Hoffer in einem solchen System als Solospitze aufzubieten, wäre AI in der Mainzform wohl der einzige gewesen, der ihn mit den für sein Spiel erforderlichen tödlichen Laufpässen versorgen hätte können - Beichler bringt das (wie insbesondere das Rumänienspiel...

    • 2018 | vor 968 Tagen, 16 Stunden, 47 Minuten

      ...wie insbesondere das Rumänienspiel gezeigt hat) zumindest derzeit noch nicht.

      Sie haben Recht: Wunderwuzzi ist AI (obgleich nach ihm keiner mehr vernünftige Standards zusammenbrachte) zweifellos nicht, er ist aber auch nicht der Sündenbock und Alleinverantwortliche für die schlechten Leistungen des NT in der Vergangenheit, zu dem er von vielen Seiten gemacht wird. In der Mainzform sollte er - System hin oder her - fixer Bestandteil eines österr. Nationalkaders sein (ob er dann auch spielt ist eine andere Frage) und er hat es wohl auch nicht verdient, mit derart durchsichtigen Ausreden ausgebootet zu werden.

      Insofern ist die Diskussion keineswegs überbewertet, weil sie nämlich in Wahrheit um die Führungsqualitäten eines mit seiner Aufgabe offensichtlich überforderten Teamchefs geht.

    • rashid666 | vor 968 Tagen, 16 Stunden, 39 Minuten

      sie können ruhig du zu mir sagen. mit kein wunderwuzzi hab ich eigentlich den constantini gemeint

    • 2018 | vor 968 Tagen, 16 Stunden, 31 Minuten

      Sorry, natürlich hast Du C gemeint und weiter oben waren wir auch schon per Du (sollte kein unfreundlicher Akt sein). Was ich meine ändert das aber nicht, AI ist wohl nicht unverzichtbar, unter normalen Umständen sollte er in seiner derzeitigen Form aber dabei sein und nicht deshalb auf ihn verzichtet werden, weil C offenbar fürchtet, dadurch Unruhe in seine pflegeleichte Truppe aus Jungspunden zu bringen.

  • caveb | vor 969 Tagen, 2 Stunden, 21 Minuten

    Das AI und DiCo ihre Diskussionen über die Medien transportieren, und daraus eine Schlammschlacht wird, spricht für beide nicht.
    Bin zwar nicht der AI Fan, aber denke nicht das der Andi sich das so ausgedacht hat. Bzw er das über die Medien regeln will/wollte.

    Auf dieses Posting antworten
  • onkelegon | vor 969 Tagen, 2 Stunden, 53 Minuten

    so schauts aus

    jetzt ist die maske ab: constantini will mit seinen buben spielen und das funktioniert in seinen augen nur mit einem haufen jugendlichen, die weitestgehend keine zeit hatten erfahrungen zu machen und deren persönlichkeit noch formbar ist. so erklären sich auch die einberufungen von trimmel, alaba usw. dass er mit einem gestandenen kicker nicht kann und nicht will, weil dieser am image von didi himself mannschaftsintern kratzen könnte, ist sein gutes recht, aber dann soll er es auch zugeben. dass andere auslandsprofis wie ibertsberger un dgarics auch schon drauf pfeifen, passt da wunderbar ins bild, auch das festhalten an paul scharner, der so mit sich beschäftigt ist, dass er keine gefahr für didis heiligenschein ist. leider hat die fussballgeschichte gezeigt, dass erfolgreiche mannschaften, aber immer aktive routinierte spieler brauchen, die auch ein spiel lenken können und bei standards den hauch einer gefahr für den gegner darstellen. ohne ivanschitz fehlt dieses element. dass sich jemand in einer führungsposition nicht zutraut erwachsene männer zu führen und in ein mannschaftsgefüge einzubauen, ist aber tatsächlich ein zeichen der schwäche.

    Auf dieses Posting antworten
    • rashid666 | vor 968 Tagen, 20 Stunden, 37 Minuten

      ortlechner, scharner, janko sind, so denke ich, sicher nicht in die buberlkategorie einordenbar.
      diese ganze ivanschitzgeschichte wird sowieso total überbewertet. zudem wurde in einigen kommentaren ja auch schon angesprochen, dass die position, die ivanschitz in mainz spielt, in constantinis system (sofern sich eins erkennen lässt) nicht existiert. natürlich profitiert das spiel von ivanschitz zurzeit von seiner position/seinen positionen in mainz als hängende spitze bzw. linker flügelstürmer.
      also dem constantini das jetzt so groß vorzuwerfen halte ich für ein bisserl übertrieben. der hat da schon wesentlich größere böcke geschossen!

    • juri | vor 967 Tagen, 22 Stunden, 43 Minuten

      kann schon sein, dass ivanschitz fehlt....ich persönlich freu mich in erster linie über die einberufung von prager - der is nämlich ein guter.

  • joverl | vor 969 Tagen, 2 Stunden, 59 Minuten

    Vielleicht wollte Constantini seinen (jungen) Spielern anfangs den Druck nehmen, indem er bislang kein offizielles Ziel (Quali bzw. dritter Platz) genannt hat? Zu Ivanschitz: toll, dass der auch mal wieder etwas reißt, aber im Endeffekt ist er doch selbst an seiner Situation schuld. Er hätte schon viel früher den Verein wechseln müssen (was hat der für Berater???) und sollte vielleicht ein bisserl weniger reden und konstant gut spielen. Leute wie Jantscher, Beichler... drängen sich dem Teamchef seit Jahren auf. Nicht falsch verstehn, Ivanschitz ist meiner Meinung nach kein Ungustl und kein schlechter Fußballer, aber er ist bestimmt nicht das Um und Auf des Teams. Hoffentlich macht er weiterhin gute Spiele - dann kommt kein Teamchef an ihm vorbei.

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  • altruist | vor 969 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten

    also von Hickersbergers EM-Stammmannschaft findet sich da kaum noch wer. das ist erst etwas über ein Jahr her. so einen neuanfang bräuchte die sozialdemokratie auch.

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    • joverl | vor 969 Tagen, 2 Stunden, 58 Minuten

      Naja, das Team hat einige interessante Spieler, die SPÖ keinen :-/

    • albundyfan | vor 969 Tagen, 2 Stunden, 14 Minuten

      das traurige ist

      2012 wird man über die mannschaft sagen:"da ist ja kein spieler von 2009 mehr dabei"....

      und man wird wieder hören:"wir müssen ein team für die zukunft aufbauen"

    • protagoras | vor 969 Tagen, 38 Minuten

      hehehe, nicht die spö schlechtreden! die haben immerhin polit-nachwuchs-wunderwuzzi laura rudas!

      also bitte...