Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Journal '09: 12.10."

Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

12. 10. 2009 - 20:55

Journal '09: 12.10.

Nix über die 80er.

Heute hier also das gestern da angesprochene Journal über die 80er.
Also: es gab am Wochenende eine Themen-Party, "Death to the 80ies", eine Art Final-Veranstaltung der Ink Music Week und auch einer teilweise über Facebook abgeführten Zusammenstellung von Stücken auf einer CD.
Super-Sache: aktionistisch, belebend, kombiniert neue Medien und neue Musiker, Studio- und Live-Können, verknüpft und verbandelt. Ein ideales Konzept in einer im Umbruch befindlichen Musikwelt.

Ich bin just in den Moment ins Gartenbau gekommen, als zwei oder drei junge Herren eine recht innige Version eines sehr aussagekräftigen 80er-Jahre-Stücks angestimmt haben:

Komm, wir lassen uns erschießen, an der Mauer Hand in Hand.
Komm, wir lassen uns erschießen, mit dem Kopf an der Wand.
Komm, wir lassen uns erschießen, Sonntag morgens 5 vor 10.
Ich kann den Sonntag nicht ertragen, und ich will keinen Montag sehn.

Komm, wir lassen uns erschießen, zwei Schüsse mitten ins Gehirn.
Komm, wir lassen uns erschießen, ich hab nichts zu verlier´n.
Komm, wir lassen uns erschießen, Sonntag morgens 5 vor 10.
Ich kann den Sonntag nicht ertragen, und ich will keinen Montag sehn.

Langeweile killt nur langsam, du wirst sehn, es tut uns gut, mir ist heute so gewaltsam, mir ist nach Schüssen heut zumut.

"Erschießen" von Ideal, vom "Ernst des Lebens"-Album von 1981, ein prototypisches Berlin-Stück der 80er, in den Folgejahren der Hochblüte von Bowie/Iggy oder Neubauten/Christiane F. entstanden, depressiv aber rotzig, rebellisch und provokativ, aber auch poetisch und nachdenklich. Wenn man "Erschießen" und die Überwindung der Mauer 1989, derzeit ja in aller Medien, als Klammer nimmt, dann hat man ein wichtiges Berliner, vielleicht sogar deutsches Lebensgefühl erfasst, in a nutshell.

Toll, denke ich, eine gute Wahl von "Colombin" und erwarte demzufolge mehr - nur um in der Folge von Stück zu Stück mehr und mehr enttäuscht zu werden.
Irgendwann seh ich mir den Sampler dann an und bin ein wenig bestürzt: Das, was sich die jungen Bands da ausgesucht haben, erinnert an die schwächeren der K-Tel-Hit-Kopplungen (das waren die Vorgänger der Bravo-Jahresringe-Sampler) der 80er (denn die wilde Disco-Scheiße fehlt komplett). Und in denen waren Mainstream und Alternative noch nicht so eng beeinander wie heute; da gab es eine wesentlich striktere Trennungen.

Der Dreck holt lässig die Absolute

Ich finde unter 20 Songs absolut mehrheitlich wirklich grausamen Mainstream-Dreck, Hits, die der damalige Ö3-Musikchef Peter Barwitz (Lieblingsband REO Speedwagon) geschätzt hat, also übelsten Radiofüllmüll.
Ich kann viermal okay oder solala sagen und genau zwei Stücke erfüllen die Erwartung, die ich an Musiker von heute, die sich tolle Musik von gestern suchen, stelle: Luise in Panik fand Momus (hoher Respekt) und eben Erschießen. Selbst die Wahl des Neil Young-Songs ist ein wenig zu billig.

Der Rest der Musiker, die hier aufgelistet sind glaubt sich mit Roxette, den Scorpions, Yes, Foreigner (ich glaub ich übergeb' mich gleich...), Paul McCartney oder One-Hit-Wonders wie Bette Davis Eyes davonstehlen zu können.

Nun haben alle Bands, die ich gesehen habe (und auch die Zuspieler, die ich hören konnte) gute Arbeit geleistet und die Stücke in ihre Welt, ihre Zeit und ihr Schaffen integriert. Musikalisch ist niemandem ein Vorwurf zu machen.

Mein "Daumen-runter" bezieht sich auf die Denkleistung im Vorfeld. Wer nicht gefordert wird, ist offensichtlich auch nicht willens, sowas aufzubieten.
Die Vorgabe "80er" allein führt zu Resultaten wie sie unter Krone/Österreich-Lesern nicht anders ausgefallen wäre - oder auch wenn man LuttenbergerKlug&Starmaniacs dieselbe Aufgabe gestellt hätte.
Das ist ein wenig gar armselig, weil es sich doch um einen Teil der Indie-Pop-Elite des Landes handelt. Also Leuten, denen man das zutraut, was ich anfangs beim Ideal-Stück angemerkt habe - die kurze aber herzliche Beschäftigung mit einer Zeit, die man zwar nicht selber (oder wenn dann nur als Kind) erlebt hat, über die es aber in www mehr ale genügend Aufzeichnungen und Informationen gibt.

Weiße Flecken nicht bunt ausmalen wollen

Die 80er haben mit Sandinista von The Clash begonnen, weitere 80er-Helden: Violent Femmes, Tom Waits, Guns'n'Roses, Public Enemy, Replacements, Meat Puppets, die Pogues, The Jesus & Mary Chain, Beastie Boys, Billy Bragg, Dinosaur, Pixies, R.E.M., Run DMC, Gun Club, Jungle Brothers, die Cramps, N.W.A., XTC, The Fall, Springsteen hat Nebraska gemacht, U2 The Joshua Tree, Lou Reed New York oder The Blue Mask, Hüsker Dü, New Order, The Cure, Elvis Costello, Rollins, der ganze US-Mineralwasser-Harcore von mir aus auch Janet Jackson und andere mehr...

Wenn sich die Rezeption eines Musik-Jahrzehnts aber so billig auf das, was an der Oberfläche daherbrutzelte, beschränkt, wenn man sich also weder an Duran Duran-Frisuren noch an Talking Heads-Anzügen, weder an Smiths-Kapriolen/Gladiolen noch an Prince-Glitzer zu orientieren vermag, von wahren Underground-Beherrschern wie Nick Cave oder Sonic Youth, von Sound-Revolutionen wie Sampling oder dem in seiner absoulten Hochblüte befindliche HipHop nicht die geringste Kenntnis hat, dann ist eine Aufforderung wie die von Ink-Zampano Hannes Tschürtz sich doch mit diesen Jahren zu beschäftgen der ideale Anlass die weißen Flecken im eigenen Wissen bunt auszumalen.

Nun hat der Betreiber entweder nicht vermitteln können, dass es sich bei der Compilation "Death To The 80s" nicht um ein Koarl-Projekt der DJ Ötzi-Kategorie, sondern schon um etwas handelt, was auch Menschen in die Hand fallen könnte, die sich ein bisserl auskennen.
Oder die Teilnehmer sind, in ihrer absoluten Mehrheit völlig geschichtslose und somit auch gesichtslose Tschapperln, die sich mit dem erstbesten begnügen, die über den Hitsampler-Jahresring aus dem Abverkauf nicht hinausgekommen sind und es auch gar nicht wollen.

Die Lied-Sammlung mag in sich gelungen und rund sein, aber die (Zitat) "schillernde Phase des Pop", als die der Waschzettel das gecoverte Jahrzehnt ausschildert, hat man um eine ganze Galaxie verfehlt.

Haftungsausschluss

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

Zum Eingabeformular Kommentieren

  • nullpunkt | vor 852 Tagen, 10 Stunden, 3 Minuten

    naja ich weiss nicht....ich bin ein bisschen zu jung um new wave wirklich bewusst miterlebt zu haben. meine frühesten bleibenden eindrücke sind DAF-videos im fernsehen. aber meine 80er waren zunächst einfach mal thrash metal. etwas später dann die persönliche aufarbeitung von hardcore und allenfalls industrial rock wie foetus oder die young gods (das wird gerne irgendwie vergessen, weil die offizielle linie der geschichtsschreibung pop, den synthesizer und sampling als die bahnbrechenden merkmale benennt; gleichzeitig waren die 80erjahre auch das jahrzehnt, in dem rock wirklich an seine grenzen getrieben wurde).

    Auf dieses Posting antworten
  • truhe | vor 852 Tagen, 17 Stunden, 41 Minuten

    Pass zwar hier rein wie Fust aufs Auge, weil pöse 80er Mainstream und pöse Stromgitarre aber ich habe kürzlich auf einem Mittschnitt von irgendeinem Bandwettbewerb in OÖ eine saftige und sehr nett gemachte "Stoner Rock" Version von "Voyage, voyage" von Desireless gehört, inklusive befähigter Sängerin.
    Hat mich spontan an die Coverversion von "My Sharona" von Verucia Salt erinnert.

    Auf dieses Posting antworten
  • wolkenschein | vor 852 Tagen, 20 Stunden, 33 Minuten

    ich finde ...

    ... es ist ein fehler, dieser "indie-pop-elite" auch nur ansatzweise was zuzutrauen.

    Auf dieses Posting antworten
  • northernline | vor 852 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

    Also ich finde da nichts Schlechtes daran, wenn Leute Musik aufnehmen, die sie selbst mit den 80ern verbinden und mit der sie aufgewachsen sind und die sie als Kinder geliebt haben. Das kommt halt dann vom Herzen, das was du, Martin, willst, würde aus dem Kopf kommen und da bevorzuge ich persönlich dann doch eher das Herz.

    Und als Musiker muss ich dazu sagen, dass 99,9% der Leute, die sich "ein bisserl auskennen" und darauf ach-so-stolz sind, sehr nervig und lästig sind. Es ist sooo angenehm, nicht in Schubladen denken/leben zu müssen und ja, da kann man sich dann erfreuen an REO Speedwagon, Yes, Macca-Soloplatten etc. und es macht ur Spaß.

    Auf dieses Posting antworten
    • flam | vor 852 Tagen, 17 Stunden, 52 Minuten

      danke northernline

      wenn man in den 80ern noch sehr jung war (so wie die meisten der coverbands hier - nur blumenau nicht), so kann man diese songauswahl sehr wohl vertreten. da waren die 80er Pop und Kommerz und Kitsch und und ...

    • enomel | vor 852 Tagen, 16 Stunden, 12 Minuten

      das hast

      du schön gesagt, northernline, und trifft ziemlich genau den punkt.

      es fehlt ihm an herz, was er zu viel an verstand hat.
      deshalb ist er auch musikkritiker bzw. musikjournalist geworden und kein musiker.

      selbst musikalisch tätig zu werden wäre da wohl die einzig sinnvolle maßnahme. wäre sehr an dem ergebnis intressiert;)

    • phiffikus | vor 852 Tagen, 9 Stunden, 23 Minuten

      @northernline,flam,enomel

      da kann ich aber nur sowas von beipflichten!!!
      hab noch nie einen tollen songs von zb. diedrich diedrichsen gehört :-))

    • ikaracolt | vor 851 Tagen, 19 Stunden, 30 Minuten

      das ist aber eine große schublade in die du 99,9% derer, die "sich ein bisserl auskennen" stecken willst.

    • enomel | vor 851 Tagen, 17 Stunden, 25 Minuten

      Ausgenommen

      praktizierende Musiker/kuenstler oder welche, die es mal waren.
      Aber die schlimmeren sind nicht die blumenaus dieser Welt, sondern ihre Anhaenger (tschopperl), die ihnen nach dem Mund reden.
      Davon finden wir manchmal in fm4 Reihen- und ganz besonders in den Foren- einige.
      Hier haben sie an der Seite des Obermackers endlich was zu sagen, der wiederum benötigt sein Gefolge zur Aufrechterhaltung seiner Ego- Maschinerie.
      (Ein Vergleich mit J.Haider kommt mir in diesem Zusammenhang gar nicht so unplausibel vor).

  • ambre | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 1 Minute

    mein lieblingscoversong aus den 80ern ist "eisbär" von den dresden dolls (original von grauzone)... sowas hätt ich mir auch erwartet. naja. schade.

    aber colombine (oder so?) waren echt gut. nur den namen sollten sie aendern.. und beide haben mich total an mr. e erinnert. was ok ist, den mag ich naemlich gern.

    Auf dieses Posting antworten
    • skofield | vor 853 Tagen, 36 Minuten

      und warum sollten wir (colombin) unseren namen ändern?

    • skofield | vor 853 Tagen, 34 Minuten

      entschuldigung. natürlich danke vorneweg!

    • ambre | vor 852 Tagen, 20 Stunden, 4 Minuten

      weil ich dabei immer an michael moore denken muss. und irgendwie ist das nicht so positiv :p
      keine ahnung... ich finde der name passt nicht perfekt zu euch. aber wahrscheinlich hätte ich damals die doors auch gefragt, ob sie deppert sind, und ich studenlang ausgelacht.
      insofern- man gewöhnt sich da ja an alles.
      nur die musik muss weiterhin gut bleiben.

    • skofield | vor 852 Tagen, 18 Stunden, 10 Minuten

      wenn du ganz genau wissen willst woher der name kommt: von dieser kindergeschichte http://tinyurl.com/yhpxegv

    • prom000 | vor 852 Tagen, 17 Stunden, 32 Minuten

      Mir gefehl der alte name besser

      pornoantenne!
      ;-)

    • ambre | vor 852 Tagen, 16 Stunden, 40 Minuten

      damn und mir fällt grad erst auf, dass da ein wort fehlt, weil ich schreiben wollte "und ich hätte pearl jam stundenlang ausgelacht". wollts aber dann mit den queens of the stone age austauschen.. hoppla.

    • skofield | vor 852 Tagen, 6 Stunden, 1 Minute

      der alte name ist eine andere band.

  • alpiarts | vor 853 Tagen, 3 Stunden, 59 Minuten

    Innovativ:
    Kraftwerk, Eurythmics, Laurie Anderson, Brian Eno, Talking Heads (David Byrne), Au Pairs, Carmel, The Specials, Fun Boy Three, The Selecter, Madness, Linton Kwesi Johnson, DAF, Simple Minds, The Cure, New Order, Cocteau Twins, Lydia Lunch, The Residents, Klaus Nomi, Devo, Yello, Haindling, Spliff, CAN, Scritti Politti, Nena, Tom Tom Club, Nasmak, XTC, Nina Hagen, Ideal, Steve Beresford, The The, Sly Dunbar & Robby Shakespeare, David Sylvian, The Smiths, The Police usw.
    Ö:
    Blümchenblau, Chuzpe, Willi Warma, Minisex, Viele Bunte Autos, Die Sterntaler, Wiener Wunder, Ronny Urini, Extrabreit, Drahdiwaberl, Graf Hadik, Hansi Lang usw.
    --------------------------------------
    Ö Pop:
    Wilfried, Falco, Peter Cornelius, Stefanie Werger, Opus, Mo, Fendrich, Ambros, Georg Danzer, STS, DÖF, Andi Baum & The Trix, EAV, Maria Bill, Dujmic usw.

    Der damalige Mainstream hatte mit New Wave als solche wenig zu tun, in Ö gar nichts. (außer viell. Falco, Wilfried, H. Lang)

    Acts wie Prince, Chaka Khan, Public Enemy oder Sade Adu zählen für mich als Ausläufer der 80er, Einläuter des Danach.

    Auf dieses Posting antworten
    • tschutt | vor 853 Tagen, 3 Stunden, 13 Minuten

      pet shop boys

      fehlen! die schlossen in den 80ern den kreis zwischen innovativ und mainstream

    • sicklikejosef | vor 853 Tagen, 3 Stunden, 1 Minute

      Eine echt schöne Liste mit vielen Acts, die mir gar...

      ...nicht eingefallen wären

      aber ein paar hätte ich auch noch anzubieten: ABC, Blondie, Die Ärzte, Boy George & Culture Club, Billy Idol & Generation X, Elvis Costello, Television, Violent Femmes, Musical Youth, The Cure nicht zu vergessen, oder die Thompson Twins, die schrecklichen Kajagoogoo, die furchtbaren Genesis, und alle die Schulterpolster und Miami Vice Klamotten getragen haben.

    • wedge75 | vor 853 Tagen, 2 Stunden, 56 Minuten

      nicht vergessen: jimmy somerville/bronski beat/communards & franky goes to hollywood

    • fleurquin | vor 853 Tagen, 2 Stunden, 47 Minuten

      die liste lässt sich ewig weiterführen...

    • fleurquin | vor 853 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten

      adam ant, alan parsons project, alphaville, art of noise!, the blow monkeys, the catch, cindy lauper, natürlich da bowie, die eurythmics!, grace jones!, giorgie red, icehouse, kate bush!, men at work, peter gabriel!, PIL, roxy music!, die stranglers, talk talk, tears for fears!!!, ultravox und und und...,
      vor allem der pop-sektor war extrem spannend anfang bis mitte der 80er.

    • alpiarts | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 47 Minuten

      Danke Allen für die Weiterführungen.
      Speziell Grace Jones und Ultravox haben in meiner Liste gefehlt, die bewusst auf New Wave aufgebaut ist. Für mich waren die Underdogs interessanter.
      Roxy Music und Bowie kamen aus den 70ern daher.
      Man sollte allerdings bedenken, dass gerade im Mainstream Acts wie Kiss, Queen, Madonna, Michael Jackson oder auch Pet Shop Boys, Back Street Boys, Wham!, Phil Collins undsoweiter bestimmend on the top of the charts waren. Die waren da eher "pfui" in der subkulturellen Wahrnehmung, aber nicht weil sie so böse erfolgreich waren, sondern durchschaubar berechnend, also zuwenig "schräg", zuwenig "gewagt". Und Radio haben wir sowieso nicht gehört, da unsere Regale voll mit innovativerem, selbstgefundenem Zeugs war. Insofern haben wir den Mainstream nur aus der Ferne mitbekommen.

    • bloesel | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 4 Minuten

      ... man sieht's schon an diesen (äußerst unvollständigen) Listen: Da braucht's noch viele Cover-Sampler zur Aufarbeitung der 80er, bloß - wer braucht die?

    • billyhunt | vor 853 Tagen, 48 Minuten

      also ich brauchs nicht, die deppaten cover-sampler, he he..

    • fleurquin | vor 853 Tagen, 43 Minuten

      @bloesel

      natürlich sind diese listen unvollständig.
      gibt´s überhaupt sowas wie vollständige listen zu so einem thema?
      und gibt´s 80er covers die besser sind als das original?

    • sicklikejosef | vor 852 Tagen, 23 Stunden, 26 Minuten

      Herrlich!

      Frankie Goes To Hollywood sind natürlich Pflicht, Wham sowieso und danke wedge75 für die Erwähnung von Bronski Beat. Unvergesslich: Smalltown Boy!

      Hat das jemand eigentlich mal gecovert?

    • fleurquin | vor 852 Tagen, 22 Stunden, 53 Minuten

      ja, paradise lost, atrocity und was weiß ich noch wer.
      bronski beat war bei weitem besser als danach die Communards, vor allem
      hit that perfect beat boy war mein favorit..

    • cheguevarawithblingon | vor 852 Tagen, 22 Stunden, 40 Minuten

      Prince kam 84 mit Purple Rain und da hatte er schon 1999 und Little Red Corvette draussen. Wie ist Prince "ausläufer der 80er"?
      chaka khan war in den 70ern mit Rufus unterwegs...wie war die ausläufer der 80er?

      Hausübungen machen...das gibts ja echt nicht! Ich verstehe schon, dass man als Indiewuki sowas nicht hören darf, aber...das ist ja schon peinlich.

    • fleurquin | vor 852 Tagen, 21 Stunden, 31 Minuten

      sade detto

    • alpiarts | vor 852 Tagen, 20 Stunden, 38 Minuten

      ad cheblablabla:

      danke für das Prädikat "Indiewuki", Du Nichtsahnender. Anyway:

      Chaka Khan startete durch, als New Wave am Versickern war, - allgemein bekannt. 70er-Rufus kannst Du in diesem Zusammenhang vergessen. Da kannst Du gleich mit Jackson Five oder Ike&Tina Turner daherkommen.
      Prince:
      "Purple Rain" 1984
      "Parade" 1986
      "Sign O' The Times" 1987

      Sind in meiner Vinyl-Sammlung.

      Du hast nicht kapiert, worum es mir ging:
      nämlich um NEW WAVE ! ...klar ?
      Acts wie Prince waren ja so prägend für die 80er...hahaha.
      Sie galten damals als überproduziert und New Wave war am Aussterben, - denn er war eine maßgebliche Speerspitze der FRÜHEN 80er als Antwort auf die 70er gewesen, in denen ohnehin längst Punk Vorarbeit geleistet hatte. Im doch urbanen Wien und ihrer "Szene" erlebte ich das Ende des New Wave chronologisch relativ genau mit: Winter 84/85. New Wave ging, Prince, und ja, fleurquin, Sade kamen. Natürlich alles noch 80er-Jahre-Geschehen, aber nicht prägend, sondern als Platzhalter, - bis sowieso Techno&House&Jungle&Drum&Bass Alles niederwalzten und Grunge grungte.

      Well, und jetzt darfst du weiter Deine verstaubten Soul-Platten hören. Viel Spaß, shake whatever ; ))))))

    • cheguevarawithblingon | vor 852 Tagen, 11 Stunden, 30 Minuten

      alles klar.....also 80er ist nur new wave und der rest ist bare, oder wie meinst du das jetzt?

      ja klar...in österreich..kann schon sein, dass prince da irgendwas war. da waren aber in den 80ern auch eher acts wie david hasselhoff leiwand.

      Prince, dank Purple Rain, war die 80er...nichts ist irgendwie mehr 80ies, zumindest in der echten Musikwelt, als Purple Rain(Film, Song, Album). aber gut..wie du meinst.

    • 2ventq | vor 852 Tagen, 5 Stunden, 54 Minuten

      aus alten Spex abgeschrieben?

      sehr schöne Liste, die dich als Ü40 ausweist, oder? Ich bin 46 und das sind die Bands meiner Jugend (so zwischen 18 und ca. 25) PS: Extrabreit gehört nach D, genauer gesagt nach Hagen.

  • qubert | vor 853 Tagen, 4 Stunden, 6 Minuten

    Ich hätte wahrscheinlich

    Siouxie & the Banshees gecovert... oder Les Rita Mitsouko oder Chuzpe oder The Leather Nun. Ja - The Leather Nun wär wahrscheinlch meine Wahl gewesen.

    Auf dieses Posting antworten
    • pfisterbua | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 29 Minuten

      leather nun nicht schlecht, leather nun's cover von gimme gimme covern.

  • heinzheinrich | vor 853 Tagen, 5 Stunden, 14 Minuten

    na also gut. stellenweise kann ich da überhaupt nicht mit.
    und das obwohl ich mit 14 this just might be… hörte und definitely maybe-oasis hörer für mich musikalisch geschmacklose lemminge waren. was sich aus meiner sicht prompt 4 jahre später auch bestätigten. denn genau dieselben, die 94 noch all das was mir gefiel als sinnlosen lärm betrachteten machten 98 daraus new noise und feierten die „neue“ theologische theorie als den musikalischen meilenstein der 90er. jetzt - mehr als 10 jahre praktizieren und theoretisieren später find ich das alles noch immer nicht super. aber nicht mehr ganz so radikal – nicht mehr so als hätte man die hart erkämpft und verteidigte jugend/gegenkultur ohne mich zu fragen verkauft bzw. sie mir gestohlen. mittlerweile zeige ich seltener mit dem finger auf andere, weil es schon zu mir durchgedrungen ist. und ich wünsch mir mein schwarz/weiß auch nicht mehr zurück.

    Auf dieses Posting antworten
    • heinzheinrich | vor 853 Tagen, 5 Stunden, 14 Minuten

      insbesondere finde ich, dass es bei musik noch immer vor allem ums musikalische geht. no na ned. inwieweit das ohnehin nicht schon die von dir geforderten auseinandersetzungen beinhaltet kommt da noch dazu. denn ein cover von roxette kann z.b. in hinblick auf produktionsmittelauswahl/ einsatz (marx…) einem cover von sonic youth um lichtjahre voraus sein, auch wenn das beim ausgangsmaterial gänzlich anders sein mag. man muss es halt nur auch erkennen (können). was einem wenn man nicht einmal computerspiele auch als kunstform erkennt, bei heute jungen musikern relativ schwer fallen dürfte. sonic youth – eine deiner und meiner lieblinge – machten(!) zu ihrer zeit im übrigen genau das.
      zweitens: sonic youth z.b. waren für die ritter der tafelrunde von damals auch nicht mehr, als die schönen blumen auf dem kakaphoniekompost, die leicht verdaubare variante der 70er helden und mentoren von Lee Ranaldo und co. wie rhys chatham und glenn branca. etc etc etc. also: es geht immer deeper underground. weils einfach subjektiv ist was letztendlich für einen persönlich wichtig ist/ war=nicht nur (im fall von musik) radiomüllkommerzpop, um dahin zu kommen, wo man jetzt ist.

    • heinzheinrich | vor 853 Tagen, 5 Stunden, 14 Minuten

      und ich weiß:: das ist ein blog, das ist (d)eine meinung blabla. dennoch: hier machst du deine tugenden zu allg. werte. die syntax derer du dich bedienst stellt nämlich sehr wohl objektivitäts-anspruch (und tut das im übrigen beinahe immer; !zirkuläre kausalität - triade: wissen-macht-sprache!)

  • spliss | vor 853 Tagen, 6 Stunden, 10 Minuten

    .

    nachvollziehbar

    Auf dieses Posting antworten
  • phiffikus | vor 853 Tagen, 6 Stunden, 20 Minuten

    Indie-Bands covern Classic Rock??!

    Im Gegensatz zum Blumenau mag ich Foreigner und Scorpions. Halte gerade deshalb nix davon, wenn die von Indie-Kapellen gecovert werden.

    Auf dieses Posting antworten
    • parola | vor 853 Tagen, 3 Stunden, 33 Minuten

      echt?

      foreigner sind aber schon eine ganz üble band...da kann man sich schönreden was man will, es hilft nix.

    • fleurquin | vor 853 Tagen, 3 Stunden, 26 Minuten

      urgent war schon ok

    • phiffikus | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 57 Minuten

      echt!

      foreigner sind eine gute band...da kann man sich schlechtreden was man will, es hilft nix.

    • bloesel | vor 853 Tagen, 1 Stunde, 6 Minuten

      Classic Rock ist eher eine 70er Sache (Focus ...).
      Foreigner ist Retorten Rock, und stimmt, schlechtreden hilft da genauso nix wie schöntrinken ;)

    • pezibaer75 | vor 852 Tagen, 10 Stunden, 1 Minute

      ich bin kein foreigner-fan, aber eine respektable band - und nicht aus der retorte - waren sie schon. allein wenn man sich den musikalischen background der gründungsmitglieder jones und mcdonald (spooky tooth, king crimson) anschaut...
      nur "i wanna know what love is" ist natürlich absolute scheiße.