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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

27. 10. 2009 - 20:22

Journal '09: 27.10.

Warum die Abschiebung des gerupften Hahn nach Brüssel nicht nur in der Uni-Causa nichts verwässern kann, sondern auch noch europäischen Schaden verursacht.

Die Uniproteste auf FM4

Es war bereits am Samstag vorauszusehen (und mein letzter Satz im dortigen Journal sieht es bereits als Tatsache): die Regierung kommandiert Johannes Hahn, den Wissenschaftsminister, ehemaliges Vorstandsmitglied von Novomatic, als EU-Kommissar nach Brüssel ab. Hahn wurde in den letzten Tagen ordentlich durchgerupft - im aktuellen Bildungs-Protest auf den Unis spielte er eine erschreckend hilflose Rolle als handlungsunfähiger Ressortchef.

Nun löst diese Finte aber weder das Problem der Universitäten-Krise, noch schafft sie Vertrauen in die EU-Politik des Landes.
Ganz im Gegenteil: man verliert an beiden Fronten und zwar deutlich, in Debakel-Höhe.

Wie es zu dieser Lose-Lose-Situation kommen konnte, und welche verheerende Folgen sie noch nach sich ziehen kann, möchte ich im folgenden ein wenig näher in Augenschein nehmen.

Aus der Nummer rauskommen

Ich habe den letzten Freitag Nachmittag zufällig in einem Raum mit einem des Wissensmächtigen des innenpolitischen Zirkels verbracht, der da fast minütlich über die Causa prima des Tages upgedatet wurde: die parteipolitisch motivierte Taktiererei um die Besetzung des EU-Kommissars.
Was da an inoffiziellen Meldungen und Anliegen der Player in diesem aus dem Ruder gelaufenen Spiel eintrudelte, war (von allen Seiten) formal und inhaltlich erschütternd und veranlasste den Wissensmächtigen zu einem kopfschüttelnd wiederholten Satz: er würde gern wissen, wie die Spieler aus dieser Nummer rauskommen würden.

Der Hintergrund: in einem reinen Machtmatch zwischen den Koalitionspartnern ärgern sich Faymann und Pröll gegenseitig über Personal-Politik. Sie sorgen durch Unbedachtheit und Sticheleien dafür, dass Ex-Vizekanzler Molterer (der als Agrar-Kommissar, eine wichtige Rolle innerhalb der EU, man erinnert sich an Franz Fischler, der da gefühlt eine wesentliche Rolle im Brüsseler Gefüge spielte) und auch die aktuelle EU-Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner enorm beschädigt wurden. Nur weil der eine (aus billiger Parteiraison) einen bestimmten Kandidaten wollte und der andere, der Nominierer (aus noch niedereren Beweggründen wie Revanche), den zu verhindern trachtete. Mieses Impro-Theater.

Selbst-Schwächung, ohne Not

In der Bredouille die am besagten Freitag deutlich wurde (man musste eine Lösung finden, mit der alle leben konnten) kam die Lage an den Unis gerade recht: ein Minister in Nöten ist natürlich jemand, der leicht zu einem Karrieresprung zu überreden ist. Zumal er schon davor als möglicher Jack-in-the-box auf der Shortlist stand.

Mit seiner Nominierung ist der dümmliche Regierungs-Wickel der letzten Wochen als Nullsummenspiel mit zahllosen Image-Opfern beendet.
Aber: das erfolgte auf Kosten der Position. Denn der Kommissar-Job, den Neuling Hahn, international ein Leichtgewicht, bekommt, wird in jedem Fall ein unwichtiger werden. Womöglich der für Bildung, einem kleinen, einfluss- und kompetenzlosen Ressort. Denn der Wissenschaftsjob ist vergeben.

Das heißt: die inhaltlich wert- und belanglose Intrige hat die Position Österreichs in Brüssel massiv geschwächt.
Ganz ohne Not.
Denn: statt einer eingespielten Quasi-Außenministerin oder einem in einer Hausmacht-Tradition gefestigtem Agrar-Kommissar gibt sich das offizielle Österreich mit einem Hinterbänkler zufrieden.

Hahn ist Oettinger, aber nur fast

Nun ist die deutsche Nominierung unter ähnlich peinlichen parteipolitischen Personalspielen vonstatten gegangen. Dort hatte die CDU auch jemanden abgeschoben, der daheim schlechte Figur macht. Wobei Kanzlerin Merkel den Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, nicht deshalb nominierte, weil er öffentlich versagt hatte - er galt einfach parteiintern als anstrengend.

Auch die Deutschen haben sich da möglicherweise verrechnet. Denn das "wichtige Ressort im Wirtschaftsbereich", das Merkel annoncierte, wackelt - es gibt schon Einsprüche.

Bloß: das kann Deutschland ein bisserl wurscht sein.
Bei den großen Richtlinien der EU-Politik kommt Brüssel nicht an Berlin/Merkel vorbei.
Für Österreich gilt das nicht: über Wien/Faymann fährt man im Notfall ungebremst drüber, ein gut angesehener und mit einem zentralen Ressort betreuter Statthalter (denn der jeweilige Kommissar ist nun einmal der wichtigste Vertreter eines jedes Mitgliedslandes) ist also wichtig.

Und genau das hat die Regierung Faymann/Pröll mit heutigen Tage versaut.

Europa? Leistungs-Prinzip? Schon eher wurscht...

Daraus lassen sich zwei Merksätze ableiten.
Erstens: Österreichs Bundesregierung ist eine sinnvolle Präsenz in Brüssel, eine wirkungsvolle Rolle in Brüssel nicht wichtig. Zumindest weniger wichtig als heimische Intrigen-Wirtschaft.
Zweitens: wenn jemand aus dieser Regierung, vor allem von VP-Seite noch einmal die Phrase von Leistung die sich lohnen müsse, auspackt ist es erste Bürger- und Medien-Pflicht, diesem augenauswischenden Lippenbekenntnis diese Bestellung entgegenzuhalten. Nicht der bestmögliche Kandidat, nicht die Leistung entschied für die Nominierung, sondern die Parteiraison.

Dieser massive europäische Schaden, den man da angerichtet hat, mag Onkel Dichand erfreuen, ob die Onkels Leitl, Konrad und der Rest der Industriellenvereinigung, ob die Bauern und die Diplomaten das auch so sehen, darf bezweifelt werden.
Wenn Faymann/Pröll all denen und vor allem einer in EU-Dingen gnadenlos unbeleckten Bevölkerung damit ein Signal geben wollten, wie wichtig sie die Idee von Europa nehmen - dann ist ihnen das gelungen.

Was hinter den drei zentralen Twitter-Hashtags steht:
Unibrennt
Audimax
UnsereUni.

Das ist der Livestream, das ist die "UBahn-Zeitung" mit dem schönen Titel "Morgen" im Dowbload.

Hier die Links zu den wichtigsten Wirkungs-Analysen, die von Jana Herwig, von Tom Schaffer, die von Niko Alm, von Philipp SondereggerHelge Fahrnberger(www.helge.at
Und auch ein Betroffenen-Bericht kann super-analytisch sein.

Die Fehlkalkulation der alten Garde

Aber auch an der Uni-Front hat der Abzug von Hahn, die Notbremse, mit der man den Bildungs/Wissenschafts-Lokführer, der bislang nur im Kreis gefahren ist, aus dem Führerstand geholt hat, nichts gebracht.

Die notwendige Debatte wird sich dadurch nicht in Luft auflösen, die Proteste werden weitergehen.

Die Annahme man könnte die überaus überfällige Reform des vor lauter Provisorien strotzenden Uni-Systems damit aus den Schlagzeilen nehmen, erfüllt sich nämlich nicht, das diesbezügliche Kalkül geht nicht auf.

An dieser Fehlkalkulation der Regierungs-Strategen läßt sich der aktuelle Stand der Hilflosigkeit der alten Garde den neuen Veröffentlichungs-Formaten der Jungen gegenüber auf das Vortrefflichste illustrieren.

Bislang ist dieser Schmäh nämlich durchgegangen.
Bislang hat der jeweilige Minister (Hahn oder die unselige Vorgängerin) einfach die Standes-Vertreter (im Fall der Studenten die ÖH) halt einfach auflaufen lassen oder weggeblufft. Und dann auf ein Verpuffen gehofft.

Protest 2.0

Wichtig dabei: die Rolle der Medien.
Die transportierten immer brav, was den Mächtigen wichtig war; vor allem das Image der faulen Jungen, die arbeiten oder studieren sollen anstatt sich um eine Verbesserung ihrer Situation zu kümmern.
Dasselbe Muster wurde auch diesmal eingesetzt: eine mehr oder weniger gleichgeschaltete Presse begab sich in krassen Gegensatz zu ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich die Mächtigen zu kritisieren und die Anliegen der Normalos widerzuspiegeln und suhlte sich im vorsichtigen Rat an die Mächtigen und traditionellen Tadel der Jungen.

Nur: das funktioniert nicht mehr.
Denn einerseits bröselt der Protest 2.0 nicht wie seine analoge oder die 1.0-Ausgabe von vor ein paar Jahren nach kurzem Aufbäumen zusammen.
Und andererseits braucht der Protest 2.0 die alten Medien nicht mehr um zu wirken.
Er wirkt von selber, über die eigenen Kanäle, über Social Networks und Live-Stream.

Und das wiederum zwingt die Medien dann erst recht zur Berichterstattung. Und plötzlich ist es die Protestbewegung, die die Bedinungen definiert: denn jede Diffamierung der Mainstream-Medien kann sofort, auf allen Kanälen entgegnet werden. Man hat immer die (Live-)Nase vorn. Und die alten Medien sind verwirrt.

Die Angst der Alten vor den neuen Medien

Der alte Schmäh, der sich in den letzten Jahren bequem durchziehen ließ, greift also nicht mehr.

Da können die Konservativen noch so strampeln.

Die neuen Medien haben ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, für Österreich. Wenn aus einem kleinen Flashmob, einer Aktion, einer Demonstation innerhalb von ein paar Tagen ein medial schlauer, inhaltlich gewichtiger und selbstverwalteter Protest wird, der Österreich erregt, dann ist das Beleg genug.

Oldies, die in diesem für sie neuen Problemfeld einen konservativ argumentierenden Anstoß brauchen, wenden sich an Herrn Schirrmacher.

Das haben die Alten den Jungen nicht zugetraut - weil die Alten Protest noch auf einer hochanalogen Ebene begreifen und von den Handlungsweisen dieser digital Natives auf dem falschen Fuß erwischt wurden.

Da nutzen Schachzüge wie der mit Hahn gar nichts.
Und das ist auch gut so.

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  • radiohead | vor 103 Tagen, 19 Stunden, 22 Minuten

    die österreichische lösung:

    den hahn nach oben degradiert ;)

    Auf dieses Posting antworten
  • jumo1704 | vor 103 Tagen, 21 Stunden, 2 Minuten

    "Die jugend von heute liebt den luxus, hat schlechte manieren und verachtet die autorität.Sie wiedersprechen ihren eltern,legen die beine übereinander und tyrannisieren ihre lehrer." Sokrates
    Lieb ist die legendenbildung hier auf fm4 wo von den armen studenten alle forderungen kritiklos übernommen wird. Das grenzt ja schon an gehirnwäsche somit degradiert sich fm4 zu einer drittklassigen schülerzeitung.Es ist anscheinend relativ bequem in schwarz/weiss zu denken und zu leben. Mir ist schon klar das die zielgruppe die aktiven u ex studierenden sind als lehrlinge od hauptschüler was traurig genug ist für eine art jugendsender. Als normaler mindestlohnempfänger (gewollt ohne matura od studium als persönliche verweigerung gegenüber der von mir verachtenden gesellschaft und deren vorgegaukelten chancen) würde ich mir soviel solidarität zb. in punkto mindestpensionisten oder angestellte im handel wünschen. Aber dieses scheuklappen denken ist normal für den homo sapiens und kein rein österreichisches dilemma. Der mensch ist wie er ist. Und auch diese möchtegern "sturm auf die bastille" verpufft im güllehaufen der gesellschaft und das zu recht.

    Auf dieses Posting antworten
    • jumo1704 | vor 103 Tagen, 20 Stunden, 7 Minuten

      Mit Bildung und dem ausbau des bildungssystems war in der vergangenheit häufig die hoffnung verbunden, soziale ungleichheiten abzubauen. Das sich die ersehnte chancengleichheit um eine illusion handelt
      haben schon in den 60er jahren die beiden franz. soziologen pierre bourdien u. jean-claude passerson aufgezeigt und in die jetztzeit übertragen von der lan-studie,iglu-studie od. pisa bestätigt worden ist. Ich hab zahlen aus deutschland die das klar aufzeigen. Zugang zum studium: 1982 anteil von arbeiterkinder 9% zu 2000 - 12% und der anteil von beamtenkinder 1982 war 46% zu 2000 auf 73%. Erstaunlich aber auch klar wo das problem doch in der früh selektierenden bildungssystemen und der schulwahl wie in germanien,österreich,der deutschsprachigen schweiz,tschechischen republik od ungarn ist. Nebenbei sind studiengebühren nicht der weisheit letzter schluss aber zum bsp. gäbe es auch das australische modell eines darlehnsystem. Keine zugangbeschränkungen, hallo. Stand 16 okt. aus der apa sind in den 20 beliebtesten studienrichtungen bereits 60% der neu inskribierten von 220 studienrichtungen. Reformen müssen her aber bitte mit augenmaß und manchmal muss man was aufgeben um etwas zu bekommen.

    • blumenau | vor 103 Tagen, 19 Stunden, 39 Minuten

      ich dachte nicht, dass hier noch einer mit sokrates kommt, und das ausgerechnet hier und mir, der ich da einen extrem kritischen ansatz habe: http://fm4.orf.at/generation2029

      abgesehen davon: um die forderungen der studenten geht es in dieser geschichte, wie du nicht gemerkt hast, gar nicht, sondern um die politische vorgeschichte und die mediale umsetzung. insofern: themenverfehlung, sorry.

      zudem: ausgerechnet bourdieu als kronzeugen für die hahn-politik heranzuziehen zeugt von unverfrorener unkenntnis der lage. dazu war aber eh schon hier http://fm4.orf.at/stories/1630135/ alles gesagt.

    • jumo1704 | vor 103 Tagen, 17 Stunden, 58 Minuten

      Es war eine gewollte themenverfehlung. Den die üblichen ränkespiele von parteien zu kommentieren ist einfach nur sinnlos. Alles auf hahn abzuwälzen ist zu wenig den die reformen hätten viel früher gemacht werden müssen.
      Die nächste sau wartet doch schon die durchs dorf getrieben wird für diesen posten. Ein problem hab ich schon mit den forderungen. Wer soll das zahlen ? Wir bekommen immer während einen lügenbrei vorgesetzt und mir fehlt das in dieser debatte und auch anderen themen. Ich schätzte mal europa wird auch einen blassen hahn verkraften.
      Ps: Hr. Bourdieu schätze ich für seine kritische sicht auf die gesellschaft und die erkenntnisse in punkto soziale ungerechtigkeiten und nicht als kronzeugen einer provinziellen politik. Ich wollte nur zeigen das "bildung für alle" eine schöne utopie ist und leider bleiben wird.

    • blumenau | vor 102 Tagen, 22 Stunden, 38 Minuten

      gewollte verfehlung, achso, das entschuldigt alles.
      die platte: wie soll das gehen-ausrede mit der man sich die gespräche überhaupt gleich ersparen will - auch eine gewollte verfehlung?
      das ist kein debatten-ansatz, das ist destruktiv - und hat deswegen im aktuellen diskurs auch kein leiberl.

      deine bourdieu interpretation = eher unsinnig, aber bitte, jeder wie er will.
      den: wo ist denn das problem mit utopien? jede möglich zukunft ist jetzt gerade eine. und es liegt an dir, was draus zu machen.

  • weirdolo | vor 103 Tagen, 22 Stunden, 8 Minuten

    grade war im zib20 beitrag einer mit nem "hahn you cock" plakat zu sehen ^^

    Auf dieses Posting antworten
    • rriotrradio | vor 103 Tagen, 21 Stunden, 7 Minuten

      booaaahhh...voll lustig!

    • weirdolo | vor 103 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten

      auf jeden fall sehr einfallsreich ^^

  • perrymason | vor 104 Tagen, 2 Stunden, 37 Minuten

    AUFRUF!

    Die AG "Bier und Zigaretten" ruft auch zum Protest auf. Wir fordern: kein Rauch- und Trinkverbot in öffentliche Räumen! Hinkommen - Mitmachen: heute 17.00 vor der Uni.

    Auf dieses Posting antworten
    • perrymason | vor 104 Tagen, 2 Stunden, 32 Minuten

      Die AG "Lambadatanz" ist auch mit dabei!

    • perrymason | vor 104 Tagen, 2 Stunden, 20 Minuten

      Ohne Zynismus: Solidarisieren ist das Stichwort!

    • doktorboese | vor 103 Tagen, 21 Stunden, 2 Minuten

      In offenen Räumen habe ich nix gegen die Raucherei, in öffentlichen Räumen, sofern sie geschlossen sind -> Nein Danke. Find ich nicht besonders fortschrittlich.

    • appetiteforconstruction | vor 103 Tagen, 19 Stunden, 21 Minuten

      Rauchen in öffentlichen (geschlossenen) Räumen ist per se unsolidarisch.

  • gerberkurt | vor 104 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

    das schauspiel ist unwürdig

    und hat den ursprung in der aufgabe der spö bei der koalitionsverhandlung, wo sie schon, neben den einflussreichen ministerien, den kommissarsposten der övp überlassen haben.
    molterer und ferrero-waldner sind genau so unbedeutende, unscheinbare figuren wie hahn.
    und ob molterer oder f-w bedeutende ressorts bekommen hätten ist reine spekulation.

    Auf dieses Posting antworten
    • caveb | vor 104 Tagen, 3 Stunden, 34 Minuten

      spekulation von moltofon als agrarminister, nebenbei das einzige resort wirklich großen Stellenwert/Budget hat, weil der einzige Bereich der wirklich zentralisiert von brüssel übernommen wurde.
      dieser wäre wenigstens ein kommissar gewesen der auch in der Landes und Bundespolitik damit schon betraut war.

      F-W hätte schon bewiesen das sies kann (bzw bis jetzt keine mängel aufscheinen lassen), ich glaub das gehört zu diplomaten das sie generell grau erscheinen. und man kann davon ausgehen (spekulieren) das sies auch weiterhin bekommen hätte

      Faymann hat mit der Forderung von f-w das damals der ÖVP versprochene Vorschlagsrecht an sich genommen. (ob die ÖVP nicht eh f-w vorgeschlagen hätten weis man ja nicht, vielleicht jetzt ja nur nicht den Vorschlag von Faymann übernehmen und molterer fav.)

      das man das vorschlagsrecht überhaupt schon einer partei zuspricht und selbst abgibt, finde ich unmotiviert zur EU politik.
      Das Vorschlagsrecht dann doch wieder für sich beaspruchen, is halt ein kleiner koalitionsbruch, wenn auch unbedeutend

      somit kann man einen minister strafversetzen/befördern der eh grad in bedrängnis is, und sonst auch nicht wirklich geglänz hat/sunnyboy image hat

      und es scheint als würde er jetzt als kompromiss genannt werden um den faymannschen vorschlag zu verhindern, pomadigerweise

  • balancepoint | vor 104 Tagen, 4 Stunden, 26 Minuten

    In meinem Kochtopf schwimmt ein Hahn
    Der schaut mich ziemlich traurig an
    Seine Haut ist ziemlich blaß
    Aber ihn zu essen wird ein Spaß
    Heute morgen hat er noch gekräht
    Seinen Samen in sein Lieblingshuhn gesät
    Hat noch Korn für Korn gepickt
    Und ist noch einmal eingenickt

    Auf dieses Posting antworten
  • derister | vor 104 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

    nichts als heiße luft, herr blumenau

    beziehen sie stellung, mann! es kann doch nicht sein, dass dieses lauwarme gewäsch das einzige ist, was ihnen dazu einfällt! politiker sind immer austauschbar und herr hahn ist überhaupt nicht gegenstand irgendwelcher debatten (außer denen eventuell, die von leuten ausgelöst werden, die nicht sehen, dass die personifizierung von gesellschaftlichen problemen gefährlich ist).
    was ist denn nun mit ihnen? solidarisieren sie sich mit den student/innen?
    kommen sie ins audimax?
    bleiben sie auf ihrem sessel picken?
    schöne grüße

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 104 Tagen, 5 Stunden, 40 Minuten

      das ist alles schon seit samstag gesagt, zuspätkommer!
      http://fm4.orf.at/stories/1630135/

    • derister | vor 104 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten

      alles schon gesagt?

      dass sie da in einem nebensatz die relevanz der aktionen zugeben, werten sie als stellung beziehen?
      und zur qualität dieses beitrags: heiße luft: ein bisschen mehr zu sagen, als den chefredakteur einer unbeutenden zeitung - dessen zuvoreilende super-neoliberale statements maximal einen satz brauchen, um adäquat kommentiert zu werden - durch den eigenen saft zu ziehen, darf's dann schon sein; even at home, baby!

    • blumenau | vor 104 Tagen, 4 Stunden, 25 Minuten

      lesen ist vorbedingung für debatte.
      aber jeder kanns halt nicht.
      deshalb für dich nochmal ein paar key-sätze aus der samstagsgeschichte:

      !Denn das ist gerade angesichts der schwelenden Debatte über die Farblosig-, Antriebslosig- und Geistlosigkeit der jungen Generation eigentlich eine Unverschämtheit: da nehmen sie einmal das Heft des Handelns in die Hand, stoßen eine Debatte an, formal schlau, inhaltlich in jedem Fall diskussionswert, und müssen sich dann erst recht wieder mit irgendwelchen altlinken Klischees bewerfen lassen, wiewohl sie damit genau gar nichts am Hut haben.

      Hier machen es sich die Definitionsmächtigen dieser Debatte unglaublich leicht. Und es ist egal, wie die Jungen agieren oder reagieren: entweder sie sind pomadig und handlungsunfähig, oder sie sind vorschnell und allzu aktionistisch. Diese Mühle-Auf-Mühle-Zu-Politik der Altvorderen ist eine Frechheit."

    • tshirt71 | vor 103 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

      Die Berichterstattung auf FM4 ist sehr einseitig und nicht objektiv. Die gestrige Diskussion in Connected war nicht sehr seriös geführt. Mirjam Ungers Fragen waren seicht, aufgelegt und nicht gerade kritisch. Anrufer wurden in ihrer Meinung von Frau Unger noch mit einem kräftigen "Yeah" bestärkt.
      http://fm4.orf.at/radio/stories/1630349/
      Im Gegensatz dazu fand heute auf Ö1 (Von Tag zu Tag) eine Diskussion statt, die wesentlich mehr Niveau hatte. Der Moderator Rainer Rosenberg führte das Gespräch sachlich und stellte auch kritsche Fragen.
      http://oe1.orf.at/programm/200910283301.html
      Ich würde mir mehr Objektivität von FM4 wünschen.

    • blumenau | vor 103 Tagen, 19 Stunden, 43 Minuten

      was objektivität ist bestimmst du, in anleihe an den altbürgermeister lueger. klar vertritt ö1 eher eine professorale position, fm4 eher eine studentische, das liegt in der natur der sache. wenn du damit probleme hast, ist das wirklich bitter.

    • tshirt71 | vor 103 Tagen, 11 Stunden, 29 Minuten

      Was heisst eher?

    • blumenau | vor 102 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

      http://de.thefreedictionary.com/eher

    • derister | vor 102 Tagen, 17 Stunden, 37 Minuten

      der blumenau bringt's einfach nicht

      fm4 studentisch? das ist eine selbstüberschätzung! eher das niveau von schüler/innen, dafür spricht auch das ungefragt vorausgesetzte pronomen "du", eine unart, sage ich ihnen!

      und, herr blumenau, haben sie sich nicht selbst stets als großer Kritiker der "Farblosig-, Antriebslosig- und Geistlosigkeit der jungen Generation" gezeigt?

      ihr mischmasch, von dem sie anscheinend hoffen, neben ihrem unerträglichen hang zu leeren floskeln (a la: "das liegt in der natur der sache", wtf?), dass er von ein paar gut klingenden ausdrücken postmoderner theorien, die sie in halbwegs luziden momenten aufgeschnappt zu haben scheinen, entbehrt wie immer dem, was statt geschwafel und kognitivem leerlauf in 10000rpm am meisten gefragt ist, ich sag's ihnen: selbst-positionierung, engagement, aufstehen und rausgehen mit seinen anliegen und sagen, wofür man ist. wogegen man ist, kann man leicht sagen, ändern wollen muss man's, und das wiederum muss man sich trauen.

  • mischnimpossible | vor 104 Tagen, 8 Stunden, 2 Minuten

    Ein EU-Kommissar...

    ...ist eben nicht Statthalter seines Landes in Brüssel, sondern in seinem Ressort für ganz Europa zuständig.
    Nachzulesen in den Interviews von Franz Fischler, der immer wieder betont hat, dass er NICHT der Vertreter von Österreichs (der Tiroler) Bauern in Brüssel ist.

    Auf dieses Posting antworten
    • mischnimpossible | vor 104 Tagen, 8 Stunden, 1 Minute

      Sorry, hat eh guensberg da unten schon geschrieben.

    • caveb | vor 104 Tagen, 5 Stunden, 52 Minuten

      es sagt aber trotzdem viel über die wertigkeit der Regierung der EU gegenüber aus.

      Ob man jetzt einen Politiker der beliebt war, oder sich schon etabliert hat, oder jemdanden hat der schon eine gewisse nähe zu Kommisariaten hat das früher schon mit österreichern besetzt wurde.

      oder ob ich den posten jemandem gebe der eh schon nicht ganz durchgezündet hat in österreich, und nicht die ganz so großen würfe machen konnte. und nebst dazu sich geschickt aus einer derzeitigen krise in seinem resort verschwinden kann.

    • blumenau | vor 104 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

      der Kommissar Europaminister, steht ja eh im text, und, genauso wichtig, der wichtigste brüssler vertreter seines landes.

  • frankie1972 | vor 104 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

    stimmt schon:

    Auf dieses Posting antworten
    • frankie1972 | vor 104 Tagen, 9 Stunden, 2 Minuten

      hahn ist sowohl als person als auch politiker eine niederlage für die övp und nun für österreich und die eu. aber ferrero und molterer? nicht bös sein, die dauergrinsende schönsprechtante und der muffelnde provinzbär sind wohl auch kein renomee für rot weiß rot. eine alternative fällt mir allerdings auch nicht wirklich ein...

  • pauko | vor 104 Tagen, 9 Stunden, 23 Minuten

    alte medien

    spannend ist, wie das ansonsten unsägliche und jeden reaktionären schwachsinn reproduzierende "heute" über die uni-proteste schreibt: nämlich neutral bis positiv. die haben sogar den live-stream aus dem audi-max als aufmacher auf der homepage: www.heute.at

    wohl eher nicht weil "heute" plötzlich kritischen journalismus, die liebe zum intellektuell fundierten widerstand und ein herz für studierende entdeckt hat. wohl eher weil die studis halt mit der u-bahn zur besetzung fahren: klassische klientel-schreibe.

    dieser trick, mit dem sich alte medien im neuen spiel halten wollen, ist ein paar eigene, zusätzliche gedanken wert.

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