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Musik, Film, Heiteres

Markus Zachbauer

Markus Zachbauer

Bildung und Einbildung, die Herrscher der Welt. Lifelong Learning in der FM4 Internet-Redaktion.

28. 10. 2009 - 22:29

Zu viele für den Audimax

Bilder und Video von der ersten Großdemo in Wien.

Die Uniproteste auf FM4

Gegen 20 Uhr kommen die meisten TeilnehmerInnen der großen Bildungsdemo wieder am Ausgangspunkt, der Universität an. Die Spitze des Demozuges ist schon eine Weile hier, die letzten stehen noch fast bei der Börse.

Wieviele es sind? 10.000 sagt die Polizei, 50.000 sagen die VeranstalterInnen. Näher an der Wahrheit sind definitv sie.

Der größte Uniprotest der letzten Jahre hat seine Nagelprobe bestanden. Er wird nicht nur online und im Audimax getragen, sondern kann durchaus ein paar Straßenzüge füllen. Nicht nur die schmalen in der Wiener Innenstadt, sondern auch problemlos den Ring. Das waren bei der Rückkehr zu viele für den Audimax. "Bitte nicht mehr in den Audimax gehen. Der ist voll."

Der Marsch zuvor war laut und friedlich verlaufen, führte über Ring und Heldenplatz, vorbei am um diese Zeit wohl ziemlich leeren Wissenschaftsministerium und über den Schwedenplatz zurück.

Slideshow not available!

Naturgemäß etwas kleiner fiel die heutige Demonstration in Salzburg aus. Dort waren etwa 500 Menschen auf der Straße. Am Donnerstag wird in Graz und Innsbruck demonstriert. Dann treffen sich auch VertreterInnen der ÖH mit dem Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Von "Verhandlungen" will ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer dabei nicht sprechen. Dafür bräuchte es zuerst eine Kehrtwende seitens der Politik. Nach der klangen die heutigen Aussagen des Ministers allerdings nicht. Er sprach sich erneut für Zugangsbeschränkungen als Lösung der überfüllten Hörsäle aus.

Einen Katalog von Forderungen der Studierenden legten die jedenfalls heute auf dem Tisch. Solange die nicht erfüllt sind, wollen sie bis auf weiteres im Audimax bleiben.

Die Hauptuni ist auch nach 22 Uhr noch heillos überfüllt. Aus Sicherheitsgründen - so die Protestwebsite unsereuni.at können im Audimax heute keine Konzerte mehr stattfinden. Möglicherweise werden für die angekündigten Ja, Panik!- und Luise Pop-Konzerte allerdings noch Ausweichorte gefunden.

Und ja, der am Nationalfeiertag vom österreichischen Bundesheer aufgestellte Weltrekord im Mambo-Tanzen wurde geknackt.

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Forum

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  • trotzdem | vor 833 Tagen, 13 Stunden, 28 Minuten

    @kerk

    Es gibt prekäre Arbeitsverhältnisse. Nicht die, die sie eingehen (müssen) sind schuld, sondern die, die sich weigern für eine Verbesserung zu kämpfen! Wir müssen zusätzlich zu den bildungspolitischen, jetzt auch arbeitsrechtliche Fragen ansprechen!!

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  • herrk | vor 836 Tagen, 13 Stunden, 37 Minuten

    zum forderungskatalog...

    von punkt 1 bis 5 trotz der sehr spezifischen und größtenteils polemischen formulierung natürlich über weite teile diskutabel bis unterstützenswert...

    ...zu punkt 6: dazu kann ich nur sagen, dass dies in der eigenverantwortung jedes einzelnen liegt. soviel ich weiss, darf man sich in mitteleuropa ja aussuchen, für wen man arbeitet. wenn es also leute gibt, die so dumm sind, verträge zu unterschreiben, die zu prekären dienstverhältnissen führen, dann sind sie selbst schuld.

    ...zu punkt 7: oje...die faschistoid-feministinnen schon wieder. der mensch, der mir erklären kann, was eine quote mit gleichberechtigung zu tun hat, und nebenbei vielleicht auch noch, was diese leidige thematik mit der vermeintlichen unimissäre zu tun hat, dem wäre ich im höchsten masse dankbar...

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    • buntewarenwelt | vor 836 Tagen, 12 Stunden, 42 Minuten

      6.: In manchen Branchen gibt es aber fast nur noch prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Da fällt das Aussuchen dann ein bissl schwer.

      7.: Vor allem in technischen Fächern mit kaum weiblichen Studentinnen wird es der Qualität von Forschung und Lehre wohl kaum zuträglich sein, die Hälfte der Posten mit Frauen zu besetzen...

    • seppkultura | vor 835 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

      ist schon ziemlich dumm, einen job anzunehmen, damit man nicht auf der strasse sitzt und verhungert. gibt ja schließlich mehr als genug arbeitsplätze für alle, da kann ich mir aussuchen, wer meinen lohn bezahlen darf.

  • floetenschlumpf | vor 837 Tagen, 3 Stunden, 18 Minuten

    eindruck eines tu studenten

    zuerst einmal war ich begeistert, dass sowas großes aus dem nichts entstehen konnte. es waren wirklich viele leute bei der demonstration. darunter auch einige motivierte und noch mehr mitgeher so wie ich. dabei sein ist alles und wir wollen uns ja auch solidarisch mit unseren kumpels erklären. ok.

    aber zur sache: es gibt glaub ich nur ein großes problem aber umsomehr forderungen. das hauptproblem sind zu kleine hörsäle bzw. zu wenige studienplätze. dieses problem trifft aber hauptsächlich einige fächer an der hauptuni, weshalb dort das plenum wohl auch deutlich besser besucht ist. der stein des anstoßes, nämlich bestimmte folgen des bologna prozesses sind den meisten gar nicht wichtig.

    was am anfang als hauptforderung durchkam war ja ein höheres budget. damit wäre nämlich das hauptproblem lösbar - das mit den studienplätzen. aber woher nehmen wenn nicht stehlen? das budget ist naturgemäß ausgereizt, die republik eh schon verschuldet. was wir jetzt ausgeben zahlen wir also eines tages mit zinsen zurück. einzige lösung ist es also nach einsparungsmöglichkeiten zu suchen und die effizienz zu verbessern. ein vorschlag: viele studieren nur wegen versicherung und kindergeld. denn für nur 8 semesterstunden bekommt man kindergeld für den...

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    • buntewarenwelt | vor 836 Tagen, 14 Stunden, 27 Minuten

      aber woher nehmen wenn nicht stehlen?

      * Vermögen wird derzeit in Österreich kaum besteuert
      * Österreich leistet sich einen Bundesrat und neun Landtage mit hunderten, nein tausenden gutbezahlten Sesselfurzern sowie die zugehörigen Verwaltungsapparate, die für so ziemlich gar nichts gut sind.
      * Unsere Pensionisten sind die reichsten der Welt; leider stellen sie Millionen Wähler, womit man Einsparungen in diesem Bereich leider vergessen kann.
      * Von mir aus auch Studiengebühren (mit sozialer Abfederung), aber zweckgebunden und nicht das Unibudget um den selben Betrag kürzen, wie das die tolle ÖVP gemacht hat.
      * Etc. pp.

  • balancepoint | vor 837 Tagen, 3 Stunden, 52 Minuten

    Der ORF bringt es im Gegensatz zu UNI BRENNT nicht fertig, einen Live-Stream der ZIB2 anzubieten. Stattdessen ist der Server des Windos Media On-Demand ständig überlastet.

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    • wegfahrlaune | vor 836 Tagen, 11 Stunden, 43 Minuten

      der orf gestaltet die berichterstattung überhaupt sehr fragwürdig.

  • rriotrradio | vor 837 Tagen, 3 Stunden, 58 Minuten

    ein ideologisch verstopfter forderungskatalog...

    ...surprise, surprise...

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    • freakout77 | vor 837 Tagen, 3 Stunden, 56 Minuten

      einen ideologiefreien forderungskatalog fordern geht aber auch nur wenn man sehr, sehr müde ist.

    • rriotrradio | vor 837 Tagen, 3 Stunden, 50 Minuten

      ich fordere gar nichts...

      und ich habe auch nichts anderes erwartet...weder besser noch schlechter. die damen und herren bewegen sich exakt im rahmen ihrer möglichkeiten bzw. der ihnen zugedachten rolle...

    • armerschwarzerkater | vor 836 Tagen, 18 Stunden, 13 Minuten

      Ideologie(n)?

      Welche Ideologie genau? Aus dem in Interviews der Kundgebungsteilnehmer gesagten lässt sich keine definierbare Ideologie erkennen. Macht alles eher einen proteisch wandelbaren Eindruck. Heute ein bisschen Gender morgen etwas Mitbestimmung und übermorgen Weltfrieden.