Erstellt am: 5. 11. 2009 - 14:04 Uhr
"Freie Bildung für alle"
Die Uniproteste auf FM4
- Eine schwächelnde Bewegung schaut anders aus: Bilder vom Aktionstag (5.11.2009)
- "Freie Bildung für alle": Bundesweiter Aktionstag (5.11.2009)
- Unizugang, frei geregelt oder beschränkt? Vom Numerus Clausel und anderen Modalitäten (4. 11. 2009)
- Die Uni brennt auch in Berlin: Studierende in Berlin solidarisieren sich mit den Uniprotesten in Österreich. (2.11.2009)
- Nicht im traditionellen Sinn "politisch": Mit institutionalisierter Politik haben die Uni-AktivistInnen nichts am Hut. (2.11.2009)
- Bildung und Markt: Missverständnisse im Zusammenhang mit Bildung (2.11.2009)
- Uni, Quo Vadis?: Wie die Universität in Zukunft aussehen könnte. (1.11.2009)
- Journal '09: 31.10. Angewandter Audimaxismus: Bildung statt Ausbildung. (31.10.2009)
Und alles im Überblick auf fm4.orf.at/uni
Nach der doch für einige überraschend hohen Beteiligung an der Wiener Bildungsdemo von letztem Mittwoch baut man diesmal vor. Genau zwei Wochen, nachdem die Proteste für einen frei(er)en Hochschulzugang und bessere Bedingungen an den Universitäten mit der Besetzung des Wiener Audimax begonnen haben, soll heute, Donnerstag, ein großer "Aktionstag für Freie Bildung" stattfinden.
Jede Menge Absperrgitter stehen rund ums Wissenschaftsministerium bereit, parkende Autos sind nicht gerne gesehen.


Zäher Start im Morgennebel
Es könnte ein langer, kalter Tag werden. Das Wetter haben die Studierenden dabei jedenfalls nicht auf ihrer Seite. Zumindest in Wien steht ihnen ein vernieselter Novembertag bevor. Die ersten als Vorspiel gedachten Aktionen verliefen dann hier auch ohne sehr große Publikumsbeteiligung: Etwa 60 SchülerInnen statteten dem Bildungsministerium um 9 Uhr früh einen Besuch ab, 50 Wecker klingelten bei einer Medienaktion der ÖH vor dem Bundeskanzleramt Werner Faymann aus seinem "Bildungspolitischen Schlaf", eine gemeinsame Aktion von SchülerInnen und BesetzerInnen des Audimax fiel dem Nebelwetter am Vormittag ganz zum Opfer. Stattdessen zogen Studierende und Lehrende der Theater-, Film und- Medienwissenschaft in ein Lokal am Minoritenplatz, das auch Kantine von Bildungs- und Wissenschaftsministerium ist und machten dort mit Mit "Lasst uns nicht verhungern"- und "0,05 Quadratmeter pro Student"-Aufklebern auf sich aufmerksam.

Medienwirksam waren die Aktionen der letzten beiden Wochen allemal. Das Meinungsforschungsinstitut IMAS bescheinigt den Protesten einen bemerkenswerten Bekanntheitsgrad von 96%.
Einen Rückblick auf 14 Tage Uniproteste hat Arthur Einöder zusammengestellt:
Demonstrationen
On Air
Berichte von den Studierendenprotesten an diesem Aktionstag gibt es ab 15 Uhr in FM4 Connected und ab 19 Uhr in der Homebase.
Für den Nachmittag und frühen Abend kann man allerdings mit den Erfahrungen der letzten Wochen doch mit deutlich mehr TeilnehmerInnen rechnen.
In Wien werden zwei Demonstrationszüge jeweils um 16 Uhr vom Hauptgebäude der TU am Karlsplatz und von der Universität am Karl-Renner-Ring weg zu einem gemeinsamen Treffpunkt am Urban-Loritz-Platz führen. Dort wird ab 18 Uhr eine Abschlusskundgebung stattfinden, gegen 19.30 werden Attwenger auf der Bühne stehen.
Ebenfalls um 16 startet eine Demonstration in Graz. Dort zieht man von der Karl Franzens Uni zum Hauptplatz.
In Salzburg startet eine Prozession unter dem Motto „Hahn trägt die Bildung zu Grabe“ um 16 Uhr am Geswi-Gebäude am Rudolfskai.
Die Demonstration in Linz startet um 17:30 Uhr und geht vom Volksgarten über die Landstraße und den Hauptplatz zum AEC Platz.
Keine großen Demonstrationen, sondern kleinere Aktionen sind auch in Klagenfurt und Innsbruck geplant.
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