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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

8. 11. 2009 - 21:54

Fußball-Journal '09-103.

Strategisches Denken wird bestraft: in Bayern mit 50.000 Euro, in Österreich durch Realitätsverweigerung. Oder: Pacult, outen Sie sich!

Völlig off-topic, aber weil es gerade nebenbei abläuft: meine aktuelle Lieblingsmannschaft, die fabulöse Schweizer U17, wirft nach Siegen gegen Brasilien, Mexiko und Japan im Achtelfinale die guten jungen Deutschen, jetzt eben im Viertelfinale die tollen jungen Italiener raus. Ich hoffe auf ein WM-Finale gegen Spanien oder Gastgeber Nigeria!

Es ist nicht so, dass in Zeiten eines Teamchefs auf der Pequod, einer deutlichen internationalen Schwäche-Phase und einer heimischen Meisterschaft auf dem Niveau des aktuellen Wetters, alles für eine aktuelle Abrechnung aufgelegt wäre.

Schuld daran ist der deutsche Krisen-Nachbar Bayern München. Dort schwächelt man auf hohem Niveau und vermag das Anspruchsdenken der alten Gutsherrengarde nicht mit den Anforderungen des modernen Spiels zu verbinden. Das bedingt zum Beispiel auch den mitdenkenden Spieler.
Dass just der Prototyp dessen, Franz Beckenbauer (der anlässlich der WM 1974, als es nicht lief, die Teamführung an sich riss, den Trainer entmachtete und ab der zweiten Hälfte des Turniers Aufstellung und Taktik selber besorgte) den einzigen Mitdenker des aktuellen Teams abstraft, zeigt nur, was die Verblendung des Alters nach sich zieht.

Die Wahrheit kostet 50.000 Euro

Lahm im OT:
Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. Wir haben zum Beispiel Arjen Robben geholt, weil er ein sehr guter Spieler ist. Aber wir haben ihn nicht geholt, weil wir gesagt haben: Okay, wir spielen jetzt künftig im 4-3-3-System. So etwas gibt es bei uns nicht: Dass der Verein etwas vorgibt und alles darauf aufgebaut wird.

Man sagt, okay, wir spielen jetzt 4-3-3 in den nächsten Jahren, und dann überlege ich: Welche drei Spieler hole ich dafür im zentralen Mittelfeld? Die zwei offensiven haben wir mit Sicherheit mit Ribéry und Robben, und einen richtigen Stürmer, der vorne drin ist, haben wir auch. Sogar mehrere.

Der Verein muss sagen, wenn ein Trainer kommt: So spielen wir. Bei Barcelona kommt doch keiner mehr auf die Idee, dass sie 4-4-2 spielen. Der FC Barcelona ist 4-3-3 - das ist einfach so! Wir dagegen haben jetzt viele Spieler, für die es in einem 4-3-3, das unser Trainer gerne spielen möchte, gar keine Position mehr gibt.

Zum Beispiel unsere Stürmer. Wir haben wirklich gute Stürmer - aber beim 4-3-3 sitzen zwei, drei immer auf der Bank. Wenn ich einen Mario Gomez kaufe, muss ich sagen: Okay, dann spielen wir mit zwei Spitzen. Und wir haben ja auch in der gesamten Vorbereitung nur 4-4-2 gespielt. Und dann kommt plötzlich Robben, ein toller Spieler, der zu uns passt - und der am liebsten im 4-3-3 spielt.

Philipp Lahm hatte in der Süddeutschen ein argumentativ blendendes Interview gegeben, mit Analysen, die ihresgleichen suchen und auch die Probleme des Poser-Clubs ganz klar ansprechen.
Die wichtigsten Zitate daraus stehen nebenan.

Nun wurde, den Usancen der Altherren-Dynastie in München folgend, dieser Mut Lahms zur klaren und vorwurfslosen Ansprache der Problemzonen nicht nur nicht belobt und seine Anregungen diskutiert, sondern sofort und hirnlos abgestraft.
Mitdenken, richtiges Analysieren und den Überblick bewahren bringen in Fußball-Europa also 50.000 Euro Miese ein.

Nun ist das natürlich ein Witz.
Aber es wird wenigstens thematisiert.
Wurde es auch vor Lahms direkter An/Aussage - in den Fachmedien. Jetzt gibt es entsprechend mehr Diskussion (hier oder auch hier und hier in einer Sammlung der tollen Web-Site indirekter-freistoss.)

Jetzt stellen wir uns das einmal in Österreich vor, wo im alltäglichen Umgang zwischen Medien, Spielern und Trainern Sätze, wie sie Lahm da locker (und richtig) an- und ausspricht, geradezu verboten sind.
Weil nämlich bei der Erwähnung von Worten wie "System" oder "Taktik", oder beim Ansprechen von Zahlenfolgen wie 4-4-2 oder 4-3-3 die Pacults dieser Liga ihr Zitronen-G'sichterl aufsetzen und sich dieser Debatte mit dem dezenten Hinweis, dass sie über diese Geheimwissenschaften nicht mit Ahnungslosen (Journalisten, auch Spieler sind oft gemeint) sprechen würden, entledigen.

Natürlich ist das ein Schmäh.

Selbstverständlich beschäftigen sich die heimischen Coaches deutlich zu wenig mit diesen zentralen Fragen des Spiels.

Natürlich ist all das keine Geheimwissenschaft, sondern (gläserne Gesellschaft, medial voll durchleuchteter Fußball, gnadenlos ausgewertete Spiele, Datenbanken für jeden Anspruch) jedem, der guten Willens ist, zugänglich.

Selbstverständlich hinkt man in der Bundesliga noch recht krass hinterher, nützt man die durchaus bereitgestellte technische Infrastruktur einfach noch nicht aus.

Witzigerweise verhält sich die altvattrische, analoge Nomenklatura, die aktuell den heimischen Fußball in den wichtigsten Positionen besetzt hält, ziemlich genauso, wie es die Vertreter der Holzmedien gegenüber der Medien-Konvergenz oder die flächendeckend versagenden Politiker alten Stils den neuen demokratiepolitischen Herausforderungen (aktuell in der Uni-Debatte deutlich vorgeführt) gegenüber tun: defensiv, alles aus Prinzip ablehnend und doof findend, technologiefeindlich, innovationsresistent, starr, steif und stur, constantiniesk.

Würde ein Lahm seine (logischen und jedem nachvollziehbaren Gedanken) einem Pacult mitteilen wollen - der tät ihn unter schlimmen Worten aus der Kabine oder dem Büro jagen.
In Deutschland führt ein Diskurs über Strategie und Philosophie wenigstens noch zu einer Strafe, einem Wickel und damit zu einer weiteren Diskussion; in Österreich findet derlei erst gar nicht statt.

Österreichisches Kopfschütteln

Dabei bräuchte es eine solche Diskussion wie einen Bissen Brot.
Es reicht, sich anzuschauen, was z.B. heute bei LASK gegen Rapid passiert ist, wie dort eine inexistente Philosophie von wirren System-Umstellungen begleitet wurde, ein Kopfschüttel-Aktion die andere ablöst.
Und dieses Beispiel steht jetzt wirklich nur als pars pro toto da.

Der LASK hat's letztlich schon im Vorfeld vergeigt.
Man hatte in der Defensive seine Probleme, allerdings funktioniert die Offense herausragend - und für ein Jahr des Aufbaus, in dem man sich im Mittelfeld stabilisieren soll (nachdem die Linzer ja letzte Saison mit Lindenberger und Krankl kräftig um den Abstieg mitspielten), ist das eigentlich eh okay.
Weil sich Neo-Coach Matthias Hamann aber wohl schon zu lange in Österreich befindet und sich der, vorsichtig gesagt, seltsamen Einstellung des Familien-Unternehmens Reichel angepasst hat, wurde der einzige Part der Defensive, der bislang recht klaglos funktioniert hatte, erneuert: der Tormann.
Die Argumentation, dass ein Dirigent von hintenheraus eine unrunde Abwehr (sie wurde im Vergleich zum Vorjahr bekanntlich komplett ausgetauscht) weiterbringt, klingt wie eine Ausrede für die Unruhe, die entsteht, wenn man das Herz der Defensive, die aufeinander eingespielte Zentrale von Tormann und Innenverteidigung mutwillig zerreißt.

Bezeichnenderweise wurde der LASK für seine unbedachte Aktion (so sehr ich Jürgen Macho mag und einen Job gewünscht habe!) sofort bestraft: nach 17 Sekunden segelte er an einem Kavlak-Cross vorbei und das Match begann bei 0 zu 1.

Wer mir ausrechnet, wie oft ich dieses Problem allein heuer im Fußball-Journal 09 schon angesprochen habe, wird zu einem Mittagessen in die Funkhaus-Kantine eingeladen!

Wieder und wieder: das Hofmann-Loch auf der rechten Seite.

Dazu hatte Hamann die Taktik von seinem offensiven 4-4-2 mit Raute und drei attackierenden Mittelfeldspielern auf ein 4-4-1-1 umgestellt, mit deutlich defensiv orientierteren Akteuren. vor allem außen. Natürlich kann man zwischen diesen beiden Systemen leichter switchen, als zwischen den beiden Bayern-Varianten - die Frage nach der Sinnhaftigkeit mitten in einer Zwischensaison, bei der es drum geht, das Publikum wieder zurückzuholen, auf die Beißer-Variante zurückzustellen, stellt sich trotzdem massiv.

Rapid seinerseits reagierte auf die irgendwie doch peinliche Heim-Niederlage gegen Hapoel pacultisch: alles retour zum Gewohnten.
Also lief Rapid wieder - und wider besseres Wissen aller Beteiligter - mit dem Hofmann-Loch auf, also einem linkslastigen 4-4-2, mit niemandem rechts, Hofmann wie immer in der Zentrale und Kavlak links. Von dort, von links wurden die wichtigsten Szenen eingeleitet (von Thonhofer und Kavlak), von rechts, wo Verteidiger Dober allein auf weiter Flur zwei Linzer gegen sich hat (weil der nominell dort agierende Hofmann halt macht, was er will - mit Unterstützung des Coaches) kam nicht nur nichts, auch das erste Gegentor fiel (natürlich) über diese Seite.

Reaktion Pacult: Dober abstrafen und rausnehmen.
Nun ist jedem, der was von Management und Menschenführung versteht, klar, was wirklich passieren hätte müssen: eine Selbstbestrafung Pacults wegen (wiederholter) Fehlaufstellung. Sich wegen des von ihm zu verantwortenden Unfugs der Nicht-Besetzung einer rechten Flanke an einem Spieler abzuputzen, mit Andreas Dober da mittlerweile einen regelmäßigen Sündenbock aufgebaut zu haben, ist unwürdig.

Dreier-Abwehr, Schnitzelsemmel-Fußball

Reaktion des wirklichen Lebens (Motto: kleine Sünden bestraft der Herr sofort): Rapid bekommt noch zwei Tore.

Dann aber wieder: der LASK.
Nach Rapids Anschlusstreffer und der Hinausstellung von Piermayr greift Hamann zu einer wahrlich bezeichnenden Maßnahme: er nimmt seinen einzigen Stürmer raus und stellt auf ein 4-5-0 (!) um. Diese beklemmende Strategie hat Frenk Schinkels bereits in einigen Spielen seiner Kärntner umgesetzt, um sich damit auf einen tollen letzten Platz zu setzen - großes Kino also, Selbstaufgabe galore.

Reaktion Rapid: Pacult kann endlich das aufs Feld bringen, was er wirklich will - eine Dreier-Abwehr.
Die würde ihm ein 3-5-2, das er im Herzen spielen möchte (weil er drin aufgewachsen ist, damals in der Schnitzelsemmel-Zeit, der schönen nostalgisch verklärten Vergangenheit), nämlich bringen.
Leider steht dem die mittlerweile zum selbstverständlichen Dogma gewordene Ansicht, dass die Vierer-Abwehr die besten Resultate bringt, entgegen. Eine Einsicht, an der der österreichische Fußball lange Jahre (die den verheerenden Rückfall in den 90ern mitverschuldete) vorbeileben konnte, die sich aber jetzt durchgesetzt hat.
Zurecht.
Aber nicht, weil die aktuellen Coaches (die das als Spieler großteils nie praktiziert haben) so wollen und gut finden, sondern weil sie sich nicht über den altmodischen Blödsinn drübertrauen. Weil sie wissen, dass sie dann ausgelacht werden.

Angst vor schlimmen Worten wie "Philosophie".

Nur: wer nicht mit Herz und Hirn hinter einer Sache, einer Philosophie steht, kann sie nie verinnerlichen, geschweige denn kapieren.
Mattersburgs Franz Lederer etwa spielt diese Saison (endlich, nach Jahren des sinnlosen Widerstands) mit einer Viererabwehr - kapiert hat er sie aber noch nicht wirklich. Er stellt etwa gern die Lulatsche Pauschenwein und Pöllhuber nach außen. Ich denke, dass erst die Arbeit mit dem jungen Außenverteidiger-Supertalent Lukas Rath ihn zu einer echten Einsicht des Herzens treiben könnte.
Etwas, was ich von Constantini, der sowas wie Außenverteidiger ja seit seinem Amtsantritt als Teamchef verweigert und zerstören will, nicht mehr zutraue.

Weil die von Lahm angesprochene Philosophie, die ein Verein braucht, um sich Spieler zu holen, die auch passen (Positivbeispiele zuletzt: die Austria, auch Ried...) in Österreich nicht existiert, weil die aktuell herrschende 80er-Partie sich den modernen Usancen nur pro forma, aber nicht mit vollem Einsatz annähert, kommt so ein Ballerwatsch dabei raus.
Zum Beispiel eine Rapid-Aufstellung, in der ein Coach ein 3-5-2 denkt, sich dann aber nur ein 4-4-2 traut, davon aber das erwartet, was nur ein 4-5-2 (und richtig, das ist einer zuviel!) leisten könnte.
Das ist das Dilemma.

Die letzten 20 Minuten warf Pacult jedenfalls ein 3-3-4 ins Treffen: Dreier-Abwehr (Ballwegputzer der Marke Patocka), ein Dreier-Mittelfeld, zwei echte offensive Flügel und zwei Strafraum-Stürmer. Damit schaffte er noch den Ausgleich; immerhin.

Pacult! Outen sie sich Ihnen endlich!

Also: warum so versteckt?
Warum so mut- und blutleer?
Wenn er ein 3-5-2 mit Herz spielen will, dann soll er!
Und dann darf er auf Jammerer (wie sicher auch mich), die ihm altmodisches Gehabe vorwerfen, einen großen Krapfen dingsen!
Ist mir wurscht, solange dieses System klug eingesetzt wird! Weil es allemal besser ist, als ein ungeliebtes System halbherzig, unvollkommen, widerwillig und mürrisch zu exekutieren.
Dieser Mut zur Wahrheit würde vielleicht aus dem mittlerweile an ein einziges großes Magengeschwür auf zwei Beinen gemahnenden Peter Pacult wieder einen Menschen machen.

Bloß: alles nur Fantasien.

Wir sind in Österreich, in Fußball-Österreich, wo Leute wie Philipp Lahm, die in Systemen denken und reden können, die analytisch denken, von den vielen beteiligten Analphabeten (und denen, die vom Analphabetismus der Masse und der Szene profitieren) sofort als einweisungswürdig eingestuft werden.
Wir befinden uns in einem verzopft-stockkonservativen Territorium, in dem immer noch der Geist des "Mochmaso wiamas immagmocht hom!" weht, in dem die Gutwilligen und Heißherzigen sich noch in einer erschreckenden Minderzahl befinden und noch Jahre brauchen werden, um die eigentlich bereits recht nahen internationalen Standards wirklich zu erreichen.

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  • deinbesterfreund | vor 91 Tagen, 22 Stunden, 56 Minuten

    ad hofmann-loch

    blumenau hat mit dem hofmann loch natürlich recht. wenn rapid in ballbesitz ist, geht hofmann gerne in die mitte oder gar bis nach links. bei ballbesitz des gegners ist er allerdings immer rechts zu finden.

    der springende punkt ist, bei kontern ist er meist noch lange nicht wieder auf seiner angestammten position. also muss einer der beiden sechser heikinnen oder pehlivan auf die hofmann seite raus - rotieren

    aus einem 4-4-2 wird dann ein 4-3-1-2. richtig bös' wurde es allerdings beim lask als pehlivan nur auf der bank war. denn boskovic sah sich nicht in dieser rolle, den fehlenden hofmann auszugleichen, was zu einem bösen kontertor führte.

    das zweite allerdings war ein klarer fehlpass von soma.

    dass dober jetzt die versalzene suppe auslöffeln muss ist unfair, nur eine offenbarung ist er auf seiner postion sonst auch nicht. kulovits war um einiges stärker.

    eine idee das 4-4-2 weiter zu behalten wäre natürlich auf die raute umzustellen mit hofmann zentral hinter den spitzen, so wie zuletzt diego bei werder. nur dann brauchst du auch gute aussenverteidiger, hast du sie nicht - siehe bremen letztes jahr.

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    • purzl75 | vor 91 Tagen, 6 Stunden, 17 Minuten

      natürlich muss man einem team die möglichkeit einräumen, sich weiterzuentwickeln, aber

      die raute in einem 4-4-2 bei rapid wäre in der aktuellen personalsituation wohl nicht das beste.

      die besten leistungen (oder sagen wir: ergebnisse) nach dem maierhofer-hoffer-abgang wurden dann geboten, wenn pehlivan UND heikkinen spielten, hofmann zentral, sowie echte flügel und nur EINE spitze.

      dass kavlak auf beiden seiten nicht so schlecht ist, ist ja ein echter segen, v.a. wo jetzt auch noch drazan ausfällt.

      das problem ist, dass dieses system mit boskovic UND hofmann nicht mehr spielbar ist, weil beide weder (so gute wie drazan, trimmel und kavlak) flügel, noch (so gute wie pehlivan oder heikkinen) defensivleute sind.

      der einzige ausweg, der mir da einfällt, wäre, dem boskovic eine anständige flügel-schulung angedeihen zu lassen, oder (trotz all seiner verdienste um den verein, aber weils halt nicht seine spielanlage ist, man könnte ihn ja als hofmann-backup behalten) durch einen echten flügel zu ersetzen. (ümit come back, dann muss der veli nicht mehr links spielen!)

  • greek | vor 91 Tagen, 23 Stunden, 46 Minuten

    pacultisch

    immer, immer auf den armen pacult hinhauen. mal pro pacult:
    - gegen schlechte gegner wirkt sich das hofmann-loch nicht spielentscheidend aus
    - gegen angstgegner (weil taktisch konsequent hofmann-aus-dem-spiel-nehmend) konnte man kürzlich 1:0 gewinnen (wer fragt denn ob es eine standard-situation war oder nicht)
    - gegen kärnten fiel das 0zu1 über rechts (allerdings zufall, weil zu diesem zeitpunkt noch das ich-schmeiß-jetzt-blind-alles-nach-vorne-loch auf der linken seite dazukam)

    noch ein journal-themenvorschlag bzgl. "des moch ma so des hamma imma scho so gmocht": wär mal interessant speziell die nöfv-struktur und insbesondere die täglichen entscheidungen, mit welchen die kleinverein zu kämpfen haben, zu beleuchten.

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    • wedge75 | vor 91 Tagen, 23 Stunden, 17 Minuten

      dieses gg. schlechtere gegner ist es nicht spielentscheidend, ist doch nicht wahr. und zwar insofern, dass es viel besser funktionieren würde ohne das loch, das ein loch bleibt!
      und auch insofern, dass gg. schlechtere gegner schon verloren wurde o. remisiert, man tore kassiert hat, die absolut nicht notwendig wären, die man dann wieder mit viel kraft, krampf und kampf aufholen muss. wozu die sinnlose kraftvergeudung? wozu das unnötige loch?

    • johansson | vor 91 Tagen, 21 Stunden, 9 Minuten

      - gg kärnten u gg lask, zwei relative pimperl-gegner (vor allem von der abwehr) wurden erst mit einem 3-5-2 die entscheidenden tore erzielt. dass 442
      - gg ried hat rapid 1-0 durch ein verteidiger tor nach verteidiger flanke gewonnen, das ergebnis wurde über die zeit verteidigt auch aufgrund der lächerlichen roten karte. kärnten ist bei weitem kein angstgegner, höchstens troyansky.
      - gg kärnten war es im finish ein 352, das 1-0 fiel noch vor dem systemwechsel, durch den hofmann in die mitte näher zu boskovic rückte, während trimmel auf rechts kam, genauso wars gestern gg lask.
      alle drei tore fielen dann trotzdem über links. gg lask wars ein freistoß nach foul an trimmel.

      wenn man folgende umstellung macht fällt einem auf dass rapid ein rechter adäquater mittelfelder fehlt: kavlak zentral als 8er vor heikinnen/pehlivan, davor hofmann als 10er, bosko/drazan links, trimmel(eher stürmer) oder thonhofer(eigentlich av) rechts.
      das ist auch der grund wieso das 4-2-3-1 so gut funktioniert. beim 442 mit doppel6 geht es sich grad noch aus weil man da eingespielt ist und einen mann mehr hat zum konter abfangen.

    • mischnimpossible | vor 91 Tagen, 10 Stunden, 14 Minuten

      Der Kavlak wird aber unterm Pacult nicht zentral spielen.

  • whsonic | vor 92 Tagen, 47 Minuten

    3-3-3-1

    Zumindest bei der SV Ried funktioniert die Dreier-Abwehr recht gut. Das 3-3-3-1-System ist allerdings so flexibel, dass bei Bedarf jederzeit auch 5 oder 6 Defensive zur Verfügung stehen, die dann sehr oft sehr schnell wieder zu Offensivkräften mutieren (fast ein 3-4-3). Rapid beißt sich seit einem Jahr die Zähne daran aus.
    .
    Dass Lahm eine Strafe zahlen muss und dass er persönlich kritisiert wird ("schlecht in Form", etc), anstatt sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, war zu erwarten.

    Auf dieses Posting antworten
  • dumichauch | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

    traurig, oder gut...

    ...oder zumindest bezeichnend ist, dass lahm wahrscheinlich bayern einen bärendienst erwiesen hat, mit seinem interview. der club ist dort schon relativ genug professionell, um sich selbst einzugestehen, dass man intern, dort in den letzten jahren viel falsch gemacht hat. denn das was lahm ja im endeffekt mit seiner kritik sagt, ist, dass bayern aufgrund fehlender kontuinität durch viele trainerwechsel seit der letzten hitzfeld-ära ein system vermissen lässt...ich glaub nach wie vor, dass bayern heuer noch eine wichtige titel-rolle spielen wird, weil ja auch dieses wochenende die anderen (ausser leverkusen) wieder nicht groß punkte eingefahren haben. und so ein interview kann, wenn man es als mannschaft richtig nutzt eine siegesserie hervorrufen (kahn hat sowas früher öfter gemacht). diese serie braucht van gaal, damit er weiter ohne druck arbeiten kann und kein klinsmann-schicksal erleidet. in seinem fall gilt meiner meinung nach: bayern sollte, wenn sie auf dauer auch international wieder erfolg haben wollen auf kontinuität im trainerstuhl setzen. für österreich gilt diesbezüglich: die letzte kritik an die ich mich erinnern kann, die nur ansatzweise in eine ähnliche, wobei nichtmal taktische richtung ging, waren pogerl und scharner noch vor em-zeiten...und gerade bei letzterem...

    Auf dieses Posting antworten
    • dumichauch | vor 92 Tagen, 5 Stunden,

      ...ärgert es mich mitterweile, dass er unter dico so brav die goschen hält. vielleicht hab ich ihn aber auch nur überschätzt.

    • johnnyrep | vor 92 Tagen, 4 Stunden, 38 Minuten

      scharner hat nicht wirklich groß was kritisiert, sondern moniert, dass ihn das team nur in seiner leistung beeinträchtigt. würd sagen, nicht nur du überschätzt ihn.

    • blumenau | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 20 Minuten

      scharner und auch pogatetz haben dazumals die wichtigsten probleme kritisiert, gegen die das, was lahm hier macht luxus ist. da gings um unfaßbarkeiten wie die falschen schuhe etc, um echte basics.
      und natürlich macht man das nur einmal.

    • dumichauch | vor 91 Tagen, 23 Stunden, 27 Minuten

      @johnnyrep du implizierst, dass er als spieler überschätzt wird, das sehe ich nicht so. ist denke ich nachwievor ein guter mann
      @blumenau da hast du recht mit den basics, deswegen hab ich auch gemeint nicht einmal taktische richtung...aber glaubst du nicht dass es gut tun würde, wenn er zur aktuellen situation stellung bezieht? ich dachte (ehrlich gesagt hab ich es mehr gehofft) nach der elfmeter schelte und spätestens nach der aussenverteidiger-geschichte würde er sich zu wort melden :-)

  • mistersimpson | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 7 Minuten

    was gibtsn in der fm4 kantine alles zu essen?

    Auf dieses Posting antworten
    • guybrushthreepwood | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 52 Minuten

      kichererbsen

    • guybrushthreepwood | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

      mit Tofu.

      soll ja zur musik passen...

    • juri | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 43 Minuten

      also, zu meiner musik passt das nicht

  • rockgottbuxi | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 31 Minuten

    nicht gerechnet - geschätzt

    das Hofmann Loch wurde dieses Jahr bestimmt ein Duzent mal erwähnt. in den jahren davor sicher noch öfter.
    aslo mein tipp: 12

    Auf dieses Posting antworten
    • guybrushthreepwood | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 47 Minuten

      du sollst es wissen, nicht tippen. ausserdem ist es eh charmant, mit pacult nicht ein anderes loch in verbindung zu bringen.

    • rockgottbuxi | vor 91 Tagen, 22 Stunden, 26 Minuten

      kenn die kantine im funkhaus nicht, glaub aber nciht das sie so gut ist, dass sie den nötigen arbeitsaufwand gerechtfertigt.

  • captainmaxwell | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 49 Minuten

    Zahlenspielereien

    Weisst Martin, leider bist mit dieser Pacult-Sache ein bisschen verblendet. Dass das Standard-4-4-2 natürlich für die Fisch ist streitet eh niemand ab. Aber für unsere kleine Liga reichts noch im vorbeigehen weil selbst deine gelobten Trainergranaten (Stevens, Foda...) unfähig sind das zu nutzen. Einzig der Daxi kleistert den Hofmann zeitweise mit einem Holzhackermanndecker zu und neutralisiert das so ein bisschen.

    Es ist leider genau wie du das vor Ewigkeiten (Saisonbeginn, IIRC) angesprochen hast: Der Paule spielt noch immer sein narrisches 3-3-3-1, und das mit Erfolg, weil keiner die Löcher des Systemes nützen kann.

    Bei uns hat eben kein Trainer genug im Kopf um die spezifischen Schwachstellen der Mannschaften zu analysieren und auszunutzen. (Ich masse mir das nicht an - muss ich auch nicht, verdiene mein Geld ja anderweitig.)

    Und da muss man dem Pacult sogar mehr taktische Flexibilität als allen anderen Trainern bescheinigen (na, der Frenkie vielleicht ausgenommen - der spielt ja zuweilen sogar Systeme dies eigentlich gar nicht gibt). Er weiss wohl um die Schwächen des (seines) 4-4-2, nimmt diese aber in Kauf da sie im Regelfall in der Liga ohne Konsequenzen sind er aber mit zwei Stürmern die durchgehend wackeligen Verteidigungsreihen...

    Auf dieses Posting antworten
    • captainmaxwell | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

      Zahlenspielereien (2)

      zwei Stürmern die durchgehend wackeligen Verteidigungsreihen mehr unter Druck setzen kann (und damit seine ebenso wackeligen Verteidigung entlasten kann). In internationalen Bewerben stellt er auf ein 4-5-1 um um die linke Seite nicht offen zu lassen, spielt aber dadurch - zumindest für Rapid-Verhältnisse - so defensiv dass die traurige Innenverteidigung mit ihrem hilflosen 6er (Pehlivan) viel mehr Arbeit bekommt und darunter zerbricht. (Siehe 2x gegen die Israelis.) Die beste Variante wäre wohl ein 4-1-3-1-1 mit Heikinnen als 6er, Hofmann als 8er und einer hängenden Spitze die primär aus dem MF heraus agiert. Beichler z.B., aber bei Rapid sehe ich keinen solchen Spieler.

      Und was macht Pacult wenn sich die Situation ändert. Stimmt, er stellt auf eine 3er-Abwehr um oder wirft schon mal 4 Stürmer rein.

      Ein Foda oder ein Stevens spielen jedoch, wurscht ob im Cup gegen Unteroberhinterbrunn, in der Liga gegen Magna oder in der EL gegen Roter Stern Hamburg immer das selbe System. Es spielt keine Rolle ob der Gegner haushoch unterlegen oder überlegen ist, ob man ihn abschiesst oder unter die Räder kommt, das System hält (fast wie in der Haarspray-Werbung).

      Man macht keine Anstalten auf geänderte Situationen zu reagieren....

    • captainmaxwell | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

      Zahlenspielereien (3)

      Man macht keine Anstalten auf geänderte Situationen zu reagieren. Stevens spielt sein 4-1-2-2-1 und Foda sein 4-1-1-3-1 runter, wurscht wie sich das Spiel entwickelt oder wie der Gegner heisst. Darum geht Sturm in der EL unter (weil man zu offensiv spielt - man schwimmt hinten rum dass es eine wahre Freude ist und man eigentlich ein halbes Dutzend Tore bekommen sollte) und RBS spielt in der Liga gegen potentielle Absteiger die man letzte Saison noch mit einer Packung heimgeschickt hätte einen Topfen sondergleichen zusammen. Foda mag den dünnen Kader noch als Ausrede nehmen, der Stevens kann das nicht - der könnt sofort auf ein 4-3-3 umstellen wenn er wollte. (Wobei Foda könnt eigentlich die Personalsituation als Ausrede fürs genaue Gegenteil nehmen, für die Systemumstellung! Weber ist sicher kein Schlechter aber einem Kienzl (oder einem Säumel früher) kann er nicht das Wasser reichen, zumindest nicht im Spielaufbau. Und da der Hlinka immer öfter wie ein Lobotomierter spielt ist Weber (oder Foda jr., der Pehlivan von Graz) hoffnungslos damit überfordert die Zentrale ganz alleine zu verwalten. Darum krankts aktuell sowohl im Spielaufbau gewaltig als auch bei der Entlastung der Abwehr. In der...

    • captainmaxwell | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 47 Minuten

      Zahlenspielereien (4)

      auch bei der Entlastung der Abwehr. In der EL wäre eine Variante mit Schildenfeld vor der Sonnleitner/Feldhofer-IV, analog dem was Schiemer bei RBS spielt, durchaus denkbar; dafür könnte man wunderbar auf Hlinka oder Foda jr. verzichten.)

      Und jetzt steinigt mich.

    • wedge75 | vor 92 Tagen, 4 Stunden, 34 Minuten

      also auch für die liga reichts nicht das rechte loch, weil sonst hätte zb. rapid gestern gg. lask gewonnen, würden sie gg. ried nicht immer so schlecht aussehen.

      übrigens: schinkels legt hofmann an die kette (auch bei der austria einst, hat ja wieder troyansky), daxbacher macht dieses oldschool-manndecker-unding (80er jahre kinderfußball) mmn nicht.

    • blumenau | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 19 Minuten

      cpt, die flexibilität pacults ist mir durchaus bewußt - mir ist das allein für einen coach der österreichischen top 4 zu wenig.
      mit deiner 3-3-3-1 beobachtung hast du völlig recht - der eine schmäh reicht mindestens für zwei saisonen, eine wichtige erkenntnis.
      wo du her hast, dass ich stevens für eine granate halte, bleibt mir verborgen - zudem ist der härteste gegner hofmanns hofmann (siehe hapoel).

      fodas ausrede ist, dass er seine offensiven 4 praktisch immer neu durchmischt und so, allein durch personelle rotation, überraschungs-effekte erzielen kann.
      die vision jetzt auch bei sturm einen libero vor der abwehr zu sehen, find ich im übrigen grausig.

    • antisymmetric | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten

      ich finde, captainmaxwell, hast dich selbst gesteinigt. Und blumenau hast die pösen kommerzbullen ;-)

    • falcao | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 15 Minuten

      bei Pacult bin ich mir nicht ganz sicher, wieviel von dieser Flexibilität Konzept und wieviel Durchwurschteln ist. Stevens zieht sein System auch personell mit erstaunlicher Sturheit durch, der Erfolg gibt ihm recht. Sein System hat natürlich auch eine gewisse Flexibilität, v.a. je nachdem wie die 2 zentralen MF ihre Rolle eher offensiv oder defensiv interpretieren. Die Offensivvariante knirscht noch gewaltig aber man sollte bedenken: er ist erst seit Sommer da und das System wurde mal wieder komplett umgestellt, 2 sehr wichtige Spieler kamen erst mitten in der Saison. Sturm und Rapid sind über die Jahre gewachsen. Außerdem haben die angeblich offensiven Schönspieler aus Graz in der Liga bisher satte 11 Tore weniger geschossen (und 6 weniger bekommen), öfter als RBS hat nur der Lask getroffen. Auch da relativiert sich manches.

    • captainmaxwell | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 11 Minuten

      @wedge:
      Ist aber gewagt alles was bei Rapid nicht läuft (solls ja geben) nur auf das Loch aufzuhängen. Rapid hätte unter Normalbedingungen gestern gewinnen müssen - dass sie im Konter überfahren wurden hat wohl weniger mit irgendwelchen Löchern zu tun als eher mit der Tatsache dass die Abwehr sofort wie ein Kartenhaus zusammenfällt wenns mal schneller geht.
      Und ich meine mich zu erinnern das der Daxi als er noch den Troyansky hatte eben selbiges tat - war glaub ich letzten Herbst.

      @Blumenau:
      Zumindest jüngst scheint sich deine Abneigung gegenüber dem Huub verringert zu haben, vielleicht hab ich da einfach zu viel reininterpretiert.
      Welche personelle Rotation? Da du immer bemängelst dass Foda nur 14 Spieler einsetzt kannst du das nicht meinen. Am Feld selbst?

      Grausig? Ja, mag sein. Das Leben ist zuweilen halt ein Horrorfilm. Aber lieber spiel ich aus einem Bollwerk den Gegner im Konter nieder als mit modernem schönen Fussball unterzugehen. Nicht in der Liga, aber international.

    • wedge75 | vor 92 Tagen, 5 Minuten

      captain, oh mein captain.
      natürlich nicht alles, aber ein loch bleibt ein loch, bleibt ein loch ...
      oft kommt ja dann das argument, dass rapid mit hofmann rechts und seinen freigeistereien schlecht ausrechenbar ist, weil er mal da, mal dort herumspukt. falsch, sage ich. denn das gelingt im 4-2-2-1-1 (4-5-1, 4-2-3-1 ... wie hätt mas denn gerne) besser, weil er als echter freigeist hinter der spitze dann wirklich machen kann, was er will, ohne ein loch aufzureißen. hat ja zb. international schon ganz passabel funktioniert.

    • brainfoot | vor 91 Tagen, 8 Stunden, 25 Minuten

      @wedge

      "4-2-3-1"; aber das ist ja keine exakte wissenschaft.

    • andyf | vor 91 Tagen, 4 Stunden, 46 Minuten

      Meiner Meinung nach resultiert das große Problem, das Sturm momentan hat, aus einer Verkettung teils unglücklicher, teils vorhersehbarer Umstände.
      Es gibt zwei Taktiken mit denen man Sturm unangenehm werden kann: 10-Mann-Mauer am Strafraum oder Pressing und Räum eng machen. Sturm in Form findet dann zwar meist trotzdem einen Weg den Ball im Tor unterzubringen bzw. zeigt sich vom Pressing unbeeindruckt und spielt schnell auf engem Raum, bis dann aus dem Nichts ein perfekter Pass auf Haas gespielt wird.
      Nun schaut's bei Sturm im Moment aber so aus: Kienzl, der zweite 1ser im 4-1-1-3-1, die Schaltstelle im ZM fehlt.
      Haas, der letzte 1ser, fehlt.
      Mit Hlinka an seiner Seite spielte Weber noch halbwegs auf der Kienzl-Position, jetzt tut er's nicht mehr.
      Sturm spielt im Moment real (je nach Sichtweise) ein 4-6-0 bzw. 4-4-2 jeweils mit Doppel-6ser. Sowohl Beichler als auch Muratovic stehen zwar manchmal vorne herum, Solospitze im Haasschen oder Jankoschen Sinn sind sie aber beide nicht.
      Der Doppel-6ser führt dazu, dass plötzlich ein Loch im ZM entsteht, welches auszufüllen sich dann Hölzl bemüßigt fühlt (und somit seine Position Hofmannesk interpretiert) , der sich aber anstatt anzubieten immer irgendwo in Gegnernähe versteckt. Führt dazu, dass es nunmehr...

    • andyf | vor 91 Tagen, 4 Stunden, 45 Minuten

      nicht nur keine Anspielstation im ZM gibt, sondern auch Ehrenreichs Partner auf der rechten Seite wegfällt.
      Die Versuche der Abwehr oder der DMs den Ball nach vorne zu bringen resultieren dann in Fehlpässen oder hohen Bällen, mit denen Beichler kaum was anfangen kann.
      Das ganze noch mit einer Prise Muratovic-Unform gewürzt, ergibt das jetzige Bild, dass Sturm gegen Mannschaften die Pressing spielen (und das waren gegen Sturm die meisten in letzter Zeit, weil man das mittlerweile überrissen hat, bzw. frühes Attackieren in der EL sowieso selbstverständlich ist) in der Offensive völlig neben sich steht.

    • dethomaso | vor 90 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

      @andyf
      Wer oder was ist denn der 1ser?
      Ich in ja nicht der Oberfußballfux, aber jetzt weiß ich schon was 6er ist, aber 1er?
      Der Goalie?

    • embdw | vor 90 Tagen, 3 Stunden, 3 Minuten

      3-3-3-1

      dieses system ist genauso "narrisch" wie 4-4-2 vor 60 Jahren. es ist schon eine durchaus berechtigte idee, das personal entsprechend der geometrie des arbeitsplatzes aufzustellen. erfolgreiches kurzpassspiel steht und fällt mit den anspielstationen, die wiederum von der anzahl an rauten und dreiecken in den verschiedenen spielsituationen abhängen (offensiv). defensiv überschneiden sich die wirkungsbereiche wesentlich stärker, der raum wird sehr eng, überzahl wird geschaffen. es gibt die entstehenden löcher, die du ansprichst also (zumindest systemimmanent) nicht. vielleicht ein grund dafür, dass ried als einziger zwerg den anschluss zu den großen halten kann...

  • friedenreich | vor 92 Tagen, 8 Stunden, 21 Minuten

    da stimmt halt leider nicht viel

    auf bayern münchen bezogen zumindest: erstens straft nicht beckenbauer, der ist bei bayern seit jahren nur mehr frühstücksdirektor, eben weil er selber immerzu und jederzeit seinen weßwurstsenf in der springerpresse ausbreitet.
    und lahm wird ja nicht für die korrekte analyse und fürs mitdenken bestraft, sondern dafür, dass er das vor einem wichigen spiel in der öffentlichkeit getan hat, und ohne rücksprache mit dem verein.
    laut fc bayern steht bei jedem spieler im vertrag, dass interviews nur über den verein laufen und nur autorisiert vom verein veröffentlicht werden dürfen - das wird in jedem anderen größeren unternehmen genauso gemacht. genauso wie in jedem anderen unternehmen leuite fristlos entlassen werden wenn sie öffentlich ihre vorgesetzten kritisieren. ob das cool ist ist eine andere frage, aber es stützt deine these nicht wirklich.

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    • schwarzbunt | vor 92 Tagen, 7 Stunden, 49 Minuten

      und hätte lahm das interview machen dürfen, wenn er gefragt hätte. nein.

      das ganze ist lahm nicht während des interviews herausgerutscht, sondern wurde ganz bewusst mit seinem berater geplant. dazu passt auch das seit vorige woche neu eingerichtete facebookprofil.
      lahm kann diese strafe die vielleicht 2 oder 3 prozent seines gehalts ausmacht locker riskieren. Letztendlich profitiert jeder vom interview, außer rumenigge und hoeneß. Lahm wollte genau das und wird das sicher nicht bereuen. Denn van Gaal kommt auch gut weg, der übrigens momentan ein sehr interessantes system spielt mit enorm offensiven AV, auf der höhe von timoschtschuk und/oder van bommel und tiefstehenden IV. Lahm wird in den statistiken schon teilweise als mittelfeldspieler geführt.
      bin ganz sicher: die bayern legen schon bald eine siegesserie hin

    • falcao | vor 92 Tagen, 6 Stunden, 40 Minuten

      dass die Bayernführung auf dieses Interview reagieren muß ist klar. Das kann Verein, Unternehmen oder sonstwas, das sich ernst nimmt, durchgehen lassen.
      Inhaltlich hat Lahm recht und ihm dürfte auch klar gewesen sein, dass er damit viel Wirbel auslösen wird. Die Frag ist was er damit bezweckt hat. Wollte er das einfach einmal sagen oder wollte er van Gaal stützen. Mit so einem Trainer kommen halt nicht alle zurecht aber wenn das funzt nageln sie in der BL sicher jeden Gegner an die Wand. Die Frage ist nur, ob er soviel Zeit bekommt.
      Hoeneß hat zwar kapiert, dass sich was ändern muss (siehe Klinsmann-Verpflichtung, war halt der Falsche), aber zuEnde gedacht hat er es nicht und ist gerade heuer wieder in die alten Muster zurückgefallen - Spieler kaufen und der Trainer wird schon was aus dem zusammengewürfelten Haufen machen.

    • blumenau | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 17 Minuten

      offiziell straft rummenigge, auch ein ehemal mitdenkender unsd handelnder spieler. ich beziehe mich auf ein beckenbauer-live-interview, in dem er die strafe angekündigt hat.
      dass die strafe formaljuristisch okay ist, interessiert mich keine sekunde: wer sich bei entscheidenden ansagen aufs formale zurückzieht, hat bei mir kein leiberl.

    • friedenreich | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 39 Minuten

      da gehts nicht um formal oder nicht

      da gehts um innen und außen. logisch, dass die, nachdem der lahm seine (richtigen) thesen nach außen getragen hat, nach außen auch entsprechend reagieren. was sollen sie denn sonst tun? "ja, der philipp hat recht" sagen und eine öffentliche diskussion über ihre eigenen führungsqualitäten starten? na das wär ein spaß.
      der entscheidende punkt ist doch nicht die kraftmeierei nach außen, sondern wie sie intern reagieren.

    • mischnimpossible | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 19 Minuten

      Außerdem wurde er ja nicht wegen seines strategischen Denkens bestraft, wie der Blumenau vermutet, sondern wegen seiner öffentlichen Kritik.

    • falcao | vor 92 Tagen, 2 Stunden, 13 Minuten

      noch viel interessanter als die 50k Euronen ist ja eigentlich, wie die Bayernführung intern reagiert und was Uli-Nachfolger Nerlinger davon hält.

    • friedenreich | vor 91 Tagen, 18 Stunden, 46 Minuten

      "Von Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Karl Hopfner und Christian Nerlinger wurde er ermutigt und auch aufgefordert, künftig seine Meinung im direkten Dialog mit den Verantwortlichen zu besprechen."

  • chriszeintl | vor 92 Tagen, 9 Stunden, 44 Minuten

    4 - 5 - 1 beim lask

    hamann mußte auf diese aufstellung zurückgreifen aus mangel an stürmern. wallner war ja gesperrt und unser dritter stürmer skucelic ist leider nicht bundesligatauglich. also haben wir im moment ganze 2 !!! stürmer im kader und wenn dann einer gesperrt ist dann muß halt so gespielt werden.

    zum thema torhüter. so leid es mit um den zaglmair tut, wenn praktisch jede flanke zu einem tor führt, wenn ein torhüter nicht einmal einen "unhaltbaren" hält ganz zu schweigen von den ganzen haltbaren, wenn praktisch jeder fehler ein tor ist, dann spielt die abwehr schon von sich aus eine klasse schlechter.

    ich glaube mit macho haben wir jetzt den rückhalt gefunden den wir brauchen. und er hatte auch gestern ein paar starke szenen ( das tor nach 17 sekunden - ja gut aber warum stehen da 2 stürmer komplett frei im strafraum rum - bubenik läßt kavlak völlig ungehindert flanken noch dazu hatten wir ANSTOSS !! ).

    einzig die auswechslung von mayrleb hab ich ned verstanden. hamann hätte ihn durchspielen lassen müßen. besser wäre gewesen einen der beiden flügel rauszunehmen. um dann mit einem 4-4-1 zu spielen. aber naja.

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    • johnnyrep | vor 92 Tagen, 7 Stunden, 11 Minuten

      heißt "skucelic" nicht skuletic? und was ist z.B. mit sascha pichler?
      außerdem hätte man auch 4-3-3 spielen können und die wallner-rolle durch saurer ausfüllen lassen. alles besser als 0,0 offensive zuzulassen.

    • chriszeintl | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten

      4 - 3 - 3 ?? wie soll das gehen ?? mit welchen spielern ?? außerdem habe wir heuer noch nie mit 4 - 3 - 3 gespielt ... immer mit einem 4 - 4 - 2 und einer raute im mittelfeld ( majabi hinten - prager vorne und an den flügeln halt dann die, die ned verletzt sind )

      pichler hatte schon zig chancen um sich zu beweisen. der bringts leider nicht. und den saurer als stürmer ?? naja ...

      die grundaufstellung gestern war schon richtig. ich kann nicht nach einem 2:7 in kapfenberg wieder voll auf attacke spielen. schon gar ned gegen rapid. deshalb wurde wohl gestern mit panis der zweite sechser aufgestellt. in der nächste partie wird eh wieder wallner spielen und dann haben wir wieder das gewohnte 4 - 4 - 2

    • chriszeintl | vor 92 Tagen, 5 Stunden, 29 Minuten

      bzw 4 - 1 - 2 - 1 - 2 .... ;-)

    • blumenau | vor 92 Tagen, 3 Stunden, 16 Minuten

      ojeh, das übliche rosabrillen-fan-schöngerede...

  • slowmotionmoves | vor 92 Tagen, 17 Stunden, 38 Minuten

    das hofmannloch

    also ich war recht verwundert, dass du es gar nicht so oft kritisiert hast im jahr 2009. es waren insgesamt "nur" 14 mal (wenn mans ganz großzügig auslegt 17)
    in folgenden fußballjournalen wurde das hofmannloch kritisiert bzw dezidiert angesprochen:
    1, 8, 10, 59, 63, 64, 69, 81, 85, 87, 88, 91, 99, 103
    (eventuell noch 38, 62, 100)

    bin echt verwundert, dass es nicht öfters aufgetaucht ist. ich hätte ja mit einer zahl über 20 gerechnet... naja, so kann man sich irren.

    ich hoffe, die kantine kocht gut ;)

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    • mischnimpossible | vor 92 Tagen, 10 Stunden, 20 Minuten

      Die Kantine

      ist berühmt für die Schnitzelsemmeln. ;-)