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Musik, Film, Heiteres

12. 11. 2009 - 17:11

"Man hat eine intakte Familie kaputt gemacht"

Schriftsteller Franzobel im Interview über Arigona Zogaj, fehlende Menschlichkeit und wie der Fall das Österreicher-Sein spiegelt.

  • "Arigona Zogaj (...) geht in eine weiterbildende Schule in Linz. Der Antrag auf Schülervisa für ihre beiden jüngeren Geschwister wird im Herbst 2008 abgewiesen. Ihre Mutter ist psychisch krank, schwer depressiv, der Vater im Kosovo untergetaucht. Und doch ist dieses kleine, aber hübsche Mädchen Projektionsfläche für ein ganzes Land, für Politiker, die um nichts schlechter sind als die Menschen, die sie ermöglichen, für Leute, die Sprüche wie »Lieber Gott, schütze mich und meine Brut, zünd's Haus vom Nachbarn an, dann geht's uns gut« leben."
Autor Franzobel
Franzobel war am Donnerstag, 12. November 2009, in FM4 Connected bei Mirjam Unger zu Gast, um über die aktuellen Entwicklungen im Fall Arigona Zogaj zu sprechen.

Franzobel hat den Fall Zogaj von Beginn an verfolgt und sich intensiv für ein Bleiberecht der aus dem Kosovo stammenden Familie eingesetzt. Dieses Jahr hat er die Geschichte der Zogajs für das Festival Linz09 in dem Theaterstück "A Hetz oder Die letzten Tage der Menschlichkeit" verarbeitet. Zusammen mit einem sehr persönlichen Essay zum Thema Migration und Asyl ist dieses kürzlich als Buch erschienen. "Österreich ist schön. Ein Märchen" so der Titel.

Mirjam Unger: Herzlich Willkommen, Franzobel. Du hast dich mit Arigona, ihrer Familie, ihrem Umfeld intensiv auseinandergesetzt. Was ist dir heute durch den Kopf gegangen, als du erfahren hast, dass ihr, ihrer Mutter und den jüngeren Geschwistern nun tatsächlich die Abschiebung droht?

Franzobel: Ich hab das heute in der Früh durch eine SMS von FM4 bezeichnenderweise erfahren, ich war etwas irritiert und schockiert. Ich hab gestern eine Reise mit dem Baron, bei dem Arigona und ihre Familie lebt, nach Slowenien gemacht. Er hat mir auch gesagt, das ist ein unhaltbarer Zustand, die Politik verabsäumt hier, eine Lösung zu finden - vor allem eine menschliche Lösung zu finden. Das war leider alles zu erwarten, es hat sich natürlich abgezeichnet, dass die Politik einerseits diese Familie aushungern will und andererseits nicht bereit ist, irgendeinen kleinen Kompromiss einzugehen und ich finde, das ist ein ziemliches Armutszeugnis für ganz Österreich. Man darf nicht vergessen, es geht ja hier nicht um eine Verbrecherbande oder um ein "Gesindel", wie sie oft dargestellt werden, sondern es ist eine psychisch kranke Mutter mit drei minderjährigen Kindern; Arigona ist hier aufgewachsen, ist völlig unverschuldet in diese Situation reingeraten. Sie ist hier sozialisiert, hat ihr ganzes Umfeld, kann Deutsch, Serbokroatisch kann sie überhaupt nur mehr rudimentär, weil sie einfach seit acht Jahren in Österreich lebt. Ich denke auch, frühere Politiker hätten mehr menschliche Größe bewiesen, wenn ich da an einen Bruno Kreisky denke, der selber Asylant war, der selber Flüchtling war, der hätte sicher irgendwann gesagt, "jetzt muss eine Ruh sein". Diese paar Leute, um die es da geht, das sind ja nicht so wahnsinnig viele, das sind 3.000 insgesamt, die länger als fünf Jahre auf einen Asylbewerbungsbescheid warten. 3.000 Menschen, das ist keine so große Menge. Und wenn man jetzt einmal speziell die Kinder hernimmt, die ja wirklich völlig unverschuldet in eine für sie unerträgliche Situation hineingeraten, dann sind das gleich noch weniger Menschen, um die es da geht.

Was erwartet die Familie Zogaj nach der Abschiebung?

Was ich weiß, gibt es die beiden größeren Brüder im Kosovo, es gibt dort keine Möglichkeit irgendeine Arbeit zu finden. Es dürfte auch nicht möglich sein, die Medikamente zu bekommen, die die psychisch kranke Mutter braucht. Da gab es schon unzählige Selbstmordversuche, das sind ja keine leeren Drohungen und wenn ein junger Mensch wie die Arigona - die war jetzt vor kurzem erst drei, vier Wochen auf der neurologischen Abteilung in einem Spital, weil sie einfach diesen psychischen Druck nicht mehr ausgehalten hat. Das wär für sie im Kosovo eine sehr, sehr schwierige Situation, es fehlt das soziale Umfeld, andererseits fehlt die Aussicht auf Schulbildung, Beruf - es ist eine sehr triste Situation, denke ich. Aus menschlicher Sicht ist das sehr zu bedauern, wenn die Abschiebung stattfinden sollte.

Du hast jetzt viel mit persönlichem und auch künstlerischem Engagement getan, für die Familie, aber auch zum Thema selbst; kommt da nicht auch bei dir irgendwann ein Gefühl von Hilflosigkeit auf?

Ja, natürlich. Wir leben in einer sehr doppelmoraligen Gesellschaft, einerseits beuten wir die Dritte Welt aus, wir akzeptieren, dass der Regenwald gerodet wird, damit dort Soja angepflanzt werden kann, damit wir unsere Hendln vielleicht um drei Euro kaufen können. Wir akzeptieren, dass ganze Landstriche verwüstet werden, wir akzeptieren Kinderarbeit, Bürgerkriege, einfach damit wir hier im Wohlstand leben, und andererseits finden wir keinen Umgang mit Leuten, die zu uns hereingespült werden, wobei eh alle Grenzen schon dicht sind. Dass hier Österreich nicht die menschliche Größe hat, das ist schon sehr traurig, das muss man sagen. Es gibt da auch kaum eine Möglichkeit zu helfen. Die einzige Möglichkeit für Arigona hierzubleiben, wäre, wenn sie sich offiziell als Prostituierte anmeldet, weil das ist wiederum möglich. Prostituierte werden geduldet, es ist auch kein Problem für Österreich irgendwelche Sportler einzubürgern, es wird Pflegepersonal geduldet, das geht ja dann hinauf, wie wir gehört haben, ich weiß nicht, ob es stimmt, bis in Politikerkreise. Es haben die meisten Leute, die auch keine unglaublichen Spitzenverdiener sind, keine Probleme damit, illegale Putzkräfte zu beschäftigen, aber wenn es eben darum geht, diese paar Leute aufzunehmen und ein Mindestmaß an Gastfreundschaft zu beweisen, da machen dann alle die Scheuklappen dicht. Da ist man derart vom neuen Staatsblatt, der "Kronen Zeitung", von der Fremdenfeindlichkeit, von den rechten Parteien beeinflusst, dass man hier überhaupt keine Toleranz mehr übt. Ich hab ja vorgehabt, mit Arigona auf den Opernball zu gehen, bzw. zum Rennen nach Kitzbühel zu fahren, um dort dann neben dem damaligen Innenminister und dem jetzigen Landeshauptmann von Tirol, Platter, gemeinsam mit Arigona zu sitzen. Das hätte mir als Zeichen eigentlich ganz gut gefallen. Jetzt gibt es die Möglichkeit, sie als Prostituierte anzumelden, dann hat sie die Möglichkeit dazubleiben. Das ist das einzige, was mit spontan einfällt, um auch zu zeigen, wie pervers, absurd und doppelmoralig die österreichische Gesetzgebung ist. Man darf nicht vergessen, es gab ja erst vor wenigen Wochen eine neue Asylwerbergesetzgebung, die es Arigona bereits verhindert hätte, in Linz weiterhin in die Schule zu gehen, eben weil sie den Asylantrag in Vöcklabruck abgegeben hat; sie geht aber jetzt seit eineinhalb Jahren in die HTL Linz und jeder, der weiß, wie schwierig so eine HTL ist, kann ermessen, wie gut sie integriert ist, weil sie ohne größere Probleme die erste Klasse geschafft hat. Wie man als Künstler drauf reagiert, da ist immer schwierig. Ich hab sicher vor, an diesem Fall dranzubleiben, weil in ihm sehr viel kulminiert. Arigona hat ja diese Öffentlichkeit bekommen, sie ist für mich wirklich so eine heilige Jungfrau von Frankenburg und es lässt sich am Umgang mit diesem Fall einfach ein Spiegel des Österreicher-Seins ableiten - leider. Man braucht ja nur die Postings in den Medien lesen, das trieft vor Hass, da hat man ja das Gefühl, man lebt in einem ganz faschistischen Land und parallel dazu gibt es natürlich auch viele Leute, die dem Pfarrer Friedl Geld geben, damit irgendwie der Familie ein bisschen geholfen wird. Es geht wirklich ein Spalt durch die Gesellschaft wegen einem 17-jährigen, unbescholtenen Mädchen.

Sie ist also Symbol einerseits für die Härte des Landes, die Ausgrenzung, aber eigentlich auch für den Wunsch nach mehr Menschlichkeit von einem großen Teil der Gesellschaft.

Ja, würd ich schon so sagen. Sie ist - unfreiwillig natürlich - zu diesem Symbol geworden, es gibt einige ähnlich geartete Fälle, denen geht es nicht besser oder schlechter, die haben sich nur diese Öffentlichkeit erspart, wobei jetzt Arigona ja auch nicht mehr so unbedingt auf der Straße erkannt wird, sie ist in der Schule gut integriert, sie hat da relativ viele Freunde, auch die Lehrer gehen damit sehr behutsam um... Die Familie ist zerissen, der Vater ist weg, der ist zurück in den Kosovo, die beiden älteren Brüder sind weg, ihre Mutter erträgt das überhaupt nicht, ist psychisch krank, also man hat eine intakte Familie tatsächlich kaputt gemacht und dass eine christliche Partei doch zum Großteil dafür verantwortlich ist, finde ich schon sehr bedenklich.

Wie ernst sind die Selbstmorddrohungen von Arigona selbst?

Das kann man natürlich nie sagen, Psychologen sagen, mann muss eine Selbstmorddrohung immer sehr ernst nehmen. Wenn man Arigona sieht, hat man den Eindruck, sie ist eine sehr starke Person, sonst würde sie das alles ja überhaupt nicht mehr schaffen. Allen Gutachten zufolge, wo ich teilweise auch Einsicht bekommen habe, ist das sehr, sehr ernst zu nehmen, ist Arigona labil und selbstmordgefährdet. Man darf nicht vergessen, sie ist kriegstraumatisiert, hat hier ein bisschen eine neue Heimat gefunden und die wird ihr jetzt wieder entzogen. Ich würde das schon sehr ernst nehmen und ich möchte nicht in der Situation der verantwortlichen Politiker sein, weil sollte sie sich wirklich etwas antun, dann haben die Politiker diese Mädchen mit auf dem Gewissen.

Die beiden Zitate stammen aus "Österreich ist schön. Ein Märchen." von Franzobel. © Paul Zsolnay Verlag Wien 2009

  • "In Österreich ist es immer gut, wenn man nicht auffällt. Nichts fürchten die Menschen mehr, als aufzufallen. Nichts ist ihnen unangenehmer als jemand, der auffällt. Österreich ist ein Land der Unauffälligen. Auch das fällt auf."

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  • elvishasleftthebuilding | vor 821 Tagen, 15 Stunden, 33 Minuten

    Tolle intakte Familie.
    Die Mutter lässt ihre beiden kleinen Kinder im Kosovo, weil sie Österreich nicht verlassen möch ... äh, kann.
    Und was unsere "Asylbewegten" betrifft: Erst alles unternehmen, damit Illegale möglichst jahrelang in Öst verbleiben, und dann von Inhumanität faseln.

    Letzlich nur Heuchler die auf dem Rücken von Asylwerbern politische Fantasien umsetzen wollen, und in diesen Menschen falsche Hoffnungen wecken!

    Auf dieses Posting antworten
    • appetiteforconstruction | vor 821 Tagen, 10 Stunden, 30 Minuten

      Die Familie war nicht jahrelang illegal hier. Sie haben Anträge gestellt, die wurden abgelehnt, es wurden Berufungen eingebracht bzw. neue Anträge gestellt. Und solange solche Anträge bearbeitet werden, halten sich die Betroffenen auch legal in Österreich auf. Während der Zeit des Wartens haben sowohl Herr und Frau Zogaj legal gearbeitet (mit einem solchen Aufenthaltsstatus Arbeit zu finden, war damals noch möglich und erlaubt), ihre Kinder sind legal in die Schule gegangen, haben Freunde gefunden etc. - kurz: Die Familie war gut integriert und dabei, sich hier eine Existenz aufzubauen.

      Einen ähnlichen Fall gab es hier:
      http://steiermark.orf.at/stories/402734/

      Genau für solche Fälle wurde eigentlich die Möglichkeit des humanitären Bleiberechts eingeführt - es fragt sich nur wozu, wenn man dann eh nicht gewillt ist, es auch zu erteilen.

      Ach ja, noch was: Kein Mensch ist illegal. Er kann sich vielleicht irgendwo illegal aufhalten, aber von "Illegalen" zu sprechen, ist menschenverachtend.

  • syllablesasleep | vor 822 Tagen, 11 Stunden, 31 Minuten

    im standard-forum haben diverse geile rechte kids schon angekündigt, sie wollen "abschiebepartys" abhalten. na, ich schau morgen mal auf den christkindlmarkt.

    Auf dieses Posting antworten
    • appetiteforconstruction | vor 822 Tagen, 8 Stunden, 40 Minuten

      tolle symbolik, wirklich! christkindlmärkte gehören zur tradition der adventzeit - und wessen wird da gedacht? einer notleidenden familie auf der flucht, die verzweifelt nach einer unterkunft sucht. und heute wollen verblödete saufköpfe dort feiern, dass verzweifelte menschen - ohne not, nur um ein exempel zu statuieren (weil man sich als christliche innenministerin ja nicht von "rehaugen erpressen" lässt) - aus österreich abgeschoben werden. das ist echt nur mehr zum kotzen.

  • sicklikejosef | vor 822 Tagen, 19 Stunden, 21 Minuten

    Ohne unken zu wollen:

    Aber menschliche Größe zeigen ist keine Strategie. Es wäre völlig sinnlos, sollte Arigona und ihre Familie durch einen "Gnadenakt" da bleiben dürfen, und hunderte andere müssen zurück in ein Land, das sie nicht kennen.
    Es geht nicht darum, dass Politiker herum menscheln, sondern dass sie endlich aufhören, ihre Stimmen durch den faschistischen Mob zu legitimieren.

    Auf dieses Posting antworten
    • sicklikejosef | vor 822 Tagen, 19 Stunden, 20 Minuten

      Korrektur:

      ihre Wiederwahl natürlich, nicht ihre Stimmen.

    • namehiereintragen | vor 822 Tagen, 15 Stunden, 15 Minuten

      Bitte nicht vergessen.

      Den Mob hat der Fellner gerufen!

      Weder der HC noch der Platter haben sie in die Medien gezogen. Das waren andere die die Familie als politisches Werkzeug missbraucht haben und gemeint haben man könne den Mob mit einem lieben kleinen, oberösterreichischen Dialekt sprechenden Mädl lenken.
      Ist nach anfänglichen Erfolg ziemlich in die Hose gegangen. Auch weil durch die juristischen Streiterein, das ganze langsam das Bild bestärkte man könne Asylverfahren bis in alle Ewigkeit verzögern.

    • schneekanone1971 | vor 822 Tagen, 13 Stunden, 36 Minuten

      Damit sich niemand benachteiligt fühlt sollte man allen jetzigen 3000 Asylanten die schon länger als 5 Jahre in Österreich sind ein Bleiberecht geben - also quasi eine Generalamnestie. Österreich kann sich das leisten, wobei es eh davon profitieren würde. Wie überhaupt die ganzen Zuwanderungsregelungen viel zu streng sind.

    • heimatstolz | vor 822 Tagen, 12 Stunden, 40 Minuten

      deshalb muss schneller abgeschoben werden!

    • dilak | vor 822 Tagen, 11 Stunden, 37 Minuten

      schneller entscheiden würd schon mal vieles erleichtern.

    • syllablesasleep | vor 822 Tagen, 11 Stunden, 28 Minuten

      alle potenziellen problemfälle abschieben mittels einer nachhaltigen reibebewegung mit einer tennissocke am eigenen gemächt, funkt leider nur für burschis :-(

  • barnacleboy | vor 822 Tagen, 23 Stunden, 17 Minuten

    oder frei nach michael niavarani:

    nur deppade und waache wählen hc strache!

    Auf dieses Posting antworten
    • barnacleboy | vor 822 Tagen, 23 Stunden, 16 Minuten

      (war als reaktion auf den beitrag von heimatstolz unter mir gedacht...)

    • harald123 | vor 822 Tagen, 22 Stunden, 37 Minuten

      hehe. den muss ich mir merken.

    • fleurquin | vor 822 Tagen, 21 Stunden, 4 Minuten

      das was ihr von euch gibt ist natürlich extrem intelligenter und niveauvoller als der mist von der fpö, nicht?

    • dilak | vor 822 Tagen, 20 Stunden, 57 Minuten

      was vom niavarani zu halten ist steht hier:
      http://tinyurl.com/yc6fl8l

    • mischnimpossible | vor 822 Tagen, 20 Stunden, 17 Minuten

      Volksschulniveau

      Wenn das Österreichs Kabarettelite sein soll, dann gute Nacht!
      Da kann ich ja von Glück reden, mir heut Abend den Sigi Zimmerschied anschauen zu können, von dem Thomas Bernhard schrieb:
      "Was er, der daneben lebt wie ein Scheißhaussepp, ausschwitzt, beschenkt alle Betondeppen und Diddihasis mit der Gnade des Hirnrisses, damit der miese, verfaulte, dreckige Dreck entweicheen kann und sie mit allen Schartls in Frieden und Freiheit frohlispeln: Ihobs."

    • barnacleboy | vor 822 Tagen, 17 Stunden, 6 Minuten

      na und?

      intelligenz hin oder her. beim lesen dieses schüttelreims kommt der typische "daham statt islam" gröhler wahrscheinlich mehr ins grübeln als er es bei einer fernsehdiskussion über das thema tun würde...

      dass niavarani und sonstige "was gibt es neues?" kabarettisten bestenfalls halblustig sind bestreite ich nicht.

    • dilak | vor 822 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

      also bitte

      ein schüttelreim ist was anders.
      zB.:
      Der Zug fuhr durch den Vorort,
      plötzlich war mein Ohr fort!

    • alpiarts | vor 822 Tagen, 5 Stunden, 55 Minuten

      So isses, thx *

  • heimatstolz | vor 823 Tagen, 10 Stunden, 40 Minuten

    für eine familienzusammenführung im kosovo.

    Auf dieses Posting antworten
    • harald123 | vor 823 Tagen, 2 Stunden, 10 Minuten

      super bua, ganz toll die hc-sprücherln nachgeplappert.

    • harald123 | vor 823 Tagen, 45 Minuten

      mir ist noch ein hc-spruch für dich eingefallen:
      "hast du im kopf nur holz
      bist du auf die heimat stolz"

  • harald123 | vor 823 Tagen, 11 Stunden, 18 Minuten

    danke für dieses interview.

    Auf dieses Posting antworten
  • christinewien16 | vor 823 Tagen, 14 Stunden, 36 Minuten

    Man sollte schon beim Thema bleiben.

    Die Zogaj-Familie hat sich durch ihre unzulässigen Aktionen selbst zerstört.
    Natürlich ist es in Österreich schön, wenn man vom Sozialstaat versorgt wird, anstatt ein kaputtes Land aufzubauen.

    Doch die Zogajfamilie werden in ihrer Heimat nicht verfolgt oder ermordet - sie müssen lediglich das machen, was alle Österreicher nach dem Krieg auch taten - ein kaputtes Land ohne Geld ohne Jobs ohne finanzielle Hilfe wieder aufbauen.

    Ich glaube, es ist ein falscher Ansatz, die Wirtschaftsflüchtlinge durchzufüttern. Arigona hat hier eine gute Ausbildung genossen, kann Deutsch, ist jung und gesund - hat also die besten Voraussetzungen ihre Kräft in den Aufbau ihres HEIMATLANDES zu investieren.

    Meiner Meinung hat die österreichische Politik viel zu langsam, aber prinzipiell richtig reagiert.

    Auf dieses Posting antworten
    • redken | vor 823 Tagen, 14 Stunden, 32 Minuten

      hä?

      Sprachunkenntnis und sozaile Entwurzelung als beste Voraussetzung anzusehen bedarf schon einer gewaltigen "Querdenkleistung".

    • johnny13 | vor 823 Tagen, 14 Stunden, 19 Minuten

      warum man grad bei den zogajs so ultrahart "durchgreifen" will, ist mir schleierhaft.
      habe schon einige schwer asoziale/gefährliche typen aus weiter östlichen gebieten erleben dürfen, die werden vermutlich bis in alle ewigkeiten hier ihr unwesen treiben, aber österreich ist diese unbescholtene familie nicht zumutbar?

    • pixacao | vor 823 Tagen, 13 Stunden, 10 Minuten

      lb frau christine aus wien 16, geh'ns
      postens dieses kleinmütig-chauvinistische texterl doch auf krone.at - dort kriegens dafür sicher viele zustimmende 'thumbs-up' ... hier wirkts etwas peinlich (zumal offenbar das interview nicht gelesen bzw. nicht verstanden wurde)...
      @johnny13
      schick dir viel kraft im umgang mit deinen "schwer asozialen/gefährlichen typen aus weiter östlichen gebieten, die vermutlich bis in alle ewigkeiten hier ihr unwesen treiben" werden ... dennoch: verlier nie die hoffnung, vielleicht werdens ja doch noch einmal abgeschoben ... also: viel glück beim einkaufen - und für die wohnung gibts ja schon relativ gute sicherheitstüren und alarmsysteme (von aon zb.) - (und die wiener spö sammelt ja auch noch unterschriften für mehr polizisten!!!)

    • fightclub | vor 823 Tagen, 9 Stunden, 7 Minuten

      @christine. wie die österreicher nach dem krieg? also auf die anderen zeigen und sagen "wir waren das erste opfer und im herzen immer schon neutral bis geht nicht mehr?"
      und zum thema gesund empfehle ich den text nochmal zu lesen (vielleicht ja auch vorlesen und dabei erklären lassen) vor allem die stelle mit den drei wochen stationärem aufenthalt in der klinik.

    • appetiteforconstruction | vor 823 Tagen, 7 Stunden, 57 Minuten

      @christine:
      bis zu mutwilligen auseinanderreißen der familie durch das österreichische innenministerium haben die eltern von arigona zogaj offiziell und legal in österreich gearbeitet. die beiden älteren brüder hatten lehrstellen gefunden, durften dort aber nicht anfangen, da sie aufgrund ihres aufenthaltsstatus keine arbeitsbewilligung hatten. arigona und die jüngeren kinder gingen in die schule bzw. den kindergarten. die wurden genauso sehr oder wenig vom sozialstaat versorgt wie einheimische familien in derselben situation. wenn die beiden burschen arbeiten hätten dürfen, hätten sie auch ein bisschen zum unterhalt der familie beitragen können, anstatt sich vom sozialstaat versorgen lassen zu müssen. - und so geht es vielen asylwerbern: die möchten nämlich gar nicht vom sozialstaat zwangsversorgt werden, sondern wollen - und können - ihr leben selbst gestalten. aber sie dürfen es nicht. und gleichzeitig unterstellt man ihnen dann, dass sie eh nur zum sozialschmarotzen hier wären. das ist doch absurd.

    • appetiteforconstruction | vor 823 Tagen, 6 Stunden, 51 Minuten

      @christine - noch was:
      zu deiner behauptung, all die braven österreicher hätten österreich nach dem krieg ganz alleine, ohne jegliche finanzielle hilfe, wieder aufgebaut, empfehle ich dir, einmal unter "marshall-plan" nachzuschlagen.

      so was gibt's für den kosovo, so weit ich weiß, nicht. der ist ja noch nicht einmal von allen staaten als unabhängig anerkannt. und hängt finanziell, wie u.a auch albanien, nicht zuletzt von den geldern ab, die auslandskosovaren (-albaner etc.) nach hause überweisen. das ist das geld, mit dem dort allmählich etwas aufgebaut werden kann, jobs geschaffen werden etc.

      und wenn du schon den vergleich mit 1945 ziehst: auch nach österreich konnten und/oder wollten nach dem krieg viele vertriebene nicht mehr zurück. manchen ist es gelungen, sich hier wieder zu hause zu fühlen; manchen wurde zu verstehen gegeben, dass sie unerwünscht waren; und manche hatten mit österreich abgeschlossen und sahen ihre zukunft in der neuen "heimat". hätte man die auch zur rückkehr nach österreich zwingen sollen?

    • winnetou2 | vor 822 Tagen, 21 Stunden, 5 Minuten

      @christine

      rechnest du nur das, was österreicher nach dem krieg aufgebaut haben oder gehört da auch das dazu was österreicher im krieg zerstört haben? kleine erinnerung: beide kriege, die unter "der krieg" laufen, haben österreicher angefangen.

      @johnny
      "gerade bei den zogajs" stimmt leider nicht. "leider" für die hunderten anderen, mit denen man genauso umgeht.

    • dilak | vor 822 Tagen, 20 Stunden, 6 Minuten

      @winnetou2
      sorry, aber so komplexe sachverhalte wie den beginn eines krieges auf "der hat angefangen" zu reduzieren ist unnötig und peinlich.

      Trotzdem Liebe Grüße an Nscho-tschi.

    • johnny13 | vor 822 Tagen, 19 Stunden, 23 Minuten

      @pixacao:
      die unfassbare selbstgefälligkeit, die deinem posting zugrundeliegen muß, wäre es beinahe schon wert, näher erforscht zu werden.

    • oxymoron | vor 822 Tagen, 13 Stunden, 28 Minuten

      @johnny13: selbstgefällig ist es wohl eher, als jemand, der zufällig in eines der reichsten länder der welt hineingeboren wurde, die abschiebung von unter anderm einem in österreich verwurzelten mädchen in ein land, mit dem sie rein gar nix anfangen kann, damit zu rechtfertigen, dass österreich sich ja nach dem krieg auch selbst wieder aufgebaut habe..

    • oxymoron | vor 822 Tagen, 13 Stunden, 18 Minuten

      @christine: österreich hat enorm große ressourcen, wäre aber dank nachwuchsproblem ohne zuwanderung bald nicht viel mehr als ein großes seniorenheim.
      was hättest du für ein problem damit, wenn man wenigstens jenen menschen, die bereits mindestens fünf jahre hier leben und hier integriert sind, das bleiberecht gibt?