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Elisabeth Gollackner

Elisabeth Gollackner

Subjektivitäten, Identitäten und andere feine Unterschiede.

3. 12. 2009 - 10:37

Oh! Fiese Früchte

Schuld ist immer die Banane.

Oh! - Irritationen im Alltag

Die Szenerie: Ein strahlend schöner Herbstmorgen.
Die Akteure: Drei Bauarbeiter, die an ihren Kleinlastwagen gelehnt auf irgendetwas oder irgendjemand warten. Und ich, am Weg an ihnen vorbei, mit einer gerade geöffneten Banane in der Hand.

Comicstil; jemand denkt an eine Banane.

Und da muss ich an Bruno Latour denken, diesen französischen Philosophen, von dem der Hübsche in letzter Zeit dauernd erzählt. Dieser Latour geht davon aus, dass nicht nur Menschen Akteure im täglichen Chaos des Miteinanders sind, sondern auch die Dinge. Wie die Pistole zum Beispiel - die bringt schon eine gewisse Aufforderung mit. Und so hängen wir netzwerkartig drin in den Handlungen, die Dinge und wir, und werden gemeinsam zu sogenannten "Aktanten". Genau so fühl ich mich jetzt: Ein "Mensch-Banane"-Aktant.

Als ich an den Bauarbeitern vorbeigehe, bin ich gerade dabei abzubeißen. Vier menschliche Akteure also und einer namens "Banane", die zig pornografische Assoziationen provoziert. Pin Up, Blow Job, Biegeschwanz.

Alle Anwesenden (inklusive Banane) wissen, dass jetzt etwas geschehen muss. Der Appell, der von diesem frechen gelben Exportschlager ausgeht, ist unüberhörbar. Ich kaue und ich gehe und ich lausche.
Was werden sie sagen?

Noch ein Schritt. (Es kommt nichts.)
Noch einer. (Noch immer nichts.)
Und da schießt es aus einem der drei raus, gequält und halblustig: "Darf ich auch mal beißen?"

Auweh, falsche Richtung, Cowboy.
Aber sowas kann schon mal passieren, wenn man von einer Banane derart unter Druck gesetzt wird.

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  • mistersimpson | vor 801 Tagen, 20 Stunden, 41 Minuten

    jaja, eine banane in einem frauenmund hat schon was schönes an sich.

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  • betis | vor 802 Tagen, 6 Minuten

    war sicher eine ethisch unbedenklich erworbene banane, sonst hätte sie ihnen nicht den kopf fair trade.

    a pro pos lebensmittelsymbolismus, granatäpfel an dt-sprachigen flughäfen essen ist post-9/11 wohl auch problematisch.

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  • boiler | vor 802 Tagen, 12 Stunden, 18 Minuten

    affen essen die banane ja von der anderen seite her (von dort wo der stengel nicht ist).

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    • urfrosch | vor 802 Tagen, 9 Stunden, 46 Minuten

      stimmt, das hat die golli gar nicht bedacht!

    • gratzer | vor 802 Tagen, 2 Stunden, 3 Minuten

      das mache ich auch so. lässt sich einfach besser halten.

    • meuterer | vor 802 Tagen, 24 Minuten

      was auch geht ist, die banane in der mitte durchzureißen und dann den inhalt beider hälften herausquetschen, so kann madame getrost vor bauarbeitern banane essen ohne sich zweideutige ansagen anhören zu müssen...

  • keyserkeli | vor 802 Tagen, 13 Stunden, 47 Minuten

    als oftmaliger ferial-bauhackler und jetzt in der baubranche (nicht operativ) tätiger, ist mir die aufforderung ein anliegen, die klassischen bau-bier-weiber-nachgaff-klischees zu hinterfragen.
    am bau mehrheitlich angesoffene rüpel ohne manieren anzutreffen war vielleicht früher einmal und stimmt für heute definitiv nicht mehr.
    bananenesser sind dort freilich trotzdem selten...
    und shame on me, rein hypothetisch und nur vom photo her würde ich der schreiberin eventuell auch ohne banane hinterherschauen!

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  • makronaut | vor 802 Tagen, 14 Stunden, 19 Minuten

    ...es soll angeblich auch schwule bauarbeiter geben.

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  • tittietwister | vor 802 Tagen, 15 Stunden, 48 Minuten

    als sommerlicher gelegenheits-hakler kann ich aus erfahrung sagen: wenn man den ganzen tag weibern nachschaut und sich körperlicher arbeit hingibt wird ersteres ausschnittsweise fad und letzteres verursacht einen bärenhunger. als bananenallergiker hätte ich in dem fall wohl eher angetrunken ein "babeeey" (nicht wegen der banane, sondern einfach rein oberflächlich das ausgschau beurteilend) oder nüchtern ein "mahlzeit" (jaja, herr elmayer) von mir gegeben. wenn es ein leberkässemmerl in deinen händen gewäsen wäre, hätte die sache wohl anders ausgesehen oder geklungen. anyway: manche sätze darf man auch ganz banal wortwörtlich verstehen.

    die überschrift erinnert an eine der entzückendsten simpsons-konversationen.
    richterin: "mr. simpson, ihre kinder sind ganz schön böse früchtchen" homer: "mmmmmmmmh...böööse früüüchtchen"

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  • snufkin | vor 802 Tagen, 17 Stunden, 35 Minuten

    die andere sicht der dinge

    wer weiß ... vielleicht bedienst du dich hier zu sehr einem klischee. nicht jeder bauarbeiter mag papayas. man müsste mal testweise einen schönling mit banane vorbei schicken.

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  • dilak | vor 802 Tagen, 21 Stunden, 17 Minuten

    also hab jetzt länger (für meine Verhältnisse)darüber nachgedacht. Mir fällt echt nix ein dass man da so sagen könnte, als bob der baumeister.
    "schmeckts?" zu wenig esprit
    "schaut sehr talentiert aus" quatsch
    "bist schon alt genug für sowas" naja

    Davon abgesehn find ich die aktanten sache sehr interessant.

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    • kleinerrollhügel | vor 802 Tagen, 17 Stunden, 43 Minuten

      ich bin für ein klassisch-homereskes "mmmmhhhh...banane..."

  • naitsabes | vor 802 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

    es soll situationen geben, in denen sogar den per se sexistisch derben handwerkern witze zu aufgelegt sind, um sie abzuspulen zu müssen. aber wies scheint sind sich radioredakteurinnen nicht zu blöd, jedes derb-sexistisch aufgelegte klischee bedienen zu müssen. mahlzeit!

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    • urfrosch | vor 802 Tagen, 21 Stunden, 30 Minuten

      radioredakteurinnen - die neuen klischeeträger nummer 1? :D

    • donotconform | vor 802 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

      mehr Bananen für Gollackner

      Bitte liebe Gollackner, iss mehr Bananen und werde glücklich, aber verschone uns mit deinen sexuellen Bedürfnissen und Fantasien.

  • urfrosch | vor 802 Tagen, 21 Stunden, 47 Minuten

    oh nein, ein mann, der verabsäumt hat, ein klischee zu bedienen!!!!!!!1

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