Erstellt am: 14. 1. 2010 - 17:05 Uhr
"Feiernde, saufende und zerstörende Chaoten"
Eine Woche lang blicken wir mit den SprecherInnen der politischen Jugendorganisationen in die Zukunft der Parlamentsparteien:
- Marc Pommer-Gutschy (GZÖ)
- Wolfgang Moitzi (SJ)
- Sebastian Kurz (JPV)
- Dominik Nepp (RFJ)
Diese Woche sprechen wir jeden Tag mit einem Vorsitzenden der Jugendorganisationen der Parlamentsparteien über ihre politischen Ziele im Jahr 2010. Heute ist Dominik Nepp, der Bundesobmann des Ring Freiheitlicher Jugend, an der Reihe. Auch er blickt gespannt nach Klagenfurt, wo am Samstag der Parteitag der Freiheitlichen Partei Kärnten (FPK) stattfindet, die sich von dem BZÖ abspalten und unter das Dach der FPÖ zurückkehren möchte.
Dominik Nepp (Ring Freiheitlicher Jugend)

Dominik Nepp hat die Position des Bundesobmanns des RFJ seit September 2009 inne, der 27-jährige Student der Rechtswissenschaften folgt dem umstrittenen Johann Gudenus. Sein Vorgänger hat mit provokanten Forderungen wie der Einführung einer Steuer für Verhütungsmittel zur Geburtenkontrolle oder dem Wunsch nach einer "voll einsetzenden Umvolkung" immer wieder für Furore gesorgt. Ein Weg, den Dominik Nepp durchaus fortsetzen möchte. Im Interview wünscht sich Nepp die Zusammenführung des dritten Lagers und hält HC Strache für jede politische Führungsrolle geeignet: egal ob als Wiener Bürgermeister oder Bundespräsident.
Während Dominik Nepp die protestierenden Studierenden im Audimax einst als "feiernde, saufende und zerstörende Chaoten" bezeichnet hat, macht er für die Fehler im Bildungssystem vor allem die Ausländer verantwortlich. Das Niveau sinke nicht nur in berufsbildenden Schulen, was vor allem dem Handwerksberuf schaden würde, sondern bereits in der Volksschule, wo Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen den Unterricht aufhalten würden. Eigene Deutschklassen für Ausländer seien die Lösung. Die Befürchtung der daraus folgenden Isolation der nicht-muttersprachlichen Kinder teilt Nepp nicht.
"Wir verlangen zuerst Deutsch dann Schule. Das beginnt bereits im verpflichtenden Kindergartenjahr, wo geschaut wird, ob die Kinder die deutsche Sprache genügend können, um dem Regelunterricht in der Volksschule dann folgen zu können. Ist das nicht der Fall, sehen wir es als besser an, dass diese Schüler dann in eigenen Deutsch-Lernklassen unterrichtet werden, in denen sie so lange bleiben, bis sie dem Regelunterricht folgen können."
Beim Thema Asyl verstehe Nepp nicht, warum viele Menschen aus dem Ausland ausgerechnet nach Österreich fliehen.
"Wenn ich aus Österreich aus irgendwelchen Gründen flüchten müsste, werde ich sicher schauen, dass ich irgendwo unterkomme, was so nah wie möglich an Österreich ist, weil ich ja wieder nach Österreich zurückkommen will."
Obwohl er HC Strache als Bundespräsident bevorzugen würde, wird sich Dominik Nepp trotzdem "Bock for President" im Kino ansehen.
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