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Musik, Film, Heiteres

Johanna Jaufer

Johanna Jaufer

Revival of the fittest.

7. 2. 2010 - 12:03

Meine Suppe ess' ich nicht

Perspektiven zerrinnen, ein volltrunkener Teenager assoziiert und die Liebe und das Wetter hören nimmer nimmer auf. Helene Hegemanns beeindruckendes Debüt "Axolotl Roadkill".

"Radikal, klug, abgründig" prangt es pink auf schwarz am Buchumschlag. Stimmt durchaus: Was Helene Hegemann ihrer Leserschaft vor die Nase setzt, kennt keine Gnade. Im Fokus: Die sechzehnjährige Mifti, ihres Zeichens "wohlstandsverwahrlost" und "auf der Suche nach der ultimativen Ekstase". Mifti kann: Drogen nehmen, leiden, lustig sein. Gleichzeitig. Auf der Suche nach allem und nichts stolpert sie durch Berliner Clubs, überkandidelte Hochzeitsgesellschaften, Vollidioten. Seinen Anfang hat Miftis Wahn schon vor ewig hingelegt. Mama war unter anderem gewalttätig (jetzt tot) und Papa mit Kulturschaffen beschäftigt.

Ich bin ein Wurstbindfadenknäuel/
Niedlich ist Silber, Sadismus ist Gold/

Warum sie es nicht "einfach durchzieht", wird Mifti pausenlos gefragt - warum sie in sexuelle Perversion, unerfüllte Liebe und den Exzess an sich investiert, statt endlich die Schule hinter sich zu bringen. Die Antwort ist weit weniger interessant als Miftis altkluge Realitätsflucht selbst - oder was davon eben ins Langzeitgedächtnis gelangt. In verschiedenen Zungen lässt die Autorin ihren Schützling sprechen. Das verkorkste Großstadtmaul kann auch hochdeutsch predigen und umgekehrt. Formal ist alles up to date zerschnipselt: Emailfetzen, Songzeilen, wilde Schreiereien.

buchcover "axolotl roadkill"

"Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann ist im Ullstein Verlag erschienen.

Tagelang fliege ich über eine glazial geprägte Landschaft/
You can't melt it down in the rain/
Ich wichse in die Bodylotion meiner Schwester/
Du weißt aber schon, dass ich morgen wegfahre, Mifti? Nein, du komisches Faszinationsdiktaturmonstrum!/

Natürlich wird im weiteren Handlungsverlauf nur wenig besser. Die Welt geht konstant unter und im Auge des emotionalen Orkans ist's schirch und gottverlassen (betreffend Familie, Freunde, Ficken). Wer will, kann das beeindruckende Debüt der 17-jährigen Helene Hegemann als "authentisches Nullerjahre-Coming of Age Drama" lesen und sich mit Kennermiene zurücklehnen (oder gelangweilt abzischen). Da fehlt aber noch eine spannende Ingredienz: Die herumstreunende Mifti kann nämlich auch "lustig". Sie kennt sich zum Beispiel sehr gut aus mit Berliner Bobos. Und sie zerklaubt deren Wellness-Biedermeier. Der dreijährige Äneas (darf nur Holzspielzeug) trampelt ins Bild, wo alle anderen gerade Suchtgift konsumieren,

"Nein, Mann, ich will nicht ins Yoga!"

Zwischenstopp, wo die Autorin den Blick in die Kamera richtet:

"Ich persönlich würde mich wirklich freuen, wenn sie als Publikum in diesem geschilderten Abend etwas Brauchbares finden, das über das Individuell-Psychologische der Autorin hinausgeht."

PS:
Ein paar Leute sind ein bisschen neidisch auf Frau Hegemann. Oder auch schon grün vor Neid.

Update, 09. 02. 2010

  • Weiterlesen: Das Elend mit Helene Hegemann: Die Plagiatsdebatte rund um den Roman "Axolotl Roadkill" von Helene Hegemann kennt viele Verlierer und so manchen Gewinner (Martin Pieper)

Auf die massiven Plagiatsvorwürfe reagierte Helene Hegemann inzwischen mit einer Erklärung, die der Ullstein Verlag aussandte; "Originalität gibt's sowieso nicht, nur Echtheit. Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und träumen." Hegemann wird vorgeworfen ganze Passagen ihres Buches aus dem im vergangenen Jahr erschienenen Roman "Strobo - Technoprosa aus dem Berghain" von Airen übernommen zu haben. "Offenkundig hat sie die Tragweite dieser Frage unterschätzt und ist auf Quellen und Zitate aus dem Netz - wie etwa den Blog von Airen - nicht eingegangen", der geschädigte Verlag ist an einer gütlichen Einigung interessiert. Airen, Autor von "Strobo", will laut Frank Maleu, Geschäftsführer des Berliner Sukulturverlags, derzeit seinen Namen nicht nennen und nicht öffentlich Stellung zu dem Fall beziehen. Airen prüfe gerade, wie viel Hegemann aus seinem Buch beziehungsweise dem vorausgegangenen Blog übernommen habe, so Maleu. "Wir hoffen, dass es diese Woche noch zu einer Klärung kommt." Der Ullstein Verlag hatte angekündigt, eine Einigung mit Sukultur zu suchen und eine Genehmigung für den Abdruck einzuholen.

Matrin Pieper spricht heute mit Klaus Nüchtern, Kulturchef des "Falter" über den Fall Hegemann, Copy&Paste und Ideenklau.

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  • rriotrradio | vor 734 Tagen, 20 Stunden, 55 Minuten

    da sieht man mal wieder..

    ...wie fast forward der gio hahn eigentlich gewesen ist...

    ;-)

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  • mehrzweckhalle | vor 735 Tagen, 14 Stunden, 50 Minuten

    Dem Artikel von Simone Meier Neid zu unterstellen, finde ich ziemlich oberflächlich.

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  • jarmusch07 | vor 735 Tagen, 15 Stunden, 15 Minuten

    Don't believe the Hype

    Ja jetzt fehlt eigentlich nur noch, daß einem weisgemacht wird wie "zeitgemäß" ein Plagiat doch ist. Ich kann absolut nicht verstehen, was gewisse Leute antreibt, die HH jetzt auch noch in Schutz nehmen. Schadensbegrenzung ? Imagekorrektur? Reine Nächstenliebe? Das Verhalten des Verlags löst bei mir jedenfalls nur Brechreiz aus ...

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  • kleinerrollhügel | vor 736 Tagen, 12 Stunden,

    das wär ja mal eine aufgabe für fm4...anstatt büchertipps zu geben, die eh schon im mainstream-feuilleton bis zum erbrechen wiedergekaut werden, vll WIRKLICH unebekanntes/undergroundiges rezensieren. ich bin sicher, die leserschaft hier giert nach sowas.
    ich empfehle "viertel nach handgelenk" von pippin wiggelsworth. herrlich.

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    • kleinerrollhügel | vor 736 Tagen, 11 Stunden, 59 Minuten

      entschuldigung, wigglesworth heißt der gute

  • softmachine | vor 736 Tagen, 14 Stunden, 2 Minuten

    schon heftig, ein underground autor wird beklaut, eine vip tochter mit vip namen bekommt dafür verlag, pr, förderung und und und und fm4, der ehemalige indie sender, schreibt nicht etwa über Airens "Strobo", sondern copypasted selbst schnulzige feuilletonberichte über hh und bedient die pr maschinerie noch.das hat nix mit neid zu tun, das ist eine himmelschreiende ungerechtigkeit. wer mehr über diese scheisse erfahren will: www.gefuehlskonserve.de

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    • martinpieper | vor 736 Tagen, 13 Stunden, 35 Minuten

      na ganz so simpel ist die sache nicht. ein text, der auf einem cut/copy prinzip beruht, ist nicht so einfach mit plagiatsvorwürfen wegzudiskutieren. sie selbst sagt: "Von mir selber ist überhaupt nichts, ich selbst bin schon nicht von mir (dieser Satz ist übrigens von Sophie Rois geklaut) – ich habe eine Sprache antrainiert gekriegt als Kind und trainiere mir jetzt immer noch Sachen und Versatzstücke an, aber mit einer größeren Stilsicherheit." und seit wann ist pop-öffentlichkeit "gerecht" verteilt?

    • softmachine | vor 736 Tagen, 12 Stunden, 52 Minuten

      das wird jetzt im nachhinein erklärt. wie auch obige kritik ist es jedoch nie um einen remix gegangen oder copy @ paste. im gegenteil, zitate von df wallace wurden klar ausgewiesen und notiert, andere nicht erwähnt. nichts gegen sampling, aber wie im grey album zb wird dabei mit offenen karten gespielt. so bleibt es diebstahl, bzw. plagiat.hätte es niemand gemerkt, hätte sie nicht davon gesprochen und hh wäre immer noch das sprachgewalige wunderkind, als was sie verkauft wird.

    • christianlehner | vor 736 Tagen, 9 Stunden, 32 Minuten

      klar softi: nehmt den jungen das feuer und die fackel, die anarchie und aufsässigkeit, den irrsinn und die lust, heißt ihre pubertät schwachsinn, weil ihr euch für die eigene schämt und haltet ihnen vor allem ihre herkunft vor (das hat in d-land schon immer prächtigst funktioniert) - das alles im namen des "underground" schrifstellers, der sicher gerade auf eure anwaltschaft gewartet hat. yeah right.

    • softmachine | vor 736 Tagen, 5 Stunden, 49 Minuten

      ungerechtigkeit bleibt ungerechtigkeit .ich bezweifle, dass du den roman überhaupt gelesen hast.aus gutbürgerlichen leuten wie dir, die bobomässig durch die welt düsen, was soll da anderes kommen, als billiger zynismus ?. die solidarität der gehypten, yeah, mediale verblendung quasi.die 50er jahre sind zurück. ohne ihren daddy hätte die frau nie einen vertrag, keine kulturförderung, keine pr, keinen verlag usw. bekommen.ihr geklauter text wäre nicht mal bei eurem fm4 literaturwettbewerb angenommen worden. aber so, klar da können wir alten mediensäcke die gute alte pubertät noch mal richtig kommerziell ausquetschen.ist ja zu unserem beruf geworden, gell ?

    • christianlehner | vor 736 Tagen, 4 Stunden, 41 Minuten

      schon etwas älter aber noch immer brauchbar: http://tinyurl.com/yjn7dgq

    • oxymoron | vor 736 Tagen, 2 Stunden, 49 Minuten

      @pieper: der verlag gibt jedenfalls an, die autorin gefragt zu haben, ob zitate enthalten sind, und habe darauf keineswegs die antwort erhalten, das werk sei ein copy-paste-arrangement, sondern die autorin habe gesagt, sich konkret bei dfwallace bedient zu haben -und sonst NIX.

    • hansimport | vor 735 Tagen, 20 Stunden, 36 Minuten

      zu hinterfragen...

      ...ist die Vorgehensweise der Literatin schon - unabhängig vom Kontext: "Hochbegabte Jungautorin - ich nehm mir was ich will - Verstörung, pubertäre Verwirrung - die Welt gehört mir - Anarchie - postmodernes Recyling etc.". Beispiel:
      Ich schreibe eine Story über die Besteigung eines 6000ers und bediene mich dafür - unzitiert und ohne Hinweis - eines Blogs eines Extrembergsteigers, weil ich selbst keinerlei Möglichkeit haben, selbst eine Besteigung durchzuführen. Teile des Blogs werden relativ genauf übernommen. Fragwürdig, weil Plagiat?
      Ich schreibe eine Story über die Besteigung des Grazer Schloßberges mit meiner 100jährigen Großmutter und bediene mich des Blogs eines Extrembergsteigers, um angeregt durch dessen Erfahrungen witzige Vergleiche herzustellen. O.k., weil Inspiration?
      Ein Beigeschmack bleibt sicher.

    • michl216 | vor 735 Tagen, 15 Stunden, 55 Minuten

      haha

      schon bevor die plagiatsgerüchte aufgekommen sind hat mich das ganze total an californication erinnert

      scheint in wirklichkeit ja nicht viel anders abgelaufen zu sein

    • christianlehner | vor 735 Tagen, 15 Stunden, 24 Minuten

      jetzt is die katze ohnehin aus dem sack. ist es unrecht? na klar, keine frage. wird es dem jungblogger schaden? im gegenteil. der skandal, der hype, die bigotterie und doppelmoral - das ist doch alles großer sport und rüttelt den ganzen, verschlafenen deutschen literaturbetrieb durcheinander.

      muss der sich am ende noch tatsächlich mit den herausforderungen der jetztzeit auseinandersetzen?

    • softmachine | vor 735 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten

      ne, hh kommt damit durch. der literaturbetrieb schützt das und gibt dem internet die schuld.interessant sind doch die ordner des diskurses, um foucault zu bemühen.ist es soweit, dass nur noch vip nachnamen zählen, auch bei euch, bei fm4 ? es geht um einen seltsamen wandel in der gesellschaft, eine umdrehung, wer hält big names oder big player noch auf, sich einfach zu bedienen, einfach zu klauen ? und nochmal: ich verteidige das sampling, aber sampeln und anderen einfach was klauen, ist doch ein unterschied. ein bsp. von h&m, die ideen und style von nachwuchsdesigner klauen, ist das dann auch einfach copy @paste ? weil man über die besseren distributionswege und rechtsanwälte verfügt,ist man im recht ? das ist die pervertierung einer guten idee. der deutsche literaturbetreib setzt sich nicht mit der jetztzeit auseinander, er nützt sie einfach knallhart aus.was also die journalisten, wie ja auch auf fm4, zum ohnmächtigen, dummen hype treibt, das wäre die frage.

    • christianlehner | vor 735 Tagen, 12 Stunden, 41 Minuten

      hehehe - nimm noch einmal das wort punk in den mund, herr thomas moore.

      es sind "vorwürfe" wie deine reaktionärste form der herkunftsbrandmarkung, die diesen akt von hh in meinen augen schon wieder rechtfertigen. weil so dödeln wie du oder die sabbernden feuilletonisten und treudoofen verlage und die am hype oder ihrem selbstekel hängenbleibenden literatur-bloggerInnen aus ihrer deckung gezwungen werden.

      hauptsache sie is bobo und hat auch noch gestohlen! also ab an die wand jetzt, herr thomas moore?

    • softmachine | vor 735 Tagen, 11 Stunden, 12 Minuten

      was ist herkunftsbrandmarkung ? meinst du branding durch berühmte nachnamen ? hh ist doch nicht punk, das ist ö3. ich bin eben nicht dafür, dass nokia einen dead kennedy song klauen darf. du halt schon.im übrigen bist du bzw. fm4 einer der sabbernden feuilletionisten, die den hype ja veranstaltet haben.your´re mainstream baby und das schlimme ist, du merkst es nicht mal.

    • christianlehner | vor 735 Tagen, 10 Stunden, 55 Minuten

      klar softi, und die hh aktiengesellschaft hat schon spots für den nächsten super bowl gebucht.

    • softmachine | vor 735 Tagen, 10 Stunden, 27 Minuten

      wow witzig.nein nur ganzseitige rezensionen in zeit, süddeutsche, faz, spiegel, taz, fr, standard, nzz...bekommen doch alle, gell ? schön wie du die reichen und die medien verteidigst, bist ja ein richtiger anti robin hood. damit kannst du dich sicher bei fpö und övp bewerben...

    • christianlehner | vor 735 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

      everywhere i look plots and heretics. even in the mirror.

    • ambre | vor 734 Tagen, 20 Stunden, 25 Minuten

      "weil so dödeln wie du oder die sabbernden feuilletonisten und treudoofen verlage und die am hype oder ihrem selbstekel hängenbleibenden literatur-bloggerInnen aus ihrer deckung gezwungen werden."

      selbstekel hängenbleibenden.. äh wie bitte? dieser seitenhieb beschäftigt mich schon seit gestern, ich fürchte, ich versteh ihn einfach nicht.
      warum sollten lit-blogger in deckung gehen?

      weil immer die rede ist vom sampeln und variieren: ich bin mir sicher, dass hegemann ein talent ist, denn passagen zu klauen allein reicht nicht, man muss sie trotzdem gut verpacken können und auch die schönheit anderer werke erkennen können. soviel steht fest.
      und für ihr alter ist das natürlich sehr beeindruckend.

      trotzdem: so nicht. wenn man etwas nimmt/sampelt, hat man die verdammte pflicht, die quellen anzugeben, ansonsten steht als ihr eigenes werk da, und das ist es nunmal nicht. und ich meine nicht nur den blogger aires, sondern zB auch musiker- und das ist es, was ich einfach nicht verstehe. wenn ein autor einen songtext einbaut (und dazu schreibt von wem der ist), wird niemals jemand etwas sagen. aber einfach archives text ins deutsche zu übersetzen und runterzuschreiben ist nicht in ordnung.

      und lieber herr christian, eins noch: zu behaupten, dass das im...

    • softmachine | vor 734 Tagen, 16 Stunden, 19 Minuten

      vor allem, wenn man bedenkt, dass da ja ein originalgenie, ein sprachtalent, also das konservative künstlerbild vermarktet wurde. nix mit remix und so, semiautobiografisch war das stichwort. viel wichtiger erscheint mir diese seltsame hype verfilzung von medien, die abweichende meinungen nicht mehr zulässt. ein bsp.-zugegeben etwas deplaziert- das neue toco album. mit wem ich rede, alle finden das schlecht, bemüht, zäh, mit durchschnittsmusik und banalen lyrics. aber in der presse (ausser einem taz artikel): ein meisterwerk, ein wahnsinn, das beste seit captain beefheart und nirvana zusammen. dann der artikel hier auf fm4 über hh, der selbst wie ein copy&paste aufsatz wirkt. im sinne handkes, bräuchten wir wieder radikalere subjetive sichtweisen, die aufeinanderprallen, wie sonst soll denn objektivität entstehen ?

    • christianlehner | vor 734 Tagen, 15 Stunden, 19 Minuten

      aus und nicht in deckung (des betulichen literaturbetriebs), dear ambre. diskurs ja, softmachine - wenn der allerdings 1930er jahre like bei der blutlinie ansetzt, bist du zumindest bei mir draußen.

    • softmachine | vor 734 Tagen, 7 Stunden, 31 Minuten

      dann müsstest du aber die medien, den verlag etc. und nicht mich angreifen, zombiemeister. die übernehmen die blutlinie, die biografie,die herkunft, die connection,die protektion, so entstand der hype, ob die blutlinie hegemann, hilton, osborne oder geldof heisst. gossip a la "der papa wirds scho richten" ist noch keine kunst, ein vip ist noch lange kein besserer mensch, diese medienleute, wie im kleinen rahmen ja auch fm4, haben den namen auf büchnerhöhe gepusht,um mit jugend und pubertät kohle zu machen. als working class person mit dem allergischen herz für ungerechtigkeiten und einem interesse für underground (wie ehedem fm4, bevor er zu dem snowboard-fußball sport radio mutierte, der sich zum glück für unsere sportnation für langlauf einsetzt-toll blumie !)) kann ich dir nur folgende einfache gedanken an den versnobten cv-bobokopf werfen: egalite, liberte, fraternite.

    • christianlehner | vor 733 Tagen, 13 Stunden, 31 Minuten

      genau herr volksvertreter, wär´s ein "arbeiterkind" gewesen, dann wär die ganze aktion natürlich voll krass subversiv und total gerecht!

    • softmachine | vor 733 Tagen, 6 Stunden, 16 Minuten

      nein, so oder so nicht, das buch hätte nämlich nie einen verlag gefunden. wetten dass ?

  • andyf | vor 736 Tagen, 14 Stunden, 4 Minuten

    Ich hab ja seit Tagen (und seit dem "grün vor Neid"-Artikel noch mehr) die Assoziation mit "Fucking and punching" in meinem Kopf herumschwirren...

    Auf dieses Posting antworten
    • softmachine | vor 736 Tagen, 13 Stunden, 58 Minuten

      das wärs, californication, also airan und helene oder wie ?

    • andyf | vor 732 Tagen, 21 Stunden, 42 Minuten

      Ja weil die Gedanken ja frei sind, und so.

  • ambre | vor 736 Tagen, 15 Stunden, 18 Minuten

    einen durchaus fundierten artikel (der im übrigen auch um einiges informativer ist als dieser hier) als "neidisch" zu bezeichnen... passt ja dann doch wieder.

    Auf dieses Posting antworten
  • christianfuchs | vor 736 Tagen, 16 Stunden, 29 Minuten

    die lektüre interesiert mich eher nicht.

    aber die kinderclips sind ganz großartig & haben potential für einen film oder besser - eine desolat-kaputt-komische tv-serie (für die es im deutsche sprachraum wieder keinen mutigen sender á la HBO/showtime/comedy central gibt)

    das dröge deutsche bobo-beziehungsdrama "alle anderen" hätte ich auch gerne in dieser kindervariante gesehen.

    das tolle an diesen clips ist ja, dass gewisse inhalte die (für mich halt) in der literatur nicht (mehr) so funktionieren, in dieser infantil-filmvariante eine fantastische qualität entwickeln.

    umgekehrt würde ich zb die genialen, die dysfunktionalität verhandelnden us-tragikkomödien der letzten jahre auch nicht als buch lesen wollen.

    Auf dieses Posting antworten
    • christianfuchs | vor 736 Tagen, 16 Stunden, 24 Minuten

      finde ich überhaupt spannend, welche inhalte/themen in welcher künstlerischen verpackung am besten funktionieren.

      dirk von lowtzow schreibt zb die besten songtexte, aber als gedichte alleine würde ich sie nicht wollen.

      oft ist eine brechung bestimmter themen (durch musik, sounds, konträre bilder, humor) notwendig, um ihnen das prätentiöse zu nehmen & die ernsthaftigkeit so richtig leuchten zu lassen.

    • softmachine | vor 736 Tagen, 14 Stunden, 9 Minuten

      also prätentiöser als dvlowtzows aa-bb over voice reimlyrik gehts kaum. wird auch immer schlimmer. das ist das erste album der tocos, dass von meinerseits nicht gekauft wurde. beim hören immer wieder leichte allergiewallungen bekommen und mir überlegt an wen erinnert dieses angestrengt-augenzwinckernde, dieses beflissene gutturale moralisch amoralische krampfig ironische nur so.dieses intimgeraune, dieses huch huch anzitierte. mit schaudern und erschrecken überkam es mich: nein, nein , nein, nicht an den, bloß nicht an den, das DARF nicht sein, nicht an den, das geht gar nicht, doch nicht an reinhard mey.

    • christianfuchs | vor 736 Tagen, 11 Stunden, 4 Minuten

      nein.

    • softmachine | vor 736 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten

      doch

    • zamp | vor 734 Tagen, 21 Stunden, 45 Minuten

      softmachine ist anscheinend grad schlecht drauf

  • cikko | vor 736 Tagen, 16 Stunden, 33 Minuten

    plagiatismusvorwürfe als neid abzustempeln hat hahnniveau.
    http://tinyurl.com/ydfkgv9

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  • gerlinde666 | vor 736 Tagen, 16 Stunden, 53 Minuten

    hahaha, ich glaub, das mag ich lesen.

    Auf dieses Posting antworten
    • vanxxx | vor 736 Tagen, 16 Stunden, 30 Minuten

      ich will das von der minichmayer gelesene hörbuch.