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Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

24. 2. 2010 - 13:40

Fußball-Journal '10-5.

Ich und die Expertin beim Auftritt von diesem Mann.

Die Informationen und Daten zum ÖFB-Länderspiel gegen Dänemark nächsten Mittwoch, dazu erste Interpretationen, ganz leise Kritik und dann und wann auch bereits im Titel versteckter Zynismus.

Die Expertin zuckt leicht, als sie die zu heiße Kaffeetasse berührt.
Autsch, sagt sie, schaut mich an und grinst: ja, so ähnlich fühlt es sich wohl an dieser Mann zu sein.

Ich hatte sie zur Pressekonferenz mitgenommen, die der ÖFB heute vormittag anlässlich des ersten Testspiels gegen Dänemark nächsten Mittwoch abhielt; wegen Kader-Bekanntgabe, Informationsaustausch und überhaupt dem Szene-Come-Together, das in Fußball-Bereich genauso üblich ist wie in jedem anderen.

Er ist wirklich arm dran, sagt die Expertin, eine Bekannte mit psychologischer Ausbildung und Praxis, eine Freundin mit einem scharfen Blick und einer Schwäche fürs Menschliche.
Er tut da etwas, was er nicht kann und auch nicht mag. Und er leidet jede Sekunde drunter. Und weil ihn alle spüren lassen, wie sehr er das alles nicht kann und nicht mag, wird er immer schlechter und auch immer, ja... Sie zögert.

Du willst den Begriff paranoid vermeiden, sage ich.
Die Expertin nickt. Klar, weil es keine wirkliche Paranoia ist. Aber diese Anzeichen, diese Ängstlichkeit, dieses Mißtrauen... Kannst du dich erinnern wie er nach der ersten Frage, Moment, ich hab sie mir sogar aufgeschrieben..., reagiert hat? "Wie schwer war die Kadererstellung?" assistiere ich, weil ich mir die Frage auch notiert hatte. Weil der Teamchef, weil Dietmar Constantini darauf reagierte, als hätte ihm jemand etwas unterstellt. Was heißt das?, hat er geantwortet, sagt die Expertin nach einem Blick auf ihre Notizen, oder was soll das heißen?. Dass sich jemand schon bei der ersten, völlig wertfrei gestellten Frage dermaßen in die Enge getrieben fühlt, das läßt schonn recht tief blicken.

Sie schüttelt den Kopf und schlürft den Kaffee, der jetzt eine nicht mehr zu heiße Tasse füllt, herunter. Wir haben Zeit, weil die Pressekonferenz nach ein paar Minuten auch schon wieder aus war.
Ist das normal, fragt sie, dass so eine Medien-Begegnung nur so kurz dauert? Und dass die meisten Antworten auf Fragen, die durchaus mehr als Ja/Nein-Antworten evozieren können, dann Ja, Nein, Weiß-Nicht oder, Moment - und sie kramt wieder in ihrer Mitschrift - muaß i des jetzt wirklich no amoi sagn? - lauten. Auch wenn er das Thema vorher gar nicht angesprochen hat?

Er bezieht sich da auf seine Interviews oder Vorgänger-Pressekonferenzen und manchmal auch nur auf Einzelgespräche, sage ich; er setzt da vieles voraus.

Das ist interessant, sagt sie, hochneurotisch, aber interessant. Wenn jemand das, was in seinem Kopf vorgeht, mit dem was die Außenwelt wissen muss, gleichsetzt, dann zeugt das von einem höchst zerissenen Über-Ich.

Aber das Über-Ich ist doch tendenziell der vernünftige Zensor, sage ich, mein freudianisches Halbwissen mühsam praktisch anwendend. Ja, sagt die Expertin, aber im Falle dieses Mannes (sie sagt immer "dieser Mann" wenn sie über Constantini spricht, das finde ich wiederum psychologisch interessant) zensiert das Über-Ich die wilden Ausritte des Es nicht wirklich, es verstärkt sie sogar noch. Und zwar wegen der Form ihrer Durchführung.

Weil das Misstrauem allem und jedem gegenüber in Verschwörungsängsten ausartet, frage ich sie.

Weil eine übertriebene Selbstbezogenheit alles als feindselig interpretiert, ganz egal, wie es gemeint ist, sagt sie. Gibt es eigentlich eine Erklärung dafür woher diese Angst rührt, fragt die Expertin im Anschluss. Die Körpersprache von davor und danach sagt nämlich, dass dieser Mann durchaus in sich selber ruhen könnte.

Ich erzähle ein wenig Constantinis Geschichte.
Guter Verteidiger, obwohl nie im Nationalteam. Image als knorriger aber gewitzter Tiroler, dann kleine Karriere als Co-Trainer, unter anderem bei Ernst Happel.
Ah, unterbricht die Expertin, von dem hab ich gehört, da gibt es sogar Analysen in Expertenkreisen (sie lacht, weil sowas natürlich verpönt ist) Vater-Figur, klassisch problematisch.
Auch weil er eigentlich nichts draus gemacht hat, sage ich, und freiwllig diese Assistenten-Rolle beibehalten hat. Immer in der zweiten Reihe stehen, gut dabei ausschauen und mit den Journalisten auf der Ebene "Ich will ja nix sagen, aber ich wüßt schon was!" kommunizieren.

War dieser Mann vor dem Teamchef-Job nie Chef einer Einheit, fragt die Expertin.
Doch, ein paar Monate beim LASK, zwei Jahre bei der Admira, zwei Jahre bei Innsbruck und dann auch sieben Monate in der zweiten deutschen Liga, wo er gescheitert ist. Das ist aber zwölf Jahre her. Und seitdem hat er nie wieder einen langfristigen Job gemacht.

Sondern, fragt die Expertin stirnrunzelnd?
Wieder Co-Trainer, oder bewusster Kurzzeit-Stand-In für ein paar Monate. Und dazwischen immer Rückzug auf so Sachen wie Kinder-Fußball-Camps, zehn Jahre lang nix G'scheites.

Da muss was passiert sein, sagt die Expertin, auf eine solche Adrenalin-Sache verzichtet kein Mann freiwillig, Vor allem, wenn er, wie er, dann wieder dorthin zurückdrängt. Da muss etwas Gravierendes vorgefallen sein, eine große Kränkung.

Es gibt auch die These, dass er die 10 Jahre in der zweiten und dritten Reihe dafür genützt hat, sich zu positionieren; und zwar als Medien-Kandidat.
Machen die die Politik, fragt die Expertin?
Ja, die können einem schwachen Verband und einer schwachen Liga personalpolitisch durchaus Vorschläge machen, die man besser nicht ablehnt, sage ich.
Oh, der Pate und der Pferdekopf, sagt die Expertin und lacht.
Nein, das hat mehr von einer verhaberten Schicksalsgemeinschaft, sage ich. Weil die österreichischen Trainer im Ausland nicht vermittelbar sind, ist der Konkurrenzkampf im eigenen Land ein recht brutaler, der über Seilschaften und nicht über Qualitätstranfer geführt wird.

Wieso sind unsere Trainer nicht vermittelbar, sagt die Expertin, im Wintersport ist es doch so, dass... Vergiss es, schneide ich die Diskussion ab, das ist eine andere Baustelle. Im Fußball-Ausland lachen sie über unsere Coaches. Montag wurde der letzte, der noch in Deutschland gearbeitet hat entlassen. Jetzt gibt es europaweit noch einen österreichischen Trainer in der Slowakei und einen in Kroatien.

Die Expertin nickt. Das erhöht den Druck, den dieser Mann hat und den er sich selber bereitet natürlich massiv, sagt sie, das erklärt einiges.

Hast du dir die anderen auch angeschaut, frage ich, die drei Co-Trainer, die auch jeweils einen Satz sagen durften?

Uninteressant, wischt die Expertin meinen Einwurf weg, du hast doch selber gemerkt, da haben alle abgeschaltet, die Journalisten, der Pressesprecher und auch der Mann selbst. Neinnein, es geht nur um ihn, das ist ihm klar, das ist allen anderen auch klar.

Weißt du noch, wie er einmal von Respekt geredet hat? Es geht um Respekt hat er gesagt... Ja, sage ich, im Zusammenhang mit der Nicht-Nominierung von Garics, als Begründung. Das ist ein Schlüssel, sagt sie, er braucht den Respekt um seine Rolle spielen zu können. Mit gleichwertigen Partnern geht das nicht. Deshalb auch die vielen jungen Spieler, da ist diese Distanz viel leichter herzustellen. Und es ist doch auch ganz gut so, die ältere Generation war ja nicht unbedingt... die Expertin lächelt, weil sie jetzt kurz auch Expertin für das Spiel selber ist.

Ja und nein, sage ich. Auf die Jungen zu setzen ist richtig. Aber auch hier wird zwischen denen, die zurückreden und denen, die problemfrei zu gängeln sind, differenziert. Wie auch bei den Älteren. Und jeder, der etwas miteinbringt, also vor allem die Legionäre in den besseren europäischen Ligen, die bringen einiges an Wissen mit, jeder von denen ist eine potentielle Bedrohung der Autorität des Teamchefs.

Es ist also wichtig, dass die Fußballer selber so viel einbringen, sagt sie, wusste ich nicht, ich dachte, das funktioniert viel über Anleitung und Strategie und Vorgaben.

Schon, aber nicht nur, sage ich, ist ja nicht American Football, mit aufgezeicheneten Spielzügen. Aber die professionelle Anleitung ist in Österreich unterentwickelt, und unpopulär. Und sowas wie Standard-Situationen trainiert Constantini ja auch nicht. Es geht, glaube ich, um den Erhalt des Anscheins, um den Erhalt der Macht.

Und die wäre durch die Wiederhereinnahme dieses Ivanschitz gefährdet, sagt die Expertin fragend.

Ja, sage ich, auch wenn Constantini sich dadurch eigentlich von diesem Wust an Verkrampfungen, die er mitschleppt und ausstrahlt, befreien könnte.

Aber nein, sagt die Expertin und setzt ihre Tasse ab, sicher nicht. Das geht sich nicht mehr aus, der Rucksack den sich dieser Mann in diesem Job aufgehalst hat, der bleibt, ganz egal was jetzt noch passiert.

Das muss doch lösbar sein, sage ich.
Du mit deiner Lösungsorientierung, sagt sie und lacht. Nein, schau, dieser Mann hat sich in seiner unangenehmen Situation eingerichtet; er wird dort drinnen bleiben und nicht mehr rauskommen. Und zwar weil sie trotz der Verspannung, die diese Medien-Probleme verursachen, total bequem ist.
Wenn er halbwegs Erfolg hat, wird er das auf seine Linie zurückführen und alle nur noch mehr verachten. Und wenn er keinen Erfolg hat, dann wird er das auf die anderen zurückführen und alle nur noch mehr verachten.

Erinnerst du dich, was er zu diesem Interview gesagt hat, von dem du mir vorher erzählt hast, wo er die deutsche Bundesliga angegriffen hat? Daran ist, hat er jetzt zuvor gesagt, nicht er schuld, sondern derjenige den er zitiert hat, ein deutscher Journalist oder so. Jetzt hab ich das auf den Kopf gekriegt, hat er gesagt. Das zeigt dir die Art wie er denkt: er versteht nicht, dass er es mit seinen öffentlichen Aussage ist, der die Diskussionen anheizt, sondern gibt denen die schuld, die er zitiert und denen, die ihn drauf ansprechen. Das hat was von der Logik im Trotz-Alter, das macht dich unangreifbar, weil du selber nie an irgendwas schuld sein kannst. Ganz bequem ist das.

Und das ist nicht paranoid, frage ich?
Ach, diese klinischen Begriffe, vergiss das, sagt sie, Alltags-Paranioa, von mir aus. Das Problem dieses Mannes ist aber der Hass, die er auf diesen Aspekt seiner Arbeit projiziert, die Medien-Auftritte. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann war das früher seine große Stärke, jetzt aber hat sich das gedreht. Das ist der Hauptgrund für seine nach außen getragene Beleidigtheit.

Es wird sich also nichts bessern, sage ich.
Nein, sagt die Expertin. Aber ich bin mir auch nicht sicher, was besser sein oder werden könnte. Im Gegensatz zu den Fußball-Trainern, die sonst noch in der Öffentlichkeit stehen, hat dieser Mann nämlich einen großen Vorteil, nämlich ein echtes Profil. Es ist zwar ein wenig erschreckend, aber immerhin...

Nicht sag jetzt authentisch, sage ich, sonst muss ich dich schlagen.
Ja, dann musst du mich halt schlagen, sagt die Expertin und lacht. Selber schuld, wenn du mich zu solchen Auftritten mitnimmst.

Dann bin ich aufgewacht.
Und musste mich beeilen, um rechtzeitig zur Pressekonferenz um 11 im Stadthotel zu sein.
Dort ist dann nichts wirklich Ungewöhnliches passiert.

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  • dobermann77rescue | vor 676 Tagen, 8 Stunden, 12 Minuten

    warum soll sich jemand angegriffen fühlen der auf eine frage...

    ...mit : was heisst das???

    antwortet ?

    das bildest du dir wohl mehr ein ... so viel zu paranoid ...

    Auf dieses Posting antworten
  • lederfratze | vor 718 Tagen, 13 Stunden, 18 Minuten

    ist mir entfallen

    weswegen wird der ivanschitz eigentlich unter constantini konstant nimmer einberufen??? etwa aus trotz? kann mich beileibe an keinerlei untergriffigkeiten, nicht einmal an leise kritik seitens des mainz-legionärs erinnern.

    Auf dieses Posting antworten
    • linzsandler | vor 717 Tagen, 23 Stunden, 58 Minuten

      Er wird nicht einberufen, weil der Teamchef auf seiner Position andere Leute hat, die er für besser geeignet hält.
      Woran du dich erinnern kannst ist eh wurscht. Jedenfalls hat sich zur Freude der deutschen Reporter vor jede Kamera gestellt und sich ins Team reklamiert.
      http://tinyurl.com/yb7m2p9

  • bobrotz | vor 718 Tagen, 15 Stunden, 34 Minuten

    "Donn werdn ma se hoit qualifizian ..."

    Ein Lesevergnügen der besonderen Art! Geil.

    Auf dieses Posting antworten
  • fent | vor 718 Tagen, 20 Stunden, 47 Minuten

    mit deiner

    pseudo-psychologie hast du dich schon beim ersten (ab-)satz der "expertin" verraten.

    Auf dieses Posting antworten
  • markenheini | vor 718 Tagen, 21 Stunden, 1 Minute

    ... die erste Adresse, die ...

    ... mir zum Thema Verfolgungswahn und Paranoia einfällt, ist aber schon der Pacult. Im Vergleich dazu ist der Didi ja ein Erleuchteter.

    Auf dieses Posting antworten
    • sternemann | vor 718 Tagen, 17 Stunden, 47 Minuten

      stimmt, pacult schlägt in die selbe kerbe... er hat aber den vorteil, dass rapid in der medienlandschaft meist eine sonderbehandlung zuteil wird. wenns dann aber mal nicht so läuft (EL nach anfänglicher euphorie, oder jetzt am beginn der meisterschaft) wird er wie dico übersensibel und paranoid, wie blumenau schon sagt.

  • mastamind | vor 718 Tagen, 22 Stunden, 14 Minuten

    nice one!

    Auf dieses Posting antworten
    • brainfoot | vor 718 Tagen, 19 Stunden, 53 Minuten

      fabelhaft!

      ps: 0:7 gegen Dänemark!

  • mishkin | vor 719 Tagen, 5 Stunden, 51 Minuten

    "(sie sagt immer "dieser Mann" wenn sie über Constantini spricht, das finde ich wiederum psychologisch interessant)"

    Warum?

    Auf dieses Posting antworten
    • blackbenz | vor 718 Tagen, 22 Stunden, 48 Minuten

      It´s about a boy

      in a world of men...

  • sternemann | vor 719 Tagen, 9 Stunden, 21 Minuten

    Dass constantini abgelöst gehört, ist wohl den meisten, die sich im fußball auch nur halbwegs auskennen, klar.

    die frage, die ich mir aber gerade stelle, ist, wen gäbs den zurzeit als wünschenswerten und auch realistischen trainerkandidaten?

    Auf dieses Posting antworten
    • dumichauch | vor 719 Tagen, 8 Stunden, 41 Minuten

      gute frage, aber...

      ...ich lehn mich jetzt weit hinaus: würde mir herve renard (aktuell zambia) wünschen. weiß allerdings nicht, wie es um seine deutschkenntnisse steht. warum? weil der aus zambia ein respektables team geformt hat, daß taktisch einiges draufhat und vor allem eine eingespielte einheit ist. und den könnte man sich sicher leisten.

    • marccarnal | vor 718 Tagen, 21 Stunden, 6 Minuten

      classics

      - Paul Gludovatz
      - Franco Foda
      - Willi Ruttensteiner

    • sternemann | vor 718 Tagen, 17 Stunden, 50 Minuten

      was treibt eigentlich otto maximale zurzeit? hat der nennenswerte leistungen vorzuzeigen?

    • vincentgall0 | vor 715 Tagen, 13 Stunden, 52 Minuten

      otto maixmales letzte "nennenswerte" leistung war folgende aussage:

      "Ich weiß, dass es in meiner Mannschaft keine Homosexuellen gibt. Ich erkenne einen Schwulen innerhalb von zehn Minuten, und ich möchte sie nicht in meinem Team haben."

      in einen interview mit der kroatischen zeitung jutarnji list"

  • kidtricky | vor 719 Tagen, 9 Stunden, 39 Minuten

    die zwei testspiele gegen die dänen und kroaten verlieren wir sang und klanglos und dann hoffentlich beginnt windtner mal nachzudenken. die komplette quali denk ich übersteht er nicht.die dinge werden sich hoffentlich von selbst lösen.

    Auf dieses Posting antworten
  • anonymerfußballer | vor 719 Tagen, 9 Stunden, 55 Minuten

    Lieber Martin Blumenau

    Schämen solltest dich. Nicht wegen deiner Meinung über Constantini, aber für die Art und Weise wie du´s präsentierst. Die anderen Medien schreiben aus Angst oder Ahnungslosigkeit das was Constantini Ihnen weiss machen will. Aber was du aufführst ist eigentlich noch viel schlimmer, weil du hast a bissi a Ahnung vom Kicken und ein Sprachrohr viele Menschen zu erreichen. Aber anstatt sachlich und korrekt zu argumentieren und dafür zu sorgen dass die Ära Constantini ein Ende hat schreibst du (und man möge mir diese Wortwahl verzeihen) in der typisch FM4 Zwangsalternativen,-ich bin dagegen wenn die dafür sind und umgekehrt,- pseudointellektuellen Scheissart und Weise. Das will keiner lesen. Dabei gäbe es soviele Punkte die du mit deinem Fachwissen deklarieren könntest um zuzusehen dass in Zukunft mal ein echter Profi auf der Trainerbank sitzt.
    Angefangen mit dem neuersten Punkt dass Constantini sagt er verzichtet auf Ivanschitz weil er auf Spieler aus dem Vorjahr setzen möchte. Gleichzeitig ruft er die 2 Wiener Neustädter ein und lässt ehemaligen Fastehepartner Hoffer in Neapel. Mit reiner Logik kann man so ein Argument in der Luft zerreissen.Das ist der Paradeösterreicher. Raunzen und über andere lustig machen, aber etwas dagegen...

    Auf dieses Posting antworten
    • anonymerfußballer | vor 719 Tagen, 9 Stunden, 53 Minuten

      TEIL 2

      tun will keiner. Und während der Mann ohne Ahnung von Taktik weiter seines Amtes walten darf während er einen Legionär nach dem anderen abschaast sterben die letzten Patrioten wie ich daheim vorm Internet weil keiner den Aufstand waagt. Weil niemand auch nur im Entferntesten versucht jemand mit Felix Magath zu engagieren. Wenn man egal ob in der Wirtshausrunde oder unter Intellektuellen versucht so etwas zu diskutieren hört man immer: Dafür würd ja eh das Geld fehlen. Das kann unmöglich der Fall sein. Selbst die Elfenbeinkünste möchte während der WM Hidding verpflichten. DIE ELFENBEINKÜSTE! Nein also das kann mir keiner erzählen, daran kanns nicht liegen. Viel mehr liegts an der Hawarawirtschaft im ÖFB wo am Liebsten Österreicher gesehen werden. Wenn dem Hicke Jahrelang nichts gelingt beschwichtigt der Prohaska das im Fernsehen. Wenn der Constantini einen jungen Spieler verheizen will bevor dieser sich fertig entwickelt, meint er das braucht Zeit. Aber wenn ein Brückner nach einem 2:2 gegen Italien in der Halbzeit gegen Frankreich 2:0 führt hört man nur: So schlecht haben wir noch nie gespielt.
      Und dann kommts auf Leute wie dich an sowas ins rechte Licht zu rücken. Ich bitte dich...

    • anonymerfußballer | vor 719 Tagen, 9 Stunden, 53 Minuten

      TEIL 3

      darum, ich sehe es als deine Pflicht. Von Nationalmannschaftsfan zu Nationalmannschaftsfan.

      Liebe Grüße

    • trent | vor 719 Tagen, 7 Stunden, 25 Minuten

      Alles was du hier schreibst ist richtig, und der großteil hier wird dir da auch zustimmen. Nur hat Blumenau all diese Punkte schon in früheren Blog Einträgen ausreichend erläutert. Das Dico keine Ahnung von Taktik hat, sich ständig widerspricht und der ÖFB keine professionelle Strukturen aufweist, ist ja hier im Blog bekannt. Ich finde ich den aktuellen Beitrag schlicht und einfach großartig. Halt mal was anderes. Bin mir sicher, es wird zum Dänemark Match wieder eine richtige Fussball-Analyse geben und nicht nur eine Psycho-Analyse ;)

    • mischnimpossible | vor 719 Tagen, 16 Minuten

      Genau wegen solcher Gschichteln und ständiger Untergriffigkeiten wird aber der Blumenau als Kritiker nicht ernst genommen.

    • sicklikejosef | vor 718 Tagen, 23 Stunden, 41 Minuten

      Falscher Irrtum

      Ich will das sehr wohl lesen. Die Disqualifizierung als pseudointellektuell ist nur dumm und du machst klassische Schuldumkehr.
      Soweit ich weiß hat noch keine Kolumne des Herrn Blumenau irgend etwas im österreichischen Fußball bewegt. Außer vielleicht dass Fans wie ich eine kleine Insel in der Trostlosigkeit gefunden haben, wo man ein bisschen Interessanteres lesen kann, als in der Kronenzeitung.

    • tjure | vor 718 Tagen, 22 Stunden, 47 Minuten

      @mischnimpossible

      Dass Blumenau nicht ernstgenommen wird liegt nicht daran, dass er oft die Kretzn raushängen lässt, sondern daran, dass er nicht ernstgenommen werden darf.

      Die Verantwortlichen wollen sich ja nicht fachlich weiterentwickeln, sondern den traditionellen Idiotenstatus einer ganzen Branche, ihrer eigenen, wahren, hegen und pflegen.
      Und ihre Position halten.
      Das ist dann eher ein ganz vernünftiges pragmatisches Ignorieren als ein Nichternstnehmen.

    • chevychase | vor 718 Tagen, 15 Stunden, 6 Minuten

      tschuldige anonymerfußballer

      aber so recht du auch mit deiner meinung hast was unseren fussball betrifft! bist du entweder satirisch borniert oder du kennst den BLOG vom blumenau nicht!

      alle fehler des teams, öfbs, DiCs wurden hier schon 100mal redundant in allen facetten aufgedeckt und mit allerlei verbesserungsvorschlägen besprochen! alles was du von blumenau forderst kannst du hier nachlesen!

      ich finde das was ein köstliches stück satire, wunderbar geschrieben um einiges eindringlicher und schrifstellerisch schöner als viele vorangegangen (oft auch pamplethischen) einträge vom herrn blumenau! danke hierfür...

      zwei punkte noch:
      blumenau ist max. für fussball interessierte ein begriff aber in der "fachwelt" ohne stimme (könn ma nur hoffen das typen aller DiC da hier zwischendruch reinlesen ;)

      zweitens ist das hier immer noch ein internet-blog und hat daher mit journalismus wenig am hut! also kann der blumenau eh schreiben was und so gut/schlecht und subjektiv wie er will.
      lg

    • softmachine | vor 718 Tagen, 15 Stunden, 3 Minuten

      es gibt in ö auch kein fußball feuilleton. in D, der lt. constantini schwachen liga, gibt es zb. (neben den fußball magazinen wie kicker, 11 freunde, fußbald bild usw.) auf süddeutsche, faz, fr tagtäglich analysen, berichte, spielbeschreibungen, die taktik, spieler und trainer beleuchten. in ö herrscht dunkelheit.

    • höherewarte | vor 718 Tagen, 13 Stunden, 37 Minuten

      Fußball-Feuilleton...

      ...als ob es sowas bräuchte - aber ja: geben tut es ihn, q.e.d. Was leider den Unterschied zu tatsächlich notwendigem intelligent-sachlichen Sportjournalismus ausmacht, ist die notorische Selbstdarstellung der Autoren. Ebenso die regelmäßigen und viel zu wichtig genommenen politischen und weltanschaulichen Querhiebe. Man ahnt wie bei leider typischen Artikeln zu Musik und (Jugend-) Kultur, dass Kontext und Intention dem Autor wichtiger sind als das eigentliche Thema. Und auch hier hat ein intelligenter Mensch eben kein Thema für sich entdeckt, sondern primär eine Projektionsfläche. Und weil man das nicht übesehen kann, ist er zurecht genauso einflussreich, wie die Schleimschreiberlinge von Krone bis Sportwoche, die für ein VIP-Würschtl und ein Foto mit ihrem Lieblingsstar arbeiten...

    • höherewarte | vor 718 Tagen, 12 Stunden, 47 Minuten

      btw

      Tragschitz auf der ORF-Hauptseite schießt überhaupt den Vogel ab: Ein einziger launiger "Es ist seit 1998 sowieso alles Scheiße"-Artikel. Auch einer, der sich gerne mir großem "Klick mich"-Button via Constantini- und ÖFB-Bashing zu profilieren sucht. Zugegeben, nicht so gescheit und ausgegoren wie der hiesige Autor. Aber auch in einem Stil, der die von "anonymerfußballer" kritisierte Null-Wirkung erzielt.

    • softmachine | vor 717 Tagen, 19 Stunden, 18 Minuten

      @höhere warte: ...als ob es sowas bräuchte..das sagt schon alles. österreich, ein verdummtes land der ignoranz.

    • höherewarte | vor 717 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

      ...sieht man aber eher daran, wie du meinen Beitrag unreflektiert missverstehst/missverstehen willst.

      Ich wiederhole mich: Wenn Fußball-Feuilleton so aussieht, ist sein Nutzen beschränkt. Profisport als Spielwiese für intellektuelle Turnübungen und Selbstdarstellung steht in diesem Lande im krassen Gegensatz zu den harmlosen Speichelleckern am anderen Ende des Spektrums. Und da finde ich es schade, dass genau dazwischen, im bei der Sache bleibenden Bereich nichts existiert. Die einen (Krone und Konsorten) können nicht, die anderen wollen nicht (siehe hier): zwei Seiten derselben Medaille. In Sachen ÖFB und dessen Gemurkse hat der kluge Beobachter Blumenau ja bis ins Detail recht. Aber in ausnahmslos jedem Beitrag in Dutzenden Anspielungen zu lesen, wie repräsentativ doch diese Zustände für dieses modisch "verschissen" genannte Land sein sollen, ermüdet den routinierten Leser und verhindert die Beschäftigung weiterer Kreise damit.