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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

16. 3. 2010 - 16:07

Tanz den DNS, ganz ohne Links-Populismus

Praktischer Populismus im Zuge des TV-Films "Die Grenze". Und warum die österreichische Version sich für die andere Lösung entschieden hätte.

Da sage noch einmal einer, "die Jungen" würden sich nicht für Politik und gesellschaftliche Entwicklungen interessieren. Gestern abend taten sie es, deutlich merkbar, zumindest in Deutschland.

Teil 2 von Die Grenze läuft heute abend auf Sat 1. Die Website dazu, samt Polit-O-Meter für den Selbsttest.

Die heilige Messlatte, die unhinterfragte Fernseh-Quote, bescherte dem ersten Teil des Zweiteilers Die Grenze den Tagessieg im jungen Segment.

Was selbstverständlich nichts über die tatsächliche Wirkung des Programms aussagt - aber alles über das Marketing und die Erwartungs-Haltung. Was der Kolportage-Thriller seinen Zuschauern inhaltlich wert war, wird sich erst heute abend, bei Teil 2 zeigen.

Diese (absichtlich falsch interpretierte und bewusst so eingesetzte) Gleichsetzung zwischen Marketing und Inhalt ist dem Populismus der Medienhäuser geschuldet - aber der ist nicht weiter interessant; dieser Schmäh hat sich durchgesetzt, gegen diesen Trugschluss gibt es keine Mittel mehr; selbst im Rezipienten-Denken ist dieser Schwachsinn tief verankert.

Meck-Pomm als Versuchsanordnung

Viel interessanter ist der Umgang mit dem politischen Populismus, der in "Die Grenze" der unumstrittene Hauptdarsteller ist.

In dieser politischen Fiktion geht es um den von einer plötzlichen Wirtschaftskrise samt Massenarbeitslosigkeit angeheizten Landtags-Wahlkampf Mecklenburg-Vorpommern, dem wirtschaftlich strukturschwachen Ostsee-Bundesland, das seit Jahren durch offensive Ostalgie, Xenophobie und Neonazismus auffällig geworden ist.

Eine rechtspopulistische "Bewegung" und eine erstarkte neue Linke kämpfen um die Hauptstadt Rostock, wo alles kuliminiert, es kommt zur Aufschaukelung, zur Teilung, zu bewaffneten Konflikten. Und alles ist durchaus so inszeniert, dass es letztlich nur ein paar wenige Minuten in die Zukunft gedacht ist.

Da greift dann die Thriller-Handlung ein: der Verfassungsschutz und/oder Geheimdienst schleust einen V-Mann ein, der den Führer der DNS (deutsch, national, stolz) kompromittieren soll. Gemeinsame Vergangenheit, familiäre Verstrickungen, eine problematische Liebschaft und derlei Pipapo machen den Film dann auch jenseits der politischen Ebene konsumierbar.

Aber es bleibt eine verblüffende Botschaft übrig.

Lechts und rinks sind unvelwechserbar

Denn die Film-Bundesregierung (unter Führung einer deutlich im Merkel-Style gekleideten Kanzlerin) beschließt Parteiergreifung fürs kleinere Übel: man unterstützt (heimlich) die Neue Linke, schießt ihnen Geld für Sozialprogramme zu und nimmt sogar eine Abspaltung von Meck-Pomm als Deutsche Sozialistische Republik in Kauf. Motto: die wären wirtschaftlich abhängig und kontrollierbar. Was hingegen nach einer Machtübernahme der Rechtspopulisten passieren würde, erschiene als zu großes Risiko.

Nun ist die Darstellung der "Neuen Linken" eher an schneidigen Gewerkschaftern (die Atmosphäre am Hafen erinnert eher an die Solidarność als an Gysi/Lafontaine) orientiert und die der Kellernazis deutlich holländischen/österreichischen Vobildern wie Fortuyn oder Haider nachgeschneidert. Und natürlich menschelt es auch da. Auch in der klassischen Unvereinbarkeit zwischen klassisch rechten und klassisch linken Positionen, die in "Die Grenze" fast ein wenig daherkommen, als wären die 50er noch am Köcheln.

Trotzdem bezieht der Film Stellung: besser ein kleiner Rückstoß in alte sozialistische Muster als das Risiko des Nationalsozialismus.

Klar an Haider orientiert

Die Reaktionen, auch schon jene vor der Ausstrahlung, sind nun in vielerlei Hinsicht geteilt - eines ist aber ganz klar. Am grundsätzlichen Konsens (Anti-Nazi) rüttelt niemand.

Das ist deswegen interessant, weil das hierzulande in jedem Fall komplett anders wäre. Das, was "Die Grenze" da in einem kollektiven Schulterschluss der Selbstverständlichkeit und des Anstands als sakrosankt hinlegt, wäre in Österreich nicht möglich. Hierzulande würde ganz klar aufgerechnet werden, die entsprechenden Kronenzeugen dieses Landes würden (nie selbst erlebten) Real-Sozialismus mit (tatsächlich erlittenem) Nationalsozialismus vergleichen und sich wohl - wie es der heimische Kontext aktuell klar vorgibt - ebenso klar für das andere "kleinere Übel" entscheiden, die fiktive Regierung der TV-Sendung würde sich seufzend dem sanften Zwang der veröffentlichten Meinung zu ein bisserl Faschismus beugen.

Denn die Darstellung des rechtextremen Führers Schnell ist optisch zwar eher an Ronald Schill orientiert, wirkungstechnisch steht aber deutlich Jörg Haider Pate.
Und so einer Vaterfigur kann sich Österreich bekanntlich nicht entziehen.

Die österreichische Lösung: ein bissl Deutschnationalismus

Interessanterweise ist also Deutschland, dessen Ost-Teil praktische Erfahrung aufweisen kann, viel weniger hysterisch anti-kommunistisch als Österreich, wo diese Bedrohung immer nur als Popanz aus der Mottenkiste geholt wurde.
Und interessanterweise hält Österreich seine selbstaufgepäppelte stramm rechtspopulistische Politlandschaft für gänzlich harmlos, weil ja schon seit ewigen Zeiten (nicht erst seit Lueger und dem Deutschnationalismus) existent und defintionsmächtig.

Deshalb tut es ganz gut, eine Problematik, die sich - würde sie in Österreich abgehandelt werden - in lächerlicher Probvinzialität verstricken, so vergleichsweise kühn und weltläufig abgehandelt zu sehen. Auch im Hinblick auf so etwas wie eine europaweite, ja globale Verantwortung.
Etwas, was hierzulande mit dem Dauer-Hinweis auf den "Feind" EU nicht möglich ist.

Außerdem deckt hierzulande der Rechtspopulismus auch beide Fraktionen zugleich ab - die stramm rechte der Kellernazis und die sozial engagierte der "Gegen euch da oben!"-Entrechteten. So bringt die Abwesenheit eines effektiven Links-Populismus Österreich um die Gelegenheit einer umfassenden Reflexionsarbeit; die in Deutschland durch einen stinknormalen Kolportage-Zweiteiler in völliger Unaufgeregtheit ganz ohne Schaum vorm Mund abgeführt werden kann.

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  • inundu | vor 694 Tagen, 15 Stunden, 23 Minuten

    Hauptstadt Rotsock?

    "...neue Linke kämpfen um die Hauptstadt Rostock..."

    Die Landeshauptstadt von Meck-Pomm ist nicht Rostock sondern Schwerin.

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 692 Tagen, 16 Stunden, 20 Minuten

      die haupststadt des geschehens ist rostock.

  • jackyjackson | vor 697 Tagen, 12 Stunden, 13 Minuten

    die extreme rechte hat in d-land darüberhinaus auch deshalb keinerlei erfolgsaussichten, weil sie in wirklichkeit keinen vertreter hat, der auch nur annähernd so begabt wäre wie haider. sie besteht hingegen nur aus vollidioten und totalversagern.

    Auf dieses Posting antworten
  • protagoras | vor 697 Tagen, 17 Stunden, 51 Minuten

    wem die pragmatisierte orf-analyse oben ein bißchen zu sehr an den haaren herbeigezogen ist, dem sei die ausgewogenere kritik hier empfohlen:

    http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E94A1E414A2F74F12889F4E08F0D7B5FB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    auch die kommentare der faz-leser, die ja doch etwas direkter betroffen sind, sind da recht interessant.

    Auf dieses Posting antworten
    • redken | vor 697 Tagen, 8 Stunden, 49 Minuten

      ja, die kommentare der faz-leser sind ungefähr so interessant wie deine

  • heimatstolz | vor 698 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

    dann können wir ja froh sein, in österreich zu leben!

    Auf dieses Posting antworten
    • marrry | vor 697 Tagen, 41 Minuten

      froh schon, stolz nicht

  • gratzer | vor 698 Tagen, 11 Stunden, 12 Minuten

    Wer's anschauen will:

    http://bit.ly/9j001E

    Auf dieses Posting antworten
  • protagoras | vor 698 Tagen, 13 Stunden, 24 Minuten

    Schlimmste Propaganda

    Dass den Leuten nie was anderes einfällt als einem totalitären system ein anderes entgegen zu stellen. und wenn die marxisten dann als die guten, kleinen Männer rüberkommen, die sich gegenseitig helfen und gegen das böse kämpfen, dann findet keiner was dabei.

    im film wird ein strohmann (nazis) aufgebaut gegen den man kämpfen muss und zu diesem zweck ist es auch durchaus ok selbst ein totalitäres regime zu installieren, solange es das richtige totalitäre regime ist. und mb bejubelt das. einfach schön.

    es ist keine 21 jahre her, da sind hunderttausende ostdeutsche genau aus so einem terror durch niederreissen der mauer entkommen. alles vergessen, war ja alles ganz toll.

    mir ist übel...

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 698 Tagen, 8 Stunden, 13 Minuten

      affirmation ole!

    • protagoras | vor 697 Tagen, 22 Stunden, 22 Minuten

      geht die affirmation an mein post oder fühlst du dich durch mein post in deiner ansicht bestätigt?

      ist nicht ganz klar. wenn ersteres der fall: thnx. wenn zweiteres dann wäre eine begründung gar nicht schlecht, denn moralisch besetzt du nicht gerade den high ground, wenn du Linksfaschismus als das kleinere Übel zum Rechtsfaschismus ansiehst gegenüber jemandem, der beide Formen ablehnt.

    • blumenau | vor 692 Tagen, 16 Stunden, 18 Minuten

      dein affirmativer ansatz tut mir deshalb weh, weil er zu einem reflektivem text gepostet wird, der den zweck hat zu reflexion anzuregen.
      und die geht über dein plumpes aufrechnen deutlich hinaus. an sich...

  • elvishasleftthebuilding | vor 698 Tagen, 15 Stunden, 11 Minuten

    Da auch die deutschen Medienmacher großteils eher der Neigungsgruppe Links angehören, ist die Bevorzugung eines linksradikalen Szenarios im Filmskript auch keine Überraschung, oder?

    Auf dieses Posting antworten
    • elvishasleftthebuilding | vor 698 Tagen, 15 Stunden, 9 Minuten

      Ist ja an sich auch nichts ehrenrühriges, aber daraus schon wieder irgendwas für die große kleine Welt abzuleiten ist seltsam.

    • blumenau | vor 698 Tagen, 15 Stunden, 7 Minuten

      sat1 als linkslinke brutstätte, jajaeh.
      außerdem ist mein punkt (siehe oben, lesen bildet) ja der, dass niemand aus dem demokratischen spektrum gegen diese darstellung protestiert hat (was in Ö der fall gewesen wäre).

    • elvishasleftthebuilding | vor 698 Tagen, 14 Stunden, 53 Minuten

      Geh bitte, schieß nicht wieder über`s Ziel hinaus!
      Ich bezog mich auf Medienleute und -macher, und auf deren dominierende politische Sozialisierung.
      Sat1 und linskradikale Brutstätten kommen hingegen - reflexartig - aussließlich bei dir vor.

      Was in Öst. der Fall gewesen wäre kann ich nicht sagen, jedes Szenario wäre imho möglich.
      Inklusive Proteste von Linken die gegen die mediale Beschwörung eines linksradikalen Umsturzes protestieren.

      aka Linksphobie.

    • blumenau | vor 698 Tagen, 14 Stunden, 36 Minuten

      sieh dir einmal die besitzverhältnisse von sat1/pro7 und deren politische heimat genauer an.

      mein thema ist die geschlossenheit des deutschen politischen selbstverständnisses. und (weil du da grade eine österr. linke imaginierst) deren abwesenheit.

    • elvishasleftthebuilding | vor 698 Tagen, 14 Stunden,

      Die "Besitzer" von Sat1 haben aber doch nicht das Skript geschrieben und den Film gedreht?

      Aber wozu diskutiere ich überhaupt mit Abwesenden - es sei denn du sitzt gerade in Deutschland vor dem Laptop. ;)

    • toteraltermann | vor 698 Tagen, 11 Stunden, 8 Minuten

      Die Verantwortlichen von "Verliebt in Berlin" und "Glücksrad" gehören sicher zur linken Avantgarde des deutschen Medienbetriebes, jaja. ;)

      Dass die DDR im Übrigen mit dem Dritten Reich nicht vergleichbar ist, ist genauso klar wie der Umstand, dass das hier Privat-TV-Trash ist, wie halt auch alle anderen "Epen" wie die Luftbrücke oder dieser Dresdenfilm.

    • softmachine | vor 698 Tagen, 9 Stunden, 26 Minuten

      warum soll denn da jmd. demonstrieren ? die ddr ist nun mal deutsche geschichte, der reaktionäre rechtspopulismus ist mit der ddr glorifizierung absolut vergleichbar. gerade in der ehemaligen ddr gibt es en masse rechtsradikale, es gibt "befreite" zonen, also ausländerfreie zonen, gerad in macpomm.die autoritäre, spiessige, menschenfeindliche ddr mit links zu verwechseln, was für ein hohn der geschichte.

    • protagoras | vor 697 Tagen, 21 Stunden, 38 Minuten

      @softmachine: hohn der geschichte ist, dass du versuchst linksfaschistische diktaturen posthum als im kern eigentlich rechtsfaschistisch hinzustellen.

      cuba, vietnam, udssr - alles eigentlich rechte diktaturen, die sich als links bezeichnet haben, um der linken idee zu schaden...nette verschwörungstheorie, wird sicher ein bestseller.

      lös dich mal von deiner ostalgie und versuchs mit diesem ansatz: es ist egal welche form von totalitärem staat vorliegt; ein solcher wird immer autoritär, spiessig und menschenfeindlich sein. das ist seine natur.

      wer das nicht akzeptieren kann, ist ebenso dumpf wie ein holocaust-leugner.

    • softmachine | vor 697 Tagen, 16 Stunden, 24 Minuten

      ne, ne, ich rede hier nur von der ddr als nachfolgestaat des deutschen reichs. die sed und ihr spitzelssystem hat da bei der ns zeit angeknüpft, die untertanenmentalität weiter ausgenutzt. ich vergleiche das keineswegs mit udssr, kuba oder vietnam.die ostalgie will ja nicht den kommunismus zurück, sondern nationale identitäten (spreewaldgurke, karat,trabi, freizeitgebahren).also insofern bleibt für mich der österreichische mia san mia populismus sehr verwandt zu dem ddr populismus.

    • protagoras | vor 697 Tagen, 12 Stunden, 58 Minuten

      @soft: google mal: 'arbeiteraufstand 1953 ddr' bevor du abstruse theorien aufstellst von wegen "untertanenmentalität weiter ausnutzen".

      sorry, aber diese kollektiv-verurteilungen und pauschalen behauptungen (ddr populismus sehr vewandt zu ö; sed und spitzelsystem an ns zeit angeknüpft;...) sind einfach unsinn.

      erklär mir mal - widerspruchsfrei - wieso totalitäre linke systeme besser sind als totalitäre rechte systeme. und gibt es da überhaupt einen unterschied?

    • valentinowich | vor 645 Tagen, 11 Stunden, 42 Minuten

      oida... deppert?!!

  • etlon666 | vor 698 Tagen, 17 Stunden, 40 Minuten

    ist es nicht...

    ...ein wenig naiv zu glauben dass am Grundkonsens "Anti-Nazi" nicht gerüttelt wird? Die NPD sitzt mit 7,3% der Stimmen im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch so nette Zeitgenossen wie Udo Pastörs (Zitat: "Lasst uns diese ganze verfaulte Republik unterwühlen.")

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 698 Tagen, 15 Stunden, 9 Minuten

      es geht um den grundkonsens der parteien, nicht um den des wahlvolks.

    • etlon666 | vor 698 Tagen, 14 Stunden, 36 Minuten

      Da ist der verlinkte Artikel aber etwas dürftig. Da kommt eine Tourismusvertreter und ein SPD Politiker zu Wort. Da gibt es sicher stärkere An- und Aussagen seitens der Politik (zum Thema Rechtextremismus, zu dem Film wahrscheinlich nicht weil der war zu schwach um Aufmerksamkeit in der Politik zu erregen wie die Diskussionsrunde bei Beckmann im Anschluss gezeigt hat)

    • blumenau | vor 698 Tagen, 8 Stunden, 17 Minuten

      der verlinkte artikel zeigt wie wenig kontrovers (und vergleichsweise praxisbezogen) über das diskutiert wird, was bei uns (hysterischer) aufreger wäre

    • albundyfan | vor 697 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

      "Lasst uns diese ganze verfaulte Republik unterwühlen."

      könnte auch genausogut aus einer linken feder stammen....sehe da keinen unterschied.

      und bei diskussionen mit linken kommt sehr oft der hass auf die republik österreich zum vorschein und zwar nicht mit den worten "unterwühlen" aber mit genau der denkweise.

    • etlon666 | vor 697 Tagen, 16 Stunden, 37 Minuten

      da sieht man wie sehr die hirnwäsche der österreichischen rechten bereits wirkt. denn die reden uns seit jahren ein dass gefahr von links droht. im politischen spektrum österreichs ist aber links ein riesen vakuum. die einzige gefahr die ich links sehe ist die dass es derzeit kein gegengewicht zur rechten gibt. (eine ausnahme ist vielleicht der grazer KPÖ politiker Kaltenegger der einst gekämpft hat für "ein WC und Bad für jede Gemeindebauwohnung"...wie furchteinflössend!)

  • maguro | vor 698 Tagen, 20 Stunden, 11 Minuten

    Pim Fortuyn als "Kellernazi" zu bezeichnen finde ich äußerst schlecht und oberflächlich recherchiert.

    Auf dieses Posting antworten
    • blumenau | vor 698 Tagen, 15 Stunden, 9 Minuten

      tu ich auch nicht. den betreffenden satz einfach nochmal lesen...

    • caveb | vor 697 Tagen, 20 Stunden, 8 Minuten

      Kellernazis haben Fortuyn als Vorbild.

      Fortuyn wird da nicht als Kellernazi bezeichnet. Aber ich denke jeder weis was maguro an dem Satz kritisieren will.

    • blumenau | vor 692 Tagen, 16 Stunden, 16 Minuten

      ... und diese kritik verfehlt den punkt eben deutlich. denn natürlich gelten slicke fortuyn/haider-typen auch den kellernazis als aushängeschilder und vorbilder.

  • markenheini | vor 698 Tagen, 21 Stunden, 38 Minuten

    Museum statt Fernsehen

    wichtigste Erkenntnis aus deiner ausgezeichneten Analyse:
    In Deutschland sind die Bürgerlichen weiter links als in Österreich die Sozis.
    Das ist Wahnsinn, Hr. Faymann!!
    Schauts Euch "Kampf um die Stadt"an, das ist kein Film, keine Spekulation, das war/ist Realität. Bravo, Wien Museum.

    Auf dieses Posting antworten
    • protagoras | vor 698 Tagen, 13 Stunden, 40 Minuten

      ojeoje "das war/ist realität"

      ...und noch einer, der zwischen SP-Propaganda und Geschichtsunterricht nicht unterscheiden kann.

    • markenheini | vor 697 Tagen, 20 Stunden, 14 Minuten

      Warst mit der Rosenkranz in der selben Klasse?
      Mein Geschichtsunterricht hat sich inhaltlich in keinster Weise von dem der Ausstellung unterschieden.

    • protagoras | vor 697 Tagen, 17 Stunden, 55 Minuten

      so ist es richtig: direkt gegen den mann, immer ad hominem, weil argumentieren, ist zu anspruchsvoll.

      wenn du so wie ich in wien in die schule gegangen bist, sollte es dich nicht wundern dass sich der SCHUL-geschichtsunterricht in keinster weise von der ausstellung unterschieden hat. ob du schaffst, den zusammenhang geistig selbst herzustellen, überlass ich dir.

    • markenheini | vor 697 Tagen, 17 Stunden, 5 Minuten

      Ich beziehe mein Geschichts- und sonstiges politisches Wissen, im Unterschied zu Rosenkranz (sorry) aus zahlreichen ideologisch unterschiedlichen Quellen und nicht nur aus dem Geschichtsunterricht. Anscheinend kennst du aber die WAHREN historischen Abläufe.

    • protagoras | vor 697 Tagen, 16 Stunden, 47 Minuten

      Es gibt keine wahren historischen Abläufe. Nur historische Fakten. Das Problem beim "Geschichtsunterricht" sind ja auch nicht die Fakten, sondern die Interpretation. Und die ist nunmal stets politisch motiviert.

      Interpretation wird zB auch bereits durch bloße Präsentation von Fakten vorgenommen, da immer nur eine bestimmte Auswahl an Fakten gezeigt werden kann. Hier muss man hinterfragen, wer die Auswahl zusammenstellt.

    • markenheini | vor 697 Tagen, 16 Stunden, 10 Minuten

      Danke, Hr. Lehrer ;) Aber das ist ja natürlich sowieso klar. Was wurde denn ausgelassen und nicht gezeigt? Die tollen sozialen Errungenschaften von Dollfuß und Schuschnig? Die Großdaten des Klerus?

    • protagoras | vor 697 Tagen, 12 Stunden, 37 Minuten

      schon mal von ludwig von mises oder f.a. hayek gehört? vermutlich nicht, denn das lernt man nicht in der schule oder einer partei-ausstellung. sonst könnten einem die schafe davonlaufen.

      kleiner einstieg als denkanregung:

      http://www.jonathangullible.com/PoL/philosophy_of_liberty.swf?language=German

      und wenn du mehr zeit hast:
      http://freedom-school.com/money/how-an-economy-grows.pdf (ist ein pdf, download dauert daher etwas)

    • markenheini | vor 696 Tagen, 21 Stunden, 15 Minuten

      danke für die links. aber sorry, das ist nicht mein weltbild. wünsch dir trotzdem ein zufriedenes Leben.