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Burstup

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Physische Welt, virtuelle Realität. Politik und Kultur.

24. 3. 2010 - 19:17

Digital Restrictions Management

Rechte oder Restriktionen? In der seit Jahren andauernden Debatte rund um drakonische Kopierschutzmaßnahmen hat zuletzt ein Vorfall rund um Videospielehersteller Ubisoft Aufsehen erregt.

Schon die Ankündigung sorgte für Aufruhr: In Zukunft werde man die PC-Versionen von Spielen wie "Assassin's Creed 2", "Silent Hunter 5" oder "Die Siedler 7" nur noch bei bestehender Internetverbindung spielen können, selbst im Einzelspielermodus. Als "Assassin's Creed 2" schließlich erschien und das Wochenende begann, konnten viele Käufer die zum Spielstart nötige Internetverbindung nicht herstellen. Im Webforum von Ubisoft gingen die Wogen hoch. Ein Käufer schrieb:
"Die ehrlichen Käufer können also nicht spielen. Die Piraten schon. Großartige Arbeit, Ubisoft, wirklich, immens überzeugend. Da will man doch sofort loslaufen und deren Spiele kaufen!"

Ubisoft rechtfertigte sich: Einer der Gründe für die Ausfälle des Online-Servers sei eine Hackerattacke. Ein Kunde antwortete, es sei ihm egal, ob am Ausfall Hacker, ein Stromausfall oder die Gremlins schuld sind. Er hätte das Spiel gekauft und es müsse funktionieren.
Eine Meinung, der sich sogar der Marketingchef von Ubisoft Österreich, Eugen Knippel, anschließt. Gleichzeitig aber betont er, die Firma wolle den PC als Spiele-Plattform erhalten, deshalb habe man sich zu dieser drastischen Kopierschutzmaßnahme entschlossen. Unisono Niki Laber vom Österreichischen Verband für Unterhaltungssoftware ÖVUS, der neben Ubisoft zahlreiche andere Spielehersteller vertritt: "Wenn man die aktuellen Zahlen ansieht, merkt man: Konsolenspiele werden relativ wenig kopiert, auch auf Grund der besonders geschützten Hardware. Beim PC allerdings sind 90% aller Games, die gespielt werden, Raubkopien. Das ist der Grund, warum hier ein Vorstoß gewagt wurde, den PC als Spieleplattform langfristig zu schützen. Denn die Entwicklung eines Spiels wie "Assasin's Creed 2" ist sehr teuer. Man muss eine ganze Menge davon verkaufen, oder man wird es nicht mehr machen können."

Erhaltung von Kultur

Vom Ärger beim Serverausfall am ersten Wochenende abgesehen gibt es auch keine Garantie, wie lange ein Spiel mit Online-Kopierschutz überhaupt funktionsfähig bleibt. Das Phänomen abgeschalteter Server kennt man vom Genre der Onlinerollenspiele. Können wir Videospiele so für zukünftige Generationen noch erhalten? Branchenvertreter Niki Laber beruhigt und setzt die Schwierigkeiten von Online-DRM in Kontext mit der allgemeinen Schwierigkeit der Archivierung von Spielen: "Es ist auch schwierig, heute ein Amiga-Game aus den achtziger Jahren zu spielen, wenn die alten Disketten nicht mehr da sind oder nicht mehr funktionieren. Außer ich habe das Glück, dass jemand einen Emulator programmiert hat. Das generelle Archivierungsproblem in der Spieleindustrie besteht ja seit längerem. Es gibt verschiedenste Bestrebungen, etwa in Museen, Software zu erhalten. Und es muss auch für diese Art von Spielen mit Online-Kopierschutz eine Lösung geben, sie zu erhalten - wie auch immer die aussehen mag."

Niki Laber

Eine Lösung, die oft - wie bei den erwähnten Emulatoren - nicht von den Firmen ausgeht, sondern von Fans. Die Crackergruppe Skid-Row behauptet, dass sie die Online-Knebel von "Assasins Creed 2" und "Silent Hunter 5" gelöst hätte. Die benötigten Dateien seien über die gängigen Filesharing-Netzwerke verfügbar. Ubisoft widerspricht: Eine so gecrackte Version könne man niemals zu Ende spielen. Stellt sich die große Frage: Welche Inhalte holen sich diese Spiele tatsächlich vom Server? Wird die Internetverbindung nur für eine Authentizitätsüberprüfung benötigt, oder auch für spielerisch relevante Daten wie bei einem Onlinegame? Die Angst mancher Spieler dabei ist auch, dass ihr jeweiliger Internettarif durch die Menge an heruntergeladenen Daten überbelastet werden könnte. Eugen Knippel von Ubisoft beruhigt: "Wenn man 'Assasins Creed 2' komplett durchspielt, hat man nur 2 Megabyte an Daten heruntergeladen".

Spiele in der Wolke

Die Grenze zwischen Offline- und Onlinespiel verschwimmt, das Modewort "Cloud Computing" kommt in den Sinn. Wandert das Computerspiel in die "Cloud"? Und wird das von den Käufern schließlich akzeptiert, so wie User auch Texte in Google Documents online bearbeiten, oder ihre eBooks auf dem Kindle abspeichern, wo sie von Amazon jederzeit wieder gelöscht werden können? So wie sie den Lizenzvertrag des Windows Media Player 11 akzeptieren, in dem sie zustimmen, dass Microsoft heruntergeladene Videos vom Computer löschen darf? In vielen dieser Lizenzverträge geben User Rechte ab, die ihnen die Gesetze ihres jeweiligen Heimatlandes eigentlich zuerkennen würde (zum Beispiel das Recht auf Privatkopie). "Es wird juristische Detailfragen geben, die zu klären sind", sagt Niki Laber.

Eine der restriktivsten DRM-Strategien fährt Apple, bei dessen iPad nicht nur die Löschung unliebsamer Inhalte auf der Tagesordnung steht, sondern sogar streng kontrolliert wird, was überhaupt auf dem Gerät installiert werden darf. Apple hält Anteile am Disney-Konzern, Microsoft am Fernsehsender MSNBC, Sony ist gleichzeitig Spielkonsolenhersteller und Besitzer von Filmstudios.

Richard Stallman

Diese zunehmende Verflechtung von Computer- und Softwarekonzernen mit traditionellen Unterhaltungsriesen führe zur zunehmenden Verbreitung von DRM, warnt die Free Software Foundation. Deren Gründer Richard Stallman meinte schon im Jahr 2006: "Die wichtigste Maßnahme gegen DRM ist: Keine Produkte mit DRM zu akzeptieren. Wenn dich jemand einlädt, deine Freiheit für Bequemlichkeit aufzugeben, dann sagst du 'Nein'."
Auf der Website der Free Software Foundation läuft derzeit eine Petition gegen das restriktive DRM auf Apple's iPad. Ein Gerät, das dem Spielehersteller Ubisoft freilich sehr gelegen kommen dürfte: Denn auch auf dem rigoros DRM-geschützten iPhone erzielt UbiSoft über seine Handy-Tochterfirma GameLoft mittlerweile hohe Umsätze.

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  • prom000 | vor 1152 Tagen, 16 Stunden, 4 Minuten

    ...sondern dass es zuviele Konsumenten die dass einfach nicht wertschätzen wissen.

    Wahre worte.

    Dass der PC die unwichtigste Plattform vom umsatz her ist ist ja kein geheimniss.
    Ist ein bisschen wie die Filmbranche. Entwicklungskosten hoch, deshalb nur Vorsetzungen.
    Zu Geistigem eigentum:
    Ist bei spielen/filmen/musik ja noch relativ harmlos, wenns das aber in andere Branchen überträgs ist das ja Wahnsinn; siehe auch den Streit zwischen Russland 6 China darüber dass die Chinesen militärische Hardware in kleiner Menge kaufen und dann einfach ohne erlaubnis kopieren.
    Was ich damit sagen will? Die rechte & sitten zum geistigen eigentum werden sich nur wegen spielen/filmen/musik sicher nicht ändern.

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    • burstup | vor 1152 Tagen, 55 Minuten

      Dass "der PC die unwichtigste Plattform vom umsatz her ist" kann man so nicht sagen. Denn: Die zwei meistverkauften Spieleserien der Welt sind ausschließlich für PC: Der Flight Simulator, und Die Sims.

    • rainersigl | vor 1151 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

      außerdem:

      WoW ist DIE geldmaschine schlechthin, und auf facebook wird auch mit farmville und konsorten viel geld verdient. news of PC gaming's death have been greatly exaggerated. ;-)

  • groundbeef | vor 1153 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

    wozu raubkopieren?
    spiel aus der videothek ausborgen und
    "no cd-crack" drüberspielen ...
    1,50 wird euch das spiel ja wohl wert sein.
    wer am pc zockt und das beschissene "wettrüsten" mitmacht (mit jedem spiel eine neue grafikkarte und ein ram-streiferl oder am besten einen neuen computer) ist selber schuld.
    mein tip: am pc arbeiten auf der konsole spielen.
    aber kaufts euch blos nicht die wix-box...
    ps3 rules!

    Auf dieses Posting antworten
    • rainersigl | vor 1153 Tagen, 7 Stunden, 54 Minuten

      DRM verhindert auch das verleihen von PC-games. die lizenzierung geht nur einmal, auf den käufer persönlich. deshalb auch kein weiterverkauf möglich.
      DRM richtet sich nicht gegen die piraten, sondern gegen die käufer. http://www.1up.com/do/newsStory?cId=3171217

    • therealleimi | vor 1153 Tagen, 1 Stunde, 42 Minuten

      Wer konsequent raubkopiert kommt mit _intelligentem_ Aufrüsten billiger weg als Konsolenspiele zu kaufen und hat obendrein die bessere Optik.

    • prom000 | vor 1152 Tagen, 16 Stunden, 16 Minuten

      soll ich mir jetzt echt eine konsole zulegen nur wegen den games?

  • miikesmama | vor 1153 Tagen, 9 Stunden, 31 Minuten

    Bei der gesamten Diskussion hier und in anderen Foren lässt sich immer wieder eine bestimmte Grundhaltung der Konsumenten erkennen:
    Eine fehlende Wertschätzung der Arbeit an 'geistigen' Inhalten.
    Egal ob Musik, Film oder Spiel, die Firmen sollen sich nicht so anstellen, sollen nicht probieren ihre Produkte technisch zu schützen, DRM sucks, früher war sowieso alles besser, und warum soll ich zahlen wenn ich es auch gratis haben kann?

    Ich kenne den Herren Stallman nicht, aber seine Aussage trifft es schon: Will man keine DRM-verseuchte Software, soll man sie einfach nicht kaufen...

    Aber nein, dann kämme man ja nicht mehr in den Genuss von Assassins Creed etc., nein spielen will man schon, nur bitte gratis und ohne Kopierschutzmaßnahmen.
    Die Industrie soll ihren Kampf aufgeben, es bringt ja eh nichts, alles was ein Mensch schützt kann ein anderer cracken, ist ja nicht so...

    Es ist zum Kotzen...

    Auf dieses Posting antworten
    • miikesmama | vor 1153 Tagen, 9 Stunden, 27 Minuten

      Nicht falsch verstehen, ich finde Ubisofts Maßnahmen auch scheiße, aber meine Schlussfolgerung ist dass ich mir das Spiel und viele andere einfach nicht kaufen werde, und NICHT dass ich sie irgendwo runterlade...
      Ich hab deswegen schon auf viele Spiele verzichtet die mich interessiert hätten, von Half-Life2 über Bioshock bis Crysis, aber guess what, mir gehts trotzdem gut :-)

    • generator3punkte | vor 1153 Tagen, 7 Stunden, 56 Minuten

      ...

      Du bist ja sozusagen eine Art digitaler Messias. Du leides für uns alle mit um die Raubkopierwelt von seinen Sünden freizuwaschen :-)

    • miikesmama | vor 1152 Tagen, 21 Stunden, 20 Minuten

      Und du bist sozusagen wie jeder andere pubertierende Teenie der in den Schulpausen unbedingt mitquatschen will wenn es um neueste Spiel/Film/Album geht, aber zu geizig ist auch dafür zu bezahlen :-)

  • aubrey | vor 1153 Tagen, 11 Stunden, 32 Minuten

    ": Konsolenspiele werden relativ wenig kopiert, auch auf Grund der...

    ...besonders geschützten Hardware."

    Das stimmt nicht. Besonders in Ländern wie China und Umgebung gibt es eigentlich nur raubkopierte Konsolenspiele zu kaufen (1-5 $ das Stück). Bei uns ist es weniger verbreitet, aber durchaus vorhanden. Und DS-Spiele dürften ähnliche Raubkopierzahlen wie PC-Spiele haben, auch hierzulande (ein Grund warum der DS so erfolgreich ist).

    Ich persönlich habe kein Problem mit Kopierschutz wie bei Steam (also einmalige Authentifizieren), im Gegensatz zu Ubisofts "immer online sein"-Ding. Einfach weil man nicht immer online sein kann (besonders dank der 8h-Zwangstrennung die die liebe Österreichische Telekom immer noch eingebaut hat).

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 1153 Tagen, 9 Stunden,

      8 Stunden? O_O Wirklich?
      Wahnsinn! Ich dachte, es gibt bei ADSL höchstens noch den "24 Stunden Kick", über den deutsche User manchmal jammern wenn ich mit ihnen chatte. Aber 8 Stunden?
      omg, bin ich froh dass ich Kabelanschluss habe...

  • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 17 Minuten

    Man stelle sich vor

    Gedankenexperiment: Man stelle sich vor auf einen Schlag würde nur mehr raubkopiert und alle Spiele, Film und Musikfirmen gehen pleite?

    Was würde passieren?

    Ich würde sagen: Hardwarehersteller, Internetprovider, Konzertveranstalter, Radiosender usw. würden augenblicklich in die Bresche springen und die Produktion von Musik, Filmen und Computerspielen ohne großartige Verzögerung wieder aufnehmen. Einfach weil sie auch von den Inhalten leben.

    Probleme haben ja eigentlich nur die Vertriebssparten der entsprechenden Konzerne die teilweise einfach Überflüssig geworden sind. Für was brauche ich den ganzen aufgeblähten Vertriebsweg vom Plattenhändler bis zum Musikvertrieb wenn man einfach den Namen der Band und das Lied in eine Software eintippt und 1 Minute später hat man es?

    Auf dieses Posting antworten
    • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 4 Minuten

      Aber ich verstehe sie ja schon

      Aber ich verstehe sie ja schon...es muß ja ein Horrorgefühl sein wenn ein Einzelner mit einem schnell geschriebenen Programm(Napster) vorführt das er meinen Job für den ich mein Geld bekomme(=das Verteilen der Musik zu den Menschen) mehr oder weniger im Alleingang effektiver als ich und meine tausenden Kollegen erledigen kann obwohl ich das schon mein Leben lang mache.

      Aber ungefähr so haben sich wahrscheinlich auch die Schreibmaschienenhersteller gefühlt, oder die deren Arbeitsplatz plötzlich von einem Roboter besetzt ist.

    • rainersigl | vor 1153 Tagen, 23 Stunden, 10 Minuten

      ich wundere mich ja immer, dass der digitale wandel zuerst ignoriert, dann beklagt und schließlich erfolglos bekämpft wird, bis man dann mit stöhnen und ächzen jahre zu spät selbst mitmacht. da machen einmal alle jahrelang die augen zu, anstatt die unausweichliche änderung anzuerkennen. ein gutes beispiel, wo man das grade live verfolgen kann, ist die (literatur)verlagsbranche, die sich durch ihre vogel-strauß-politik in dieselbe ecke manövriert wie die musikindustrie vorher.

    • miikesmama | vor 1153 Tagen, 9 Stunden, 45 Minuten

      @generator

      Bei deinem Gedankenexperiment ziehst du aber einen ganz falschen Schluss - eine Firma die Pleite ist produziert nichts mehr, Punktaus. Uns, den Konsumenten, sind schon tausende Filme, Spiele und Alben durch die Lappen gegangen weil die zuständige Firma pleite gegangen ist...

      Nicht falsch verstehen: Der Mittelsmann interessiert mich genausowenig wie dich, und ja, was früher die Plattenfirma und Distribution erledigt hat, kann heute auch durch Social-Networking-Sites gemacht werden, aber mir fehlen bei der ganzen Diskussion die KÜNSTLER! Es kann doch nicht sein, dass man Stunden um Stunden im Proberaum sitzt, Musik und Texte schreibt, auf Equipment dass man ums eigene Geld gekauft hat, dann in ein Studio geht das man selbst bezahlen muss (selbst wenn man ein Label hat ist es so dass man einen gewissen Teil der Studiokosten selbst bezahlen muss), und all das nur damit der werte 'Kunde' sich das dann aus dem Internet saugt...

    • miikesmama | vor 1153 Tagen, 9 Stunden, 41 Minuten

      Schlussendlich kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass die gesamte Digitaliserung von Medien, egal ob Film, Buch, Musik, etc., soviele Vorteile sie auch hat, einfach ein riesiger Schuss nach hinten war.
      Und/Oder man hätte CD/DVD-Brenner nicht verkaufen sollen...

    • rainersigl | vor 1153 Tagen, 8 Stunden, 45 Minuten

      und im 15. jahrhundert haben sich tausende mönche in skriptorien drüber aufgeregt, dass diese sch... druckerpresse noch alle in den ruin treiben würde und ein "schuss nach hinten" ist ...

    • generator3punkte | vor 1153 Tagen, 8 Stunden, 15 Minuten

      @miikesmama

      Die Künster betrifft das alles eigentlich nicht. Meines Wissens hat sich deren Position nicht großartig verändert. Immerhin ist es auch jetzt schon so das ein Großteil des einkommens aus anderen Quellen als den CD-Verkäufen generiert wird. Wenn du z.b. im Radio gespielt wirst oder im Fernsehen. Dann gibts noch Liveauftritte, Auftragsarbeiten, Kohle von der Werbung, Merchendising usw.

      Ich habe jetzt auch nicht den großen Aufschrei der Künstlergemeinde gehört(und die sind ja eigentlich naturgemäß nicht besonders leise).

    • selbstlaut | vor 1153 Tagen, 8 Stunden, 5 Minuten

      @miikesmama

      Ich freue mich auf den Tag an dem Piraten die Musikindustrie zerstören. Insbesonders wegen den Künstler_innen. Es geht ja nicht darum die Kosten wieder rein zu kriegen, das an sich ist kein Problem, der Grund warum die alle so aufschrein, ist weil sie keine Profite machen, bzw lang nicht so viele wie sie wollen. Aber selbst dafür bezahlen Musik zu machen werden sie nicht müssen. Das schöne an dem ist dann nämlich, dass alle die Menschen die Musik nur für Profite machen dann wegfallen, weil's eh wurscht ist im Endeffekt, das heißt also, in meiner Utopie ist Musik nir nur gratis, sondern auch besser!

      Weil machen werden Künstler_innen immer was, ganz egal was ist und wer dafür bezahlt.

    • generator3punkte | vor 1153 Tagen, 8 Stunden, 4 Minuten

      Ich bin Softwareentwickler

      Also sozusagen das was ein Musiker für CDs ist oder ein Kameraman für den Film. Also sozusagen einer derjenigen die sich geschädigt fühlen sollten. Und ich kann dir sagen Programmierer und Softwareentwicker raubkopieren mit Garantie mehr als der Durchschnitt.

      Wäre einmal interessant wie das bei Musikern aussieht. Die die ich kenne haben auf jeden Fall tonnenweise mp3s zuhause herumliegen.

    • miikesmama | vor 1152 Tagen, 21 Stunden, 24 Minuten

      Oh Mann

      - Vergleicht hier tatsächlich jemand die Erfindung der Druckerpresse mit dem Verkauf von CD-Brennern??? Nicht wirklich, oder?
      - Dass sich für "die Künstler" nichts verändert ist Bullshit. Es gibt auch hier eine klaffende Schere: Die paar SuperDuperMegastars denen alles wurscht ist und 1000 kleinere Bands die jeden Tag ums überleben kämpfen....
      Und das Plattenfirmen immer weniger Ressourcen haben um zwar vielversprechende, aber noch unbekannte Bands zu promoten weil das letzte Album von Madonna/Muse/Motorhead mehr gedownloaded würde als gekauft, ist leider auch tatsache...
      - Musiker und Profite: Wer Musik nicht aus leidenschaft macht, sondern der Kohle wegen ist fehl am Platz, da geb ich dir recht. Aber du siehst schon ein dass Musiker auch Rechnungen zu bezahlen haben, oder? Und das man in gute Musik viel Zeit investieren muss ist auch klar nehm ich an. Jetzt stell dir vor dass es anstrengend ist Zeit im Proberaum zu verbringen wenn man 40 Stunden in der Woche hinter der Supermarktkasse sitzt... die Rechnung:weniger Geld, weniger Musiker=bessere Musik und auch noch gratis geht nie und nimmer auf.
      Künstler müssen nun mal finanziell unabhängig sein um gute Sachen zu machen, egal ob sie Mozart oder Beatles heißen.
      - Ich bin...

    • miikesmama | vor 1152 Tagen, 21 Stunden, 22 Minuten

      - Ich bin Musiker, und bei mir zuhause findest du nicht eine MP3, den totkomprimierten Scheiß tue ich meinen Ohren nicht an.

    • miikesmama | vor 1152 Tagen, 21 Stunden, 9 Minuten

      Der Punkt ist einfach nicht dass es zu viele Spiele/Filme/Musiker gibt sondern dass es zuviele Konsumenten die dass einfach nicht wertschätzen wissen.
      Ob man sich bei seinem Arzt/dem Frisör/der Kassierin bedankt bleibt jedem selber überlassen, zahlen sollte man allerdings für die Dienstleistung...

  • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 1 Stunde, 13 Minuten

    Die Armen Spielehersteller...

    ...hoffentlich gehen sie nicht pleite.

    Bei solchen aussagen muß man sich schon fragen für wie doof sie ihre Kunden halten?

    1.: PC als Spieleplatform wollen sie erhalten. :-) Jo genau...neuerdings werden aus Idealismus Spiele verkauft. Wenn das ihr Ziel ist sollten sie ihre Spiele überhaupt gleich verschenken. Wäre für die "Spieleplatform"-PC besser.
    1.: Kosten: Klar ein Spiel zu entwickeln kostet eine Menge Geld. Heuzutage richtig viel. Das meiste geht dann allerdings in das Leveldesign usw. Da ist der Aufwand das Spiel auf andere Systeme zu portieren ein Klacks dagegen. Und die Reichweite ist einfach beim PC viel größer da die Dinger inzwischen nahezu in jedem Haushalt stehen.

    Im Endeffekt bleibt: Diese DRM-Sachen nerven nur die die die Spiele wirklich kaufen.

    Auf dieses Posting antworten
    • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 59 Minuten

      Die

      Computerspiele haben in den letzten Jahren eine beispiellose Erfolgsgeschichte hinter sich. Und das trotz oder vielleicht sogar wegen der Raubkopien. Auf Systemem wo extrem viele Spiele raubkopiert wurden kamen erfahrungsgemäß auch extrem viele Spiele heraus. Bestes Beispiel dafür die Homecomputer der 80-90er wie Amiga usw.

      Wobei sich DRM-Systeme eigentlich nie richtig durchgesetzt haben. Sogar Microsoft hat seine Bestrebungen in der Richtung inzwischen vollständig aufgegeben. Kein Wunder: Wenn sie es geschafft hätten Windows wirklich nur Käufern zugänglich zu machen würden sie jetzt Apple heißen und ihre Gewinne größtenteils mit Hardware machen.

    • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 50 Minuten

      Und auch

      Und auch Apple hätte den IPod überhaupt nicht herausbringen können wenn die Leute nicht tonnenweise kopierte mp3s zu hause liegen hätten(Wer bitte hat denn das Geld 40 oder 60Gb mit gekauften mp3s zu füllen => Das wäre ein Gegenwert von ca. 15-20.000 Euro).

      Auch deren Downloadplattform iTunes wäre wohl ohne die Raubkopierer die mp3 zu Dem Musikformat gemacht haben ein Flop geworden.

    • generator3punkte | vor 1154 Tagen, 41 Minuten

      ...

      Es bringt einfach nichts seine Kunden mit schlechteren Produkten zu nerven.
      Da hat man nur eine schlechte Presse und einen erhöhten Supprotaufwand.

      Es wäre für alle das Beste wenn sich die Softwarehersteller bzw. Filme und Musikverkäufer schon im Vorfeld mit denen die mit den Raubkopieren die fette Kohle machen(also Hardwarehersteller und Internetprovider) gütlich einigen und uns den ganzen Streß ersparen.

  • therealleimi | vor 1154 Tagen, 1 Stunde, 26 Minuten

    Kontrolle

    Jede Form einer wie auch immer gearteten DRM-Maßnahme verhilft der Industrie zur noch mehr Kontrolle des Konsumenten.

    Mir ist eine welt mit ein paar Raubkopierern lieber als die Aussicht auf diese DRM-Scheisse.

    Wer von den Moralaposteln glaubt denn wirklich das alles besser wäre wenn es einen zu 100% funktioinierenden Kopierschutz geben würde?

    Auf dieses Posting antworten
  • aereogramme | vor 1154 Tagen, 2 Stunden, 46 Minuten

    90% aller gespielten PC-Games sollen illegale Kopien sein?
    Woher die Zahl?

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 1154 Tagen, 1 Stunde, 26 Minuten

      Das habe ich auch gefragt, aber die Antwort war nicht ganz klar. ("Entsprechende Statistiken zeigen das...")

    • rainersigl | vor 1154 Tagen, 1 Stunde, 15 Minuten

      lol

  • horstjens | vor 1154 Tagen, 5 Stunden, 22 Minuten

    21.830 Spiele ohne DRM

    21.830 DRM-freie Spiele allein auf Sourceforge:
    http://sourceforge.net/softwaremap/?&fq[]=trove%3A80

    Auf dieses Posting antworten
  • toteraltermann | vor 1154 Tagen, 5 Stunden, 25 Minuten

    Das eigentliche Problem der Medienbranche, das auch Google früher oder später treffen wird, ist die enorme Bereitschaft der Internetnutzer, Zeit, Geld und Wissen kostenlos für andere zur Verfügung zu stellen.

    Darin steckt natürlich auch eine Chance, nämlich dieses Potential an Freiwilligkeit günstig zu nutzen und die Leute am Entwicklungsprozess teilhaben zu lassen. Dafür sind die Konzerne aber offenbar zu faul, dumm oder ängstlich.

    Andererseits hat natürlich niemand mehr Lust, ein Heidengeld für den Mist auf den Tisch zu legen, den die Spielebranche in schöner Regelmäßigkeit auskotzt.

    Wer weiterhin auf lieblose Massenware setzt, wird früher oder später daran zu Grunde gehen, und das völlig zu recht.

    Auf dieses Posting antworten
    • skofield | vor 1153 Tagen, 9 Stunden, 4 Minuten

      Stimmt! Das letzte Spiel für das ich tatsächlich Geld bezahlt habe war "Braid".