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Burstup

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Physische Welt, virtuelle Realität. Politik und Kultur.

24. 3. 2010 - 19:17

Digital Restrictions Management

Rechte oder Restriktionen? In der seit Jahren andauernden Debatte rund um drakonische Kopierschutzmaßnahmen hat zuletzt ein Vorfall rund um Videospielehersteller Ubisoft Aufsehen erregt.

Schon die Ankündigung sorgte für Aufruhr: In Zukunft werde man die PC-Versionen von Spielen wie "Assassin's Creed 2", "Silent Hunter 5" oder "Die Siedler 7" nur noch bei bestehender Internetverbindung spielen können, selbst im Einzelspielermodus. Als "Assassin's Creed 2" schließlich erschien und das Wochenende begann, konnten viele Käufer die zum Spielstart nötige Internetverbindung nicht herstellen. Im Webforum von Ubisoft gingen die Wogen hoch. Ein Käufer schrieb:
"Die ehrlichen Käufer können also nicht spielen. Die Piraten schon. Großartige Arbeit, Ubisoft, wirklich, immens überzeugend. Da will man doch sofort loslaufen und deren Spiele kaufen!"

Ubisoft rechtfertigte sich: Einer der Gründe für die Ausfälle des Online-Servers sei eine Hackerattacke. Ein Kunde antwortete, es sei ihm egal, ob am Ausfall Hacker, ein Stromausfall oder die Gremlins schuld sind. Er hätte das Spiel gekauft und es müsse funktionieren.
Eine Meinung, der sich sogar der Marketingchef von Ubisoft Österreich, Eugen Knippel, anschließt. Gleichzeitig aber betont er, die Firma wolle den PC als Spiele-Plattform erhalten, deshalb habe man sich zu dieser drastischen Kopierschutzmaßnahme entschlossen. Unisono Niki Laber vom Österreichischen Verband für Unterhaltungssoftware ÖVUS, der neben Ubisoft zahlreiche andere Spielehersteller vertritt: "Wenn man die aktuellen Zahlen ansieht, merkt man: Konsolenspiele werden relativ wenig kopiert, auch auf Grund der besonders geschützten Hardware. Beim PC allerdings sind 90% aller Games, die gespielt werden, Raubkopien. Das ist der Grund, warum hier ein Vorstoß gewagt wurde, den PC als Spieleplattform langfristig zu schützen. Denn die Entwicklung eines Spiels wie "Assasin's Creed 2" ist sehr teuer. Man muss eine ganze Menge davon verkaufen, oder man wird es nicht mehr machen können."

Erhaltung von Kultur

Vom Ärger beim Serverausfall am ersten Wochenende abgesehen gibt es auch keine Garantie, wie lange ein Spiel mit Online-Kopierschutz überhaupt funktionsfähig bleibt. Das Phänomen abgeschalteter Server kennt man vom Genre der Onlinerollenspiele. Können wir Videospiele so für zukünftige Generationen noch erhalten? Branchenvertreter Niki Laber beruhigt und setzt die Schwierigkeiten von Online-DRM in Kontext mit der allgemeinen Schwierigkeit der Archivierung von Spielen: "Es ist auch schwierig, heute ein Amiga-Game aus den achtziger Jahren zu spielen, wenn die alten Disketten nicht mehr da sind oder nicht mehr funktionieren. Außer ich habe das Glück, dass jemand einen Emulator programmiert hat. Das generelle Archivierungsproblem in der Spieleindustrie besteht ja seit längerem. Es gibt verschiedenste Bestrebungen, etwa in Museen, Software zu erhalten. Und es muss auch für diese Art von Spielen mit Online-Kopierschutz eine Lösung geben, sie zu erhalten - wie auch immer die aussehen mag."

Niki Laber

Eine Lösung, die oft - wie bei den erwähnten Emulatoren - nicht von den Firmen ausgeht, sondern von Fans. Die Crackergruppe Skid-Row behauptet, dass sie die Online-Knebel von "Assasins Creed 2" und "Silent Hunter 5" gelöst hätte. Die benötigten Dateien seien über die gängigen Filesharing-Netzwerke verfügbar. Ubisoft widerspricht: Eine so gecrackte Version könne man niemals zu Ende spielen. Stellt sich die große Frage: Welche Inhalte holen sich diese Spiele tatsächlich vom Server? Wird die Internetverbindung nur für eine Authentizitätsüberprüfung benötigt, oder auch für spielerisch relevante Daten wie bei einem Onlinegame? Die Angst mancher Spieler dabei ist auch, dass ihr jeweiliger Internettarif durch die Menge an heruntergeladenen Daten überbelastet werden könnte. Eugen Knippel von Ubisoft beruhigt: "Wenn man 'Assasins Creed 2' komplett durchspielt, hat man nur 2 Megabyte an Daten heruntergeladen".

Spiele in der Wolke

Die Grenze zwischen Offline- und Onlinespiel verschwimmt, das Modewort "Cloud Computing" kommt in den Sinn. Wandert das Computerspiel in die "Cloud"? Und wird das von den Käufern schließlich akzeptiert, so wie User auch Texte in Google Documents online bearbeiten, oder ihre eBooks auf dem Kindle abspeichern, wo sie von Amazon jederzeit wieder gelöscht werden können? So wie sie den Lizenzvertrag des Windows Media Player 11 akzeptieren, in dem sie zustimmen, dass Microsoft heruntergeladene Videos vom Computer löschen darf? In vielen dieser Lizenzverträge geben User Rechte ab, die ihnen die Gesetze ihres jeweiligen Heimatlandes eigentlich zuerkennen würde (zum Beispiel das Recht auf Privatkopie). "Es wird juristische Detailfragen geben, die zu klären sind", sagt Niki Laber.

Eine der restriktivsten DRM-Strategien fährt Apple, bei dessen iPad nicht nur die Löschung unliebsamer Inhalte auf der Tagesordnung steht, sondern sogar streng kontrolliert wird, was überhaupt auf dem Gerät installiert werden darf. Apple hält Anteile am Disney-Konzern, Microsoft am Fernsehsender MSNBC, Sony ist gleichzeitig Spielkonsolenhersteller und Besitzer von Filmstudios.

Richard Stallman

Diese zunehmende Verflechtung von Computer- und Softwarekonzernen mit traditionellen Unterhaltungsriesen führe zur zunehmenden Verbreitung von DRM, warnt die Free Software Foundation. Deren Gründer Richard Stallman meinte schon im Jahr 2006: "Die wichtigste Maßnahme gegen DRM ist: Keine Produkte mit DRM zu akzeptieren. Wenn dich jemand einlädt, deine Freiheit für Bequemlichkeit aufzugeben, dann sagst du 'Nein'."
Auf der Website der Free Software Foundation läuft derzeit eine Petition gegen das restriktive DRM auf Apple's iPad. Ein Gerät, das dem Spielehersteller Ubisoft freilich sehr gelegen kommen dürfte: Denn auch auf dem rigoros DRM-geschützten iPhone erzielt UbiSoft über seine Handy-Tochterfirma GameLoft mittlerweile hohe Umsätze.

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  • nickkay | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 58 Minuten

    Richard Stallman...

    ...sieht aus wie Hank van Helvete!

    Auf dieses Posting antworten
  • caveb | vor 1182 Tagen, 13 Stunden, 50 Minuten

    z.B.: Spellforce wo man ein Wochenende damit verbringen kann seine Original NeuKauf CD zu cracken ums spielen zu können.

    Oder "Black and White" das in meinem bekanntenkreis schon mehrere CD's gesprengt hat weil das Spiel alle 3 millisekunden nachsieht ob die CD eh noch im Laufwerk liegt.
    Das Laufwerk kann man dann aus seinem eigenen ersparten ersetzen, zahlt einem auch nicht die Kopierschutzfirma.

    Sobald man sich die CD virtualisiert ists aber wieder strafbar.

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 30 Minuten

      Virtualisierung der CD ist nach Meinung vieler Juristen in Österreich nicht strafbar, denn sie fällt unters Recht auf Privatkopie. Eines jener Rechte, dessen die User durch drakonische DRM-Maßnahmen eben beraubt werden sollen.

    • caveb | vor 1182 Tagen, 10 Stunden, 35 Minuten

      Wenn ich beim Virtualisieren einen Kopierschutz (oder sagen wir einen Virtualisierungs-kopier-schutz) umgehen muss, is es dann:
      ??? Strafbar oder Nicht ???

  • derfiedler | vor 1182 Tagen, 13 Stunden, 53 Minuten

    es passt nur bedingt, aber weils so geil ist:

    http://tinyurl.com/ydfv9qj

    (via ole)

    Auf dieses Posting antworten
    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 13 Stunden, 47 Minuten

      ;-)

      hier passts aber hin: http://fm4.orf.at/stories/1642140/
      aber da isses schon. :-D

    • horstjens | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 37 Minuten

      genial !

      ...33 Jahre alt, der Artikel, und topaktuell :-)

    • derfiedler | vor 1182 Tagen, 9 Stunden, 16 Minuten

      ja, hab ich dann auch gesehen.
      wie bist du auf den gekommen?

    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 8 Stunden, 36 Minuten

      bitte sowas nicht fragen ;-) war irgendwo auf der allwissenden müllhalde

  • colouringbook | vor 1182 Tagen, 15 Stunden, 18 Minuten

    ,..

    ich versteh zum teil nicht wiso die preise der Spiele generell so "hoch" sind , für die Ps3 um die 70€ und am PC 49,90€ etc , klar Kreativität gehört bezahlt und gesponsert aber die Spiele die einem vom Hocker gerissen haben werden schon laaaaaaange nicht mehr produziert oder dies betrifft nur mich , L4d2 nach rund 3 Wochen,.. tot Fad, ohne Freunde nicht Spielbar , klar spiele haben nur eine gewisse zeit an "leben" aber die spiele ohne zeit grenze gib´s leider nicht mehr , nun zum Kopierschutz etc , die Leute laden sich ja nur die Spiele runter weil sie kein bock drauf haben 50€ aus zu geben nur um 70 Stunden falls überhaupt Spaß zu haben , es zahlt sich nicht mehr aus und alle arten von Kopierschutz sind heute keine Hindernisse mehr imho

    Auf dieses Posting antworten
    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 48 Minuten

      tolle logik: die spiele sind so scheisse, darum kauf ich sie nicht, sondern lade sie runter. wenn sie so scheisse sind, warum lädt man sie sich dann runter?

      wenn es keine 90% (oder lass es nur 50% sein) gäbe, die nicht für spiele zahlen, dann gäbe es sicher auch ne menge besserer und wahrscheinlich auch billigere spiele.

      das argument von wegen kopierschutz kann man immer knacken (siehe auch posting unten), gilt für ein paar freaks, ja. in meinem freundeskreis gibt es evtl. 0.1% die sich musik auf cd brennen, dann wieder über miniklinke stereo-soundkarte aufnehmen, in mp3 umwandeln und dann irgendwo uploaden. ist es nicht plausibler anzunehmen, dass das die ganze sache zumindest sehr eindämmen würde? du kannst auch rassismus nie völlig ausrotten, deswegen zu sagen, brauch man ja nichts mehr gegen tun, kann man eh nicht verhindern ...?

    • grandecojones | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 32 Minuten

      ähm von meinem freundeskreis kann niemand einen crack " schreiben " das bauchen die auch nicht zu können denn es ist alles online und extrem einfach zu installieren , ich Spiel ja heute fast gaaaaaar nicht mehr , ausser man spammt mich zu,.. wie auch immer die Logik sollte eigentlich so sein das dass Runterladen viel zu einfach ist sei es musik film oder spiele , ich kaufe ja kaufe unglaublich spiele die mich interessieren "stalker fallout etc" und sogar Musik wenn wer zu besuch ist bei mir ist die erste nachricht die ich höhre " hey du hast cd´s ?? woooow" , btw es ist noch einfacher sich die musik runter zu laden sei es youtube oder isohunt oder von sonst woo,.. btw EA macht 3 Milliarden $ Umsatz im Jahr , Geld fehlt denen bestimmt nicht ..

    • robertglashuettner | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 21 Minuten

      zwei aspekte, die in einem der beiden radiobeiträge auf fm4 zu hören waren gestern - vorgebracht von peter vorlaufer, games-entwickler bei broken rules/wien:

      * nur ein bruchteil der 90%-95% kopierer (zahl bezogen auf ihr game "and yet it moves") würden sich die spiele auch kaufen, wenn sie keinen zugriff auf die kopien hätten.

      * die starke durchdringung von einem kopierten game bringt eine umwegsrentabilität in form von erhöhter aufmerksamkeit mit sich, die wiederum dazu führt, dass mehr leute das produkt auch kaufen.

      übrigens ist steam (wo es "AYIM" auch zu kaufen gibt) ein beispiel für eine drm-lösung, die von den konsumentInnen weitgehend akzeptiert wird. grund: mehrwert in form einer community-plattform, ausgeklügelte technologie, keine verpflichtede online-verbindung zum spielen notwendig. die von rainer weiter unten angesprochenen restriktionen wie die fehlende möglichkeit des privaten weiterverkaufs an dritte sind hier aber auch vorhanden.

    • colouringbook | vor 1182 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      @robert

      Steam hat aber ein Riesiges Problem ,.. mir wurde bereits 2 mal der steam account geklaut,.. nein mein passwort ist nicht 1234567 wie auch immer die haben es mir wieder freigeschalten und bei der mail stand dies " Note: Your account will be permanently disabled if it is hijacked again. The security of your computer and your Steam account information is your responsibility." ... so geht es vieles ,.. nun kaufst du einige spiele und danach sperren sie es dir ?

    • robertglashuettner | vor 1182 Tagen, 12 Stunden, 2 Minuten

      eh, ich finde auch viele aspekte von steam ärgerlich. zum beispiel, dass man auch im handel gekaufte retail-spiele, die man einmal auf steam aktiviert hat, nicht mehr weitergeben kann.

      interessant ist aber eben, dass es valve schafft, hier sukzessive eine lösung durchzusetzen, die angenommen wird. "das itunes der spiele", wie es peter vorlaufer auch gestern im beitrag gesagt hat. stimmt in vielerlei hinsicht.

  • nukeduken | vor 1182 Tagen, 22 Stunden, 3 Minuten

    Ich werd's einfach nie verstehen, wie man im Jahre 2010 als Musikfan, Spieleliebhaber und fairer Mensch immernoch gegen die "bösen" Firmen sein kann, die versuchen die Kreativbranche irgendwie aufrecht zu erhalten und mit digitalisierbaren Gütern auch Geld zu verdienen, um kreativen Menschen eine Job in der Branche anbieten zu können. Ich versteh's einfach nicht.

    Bei jedem Amt oder Doktor bin ich bereit 2 Stunden im Wartezimmer zu warten (Toleranz gegenüber dem Anbieter), aber sobald mein Game mal kurz nicht funktioniert, stelle ich gleich wieder das ganze System in Frage.

    Was gäbe es gerechteres, als ein gut funtionierendes DRM-System? Nur leider durchblicken die meisten Kosumenten das nicht und bashen gleich wieder drauf los. Das einzige Motiv gegen DRM und gegen die Verfolgung von Raubkopieren ist GEIZ. Und schlimmer noch, der Geiz trifft die Kreativen ...

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 1182 Tagen, 16 Stunden, 53 Minuten

      Ja, du hast recht, nuke. Ich stimme zu, dass Kreative unterstützt und beschützt werden sollen. Du wirfst die Frage nach einem gerechten und gut funktionierenden DRM System auf. Was bedeutet DRM bisher? Entweder es werden dem User Rechte vorenthalten, die Urheberrecht/Copyright und andere Gesetze dem Bürger eigentlich gewähren (also ungerecht), oder es funktioniert nicht (wofür das Ubisoft-Desaster ein Beispiel ist).
      Ungerecht und dyfunktional: nein danke.
      Gerecht und funktionierend im Sinne der Kreativen: sofort.

    • octogen | vor 1182 Tagen, 15 Stunden, 27 Minuten

      Ein starkes Motiv gegen DRM ist die Technik

      Man muss erstmal verstanden haben, dass ein "Kopierschutz" für lesbare Daten grundsätzlich unmöglich realisierbar ist.

      Wenn du sicherstellen willst, dass Daten, die gelesen werden, nicht auch irgendwohin wieder geschrieben werden, musst du die totale Kontrolle über einen Computer haben.

      Im Fall von DRM bedeutet das, dass du keinen freien Zugang mehr zu deinem eigenen System hast - und wenn es fehlfunktioniert, möglicherweise auch nicht mehr deine eigenen Daten schützen oder retten kannst.

      Selbst dann rechtfertigt aber die Wirkung von DRM den Aufwand und die Nachteile nicht, denn DRM ist extrem leicht umgehbar.

      Jemand, der Musik im großen Stil raubkopiert, macht einfach eine Analog-Kopie von einer CD, und kann diese ohne Kopierschutz neu digitalisieren und anschließend wieder verlustfrei tausende Male kopieren. Der Qualitätsverlust durch eine einzige Analogkopie ist vernachlässigbar.

      Wie man's auch dreht oder wendet, DRM richtet mehr Schaden an als es für irgendjemand Positives bewirken könnte.

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 15 Stunden, 12 Minuten

      Welche Rechte ein User an fremdem Eigentum hat, bestimmt immernoch der Eigentümer selbst. Wenn ich meine Songs for free weggeben will - wunderbar, schöne Aktion. Wenn ein andere seine Songs nur zum "5-mal-hören" bereitstellen will - auch gut, es sind seine Songs und ihm sollte diese Entscheidungfreiheit doch zustehen, oder nicht?

      Es stimmt schon, dass die Initiatoren es verbockt haben anfänglich ein funktionierendes DRM System zu implementieren. Aber warum aufgrund dessen gleich das ganzee Prinzip DRM verteufeln? Das ist undifferenziert und dumm. Mit DRM hat man theoretisch die tolle Möglichkeit digitale Güter sehr fair und in einem innovationsfördernden Wettbewerb am Markt zu handeln. Der einzige Grund warum einige Konsumenten so eine niedrige Toleranzschwelle bzgl. DRM haben ist die "Alternative" sich einen crack runterzuladen. Schade, dass das für viele eine Alternative darstellt. Gäbe es diese Alternative nicht, würde es keinen stören, einen Lizenzkey einzugeben oder einen Dongle für Software zu benutzen.

    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 58 Minuten

      @nukedukem: soso, "innovationsfördernd". DRM ist zum teil echte schadsoftware (rootkits), das dem benutzer die kontrolle über sein selbst gekauftes gerät plus software wegnimmt. dazu kommt: was früher fraglos möglich war, wird plötzlich verhindert, weil es den rechteinhabern nix bringt: du kannst so gut wie kein DRM-geschütztes spiel am PC weiterverkaufen oder verleihen (!) - mit den eBooks am Kindle ist es dasselbe, das kann dir Amazon außerdem jederzeit einfach per befehl von deinem e-Reader löschen. wenn man schon seine rechte aufgibt, sollte man eher mehr dafür erwarten, nicht weniger.

    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 52 Minuten

      nachtrag: "Welche Rechte ein User an fremdem Eigentum hat, bestimmt immernoch der Eigentümer selbst." dein einleitungssatz ist zu super: wenn ich dann zB ein eBook, Musik oder mp3s kaufe - ist es dann immer noch fremdes eigentum? oder zahl ich quasi nur "lizenzgebühr"?

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 40 Minuten

      >>"wenn ich dann zB ein eBook, Musik oder mp3s kaufe - ist es dann immer noch fremdes eigentum? oder zahl ich quasi nur "lizenzgebühr"?"

      Tja, genau so ist es und zwar schon immer gewesen. Dir gehört natürlich nicht die Musik, sondern du hast das Recht gekauft sie zu hören. Überleg doch mal ein wenig. Was wäre, wenn dir die Musik gehören würde. Du könntest dann einfach die neue Bauchklang schön selber digital verkaufen und für jedes mp3, sagen wir 50 cent verlangen?? Ich hab das sogar kürzlich gesehen, dass einer eBooks auf ebay verkauft für 4 Euro, die normal 30 Euro kosten. Ist das fair? Soll ein Kosument diese Rechte, deiner Meinung nach, haben??

    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 21 Minuten

      was ist mit einer CD? darf ich die verkaufen oder einem freund leihen? mit einem buch? mit einem spiel? wenn ich, wie du sagst, nur eine lizenz kaufe: krieg ich dann ein neues ebook, wenn zB per festplattencrash mein reader hin ist? oder ists dann plötzlich doch ein produkt und ich muss nachkaufen?

    • caveb | vor 1182 Tagen, 13 Stunden, 58 Minuten

      @nuke
      "Firmen sein kann, die versuchen die Kreativbranche irgendwie aufrecht zu erhalten"

      Die versuchen die Medienindustrie aufrecht zu erhalten. Die Medienindustrie und die Kreativbranche sind zwei paar schuhe.

    • burstup | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 22 Minuten

      @nukedukem: Du schreibst: "Welche Rechte ein User an fremdem Eigentum hat, bestimmt immernoch der Eigentümer selbst." Tatsache ist: Das Urheberrecht auf geistiges Eigentum wird in einem Dutzende Seiten langen Gesetz+Erläuterungen geregelt. Unter anderem gibt es da das Recht auf Privatkopie (§42 UrhG). Es bestimmt also nicht "der Eigentümer", sondern der Gesetzgeber, unter anderem gestattet das Gesetz sogar die Herstellung einzelner Vervielfältigungsstücke (außer bei Software). Die Anzahl ist offen und hängt vom Einzelfall ab.
      Durch die Urheberrechtsnovelle 2003 wurde das Recht der Vervielfältigung zum eigenen Gebrauch vor allem hinsichtlich digitaler Medien wesentlich eingeschränkt - aber es existiert.

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 20 Minuten

      @rainer: wenn dir eine CD kaputt geht, ist der datenträger kaputt. genau für diese zwecke kann man einige sicherheitskopien machen (genauso mit mp3s). ich brauch also nur den rohling kaufen, die lizenz habe ich noch vom originalkauf.

      man kann das doch mal bisschen differenzierter und vor allem aus sicht beider parteien, der anbieter und der nachfrager, sehen. ja, du darfst bspw. eine DVD einem freund leihen. ein DVD-verleiher zahlt aber sicher nicht nur 15 euro für einen leihfilm, macht doch auch sinn, oder?

      es geht darum verständnis dafür aufzubringen, dass digitalisierbare güter einen wert haben. für mich ist es verständlich, dass man diesen wert schützen will. genau wie man ein fahrrad ankettet (gegen die 0.1% bösen, die es klauen wollen). ich muss auch ein wenig komfort aufgeben um es abzusperren (schweres schloss, zeitverlust etc.). Bei digitalen gütern will nun keiner ein kleines stückchen komfort aufgeben. und warum? weil er seinen geiz ausleben kann.

      @caveb: ziemlich unkonstruktiever beitrag. begriffs-spalterein tragen nichts zum eigentlichen thema bei, zudem sind die beiden begriffe sehr eng miteinander verknüpft und es macht auch kein unterschied ob man nun sagt die "kreativbranche aufrecht" oder die "medienindiustrie aufrecht"....

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 11 Stunden, 18 Minuten

      in beiden arbeiten viele nette menschen.

    • caveb | vor 1182 Tagen, 9 Stunden, 22 Minuten

      @nuke Bei meinen Begriffsspaltereien gehts aber darum das es sehrwohl einen Unterschied macht. Dein post daoben impliziert das es nur dank der "bösen Firmen" eine Kreativbranche und Spieleentwicklungen gibt.

      für mich haben "digitalisierbare" Güter einen Wert, auch monetär.
      Kaufe ja auch Original-Musik-CDs, Filme und Spiele.

      Ginge es aber nach den bösen Firmen dürfte ich aber nur eine einmal-Lizenz erwerben, für die ich jedes weitere mal installieren/aktivieren wieder zahle.
      Recht auf Sicherheitskopie abgeschafft.

      Defacto darf ich ja nix Sicherheitskopieren das einen technischen Schutz davor hat.

      Warum schützt mich das Gesetz nicht vor solchen Mechanismen die mir mein Recht auf Sicherheitskopie verwehren. Das mir ja eigentlich zusteht leut Gesetz.

      Wenn ich mir die Lizenz einmal erkauft habe das Buch zu lesen, das file anzuhören. Warum darf mir der Lizenzverkäufer später meine Lizenz wieder wegnehmen dürfen.

    • caveb | vor 1182 Tagen, 9 Stunden, 16 Minuten

      warum zahle ich Leergutabgabe für CD'S und Festplatten und Papier-Kopierer. Das ist eine Strafsteuer die schon im vorhinein eingehoben wird für allfällige Rechtsverletzungen an digitalisierbaren Werken. Egal ob ich jetzt meine OpenOffice Files archiviere oder ned.

      Wenn ich meine Abgabe für jedes belegte und unbelegte Mbyte schon geleistet habe, warum kann ich dann später nochmal bestraft werden wenn ich Daten ohne gekaufte Lizenz drauf ablege.

    • caveb | vor 1182 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

      Und es ist trotzdem so. Die Medienindustrie versucht in erster Linie sich selbst, die Medienindustrie aufrecht zu erhalten. Ginge es auch ohne Kreativbranche, würden sie die sich selber überlassen.

    • generator3punkte | vor 1182 Tagen, 6 Stunden, 44 Minuten

      ...

      "Das einzige Motiv gegen DRM und gegen die Verfolgung von Raubkopieren ist GEIZ. Und schlimmer noch, der Geiz trifft die Kreativen"

      Die Leute die am meisten kopierte Filme, Musik und Spiele zu hause haben sind identisch mit denen die am meisten gekauft haben.

      Es ist nicht Geiz sondern die pure Unmöglichkeit(wenn man nicht zufällig Millionär ist) das alles bezahlen zu können.

    • generator3punkte | vor 1182 Tagen, 6 Stunden, 38 Minuten

      Was hat z.b.

      Was hat eine Firma davon wenn ich(wie ich z.b. Besitzer von 20 gekauften Computerspielen, hunderten CDs und vielen DVDs) davon wenn ich statt mir einen Inhalt herunterzuladen einfach nichts mache. Einzig und Alleine entgangene Gratiswerbung und entgangene Konzertbesuche. Sie machen keinen Groschen mehr Kohle mit mir wenn ich nicht Downloade.

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 42 Minuten

      An deiner argumentation sieht man, dass dieser fall, über den immer alle reden und den sie als „das argument“ bezeichnen, nämlich der fall in dem mir meine platte crasht und alles weg ist, anscheinend auch noch nie passiert ist. Mir sind schon ein paar original DVDs verloren gegangen, dann mailst du eine kopie deines kaufbelegs und du bekommst ein neues. So einfach ist das.
      Du wirst nie und nimmer bestraft, wenn du eine sicherheitskopie auch eines geschützten produkts anlegst. Es gibt immer auch eine rechtssprechung und die ist zum glück auslegbar. es geht darum, dass ich mir das neuste spiel, die neuste software und das neuste album ein tag nach release von rapidshare etc. laden kann und rapidshare zig-millionen damit macht und musiker, spiele- und softwareentwickler der reihe nach pleite gehen, jobs und (eh schon kaum vorhandene) gehälter kürzen.
      Findest du es nicht unfair, dass wenn man ein flatrate angenbot anbietet und der kunde für 15 Euro einmalig 5000 Songs runterlädt, sich danach abmeldet und dann 5000 songs für 15 Euro hat? Dahinter steckt natürlich wieder geiz und es macht doch sinn so ein verhalten verhindern zu wollen. Wenn ich das...

    • nukeduken | vor 1182 Tagen, 39 Minuten

      Wenn ich das file für immer haben will muss ich es halt kaufen und nicht billig streamen.

  • robertglashuettner | vor 1183 Tagen, 5 Stunden, 17 Minuten

    wäre angebracht, dass die games-industrie nachhaltigkeit und museale bereitstellung von computer-/videospielen nicht nur von anderen (wem eigentlich?) fordert, sondern auch selbst etwas dazu beiträgt.

    gäbe es seit rund 15 jahren die rege emulatoren-szene nicht, die ausschließlich aus idealistischen privat-entwickerln ohne kommerziellen hintergrund besteht, wäre bestimmt schon einiges an originaler alter hard- und software verloren gegangen.

    Auf dieses Posting antworten
    • rainersigl | vor 1182 Tagen, 14 Stunden, 55 Minuten

      ach, wahrscheinlich ist das schon "unterstützung" genug, dass die konzerne die abandonwarez und emulatorenszene (meist) nicht in grund und boden verklagen. weil's nix zu holen gibt. trotzdem gibts ja auch da genug firmen, die ihre uralt-ROMs aus dem jahr 1983 von derartigen seiten entfernen lassen - lieber soll halt gar niemand was davon haben, wenn's schon selber nichts dran verdienen.