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Musik, Film, Heiteres

Robert Glashüttner

Robert Glashüttner

Videospielkultur, digital geprägte Lebenswelten, Musik aus Österreich

15. 4. 2010 - 04:30

Abspecken statt abstürzen

Die perfekte Betriebssystem-Diät.

Egal, ob Netbook, Laptop oder Standcomputer: Immer ist irgendwas. Der Browser ist kaputt, der Rechner startet nicht mehr oder es läuft alles höllisch langsam. Nun bist du entweder ein schlauer Fuchs, stöberst on- und offline in der Literatur und weißt dir selbst zu helfen. Oder du fragst jemanden, der sich besser auskennt. Aber wissen die anderen wirklich so viel mehr?

Erfreuliches Computerhalbwissen

Check The System

FM4 unterwegs im Betriebssystem.

Manchmal genügt es nämlich schon, die richtigen Ansätze und ein paar grundlegende Tricks zu kennen, um sich selbsttätig zur Problemlösung vor zu hanteln. Ja, du bist gemeint, liebes Familienmitglied, werter Freund, geschätzte Kollegin! Wir mutigen, experimentellen Teilzeittechniker können in Wahrheit weder zaubern noch sind wir Computer-Gurus. Wir bringen bloß ein bisschen User-Alltagserfahrung sowie eine alte, aber weiterhin gültige Informatik-Weisheit mit: Keep it small and simple.

Eine Tasse, auf der "RTFM" geschrieben steht, vor einer Computertastatur.

Der Weg zum schnurrenden System

Ganz gleich, welches Betriebssystem man nutzt, die Wünsche sind überall dieselben: Zuverlässig, sicher und schnell soll es sein und bequem in der Bedienung. Diese Ziele werden am besten erreicht, wenn man sein System schlank hält. Je weniger Kram du auf deinen Rechner installierst, desto weniger Gefahrenpotenzial und Performance-Schwächen gibt es. Das gilt selbst für Sicherheits-Software, denn gerade Firewalls und Antiviren-Programme und -Suiten müssen tief ins System verankert werden um zuverlässig ihre Dienste verrichten zu können. Viele installierte Programme machen ein System im Gesamten komplex und damit schwerer zu verwalten. Darüber hinaus ist auch Security-Software nicht vor Sicherheitslücken gefeit.

Ein kluger User sollte in der alltäglichen Benutzung daher in erster Linie vorausschauend und verantwortungsbewusst handeln, bevor sie oder er sich für einzelne Security-Produkte entscheidet. Dazu gehören bekannte Tugenden wie regelmäßige Systemupdates, das Umgehen zweifelhafter Websites und sofortiges Löschen dubioser E-Mails.

In Bezug auf Windows, das weiterhin das meistverbreitete Betriebssystem ist und immer noch als fehleranfällig gilt, macht der Umstieg auf das neue Windows 7 Sinn. Neben der bereits in XP und Vista integrierten Firewall gibt es nun auch ein eigenes, ins System integriertes Wartungscenter. Ebenfalls mit XP und Vista nutzbar ist der kostenfreie Virenschutz "Microsoft Security Essentials", der eine gelungene Alternative zu Avira AntiVir darstellt. Wer ein bisschen geübter ist, kann sein Windows schneller machen, indem man via "msconfig" (Start, Ausführen) überflüssige Dienste und Elemente, die bei jedem Systemstart geladen werden, deaktiviert.

Das Logo von "Microsoft Security Essentials": Eine Comic-haft dargestellte Burg.

Fix fertige Komplettsysteme

Viele Sicherheits- und Technikprobleme bei Computern haben ihre Wurzeln in der individuellen Zusammenstellung des jeweiligen Systems. Das ist einer der Hauptgründe, warum MacOS als so sicher gilt. Apple sorgt schon von vornherein dafür, dass Hard- und Software gut aufeinander abgestimmt sind. Das minimiert Fehlerquellen und potenzielle Probleme. Der große Nachteil: Man ist als User unflexibel. Bis auf Festplatte und Hauptspeicher kann man bei den wenigsten Apple-Laptops und -Desktop-Geräten Komponenten tauschen. Anders beim PC, wo das individuelle, modulare Zusammenbauen der Computer über 20-jährige Tradition hat. Aber auch unter Windows wird das perfekt schnurrende System beliebter. Der PC-Hardware-Fachhandel bietet immer mehr fix fertige Computersysteme und dazugehörigen Service an - oft billiger als bei der Mac-Konkurrenz.

Bei Linux, das dezentral und offen von der unkommerziell agierenden Entwickler-Community verwaltet wird, gibt es schon seit langem praktische Anwendungspakete. Die sogenannten Linux-Distributionen unterscheiden sich darin, welche Art der (freien) Software in ihnen enthalten ist. Viele der "Distros" kann man sich frei aus dem Netz laden, wie etwa Ubuntu, das auch von Disc aus startbar ist - perfekt um mal reinzuschnuppern.

Bevor man aber vom einen auf den anderen Tag komplett auf Linux umsteigt, machen erste Annäherungsversuche und Experimente mit freier Software Sinn - sie stellen das Fundament von Linux dar. Die meisten User verwenden ohnehin schon jetzt - oft unbemerkt - tagtäglich freie Software, etwa den "VLC Media Player" oder den beliebten Browser "Firefox".

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Forum

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  • christianlehner | vor 669 Tagen, 1 Minute

    ich vergleich windows immer mit dem vespa fahren früher. da musste man auch ein bisserl schrauben können, um spaß zu haben.

    bei mir hört sich jener allerdings mit der 64bit vs flash player problematik auf.

    sowas suckt schon gewaltig

    tx übrigens, für die coole serie. bitte mehr davon auf fm4.at!

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    • jimihendrix87 | vor 668 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

      da sollte es grundsätzlich keine Probleme geben. Welche OS und flash version?

  • eltrombone | vor 669 Tagen, 1 Stunde, 57 Minuten

    zur ergänzung

    linux ist "nur" der kernel, sprich, der schnittpunkt zwischen hard- und software.

    viele bankomaten, digitalcameras, navis, getränkeautomaten, leergutautomaten, dvd-player, laufen mit linux...

    Auf dieses Posting antworten
    • tittietwister | vor 668 Tagen, 23 Stunden, 29 Minuten

      zur ergänzung der ergänzung

      windows ist auch "nur" der kernel.
      alle arten von dazugehöriger software werden zwar im paket mit ausgeliefert (analog zu linux distributionen), jedoch nicht als teil des betriebssystems "windows" angesehen. deshalb konnte es in den letzten 15 jahren auch zu diversen urteilen gegen MS kommen, die beinahe alle die wettbewerbsverzerrende verknüpfung von OS und prinzipiell eigenständiger software als kritikpunkt beinhalteten.

    • eltrombone | vor 668 Tagen, 10 Stunden, 4 Minuten

      danke

      das wusste ich gar nicht

      wieder was gelernt

  • jimihendrix87 | vor 669 Tagen, 3 Stunden, 59 Minuten

    ; )

    http://fumaga.com/2104

    Auf dieses Posting antworten
  • godheadsilo | vor 669 Tagen, 5 Stunden, 38 Minuten

    wenn man nicht auf sein betriebssystem aufpassen kann, sollt man einfach keins benutzen. gibt eh konsolen.

    Auf dieses Posting antworten
  • watchtowerman | vor 669 Tagen, 5 Stunden, 41 Minuten

    hey robert
    wann schreibst du eigentlich wieder einen gamesartikel?

    fand die immer ausgezeichnet

    Auf dieses Posting antworten
    • robertglashuettner | vor 669 Tagen, 5 Stunden, 13 Minuten

      danke, die kommen auch bald wieder. aber jetzt ist mal betriebssystemwoche :)

    • alpiarts | vor 669 Tagen, 2 Stunden, 25 Minuten

      Das ist auch gut so.

  • fatzgenfatz | vor 669 Tagen, 9 Stunden, 33 Minuten

    Auweh

    Ich hör jetzt schon das Telefon klingeln weil jemand mit msconfig sein System verschlankt hat.

    Auf dieses Posting antworten
    • caveb | vor 669 Tagen, 9 Stunden, 3 Minuten

      hab ich mir auch gerade gedacht.

    • anotherfruit | vor 669 Tagen, 6 Stunden, 21 Minuten

      der hinweis darauf mit regedit rumzustochern wurde vergessen ^^

  • eltrombone | vor 669 Tagen, 10 Stunden, 6 Minuten

    ich kann jeden nur empfehlen

    mal in ubuntu reinzuschnuppern.

    ist wirklich einfach! und wenn man nicht mehr weiterweiß, kurz auf

    www.ubuntuusers.de

    da tummeln sich programmierer, nerds (positiv) und 0815-user wie du und ich

    Auf dieses Posting antworten
    • vanxxx | vor 669 Tagen, 6 Stunden, 24 Minuten

      Ubuntu

      Ich verwende es seit 2,5 Jahren (seit 7.10) als mein Hauptbetriebssystem, mit Windows für absolute Notfälle.

    • breitchev | vor 669 Tagen, 6 Stunden, 22 Minuten

      ebenso. also wenn man zb auf windows probleme mit internet oder grafik oder gerätekonflikten oder was auch immer hat - ubuntu-dvd rein, von dvd starten (ohne installation) und, zack: alles funktioniert. ohne dass man sich auch nur irgendwie damit beschäftigen müsste wie es funktioniert. immer wieder ein vergnügen, das einem verzweifelten windowsuser vorzuführen.