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Musik, Film, Heiteres

Alex Wagner

Alex Wagner

Zwischen Pflicht und Kür

14. 9. 2010 - 16:53

Die steirische KPÖ am Scheideweg

Landtagswahl in der Steiermark: Kann die neue KPÖ-Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler in die Fußstapfen ihres Vorgängers Ernest Kaltenegger treten?

Steiermarkwahl 2010
Am 26. September wird in der Steiermark ein neuer Landtag gewählt. FM4 berichtet vor Ort von den Wahlkampfveranstaltungen der jeweiligen Parteien und beleuchtet das Viertel, in dem die Wahlkampfveranstaltungen stattfinden.

Am Samstag fand im Grazer Stadtbezirk Gries das alljährliche Volkshausfest der KPÖ statt. Unter roter Kommunistenflagge wurde es knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in der Steiermark mehr denn je zur Wahlkampfveranstaltung. Bei der Tombola wurden Bücher, wie "90 Jahre KPÖ" oder Marx' "Kapital" ebenso verlost, wie Ferngläser oder Flat-Screen-TVs. Ein Hauch Kapitalismus bei den steirischen Kommunisten. Nebenbei wird um jede Stimme gekämpft. Die Preisverleihung übernimmt der ehemalige Spitzenkandidat Ernest Kaltenegger selbst und bittet die GewinnerInnen auf die Bühne.

Alt-KPÖ-Chef Ernest Kaltenegger und Stadträtin Elke Kahr
Ernest Kaltenegger: "Mit diesem Fernglas kann man in die Zukunft sehen. Man sieht, wer sich ärgern wird, wenn er am 26. September das Kreuzchen an der falschen Stelle macht."
Rote Fahne mit Hammer und Sichel hängt neben dem Volkshaus

Das Bier fließt, die Jause schmeckt und die Stimmung ist ausgesprochen gut. In einem Eck befindet sich das rote Antiquariat, in dem man Theorien von Marx und Engels und alte sozialistische Plakate erwerben kann. Junge bärtige Männer mit "Che Guevara" oder "Vota Comunista"-Leiberl rauchen Zigarillos und hören der serbischen Band zu; kleine Kinder und ein Mädchen, mit roter Blume im Haar, tanzen zur Musik. Nicht alle hier Anwesenden wählen die KPÖ oder sind gar selbst Funktionär in der Partei. Dennoch schwärmen sie für Ernest Kaltenegger. Der frühere Wohnbaustadtrat steht in Graz für sozialen Wohnbau. Er hat sich dafür eingesetzt, dass sanitäre Anlagen in Grazer Wohnhäusern verbessert werden. "Das sind zum Teil richtige Löcher", meint er. Werden ältere BürgerInnen im Zuge der Gentrifizierungswelle aus ihren Wohnungen geklagt, organisiert er ihnen Rechtsschutz. Und wenn jemand vorübergehend nicht seine Miete bezahlen kann, springt schonmal die KPÖ ein. "Das ist billiger als ein Umzug".

Kaltenegger Partei Österreich?

Kalteneggers Image ist von Graz auf die Steiermark übergesprungen. Gilt die KPÖ in anderen Bundesländern als chancenlos, hat sie bei der letzten Landtagswahl 2005 über sechs Prozent der WählerInnenstimmen erreicht. Mit vier Mandaten konnte die KPÖ so erstmals nach 35 Jahren wieder in einen österreichischen Landtag einziehen und war damit drittstärkste Kraft. Die damals frisch geschiedenen FPÖ und BZÖ schafften die fünf Prozent Hürde nicht.

Plakate von Claudia Klimt Weithaler

Doch Ernest Kaltenegger kandidiert nicht mehr als KPÖ-Spitzenkandidat - aus gesundheitlichen Gründen. Die neue KPÖ-Hoffnung heißt Claudia Klimt-Weithaler und muss sich erst profilieren. Reichensteuer, Armutsbekämpfung und "Arbeit für alle, zu fairen Bedingungen", so heißen ihre großen Schlagworte. Am Volkshausfest darf Claudia Klimt-Weithaler zur Eröffnung kurz grüßen, durch den Rest der Veranstaltung führt der Ex-Chef. Das K in KPÖ scheint hier immer noch für Kaltenegger zu stehen. Er selbst ist "Headliner" beim Volkshausfest in Gries.

Vom Problembezirk zum Kulturboboville

Logo vom Happy End, dem ersten Swingerclub in Graz

Der Grazer Stadtbezirk Gries gilt zusammen mit dem angrenzenden Stadtteil Lend als Problemviertel. Gerade hier aber hat die KPÖ einen relativ hohen Stimmenanteil. Billige Mietpreise haben dazu geführt, dass viele Migranten in Gries wohnen, wie in einem "Ghetto", wie eine Anrainerin beim Volkshausfest meint. Zugleich ist Gries ein Zentrum des Grazer Rotlicht-Milieus. Hier hat sich zum Beispiel auch der erste Grazer Swingerclub niedergelassen. Nicht unweit vom Volkshausfest liegt das städtische Männerwohnheim und die Justizanstalt Karlau inklusive Hochsicherheitstrakt, in dem ua Jack Unterweger und Udo Proksch beherbergt waren und in dem sich Franz Fuchs mit dem Kabel seines Rasierers erhängt hat. Die Stimmung in Gries ist nicht immer die beste.

Aber wie so viele "Problembezirke" macht Gries in den letzten Jahren einen sanften Image-Wechsel durch. Ausgehend vom Nachbarbezirk Lend (Kunsthaus, Lendwirbel, Bauernmarkt usw.) zieht es immer mehr Kreativ-Schaffende auch auf die linke Seite der Annenstraße.

Gries - Ein Bezirk lebt auf. Interkultureller Bildungsgarten

In or Out?

Angesichts des Führungswechsels ist es fraglich, ob die KPÖ ihre vier Mandate im steirischen Landtag halten kann, oder ob sie vielleicht gar nicht mehr in den Landtag gewählt wird. Nach der Trennung von FPÖ und BZÖ bei der letzten Wahl, hat die KPÖ sämtliche Protestwählerstimmen für sich vereinnahmt. Doch die FPÖ hat sich seit 2005 in der Steiermark erholt. In knapp zwei Wochen wird man sehen, ob Claudia Klimt-Weithaler ihr schweres Erbe übernehmen und den steirischen KPÖ Erfolg prolongieren konnte.

Sowjetische Plakate im roten Antiquariat
Das rote Antiquariat

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Forum

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  • prom000 | vor 619 Tagen, 8 Stunden, 36 Minuten

    das kallische Argument von uns bösen Kapitalisten gegen die Sozis ist ja, dass die absichtlich abhängigkeitsverhältnisse schaffen(also durch sozialleistungen) um damit ihre wähler zu erhalten. Dass durch soetwas Eigenverantwortung, Eigeninitiative nicht gerade gefördert werden sieht ja.
    Ich als böser Kapitalist brauche nicht auf die Verbrechen andere Kommies zu zeigen um die KPÖ weltfremdheit vorzuwerfen.

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    • sicklikejosef | vor 619 Tagen, 8 Stunden, 19 Minuten

      1. Bist weder du noch sonst jemand ein Kapitalist

      vor allem wenn man das so wie du als politische Haltung meint. Es gibt keinen politischen Standpunkt, der so heißt und Kapitalisten in einem anderen - ökonomischen - Sinn meint nicht konkrete Personen. Es gibt Kapitalisten als Mehrzahl, und das meint eher die Netzwerke und Clubs, die Milieus, in denen Personen durch Kommunikation, Verwandtschaft, Beziehung und gegenseitige Leistungen Karrieren machen und Geld verdienen. Falls du Teil von so was bist, herzlichen Glückwunsch, nütze den Tag und werde reich.
      Die KPÖ ist daher keineswegs weltfremd, sondern nur machtlos und klein und du bist kein böser Kapitalist, sondern nur ein ideologisch nicht wirklich ausgebildeter Dummkopf, der Sozialleistungen als Mittel zur Schaffung von Abhängigkeitsverhältnissen begreift, aber Geld als solches offenbar nicht. Da spricht höchstens der dumme reiche Sohn und Erbe, der selber so weltfremd ist, dass er das nur bei anderen erkennt.

  • jumo1704 | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 45 Minuten

    DA IST MIR DON CAMILLO UND PEPPONE LIEBER

    Ich finds geil das ewige übergehen und wegwischen von den taten des kommunismus. Immerzu. Gab es prozesse oder aufarbeitung in den ehemaligen ostblockstaaten. Nein. Viele von diesen schweinen haben sich einfach sozialist getauft und konnten weitermachen bis hin zu ministern oder präsidenten. Viele intellektuelle haben sich offen bekannt od sympathisierten mit dem kommunismus (natürlich aus dem westen aus, wo man sicher und reich wurde)und werden dafür noch verehrt. Wenn man im vergleich nur an der naziideologie anstreift ist man tot, abgestempelt und wird für lächerlich erklärt. Das ist auch gut so aber fällt das nur mir auf das hier etwas gewaltig falsch läuft in der geschichtlichen bewertung und verantwortung der ideologien. Egal es wird sich eh nix ändern. Der mensch ist wahrlich das dümmste lebewesen auf der erde.

    Auf dieses Posting antworten
    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 39 Minuten

      Auch diese Ewiggestrigen lernen eben nichts mehr dazu.

    • gerettet | vor 619 Tagen, 13 Stunden, 12 Minuten

      Mit dem feinen Unterschied, daß Hitler von Beginn an Unterdrückung, Hass, Krieg, Diktatur und Mord propagierte und genau dafür bis heute gefeiert wird. Kein Kommunist feiert den stattgefundenen Misbrauch ihrer Ideologie. Faschisten mußten nichts Misbrauchen, nur den Plan umsetzen. Viele Österreicher würden heute am liebsten wieder eine ganze Religionsgemeinschaft ausrotten. Wer an Nazi-Denke ganz dick anstreift wird leider nicht wie du behauptest abgestempelt, nein er bekommt 20%, dazu 10% für die neu lackierten. Also fast ein Drittel läßt sich vom Geplärre anstecken, entscheidet sich für den Hass und wählt ihn. Dazu eine Volkspartei die ihre eigene fascho-Geschichte schönredet. Die sitzt seit fast 30 jahren durchgehend in der Regierung. Keinen scheint es zu kratzen. Soviel zur geschichtlichen Bewertung.

    • moosesgarcia | vor 619 Tagen, 10 Stunden, 54 Minuten

      Den Kommunismus zu kritisieren und dazu den Nationalsozialismus heranzuziehen ist einfach Schrott. Könnt ihr beide Ideologien nicht einfach getrennt betrachten und analysieren/kritisieren? Das ist wirklich so dämlich, dieses vergleichen und aufrechnen.

    • jackyjackson | vor 619 Tagen, 2 Stunden, 43 Minuten

      es gibt keine "taten des kommunismus". der kommunismus ist eine ideologie / ein gesellschaftsmodell und kann daher keine wie auch immer gearteten taten begehen. das können nur menschen.
      der unterschied zwischen kommunismus und nationalsozialismus ist, dass letzterer bereits als ideologie meschenverachtend ist und per definitionem auf die vernichtung von minderheiten und andersdenkenden abzielt, während die ideologie des kommunismus nicht per se schlecht ist aber meist miserabel und verbrecherisch umgesetzt wurde. oder nicht?

    • jumo1704 | vor 618 Tagen, 22 Stunden,

      Ach ihr wollts es einfach nicht begreifen oder könnt nicht über den tellerrand eurer eigenen ideologien schauen. Mir ist doch blunzen ob eine nazi,kommunistische oder sonst eine religöse/politische form menschen unterdrückt und umbringt. Doch hier sind jetzt einmal die kommunistischen verbrechen dran. Und da ist ein unglaublicher rückstand zu sehen. Egal. Fakt ist einfach das die naziverbrechen so dämonisiert wurden das alles was zuvor und danach passiert ist immer als angriff gegen das vergessen der taten der nazis präsentiert wird. Was totaler blödsinn ist. Ihr braucht vielleicht immer diese andauernde betroffenheitsauferarbeitung. Ich nicht. Mir war schon früh klar das die nazizeit abscheulich und auch teilweise unbegreiflich war doch zum glück hatte ich eine mutter die aus dem ehemaligen ostblock gekommen ist und mir auch aufgezeigt hat was hinter dem eiseren vorhang vorging. Das auch dort unaussprechliches passiert ist und wie der westen damit umging. Nähmlich gar nicht oder viel zu wenig. Dann blickt man über andere kontinente befasst sich mit geschichte und begreift so langsam das so etwas zum menschsein einfach dazu gehört. Licht und schatten. Wenn man eins weiß aus der geschichte der menschheit (ganz nüchtern betrachtet) dann das...

    • jumo1704 | vor 618 Tagen, 21 Stunden, 40 Minuten

      das die nazizeit auch nur eine weitere episode von verbrechen sind die sich menschen gegenseitig antun können.

    • blumenau | vor 615 Tagen, 5 Stunden, 33 Minuten

      der westen, juno, ist damit som umgegangen wie du jetzt: undifferenziert und instrumentalisierend. damit konnte man alles, vor allem auch den nationalsozialismus rechtfertigen (wie du das durch deine dummheit ja auch tust, den mooses/jacky-postings ist da nichts hinzuzufügen).

      wirklich gefährlich ist vor allem die gleichmacherei im negativen.

      nochmal der schöne satz:
      "der unterschied zwischen kommunismus und nationalsozialismus ist, dass letzterer bereits als ideologie meschenverachtend ist und per definitionem auf die vernichtung von minderheiten und andersdenkenden abzielt, während die ideologie des kommunismus nicht per se schlecht ist, aber meist miserabel und (auch in osteuropa) verbrecherisch umgesetzt wurde.

  • seppoberhausner | vor 619 Tagen, 22 Stunden, 46 Minuten

    Die KPÖ sind die besseren Sozis

    Samma uns ehrlich, die KPÖ hat nichts mit irgendwelchen kommunistischen Regime zu tun. Die stehen für mehr Bürgernähe, Sozialkompetenz und Hilfe,egal ob es um Mieter, integrationswillige Asylwerber, verdroschene Ehefrauen, ausgebeutete Ferial-Arbeiter oder Spielsüchtige geht.
    UND, jetzt kommt das Beste, die zahlen das aus eigener Tasche.
    Ich wähl' die ganz gern.

    Auf dieses Posting antworten
    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 22 Stunden, 5 Minuten

      Die KPÖ ist genau nix

      Ich sehe nicht, dass sich die Kummerln kritisch mit ihrer Vergangenheit befassen würden.
      Nur Verdrängung, Leugnung und billige Ausreden.
      Und die Nazikeule wenn man drauf aufmerksam macht.

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 20 Minuten

      de.wikipedia.org/wiki/
      Rudolfine_Steindling

    • keyserkeli | vor 619 Tagen, 13 Stunden, 9 Minuten

      kultursensibel,

      die steirische kpö propagiert ja nicht kommunistische einparteiensysteme oder diktaturen.

      die verklärung kommunistischer regime mag nicht nachvolziehbar sein, warum jedoch ein kaltenegger in graz gewählt wurde ist mehr als verständlich und für mich durchaus nachvollziehbar.

      und in sachen vergangenheitsbewältigung liegt in ö einiges im argen, gerade was die braune vergangenheit anbelangt.

      im gesamten thread hier schwingt NIEMAND die nazikeule, also reiß dich ein bisschen zusammen!

  • moosesgarcia | vor 620 Tagen, 10 Stunden, 30 Minuten

    So sehr Hr. Kaltenegger ein engagierter, beliebter Politiker sein mag, ist es für mich doch ein Rätsel, wie man 2010 noch für den Kommunismus stehen kann, nachdem dieser im 20. Jhdt. für einige der schlimmsten Verbrechen an der Menschheit verantwortlich war.
    Ich bin überzeugt, dass ich nun belehrt werde, was der wahre Kommunismus ist und das dieser falsch vorgelebt wurde. Das mag sein: Aber man nenne mir ein Beispiel für ein Land, wo Kommunismus wirklich gut und nachhaltig umgesetzt wurde.

    Auf dieses Posting antworten
    • moosesgarcia | vor 620 Tagen, 10 Stunden, 9 Minuten

      Ich möchte hier noch eines grundsätzlich klarstellen: Ich denke, dass ein Land wie Österreich mit einer schiefen Rechtslage durchaus eine Linkspartei verkraften kann, aber verschließe mich dem Konzept Kommunismus. Es sei denn, es findet sich wer, der mir schlüssig nahelegen kann, wie Kommunismus wirklich funktionieren kann.

    • agentprovo | vor 620 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      Sehe ich genauso.
      Ich schließe mich dir an und warte auch Vorschläge.

    • grenz | vor 620 Tagen, 6 Stunden, 39 Minuten

      ich erinnere daran, dass "kommunismus" nie existiert hat. "kommunismus" ist eine klassen- und staatenlose gesellschaft. wo soll das bitte gewesen sein? ich hab nur halbgare drecksversuche gesehen.

    • zikmund | vor 620 Tagen, 6 Stunden, 30 Minuten

      richtig, und weil sich die nie mehr wiederholen sollen am besten weg mit den ganzen begrifflichkeiten.
      alles paläo-kommunistische, alle marx-statuen, mao-bibeln, lenin-bärte und sonstige antiquitäten einmotten und endlich eine linke bewegung schaffen die ohne diese grauslichkeiten auskommt.
      das wär doch mal was...oder?

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 4 Stunden, 23 Minuten

      Es gibt gute Christen, die sich auch nicht davon abhalten lassen

      Oder gute Europäer, und das obwohl die Europäer die tödlichste und mörderischste Kultur des Planeten sind.
      Ich schäme mich trotzdem nicht dafür. Warum ist jemand Österreicher oder Deutscher, obwohl die eigenen Vorfahren für die Shoah verantwortlich gewesen sind?
      Die Verbrechen der Vergangenheit sind noch nie der Grund dafür gewesen etwas nicht zu sein, sondern das Kommunist sein ist heutzutage eine Art und Weise sich zu diesen Verbrechen, Massenmorden und Unterdrückungsformen zu verhalten. Du wirst in jeder Identität eine Vergangenheit finden, der du dich stellen musst. Die Antikommunisten hier im Forum haben bloß keine Identität, der sie sich stellen wollen, darum müssen sie die gefahrlose "Schwarzbuch des Kommunismus" Phrasendrescherei ablassen. Es ist sehr einfach im Auge des Bruders einen Balken zu finden und nicht den Splitter im eigenen.

    • prom000 | vor 620 Tagen, 2 Stunden, 34 Minuten

      und das obwohl die Europäer die tödlichste und mörderischste Kultur des Planeten sind.

      Gewagt!

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 2 Stunden, 1 Minute

      Das ist nicht gewagt, sondern eine Tatsache

      Ich bin trotzdem gerne Europäer. Die europäische Zivilisation ist die einflussreichste der menschlichen Geschichte, nicht nur was Blutbäder anbelangt, sondern auch was Wissenschaft, Kultur, Philosophie, Architektur oder Ökonomie betrifft. Alles, was uns bewegt, ob ökologische Politik oder Menschenrechte, gesellschaftliche Dynamik oder intellektuelle Leistungen, wurde durch oder mit europäische Kultur (zu der man auch die USA zählen kann, so nebenbei) hervorgebracht oder entwickelt.
      Zu dieser Geschichte muss man sich verhalten, im Guten wie im Schlechten.

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 50 Minuten

      Die europäische Geschichte ist insofern blutiger, weil hier eben die Kultur der Moderne entstanden ist.
      Eben auch mit all den technologischen Grauslichkeiten zB der Kriegsführung.

      Dh aber im Gegenzug nicht, dass andere Kulturen nicht ebenfalls alles mögliche getan hätten um möglichst viel Schaden anzurichten.
      Schon mal was von Timur Leng gehört?
      Dem Massaker von Granada?
      Oder überleg dir, welche Staaten auch heute noch die erfolgreichsten Kolonialisten sind: China (Mandschurei, Xinjiang, Tibet, Teile der Mongolei) und Russland, ehemals als Sowjetunion (Sibirien bis zum Pazifik).

      Oder welche Zivilisation hat als einige der gesamten Menschheitsgeschichte aktiv die Sklaverei bekämpft?
      Die westliche!

    • moosesgarcia | vor 619 Tagen, 11 Stunden, 35 Minuten

      @sicklikejosef

      Ich gebe dir schon recht, dass man aufgrund der Verfehlungen der Vergangenheit dem Kommunismus als Ideologie nicht grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen muss. Aber wenn ich mal empirisch vorgehe bzw. nach einer Trial-and-Error-Methode würde ich sagen, den Kommunismus kann man als furchtbar gescheiterten Versuch, die Gesellschaft zu reformieren ansehen.
      Was mich überhaupt stört: Jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise werden wieder alte Konzepte hervorgeholt, die schon seinerzeit nur bedingt funktioniert haben. Wo sind neue Ideen, neue Wirtschaftsformen, neue gesellschaftliche Modelle? Wäre ich Kulturpessimist würde ich nun vom Ende der Geschichte sprechen. Ich denke aber, dass es Möglichkeiten gibt und glaube auch, dass die Marktwirtschaft einer dieser Wege ist. Über die Rahmenbedingungen ist allerdings noch zu streiten.

    • sicklikejosef | vor 619 Tagen, 10 Stunden, 47 Minuten

      Die Staaten, die 1989 als Regime aufgehört haben zu existieren

      nannten sich allesamt "sozialistisch", und wenn sie auch von KPs regiert wurden, betrachteten sie ihre Gesellschaften nicht als "Kommunismus". Diese Zuschreibung kam von außen, und setzte sich im westlichen Kontext als Alias für "Feind" durch (nicht ganz zu unrecht). Die sozialistischen Staaten des Warschauer Pakts folgten der Theorie, dass "Sozialismus" eine Übergangsform darstellte, in der die Bedingungen geschaffen werden sollten für die "kommunistische Gesellschaft", was immer das konkret sein soll.
      Wenn man sich also etwas als gescheitert vorstellen sollte, ist es der "Sozialismus", der als theoretisches Konstrukt und praktische Politik die Übernahme der Staatsmacht durch revolutionäre Arbeiterorganisationen ist. Zapatisten, Globalisierungskritiker, Marxisten und Postmoderne haben seit 89 immer wieder bekräftigt, dass das Problem darin liegt, dass man nicht einfach so die Staatsmacht übernehmen kann, ohne nicht genau dieselbe Staatsmacht zu werden. Die Zapatisten sprechen von einer "Revolution, die eine andere Revolution vorbereiten muss", um diesem Dilemma zu entgehen.

  • einbeinigegöttin | vor 620 Tagen, 12 Stunden, 12 Minuten

    die klimt-weithaler ist super. und der stmk hat die kpö im landtag ausgepsrochen gut getan. wenigstens manchmal widerstand gegen das gepackele...

    Auf dieses Posting antworten
  • teilzeitjugendlicher | vor 620 Tagen, 14 Stunden, 5 Minuten

    An alle,

    die hier nun zum in das auf dem rechten-Auge-blind-seiend-landestypische Kommunistenbashing blasen (oft werden das sogenannte bürgerliche Grüne sein, die später, wenn sie ihren Besitz gemehrt haben, ohnehin VP-Fans werden....)

    Wie kann es denn sein, dass beim Happy Planet Index (siehe http://ethify.org/content/happy-planet-index-was-ist-das) mit Kuba und Vietnam zwei immer noch kommunistisch geführte Staaten auf der Weltrangliste Platz 7 bzw. 5 einnehmen, Ö aber nur Platz 57, UK Platz 74, die USA gar nur Platz 114 von insgesamt 143 Staaten?

    Frage1: Hat sich etwa die VP mit ihrer blutigen Vergangenheit unter Dollfuß ebenso auseinandergesetzt wie die KPÖ mit ihren wenig ruhmreichen Tagen?

    Frage2: Sind aktuelle Menschenrechtsverletzungen weniger wichtig als vergangene?

    Auf dieses Posting antworten
    • moosesgarcia | vor 620 Tagen, 10 Stunden, 34 Minuten

      Der Happy Planet Index ist anders zu interpretieren, als du es tust. Er sagt nicht direkt aus, welche Menschen glücklicher sind, sondern stellt die Lebenszufriedenheit und die Lebenserwartung dem ökologischen Fußbabdruck entgegen. Das schlechte Abschneiden vieler westlicher Staaten hat mit ihrem enormen Ressourcenverbrauch zu tun.
      D.h.:
      1. Man kann nicht den Schluss ziehen, dass Menschen in kommunistischen Staaten glücklicher sind.
      2. Der Umkehrschluss, dass kommunistische Staaten weniger Ressourcenaufzehrend agieren, ist zwar an der Oberfläche richtig, aber dem niedrigen Entwicklungsstandard dieser Länder geschuldet.

      Abgesehen davon ist meiner Meinung nach gerade der Happy Life Index sehr in Frage zu stellen in punkto Aussagekraft.

    • moosesgarcia | vor 620 Tagen, 10 Stunden, 32 Minuten

      Zu deinen Fragen

      ad 1: Nein, hat sie nicht und das ist schlimm. Gegenaufrechnungen bei Verbrechen sind aber unsinnig, weil diese immer einzeln zu behandeln sind.
      ad 2: Natürlich nicht. Aber ich verstehe hier den Zusammenhang nicht ganz. Auf welche Menschenrechtsverletzungen spielst du an?

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 22 Stunden,

      @teilzeitjugendlicher

      Wäre Österreich tatsächlich auf dem rechten Auge blind, dann gäbe es zB bei fm4 ähnlich banale Berichte über die FPÖ.

      Du bemühst hier lediglich alte linke Reflexe, nach denen alles rechts vom "Sozialismus" doch irgendwie faschistisch und reaktionär wäre.

  • plärrwurst | vor 620 Tagen, 23 Stunden, 36 Minuten

    Frage ist völlig überbewertet. Grundmandat in Graz ist de facto fix, damit ist die KPÖ fix im Landtag und eine der uninterresanteren Parteien in der Betrachtung bei dieser LTW. Frage eher wie schwach wird der Einzug der F in den Landtag, schafft Voves das Momentum ins Ziel zu retten und wird Gerlad Grosz endlich jene Bedeutungslosigkeit bekommen die er seit Jahren verdient?

    Auf dieses Posting antworten
  • prom000 | vor 621 Tagen, 25 Minuten

    Wacht auf, Verdammte dieser Erde,
    die stets man noch zum Hungern zwingt!
    Das Recht wie Glut im Kraterherde
    nun mit Macht zum Durchbruch dringt.
    Reinen Tisch macht mit dem Bedränger!
    Heer der Sklaven, wache auf!
    Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger
    Alles zu werden, strömt zuhauf!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    Es rettet uns kein höh'res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun!
    Leeres Wort: des Armen Rechte,
    Leeres Wort: des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man uns und Knechte,
    duldet die Schmach nun länger nicht!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|
    In Stadt und Land, ihr Arbeitsleute,
    wir sind die stärkste der Partei'n
    Die Müßiggänger schiebt beiseite!
    Diese Welt muss unser sein;
    Unser Blut sei nicht mehr der Raben,
    Nicht der mächt'gen Geier Fraß!
    Erst wenn wir sie vertrieben haben
    dann scheint die Sonn' ohn' Unterlass!
    |: Völker, hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    erkämpft das Menschenrecht. :|

    Auf dieses Posting antworten
    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 23 Stunden, 37 Minuten

      Aber nicht Klimt-Weithaler oder Ernsti Kaltenegger

    • kultursensibel | vor 620 Tagen, 21 Stunden, 49 Minuten

      Die Partei, die Partei die hat immer recht:

      www.youtube.com/watch?v=9YgZW9EUTt4

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 12 Stunden,

      Die KPÖ lag eigentlich immer falsch, soweit ich weiß

      aber für einen guten Kommunistenfresser ist noch jeder Pinochet genug gewesen, um kultursensibel den Faschismus zu rechtfertigen.

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 46 Minuten

      Warum hat sich eigentlich Alliende als Sozialist damals geweigert Nazi-Kriegsverbrecher an Deutschland auszuliefern?

  • kultursensibel | vor 621 Tagen, 3 Stunden, 23 Minuten

    Kotz!!!

    Linksradikale Devotionalien, wie nett.
    Und wie unpassend und geschmacklos.

    de.wikipedia.org/wiki/
    Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus

    Vielleicht würde es sich auch mal lohnen - jetzt speziell aus österreichischer Perspektive - sich kritisch mit der Rolle der Kommunisten im 2.WK. und ihrer Kumpanei mit den Nazis zu befassen.
    Die Sowjets haben nicht nur deutsche Piloten in Russland ausgebildet, als Deutschland noch keine Luftwaffe haben durfte.
    Sie haben nicht nur Treibstofflieferungen für den Westfeldzug der Nazis getätigt, sie haben auch von deren Raubzügen in Osteuropa direkt profitiert und sich daran beteiligt (Hitler-Stalin-Pakt).
    Bis sie dann selbst zum Opfer wurden, was sie aber nicht gehindert hat gegen Kriegsende und kurz danach "antikommunistische Elemente" zu Tausenden zu ermorden.

    Höchste Zeit das Verbotsgesetz zu erweitern.

    Auf dieses Posting antworten
    • teilzeitjugendlicher | vor 621 Tagen, 3 Stunden, 12 Minuten

      Aha, die Junge VP ist in diesem Forum auch vertreten

      dass im Namen des Kommunismus ärgste Verbrechen begangen wurden, ist in diesem auf seinem rechten Auge völlig blinden Lande ja wohl bekannt.
      Wie sieht's aber heute aus? Im real existierenden Kapitalismus verhungern immer noch täglich Kinder, werden Asylsuchende in den Selbstmord getrieben, krepieren jedes Jahr zig Leute im Mittelmeer, das wird dann alles hingenommen. Gaaaaaanz wichtig, wenn wir dann auf die bösen Kommunisten und deren Vergangenheit schauen und vergessen, dass nazoide Elemente mitten im Parlament sitzen und still und heimlich die Gesellschaft in Ö nach rechts rücken....

    • kultursensibel | vor 621 Tagen, 1 Stunde, 30 Minuten

      Ich schätze mich ja eher als bürgerlichen Grünen ein.
      Der notgedrungen strategisch wählen muss.

      Und Menschen verhungerten in den verschiedensten politischen Systemen (die meisten übrigens im Sozialismus: von China über Russland, Nordkorea bis Ukraine oder Äthiopien...).
      Einige davon hungern noch heute im Sozialismus.
      Viele Asylsuchende wiederum enstammten und stammen noch aus sozialistischen Systemen, mir sind hingegen keine Fälle bekannt, wo jemand ernsthaft Asyl im Sozialismus gesucht hätte - außer einige verschrobene Linke vielleicht.
      Und Menschen die im Mittelmeer ertrinken kommen meist von dort her:
      de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_Schilling

      Libyen, auch so ein ehemaliges 3. Welt-Utopia der Linken.

      Btw. dass Linke klug sind ist leider auch nur ein Klischee, wie man an deiner Argumentation sieht.

    • bigbadjohn | vor 621 Tagen, 1 Stunde, 28 Minuten

      kultursensibel 2, teilzeitgschropp 0

    • kultursensibel | vor 621 Tagen, 1 Stunde, 27 Minuten

      Du Teilzeitskeptiker!

    • heimatstolz | vor 621 Tagen, 1 Stunde, 3 Minuten

      alles kommunistennazis

    • radiohead | vor 621 Tagen, 7 Minuten

      ein klassischer argumentationsfehler

      sie setzen kommunismus mit diktatur gleich, was so per se nicht stimmt. natürlich überwiegen die totalitären systeme bei weitem in der geschichte, ein gleichsetzen ist trotzdem unangebracht, weil es den blick auf libertäre kommunistische modelle verstellt.
      die rolle der kommunist_innen in österreich in den 30er jahren war im widerstand gegen den faschismus - so gesehen weiss ich nicht warum sie das unter einem verbotsgesetz stellen wollen?!
      wahrscheinlich haben sie es nicht so gemeint, aber viel ahnung/wissen dürften sie nicht haben, oder schlicht nicht nachgedacht haben.

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 23 Stunden, 35 Minuten

      Das Wort sensibel in deinem Nick ist wohl stark überbewertet

      kulturkotz fände ich besser.

    • kultursensibel | vor 620 Tagen, 21 Stunden, 32 Minuten

      @sicklikejosef, ich bin sehr sensibel - was meine Kultur betrifft. ;)
      @radiohead, totalitäre Ideologien schaffen zwangsläufig totalitäre Strukturen. Der Kommunismus war nie libertär, sondern immer totalitär, von Babeuf über Marx bis zu "Kim sick Jong".
      Der Anspruch und das an sich lobenswerte Ideal einer Egalität beispielsweise kennzeichnet so gut wie jede Diktatur, das ist nichts besonderes.
      Was die Rolle im öst. Widerstand betrifft: Nationale Identität war und ist kein Konzept des Kommunismus, Komunisten sahen sich damals als Internationalisten mit Orientierung nach Russland.
      Deshalb kann man eben nicht von einem Widerstand öst. Kommunisten für ein freies Öst. sprechen.
      Sondern nur von dem kommunistischen Widerstand in Öst., der spätestens mit dem Hitler-Stalin-Pakt hinfällig war.
      Und der auch danach nie das Ziel einer Befreiung hatte, sondern nur die Errichtung einer anderen Diktatur.
      Genau deshalb hat man ja zB in Polen nichtkommunistische Widerstandskämpfer ermordet.
      Ich halte es mit Friedrich Torberg, der hat ebenfalls beide Ideologien abgelehnt.

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 11 Stunden, 58 Minuten

      @kulturkotz

      Du hast keine Kultur. Und sensibel bist du höchstens, wenn du dem Führer zuhörst.

    • zikmund | vor 620 Tagen, 9 Stunden, 20 Minuten

      @teilzeit

      Ich mag ja auf dieses lächerliche Aufrechnen gar nicht eingehen, aber eine Frage hätt ich schon:
      Wie kann eine Doktrine die die "Diktatur(!) des Proletariats" vorsieht und explizit gegen das Recht auf privates Eigentum auftritt libertär sein?

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 4 Stunden, 42 Minuten

      Um das vielleicht klar zu stellen

      Der Begriff der "Diktatur des Proletariats" entstand in einer Zeit, in der die ersten marxistischen Politiker versuchten, jene Massen für sich zu mobilisieren, die sie für Proletarier hielten. Das waren zu gegebener Zeit und Ort nicht immer die gesellschaftliche Mehrheit, aber die Orte, die Marx und Engels im Kopf hatten (England, Frankreich, Belgien, Deutschland, die USA aber auf gar keinen Fall Russland, die KuK Monarchie oder Spanien) schon. Der Begriff der Diktatur wurde als Kampfbegriff gegen eine angebliche Demokratie des industriellen Bürgertums gesetzt, gegen die das freie und allgemeine Wahlrecht erst mühsam erkämpft werden musste. Wahlrecht in Frankreich etwa war bis ins späte 19.Jhdt. von der Steuerleistung abhängig, und damit nur oberen Einkommen und nur Männer ab 30 Jahren vorbehalten. Gegen eine solche Demokratie richtete sich der Begriff der "Diktatur des Proletariats".

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 4 Stunden, 31 Minuten

      Ach ja, und das Privateigentum...

      Libertär war schon für Marx und Engels ein Schimpfwort. Libertär nannten sich Anarchisten und andere Spinner mit Hang zum Terrorismus. Der Begriff des Privateigentums (bei Marx und Engels wohlgemerkt) bezeichnet nicht deine persönliche Zahnbürste oder welches Auto du fahren möchtest, sondern die unhinterfragbare Trennung in öffentlich und privat definiertes Eigentum, dem eine gewaltsame Inkraftsetzung vorangegangen sein muss. (Das altmodische Wort Klassenkampf beschreibt das ganz gut.)
      Das private Eigentum ist jenes Set an Eigentumsverhältnissen, das gar nicht anders als durch Raub zustande gekommen sein kann, (Rousseau erkannte das bereits im "Gesellschaftsvertrag") und das aber als natürlicher Rechtstitel quasi naturalisiert wird. Die Kritik am Privateigentum bezieht sich also auf die Schönfärbung der Geschichte, in der Reichtum bloß die Erfolgsgeschichte der Erben ist und nicht die gewaltsame Aneignung durch eine historische Macht.

    • zikmund | vor 620 Tagen, 4 Stunden, 25 Minuten

      danke josef, jetzt hast ihm aber eine ordentliche arbeit abgenommen, mir gings ja um diesen widerspruch.

      aber sehr lebendig zusammengefasst, du bist definitiv eine bereicherung für diese foren, auch wenn wir bei den themen kommunismus/religion/etc. oft aneinander krachen...macht ja nix.

    • sicklikejosef | vor 620 Tagen, 2 Stunden, 10 Minuten

      Das geht mir auch so :-)

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 44 Minuten

      SickerJosef, deine Nazi-Unterstellungen kannst du Trottel dir in den Anus schieben.
      Klar soweit?!

    • kultursensibel | vor 619 Tagen, 21 Stunden, 41 Minuten

      Zu deinem Rousseau nur soviel: er lehnte ua. jede Form von Gewaltenteilung ab.

      Gute Grundlage für jede Diktatur.

    • sicklikejosef | vor 619 Tagen, 13 Stunden, 34 Minuten

      Tut mir leid, aber ich red weder mit Dummköpfen

      noch mit Leuten, die wie Nazis reden auch wenn sie behaupten keine zu sein.

  • bigbadjohn | vor 621 Tagen, 4 Stunden, 14 Minuten

    Erster

    weil das schönste an der Steiermark ist der Ausblick auf Kärnten

    Auf dieses Posting antworten
    • somnifex | vor 621 Tagen, 51 Minuten

      eher umgekehrt :P

    • keyserkeli | vor 619 Tagen, 13 Stunden, 1 Minute

      bigbadjohn:
      jetzt, erst jetzt wird mir einiges klar!

    • bigbadjohn | vor 619 Tagen, 12 Stunden, 19 Minuten

      bist du dir da ganz sicher? hihi