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Musik, Film, Heiteres

Christian Holzmann

Christian Holzmann

Snap your fingers, snap your neck.

17. 12. 2010 - 16:39

World of Warcraft: Cataclysm

Bereits am ersten Tag hat Blizzard 3,3 Millionen Exemplare von der dritten Erweiterung des erfolgreichsten aller Online-Rollenspiele verkauft und damit die eigenen Rekorde übertroffen.

Offen gesagt ist mir im April 2010 die Lust am WoW-Spielen vergangen, weshalb ich meinen Account damals stillgelegt habe. So sehr mir anfangs die neuen Gebiete des Kontinents Nordend gefallen hatten, so überdrüssig wurde ich des vielen Schnees und der kalten winterlichen Gegenden, die es dort zuhauf gab.

Cover der WoW Erweiterung Cataclysm

Nur ab und zu verirrte man sich in die sogenannten alten Gebiete Kalimdor und östliche Königreiche aus WoW-Classic-Zeiten und irgendwie lag es eigentlich auf der Hand, diese regelrecht ausgestorbenen Gegenden wieder für das Spiel zu reaktivieren.

In die Beta-Version von "Cataclysm" durfte ich bereits im August reinschnuppern, allerdings machte das Spiel zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich Spaß. Wie es Beta-Versionen nunmal so an sich haben, gab es noch viele Fehler, Abstürze und teilweise fehlten auch Spielinhalte wie Hintergundmusik oder die Sprachausgabe der Charaktere. Das Anspielen der beiden neuen Völker Worgen (Allianz) und der Goblins (Horde) machte da auch nicht viel Sinn.

Ganz anders und wesentlich besser sieht das klarerweise jetzt mit dem offiziellen Release seit 7. Dezember aus. Auch wenn man nicht vorhaben sollte, einen neuen Charakter zu erstellen, um diesen bis zum von 80 auf 85 erhöhten Maximal-Level zu spielen - die Questreihen der beiden neuen Völker in ihren Startgebieten haben allein von der Storyline her mindestens eine so hohe Qualität wie jene der damals neuen Klasse Todesritter in der letzten Erweiterung Wrath of the Lich King.

Worgen Drama vs. Goblin Slapstick

Screenshot Worgen

Während es bei den Worgen (halb Mensch, halb Wolf) eher dramatisch, düster und relativ ernst zugeht, hat Blizzard bei den Goblins sehr in die Kiste des Humors gegriffen. Diese kleinen grünen Damen und Herren wirken wie eine grün gefärbte Kreuzung zwischen den Gnomen der Allianz und den Ferengis aus Star Trek. Schon im Startgebiet entlockt es einem den einen oder anderen lauten Lacher: NPCs (Kurzform für Non Playing Character) tragen Namen wie "Chip Endale" oder "Vani LeHörnchen", wobei letztgenannte Dame meines Erachtens doch lieber LeKipferl heißen sollte. Mit Level drei darf man bei den Goblins sogar schon für kurze Zeit mit einem Wagen durch die Gegend brausen, aber mehr sei hier nicht verraten. In jedem Fall sollte man die Questreihen beider Völker einmal durchgespielt haben.

Screenshot Goblins Startgebiet

Zurück in die "alte" Welt, die doch ganz anders ist

Der eigentliche Grund, warum sich viele auf "Cataclysm" gefreut haben, liegt aber nicht an neuen Features oder den neuen Charakterklassen Goblins und Worgen. Viel mehr werden die Spieler wieder in die alte WoW-Classic-Welt zurück geführt, auch wenn sich diese mit dem Addon sehr verändert hat. Durch viele Gebiete führt nun ein Lavastrom, der von der neuen Bedrohung Azeroths verursacht wurde.

Strumwind von oben

"Todesschwinge" heißt jener große wie abgrundtief böse Drachenaspekt, dem man nun den Garaus machen soll. Wie es aussieht, wird der Weg dorthin nicht gerade einfach sein.

In der alten Welt können nun auch Flugreittiere verwendet werden, was von der WoW-Community schon lange gefordert wurde. Neben solchen Features und den optischen Veränderungen wurden auch alle alten Quests überarbeitet. "Alte WoW-Hasen" werden ihre Freude daran haben, wenn sie sich einen neuen Charakter erstellen. Extrem positiv fällt auch die zum Teil völlig neue und überarbeitete Musik auf, bei der tatsächlich die Stimmung aufkommt, als wäre man Teil eines epischen Films.

Schluss mit Epic-Inflation

Eine Inflation sogenannter epischer Gegenstände soll es in "Cataclysm" nicht mehr geben. Absurderweise waren diese epischen Gegenstände nämlich weitaus häufiger zu finden als sogenannte blaue und grüne Gegenstände, die schlechtere Werte aufweisen. Mitunter hatte man den Eindruck, als wären einem diese Teile (ok, sowieso alles nur Pixel) regelrecht nachgeworfen worden. Wer nun epische Gegenstände sein eigen nennen will, muss dafür auch etwas tun. Für mich als "casual gamer" ist das zwar eine schlechte Nachricht, jene, die viel Zeit in ihre Ausrüstung investieren, werden es aber auf jeden Fall zu schätzen wissen.

Die Spielerinnen und Spieler sind das Spiel

Ohne bisher allzu exzessiv "Cataclysm" gespielt zu haben kann man sagen, dass das neue Addon sein Geld wert ist. Die Grafik ist zwar nach wie vor nicht auf dem letzten Stand der Technik, wurde dennoch aber etwas aufpoliert und sieht daher zum Teil auch gefälliger aus, was man zum Beispiel bei Wasseranimationen sehen kann. Lange geforderte Features, die bisher nur über Addons von Drittanbietern realisiert waren, sind nun direkt in das Spiel integriert.

Blizzard tat auf jeden Fall gut daran, die Spieler wieder in die alte WoW-Classic-Welt zurückzuführen und hat auch einiges an neuen Features wie das Leveln von Gilden eingebaut, um das Zusammenspiel stärker zu fördern. Schließlich geht es bei World of Warcraft nicht nur um das Spiel an sich, sondern vielmehr um die Spielerinnen und Spieler, die schließlich ein MMO ausmachen.

Screenshot Todesschwinge

Ob "Cataclysm" auf Dauer weiterhin so fesseln kann wie mit den letzten Addons, bleibt abzuwarten. Nicht umsonst wird bei Blizzard schon am sogenannten Next-Gen-MMO gearbeitet. Gerüchte gibt es zuhauf, offiziell ist außer einer Stellenausschreibung aber noch nichts. Angeblich soll das nächste MMO nichts mit den Warcraft- oder Starcraft-Universen zu tun haben und es steht in den Sternen, wann es erscheinen soll. Erfahrungsgemäß lässt sich Blizzard im kalifornischen Irvine lange Zeit, bis ein neues Spiel veröffentlicht wird. "It's done when it's done" lautet das Credo. Immerhin ist das Spiel dann aber auch tatsächlich fertig, was man von manchen ihrer Konkurrenten leider nicht behaupten kann. Man darf also gespannt sein, wie es in World of Warcraft weiter gehen wird.

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  • weirdolo | vor 882 Tagen, 19 Stunden, 5 Minuten

    keiner traut sich hier zu kommentieren

    weil echte wow hardcore player 24/7 zocken und keine zeit haben auf die fm4 seite zu schaun gut dass ich seit mehr als 2 jahren wow clean bin

    Auf dieses Posting antworten
    • didz | vor 881 Tagen, 17 Stunden, 29 Minuten

      Meiner Meinung nach...

      ...sollten Online Games schon längst!!! unter das Suchmittelgesetz fallen! Ich hab schon Freunde Durch diesen Dreck verloren! Mit Ultima Online fand diese heimtückische Droge Ihre ersteb Opfer! Pfuiii! Ich verlange Werbeverbot auch für Online Games!

    • weirdolo | vor 881 Tagen, 11 Minuten

      so schlimm seh ich das jetzt auch wida ned, aber

      exzessives zocken kann man trotzdem durchaus vom suchtpotential her mit herkömmlichen drogen vergleichen ... ich habs wenigstens gut gemacht und bin bei wow erst mim ersten addon bc eingestiegen, und kurz vorm erscheinen des zweitens nen schlussstrich gezogen, und damit aufgehört, und tada es geht auch ohne! allerdings vermisst man natürlich schon ein bissal die alten zeiten, und nichtsdestotrotz isses im gegensatz zu vielen anderen spielen auch ein gemeinschaftsspiel vor allem wenn man in einer gilde spielt mit echten leuten, die man zumindest von der stimme her kennenlernt, echte treffen mit realen freunden ersetzt es allerdings nicht und wird es auch zum glück niemals! ;-)