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Musik, Film, Heiteres

Robert Glashüttner

Videospielkultur, digital geprägte Lebenswelten.

27. 4. 2011 - 02:36

Roboterparty mit Bomb the Bass

Der britische DJ- und Dance-Music-Pionier Tim Simenon hat seinen Lebensmittelpunkt nach Wien verlagert. Hier präsentiert er einen Club zwischen Sitzelektronik und Roboterkunst.

Ich habe nicht schlecht gestaunt als sich vor ein paar Monaten die Gerüchte verdichtet hatten, dass Produzentenlegende Tim Simenon alias Bomb the Bass nun fix in Wien wohnen würde. Auf unbefristete Zeit. Die Tante wohnt ja auch hier. Gekommen ist Simenon ursprünglich im Oktober letzten Jahres, aufgrund einer freundlichen Einladung von FM4 Unlimited ins Wiener Rathaus. Mittlerweile dürfte der Umzugsstress schon überwunden sein und Bomb the Bass kann sich voll und ganz seiner neuen Wahlheimat widmen. Heißt konkret: Wiens Clubszene wird mit akustischen und visuellen Ideen des freundlichen Briten gefüttert.

Tim Simenon alias Bomb the Bass neben einem gezeichneten Roboter mit Gasmaske, Soldatenhelm und stilisierten inneren Organen.

Robert Glashüttner

Die erste Station der Simenon'schen Stadteroberung ist das beliebte fluc am Praterstern, das nicht irre groß und am Wochenende eigentlich ohnehin immer sehr gut gefüllt ist. Der sympathisch bescheidene Herr Simenon will trotz seines hohen Bekanntheitsgrades hier und nicht anderswo seine Roboterclub-Idee umsetzen. "It will be packed", sage ich vorsichtig, doch das kümmert ihn nicht. Aber was passiert im Club der Roboter denn nun überhaupt? Und wieso hat es Bomb the Bass ausgeschlagen, seine Veranstaltung in der größeren und partytauglicheren fluc Wanne ein Stockwerk tiefer auszurichten?

Ein Transparent mit zwei gezeichneten, humanoiden Robotern mit Gasmasken und Militärhelm.

Robert Glashüttner

"Das gefällt mir hier, es ist genau richtig für unsere Idee", antwortet Tim Simenon gelassen auf die Frage nach Konzept und Austragungsort von "We are the Robots". Es gehe um ein Rundumerlebnis, bei dem nicht der Dancefloor und das Ausrasten im Mittelpunkt stehen sollen, sondern das Genießen der Musik und der aufwändigen Raumgestaltung. Wie der Titel schon andeutet, ist "We are the Robots" ein Themenabend, der die alte Sehnsucht des Menschen nach der mitfühlenden, leidenschaftlichen und liebenswerten Maschine (und da zuvorderst natürlich der humanoide Roboter) ins Zentrum des Geschehens rückt.

Ein blaues Transparent, auf dem in rosa Schrift und mit unregelmäßig gemalten Kleinbuchstaben "We are the robots" geschrieben steht.

Robert Glashüttner

"We are the Robots", Teil 1, am 29. April im Wiener fluc. Mit Bomb the Bass, Tomá Ivanov & The Haiku Dandys (live), Valesta. Zwei weitere Termine folgen Ende Mai und Juni.

Fast das ganze fluc wird mit speziellen Stoffen, Bemalungen und Überzügen geschmückt, die durch ein kleines, motiviertes Team an Licht- und Grafikgestalter/innen perfekt in Szene gesetzt werden. Die Roboter sollen in bunten Farben und in unterschiedlicher Illumination mehr sein als bloßer Wandschmuck und die üblichen Visuals. Im Idealfall sollen am Tag des Club-Debüts sogar 3-D-Effekte erzielt werden. Los geht's diesen Freitag, den 29. April. Trotz Starbonus ist der Eintritt, wie üblich im fluc, frei - dennoch freuen sich die Veranstalter über freiwillige Spenden. Wer einen guten Platz will, wo es sowohl mit der Akustik als auch der Aussicht auf die Robots klappt, kommt am besten schon etwas früher.

Ein blaues Transparent, auf dem in rosa Schrift "the robots" geschrieben steht, darunter ein Ausschnitt eines schwarzen Roboters mit einer kleinen Antenne am Kopf.

Robert Glashüttner

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  • appetiteforconstruction | vor 2160 Tagen, 3 Stunden, 4 Minuten

    Klingt äußerst spannend. Gibt's im Fluc eigentlich schon ein Rauchverbot oder ist es besser, gleich in seinen versifftesten Klamotten zu kommen, weil nachher eh alles stinkt?

    Auf dieses Posting antworten
    • seidler | vor 2159 Tagen, 15 Stunden, 51 Minuten

      es gibt ein rauchverbot