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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

11. 10. 2011 - 17:52

Fußball-Journal '11-114.

Der Live-Blog zum letzten Spiel der aktuellen EM-Qualifikation in Astana/Kasachstan.

Bundesliga, Meisterschaft und der Cup, der ÖFB und das Nationalteam, das europäische Geschäft, der Nachwuchs und die Irrsinnigkeiten im Umfeld: Das Fußball-Journal '11 begleitet wie 2010 auch 2011 wieder ungeschönt.

Heute mit dem üblichen Live-Ticker bei Länderspielen - diesmal zum ÖFB-Auswärtsspiel in Kasachstan.

Hier ist der Bericht vom Hinspiel vom 7.9.2010.

Die aktuellen ÖFB-Kader:
Tor: Pascal Grünwald (Austria), Robert Almer (Düsseldorf/D), Jörg Siebenhandl (Neustadt).

Abwehr: Ekrem Dag (Beskitas/TUR), Florian Klein, Georg Margreitter, Manuel Ortlechner (Austria), Aleksandar Dragovic (Basel/SUI), Sebastian Prödl (Werder/D), Christian Fuchs (Schalke/D).

Mittelfeld: David Alaba (Bayern/D), Paul Scharner (WestBrom/ENG), Stefan Kulovits (Rapid), Andreas Ivanschitz (Mainz/D), Zlatko Junuzovic (Austria), Veli Kavlak (Beskitas/ TUR), Christopher Trimmel (Rapid), Daniel Royer (Hannover/D).

Angriff: Marko Arnautovic (Werder/D), Marc Janko (Twente/NED), Stefan Maierhofer (Salzburg), Philipp Hosiner (Admira).

Gelbgesperrt ist Julian Baumgartlinger (Mainz/D).

Auf Abruf: Heinz Lindner (Austria) und Christopher Dibon (Admira) vom U21-Team, sowie Markus Suttner (Austria), Manuel Weber (Sturm), Erwin Hoffer (Eintracht Frankfurt/D) und Roland Linz (Austria).

Kurzfristig wegen Verletzung abgesagt haben: Emanuel Pogatetz (Hannover/D), Franz Schiemer, Jakob Jantscher (Salzburg), Martin Harnik (Stuttgart/D).

Verletzt: Jürgen Macho (Panionios/GRE), Christian Gratzei (Sturm), Thomas Schrammel (Rapid), Christoph Leitgeb (Salzburg), Thomas Pichlmann (Verona/IT).

Zuletzt nicht fit genug: Helge Payer, Guido Burgstaller (Rapid), Andreas Ulmer (Salzburg), Jürgen Säumel, Andreas Hölzl, Roman Kienast (Sturm) und György Garics (Bologna/IT).

Noch nicht dabei: Martin Stranzl (Gladbach/D).

Aktuell out: Michael Gspurning (Xanthi/GRE), Alexander Manninger (Juve/IT), Hans-Peter Berger (Admira), Andreas Ibertsberger (Hoffen-heim/D), Tanju Kayhan (Besiktas/TUR), Yasin Pehlivan (Gaziantep/TUR), Ümit Korkmaz (Eintracht Frankfurt/D), Roman Wallner (Salzburg) - keine Spielpraxis.

Und: Markus Berger (Academica/POR), Anel Hadzic, Daniel Beichler (Ried), Alexander Grünwald (Austria), Tomas Simkovic (Neustadt), Andreas Lasnik (Breda/NED), Rubin Okotie (St.Truiden/BEL) uam.

Der neue Teamchef Marcel Koller übernimmt beim Testpiel gegen die Ukraine in Lviv am 15.11.

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Alle Infos zu den aktuellen Spielen und den Kadern der U21 (die daheim gegen die Niederlande verlor und auswärts in Schottland 2: 2 spielte) und der U19 (die sich in einem ersten Quali-Turnier hinter Dänemark gegen Albanien und Malta durchsetzte) finden sich im gestrigen Fußball-Journal 113.

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Die U18 (Jahrgang 94) bestreitet ein Testspiel in der Schweiz am Mittwoch, den 12.10. um 19 Uhr in Zürich. Coach ist Thomas Janeschitz.

Tor: Daniel Bachmann (Stoke/ENG), Andreas Leitner (Admira). Auf Abruf: Markus Kuster (Mattersburg).

Abwehr: Lukas Jäger (Altach), Phillipp Mwene (Stuttgart/D), Philipp Posch (Trenkwalder), Philipp Rensch (Ried).
Auf Abruf: Ylli Sallahi (Bayern/D), Thomas Burghuber (Ried).

Mittelfeld: Christian Derflinger, Alessandro Schöpf (Bayern/D), Sandro Djuric, Christoph Martschinko, Stefan Savic (Salzburg), Louis Schaub, Dominik Wydra (Rapid), Daniel Geissler (Heerenveen/NED), Maximilian Ritscher (AKA Kärnten).
Auf Abruf: Roman Kerschbaum (St. Pölten), Martin Kreuzriegler (FAL Linz), Tarkan Serbest (Austria).

Angriff: Marcel Sabitzer (Admira), Kevin Friesenbichler (Bayern/D), Alexander Frank (Austria).
Auf Abruf: Thomas Murg (GAK), Marc Schmerböck (Sturm), Fitim Vorfaj (Admira), Stefan Sonder-egger (Hoffenheim/D).

Out: Maximilian Penz (Hoffenheim/D), Maximilian Laslo Müllner (Gladbach/D), Nikola Dovedan (Salzburg). Michael Gregoritsch ist für die U21 abrufnominiert.

Im November testet die U18 noch einmal, gegen Bulgarien am 12.11.in Sofia.

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Die U17 (Jahrgang 95) spielt EM-Quali in Dänemark, am Mittwoch, den 12.10. um 15 Uhr in Brondby gegen Zypern, am Freitag, den 14.10. um 18 Uhr wieder in Brondby gegen Gastgeber Dänemark und am Montag, den 17.10. um 18 Uhr in Hvidovre gegen Italien. Coach ist Andreas Heraf.

Tor: Lucas Bundschuh (AKA Vorarlberg), Michael Drga (Salzburg). Auf Abruf: Markus Schöller (Ried).

Abwehr: David Domej (Rapid), Stefan Hager (Bayern/D), Florian Heinrich (Schalke/D), Francesco Lovric (Stuttgart/D), Florian Madlmayr (Hoffenheim/D), Daniel Rosenbichler (Admira)
Auf Abruf: Maximilian Ertler (Eintr. Frankfurt/D),Kristian Rafajac (FAL Linz).

Mittelfeld: Markus Blutsch (FAL Linz), Michael Brandner (Salzburg), Sinan Bytyqi (Admira), Florian Grillitsch, Philipp Koglbauer (St. Pölten), Peter Michorl (Austria).
Auf Abruf: Alexander Bauer (FAL Linz), Lukas Strobl (Sturm), Manuel Waltl (Salzburg).

Angriff: Valentin Grubeck (FAL Linz), Andreas Kuen (Innsbruck), Oliver Markoutz (Bayern/D), Alexander Taschner (AKA Burgenland)
Auf Abruf: Bernhard Gschweidl (St. Pölten), Sebastian Drga, Matthias Felber (Salzburg).

Out: Ivan Lucic (Austria), Thomas Mayer (Stuttgart/D), Markus Wurglitsch (Admira), Jonathan Scherzer (1860/D) Filip Faletar (Villareal/SPA).

Die U16 (Jahrgang 96, Coach Hermann Stadler) testet am 9.11. in der Schweiz.

Das letzte Spiel, die nächste Chance, den blamablen Auftritt in dieser EM-Tranche 2010/11 geradezurücken, die letzte Möglichkeit vor einer neuen Ära, die unter einem Nicht-Seilschaft-Coach stattfinden wird. Let's ticker!

Österreich kommt recht unverändert daher:

1 Pascal Grünwald; 13 Ekrem Dağ, 15 Sebastian Prödl, 2 Aleksandar Dragović, 5 Christian Fuchs; 16 Paul Scharner, 20 Stefan Kulovits; 8 David Alaba, 7 Marko Arnautović, 6 Andreas Ivanschitz; 21 Marc Janko, wieder als Kapitän.

Die Bank: 23 Jörg Siebenhandl; 4 Manuel Ortlechner, 17 Florian Klein, 18 Daniel Royer, 10 Zlatko Junuzović, 19 Veli Kavlak, 22 Stefan Maierhofer.
Coach ist Willibald Ruttensteiner.
Baumgartlinger ist gesperrt, Scharner nicht 100% fit, Hosiner auch nicht.
Auf der Tribüne: Robert Almer, Margreitter, Trimmel und eben Hosiner.

Kazachstan spielt mit 1 Andrei Sidelnikov (Aktobe); Rechtsverteidiger 5 Mark Gurman (ein Israel-Kasache von Astana), 21 Mikhail Rozhkov (Astana), 4 Mukhtar Mukhtarov (Ordabasy Shymkent), Linksverteidiger 2 Aleksandr Kirov (Schachtjor Karaganda); im Mittelfeld zentral 6 Kairat Nurdauletov (der Kapitän, auch von Astana), rechts 16 Azat Nurgaliyev (Ordabasy Shymkent), zentral offensiv, meist halblinks 10 Marat Khairullin (Aktobe) und links offensiv der deutschstämmige 9 Heinrich Schmidtgal (Fürth/D); als Rechtsaußen, fast in der Rolle eines zweiten Angreifers 17 Sergei Gridin (Tobol Kostanay), 20 Sergei Ostapenko (Zhetysu) ist die vorderste Spitze.

Das sieht manchmal aus wie ein 4-4-2, ist aber (wie im Hinspiel) ein 4-5-1, im Offensivfall dann ein 4-3-3.

Bank: 12 Anton Tsirin; 7 Zhambyl Kukeyev, 8 Andrei Karpovich, 13 Serikzhan Muzhikov, 14 Marat Shakhmetov, 19 Sergei Khizhnichenko, 23 Vitali Yevstigneev.
Coach ist der Tscheche Miroslav Beranek, ehemaliger U21-Europameister mit den damals von Karel Brückner aufgebauten jungen Tschechen.

Im Gegensatz zum Hinspiel ein völlig neues Team

Die Aufgstellung im Hinspiel, nur zur Orientierung, lautete so: Sidelnikov; Kislitsyn, Abdulin, Aleksey Popov, Kirov; Nurgaliyev, Geteriyev, Karpovich (Kapitän), Zhumaskaliyev, Averchenko; Maltsev.

Da ist zwischenzeitlich also kein Stein auf dem anderen geblieben - gleich acht Veränderungen! Das alte Team konnte auf ein paar Russland-Legionäre zurückgreifen, die sind allesamt raus. Mittlerweile spielen nur noch der verletzte Kazbek Geteriev (bei Vladikavkaz) und Aleksey Popov (bei Amkar Perm) dort. Rozhkov war damals noch auf der Bank.

Bei Österreich waren im Hinspiel übrigens noch Macho, Pogatetz, Harnik, Schiemer, Kavlak, Jantscher und Linz dabei - alles Akteure, die eh im Blickfeld stehen.

Die Astana-Arena hat ein ausfahrbahres Dach, ganz wie es auch auf Schalke der Fall ist. Man spielt auf Kunstrasen, im Hintergrund lassen die Kasachen Blur den Song 2 plärren, vor wenigen Zuschauern in einer fußball-desinteressierten Hauptstadt, Astana, eben, einer künstlich aus dem Boden gestampften Residenz der hiesigen Despoten-Herrschaft. Knapp 20.000 Besucher sind hereingelockt worden.

Die Schiris kommen aus Estland, angeführt werden sie von Hannes Kaasik. Die Kasachen spielen in weiß, die Herren Österreicher in rot.

18:02 - Anstoß!

Das ÖFB-Team will sofort zeigen, dass es Dominanz ausüben möchte. Das klappt gleich recht gut. Dag versucht es, Alaba auch, dann Ivanschitz, man schießt auch recht schnell.
Die Österreicher haben vor, die Kasachen zu überlaufen, zu überpowern, sowohl durch die Mitte als auch über die Flügel, wobei auch die Außenverteidiger diesmal mehr dürfen.
Man presst früh uind lässt letztlich nur schnelle Gegenstöße zu. Sieht ein wenig nach einem offenen Schlagabtausch aus.

Nach 15 Minuten stellen sich die Kasachen auf das Spiel der Österreicher ein, stören auch sehr früh und unterbinden so die schnellen Vorstöße aus den ersten paar Minuten.

In der 25. Minute hat Dag dann nach einer Aktion über links die beste Möglichkeit zum Abschluss - er erwischt das Außennetz. Das ÖFB-Team hat sich nämlich wieder zurückgefightet aus der kleinen Niederung.

Scharner hat doch recht...

Der Spielertrainer hatte ja vollmundig gemeint, dass Kasachstan zurecht an letzter Stelle stehen würde, weil sie die schlechteste Mannschaft in der Gruppe hätten. Ich unterstütze das - dieses Team sieht auch schwächer aus als das im Hinspiel.

34. Minute: gelb gegen Gurman, Foul an Alaba, der über seine Seite, also links daherkommt. Alaba, Arnautovic und Ivanschitz rochieren brav und regelmäßig, das macht sie und das Offensivspiel der Österreicher unausrechenbar.

Trotzdem: das alles sieht nicht so aus als würde sich in der 1. Halbzeit noch etwas bewegen.

Pause. Da geht gar arg wenig

Das, was zu Beginn ganz gut geklappt hat - das Flankenspiel, auch von hinten heraus - ging dann nach 15 Minuten verloren. Deshalb hat auch Paul Scharner allzuoft versucht, aus dem Halbfeld in die Spitze (auf Janko) zu flanken, das war eine reine Notmaßnahme. Fuchs ist links nicht vorhanden gewesen. Ivanschitz hat ebenso wie Alaba keinen Flankenlauf gezeigt.

Nicht dass das gegen Aserbeidschan massiv besser war - am Freitag ist das nicht so aufgefallen, weil schnell ein paar (glücklich erstolperte) Tore dabeiwaren.

Im Übrigen ist die Position von Kulovits überflüssig - gegen diese Kasachen braucht man einen wie ihn nicht.

19:05 Wiedereinstieg in die 2. Halbzeit

... und schon wieder verpasst man die ersten Minuten. Das wird zur unangenehmen Gewohnheit.

13 Serikzhan Muzhikov (Zhetysu), ein Kleiner, ist neu gekommen für den allzu zögerlich spielenden rechten Mittelfeld-Akteur (16) Azat Nurgaliyev. Und jetzt spielt Gridin wirklich neben Ostapenko, jetzt hat Beranek auf ein echtes 4-4-2 umgestellt.

Und prompt gibt es in der 48./49. Minute die jeweils besten Szenen: Fuchs hebt bei einem Vorstoß (ja!) einen Cross fast an die Latte, im Gegenzug verzieht Gridin knapp.
Gehts jetzt los?

Ein wenig. Manch Angriff sieht jetzt wirklich recht gut aus. Und bis auf Kulovits sind auch alle daran beteiligt.

19:13 - Arnautovic und das Außennetz

Die erste echte Tempo-Szene von Arnautovic (55. Minute) bringt einen Solo-Vorstoß gegen einen zu langsamen Gegenspieler, und einen guten Flachschuss ins Außennetz. Zwei Minuten später setzt er Janko ein, der mit dem Rücken zum Tor zum Schuss kommt. Scharner mischt sich zunehmend vorne ein, Fuchs sowieso.

Danach hat Gridin zweimal bei Kontern die Chance auf einen Abschluss, dann einmal Ostapenko. Die ÖFB-Abwehr checkt das weg.

19:23 - Wechsel 1: Junuzovic für Ivanschitz

Mittelfeld-Tausch: 10 Zlatko Junuzović kommt für Andreas Ivanschitz (6). Alaba spielt jetzt links, Junuzovic geht nach rechts. Arnautovic bleibt in der Mitte, hinter Janko.

Aber auch Juno zieht es eher in die Mitte als zu einem Flügellauf.

Scharner ist heute die Mutter des Spiels: Zuerst treibt er alles nach vor, dann nimmt er, als Dragovic kurz behandelt werden muss, die Innenverteidiger-Position ein.

Vorne übernehmen jetzt Arnautovic und Alaba das Kommando, der letzte und auch oft der vorletzte Pass der gutgemeinten Angriffe versickert aber oftmals.
Kavlak wird kommen, der passt da gut dazu - ich hoffe für den unsichtbaren Kulovits.

19:31 - Lattenkopfball Gridin!

Unbehindert, zentral am Fünfer, nach Rechtscross Gurmann.

Und tatsächlich kommt 19 Veli Kavlak für Kulovits (20). Kavlak spielt tatsächlich neben/hinter Scharner - erinnert an seine Rolle bei der U20-WM in Kanada als Quarterbackartiger Ballverteiler.

Kasachstan bringt noch 23 Vitali Yevstigneev, überraschend für Gurman. Und startet eine kleine Druckphase, die es auszubalancieren gilt. Die Duelle Gridin gegen Dragovic putschen das Stadion ordentlich auf.

Etwa mit der Chance durch Scharner, nach dem guten Angriff über links (Alaba-Fuchs) und dem guten Cross. Scharner hat dann gleich drauf (80.Minute) noch eine Einschuss-Chance.

Maierhofer steht bereit - so verzweifelt ist man beim ÖFB-Stab schon?

19:40 - Wechsel 2, Maierhofer für Arnautovic

22 Stefan Maierhofer kommt rein, statt Arnautovic, damit stellt Ruttensteiner auf ein 4-4-2 mit den beiden Funktürmen vorne drin um. Die haben aber nur Sinn, wenn Flanken kommen! Und davon war schon bisher wenig zu sehen.

Toller Schlenzer von Khairullin, tolle Parade von Grünwald.
84.: Gelb für Ostapenko, erst die zweite Karte überhaupt, die Österreicher haben gar keine bekommen...

Im Hinspiel hat das ÖFB-Team in den letzten Minuten noch zwei Tore gemacht und kam so, glücklich und unverdient, zum Sieg. Heute sieht es anders aus - Kasachstan drängt auf einen guten Abschluss; und ein österreichischer Sieg wäre nicht komplett unverdient.

Noch einmal gelb, für Schmidtgal, der nach sehr gutenm Beginn ordentlich abgebaut hat.

In der 89. schießt Janko bei einem Vorstoß den Tormann im kurzen Eck an. Das war ein echter Matchball.

19:49 - ein Tor! aber keines, das zählen würde

Und dann gibts noch einen Toralarm, Jankos Treffer wird aber wegen Offside aberkannt. Nach Kavlaks Cross aus dem Halbfeld und Scharners Kopfball-Verlängerung faustet der Tormann Janko an, und der Ball geht rein. Aber es zählt nicht.

Und so wird es beim Unentschieden bleiben. Noch eine Scharner-Kopfchance und dann ist es vorbei.
Die Kasachen freuen sich, die Österreicher sind enttäuscht.

Das Fazit der Reise an den Rand von Fußball-Europa

Ich denke es ist recht einfach: das ÖFB-Team ist nicht so toll, wie es von Unbesserlichen und allzuleicht zu Blendenden nach dem Sieg in Baku gemacht wurde; und das ÖFB-Team ist nicht so schlecht, wie es nach diesem doch eher enttäuschendem Match dann wieder gemacht werden wird.

Das ÖFB-Team ist vielmehr genau mittendrin in dieser Einschätzungs-Bandbreite: gut genug um an einem guten Tag einen Gegner in Griffweite zu beherrschen; schlecht genug um an einem schlechten Tag nur ein Remis rauszuholen.
Wie es gegen einen an sich besseren Gegner aussieht, kann dann Marcel Koller gegen die Ukraine austesten.

Wichtig ist dass Interims-Ruttensteiner nach dem Wurschtigkeits-Chaos von Constantini, der inexistenzten inhaltlichen Vorbereitung und taktischen Ausrichtung wieder System in den Hühnerhaufen gebracht hat: Wenn jeder weiß was er zu tun hat, ist zumindest theoretisch die Möglichkeit eines Erfolgs gegeben; das war zuvor nicht machbar.

Wichtig ist es auch, dass Spieler wie Janko oder Scharner oder Ivanschitz, also Akteure, deren Intellekt zuvor als Gefahr wahrgenommen wurde, wieder integriert sind.
Wichtig ist auch, dass Aktuere mit rein fußballerischen Intellekt wie Dragovoc, Arnautovic, Kavlak oder Junuzovic wieder Vertrauen genießen und nicht durch billige Propaganda angemacht werden.

Wichtig ist es auch, dass die Rolle der Außenverteidiger und der Sechser endlich den Anforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst wurden.

All diese Brandherd-Lösch- und Sofort-Maßnahmen haben in kurzer Zeit, im Wesentlichen auf dieser Reise gegriffen. Das ist eine wichtige Leistung, die größte im österreichischen Fußball der letzten Jahre. Dass es nebenbei in zwei Spielen für einen Sieg und ein Remis gereicht hat, auch okay.

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  • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 9 Stunden, 17 Minuten

    Es wäre mal an der Zeit in diesem Fussball-Journal den Ist-Zustand der Nationalmannschaft genauer auszuführen und ein Schema/Kriterien aufzustellen nachdem die Arbeit des neuen Teamchef bewertet wird. Denn einzig die Ergebnisse herzunehmen ist doch ein bisschen dünn.

    Baustellen sind mMn zB. die eklatante Abschlussschwäche (viele Schüsse neben das Tor, kaum brauchbare Schüsse aus der Distanz), das Flankenspiel (kaum vorhanden und wenn dann grottenschlechte Flanken), die fehlende Breite des Kaders (zumindest in einigen Mannschaftsteilen), usw.

    Auf dieses Posting antworten
    • beachviper | vor 616 Tagen, 8 Stunden, 58 Minuten

      teamchefs

      werden immer an resultaten gemessen werden.
      punkt.

    • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 8 Stunden, 25 Minuten

      Natürlich wird auch Marcel Koller an Ergebnissen gemessen.

      Mir ging's nur darum, dass bessere Ergebnisse auch Gründe haben und sich diese auch genauer anzusehen - die Entwicklung der Mannschaft unter ihm also insgesamt zu betrachten. Die Resultate sind dann quasi die Konsequenz dieser Entwicklung.

    • littlefish | vor 616 Tagen, 6 Stunden, 17 Minuten

      Als Schwäche sehe ich weniger den Abschluß als das Herausspielen von Chancen. Unter Constantini wurde offenbar kaum Kombinationsspiel geübt (und auch kein Pressing), das wird eine der wichtigsten Aufgaben von Koller sein, hier mehr System reinzubringen.

      Das fehlende Flankenspiel lag zuletzt auch an der Aufstellung. Wobei Österreich (außer vielleicht Jantscher und Korkmaz) sowieso kaum klassische Flankenspieler hat. Das muß aber nicht unbedingt ein Problem sein, wenn man die Spielweise darauf einstellt, z.B. das Flanken Fuchs und Garics überläßt, während die Flügelspieler nach innen ziehen. Mal abwarten, welches System Koller vorschwebt.

    • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 2 Stunden, 28 Minuten

      Ein wesentlicher Grund, warum es bei uns trotz des ganz guten Spielermaterials nicht klappt ist sicher das Fehlen einer Spielphilosophie und eines Spielsystems, die sich vom A-Team bis in die U-Teams durchziehen. Zudem haben wir keine Achse von Spielern, die bei denselben Klubs spielen und sich dadurch Woche für Woche weiter eingespielen können wie zB bei Deutschland die Spieler des FC Bayern oder bei Spanien, die von Barca. Gerade weil wir sowas nicht haben, müssten wir zumindest eine Spielphilosophie und ein Spielsystem haben, in dem jeder genau weiß was er wann machen muss. Koller wäre der richtige Mann um so eine Spielphilosophie und ein Spielsystem in Zusammenarbeit mit Ruttensteiner und den U-Teamtrainern zu entwickeln.

      Zudem war bei uns schon lange kein guter Nationaltrainer über einen längeren Zeitraum tätig. Die Kontinuität fehlt also auch. Ich denke, das sind alles Gründe, warum wir trotz ganz guter Einzelspieler im Kollektiv oft schlecht ausschauen.

  • markenheini | vor 616 Tagen, 11 Stunden, 39 Minuten

    Na, servas!

    WM Quali-Gegner:
    Deutschland - unbeatable
    Schweden – durch Überraschungssieg gegen Niederlande direkt für EM qualifiziert.
    Irland gegen vermeintlich stärkere Gegner trotzdem im Playoff
    Faröer - do you remember?
    Kasachstan - neuerdings auch ein Angstgegner
    Der Koller wird Wunder vollbringen müssen.

    Auf dieses Posting antworten
    • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 9 Stunden, 49 Minuten

      so gesehen muss man einen dritten Platz oder Verbesserung von Topf 4 auf 3 bei der WM-Quali schon als Erfolg bzw. Fortschritt werten.

      Wichtig wäre auch, dass alle Positionen gleichwertig zumindest doppelt sind. Davon sind wir in bestimmten Mannschaftsteilen auch noch weit entfernt. Wenn zB. Leute wie Harnik oder Baumgartlinger ausfallen, können wir diese derzeit nicht gleichwertig ersetzen.

      Dieses doppelt oder dreifach besetzt sein würde auch den Konkurrenzkampf anheizen, der den Spielern helfen würde, sich in ihrer Leistung zu steigern und jedesmal eine Topleistung abrufen zu müssen.

    • agentprovooo | vor 616 Tagen, 8 Stunden, 26 Minuten

      Vor allem Christian Fuchs würde Konkurrenz gut tun, leider sind keine entsprechenden Alternativen vorhanden...

    • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 8 Stunden, 11 Minuten

      Genau. Ich hab das letztes Jahr bei Werder Bremen verfolgt und gesehen wie wichtig der Konkurrenzkampf ist. Da sind etliche Spieler ausgefallen, sodass die restlichen Spieler fast eine Stammplatzgarantie gehabt haben. Dann haben aufeinmal Spieler, die vorher gute Leistungen gezeigt haben, aufeinmal nicht mehr ihre Leistung abrufen können und haben wesentlich unter Wert gespielt.

      Meines Erachtens ist dieser fehlende (positive) Konkurrenzkampf eine, wenn nicht die wesentliche Ursache für die fehlende Konstanz des Nationalteams. Aber dieser Punkt wird so gut wie nie irgendwo erwähnt.

    • littlefish | vor 616 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

      Der fehlende Konkurrenzkampf liegt teilweise daran, daß Constantini einige rausgemobbt hat und dann auch immer wieder Verletzungen dazukamen. Natürlich kann man nicht alle Schlüsselspieler gleichwertig ersetzen, aber ich denke schon, daß es (außer für die AV) ausreichend Alternativen gibt. Statt Baumgartlinger könnte z.B. Scharner, Schiemer oder Pehlivan den Sechser spielen und dazu Alaba, Leitgeb, Dag oder Kavlak den Achter. Grundsätzlich ist es aber auch ein Vorteil, einen einigermaßen eingespielten Stamm zu haben.

  • johnleehookerelectro | vor 616 Tagen, 12 Stunden, 28 Minuten

    ..is die ganze welt blind?
    das tor vom janko war kein abseits sondern ein foul vom scharner zuvor..anyway
    kulovitz sollt man auchmal der öffentlichkeit erklären

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 616 Tagen, 12 Stunden, 25 Minuten

      der freistoss wurd dann vom punkt des scharner fouls ausgeführt

    • fußboller | vor 616 Tagen, 10 Stunden, 6 Minuten

      falsch

      es wurde abseits gegeben. daran zu erkennen, dass der arm des schiedsrichters anschließend nach oben geht. das macht er, wenn es einen indirekten freistoß gibt. (bei abseits gibt es anschließend einen indirekten freistoß). Wenn er foul gepfiffen hätte, wäre das nicht so gewesen.

      und zur ausführung: wenn die verteidigende mannschaft einen freistoß vom eigenen Strafraum heraus hat, darf dieser an jedem beliebigen Punkt im eigenen Strafraum ausgeüfhrt werden.

    • johnleehookerelectro | vor 616 Tagen, 4 Stunden, 33 Minuten

      da kennt sich wer aus oder was.....ok

    • andyf | vor 616 Tagen, 16 Minuten

      fail.

  • rober7777 | vor 616 Tagen, 15 Stunden, 14 Minuten

    alles wie immer..

    wir sind nicht so gut wie...., wir sind aber auch nicht so schlecht wie....! Also eh egal..... nur ein Einwurf zum Bericht:
    "Toller Schlenzer von Khairullin, tolle Parade von Grünwald" - ein guter Tormann(und kein Schmähparade Goali) macht einen Schritt nach links und fängt dieser lupfer mit 3 kmh! so hat er noch eine gefährlich Ecke verursacht. Und bei Flanken aufs Tor ist er leider von einen modernen so weit entfernt wie die Erde vom Jupiter.

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 616 Tagen, 15 Stunden, 1 Minute

      der schuss war verdeckt und er hat ihn locker auf nummer sicher pariert.
      auf der linie is er absolute weltklasse,flanken muss er noch üben
      aufjedenfall besser als ein gratzei oder payer no doubt

    • flipper | vor 616 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

      Bitte keine Vorwürfe an den einzigen Tiroler im Team! Eine Glanzparade war das ;-)

    • rober7777 | vor 616 Tagen, 10 Stunden, 20 Minuten

      besser als Payer und...

      Gratzei ist aber auch nicht allzu schwer!
      Aber zu einem Neuer (auch wenn er gestern patzte), czech, etc. fehlt halt doch einiges.
      Und ob der jetzt Tiroler, Burgenländer oder wo auch immer her kommt ist dabei total egal. Er ist halt auch nur durchschnitt.

  • fussballfan121 | vor 616 Tagen, 22 Stunden, 38 Minuten

    Ich denke, die zwei Spiele gaben Marcel Koller ein ganz gutes Bild vom Stand der österreichischen Nationalmannschaft.

    Freue mich aufjedenfall schon auf die Zeit unter ihm als Teamchef. Mal was neues, wird auf jedenfall interessant.

    Auf dieses Posting antworten
  • beachviper | vor 617 Tagen, 1 Stunde, 41 Minuten

    tja

    lieber blumenau, wieder schweres vercoachen vom wunderwuzzi-willi!
    braucht bis zur 75.minute, um die gegen die kasachen völlig sinnlose doppel-sechs aufzulösen, alaba wieder rechts, dann ivanschits rechts, bis er draufkommt, dass er dort nichts bringt und juno einwechselt...
    einfach nur grauenhaft!

    Auf dieses Posting antworten
  • marvin42 | vor 617 Tagen, 2 Stunden, 52 Minuten

    Diskussion auf ORF Sport Plus

    Also was da jetzt abgeht, ist wirklich nicht mehr normal.
    @Blumenau. Kannst Du den Sendungsverantwortlichen in der Kantine mal fragen, ob das noch irgendwie ernst gemeint ist oder ist jetzt David Schalko auch für die Sportsendungen zuständig?

    Wer hat den Schottenberg eingeladen?

    Auf dieses Posting antworten
    • lonesam | vor 616 Tagen, 21 Stunden, 43 Minuten

      Gabs denn schon wieder eine Diskussion? Welche Kapazunder sind denn diesmal eingeladen worden? Kann man sich dieses Kleinod der Fernsehunterhaltung noch woanders ansehen?

    • flipper | vor 616 Tagen, 13 Stunden, 38 Minuten

      Wahnsinn !

      "Höhepunkt" war die Wuzzlerpartie im Studio! So ein Spaß aber auch, das "Fachpublikum" hat sich sicher köstlich amüsiert! Und der Schneckerl hat mittlerweile auch die allerletzten Sympatiepunkte verspielt!

    • wedge75 | vor 616 Tagen, 11 Stunden, 29 Minuten

      eingeladen waren: schinkels, mählich, prohaska als stammesführer der cordoban (nicht in der runde sitzend, sondern weiter oben thronend) und dann, ich sag mal 3 schauspieler: peter moizi (ö3 comedy hirten), michael schottenberg (warum, weil er mit einer schweizerin verheiratet ist?) und peter simonischek (weil er in der schweiz engagiert war?)

      anhand dieser liste, gibt's eigentlich eh nix mehr zu sagen ... von mir aus sollen sie einen von den drei schauspielern einladen, aber alle 3!!! ganz tolle ausgewogene einladungspolitik. das ist so unprofessionell und provinziell! dem ORF gehört auch mal eine ordentlich reform verpasst ...

  • kräutrpolizei | vor 617 Tagen, 4 Stunden, 9 Minuten

    ist das eigentlich eine österreichische unart, dass man zur halbzeit nicht wechselt? oder fällt nur uns auf dass scharner/kulovits nicht funktioniert?

    grats an die innenverteidigung, das zu 0 war der eigentliche erfolg dieses spiels.

    Auf dieses Posting antworten
    • agentprovooo | vor 617 Tagen, 3 Stunden, 59 Minuten

      Du sagst es, "Innenverteidigung", weil die Außen, allen voran Fuchs, waren heute grausam.

    • littlefish | vor 617 Tagen, 3 Stunden, 50 Minuten

      Naja, Fuchs und Dag waren halt sehr offensiv orientiert. Grundsätzlich richtig, auch wenn man dann die Gefahr von Kontern in Kauf nehmen muß, aber es hat auch das Zusammenspiel mit den viel nach innen ziehenden Ivanschitz, Alaba und später Junuzovic nicht optimal geklappt. Positiv, daß man im Gegensatz zur Ära Constantini zumindest versucht hat, aktiv das Spiel zu machen, auch das Pressing sah über weite Strecken ganz ordentlich aus. Die Organisation im Offensivspiel ist aber noch verbesserungswürdig.

    • leoredcheeks | vor 616 Tagen, 15 Stunden, 13 Minuten

      Dag offensiv orientiert ???

      Ich glaube das er keinen Unterschied kennt zwischen offensiv und defensiv!
      Ich wünsche mir da eine ALTERNATIVE Hr. Koller (vielleicht kann ja der PP einen Tipp geben :-) ... oh, der hat ja auch laut MB immer ohne gespielt!).

  • littlefish | vor 617 Tagen, 5 Stunden, 21 Minuten

    Bei Österreich scheint vor allem der auffallend offensive Dag fürs Flügelspiel zuständig zu sein, sonst läuft wieder (zu) viel durch die Mitte. Die Doppelsechs wirkt eher überflüssig. Wäre naheliegend, Junuzovic, Royer oder Kavlak für Scharner oder Kulovits zu bringen.

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  • biased | vor 617 Tagen, 6 Stunden, 4 Minuten

    Die kasachische Hymne ist ein Wahnsinn

    Realsozialismus grüßt abgedrehten Ernst Busch Adepten, der das Komponieren in der DDR gelernt hat.

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    • littlefish | vor 617 Tagen, 5 Stunden, 54 Minuten

      Klang ein bissl wie ein fürs Stalin-Begräbnis komponierter Trauermarsch. Aber immer noch weit mitreißender als die österreichische Hymne.