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Musik, Film, Heiteres

Michael Fiedler

Michael Fiedler

Politik und Spiele, Kultur und Gegenöffentlichkeit.

1. 2. 2012 - 17:39

Feindliche Übernahme?

Die Revolution frisst ihre Kinder. Oder sich selbst. Occupy Österreich ist tief gespalten. In einer Diskussion zwischen Antisemitismus, Ausgrenzung und Abgrenzung.

Occupy Österreich wird unterwandert. So sehen es zumindest einige, die sich mittlerweile aus allen Aktivitäten zurückgezogen haben. Unterwandert von Esoterikern, Verschwörungstheoretikern, rechten Ideen. Die NGO Attac distanziert sich in einer Presseaussendung , Admins und UserInnen diverser Occupy-Seiten auf Facebook geben entnervt auf, weil sie persönlich angegriffen werden, weil ihre Anschrift und Telefonnummer gepostet wird, weil sie die rechten Strömungen nicht mehr mittragen können. Es sind vor allem Anhänger von "Zeitgeist" und "HuMan Weg", die polarisieren.

Zeitgeist

Der Schöpfer der "Zeitgeist"-Filme benutzt seine beiden Vornamen als Pseudonym und heißt mit vollem Namen vermutlich Peter Joseph Merola.

"Zeitgeist" hat ihren Ursprung in drei Filmen von Peter Joseph. Während der erste Teil ein wildes Aneinanderhängen von Religionskritik, Kapitalismuskritik und 9/11-Verschwörungstheorien ist, wird in Zeitgeist: Addendum ausgehend von Kritik am bestehenden kapitalistischen System die sogenannte "ressourcenbasierte Wirtschaft" gefordert und in Zeitgeist: Moving Forward diese Vision vertieft.

"Zeitgeist" propagiert die Utopie einer Gesellschaft, in der nicht mehr Wirtschaftlichkeit oberste Prämisse ist. Basierend auf den vorhandenen Ressourcen, den technischen Möglichkeiten und Grundsätzen wie Umweltschutz würde eine globalísierte Wirtschaft ausschließlich von Vernunft bestimmt. Politik würde obsolet. Entscheidungen würden nicht mehr von Personen oder Personengruppen getroffen, sie würden sich nach den Gesichtspunkten von Bedarf und Nachhaltigkeit quasi selbst ergeben. Maschinen würden die Hauptarbeit erledigen. Diese Idee basiert auf dem Venus-Projekt des US-Amerikaners Jaques Fresco, auch wenn das Venus-Projekt mittlerweile nicht mehr mit "Zeitgeist" verbunden werden will.

"Zeitgeist" geht davon aus, dass sich die Menschheit innerhalb der nächsten Jahrzehnte völlig wandelt, dass sämtliche Ideologien, Religionen, persönliche Animositäten, Gier, Machthunger, Neid oder Eifersucht, kurz alles, was auf diesem Planeten für Ärger sorgt, von spockgleicher Logik und reinem Wissenshunger abgelöst würde, unterstützt von automatisierter Technik.

Unterwanderung?

"Zeitgeist"-Anhänger engagieren sich in großem Maß bei Occupy in Österreich, manche KritikerInnen sprechen von Unterwanderung und Übernahme. Thomas Stadlauer, der auf Facebook als Thomas A. Anderson aktiv ist, sagt dazu: "Die Zeitgeist-Bewegung beschäftigt sich, seit es sie gibt, mit der Kritik an dem bestehenden Wirtschafts- und Geldsystem, und zu einem großen Teil tut das ja die Occupy-Bewegung auch. Für mich ist das total logisch, dass viele Leute aus der Zeitgeist-Bewegung dann zur Occupy-Bewegung hingehen. Das Wort Unterwanderung macht für mich in dem Zusammenhang einfach keinen Sinn." Doch KritikerInnen werden in endlosen Diskussionen auf Occupy-Seiten auf Facebook beleidigt, manche auch verdeckt bedroht, viele Nicht-Zeitgeistler geben enerviert auf.

Der Salzburger Kommunikationsberater und Blogger Bernhard Jenny, bis vergangenen Oktober Administrator der Facebook-Seite von Occupy Salzburg, meint zu "Zeitgeist": "Mein Eindruck ist, dass das "Zeitgeist"-Movement eine von vielen fertigen Antworten ist, für jene Menschen, die beinahe ratlos und verzweifelt sind ob der heutigen Situation in der Welt, in der Gesellschaft. Es ist ein fertiges Instant-Produkt, natürlich viel leichter zu akzeptieren und zu verbreiten als ein differenziertes Gesellschaftsbild."

Anhänger von "Zeitgeist" tauchen immer wieder in Zusammenhang mit Antisemitismus und rechtsextremen Positionen auf. Einmal postet auf einer Facebook-Seite ein Administrator aus dem Zeitgeist-Umkreis ein Hitler-Video, an anderer Stelle ist es jemand anderem lieber, dass die Nazis bei Occupy mitarbeiten, als dass sie Köpfe einschlagen. Und Thomas Stadlauer ist 2009 bereits in einer StudiVZ-Gruppe aufgefallen. Er antwortet dort auf ein Posting, das den Holocaust in Frage stellt: "das mit dem holocaust mag sein wie es will, es ist einfach nur so, dass wir momentan in einem system leben, wo du mit derartigen aussagen große negative wellen schlagen kannst..." Sein Posting endet mit: "es ist einfach schlauer, sich an gewisse regeln zu halten, und die informationen SUBTIL zu verbreiten." Aufgedeckt ist das von svzwatch worden.

StudiVZ und svzwatch und sehen das anders. Über obenstehendes Foto und dem svzwatch-Artikel sind die Aussagen allgemein nachvollziehbar.
Thomas Stadlauer hat das Interview mit FM4 heimlich mitgeschnitten und auf Youtube gestellt.

Kurz darauf hat StudiVZ sämtliche Zeitgeist-Gruppen auf der Plattform gelöscht. Stadlauer fühlt sich aber missverstanden: "Das Zitat besteht aus einer Reihe von Sätzen. Und das, was ich am Schluss sage, bezieht sich nicht auf das, was ich am Anfang gesagt habe."

Auf die Frage, ob man auch mit Antisemiten reden soll und muss, weicht Stadlauer aus: "Ich weiß nicht, was ein Antisemit ist, in dem Sinn. Für mich sind das Schubladen. Ich stecke einen Menschen jetzt nicht in eine Schublade und sage: Dieser Mensch ist ein Antisemit. Wenn sich jemand insgesamt positiv für positive Veränderung für alle Menschen einsetzen will, dann kann er gleichzeitig kein Antisemit sein. Also für mich gibt es diesen Fall nicht."

Bernhard Jenny kann das für sich nicht stehen lassen: "Wenn ich auch sehr stark die Meinung vertrete, dass eine Gesellschaft nur dann eine ganze Gesellschaft ist, wenn man alle einschließt, kann das nicht heißen, dass es eine Option ist, die mitgestalten zu lassen, die genau diese Offenheit eigentlich in ihrem Programm bekämpfen."

HuMan Weg

Personell und ideologisch mit "Zeitgeist" verknüpft ist HuMan Weg, wie Franz Hörmann, Professor am Institut für Unternehmensrechnung und Autor des Buches Das Ende des Geldes, seine neue Partei nennt. Hörmann übernimmt den Namen und die Idee vom Schweizer Hans-Jürgen Klaussner, der zeitweilig in Österreich lebt. Klaussner ist auch Autor folgender Zeilen, die einige Zeit lang auf der österreichischen Seite der HuMan-Weg-Bewegung zu lesen waren:

„Die US-Regierung weiß ebenso wie ihre geistig-jüdischen Führer, dass nur das neue Europa die Welt zu regieren berufen ist. Sie hatten berechtigt die nackte Angst im Nacken gespürt, als das neue Wirtschaftssystem des Deutschen Reiches ab 1933 die Arbeitslosigkeit mit fast zinslosem Geld ohne Golddeckung beseitigte und damit ein überragendes Beispiel für alle freiheitsliebenden Völker in Europa erschuf, das nur mit dem zweiten Weltkrieg wieder zum Verschwinden gebracht werden konnte.“ Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen dieses Zitates.

Mit dieser Aussage ist die schmale Grenzlinie zwischen Systemkritik und Antisemitismus bzw. Nationalsozialismus definitiv überschritten. Und zwar sehr weit.

Hörmann, selbst "Zeitgeist" bzw. "Venus-Projekt"-Anhänger, wird im Standard mit quasi holocaustleugnenden Aussagen zitiert und wiederholt in der Zeit im Bild seine Zweifel. Die Wirtschaftsuni Wien hat Franz Hörmann mittlerweile suspendiert.

Siehe auch: Sind Zinsen böse? (Pinguin)

Die Diskussion ist verfahren: Viele "Zeitgeist"-Anhänger wollen vom Standpunkt, alle in die Mitarbeit für die neue Welt einzubinden, nicht abrücken. Und die antifaschistischen AktivistInnen können gerade damit nicht leben. Sie wollen auch nichts von den Verschwörungen rund um 9/11 hören. Können mit esoterischen Theorien nichts anfangen. Und sie halten nichts von der Utopie einer paradisischen Welt mit wenig Arbeit und freier Entfaltung für jedeN. Die Geschichte hat oft genug gezeigt, dass sich Utopien in ihr Gegenteil verkehren. Für "Zeitgeist" gilt aber die alte Regel aller Verschwörungstheoretiker: Jede Form von Widerspruch ist nur wieder Teil der Verschwörung.

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  • biased | vor 476 Tagen, 18 Stunden, 19 Minuten

    Das Problem gibt es nicht nur in Österreich, auch in Deutschland

    sind Occupy und Zeitgeistbewegte oft im gemeinsamen Zeltlager mit Verschwörungsfuzzis, Antisemiten und Holocaustleugnern.

    Dass der "Brightgeist" glaubt, er sei schlau, weil er behauptet, das Phänomen gibt es nicht, macht klar, dass mit diesen Leuten keine Veränderung möglich ist.

    "Zeitgeist" Aktivisten halten sich für besonders kritisch, weil sie Paranoia für Kritik halten. Dabei kann man an Leuten wie Hörmann und dem "Brightgeist" sehen, dass sie in Wirklichkeit ideale Bürger für diesen Staat sind. Ihre "kritische Haltung" tatsächlich purer Zeitgeist, ein ins Paranoide verschobener Opportunismus, der Politik als beliebig austauschbare Verschwörungstheorie implementiert.

    Auf dieses Posting antworten
    • brightgeist | vor 476 Tagen, 14 Stunden, 19 Minuten

      scheinbar kannst du die bedeutung einer simplen aussage einfach nicht richtig interpretieren.

      ich habe nirgends gesagt "das phänomen gibt es nicht", sondern ich habe beschrieben, dass es ein widerspruch in sich ist, dass ein antisemit im zeitgeist movement aktiv sein könnte.

      ich erklärs dir nochmal:
      im zeitgeist movement ist man nicht, indem man sich irgendwo anmeldet oder irgendwo hingeht, sondern indem man gewisse werte vertritt, z.b. die werte dass es keine minderwertigen menschen gibt, dass ein miteinander besser ist als ein gegeneinander, und dass wir im einklang mit der natur leben sollten.

      jemand, der diese werte vertritt, ist im zeitgeist movement.

      und somit kann ein antisemit nicht im zeitgeist movement sein, egal ob er zu irgendeinem zeltlager geht oder sonstwas.

      kein mensch im zeitgeist movement würde einen antisemiten als kollegen akzeptieren oder mit ihm zusammenarbeiten.

    • biased | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 47 Minuten

      ich habe es schon zwei Malgesagt:

      Der Antisemitismus äußert sich heute nicht als Ideologie über "Minderwertige", sondern als Phantasie übermächtiger Figuren (die jüdische Lobby, die Zionisten, etc.), die jedem aufrechten Kritiker mittels Mossadagenten mit der Antisemitismuskeule kommen.

      Würdest du von "Minderwertigen" reden, wärst du ein besoffener Nazi, der am Bahnhof Afrikaner verprügelt und dieses Gespräch würde nicht stattfinden.

      Man kann den Antisemitismus so wie du natürlich ignorieren. Wenn er nicht existiert, wenn man ihn so definiert, ist das Problem gelöst und die Verschwörung der Bankster kann kommen.

      Aber für diese Ignoranz wird der Preis hoch sein, wenn man politisch vielleicht was verändern will. Aber wer nicht will, den soll man nicht zwingen.

    • brightgeist | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 21 Minuten

      und ich habe es schon mehr als zwei mal gesagt:

      ich bin genausowenig jemand, der irgendwelche "Phantasien übermächtiger Figuren (die jüdische Lobby, die Zionisten, etc.)" hat, wie ich ein besoffener Nazi bin, der am Bahnhof Afrikaner verprügelt.

      wieso versuchst du so verzweifelt, dem zeitgeist movement diese form von antisemitismus anzuhängen, wenn es nachweislich im zeitgeist movement nicht um "Phantasien übermächtiger Figuren (die jüdische Lobby, die Zionisten, etc.)" geht?

      man könnte fast auf die idee kommen, dass du deine eigenen unterbewussten antisemitischen verschwörungstheorien und vorurteile auf das zeitgeist movement projizierst.

      sprich mit jedem menschen, der im zeitgeist movement aktiv ist, und jeder einzelne wird dir sagen, dass es keinen sinn hat, irgendwelche "schuldigen personen oder personengruppen" zu suchen. selbst wenn man solche "sündenböcke" finden würde, dann ließe sich eine nachhaltige positive veränderung nicht erreichen, indem man diese menschen einsperrt oder gar umbringt. denn das geld-markt-system würde einfach nur wieder andere "sündenböcke" hervorbringen.

      wirkliche nachhaltige positive veränderung kann nur aus neuen, positiven wirtschaftlichen strukturen entstehen, bei denen nicht mehr der kurzfristige profit im vordergrund steht, sondern das wohl der ganzen gemeinschaft und die erhaltung des lebensraums Erde.

  • brightgeist | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten

    Die Rache des Michael Fiedler!

    gestern nachmittag wurde ich (thomas stadlauer) von michael fiedler von FM4 angerufen und um ein interview zum thema occupy gebeten, welches sich dann in wirklichkeit größtenteils als eine punkt-für-punkt-abhandlung der typischsten vorurteils-klischees über das zeitgeist movement herausstellte.

    die unprofessionalität des interviewers und die unsachlichkeit mancher fragen war kaum noch zu überbieten.

    "warum sieht das venus project aus wie atlantis?"

    "was denkt peter joseph darüber?"

    wenn man als journalist wissen will, was ein mensch über ein thema denkt, dann fragt man nicht einen anderen menschen, der auf einem anderen kontinent lebt, sondern man fragt den ersteren menschen selbst.

    und wieso die architektur-entwürfe von jacque fresco nach meinung von fiedler aussehen wie eine mystische versunkene stadt, konnte ich ihm leider auch nicht beantworten.

    dafür werde ich dann von fiedler ausgelacht, als ich ihm erkläre, wie mein studivz-zitat gemeint war. klar, als professioneller journalist lacht man seine interview-partner ja auch aus, wenn sie einem fragen beantworten.

    wobei "fragen" bei dem sogenannten "interview" oft sowieso das falsche wort ist. die halbe zeit versucht fiedler eher krampfhaft, mir und dem zeitgeist movement irgendwelche fragwürdigen dinge unterzuschieben.

    es muss ihn wohl ziemlich frustriert haben, dass ihm dies nicht gelungen ist, weil er jetzt diesen...

    Auf dieses Posting antworten
    • brightgeist | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 43 Minuten

      (fortsetzung)

      ... artikel nachgeschossen hat, wo endlich ER uns erzählen kann, was ich nämlich WIRKLICH denke.

      oder war es eher die tatsache, dass ich es "gewagt" habe, meine seite des telefongesprächs aufzuzeichnen, weil fiedler dies sogar in einem extra-kästchen neben seinem text erwähnt:

      "Thomas Stadlauer hat das Interview mit FM4 heimlich mitgeschnitten und auf Youtube gestellt."

      herr fiedler, ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich keine genehmigung von Ihnen oder irgendwem brauche, um meine eigene stimme aufzunehmen und auf youtube zu veröffentlichen. Sie haben mich gleichzeitig auch aufgenommen, also brauchen Sie sich nicht künstlich zu empören, wenn ich mich selbst ebenfalls aufnehme.

      hier noch ein paar der vielen unprofessionellen fehler, behauptungen und unterstellungen, die fiedlers artikel enthält:

      bei der partei von franz hörmann handelt es sich nicht um "HuMan Weg", sondern um die Human-Way Partei. "HuMan Weg" ist eine website, die von herrn klaussner erstellt wurde und nichts mit der Human-Way Partei zu tun hat. genaue recherche ist wichtig.

      fiedler behauptet, das zeitgeist movement würde davon ausgehen, dass religionen von "spokgleicher logik" (er meint wohl Spock) abgelöst werden würden. wie man aber in meinen original-aussagen auf youtube hören kann, betone ich ausdrücklich, dass glaubensfreiheit zu den wichtigsten...

    • brightgeist | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      (fortsetzung)

      ... dingen für das zeitgeist movement gehört.

      fiedler behauptet weiter, dass manche kritiker des zeitgeist movements auf facebook "verdeckt bedroht" würden. muss schon toll sein, wenn man als "journalist" einfach mal so dinge erfinden und schreiben kann.

      auf die frage "ob man auch mit Antisemiten reden soll und muss" bin ich nicht "ausgewichen". meine antwort dazu ist klar und deutlich im ungeschnittenen interview auf youtube zu hören. ein antisemit kann gar nicht im zeitgeist movement aktiv sein, weil sich diese beiden dinge gegenseitig ausschließen. im zeitgeist movement zu sein bedeutet, dass man keine menschen oder menschengruppen als minderwertig ansieht. somit kann ein antisemit niemals im zeitgeist movement sein. geht gar nicht.

      die "esoterischen theorien", die fiedler erwähnt, scheint er auch wieder einfach erfunden zu haben. was für "esoterischen theorien" denn?

      dass das zeitgeist movement nichts mit 9/11-verschwörungstheorien zu tun hat, habe ich ihm im interview ausführlich erklärt, aber auch hier zeigt sich wieder, dass fiedler den lesern wohl lieber seine eigene meinung aufdrücken will, als fakten zu berichten.

      dass eine "Welt mit wenig Arbeit und freier Entfaltung für jedeN" für fiedler eine "paradiesische utopie" darstellt ist verwunderlich, wenn er doch andererseits an die existenz von...

    • brightgeist | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 41 Minuten

      (fortsetzung)

      ... atlantis glaubt.

      das ist nur ein kleiner auszug aus den unzulänglichkeiten dieses schlecht recherchierten artikels, mit dem fiedler offensichtlich auf die popularität der aktuellen hetzkampagne gegen systemkritiker aufspringen wollte. meine zeit ist mir aber zu schade, um auch noch die unzähligen restlichen mängel hier im detail aufzuzeigen.

      meine ungekürzten original-antworten sind weiterhin hier zu hören:

      http://www.youtube.com/watch?v=0mLJLOWyZHY

      vielen dank, herr fiedler, für die wunderbare promotion, die Sie für die Human-Way Partei, das zeitgeist movement und die ideen der ressourcenbasierten wirtschaft betreiben!

      dank artikeln wie diesem ist der zuwachs an interesse an unseren positiven lösungsideen für alle menschen in letzter zeit enorm angestiegen.

      das wird wohl daran liegen, dass die meisten menschen inzwischen aufgeklärt genug sind, um derartige medien-hetze ganz leicht zu durchschauen.

      liebe grüße an alle kritischen denker!

    • gerettet | vor 477 Tagen, 2 Stunden, 12 Minuten

      pfff... ich vertrau dem fiedler mehr, als einem dem zum holocaust nix besseres einfällt als: "mag sein wie es will".

    • brightgeist | vor 477 Tagen, 1 Stunde, 44 Minuten

      "mag das sein wie es will" heißt in dem satz nichts anderes als "darum gehts hier jetzt nicht".

    • biased | vor 476 Tagen, 19 Stunden, 20 Minuten

      Lieber Brightgeist!

      So bright bist dann doch nicht. Ganz im Gegenteil. Z.B.:
      "im zeitgeist movement zu sein bedeutet, dass man keine menschen oder menschengruppen als minderwertig ansieht. somit kann ein antisemit niemals im zeitgeist movement sein. geht gar nicht."

      Das ist so derartig daneben, dass ich mir nur ein bösartiges Motiv vorstellen kann.

      Die antisemitische Grundhaltung besteht darin, sich die Juden (oder die Freimaurer, oder die Illuminaten) als ÜBERLEGEN und ÜBERMÄCHTIG vorzustellen. Von den "Jewish Google Billionaires" bis zu den Profiteuren der "Zinsknechtschaft" ist das Thema der Zeitgeist Opportunisten eine Verschwörung mächtiger und undurchsichtiger Kräfte, die als historisch allmächtig dargestellt werden.

      Diese dummdreiste Nichtzurkenntnisnahme ideologischer Anfälligkeit als Immunität gegen den Antisemitismus zu verkaufen ist ein einfaches und klares Argument, jedem davon abzuraten euch zu unterstützen.

    • brightgeist | vor 476 Tagen, 14 Stunden, 6 Minuten

      lieber biased!

      da du dich auf kindische weise über meinen nickname lustig machst, darf ich dir sagen, dass deiner dafür umso mehr zutrifft. biased heißt ja:

      befangen
      einseitig verfälscht
      parteiisch
      polarisiert
      nicht repräsentativ
      unausgewogen
      verzerrt
      vorbelastet
      voreingenommen

      also ich muss sagen, den hast du gut gewählt, der passt perfekt zu dir.

      genau so verzerrt und voreingenommen, wie dein nickname es sagt, stellst du auch das zeitgeist movement dar.

      im zeitgeist movement geht es nicht um eine "verschwörung mächtiger und undurchsichtiger kräfte". ich weiß nicht, wieso du dir so einen blödsinn ausdenkst. vielleicht solltest du dich mal informieren, bevor du solche fehlinformationen verbreitest.

      und scheinbar kannst du die bedeutung einer simplen aussage einfach nicht richtig interpretieren.

      ich habe beschrieben, dass es ein widerspruch in sich ist, dass ein antisemit im zeitgeist movement aktiv sein könnte.

      ich erklärs dir nochmal:
      im zeitgeist movement ist man nicht, indem man sich irgendwo anmeldet oder irgendwo hingeht, sondern indem man gewisse werte vertritt, z.b. die werte dass es keine minderwertigen menschen gibt, dass ein miteinander besser ist als ein gegeneinander, und dass wir im einklang mit der natur leben sollten.

      jemand, der diese werte vertritt, ist im zeitgeist movement.

      und somit kann ein antisemit nicht im zeitgeist movement sein, egal ob er zu irgendeinem zeltlager...

    • brightgeist | vor 476 Tagen, 14 Stunden, 4 Minuten

      (fortsetzung)

      ... geht oder sonstwas.

      kein mensch im zeitgeist movement würde einen antisemiten als kollegen akzeptieren oder mit ihm zusammenarbeiten.

    • alex4237 | vor 476 Tagen, 13 Stunden, 57 Minuten

      "Die antisemitische Grundhaltung besteht darin, sich die Juden (oder die Freimaurer, oder die Illuminaten) als ÜBERLEGEN und ÜBERMÄCHTIG vorzustellen. Von den "Jewish Google Billionaires" bis zu den Profiteuren der "Zinsknechtschaft" ist das Thema der Zeitgeist Opportunisten eine Verschwörung mächtiger und undurchsichtiger Kräfte, die als historisch allmächtig dargestellt werden."

      Wer tut das bitte? In der Zeitgeist-Bewegung geht es um Kritik am System. Nicht an Personen oder Organisationen. Es wird gesagt, dass das aktuell bestehende auf Geld basierende Weltwirtschaftssystem zwangsläufig zu Korruption, Armut und Umweltverschmutzung, etc. führt. Irgendwelche Gruppen, die sich daneben benehmen sind nicht per-se böse, sondern das "Spiel" bringt Menschen dazu, sich unsozial und zerstörerisch zu benehmen. Ändere das Spiel und die Menschen ändern sich von sich aus mit. Darum geht es in der Bewegung, nicht um einen Krieg gegen irgendwelche Illuminaten oder Google-Billionaires.

    • biased | vor 476 Tagen, 13 Stunden, 16 Minuten

      @alex4237

      Ich habe mir die Zeitgeist Filme angesehen und wer mir weis machen will, dass diese "Kritik am System" nicht auf Motive von dunklen Mächten, Bilderbergern, Illuminati oder ähnlichem zurück greift, hält mich offenbar für blöd.
      Aber sei's drum. Dass "das aktuell bestehende auf Geld basierende Weltwirtschaftssystem zwangsläufig zu Korruption, Armut und Umweltverschmutzung etc. führt" ist einfach falsch. Es ist nicht das Geld, das "schuld" ist, weil Geld eine abstrakte Ware ist. Kapitalismuskritik ist eine Kritik, der Besitzverhältnisse und Rechtsgrundlagen der Aneignung von Besitz. Wer versucht diesen Unsinn der Geld und Zinskritik als Theorie aufrecht zu erhalten, wird zwangsläufig jemanden suchen, der mit dem Geld identifiziert ist, weil man Dollarnoten nicht politisch vermarkten kann, "jewish Google Billionaires" aber schon. Und solange Typen wie du sich weigern darüber nachzudenken, warum dein edles Anliegen bei jeder Gelegenheit von antisemitischen Psychos gehijackt wird, obwohl du doch was ganz anderes im Sinn hast, wird sich die Kritik an dir und deinem Verein nicht ändern.

    • biased | vor 476 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten

      @brightgeist

      ich habe dein Argument schon beim ersten Mal verstanden und meine Antwort darauf ist dieselbe: Der Antisemitismus, den wir heute erleben und wie er öffentlich auftritt geriert sich nicht als Ideologie vom "Minderwertigen", sondern als Verschwörung mächtiger Figuren, die im Hintergrund agieren, das Bankensystem kontrollieren und 9/11 planen.

      Ich hab es schon vorher hingeschrieben, und wenn du es nicht lesen willst, kannst du dein Mantra von der Immunität deiner Organisation gegen den Antisemitismus natürlich gerne wiederholen. Aber wenn man den Antisemitismus so definiert wie du, wird man ihn auch nicht finden, weil er so halt nicht mehr existiert und das Problem damit sauber gelöst ist.

      Man kann das natürlich so machen, aber deine Ignoranz wird dich viel mehr kosten, als du dir vorstellen kannst. Mit deinem Nichtzurkenntnisnehmen diese Problems versenkst gerade die wenigen Chancen deiner Zeitgeistbewegung politisch irgendwie relevant zu werden, was mir zwar wurscht ist, aber deutlich machen soll, dass ich dich weder für einen der Bösen halte, noch irgendwo dir einen konkreten Vorwurf gemacht habe. ich habe weder geschrieben du wärst antisemitisch, noch habe ich dich mit antisemtischen Dummheiten in Verbindung gebracht. Das nur zur Klarstellung.
      Du bist einfach naiv....

    • biased | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      @brightgeist

      Was meinen Nickname betrifft:

      Ich weiß was "biased" bedeutet. Es gehört zu den Kennzeichen etwas merkwürdiger Menschen, solche Selbstverständlichkeiten über zu betonen, weil sie den Witz nicht kapiert haben.

      "biased" richtet sich gegen die falsche Scheinobjektivität, mit der viele Leute ihr erworbenes Halbwissen als unantastbare Wahrheit verstehen, obwohl sie gerade mal dabei sind zu verstehen, was die Begriffe bedeuten, die sie verwenden. (Und manchmal nicht einmal das.)
      Ihr durchschaut gar nichts.

    • alex4237 | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 56 Minuten

      biased: Im ersten Zeitgeist-Film geht es zugegebenermaßen um Verschwörungstheorien. Als Peter Joseph den Film gemacht hat, hat er noch gar nichts von einer ressourcenbasierten Wirtschaft gewusst. Nachdem der Film erfolgreich geworden ist, hat Jacque Fresco mit ihm Kontakt aufgenommen und ihn über den wahren Grund für die Probleme der Welt aufgeklärt. Eben dass keine Verschwörer verantwortlich sind, sondern das System selbst. Peter Joseph hat daraufhin mit seinem Wissen Zeitgeist: Addendum gedreht und die Bewegung gegründet. Das ist der Grund, warum die Inhalte des ersten Films so gar nichts mit der Bewegung zu tun haben.
      Deine Meinung, dass Geldsystem nicht Schuld an den Problemen trägt, lasse ich dir gerne. Und wenn tatsächlich eine Kritik am Geldsystem "antisemitische Psychos" anlockt, dann ist das schade, ändert aber nichts daran, dass die Werte, welche die Zeitgeist-Bewegung vertritt, weit entfernt von Antisemitismus sind. Wenn ein Antisemit behauptet, die Zeitgeist-Bewegung zu unterstützen, dann hat er sich mit ihren Inhalten nicht wirklich befasst. Und wegen solchen Menschen werde ich meine Unterstützung für eine gute Sache mit Sicherheit nicht aufgeben.

    • brightgeist | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 46 Minuten

      @voreingenommen

      deine ganze argumentation basiert auf folgender annahme:

      "Wer versucht diesen Unsinn der Geld und Zinskritik als Theorie aufrecht zu erhalten, wird zwangsläufig jemanden suchen, der mit dem Geld identifiziert ist"

      da diese annahme nachweislich falsch ist, weil sich im zeitgeist movement seit mehr als 3 jahren hunderttausende menschen mit allgemeiner, nicht personenbezogener geldsystemkritik befassen, ohne jemals irgendwelche "sündenböcke" zu suchen oder zu finden.

      somit fehlt deiner ganzen argumentation jegliche grundlage.

      und da du auch einsiehst, dass ich kein antisemit bin, sondern mich nur als "naiv" bezeichnest (übrigens ein ad hominem argument, das in einer vernünftigen konversation nichts zu suchen hat), haben wir auch kein problem miteinander.

      denn ich bin lieber ein bisschen "naiv" (ich nenne es "optimistisch"), als zynischen und hasserfüllt (damit meine ich nicht dich).

      have a nice, biased day

    • biased | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 38 Minuten

      Ich wünsche dir auch viel Glück

      Dass diese Annahme "nachweislich falsch" ist, kannst du dir gerne erzählen.
      Ist wirklich deine Sache.
      Ich sage dir nur, dass du dir mit deiner Ignoranz ein Problem eingehandelt hast, das dich ziemlich überfordern wird.

      Also viel Glück! Vor allem weil ich mir sicher bin, nie wieder was von dir zu hören.

    • biased | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 30 Minuten

      @alex4237

      "Und wenn tatsächlich eine Kritik am Geldsystem "antisemitische Psychos" anlockt, dann ist das schade, ändert aber nichts daran (...)"

      Wie ich schon sagte: Man kann das alles auch ignorieren, und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
      Wenn dir Antisemitismus egal ist, weil es ja nichts ändert, dann weiß ich schon genug.

      Diese Art von Ignoranz wird dafür sorgen, dass ihr politisch irrelevant bleibt. Wer sich die intellektuelle Arbeit von Selbstkritik und Reflexion nicht antut, wird nichts verändern, weil er oder sie diese Veränderung gar nicht will.

    • alex4237 | vor 476 Tagen, 12 Stunden, 22 Minuten

      Habe ich gesagt, dass Antisemitismus mir egal ist? Es ist nur so, dass die Unterstützung für die Zeitgeist-Bewegung keine Sache von Mitgliedschaft ist. Wie Brightgeist schon erwähnt hat, geht es um Werte, nicht um das Einschreiben in einen Verein. Deshalb können wir auch niemanden rausschmeißen, der uns nicht passt. Das wäre genau, als ob ein Atheist sagt: "Du bist rechtsradikal, deshalb wollen wir dich nicht. Glaub gefälligst an einen Gott!"

  • softmachine | vor 477 Tagen, 4 Stunden, 32 Minuten

    man darf nicht vergessen, dass die ns ideologie auch als links gesehen wurde und sich die ns ideologie so zb vom italienischen faschismus unterschied. ns: national und sozial. die "brechung der zinsknechtschaft" war eine säule der ns doktrin, genau wie die stärkung der berühmten mittelschicht. spätestens nach dem applaus von rechts durch merkel, sarkozy und schäuble für occupy hätte man aufwachen müssen. die occupy bewegung affimiert das system, die neiddebatte, die sich durch eine spaltung der gsellschaft der 99% zu 1 % manifestiert, führt nicht zu einem globalen diskurs, sondern forciert neonatioale tendenzen.das problem ist eben nicht die wirtschaft, sondern die poltik, die nicht zu einer globalen sprache bzw. zu einer sprache der "geschwindgkeit nach dem ende der geografie" (virilio) findet.

    Auf dieses Posting antworten
    • moosesgarcia | vor 476 Tagen, 17 Stunden, 59 Minuten

      @softmachine

      Du hast mal unter einem Zikmund-Artikel von einem Experiment in Schwaz bezüglich Geld mit Ablaufdatum erzählt, wenn ich mich nicht irre. Kannst du mir kurz mehr darüber sagen oder Links schicken?

    • moosesgarcia | vor 476 Tagen, 17 Stunden, 59 Minuten

      Links posten meinte ich natürlich.

    • springen | vor 476 Tagen, 17 Stunden, 4 Minuten

      du meinst

      nicht schwaz sondern wörgl:
      http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Die_W.C3.B6rgler_Geldexperimente

      ähnliches gabs aber auch in Schwanenkirchen in Niederbayern. (s. Wära)

    • softmachine | vor 476 Tagen, 11 Stunden, 48 Minuten

      ja, schau mal unter "silvio gesell" und "schwundgeld".

    • moosesgarcia | vor 475 Tagen, 15 Stunden, 7 Minuten

      Danke.

  • sandro91 | vor 477 Tagen, 6 Stunden, 38 Minuten

    ps interview

    hier gibts nochmal das interview mit statdlauer vom 31.01.11 - http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=0mLJLOWyZHY

    ich möchte gleich vorweg sagen, dass ich kein antisemit bin und nicht an der hist. tatsache und belegbarkeit des holocausts zweifle. vorurteile, stereotypen, fremdenfeindlichkeit etc. sind für mich etwas zu verabscheuendes, dennoch verstehe ich nicht, warum zinskritik bzw. rein rational durchdachte und logisch nachvollziehbare kritik am heutigen geldsystem andauernd (fast schon peinlich genau) mit antisemitismus gleichgesetz wird. es erweckt langsam ernsthaft den eindruck, als wäre es eine "neue" bürgerpflicht oder neues pflichtethisches handeln, jeden, der an der sinnhaftigkeit des derzeitigen geldsystems zweifelt, als nazi zu diffamieren. ausserdem beschäftigt die zeitgeist-bewegung sich nicht damit schuldzuweisungen aufzunehemen, zu erstellen oder hin her zu schieben.

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    • sandro91 | vor 477 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten

      fehlinfo

      sry -> 31.01.2012

    • biased | vor 477 Tagen, 5 Stunden, 38 Minuten

      Das Mißverständnis besteht darin, dass nirgendwo steht

      dass Zinskritik mit Antisemitismus gleich gesetzt wird. Das ist das genau jenes Argument, das dazu dient, sich mit nichts beschäftigen zu müssen.
      Die Frage ist, warum die Geld und Zinskritik so anziehend für Antisemiten ist und sich ein Hörmann nicht entscheiden kann, den Holocaust für eine Tatsache zu halten.

      Aber man kann die Sachlage auch mit deinem eigenem Argument betrachten: Die Behauptung, dass jeder, der "an der sinnhaftigkeit des derzeitigen geldsystems zweifelt, als nazi" diffamiert wird, drückt nichts andres aus, als dass es dir scheißegal ist, dass so viele Zweifler am Geldsystem deswegen daran zweifeln, weil es ihnen nicht ums Geld geht, sondern um die Personen, die sie mit Geld und kapital identifizieren.
      Weil sich die "zeitgeist-bewegung" keine Schuldzuweisungen aufnimmt, sie herstellt oder hin her schiebt, lässt sie sich mit Leuten ein oder besteht aus solchen, die jene die den Kredit aufnehmen, den Zins herstellen und das Geld hin und her schieben verfolgen will.

      Es ist schon erstaunlich was jemand sagt, wenn ihn seine eigene Sprache spricht.

    • softmachine | vor 477 Tagen, 4 Stunden, 15 Minuten

      das hängt mit der geschichte zusammen, zumal die zinskritik bestandteil der ns doktrin war, siehe "Brechung der zinsknechtschaft". die kritik an zinsen kommt meist von denen, die das geld nicht zurückzahlen wollen, der "wucher" wurde gerne als alibi für diebstahl verwendet. interessant ist ja wie stets verschwiegen wird, wie die erfindung des zinses erst aufklärung, indivivualität, freiheit und zukunft ermöglicht hat. der zins als währung der zeit ermöglich erst investitionen, seien die plattenfirmen, modeläden oder krankenhäuser. ein silvio gesell modell beleuchtet nur den stärkeren, den arbeiter,den landbesitzer, der sich schwundgeld erarbeiten kann.(darum streifte gesell ja ebenfalls am ns system an). aber wie sollen sich alte, behinderte usw schwundgeld erarbeiten, wie sollen längergehend projekte finanziert werden ? da erscheint das modell einer umwandlung von giralgeld in vollgeld schon logischer, zumal hier die gesellschaft am zinssystem besser partizipieren würde.

  • mallova | vor 477 Tagen, 6 Stunden, 53 Minuten

    Was gewinnst du daran?

    Lieber Michael, das frage ich mich wenn ich deine Zeile lese. Du hast dich offensichtlich schlecht informiert, nichts nachgeprüft und schlichtweg die ganze Geschichte umgedreht. Ob du das selber gemacht hast oder ob du einfach nur die ganze desinformation weitergibst die es überall im moment zu finden ist, das alles frage ich mich. Haargenau das gleiche Prozedere wurde in der Schweiz vor einige monaten gemacht. So bald wie OccupyParadeplatz etwas Grösser wurde, wurden die handvoll Leute, die aufgerufen haben und die ganze "Spread"arbeit geleistet haben als "einmischer", Verschwörungstheoretiker, Antisemiten und Rechtsextremen weggeschoben. Das wissen aber nur ganz wenig Leute, weil das nicht die Mainstreammedienversion war. Das ich mich nicht tot lache, ich bin immer noch "böse Links" in meinem Heimatland und in Deutschprachigenraum plötzlich Rechts extreme. Wer kann das mir erklären.

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    • brightgeist | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 34 Minuten

      selber gemacht

      nach meinem interview mit fiedler kann ich dir auf jeden fall meinen eindruck vermitteln, dass bei ihm tiefe überzeugung hinter den dingen steht, die er da schreibt. an seiner gehässigen und provokanten art der fragestellung (und kommentierung meiner antworten) war das für mich sehr eindeutig zu erkennen.

  • biased | vor 477 Tagen, 7 Stunden, 55 Minuten

    Vielen scheint es einfach nicht ganz klar zu sein, was...

    ...Antisemitismus heißt

    Antisemitismus ist keine Ideologie, kein mit Inhalt gefüllter Gesprächsgegenstand, sondern die abstrakte Blaupause jedweder Verfolgungspraxis. Wo sich der ordinäre Rassismus als Ideologie eines rationalisierbaren Unterschieds begreift (die Hautfarbe, die Sprache, die Religion, das "soziale Probem"), bricht der Antisemitismus mit dem Differenzparadigma und stellt die Verfolgung an sich in den Mittelpunkt. Es geht beim Antisemitismus nicht ums Geld der Juden, nicht um ihre "rassischen" Eigenarten oder auch nur um die Juden als Juden selbst. Es geht darum jemanden mit Hass und ohne Schuldgefühl verfolgen zu können. Strache hat mit seinem Vergleich "Wir sind die neuen Juden" recht genau getroffen, dass er die Verfolgung der Juden für das wesentlichste Ziel hält, das sich im Ressentiment austoben darf. Das Ressentiment schafft keinen Grund jemanden zu verfolgen, es ist bereits der Akt der Diskriminierung, der nur als Verfolgungspraxis gelebt werden kann. Als Antisemit hat man nichts vom Antisemitismus außer dem Ressentiment.
    Wer also den Antisemitismus toleriert, toleriert JEDE Form der Verfolgung, JEDEN Rassismus und JEDE Diskriminierung, die gerade opportun erscheint oder den eigenen Interessen dient. Die linke Kritik an Israel will genau das nicht zur Kenntnis nehmen.

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    • biased | vor 477 Tagen, 7 Stunden, 28 Minuten

      PS.: Verschwörungstheorien über 9/11

      sind nicht manchmal antisemitisch, sondern der zeitgenössische Antisemitismus äußert sich als 9/11 Verschwörungstheorie oder als "Zeitgeist" Movie. 9/11 Truther tun nichts anderes als die "Protokolle der Weisen von Zion" neu zu erzählen. Ein Franz Hörmann glaubt nicht ganz zufällig auch an Chemtrails, UFOs und anderen Quatsch. Wo das sichere Wissen über die Vernichtungslager in Zweifel steht, werden Begriffe wie "Wissenschaft" und "Erkenntnis" durch das Ressentiment ersetzt. Wahr ist, was Verfolgungsgrund ist. Wo Ich war, soll Ressentiment sein.
      Die Geld und Zinskritik ist nicht zufällig das Terrain der übelsten antisemitischen Anmache. Geld ist eine Abstraktion menschlicher Beziehungen, die zwar gesellschaftliche Totalität verlangt, aber paradoxerweise durch seine allmächtige Fähigkeit Dinge gegen einander messbar zu machen, Individualität hervor bringt. Geld macht gleich und jeden speziell, das Unertäglichste was es für einen Antisemiten geben kann, der verlangt, dass gewisse Menschen und Beziehungen aus dem Messbaren und Kalkulierbaren ausgeschlossen werden.

    • softmachine | vor 477 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

      genau, aber die phrase von "wir sind die 99 %" öffnet dieser projektion tür und tor. weil: wer sind dann die 1 % ? diese frage zeigt leider den totalitären kern der occupy bewegung.die 99 & sind zb ganz sicher nicht die ärmsten der armen, die von der globalisieung profitieren, die 99 % werden einfach als allgemeinhet, als "man" behauptet. das tragische ist nun, wer sind nun die 1 % ? die banker, die reichen die juden, die schwulen, die erben, die adeligen, die freimaurer etc etc.?? dieses symbolhafte 1 % ist die projektionschiffre für jede form von rassismus und ausgrenzung, jeder besetzt die 1 % nach seiner facon und seinem vorurteil.so wurde aus einer geforderten mehrbesteuerung der superreichen längst eine neoliberale spielart der gier, die die eigenverantwortung schön neoliberal outsourced. der mittelständler mit seinen 5000 euro im monat hat die moralische rechtfertigung für seinen neid und ein alibi für seinen eigenen geiz.es gibt nämlich immer die 1 % über einen, es trifft aber nicht die 1 % sondern die jeweils ärmeren unter einem.

    • christianlehner | vor 476 Tagen, 7 Stunden, 52 Minuten

      "Vielen scheint es einfach nicht ganz klar zu sein, was Antisemitismus heißt".
      Ja klar! Deshalb gibt es ja auch die unterschiedlichsten Lehrmeinungen zur Phänomenologie. Mir erscheint Deine Ableitung intellektuell interessant, aber ich stimme ihr nicht zu. Wenn es allein um das Ressentiment und die Verfolgungspraxis ginge, könnte zB. auch Occupy Austria mit Fug und Recht behautpen: wir sind die neuen Juden! Du löst den Antisimitismus von seiner Gegenständlichkeit, von seinem Bezugspunkt, der durch reale Handlungen historisch geworden ist und erklärst ihn zu einer allgemein gültigen Verfolgungspraxis. Da könnte ich jetzt auch behaupten, dass Softmachine in seinem über mittlerweile Jahre hemmungslos ausgelebten Ressentiment FM4 gegenüber (ein Host, Zickmund, wird in seiner Argumentation zur kollektiven Meinung, oder weiters: von Occupy lässt sich eine direkte Linie zum Nationalsozialsmus ziehen, Discodemontranten, Neiddebatte usw) als Antisemiten bezeichnen, was ich dezitiert niemals machen würde.

    • softmachine | vor 476 Tagen, 7 Stunden, 22 Minuten

      das ist ja nun echt grotesk. ich habe vor über einem halben jahr schon gesagt, dass die platte zinskritik eine ns geschichte hat und davor gewarnt diese zinskritik einfach stumpf zu wiederholen. und was ist passiert ? tatsächlich ist die österr occupy bewegung antisemitisch verseucht, prof hörmann stellt sich als person heraus, die den holocaust wissenschaftlich nicht verifizieren kann, ihn also leugnet, und offensichtlich ist OA rechtsradikal uns sektiererisch besetzt.und zikmund ist zikmund und keine kollektive meinung, wie kommst du zu dieser unterstellung ? was ist mit dir ? die kritik an fm4 ist antisemitisch ? wo wird occupy austria verfolgt ? wo wird occupy austria die schuld am zustand der welt gegeben ? warum sollen occupy austria die neuen juden sein ? ist dir klar, was du da schreibst ? das ist ja völlig daneben. du behauptest tatsächlich antisemitismus sei antisemitismsu wegen den juden ? bist du betrunken oder was ist mit dir ? das wird hier ja immer krasser.

    • christianlehner | vor 476 Tagen, 7 Stunden, 15 Minuten

      ich habe mich an biased in zusammenhang mit seiner antisemitismusthese gewendet, nicht an dich, dür dich ist das hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,812950,00.html

    • softmachine | vor 476 Tagen, 7 Stunden, 11 Minuten

      ach so du schreibst über mich, meinst mich aber nicht, um mir jetzt zu antworten. was ist das ? zizek ?

    • softmachine | vor 476 Tagen, 6 Stunden, 57 Minuten

      ja danke für den link.wie du darin lesen kannst, hat die nsdap linke argumente benutzt, um arbeiterstimmen zu bekommen. ich sage nicht, dass die nsdap eine linke partei war, sondern so gesehen wurde, ja in teilen der konservativen-staatsfeindlichen usa immer noch so gesehen wird. hoffentlich kannst du zumindest diesen unterschied verstehen.die perfide hybridisierung von linker ideologie und rechter, rassistischer ideolgie hat zu diesem unrechtssystem geführt.hierfür wurden als feinde u.a. das kapital, die bolschewiken und die juden konstruiert.du kannst jetzt gerne das parteiprogramm der fler anschauen, die gegen zinspolitik, grossbanken und gegen ausländer sind. wählerstromanalysen zeigen, dass die meisten stimmen von der spö nach rechts wandern. dies zum hinweis auf die gefahr von blödestem populismus, der hier besinnungslos nachgequatscht wird.

    • christianlehner | vor 476 Tagen, 6 Stunden, 41 Minuten

      du, wir sind hier völlig d'accord, softmachine. in deiner argumentation gegen occupy ist und war es dir in der vergangenheit allerdings als argument gerade recht und billig, stichwort "neiddebatte". das ist für mich grob populistisch und relativierend und - ehrlich - deinen intellektuellen fähigkeiten unwürdig. dir haut's dann immer wieder den troll raus und du ziehst mit pauschalurteilen und persönlichen untergriffen gegen fm4, gegen ows, gegen die verlogenen bobos ins feld OHNE irgendeinen ansatz von differnzierung. das betrifft auch einzelne diskutierende, wie biased oder eben zikmund, die - wenn sie mal eher deiner meinung sind - von dir toleriert werden, sind sie es aber nicht, dann hagelt es perönlich angriffe und untergriffe, dass man sich fragen muss, warum du plötzlich die sprache sprichtst, gegen die du sonst antrittst. ehrlich, ich versteh es nicht und deshalb lass ich mich nicht mehr auf das debattieren "von deinen gnaden" ein, denn das ist ein autoritätsanspruch, mit dem ich einfach nicht kann.

    • softmachine | vor 476 Tagen, 6 Stunden, 8 Minuten

      natürlich ist es eine neiddebatte. was verändert die besteuerung der 1 % am system ? in spanien sind bei den discodemos keine migranten, keine lohnsklaven mitgelaufen, die wurden nicht eingeladen, sind also nicht bei den 99 %. so ist occupy in europa, in den usa weiß ich nicht inwiefern hispanics zb eingebunden sind, vor allem eine bürgerliche bewegung, die mehr reichtum will, aber nach unten keinen wohlstand abgeben will. insofern fehlt auch die globale komponente, da gerade die ärmeren staaten von der globalsierung profitieren. wohlgemerkt ist die us diskussion eine andere, wie in d als exportweltmeister mit rekordwirtschaft. hier von krise zu sprechen ist grotesk.der ruf nach "mehr" erfüllt jedoch zweifelos die standards des neoliberaismus und affimiert aufs schönste das pöse system. nur so werden occupy fans wie merkel, faz und schäuble verständlich.

    • christianlehner | vor 476 Tagen, 5 Stunden, 24 Minuten

      see, das ist genau, was ich meine: die forderung nach einer fairen besteuerung ist ja nur eine unter vielen. wer sagt denn, dass es damit getan ist? natürlich ist da wieder die politik gefragt, aber um deren unmündigkeit geht es ja auch bei ows. bei der hohen jugend- und akademikerarbeitslosigkeit in spanien würde ich mich hüten, von einer wohlstandsdemo zu sprechen. und die armen? die sind doch gerade in unserer ach so aufgeklärten mediengesellschaft sowas von abgehängt und die meisten reichen sowas von uninteressiert, dass die repolitisierung der gesellschaft wahrscheinlich nur vom mittel-, arbeiter- und intellektuellenstand ausgehen kann. du kannst dich jetzt moralisch entrüsten, weil dies erst durch die persönliche betroffenheit passiert, aber das war ja schon bei der friedensbewegung gegen den vietnamkrieg so (draft). das ist die human condition. warum glaubst, dass der mehrheit der westlichen bevölkerung die sogenannte anti-globalisierungsbewegung blunzn war? weil es dem mittelstand in den 90ies gut gegangen ist. man kann also jetzt beleidigt sein, oder die vielleicht letzte historische möglichkeit einer friedlichen, reformorientierten umverteilung beim schopf nehmen. denn wenn's hier noch weiter auseinanderklafft, dann wird's so richtig ungemütlich unter all den gefahren, die auch du...

    • christianlehner | vor 476 Tagen, 5 Stunden, 23 Minuten

      ...zurecht bemühst.

      bist du eigentlich schon mal bei occupy berlin gewesen und hast die leute dort mit deinen thesen und einwänden konfrontiert?

    • softmachine | vor 476 Tagen, 47 Minuten

      das sag ich doch. aber was nützt es eine gerechtere us besteuerung in d nachzuplappern ? im übrigen bezweifle ich deine these, dass es den leuten in den 90ern jahren egal war. im gegenteil, ich erinnere an seattle, genua. da war der staatliche-systemische widerstand um einiges größer.was die politik heute beruhigt ist die offensichtliche harmlosigkeit von occupy. evtl wäre eine parteigründnung jetzt gerade richtig.eine partei der globalisierung, die sich nicht national spalten lässt.hach, da hätten einige die hosen voll.die taktik der freiwiligen ohnmacht bezweifle ich, wenn das schweigen als verstummen interpretiert wird.so eine ows partei könnte global ein globales problem wie die steuer offshore paradiese konkret angehen. dann müssten hier nicht irgendwelche antisemitschen sektenfuzzis "wir sind die 99 %" gröhlen oder gleich das ganze geld abschaffen müssen.