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Musik, Film, Heiteres

Philipp L'Heritier

Philipp L'Heritier

Ocean of Sound: Rauschen im Rechner, konkrete Beats, Kraut- und Rübenfolk, von Computerwelt nach Funky Town.

9. 5. 2012 - 17:25

Springfestival 2012

Konfetti einpacken: Nächste Woche beginnt das Springfestival in Graz. Theorie, elektronischer Wildstyle, Party.

Wenn man sagt, dass das Springfestival in Graz womöglich das beste Festival in Österreich ist, übertreibt man eventuell gar nicht. Kürzlich erst hat die englische, in Musik-Dingen doch immer recht verlässliche Tageszeitung Guardian das Spring in die Liste ihrer 10 top-empfehlenswertesten Festivals für den Sommer gehievt. Dass das Festival vielerorts für sehr gut befunden wird, mag zu nicht unbedeutenden Teilen auch am an dieser Stelle schon häufig beschworenen Graz-Vibe (trotz möglicherweise komischer, neuer Gesetze) liegen, klarerweise besticht das Springfestival aber hauptsächlich durch das Programm. Hinsichtlich Qualität und Quantität.

Ms. Dynamite
Ms. Dynamite

Das Musik-Programm des Festivals bildet wie gehabt auch heuer wieder ein breites Spektrum von im allerweitesten Sinne "Elektronischer Musik" ab - selbst wenn sie da und dort gar nicht an Computer und Drum-Machine zusammengeschraubt worden ist, sondern mit echt angreifbaren Instrumenten eingespielt. House, Techno und Disco, Drum'n'Bass, Dubstep und alle Interims- und Post-Ausformungen dürfen beim Spring erlebt werden. Jazz gibt's auch, beispielsweise in der Gestalt von Worldwide Radio-King Gilles Peterson. Höhepunkte unter vielen könnten heuer beim Spring die Grime/Dubstep-Nacht mit Ms. Dynamite, Skream & Benga oder der vom in Graz immer gern gesehenen Herrn Drums of Death kuratierte Abend mit Vitalic und Andrew Weatherall werden. Oder aber Amon Tobin mit, wie man hört, aufsehenerregnder Live-Show, das französische House-Duo Cassius oder die Berliner Partybrüder Modeselektor mit einer Art Showcase ihrer immer mehr zu den Labels der Stunde werdenden Labels Monkeytown und 50Weapons. Mit im Gepäck: Anstam, Siriusmo und die ganz famosen Lazer Sword. Das genaue Tagesprogramm steht hier.

Cassius
Cassius

Vom 16. bis zum 20. Mai darf also wieder zwischen ppc, Dom im Berg, Postgarage, Stadthalle und Helmut-List-Halle und der einen oder anderen Location durch die Nacht und auch den Tag geirrt werden. Neben Beat und Dancefloor gibt's nämlich dieses Jahr auch wieder die Springsessions, die "Conference for electronic art, technology and design", wo man von mit allen Wassern 5.0 gewaschenen Gastrednern erfahren darf, wie unsere schöne, bunte, neue, elektronische Welt denn so in etwa funktioniert und morgen hoffentlich noch funktionieren wird.

ACHTUNG: TICKETS

Wir verlosen 4x2 Festival-Pässe fürs Springfestival. Man beantworte diese mittelschwere Frage:

Welcher der heuer beim Springfestival auftretenden Acts würdigt oder persifliert, je nach dem, mit seinem Logo das klassische Logo von Run-DMC?

Die richtige Anwort schickt ihr bis Montag, 14. Mai, 12 Uhr Mittag an game.fm4@orf.at - die GewinnerInnen werden per Mail verständigt.

Von vor Ort folgt dann (wie schon in den Jahren zuvor) wieder das ausführliche Springfestival-Logbuch.

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Forum

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  • seidler | vor 376 Tagen, 21 Stunden, 21 Minuten

    ich gebe dir auch in vielen punkten recht. nur diese immer (wobei: schon länger nicht mehr. deshalb "alte form") ausbrechenden boshaftigkeiten gegen wolfram und/oder/stellvertretend für "vips" (wie du sie nennst) verstehe ich nicht. man steht nicht automatisch gelangweilt/restfett/arrogant herum und nimmt das ganze nicht ernst wenn man dort arbeitet, aber so stellst du das immer und ausnahmslos dar.

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    • seidler | vor 376 Tagen, 21 Stunden, 20 Minuten

      achso, das hätte eigentlich unten dazugehört

    • zugverschrotter | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 26 Minuten

      aber geh. hast du in der diskussionsschule nicht gelernt niemals die worte nie und immer zu verwenden? :P

      die vip-sache hat mich letztes jahr insofern angekotzt, als alleine am eröffnungsabend im ppc ein gutes viertel der anwesenden mit irgendwelchen offiziellen bandln um den hals sich mit bier hinter der bühne eingedeckt hat, bevor dann, nach einiger cooler herumsteherei auf der tanzfläche, das lokal wieder verlassen wurde. dass soetwas nicht gerade stimmungsfördernd ist weiß jeder, der schon einmal in der nähe von dancefloorfelsen versucht hat zu shaken.

      dann die k&ö-terrassen-sache: geschlossene gesellschaft für geladene gäste am zweiten tag. und während sich alle "normalos" darum gerissen hätten, sich zumindest den neubau einmal aus der nähe anzusehen (gratis bier gabs offenbar auch, aber das wär schon die kirsche am sahnehäubchen gewesen), war, den fb-postings der veranstalter nach zu urteilen, kein mensch dort.

      was den wolfram betrifft war die unten gestellte frage ausnahmsweise einmal kein bashing (ICH SCHWÖRE! mit fingerabschlecken und stuff) sondern ehrliche verwunderung darüber, dass ein act öfters als einmal in einer großen location aufspielt. DoD im dom und dann in der fm4zentrale wie vor 2 jahren, jo. aber degiorgio zwei tage hintereinander im dom?...

    • thedoors | vor 376 Tagen, 6 Stunden, 58 Minuten

      letztes Jahr hat Drums of Death im ppc gespielt, später im Parkhouse aufgelegt. Heute ist er schon wieder da! Der Typ wird zum Spring Resident :D

  • hitney | vor 376 Tagen, 22 Stunden, 8 Minuten

    Ich sehe das in vielerlei Hinsicht genauso, Zugverschrotter.
    Aber interessant, dass man das aus "zugverschrotter zurück in alter form" nehmen kann. Naja es gab schon ganz andere Genies:
    http://answers.yahoo.com/question/index?qid=20081101161634AAvM3kB

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  • zugverschrotter | vor 377 Tagen, 12 Stunden, 41 Minuten

    "klarerweise besticht das Springfestival aber hauptsächlich durch das Programm"

    richtig. durch organisation und preisgestaltung kann es spätestens seit dem letztjährigen debakel mit undurchsichtigen eintrittspreisen für unterschiedliche locationkategorien, unbesuchten exklusivevents, die den restfetten vips am allerwertesten vorbeigegangen sind weshalb man kurzfristig wenigstens irgendein fußvolk dafür zu begeistern versuchte, einem frühzeitig abgebrochenen eröffnungsabend und einer charmfreien aber dafür umso überdimensionierten stadthalle, nicht mehr wirklich überzeugen.

    ps: wird kirk degiorgio der neue wolfram? der gute legt gleich an zwei tagen hintereinander im dom auf...

    Auf dieses Posting antworten
    • seidler | vor 377 Tagen, 3 Stunden, 28 Minuten

      zugverschrotter zurück in alter form

    • moosesgarcia | vor 377 Tagen, 2 Stunden, 48 Minuten

      Bashing as a lifestyle...

    • thedoors | vor 377 Tagen, 2 Stunden, 30 Minuten

      wobei ich hoffe, dass es heuer nicht dazu kommt, dass ein Jackmaster gar nicht erst aufbauen braucht, weil im ppc um 4 Uhr 5 Leute sind und die Betreiber einfach zusperren.

    • zugverschrotter | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 32 Minuten

      liebe frau seidler

      es mag ja sein, dass du als vip/szeneperson/musikjournalistin nur die leiwonden seiten der großveranstaltungen wie spring mitbekommst.
      als zahlender besucher ärgert man sich aber über offensichtlichen größen- und kommerzialisierungswahn, der vermutlich nicht zufällig auf die wahl zum besten indoorfestival gefolgt sein dürfte.

      zugegeben, die (beschränkt verfügbaren) early bird pässe waren auch letztes jahr noch billig. durch die preisanstiege bei abenkassakarten (irgendwas bei 30-50%) sind aber viele einzel- und spontanbesucher ausgeblieben, weil kein mensch um 1 in der früh sagt "eigentlich hätt ich noch lust auf party. gehma springen, kostet eh nur 35 euro ohne nix".
      durch die abseits gelegenen live-locations und die ticketdifferenzierung (ohne nachträglicher upgrademöglichkeit) wurden die besucher zusätzlich in zwei gruppen geteilt: clubber im stadtzentrum, livefans in der pampa. das resultat waren zum einen erfreulich kurze wartezeiten an bar und klo sowie teilweise mögliches plaudern mit den artists, zum anderen dafür halbleere locations, abgesagte acts und wegen wertlosigkeit vorverlegte sperrstunden.

      wenn dir das alles egal ist, weil du ohnehin mit deiner akkreditierung nur, fürs niedere fußvolk eher riskantes, partyhopping betreibst und backstage schmäh führst sei dir das unbenommen. aber bitte komm nicht mit süffisanten kommentaren daher wenn sich jemand ohne...

    • zugverschrotter | vor 377 Tagen, 1 Stunde, 32 Minuten

      ... vip-privilegien anmaßt nach sieben jahren springerfahrung sein subjektives urteil (das da wäre: lineup immer geil, organisation zunehmend chaotisch) abzugeben.

    • seidler | vor 376 Tagen, 21 Stunden, 27 Minuten

      ach komm, das war eigentlich so gemeint: :)

    • zugverschrotter | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten

      entschuldige bitte den etwas angepissten ton von vorher. aber das chaos des letzten jahres stößt mir immer noch sauer auf. in erster linie, weil ich mich vor den von mir sehr geschätzten acts für das katastrophale management und die geringe publikumsbeteiligung fremdschämen musste.

    • seidler | vor 376 Tagen, 20 Stunden, 9 Minuten

      das versteh ich. ich juble auch immer obwohl ich wegen meiner stimme gar nicht dürfte wenn ich das gefühl habe die leute schätzen einen act nicht genug (bzw. es sind zu wenige da)

    • robertglashuettner | vor 376 Tagen, 15 Stunden, 14 Minuten

      tröte kaufen :) und falls man sich bei halbleeren konzerten dann doch nicht traut, einfach zum modeselektor-liveact mitnehmen..