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Musik, Film, Heiteres

Susi Ondrusova

Susi Ondrušová

Scheinlicht im Nebelwerfer. Reis(s)ende Rückblicke auf bleibende Bühnen.

21. 6. 2012 - 15:52

Full Hit Of Summer Festival: Das war Tag 1

Mile Me Deaf, M185, Eagles Of Death Metal und die beste Band des Abends: Two Gallants. Mit Video!

Auf der Picknickdecke sitzen und konzertierenden Bands zuschauen, so stell ich mir einen angenehmen Festivaltag vor. Wie gestern in der Wiener Arena beim ersten Tag vom Full Hit Of Summer Festival, das – wahrscheinlich aus Rücksicht auf das heutige Match (!) – mit eintägiger Unterbrechung morgen weitergehen wird.

Am Freitag, 22.Juni geht es weiter mit dem Full Hit Of Summer Festival. Einzelne Restkarten sind noch hier erhältlich!

Beirut geben leider keine Interviews auf Tour, dafür werden sowohl M Ward als auch Kurt Vile im FM4 Studio vorbeischauen und jeweils eine FM4 Acoustic Session spielen. Wir freuen uns!

Eröffnet hat die Noise-Pop-Formation Mile Me Deaf rund um Sänger, Songschreiber und Gitarrist Wolfgang Möstl, der seine bunten Hemden auch bei den Killed By 9V Batteries ausführt, oder bei Gold Soundz. Aus einem Gesprächsfetzen von Vorgestern, der da lautet: „Wir haben ja schon 2005 gewusst wie super der ist!“ freut es natürlich alle, dass die Band mit ihrem Album „Eat Skull“ auch auf hochgeschätzten Blogseiten wie diesen gewürdigt wird.

M185 kann man sich immer ansehen, so lautet mein aktuelles Festivalsommer-Motto, auch wenn man von leichten Regentropfen gekitzelt wird, die niemand in der Umgebung wahrnimmt. Regenparanoia passt zum mächtigen Gitarrensound der Amadeus FM4 Award Gewinnern 2012 eigentlicht ganz gut.

Two Gallants

Aber das wirkliche Highlight gestern, war die Zwei-Mann-Formation aus San Francisco: Two Gallants.

Hip Hop, Blues, Folk, Punk. Whatever! Adam Stephens links und Tyson Vogel rechts.

Adam Stephens und Tyson Vogel haben seit Erscheinen ihres Debütalbums regelmäßig in Wien gespielt und sich hier eine Fanbase aufgebaut, die gestern vollständig und vermehrt auch anwesend war und sich lauthals bemerkbar gemacht hat. Mit den obligatorisch unterstützenden „Whoohoos“ zwischen den Songs, dem lauten Klatschen bei den noch unbekannten neuen Songs der Band und das laute Mitsingen bei alten Hits (wie „Nothing To You“ von ihrem 2004er Debüt „The Throes“).

Sobald die beiden auf der Bühne waren, haben sich die Menschen jedenfalls nach vorne bewegt und dort schön mitgezuckt. Two Gallants selber schauen bei ihren Konzerten ja immer so aus, wie man sich einen cholerischen Wiener vorstellt: hervorstehende Adern im Gesicht, wo man nicht gewusst hat, dass da überhaupt eine Blutader fließt. Es war herrlich.

Das neue Two Gallants Album haben die beiden Musiker und Freunde schon letzten November fertiggestellt, für sie fühlt es sich schon wie „old news“ an. Hierzulande wird „The Bloom & The Blight“ allerdings erst im September veröffentlicht. Im Interview meint Sänger und Gitarrist Adam, dass es „pretty different“ sei: „quite a bit noisier, a bit more aggressive!“

Was anlässlich der eh schon einzigartig blühenden Energie, für die die beiden bei ihren Konzerten berühmt berüchtigt sind, im ersten Moment ein wenig überrascht. Noisier! Yes! Das gefällt mir. Click.

Die Bandpause von fast vier Jahren eher weniger, aber anscheinend hat die Zeit zwischen den Alben den Two Gallants Musikern - die sich immerhin seit ihrem 5. Lebensjahr kennen - auch ganz gut getan. Tyson Vogel hat unter dem Bandnamen Devotionals ein Soloalbum veröffentlicht. Adam Stephens anscheinend Dämonen bekämpft, die er mit "rough time" zusammenfasst.

Die Schnelligkeit mit der sie dann nach vier Jahren endlich wieder gemeinsam im Studio an ihre neuen Songs gearbeitet haben, hat dem Material einen emotionalen roten Faden gegeben, eine neue Dringlichkeit:

„It´s almost like they´re all part of one emotion in a way. Not that all the songs are the same but they sort of came from a very similar mindset. I think they have much more of a cohesive feeling. It had a very cathartic thing. It needed to get out. To me the best songs happen that way. When they´re just not forced out but they actually force themselves out.”

Schlagzeuger Tyson ergänzt dann diesen folgenden schönen Satz:
"We didn’t plan to take such a long time of but I think at that time at least for me it gave me a lot of perspective. I´ve never even played in another band with anybody else. I was in this kind of punkband when I was younger but it´s not really the same. Going out and realizing what music is - it is this great conversation and it´s like a chemistry and it´s like a loftier thing than, I mean you know like any art it has these multiple levels and I think that there is something that Adam and I share that is kind of unattainable anywhere else."

Two Gallants sind eine großartige Band. Um mir meine Ohrwürmer nicht von einer mir nicht ganz so geliebten und mir auch unverständlichen Band zu vermasseln, hab ich das Konzert der Eagles Of Death Metal anschließend ausgelassen. Zu dem Konzert kann ich nur ein Dokument fotografischer Art anbieten:

UND: Hier die Two Gallants und ihr Song „Steady Rollin“ aufgenommen bei einer FM4 Acoustic Session. (Und 1000xDanke an Mile Me Deaf für die Akustikgitarre!)

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  • piareiser | vor 336 Tagen, 14 Stunden, 34 Minuten

    "steady rollin" in kurzen hosen! mein kopf explodiert grad.

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  • watchtowerman | vor 336 Tagen, 16 Stunden, 58 Minuten

    ja auper waren Two gallants gestern. Aber das dürfte ich echt verpasst haben dass sie öfter schon in wien waren. shame on me.

    was sich die arena aber bei diesen Papierbandln gedacht hat würde mich echt interessieren. ein fetzen der 2Hitzetage mit min.2x duschen überstehen soll obwohl er schon beim anschauen zerfällt? bitte das nächste mal 2 Karten. kann auch nicht teurer sein

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  • sloat | vor 336 Tagen, 17 Stunden, 13 Minuten

    Match (!) gibt es auch morgen eines, von daher braucht es eine andere Ausrede. ;) vielleicht, dass für heute schon ne andere Veranstaltung in der Arena gebucht war.
    Adam nahm das Wort Metal bzgl. des neuen Albums in den Mund, und ob es wieder mehr nach Punk-Blues klingt - not really. there's no blues on the record.
    außerdem wäre es schön, würde die "Fanbase" endlich zur Kenntnis nehmen, dass die beiden Amerikaner sind und die Band daher Gllaaants und nicht Geeeeellnts ausgesprochen wird. ja, unwichtige Kleinigkeit, aber trotzdem störend, wenn ständig falsch skandiert.
    und ja, der platte Festival-Schwanzrock von den EOFDM danach war zum Vergessen, obwohl die Atmosphäre aufgrund des Regens und der simplen zwei Songs, die in leicht abgeänderten Variationen und Texten über die Dauer des Slots gespielt wurden, unter den Besuchern ganz gut war.

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    • ondrusova | vor 336 Tagen, 16 Stunden, 45 Minuten

      ja aber nur heut is tschechn match!!!;)
      lgs*