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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

24. 6. 2012 - 20:15

EM-Journal '12-63.

Die Live-Begleitung des vierten Viertelfinals mit dem prestigeträchtigen Klassiker England - Italien.

Das EM-Journal 2012 begleitet täglich die Euro in Polen und der Ukraine, ähnlich wie schon das WM-Journal '10 beim letzten Großereignis.

Die Viertelfinals: Spanien - Frankreich 2:0, Deutschland gegen Griechenland 4:2 und Tschechien gegen Portugal 0:1.

Die Übersicht zu allen Spielen und Journalen.

Die Profile der sechzehn teilnehmenden Teams:
Gruppe A
Polen / Griechenland
Russland / Tschechien
Gruppe B
Niederlande / Dänemark
Deutschland / Portugal
Gruppe C
Spanien / Italien
Kroatien / Irland
Gruppe D
England / Frankreich
Schweden / Ukraine

Das alles im Rahmen des heurigen Fußball-Journals '12, welches sich - wie schon 2011 - mit den aktuellen Unwägbarkeiten dieses besten aller nicht lebenserhaltenden Systeme beschäftigt.

FM4 hat auch diesmal wieder ein EM-Quartier im Wiener WUK, mit Public Viewing, Moderation und netten Gästen. Für Regenwetter gibt es Indoors-Screens.

Wem beim Penalty-Shootout die Sympathien gehören ist klar

Joe Hart hat sich aufs Elferschießen vorbereitet, Buffon wird es wohl mit der Routine machen.
Die Italiener machen den Kreis und befeuern sich, die Engländer stehen rum.
Buffon unterhält Schiedsrichter und Gerrard beim Losentscheid, wer beginnen wird.

Balotelli beginnt, ein ManCity-Duell gegen Hart.
0:1, extrem präzise links unten, auch wenn Hart fast dort ist
Gerrard gegen Buffon, in die selbe Ecke, auch flach, auch Buffon dort, 1:1.

Montolivo schießt am selben Eck vorbei, Hart flog richtig, es war hart, flach und knapp.
Rooney trifft in dieselbe Ecke, halbhoch, Buffon irrt sich. 2:1.

Pirlo lupft den Ball in die Mitte, macht den Panenka, 2:2., unverschämt und geil.
Young hämmert den Ball an die Latte, zentral, alles ist wieder offen.

Nocerino täuscht und rollt den Ball flach nach links, 2:3.
Cole will täuschen und Buffon fängt den Ball rechts unten ganz easy fest.

Diamanti schießt dann ins linke Eck, Hart fliegt ins rechte, 2:4 im Elferschießen.

Gibt's nach diesem Spiel einen gerechteren Ausgang?
Nein.

Kein Mitleid mit England, jetzt ist italienisches Hüpfen angesagt.
'nuff said...

Spielt Hodgson echt auf Elferschießen?

... aus lauter Angst vor der Spielmacht der Italiener? Gibt's doch nicht, oder?
Andererseits: Will sich Italien auf das legendäre Penalty-Pech der Three Lions verlassen? Oder nicht doch noch versuchen die eine Chance zu erarbeiten, die das Weiterkommen bedeuten kann?

Immerhin beginnt man die zweite Hälfte der Verlängerung wieder mit einem Powerplay. Und dann ein 28-Meter-Freistoß, Balotelli direkt, wie blöd. Balotelli schießt allerdings öfter aufs Tor als ganz England, sagt ARD-Simon mit einem Blick auf die Statistik.

In der 113. wieder ein guter Angriff, Balzaretti-Cross, Diamanti direkt übernommen, knapp drüber, toll. Eine Minute später fällt Balotelli ein Maggio-Cross irgendwie auf den Fuß, irre. Und dann, Omeingott, wieder eine Minute später, ist das Kopftor von Nocerino nach Diamanti-Cross auch noch offside, Wahnsinn!

England ist stehend k.o., Italien müht sich sisyphosmäßig ab... und schafft es nicht in der regulären Spielzeit; what a shame.

Die erste Verlängerung also, eine aus dem Stand eher...

Italien final in einem 4-2-3-1: Maggio-Barzagli-Bonucci-Balzaretti; Marchisio-Pirlo; Daimanti-Montolivo-Nocerino; Balotelli.

England weiter mit einem 4-4-2: Johnson-Terry-Lescott-Cole; Walcott-Gerrard-Parker-Young; Rooney-Carroll.
8 Henderson wird als letzter Wechselspieler kommen, für 17 Parker, ein Wechsel im zentralen Mittelfeld.

In der 94. gelb für Christian Maggio - der wäre im Semifinale also gesperrt. Der Freistoß danach, wieder per Gerrard-Flanke, sorgt für Aufregung, was auch sonst.

Wie Rooney seine Konter vergeigt ist ein schlechter Witz. Im Gegenzug verpasst Balotelli einen Pirlo-Lupfer knapp. Jetzt haben wir eine intensive Stehpartie, in der nur mehr für ganz wenige, gezielte Tempovorstöße Kraft aufgewendet wird. Nix mehr mit offenem Schlagabtausch.

Man of the Match, auch wenn seine Schüsse oftmals zu ungenau und zu schwach sind: Mario Balotelli, der sich in das Spiel reingräbt, als ginge es um seine Familienaufstellung.

Nach einer spanischen Handball-Situation, einem Powerplay, setzt Diamanti eine Flanke von halbrechts an, die dann, eher zufällig, aber saugefährlich, an der Außenstange landet (101.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Verlängerung erinnert sich Johnson an die Anfangsphase, seine guten zehn Minuten, legt auf für Walcott, dessen Chip Carroll knapp nicht mehr zurück ins Tor legen kann.

Vollzeit-Fazit

Italien hat es als technisch, spielerisch und taktisch schon bessere Mannschaft nicht geschafft, seine vielen Halbchancen in Zählbares umzusetzen.
England hat für seine bescheidenen Verhältnisse ein kreatives Match abgeliefert, sich offensiv eingesetzt, aber kaum Chancen erarbeitet.

Dem Spiel fehlten bislang nicht nur die Tore, sondern auch eine gewisse Größe. Über ein bestimmtes Level trauen sich die Akteure nicht zu gehen.

Das erste 0:0 der Euro die erste Verlängerung im Turnier

In der 82. Minute gibt es die erste gelbe Karte, gegen den unbelasteten Barzagli, und das führt wieder zur wohl einzigen Chance auf ein englisches Tor, einen Standard, der zu einer Flanke führt. Allerdings kam seit der Auswechslung von Cassano auch keine italienische Kombination mehr - nur ein Diamanti-Weitschuss. Wo bleibt Di Natale?

Auf der anderen Seite ist Walcott nicht ins Spiel gekommen, Carroll schon eher. Young hat keinen guten Abend, Rooney macht einen auf Baros.

In der 89. Minute blockt Glen Johnson einen Schuss von Nocerino, den er spanienmäßig durch die Schnittstelle gespielt bekommen hat, das war exzellent von Marchisio.

Prandelli bringt keinen Stürmer, sondern Rechtsverteidiger 2 Maggio, in der Nachspielzeit, für 7 Abate. Maggio ist der deutlich offensivere Mann.

Dann kommt aber noch einmal England - aber Rooney scheitert mit seinem Fallrückzieher deutlich. Es wird das erste Null-zu-Null, es wird die erste Verlängerung.

Und dann wieder: behände Vorsicht auf hohem Niveau

In der 60. Minute kommen 7 Walcott für 16 Milner und 9 Carroll für 22 Welbeck, das heißt: das System bleibt, nur das Personal für die Positionen wechselt.

Spielen tut weiter Italien: Pirlo und Montolivo setzen jetzt die scharfen Risikopasses, die ich von Anfang an erwartet hatte, De Rossi powert sich mit hinein und Balotelli will in jeder Situation dabei sein.

England kommt bei seinen schnellen aber zu systematischen Angriffen zu eher zufälligen Chancen: Carroll und Young schaffen in der 65. Minute aber ein Ausrufezeichen. Rooney hat die zweite Halbzeit noch nicht gefunden.
Die italienischen Angriffswellen rollen aber deutlich satter und gefährlicher. Allerdings ist damit ab der 70. Minute irgendwie Schluss. Das Tempo lässt nach.

In der 72. Minute krampft Gerrard, nicht etwa Andrea Pirlo, dem viele (ich auch) gar nicht zugetraut hätten, dass er über vier Matches gehen kann. In der 77. setzt er eine Freistoßflanke auf den unsichtbaren Rooney, dessen Ball ist für Buffon aber zu matt.

Das Match bewegt sich jetzt wieder auf dem eher verhaltenen Level der 1. Halbzeit, tut mehr so als ob. Prandelli muss wechseln um den Druck wieder erhöhen zu können. Und er bringt in der 78. Minute 22 Diamanti für 10 Cassano, also einen offensiven Mittelfeldspieler, einen Vorbereiter für eine Spitze. Das heißt: alles auf Balotelli, und das nimmt der, der heute alles niederreißen will, auch gleich dankend an. Dann kommt auf 23 Nocerino für 16 De Rossi, auch eine leichte Offensiv-Verstärkung. Man kann jetzt von einem italienischen 4-2-3-1 reden, mit der Offensivreihe Diamanti-Montolivo-Nocerino hinter Balotelli.

Jetzt ist er wirklich da - der offene Schlagabtausch

England startet Halbzeit 2 lauffreudig, wild und überfallsartig. Als ob man sich jetzt zu einem Neuanfang entschlossen hätte.
Italien hat offenbar beschlossen da mitzuziehen.
Oha, das kann was werden!
Und der De Rossi-Vorbeisetzer nach einem ein wenig zufälligen rebound nach Corner in der 48. Minute war nicht offside, sondern etwas in der Kategorie Großchance.

Die Tempo/Intensitätssteigerung ist jetzt greifbar. Und erst jetzt ist das Gerede vom Schlagabtausch, das einige "Experten" schon in der 1. Halbzeit gesehen haben wollten, gerechtfertigt. Auch weil Montolivo seine Rolle jetzt neu, deutlich offensiver, quasi als dritter Stürmer interpretiert.

Dann in der 52. Minute die Dreifach-Chance. De Rossi-Schuss, Hart lässt prallen, Balotelli-Nachschuss eins, wieder Hart, Montolivo-Nachschuss zwei, drüber. Wow. Jetzt ist hier wirklich Musik drin.
Wenn die englischen Tempogegenstöße jetzt noch etwas mehr Niveau hätten, dann wäre es vielleicht wirklich schon eine große Partie. Fair ist sie allemal - die angeblich so gern schauspielernden Italiener fallen nicht und foulen auch nicht, sie suchen in jeder Situation den bestmöglichen Weg zum Tor und gefährden es in Permanenz.

7 Walcott und 9 Carroll werden kommen. England will also das Tempo verschärfen. Balotelli verschärft mit seiner etwa zehnten Chance seines.

Der Versuch eines Halbzeit-Fazits

Der beste Mann am Platz: Proenca, der alles au naturelle laufen lässt.
Durchaus beeindruckend: die Dichte, mittels derer sich das italienische Spiel eine Feldüberlegenheit erarbeitet hat. Die Wucht der beiden Sturm-Duos.
Seltsam hingegen ist: die auch nötige, aber ausgeschaltete Feinfühligkeit der beiden Sturm-Duos, die noch sehr geringe Wirkung des italienischen Mittelfelds und das Gefühl, dass doch beide Teams noch mit der angezogenen Handbremse agieren.
Das ist durchaus interessant anzusehen, hat aber noch den Charme eines mit dem umgebundenen Handtuch durchgeführten Spaziergang durchs Nudistenquartier.

Ein seltsames Spiel zweier irgendwie gehemmten Teams

In der 25. Minute scheitert Balotelli beim Solo-Durchlaufen an Terry. Pirlo ist mittlerweile im Spiel, passt, beruhigt und ordnet jetzt. In der 32. Minute eine identische Situation - wieder wird die starre englische Struktur mit einem hohen Ball von Montolivo in die Spitzen ausgehebelt - diesmal scheitert Balotelli an seinem Volley-Können. Im Gegenstoß dann eine ManU-Kombi, Rooney mit der Ferse auf Welbeck, der dann die Fußinnenseite anstatt des Vollspanns herzieht.

Noch ist dieses Spiel von hoher Klasse entfernt.
Aber: mittlerweile wechseln die Situationen schnell, man schenkt einander nichts, riskiert zumindest in den eigenen Konterphasen durchaus etwas. Italien hat eine gewisse Feldüberlegenheit, England spielt jedoch sein deutlich kreativstes Match bisher. Schiri Proenca lässt das Spiel auch wunderbar laufen, pfeift nur im Notfall ab, was alles sehr flüssig aussehen lässt.

Montolivo macht deutlich zu wenig aus seiner Joker-Position, er müsste vor allem im Zentrum Löcher reißen. In der 38. hält Hart einen guten Cassano-Schuss - die Chancen entstehen zuletzt nicht mehr aus Kombinationen sondern Einzelaktionen.

Erst in Minute 41 kombiniert man wieder. Pirlo schlägt eine Flanke, Cassano legt per Kopf auf und der bedrängte Balotelli scheitert drei Meter vor der Linie. Die Schlussphase gehört wieder Italien. Der englische Musterkonter in der 43. wird brutal in den Sand gesetzt - wenn man hierin seine Chance sieht muss das besser werden.

Die ersten Erkenntnisse in den ersten Minuten

Italien wie zu erwarten war - die Viererabwehr, davor Pirlo, der von Marchisio und De Rossi flankiert wird. Montolivo davor mit Freiheiten, Cassano halbrechts und Balotelli halblinks sowieso.

England mit den zwei reißfesten Ketten und den beiden freien Stürmern - Rooney eher rechts, Welbeck eher links.

Der Schuss von De Rossi an die Stange (der hätte drin sein müssen) aus gut 25 Metern erfolgte Volley (und in der 3. Minute) und stempelt das Kräfteverhältnis zu Beginn gleich ab. England zaghaft, Italien dominant.

Die Antwort kommt postwendend (5.): Glen Johnson mit einem Zufallsvorstoß, einem zweimal abgefälschten Cross und einem mutigen aber gescheiterten Versuch Buffon zu überwinden. Der hätte auch drin sein müssen.

Danach gibt Italien die Dominanz-Position sofort, fast reflexhaft auf, will England die Angriffe (und sich somit die Konter) erleichtern. Deswegen hat England in den ersten zehn Minuten mehr brauchbare Offensiv-Szenen als im ganzen Match gegen Frankreich. Buffon dazu zu bringen die Fäuste einzusetzen heißt dass man Druck entwickelt hat.

Pirlo ist noch nicht im Spiel.
Und Milner und Young haben die Flanken getauscht, minutenlang, auch ein völlig neuer Move.

Und der dritte spektakuläre Cross von Johnson (mehr als im ganze bisherigen Turnier) den Rooney fast erfliegt, den Abate gerade noch wegspitzelt, machen England zum gefährlicheren Team der Anfangsphase.

Die Ausgangslage vor dem Spiel...

... ist ganz klar: zumindest eines der beiden Team muss seine bisherige Strategie aufgeben. Zwar versuchen die beiden einander gegenseitig die Favoritenrolle zuzuschieben, aber trotzdem sollte eines der Teams aus der bisherigen Vor- und Rücksicht-Taktik aussteigen.

Eigentlich kann das nur Italien sein. Prandellis Team ist mit allen taktischen Wassern gewaschen, kann jedes System, jede Strategie, jede Taktik umsetzen. Hodgsons England kann nur 4-4-2, und das halt in bissl-offensiver und bissl-defensiver.

ENGLAND

Tor: 1 Joe Hart (Man-chester City), 13 Robert Green (WestHam), 23 Jack Butland (Birmingham).

Abwehr: 2 Glen Johnson (Liverpool), 15 Joleon Lescott (Manchester City), 6 John Terry, 3 Ashley Cole (Chelsea), 14 Phil Jones (Manchester United), 12 Leighton Baines, 18 Phil Jagielka (Everton) und 5 Martin Kelly (Liverpool).

Mittelfeld: 17 Scott Parker (Tottenham), 4 Steven Gerrard, 19 Stewart Downing (Liverpool), 16 James Milner (Manchester City), 7 Theo Walcott, 22 Alex Oxlade-Chamberlain (Arsenal), 11 Ashley Young (Manchester United), 8 Jordan Henderson (Liverpool).

Angriff: 10 Wayne Rooney, 22 Danny Welbeck (Manchester United), 21 Jermain Defoe (Totten-ham), 9 Andy Carroll (Liverpool).

Englands Weg ins Viertelfinale:

Roy Hodgsons Team absolvierte das erste Spiel gegen Frankreich so:

1 Hart; 2 Glen Johnson, 6 Terry, 15 Lescott, 3 Ashley Cole; 16 Milner, Kapitän 4 Gerrard, 17 Parker, 20 Oxlade-Chamberlain; 11 Ashley Young, 22 Welbeck. Wechsel: 21 Defoe, 7 Walcott, 8 Henderson. Gesperrt: 10 Rooney.

Das war das Man U-System, ein 4-4-1-1, im dem Ashley Young die Rooney-Rolle hinter Welbeck spielen musste.
Dahinter zwei Viererketten, deren Flügel offensiv agieren dürfen.

Team England in Match 2 gegen Schweden: Young durfte wieder auf seine linke Seite, Andy Carroll spielt eine echte zweite Spitze neben Welbeck, das ist also ein glattes (flaches) 4-4-2.

1 Hart; 2 Glen Johnson, 6 Terry, 15 Lescott, 3 Ashley Cole; 16 Milner, Kapitän 4 Gerrard, 17 Parker, 11 Ashley Young; 9 Carroll, 22 Welbeck. Wechsel: 7 Walcott, 20 Oxlade-Chamberlain. Gesperrt: 10 Rooney.

In Spiel 3 gegen die Ukraine kann Hodgsons endlich den bis dorthin gesperrten Rooney bringen - der spielt letztlich neben Vereinskollegen Welbeck in folgendem 4-4-2:

1 Hart; 2 Glen Johnson, 6 Terry, 15 Lescott, 3 Ashley Cole; 16 Milner, Kapitän 4 Gerrard, 17 Parker, 11 Ashley Young; 10 Rooney, 22 Welbeck. Wechsel: 9 Carroll, 7 Walcott. 20 Oxlade-Chamberlain.

Wenig überraschend stellt Hodgson wenig um. Nämlich gar nicht.

England in Weiß:
1 Hart; 2 Glen Johnson, 6 Terry, 15 Lescott, 3 Ashley Cole; 16 Milner, Kapitän 4 Gerrard, 17 Parker, 11 Ashley Young; 10 Rooney, 22 Welbeck.

Der Trumpf auf der Bank ist 7 Theo Walcott, aber auch 9 Carroll ist eine Option.

ITALIA

Tor: Kapitän 1 Gianluigi Buffon (Juventus), 12 Salvatore Sirigu (Paris SG/FRA), 14 Morgan De Sanctis (Napoli).

Abwehr: 2 Christian Maggio (Napoli), 3 Giorgio Chiellini, 15 Andrea Barzagli, 19 Leonardo Bonucci (Juventus), 6 Federico Balzaretti (Palermo), 7 Ignazio Abate (Milan), 4 Angelo Obinze Ogbonna (Torino).

Mittelfeld: 5 Thiago Motta (Paris SG/FRA), 16 Daniele De Rossi (Roma), 21 Andrea Pirlo, 8 Claudio Marchisio, 13 Emanuele Giaccherini (Juventus), 23 Antonio Nocerino (Milan), 18 Riccardo Montolivo (Fiorentina), 22 Alessandro Diamanti (Bologna).

Angriff: 9 Mario Barwuah Balotelli (Manchester City/ENG), 20 Sebastian Giovinco (Parma), 10 Antonio Cassano (Milan), 17 Fabio Borini (Roma), 11 Antonio Di Natale (Udinese).

Italiens Vormarsch unter die letzten 5

Cesare Prandellis Italien hatte Spanien mit einer exklusiv ausgeknobelten Taktik ziemliche Probleme bereitet.

1 Kapitän Buffon; 2 Maggio, 19 Bonucci, 16 De Rossi, 3 Chiellini, 13 Giaccherini; 8 Marchisio, 21 Pirlo, 5 Thiago Motta; 10 Cassano, 9 Balotelli. Wechsel: 11 Di Natale, 20 Giovinco, 23 Nocerini.

Das ist ein 5-3-2, mit einem echten Libero (De Rossi), vorsichtigen Außenverteidigern und einem defensiv orientieren Mittelfeld, die die spanische Übermacht früh abfangen sollten.

Match 2 gegen Kroatien bestritt dasselbe Personal, auch dieselbe Formation, die aber weitaus offensiver agierte.

1 Kapitän Buffon; 2 Maggio, 19 Bonucci, 16 De Rossi, 3 Chiellini, 13 Giaccherini; 8 Marchisio, 21 Pirlo, 5 Thiago Motta; 10 Cassano, 9 Balotelli. Wechsel: 11 Di Natale, 20 Giovinco, 18 Montolivo.

Fürs dritte Match gegen Irland stellt Prandelli auf 4-4-2 um. Die Außenverteidiger sind neu: Abate und endlich Balzaretti ersetzen Maggio und Giaccherini. Der endlich fitte Barzagli statt Bonucci als rechter Innenverteidiger. Vorne beginnt Di Natale.

1 Kapitän Buffon; 7 Abate, 15 Barzagli, 3 Chiellini, 6 Balzaretti; 8 Marchisio, 21 Pirlo, 5 Thiago Motta, 16 De Rossi; 11 Di Natale, 10 Cassano. Wechsel: 9 Balotelli, 19 Bonucci, 22 Diamanti.

Der im dritten Spiel verletzte Chiellini muss ersetzt werden. Außerdem ist es - wie erwartet - Prandelli, der taktisch umstellt: und zwar auch auf ein 4-4-2, aber ein zuletzt in den Vorbereitungen bereits geübtes, eines in Rautenform. Vor der Viererkette spielen drei defensiv orientierte Mittelfeldspieler, davor zentral Montolivo, der alle Freiheiten hat, und wiederum davor die beiden saugefährlichen Spitzen. Das ist (bis auf Abate statt Maggio) alles wie im letzten Test gegen Russland.

Italien, in blau:
1 Kapitän Buffon; 7 Abate, 15 Barzagli, 19 Bonucci, 6 Balzaretti; 8 Marchisio, 21 Pirlo, 16 De Rossi; 18 Montolivo; 10 Cassano, 9 Balotelli.

Optionen auf der Bank: 11 Di Natale und 20 Giovinco.
Das Fehlen von 5 Thiago Motta wird mit einer Verletzung erklärt, glaub ich nicht, seine Absenz hat taktisceh Gründe.

Das spielt findet in Kyiv/Kiev im Olympiastadion statt, Schiri ist der Portugiese Pedro Proenca. Gelbgefährdet sind Ashley Cole, Gerrard und Ashley Young sowie Buffon, Balzaretti, Bonucci, de Rossi, Montolivo und Balotelli.

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  • prom000 | vor 328 Tagen, 22 Stunden, 14 Minuten

    england

    braucht einen echten wechsels aller Klinsmann/Löw.
    es musssich einfach was tun.

    Auf dieses Posting antworten
    • dextercrowley | vor 328 Tagen, 12 Stunden, 15 Minuten

      à la?

    • sloat | vor 328 Tagen, 10 Stunden, 24 Minuten

      ich seh das Problem eher in der Bunkermentalität, die Martin dem russischen Team vorhält. Engländer spielen nur in England und weil die Liga auf körperbetontes Spiel ausgelegt ist, werden sich keine grazilen Techniker oder Spielgestalter für die Three Lions finden. einen echten Wechsel hatten sie ja bereits mit Capello, aber selbst der konnte den Karren nicht aus dem Dreck ziehen. so lange keine Spieler in andere führende Ligen wechseln, wird England immer englisch spielen. das Bild zeigt sich ja auch bei den Vereinen, die im modernen Fußball einfach nicht mehr ohne kreative Spieler auskommen. ManU muss einen Kagawa holen, City hat Nasri und Arsenal Rosický, weil es im eigenen Land einfach keine Kreativen auf diesem Niveau gibt.
      das ganze System gehört einfach komplett erneuert und es muss jungen Spielern eine neue Mentalität vermittelt werden; dass es zwar prestigeträchtig ist in der Premier League zu spielen, ABER dass es auch andere Ligen gibt. das größte Problem der Three Lions is einfach, dass die Premier League über die Jahre zur bekanntesten Liga des Sports avanciert ist, die Spielweise der (englischen) Spieler aber die gleiche blieb.

    • cheguevarawithblingon | vor 328 Tagen, 10 Stunden, 7 Minuten

      so ist es auch nicht. man hätte ja mit carrick z.b. einen mittelfeldspieler, der passen kann, aber er wird nicht genug wert geschätzt. scholes wurde ja auch masslos unterschätzt und man hat immer auf gerrard-lampard setzen wollen. dass alle in England spielen, naja, ist angeblich die beste liga der welt und es spielt ja nicht jedes team gleich. wenn man einen trainer nehmen würde, der keine angst vor dem ball hat, wilshere irgendwann mal fit wird, mit carrick und parker und vorne eben 3 die auch irgendwie gut gecoacht sind etc. usw. aber ja.

    • christiancummins | vor 328 Tagen, 9 Stunden, 24 Minuten

      There`s always a call for a revolution when they fail, but England made it to the last 8 in Europe with a chaotic preparation period and a host of injury problems. No-one expected much, many feared a debacle. That never happened.

      Sure they were outclassed by a superior Italy, but they were a penalty lottery from being in the last 4 and would have been celebrated for organisation, at least in England.

      I reckon they will take some encouragement from Oxley-Chamberlain's performances and hope that when Jack Wilshire, proof that the system can produce good passers, and Tom Cleverly return there will a backbone for the future. There appears to be a longer term plan with Hodgson more enganged in the development programme than, say Capello, and at the youth levels the various teams have been encouraging.

      They failed to keep the ball well enough, key players didn't perform (Young, Rooney), and why did Hart always hoof it up the pitch instead of building from the back. But I think overall, seeing this tournament as a way station not a destination, they will be positives to work on. As oppose to SA...

    • christiancummins | vor 328 Tagen, 9 Stunden, 22 Minuten

      as oppose to SA which was just depressing.

      For world cup 2026 or whatever, I find this interesting: more Wilshires and less Carrolls?

      http://www.guardian.co.uk/football/2012/may/28/fa

    • cheguevarawithblingon | vor 328 Tagen, 1 Stunde, 48 Minuten

      I honestly think that the performances in SA and in Poland/Ukraine where equally rubbish, but this time you lost with a bit more exciting line-up and some young lads, while last time it was the same generation of Lampard-Gerrard-Terry losers as always. Gerrard and Terry were still there, but you also had the Ox and Hart, so...

    • johnleehookerelectro | vor 328 Tagen, 1 Stunde, 5 Minuten

      to be worldclass they need a certain ground control of the ball to switch the gamespeed like they want.
      the players dont have problems with a fast play(or tactics,or understanding and reading positions) but they cant control a game from slow to fast and backwards.cant change the speed like they want

      at some stages the ballcontrol looked irish..a perfect control saves you simply time to think..

      some defenders of spain have a better technique than english forwards.less technique =less time to think= less options

      but not only spain..the croatian r better the italians portugese etc..england is stiff.in the league they have mata nani

  • schwarzbunt | vor 328 Tagen, 23 Stunden, 1 Minute

    England war heute eine frechheit, vor allem physisch, einfach unfassbar schwach.
    Elfern war in diesem fall eh gerecht, gewinnt aber meist jene mannschaft die beginnt.

    Auf dieses Posting antworten
    • gunki | vor 328 Tagen, 12 Stunden, 53 Minuten

      angeblich gewinnt auch meist jene mannschaft die als erste verschießt

    • 2000lightyearsfromhome | vor 328 Tagen, 11 Stunden, 36 Minuten

      Ja, den ersten Elfer sicher vernebeln, dann steigen die Chancen. ;-)

    • zugverschrotter | vor 328 Tagen, 11 Stunden, 19 Minuten

      und ich dachte immer es würde meistens die mannschaft gewinnen, die - um es im pseudokickerlingo auszudrücken - die frucht öfter im kasten versenken kann.

    • mishkin | vor 327 Tagen, 21 Stunden, 22 Minuten

      soweit ich weiss gewinnt meist die Mannschafft, die gegen England kickt..