Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Der beste Film aller Zeiten ist…"

Musik, Film, Heiteres

Martin Pieper

Martin Pieper

Ist Moderator und Chefredakteur von seinem Lieblingssender. Hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

3. 8. 2012 - 10:16

Der beste Film aller Zeiten ist…

Die alle zehn Jahre erstellte Liste des britischen Filmmagazins Sight & Sound ist da.  Hat der offizielle Filmkanon neue Strophen bekommen?

Der beste Film aller Zeiten heißt Vertigo („Aus dem Reich der Toten“) von Alfred Hitchcock, zumindest wenn es nach dem Abstimmungsergebnis von 864 internationalen Filmkritikern geht. Hitchcock hat damit nach langer, langer Zeit Orson Welles "Citizen Kane" vom Thron gestoßen. Die sehr renommierte britische Filmzeitschrift Sight & Sound erstellt diese Liste nur alle zehn Jahre und ist damit eine der wirkungsmächtigsten dieser Listen, wenn es um die Kanonisierung von Filmgeschichte geht. Aber bevor das Geschrei losgeht zuerst mal ans Eingemachte: Das sind die Top 10:

1. Vertigo (Alfred Hitchcock)

2. Citizen Kane(Orson Welles)

3. Tokyo Story (Yasujiro Ozu)

4. La Règle du jeu/Rules of the Game (Jean Renoir)
5. Sunrise (F.W. Murnau)
6. 2001: A Space Oddyssey (Stanley Kubrick)
7. The Searchers (John Ford)
8. Man with a Movie Camera (Dziga Vertov)
9. La Passion de Jeanne d'Arc (Carl Theodor Dreyer)
10. 8 1/2 (d. Federico Fellini)

Die kompletten Top 50 gibt es hier zum Nachlesen.

Listen dieser Art sind natürlich kompletter Unfug, keiner der mitstimmenden Kritiker und schon gar kein Cineast dürfte sich dieser Liste hundertprozentig anschließen. Und doch lässt sich natürlich wunderbar darüber streiten. Sight & Sound selbst, schlaues Magazin das es ist, macht das natürlich auch. Ich habe leider die September Ausgabe, die dieser Liste gewidmet ist, noch nicht ergattert, aber ich freue mich jetzt schon, auf die ergiebigen Analysen und Kontroversen, Einzelwertungen etc., die diese Liste dann wirklich zum feuchten Film-Nerd-Traum werden lassen.

Klar ist: aus der gesamten Liste strömt natürlich der strenge Geruch all der Cinematheken und Filmmuseen dieser Welt, die die Kunstform Kino so eigensinnig wie unnachgiebig am Leben erhalten. Da wird auch in der 2012er Wertung nicht am Prinzip "Auteur" gerüttelt, und all die alten Heroen von Dreyer bis Fellini, von Hitchcock bis Tarkowskii sind (über)repräsentiert. Freunde des B-Pictures, der Komödie, des Zombiefilms oder der aktuellen Fantasy- und Comicblockbuster werden sich hier nicht wiederfinden.

Die Liste endet, mit ganz wenigen Ausnahmen, ungefähr in den frühen 80er Jahren. Coppola und Scorsese sind die letzten Filmemacher, die noch massiv im Kanon vertreten sind. Danach tauchen gerade noch David Lynch (mit Mulholland Drive, ursprünglich als TV-Serien Pilot geplant) und Wong Kar Wais Meta-Liebeshymne "In the Mood for Love" als einigermaßen zeitgenössische Filmemacher auf.

Die kulturpessimistische Erklärung dieser Verklärung der "Histoire(s) du cinema" - um einen der vielen Godard Filme in dieser Wertung zu zitieren - wäre vielleicht, dass Kino als Kunst und Objekt der Kritik seit der Hochblüte des New Hollywood in den 70er Jahren kontinuierlich abgebaut hat und heute als Youtube-Video in seiner derzeitigen Schrumpfform angekommen ist. Vielleicht ist es aber eher dem Sicherheitsdenken der befragten Filmleute zu verdanken, dass die Liste so versessen auf die glorreiche Vergangenheit von Film und Kritik ist. Natürlich liegt es auch am nivellierenden Wesen solcher Punktewertungen, die dann in simpler Addition solche Reihungen hervorbringen.

Fast schon rührend, wie etwa der legendäre amerikanische Filmkritiker Roger Ebert in einem Blogeintrag seine inneren Kämpfe beschreibt, ob er nun Tree of Life von Terence Malick oder gar Synechdoche New York von Charlie Kaufmann in seine Top 10 Reihe der üblichen Verdächtigen einreihen soll. Genützt hat es sowieso nichts, beide Filme tauchen in der Gesamtwertung nicht auf.
Toll übrigens, dass sich jemand die Mühe gemacht hat von allen Top 10 Filmen die schlechtesten IMDB-User Bewertungen rauszusuchen. Wer die Liste von Sight & Sound für bildungsbürgerlich und kleinkariert hält, hat vielleicht am "Ein-Stern-Text" für Vertigo seine Freude. Und apropos IMDB, die unerschöpfliche Datenbank hat ja schon längst eine usergenerierte "250 Best Movies of all Time" Liste im Programm. Die kann man auch als Gegenprogramm des gemeinen (vor allem amerikanischen) Kinogehers zum bildungsbürgerlichen Filmkanon lesen und sie sieht derzeit so aus.

1. Shawshank Redemption (Frank Darabont)
2. Der Pate (Francis Ford Coppola)
3. Der Pate 2 (Francis Ford Coppola)
5. Pulp Fiction (Quentin Tarantino)
6. The Good The Bad and The Ugly/Zwei glorreiche Halunken (Sergio Leone)
7. Schindlers Liste (Steven Spielberg)
8. The Dark Knight (Chrisopher Nolan)
9. Lord of the Rings: Return of the King (Peter Jackson)
10. Star Wars Episode 5: The Empire Strikes Back (Irvin Kershner)

Wenn wer Vorschläge für bessere Top-Ten-Filmlisten hat: bitte rein damit ins Forum. Ich geh inzwischen bei Ozu nachsitzen.

Haftungsausschluss

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Wir behalten uns aber vor, Werbung, krass unsachliche, rechtswidrige oder beleidigende Beiträge zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen. Es gelten die Registrierungsbedingungen.

Forum

Zum Eingabeformular Kommentieren

  • johnleehookerelectro | vor 285 Tagen, 1 Stunde, 40 Minuten

    hochpathetisch und lächerliches geschmalze
    schnarchfilme

    qualität sieht so aus
    there is only one film-.above them all
    http://www.youtube.com/watch?v=3yFiLNHh2yM&feature=relmfu

    Auf dieses Posting antworten
    • biased | vor 284 Tagen, 20 Stunden, 20 Minuten

      I like!!!

  • biased | vor 285 Tagen, 7 Stunden, 27 Minuten

    Die meisten machen sich anscheinend zu wenig Gedanken, was "gut",...

    ..."schlecht" oder "beliebt" heißt

    Die besten Filme sind nicht unbedingt meine Lieblingsfilme, sondern die besten Filme (und darum kommt immer dieser Kanon heraus) sind jene, die das Medium Film auf irgendeine Weise weiter gebracht haben. Filmemacher wie Michael Mann schätzen darum "Avatar" sehr hoch ein. Dauerbrenner wie "Citizen Kane" und "Vertigo" sind Filme, die Narrative, erzählerische Wendepunkte und emotionale Zustände der Figuren in technische Problemlösungen von Kamera und Schnitt übersetzten. Ihre Methoden werden bis heute kopiert und neu interpretiert. Die "besten" Filme sind nicht darum nicht jene, die mir (oder jemand anderem) am besten gefallen.
    Fellinis "8 1/2" ist wahnsinnig mühsam anzuschauen, aber ein großer Film über die grundsätzlichen Probleme der Kunst.
    "2001" ist nicht spannend, aber eine große Auseinandersetzung über Geschichte, Wahrnehmung und menschliche Existenz im Zeitalter der Raumfahrt.

    Anders gesagt: Die "besten" Filme sind jene, die an den Schnittstellen Technologie, Kameraarbeit, Schnitt, Erzählweise und Charakterschilderung die innovativste Lösung gefunden haben, insofern ist die obige Liste ebenso falsch. Die 10 "besten" Filme aller Zeiten sind eine Sammlung der Werke von Eisenstein und Dziga Vertov, innovativer als diese beiden war niemals wieder jemand.

    Auf dieses Posting antworten
    • miikesmama | vor 285 Tagen, 3 Stunden, 46 Minuten

      D.h. das was zuerst da war, was (zuerst) innovativ war, ist immer automatisch "Das Beste"? Seltsame Definition.
      Dann hast du aber die Brüder Lumiere vergessen, oder Louis le Prince. Auch The Matrix muss automatisch einer der besten Filme aller Zeiten sein, Bullet Time? wow...

      Ich finde Filme sind dann gut wenn sie die perfekte Melange aus Technik, Story, Schauspiel, Musik etc. und Unterhaltung bieten (und das glaube ich ist auch der Konsens auf dem diese Listen beruhen).
      Es ist doch nichts dagegen einzuwenden Sachen die von anderen erfunden wurden zu übernehmen, neu zu interpretieren und gegebenenfalls auch weiterzuentwickeln.
      Das "beste Auto" ist ja auch nicht der Patent-Motorwagen von Carl Benz, und die Menschen die Höhlenzeichnungen gemacht haben gelten auch nicht als die "besten Künstler"...

    • biased | vor 285 Tagen, 3 Stunden, 19 Minuten

      Das ist nicht meine Defintion, das ist die Defintion der Liste

      Und bei mir steht nirgendwo, dass man der erste sein muss, um auf die Liste zu kommen.
      Die Experten, die diese Liste zusammen stellen beurteilen eben nicht, ob es eine "perfekte Melange aus Technik, Story, Schauspiel, Musik etc. und Unterhaltung" ist, sondern, wie ich schon angedeutet habe, welcher Film zu welchem Zeitpunkt das Medium so radikal erneuert hat, dass es Standards setzte, die von allen anderen kopiert, verwendet oder neu interpretiert werden konnte. Die Lumiere Brüder waren keineswegs so innovativ, sie waren einfach die ersten, die eine Kamera auf diverse Objekte richteten und das kommerzielle Potential dahinter erkannten. Und nochmals: Lesen hilft. Die besten Filme müssen nicht die sein, die dir am besten gefallen. Das ist etwas anderes. Kunst und vor allem Kunstwerke in der konservativen Defintion dieser Listenmacher wird als Produkt einer historischen Entwicklung verstanden, die bestimmte Probleme formaler und inhaltlicher Natur bearbeitet. Wie wird die Geschichte erzählt und mit welchen Mitteln? Ein Ozu ist ein Meister des Sparsamen, Asketischen, während Fellini immer aus dem Vollen schöpft, um auszudrücken, was er will. Filme und Filmkunst sind Medien, die formale und technische Problemstellungen dazu benutzen, Geschichten zu erzählen, Charaktere zu schildern...

    • biased | vor 285 Tagen, 3 Stunden, 11 Minuten

      (Forts.)

      und Emotionen auszudrücken. Nicht alles muss dir gefallen, damit es als Kunstwerk gilt.
      Dazu kommt, dass Kunstkritik eine Geschäftsgrundlage braucht, indem man objektive Kriterien für die Bewertung heran zieht. Nach halbwegs objektiven Kriterien sind alle Filme auf dieser Liste tatsächlich solche, die zu ihrer Entstehungszeit bestimmte Problemstellungen auf ganz neue Art gelöst haben und zwar so, dass sie Standards setzten. Hitchcocks Vertigo ist ein gutes Beispiel. (Der Film ist furchtbar langatmig und ich halte ihn kaum aus.) Hitchcock erklärt fast alle wesentlichen Szenen selbst, indem er technische Probleme und ihre Lösung erläutert. Das Innovative an seinem Film war, dass er psychische Veränderungen seiner Figuren darstellte, in dem er technische Mittel und filmische Stilelemente kreativ benutzte. (Die Bilder, die Angst vor der Höhe ausdrücken sind so ein Beispiel dafür.)

    • softmachine | vor 285 Tagen, 3 Stunden, 8 Minuten

      hm, das stimmt zu 2/3. es kommt aber noch die gedankliche tiefe und die gesellschaftliche bedeutung hinzu. wichtige filme erzählen ungewohnt über liebe, identität usw., wobei die form deckungsgleich mit dem inhalt ist. manche filme nehmen auch gleich die ganze evolution bzw metaphysik ins visier, wie zb 2001. die wichtigsten filme treffen immer einen kern der menschlichen existenz.

    • biased | vor 285 Tagen, 2 Stunden, 43 Minuten

      Es gibt zum Sight & Sound Kanon einen alternativen Zugang

      Die Menschen, die angewandte und bildende Kunst machen würden Spielfilme nicht als wesentlichen Beitrag zur Filmkunst sehen. Für sie realisiert sich das bei Sachen, die man als Experimentalfilm kennt.

      In deren Listen würden Leute wie Michael Snow auftauchen, Andy Warhol, Stan Brakhage, Germaine Dulac, Kenneth Anger, Peter Weibel, Valie Export oder Peter Kubelka.

      Der Begriff Kunst in diesem Zusammenhang ist also von sehr wesentlichen Leuten ganz anders interpretiert worden, und dort spielen formale Probleme eine viel größere Rolle, als Bedeutung, Tiefe oder ähnliches. Andy Warhols "Schlafen" oder Michael Snows "Wavelength" sind auch Kunstwerke, aber sie erzählen nichts, treffen keinen Kern menschlicher Existenz und sie haben auch keine gesellschaftliche Bedeutung.

      Das ist nicht wesentlich, damit etwas Kunst ist.

    • johnleehookerelectro | vor 285 Tagen, 1 Stunde, 22 Minuten

      künstler die über kunst ansich reden verschwenden unsere zeit,
      gehen vl auf die angewandte.. bildende ..österreichische filmschulen etc
      würden aber in wahrheit dieter bohlens eichel für ein bisl fame und pseudoewigkeit lutschen
      ausser sie sind wahre nerds und experimentieren akribisch ohne drüber zu reden .oder verachten die gesellschaft und all! ihre gruppen nicht sondern beobachten sie voyeuristisch und filetieren/modellieren sie von innen und aussen

      "was ist kunst?"hach blabla dümmste frage ever
      was ist der sinn des lebens hach

    • biased | vor 284 Tagen, 23 Stunden, 42 Minuten

      Ein bissel weniger die Pappn aufreißen wäre hin und wieder sinnvoll

      Und weil es wichtig ist, die nicht ganz so Hellen mit dem Licht des Wissens anzustrahlen, folgender Buchtipp:

      Hans Scheugl/Ernst Schmidt:
      Eine Subgeschichte des Films. Lexikon des Avantgarde-, Experimental- und Undergroundfilms; ed. suhrkamp, Frankfurt a.M. 1974

      In diesem Buch, das schon lange vergriffen, aber in den städtischen Büchereien noch ausleihbar sein sollte, sammelten die Autoren zum einen die wichtigsten Hauptdarsteller des Wiener Aktionismus und die alternativen Größen des Films, von Joris Ivens über Stan Brakhage bis Charles Dekeukeleire. Die Proponenten des Wiener Aktionismus von Weibel bis Export sind Menschen, die wir heute als Künstler von Weltrang betrachten, und sie waren es Dieter Bohlen niemals neidig, wer er ist und seine Eicheln würden sie dann lecken, wenn es für gute Kunst brauchbar wäre.

      Anstatt also hirnlos diesen Scheiß abzulassen und Leute beleidigen, die du in deiner Ignoranz noch nicht einmal wahrgenommen hast, würde ich mir also dieses Buch zur Hand nehmen und lesen.

    • johnleehookerelectro | vor 284 Tagen, 22 Stunden, 41 Minuten

      ich hab auch nicht dich persönlich oder irgendjemanden hier direkt angegriffen, sondern künstler die kunst ansich definieren wollen(und mit dem macgruberlink oben gezielt die komplette ernsthaftigkeit aus meinen postings genommen)

      hab eine nervige interviewsession hinter mir(hinter der cam) wo den künstlern die standard frage "was ist kunst" andauernd gestellt wurde

      nona ist es wichtig die wurzeln bzw die beziehungen von strömungen zu kennen,das fürsich leitet sich vom ansich(erfahrungen aus vergangenem ) ab

      aber ab! dem punkt der reflection ab dem man immer auf eine ebene zusammenfasst bzw ab dem man die halbdifferenzierte "plus minus wertung" hinzuweist "die beste die schlechte kunst oder DAS ist kunst" is das doch der widerspruch schlechthin

      die millionen verschiedenen sichtweisen,standpunkte sowie der deduktive und fortlaufende versuch von quantisierung der ebenen in denen sich menschen befinden und ständig dynamisch entwickeln oder zu befinden scheinen... lassen nach wie vor keine definition von kunst zu
      --glücklicherweise.
      dies definieren wollen haben genug von denen dies die ganze zeit definieren... wollen es besser machen ,sinnlose endlosschleife etc..gähn

      insofern...lasst euch nicht stören-- just sayin am rande

    • johnleehookerelectro | vor 284 Tagen, 22 Stunden, 33 Minuten

      bzw

      je kleiner man etwas runterbricht... je detailreicher man bis ins fucking higgs oder mendelbrot wird ist ALLES kunst

      kunst zündet funken kunst verändert menschen strukturen,kunst saugt die zeit auf und verändert sie kunst kann brainwashen kunst kann schocken kunst kann zum einschlafen sein etc etc

      man sollte kunst nicht so ernst nehmen und es wie nen fucking heiligen priester behandeln
      messias export liebowitz messias fassbender herzog kubrick..hawking

      jeder scheiss kann kunst sein
      aber den ekel oder die sehnsucht für kunst muss jeder selbst finden..drüber reden saugeil
      aber plus minus wertung machen??

    • softmachine | vor 284 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

      mein lieber john, kunst kommt nicht von mal können, kunst ist religion. anbei der rosenkranz:

    • softmachine | vor 284 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION
      KUNST IST RELIGION

    • johnleehookerelectro | vor 283 Tagen, 23 Stunden, 35 Minuten

      kunst kommt aus dem chaos und schneidet die grenzen der ordnung ehe sich das chaos wieder drinnen gefangen sieht

      religion ist die pure ordnung

    • johnleehookerelectro | vor 283 Tagen, 23 Stunden, 33 Minuten

      bzw kunst kann auch religion sein

      mein fehler
      kunst is alles

    • johnleehookerelectro | vor 283 Tagen, 23 Stunden, 32 Minuten

      der rest is subjektiv

    • softmachine | vor 283 Tagen, 22 Stunden, 26 Minuten

      so gehörts natürlich

    • softmachine | vor 283 Tagen, 22 Stunden, 25 Minuten

      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST
      RELIGION IST KUNST

    • johnleehookerelectro | vor 283 Tagen, 16 Stunden, 2 Minuten

      die onthologische differenz aus "kunst is religion" und "religion ist kunst" bringts wohl auf den punkt

      Jah bless

  • feinunze | vor 286 Tagen, 7 Stunden, 29 Minuten

    Eine Top-irgendwas-Filmliste

    ohne "Dead Man" ist ein unvollständige Liste.

    Auf dieses Posting antworten
    • watchtowerman | vor 286 Tagen, 7 Stunden, 3 Minuten

      http://www.youtube.com/watch?v=n6aCMgy0ES4

      ewig kann man dem zuhören/schauen

    • elchaos | vor 286 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      der war so eeeewig in meinen top ten, inzwischen ist er in die top 50 gerückt. ausnahmefilm!

    • feinunze | vor 284 Tagen, 20 Stunden, 44 Minuten

      die "soundtrack"-platte dazu kann ich nur empfehlen, obwohl das ja fast schon eine eigenständiges NY-werk ist und gar nicht unter 'soundtrack' geführt werden muss...

  • piareiser | vor 286 Tagen, 22 Stunden, 49 Minuten

    Hier die die listen von woody allen, coppola, mann und tarantino: http://blogs.indiewire.com/theplaylist/read-new-all-time-top-10s-from-martin-scorsese-woody-allen-francis-ford-coppola-quentin-tarantino-more-20120803.

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 286 Tagen, 19 Stunden,

      super, danke pia!

      link hat nicht funktioniert, gesucht und gefunden, hier nochmal
      http://tinyurl.com/c58suyt

    • sloat | vor 286 Tagen, 15 Stunden, 32 Minuten

      ohne den Punkt am Ende funktioniert der Link.
      mich überrascht ja positiv I Vitelloni und sogar zweimal Popiól I Diament vorzufinden, ansonsten mh, ja, okay. Listen von Frau Reiser und den Herrn Fuchs, Keuschnigg und Pieper würden mich ja mehr interessieren.

    • elchaos | vor 286 Tagen, 6 Stunden, 53 Minuten

      die fuchs-liste ist weiter unten!

    • elchaos | vor 286 Tagen, 6 Stunden, 53 Minuten

      und ich will auch eine reiser pieper keuschnigg liste bitte :)

    • piareiser | vor 285 Tagen, 10 Stunden, 11 Minuten

      ich kann das überhaupt nicht, das listenmachen. es ist das, wies elchaos eh weiter unten beschrieben hat, problem mit "lieblings-" und "besten"-filmen und das man sich dann doch zu einer art ausgewogenheit gezwungen fühlt. "the night of the hunter" wär wohl auch auf dieser liste bei mir , ich finde ja aber auch, dass "jaws" auf diese listen gehört.

  • zugverschrotter | vor 287 Tagen, 2 Stunden, 46 Minuten

    diese liste ist in etwa so ernst zu nehmen wie die regelmäßig erscheinenden besten tracks aller zeiten ever reihungen: haufenweise "jo, eh" nennungen, die (aufgrund ihrer gesellschaftlichen thematik oder einst revolutionären herangehensweise) beurteilt werden, auch wenn sie die hälfte der menschheit nie gesehen hat.

    meine favoriten, die sich aufgrund ihrer machart und einzelnen szenen verdient haben, genannt zu werden:

    -sympathy for lady vengeance (2005; großartiges farbenspiel, großartige bilder)
    -fight club (1999; kein kommentar)
    -léon (directors cut; 1994; perfekt gecastet)
    -american beauty (1999; drama, witz und feelgood in einem)
    -heat (1995; partei zu ergreifen ist fast unmöglich, und die choreographie superb)
    -le fabuleux destin d'amélie poulain (2001; musik und schnitt beinahe perfekt)
    -chelovek s kino-apparatom/man with a movie camera (1929/2002; mit dem soundtrack vom cinematic orchestra beinahe mehr als perfekt)
    -children of men (2006; alleine wegen der unglaublich intensiven, schnittfreien szene gegen ende im auffanglager)
    -monsters inc. (2001; der vermutlich beste animationsfilm)
    -brazil (1985; kranker, langsamer shit mit erstaunlich viel unterhaltungswert)
    -district 9 (2009; sehr glaubwürdiger hauptdarsteller)
    -cera una volta il west (1968; die unübertroffene sexyness der langsamkeit)
    -the insider (1999; der beautiful mind ist im vergleich dazu kinderkacke)

    Auf dieses Posting antworten
    • softmachine | vor 287 Tagen, 1 Stunde, 31 Minuten

      die diktatur der ignoranten

    • zugverschrotter | vor 286 Tagen, 23 Stunden, 1 Minute

      bitte um erklärung.

      da kunst erstens im auge des betrachters liegt und zweitens schwerlich objektiv messbar sein kann (auch wenn gewisse pfadabhängigkeiten und möchtegern-unfehlbare kritiker oftmals diesen eindruck erwecken mögen) verstehe ich dein überhebliches ignoranz-posting nicht so ganz.

  • sloat | vor 287 Tagen, 4 Stunden, 19 Minuten

    X

    01. Night on Earth (1991)
    02. die Dollar-Trilogie + C'era una volta il west (1964-68)
    03. Blow-Up (1966)
    04. Det sjunde inseglet (1957)
    05. The World's Greatest Sinner (1962)
    06. Who's Afraid of Virginia Woolf? (1966)
    07. The Breakfast Club (1985)
    08. Nosferatu: Phantom der Nacht (1979)
    09. Enter the Void (2009)
    10. Buffalo '66 (1998)

    Auf dieses Posting antworten
  • billyhunt | vor 287 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

    eine ungeordnete auswahl meiner liebsten...

    Rosemary Baby (Roman Polanski)
    Laurence von Arabien (David Lean)
    The Big Lebowski (Coen Brüder)
    Die Reifeprüfung (Mike Nichols)
    Die Verachtung (Jean-Luc Godard)
    Magical Mystery Tour (Beatles)
    Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (Woody Allen)
    Das Leben des Brian (Monty Phyton)
    Zurück in die Zukunft i-III (Robert Zemeckis)
    Cannibal Holocaust (Ruggero Deodato)
    Magnolia (Paul Thomas Anderson)
    Mach`s noch einmal Sam (Woody Allen)
    Fight Club (David Fincher)
    Herr der Ringe I-III (Peter Jackson)
    Darjeeling Limited (Wes Anderson)

    Auf dieses Posting antworten
    • sloat | vor 287 Tagen, 4 Stunden, 31 Minuten

      Cannibal Holocaust? wenn er mehr als bloße Provokation wär, hätte er ja Potential, aber dadurch, dass er Knall auf Fall mit den Bildern der Dokumentation endet, war's mir eindeutig zu wenig.
      und Play it again, Sam is kein Allen :) ich hab mich schon gewundert, warum ich den nicht kenn.

    • billyhunt | vor 286 Tagen, 22 Stunden, 27 Minuten

      doch play it again sam is sehr wohl ein allen.

  • watchtowerman | vor 287 Tagen, 7 Stunden, 33 Minuten

    für mich ist der platz eins der IMDB ja eigentlich ein totales Rätsel. Ja ein toller Film, aber dass der so groß ist? vor Pate etc.

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 287 Tagen, 5 Stunden, 17 Minuten

      für mich auch ein ewiges mysterium. umso mehr, da ich ihn noch nicht gesehen habe. kann mir aber so ungefähr vorstellen, was für eine art von film das ist und wundere mich auch. könnte man den als prototypischen oscar-film bezeichnen?

    • zugverschrotter | vor 287 Tagen, 2 Stunden, 1 Minute

      @elchaos:

      srsly? die verurteilten mit tim robbins und morgan freeman noch nie gesehen? dabei spielts den eh mindestens jedes zweite jahr im fernsehen.

      prototypischer oscarfilm vielleicht nicht. eher eine gelungene mischung aus unterhaltung und ernsthaftigkeit/langsamkeit. bester film? ich weiß nicht. andererseits könnte ich mich auch an keinen wirklichen makel erinnern, was eine top-platzierung insofern wieder rechtfertigt.

    • pierrebourdieu | vor 286 Tagen, 19 Stunden, 40 Minuten

      Also ich muss mich da kurz mal zu Wort melden, weil "The Shawshank Redemption" auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist.
      Der Film bietet einfach ein tolles Gesamtpaket: wunderbare Schauspieler, glaubhafte Dialoge, toller Spannungsbogen, großartiger Score. Aber was den Film meiner Meinung nach wirklich einzigartig macht, ist die einfache und doch sehr starke Aussage.
      Übrigens ging der Film 1995 bei den Oscars komplett leer aus. Abgeräumt hat damals "Forrest Gump"...

    • elchaos | vor 286 Tagen, 18 Stunden, 32 Minuten

      seriously. fernsehanschluss hab ich seit 10 jahren keinen mehr. aber vielen dank für eure kommentare, macht unabhängig von dem imdb-rätsel neugierig und fast schon lust auf den film

    • watchtowerman | vor 286 Tagen, 9 Stunden, 8 Minuten

      @pierrebourdieu

      da stimm ich dir voll und ganz zu, aber was ich eigentlich gemeint hab ist dass es ein Rätsel für mich ist dass es dir Mehrheit der imdb-community so sieht, weils eben eher ein unscheinbarer Geheimtip ist und nicht ein offensichtlicher "Bester". So als wäre bei den besten Alben Van Morrison und incht die beatles platz eins. Und das erstaunt mich jedes mal

    • pierrebourdieu | vor 286 Tagen, 5 Stunden, 24 Minuten

      @watchtowerman:
      Hehe, den Van Morrison Vergleich find ich gut.
      Mich überrascht es trotzdem nicht, dass der Film ganz oben steht. Er transportiert einfach eine total universelle Message, zu der man sich sehr leicht in Beziehung setzen kann. Vor allem, wenn man schon mal das Gefühl hatte, sich in einer total ausweglosen Situation zu befinden. Vermutlich spricht der Film deswegen so viele Leute an...

  • watchtowerman | vor 287 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

    1. Eternal sunshine of the spotless mind
    2. lost in translation
    3. 2001
    4. I'm not there
    5. Memento
    6. life aquatic
    7. blade runner
    8. apocalypse now
    9. fear & loathing in las vegas
    10. big lebowski

    hab das jetzt ganz spontan gemacht und muss sagen hatm ich selber überrascht wie viele Filme jetzt aus dem letzten Jahrzehnt sind.

    Auf dieses Posting antworten
    • watchtowerman | vor 286 Tagen, 9 Stunden, 6 Minuten

      herrje, jetzt seh ich gerade dass ich Jarmusch, Fincher und noch ein paar andere vergessen hab.....gar nicht so leicht

  • elchaos | vor 287 Tagen, 15 Stunden, 55 Minuten

    momentaufnahme 10 lieblingsfilme, ohne reihung, platz 10 zurzeit vakant

    Badlands (Terrence Malick, 1973)
    Butterfly Kiss (Michael Winterbottom, 1995)
    Chungking Express (Wong Kar-wai, 1994)
    Eureka (Aoyama Shinji, 2000)
    Gerry (Gus Van Sant, 2002)
    Happy Together (Wong Kar-wai, 1997)
    Hedwig and the Angry Inch (John Cameron Mitchell, 2001)
    Låt den rätte komma in (Tomas Alfredson, 2008)
    Was soll’n wir denn machen ohne den Tod (Elfi Mikesch, 1980)

    auswahl top 50, ohne reihung
    2001: a space odyssey, below sea level, boogie nights, dead man, drive, l'eau froide, l’illusioniste, jerichow,
    la jetée, memento, mysterious skin, oasis, orlando, paris texas, please say something, play, ploy, punch-drunk love, sans soleil, shame, slam, tekkonkinkreet, tomboy, tournée, true, velvet goldmine, wasp, wild tigers i have known

    auswahl top 100, ohne reihung
    a bout de souffle, attenberg, breaking the waves, dazed and confused, eden, far from heaven, fish tank, heavenly creatures, in the mood for love, die innere sicherheit, jackie brown, jules et jim, lakposhtha parvaz mikonand, l.i.e., persona, spirited away, taxi driver, there will be blood, les vacances de monsieur hulot

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 287 Tagen, 15 Stunden, 41 Minuten

      "lieblingsfilme" sind halt was anderes als "die besten filme aller zeiten". ich hab schon viele sehr gute filme gesehen, die es wohl trotzdem nie auf meine lieblingsliste schaffen werden, weil sie mir trotz allem respekt vor ihrer kunstfertigkeit und qualität einfach nicht so persönlich nahe gegangen sind oder mich so begeistert haben. die lieblingsfilmliste ist reserviert für filme, die irgendwo tiefer andocken, die intensive glückszustände genauso wie unheimliche heimsuchungen auslösen

      von all diesen filmen bin ich der meinung, dass sie mehr oder weniger gute filme sind, zum teil aussergewöhnlich gute, aber ich würd keinen allgemeingültigen "beste filme aller zeiten" anspruch auf sie erheben (ein anspruch, der mir sowieso absurd und langweilig erscheint, siehe auch kommentar unter christianfuchs liste weiter unten)

    • zugverschrotter | vor 286 Tagen, 22 Stunden, 57 Minuten

      was bringt kunstfertigkeit (bzw was ist kunstfertigkeit überhaupt), wenn das resultat den betrachter nicht zu erreichen vermag?

      wenn ein werk schon als "best ever" tituliert werden soll, dann sollte imho das gesamtpaket und nicht nur die technische umsetzung stimmen.

    • elchaos | vor 286 Tagen, 18 Stunden, 11 Minuten

      prinzipiell würd ich dir zustimmen, aber was wen wie erreicht ist halt hochgradig subjektiv

      vertigo ist zweifellos ein sehr guter film, der mich beeindruckt und fasziniert hat. in dem sinne hat er mich definitiv erreicht. in meinen top 100 fehlt er trotzdem, weil er auf der perönlichen begeisterungskala dann doch nicht mithalten kann

      ich denk es gibt verschiedene mögliche kriterien, für "best ever" filme wie für lieblingsfilme. mit letzteren ist es vielleicht ein bisschen wie mit menschen, die man sehr gern hat, man verzeiht ihnen auch ihre schwächen. die makellosigkeit der filme auf bestenliste hat für mich im gegenzug etwas lebloses und steriles, nicht zuletzt deshalb sind mir lieblingslisten lieber