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Musik, Film, Heiteres

Alex Wagner

Alex Wagner

Zwischen Pflicht und Kür

12. 8. 2012 - 15:15

Ins Netz einischaun...

Die Journalistin und Bloggerin Brigitte Theißl schreibt über Frauenpolitik und wie sich Österreich verändern muss. Dafür wird sie immer wieder per Email bedroht.

Sommergespräche? Können wir auch! Wir diskutieren mit jungen, politisch engagierten Menschen abseits des politischen Mainstreams oder etablierten Parteien. "Ins Netz einischaun..." heißt diese Reihe, in der JournalistInnen, BloggerInnen, AktivistInnen zu Wort kommen und wir mit ihnen - und euch - über das sprechen, was sie beschäftigt, über die Motive für ihr Engagement, die Ideen dahinter.

Thema: Feminismus und Gender Studies

Profil

Brigitte Theißl von Denkwerkstattblog.net

Nach den Themenkomplexen "Junge Wirtschaftspolitik und Neoliberalismus" und "Nachwuchs-Journalismus und Prekariat", ist Brigitte Theißl unser nächster Gast bei "Ins Netz einischaun..." - oder soll ich lieber Gästin sagen? Wir sprechen mit ihr über Feminismus im Alltag, tradierte Geschlechterrollen und die Einkommensschere zwischen Mann und Frau.

Brigitte Theißl hat Journalismus und Unternehmenskommunikation und Gender Studies studiert. Derzeit arbeitet sie an ihrer Dissertation am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Wien - darin geht´s vereinfacht gesagt um Heteronormativität und Jugendkultur. Theißl arbeitet im PR- und Öffentlichkeitsbereich. Außerdem unterrichtet sie an der Uni Klagenfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Feministische Medienwissenschaft und die kritische Männlichkeitsforschung.

Doch die wissenschaftliche Arbeit ist der 29-Jährigen nicht genug. Als Journalistin und Bloggerin setzt sie sich leidenschaftlich mit dem Thema Frauenpolitik auseinander. Ihre Artikel erscheinen unter anderem im feministischen Magazin an.schläge. Ihren Denkwerkstattblog hat sie im Dezember 2009 ins Leben gerufen und auf Twitter ist sie natürlich auch.

Die pinke EU-Werbekampagne, die Mädels für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) begeistern machen soll und kurz nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen wurde, war natürlich auch Thema in ihrem Blog.

Aufgewachsen ist Brigitte Theißl in der Südweststeiermark in einem - wie sie sagt - stark sexistischen Umfeld und spricht dabei das Verhalten ihrer LehrerInnen in der Schule an. Schon immer hat sie sich für Feminismus interessiert, seit der Matura bezeichnet sie sich als Feministin. Dabei ist es nicht immer einfach, sich öffentlich zu outen. Viele Personen und Institutionen in Österreich sehen im Feminismus etwas negatives.

Ins Netz einischaun
Statusmeldungen zu Österreich. Bisher waren folgende NetzaktivistInnen zu Gast:

Das bekommt Brigitte Theißl auch im Netz zu spüren. Obwohl das Internet Freiräume für feministische Theorien und Konzepte bietet, wird sie immer wieder mit Anfeindungen und sogar Mord-Drohungen konfrontiert. Vor zwei Monaten erhielt sie eine Email mit der exakten Beschreibung, wie eine Frau zu Tode gequält wird. Mit der Zeit, sagt sie, hat sie sich an die Hass-Mails gewöhnt. Im Austausch mit anderen feministischen BloggerInnen ist sie abgebrühter geworden. Über die Motive der AbsenderInnen weiß Brigitte Theißl nichts. Vielleicht sind diese Anfeindungen auch ein Grund, warum so wenige österreichische FeministInnen im Netz aktiv sind.

Statusmeldungen zu Österreich

Brigitte Theißl ist am Montag, den 13. August, von 16 bis 17 Uhr zu Gast bei "Ins Netz einischaun...". Und Claudia Unterweger wartet mit Fragen im Connected-Studio.

Doch vorab: Was hält Brigitte Theißl von...

  • der Frauenquote?

"Ich bin auf alle Fälle dafür, eine verpflichtende Frauenquote einzuführen und sie europaweit zu verankern. Allderdings ist die Frauenquote kein Allheilmittel, sie betrifft nur eine kleine Gruppe. Frauen mit Anspruch auf Führungspositionen haben schon viele Hürden überwunden, viele Frauen haben diese Chance nicht."

  • der Binnen-I Schreibweise?

"Ich persönlich benutze den Unterstrich, den sogenannten gender gap (z.B. Student_innen), finde das Binnen-I aber auch okay. Gendergerechte Sprache ist deshalb so wichtig, weil sich unser Bezug zur Gesellschaft über die Sprache vermittelt. Geschlechtersensible Sprache verändert, wie wir über Dinge denken und sie wahrnehmen. Das Gegenargument, Texte würden mit gendergerechter Sprache schwerer zu lesen, halte ich für eine Ausrede. In Wirklichkeit werden die Texte besser verständlich, weil Personen eindeutiger zugeordnet werden. Und man darf nicht vergessen, dass sich Sprache weiterentwickelt."

  • dem ORF?

"Ich verfolge die Initiative der freien MitarbeiterInnen intensiv und hoffe, dass sich etwas an den Arbeitsbedingungen und der Entlohnung für Freie verändert. Das dürfte eigentlich in einem öffentlich-rechtlichen Rundfunkunternehmen nicht so passieren. Im Fernsehen würde ich mir mehr Beiträge zu feministischen Themen und geschlechtssensibler Politik wünschen."

  • Pink als Mädchenfarbe?

<lacht> "Pink ist eine sehr schöne Farbe. Wenn aber nur noch rosa Spielzeug und rosa Kleidung für Mädchen produziert wird, sehe ich das sehr problematisch. Es gibt keinen Grund, warum das gendern schon so früh beginnen muss und unterschieden wird, was für Mädchen und was für Buben ist. Und rosa war ja auch einmal eine Buben-Farbe."

  • einem verpflichtendem Gender-Studies-Fach in allen Studienrichtungen?

"Das wäre gut und wichtig. Verpflichtende Gender-Studies-Seminare gibt es bereits in vielen Studienrichtungen. Eigentlich sollte das automatisch in alle Studienrichtungen einfließen. Es ist problematisch, wenn man das Fach in die Ecke drängt und Gender Studies im Mainstream nicht vorkommt."

Ins Netz einischaun zum Nachhören

Eine Stunde war Bigitte Theißl zu Gast und hat mit uns über die Frauenquote, Feminismus in der Wissenshaft und Geschlechterrollen diskutiert. Aber hört selber:

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Folgende Fragen per Email und in den Kommentaren hatten leider keinen Platz mehr in der Live-Sendung und wurden von Brigitte Theißl nach der Sendung beantwortet:

  • Mario fragt: @Brigitte Theißl: Was verstehst du unter "männerrechtliche Rhetorik" und was stört dich an deren Vorhandensein in den Medien?

Hier geht es um Ausdrücke wie "das ewige Opfer Frau", oder "Frauen würden in einem Opferstatus verharren wollen". Oder wie Walter Hollstein in einem Standard-Kommentar geschrieben hat, Kinder von Alleinerzieherinnen würden häufiger psychisch krank oder gewalttätig sein. Oder auch, wenn Gewaltverhältnisse negiert werden, dass zum Beispiel Frauen von häuslicher Gewalt nicht so stark betroffen wären, wie das Statistiken berichten. Dies ist keine Diskussion auf sachlicher Ebene, sondern ein feindseliger Ton, wo es um Angriffe auf elementare Bereiche geht, wie Gewaltschutz oder die Möglichkeit der Scheidung einer Ehe.

  • Phips fragt: Wenn Frauen gleichberechtigt und gleich behandelt werden sollen, warum soll dann wieder nach Geschlechtern getrennter Unterricht stattfinden? Das wäre doch wieder sexistisch, oder?

Manchmal kann getrennter Unterricht sinnvoll sein, um in gewissen Bereichen Mädchen oder Buben gezielt zu fördern. Die muss in geschützten Räumen stattfinden. Das hat für mich nichts mit Sexismus zu tun.

  • Andreas fragt: Während meines derzeitigen Auslandsaufenthalts in Kanada habe ich bemerkt, dass das Thema gendersensible Sprache hier in einem englischsprachigen Land weniger präsent ist als im deutschsprachigen Österreich. Wie wird dieses Thema in unterschiedlichen Ländern bzw. Sprachen gehandhabt, sind unsere gendersensible Schreibweisen spezifisch für Deutsch oder gibt es ähnliche Schreibweisen in anderen Sprachen?

Hier gibt es starke kulturelle Unterschiede auf Grund der Grammatik und der Sprache. Im Englischen existiert der Genus in der Sprache nicht. In romanischen Sprachen schaut es auch ganz anders aus. Es gibt auch im Englischen verschiedene Strategien, zum Beispiel, dass Begriffe, die man oder woman beinhalten, mit person ersetzt werden.

  • Feid fragt: Soll es auch für Berufe wie Müllabfuhr oder Bauarbeiter eine Frauenquote geben?

Die Frauenquoten-Diskussion wie sie derzeit auf EU-Ebene angeregt wird bezieht sich auf 40 % Frauen in Aufsichtsräten in börsennotierten Unternehmen. Insofern wäre die Müllabfuhr davon nicht betroffen. Bei der Quote sollen durchaus Frauen und Männer angeregt werden, Berufe zu ergreifen, in denen Frauen oder Männer unterrepräsentiert sind, aber es geht hier nicht um eine gesetzliche Verpflichtung.

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Forum

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  • appetiteforconstruction | vor 280 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten

    "Gleichheitsillusionen in Paarbeziehungen"

    Unter diesem Titel gab's gestern einen interessanten Artikel auf science.orf.at:

    http://science.orf.at/stories/1702599

    Und ja, natürlich geht's Frauen in Österreich insgesamt um einiges besser als vielen Frauen in vielen andern Ländern, wie in einigen Postings hier vermerkt. Aber das heißt ja nicht, dass 1. alles perfekt und nichts verbesserungswürdig ist (siehe verlinkter Artikel), und 2. der Blick für die Probleme bei uns das Bewusstsein für Missstände anderswo ausschließt.

    Auf dieses Posting antworten
    • spok | vor 279 Tagen, 18 Stunden, 56 Minuten

      Jedoch fallen die Fragen, wo denn Männer ungerechterweise benachteiligt werden, komplett unter den Tisch. Der Feminismus hat sich zum Sexismus degradiert.

    • softmachine | vor 279 Tagen, 9 Stunden, 58 Minuten

      du meinst wahscheinlich, dass du dich auf die klobrille setzen musst, nicht wahr ?

  • spok | vor 280 Tagen, 6 Stunden, 31 Minuten

    in vorarlberg wurde vor kurzem eine männerpartei gegründet, völlig zu recht. bei dem ganzen frauenrechtsgedöns fallen männerrechte völlig unter den tisch, über uns wird einfach drübergefahren.

    ist natürlich nur gerecht so, schließlich haben wir bösen männer die frauen schon seit jahrtausenden unterdrückt und so. seh ich voll ein und so.

    Auf dieses Posting antworten
    • gerettet | vor 280 Tagen, 4 Stunden, 33 Minuten

      Jene Rechte die eher wir Männer vermissen (nämlich Leistungs-mäßig versagen dürfen, egal in welcher Hinsicht) kannst du schlecht in eine Verfassung schreiben, das zu ändern ist in erster Linie ein gesellschaftlicher Prozess. Mit Frauenrechten siehts da schon anders aus. Die traditionellen Parteien werden ohnehin extrem von Männern bestimmt, wer da noch extra eine Männerpartei gründet hat irgendwie eine völlig verzerrte Sicht der Dinge.

    • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 3 Stunden, 16 Minuten

      absolut verzerrte sicht die zur hystrie führt

      als mann muss man sich keine sorge machen (..das macht uns zum teil träge und das is auch scheisse)
      unsere gesamte geschichte is offiziel zu 95% von uns aufgebaut

      wie unten erwähnt.. von könig salomon bis rockefeller edison einstein...wieviel marie curies gibts dazu im gegensatz?wieviel joan darcs,elizabeth die erste etc verschwindent gering.
      verdammt viel genmaterial geht da verloren(in einer neutral klinisch kognitiven sicht ..in der emotion denkt jeder anders ..gottseidank)

      also kommt mal runter
      die struktur und der ablauf von organisationen wird sich in naher zukunft sowieso verändern(roboter machen schwerarbeit,kreative arbeit wird mehr .. vermischt sich zwar mit heuristischer bürokratie und der quotenmaschinerie..aber komplett neue arbeit entsteht laufend etc)

      ich will auf den fucking mars oder mit nem roboter fussballspielen und über filme plaudern und weiter. das geht nur mit neuem shit!
      scheissegal von wem

      wie gesagt genders sind schon das kleinere problem.nationen dito

      ->unterschicht vs oberschicht ist der zu überwindene hauptshit.noch sehens wenige

      unis in uganda sind wichtiger und beinhalten den gendershit etc

    • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 2 Stunden, 57 Minuten

      und feministinnen sind nur gezielt selbstkonstruierte symbole die zur reibung dienen und notwendig sind..wie kommunisten..terroristen..artisten.aktionisten..imperialisten etc

      darf man nie persönlich nehmen.aber wovor hast du angst in dieser zeit?alles is für unsere männlichen eigenschaften ausgelegt

      schau mal hin

      es geht ums gewinnen,um ownen ums vergrössern ums erobern ums fressen und herumficken

      yay

    • maple4 | vor 279 Tagen, 22 Stunden,

      ha

      qotd: "ich will auf den fucking mars oder mit nem roboter fussballspielen und über filme plaudern und weiter. das geht nur mit neuem shit!" love it xD

    • johnleehookerelectro | vor 279 Tagen, 12 Stunden, 13 Minuten

      das "yay" war extra im mädchenhaften hello kitty style.. statt yüüa
      voll solidarisch hihi

  • spok | vor 280 Tagen, 6 Stunden, 54 Minuten

    find ich toll, dass euch die meinungen der user interessieren, solang sie eurer eigenen entsprechen. ein armutszeugnis, die zensur hier.

    man sieht dass dem feminismus die argumente ausgehen - kein wunder, denn in österreich gehts den frauen gut genug.

    frauenrechtlerinnen, ihr werdet in anderen teilen dieser welt TATSÄCHLICH gebraucht. ciao!

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 280 Tagen, 6 Stunden, 49 Minuten

      ich kann mich leider nicht mehr an das posting erinnern, dass der stein des anstosses gewesen soll, kann somit den forenregelbruch nicht beurteilen. mich interessiert deine meinung jedenfalls sehr wohl, obwohl oder eigentlich gerade weil sie nicht meiner eigenen entspricht. freu mich nachwievor über antwort auf meine frage weiter unten

    • spok | vor 280 Tagen, 6 Stunden, 33 Minuten

      ich weiß jetzt grad auch nicht mehr. vielleicht war der stein des anstoßes auch meine äußerung zur (meiner meinung nach komplett dämlichen) gleicher-lohn-für-gleiche-leistung-diskussion. ich sehe nicht ein warum frauen weniger bekommen sollten für gleiche leistung - schließlich würden dann die chef_innen (jetzt fang ich auch schon an mit dem geilen binnen-i, das die welt retten wird) nur noch frauen einstellen und könnten dann die unternehmen um 25% effektiver führen. da das nicht passiert, sind die gehälter ja wohl gerecht?! jedenfalls wird mit vorsintflutlichen statistischen methoden versucht, zu beweisen dass es diese gehaltslücke gäbe, siehe profil-artikel vom märz oder so. lächerlich.

      wirklich, warum gehen feministinnen nicht in andere teile der welt, wo es den frauen echt dreckig geht? das könnte ich verstehen. aber doch net in österreich. frauen müssen nicht mal zivildienst machen, gehen früher in pension, wir haben super karenz-regelungen, das bildungssystem wird immer mehr auf frauen zugeschnitten, wenn mal in einem test die frauen schlechter abschneiden wird sofort ein frauen-bias eingeführt... hach was sind die frauen arm hier. mir kommen die tränen.

    • utehoelzl | vor 279 Tagen, 19 Stunden, 14 Minuten

      solange sich alles im rahmen der netiquette befindet, bleibt alles stehen. wie alex wagner weiter unten ausführt, werden antworten auf postings, die gelöscht werden, automatisch mitgelöscht.

      und netiquette ist halt wichtig. eine diskussion, die ihren ausgang mit einer unzulässigen beschimpfung nimmt, wird nie ein austausch sondern bleibt immer ein oberflächliches, an schlagworten aufgehängtes gegeneinander. und interessanter ist doch der austausch, oder?

    • spok | vor 279 Tagen, 18 Stunden, 50 Minuten

      ja, austausch ist interessanter, aber das wird wohl nicht möglich sein, wenn man eine meinung, die einem nicht passt, einfach in den papierkorb verschiebt.

      das passt für mich sehr gut zu meinem bild, dass feminismus mehr eine art religion als eine vernünftige ideologie ist. zumindest hier in ö. in indien usw sieht das wohl anders aus.

    • utehoelzl | vor 279 Tagen, 15 Stunden, 6 Minuten

      die meinung ist ja noch da. und du kannst sie auch jederzeit wieder formulieren. aber das sollte - und das gilt für alle - ohne untergriffe, beleidigungen etc stattfinden.

    • johnleehookerelectro | vor 279 Tagen, 12 Stunden, 28 Minuten

      pfff
      in teilen von indien wird man als mann verdroschen wie ein besoffener biber-flegel im waschbären-gehege

      faktum
      http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2011/winter-2011/revolution-in-rosa/

      dagegen wirkt alice schwartzer wie damn ghandi

    • johnleehookerelectro | vor 279 Tagen, 12 Stunden, 22 Minuten

      wie ein besoffener waschbär in ner umkleidekabine von waschbär cheerleaderinen..nicht wie ein biber

      wir wollen mal nicht komplett freakie werden

    • blumenau | vor 279 Tagen, 12 Stunden, 10 Minuten

      sind wir, äh, bist du das nicht eh schon dauerhaft? no offense intended...

    • johnleehookerelectro | vor 278 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten

      none taken

  • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 58 Minuten

    kann/mag mir jemand zuständiger verraten warum der lustige "was-wollen-feminist_innen und wofür sind die überhaupt gut wenns 99% der frauen eh nicht interessiert" austausch weiter unten verschwunden ist?

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 48 Minuten

      mhm ich habe scheinbar irgendeine "hysterie" verpasst (passendes stichwort zum thema). bitte um nicht-zensurbedürftige nacherzählung!

    • lesucre | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 43 Minuten

      oje oje, fm4 wird doch wohl nicht zensieren...

    • alexwagner | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      Der oberste Kommentar hat nicht der Netiquette und unseren Forenregeln entsprochen. Leider verschwinden dadurch auch alle Antworten auf den Thread.

    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 35 Minuten

      falsches stichwort. nenn es moderation. zuletzt von anita sarkeesian sehr nachvollziehbare argumentation gehört warum diese oft notwendig ist, sobald feminismus und web 2.0 im spiel sind

      hier:
      http://www.youtube.com/watch?v=efA1PGMA6sY

    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 33 Minuten

      @alexwagner: alles klar, vielen dank für die antwort!

      und das posting war als antwort an lesucre gedacht

  • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 12 Stunden, 33 Minuten

    bevor da mit hochtrabenden(quoten ,bis hin zu wirren definitionen von mann frau) themen herumgeschleudert wird sollten mal ganz nüchtern und sachlich die grundfacts sondiert werden um z.B. die untrige hysterie zu vermeiden

    WELCHE diversifikationen gibts bei diesen gruppierungen?(2nd wave feminismus-> 3rd wave feminismus..nicht alle haben kurze haare oder schneiden dir im schlaf den schwanz ab,und WENN auch wurscht es is individuell etc)das WO, das WARUM die Ws etc

    und der kern des ganzen is für mich persönlich noch immer der wille der meisten frauen selbst.so etwas kann man denke ich nicht zur gänze mit gesetzen steuern

    killerbossinnen aus der wirtschaft die ich kenn, genieren sich lautstark vor frauenquoten ,sind wehement dagegen

    und für soziale berufe ist halt ein weibliches grundtalent da.. was glaub ich nicht zu leugnen ist

    insofern muss da etwas in 2ter ordnung umgeschalten werden und nicht nur durch plumpe quoten(in der kunst bzw im gefällt mir youtube-like-dontlike-wahn ja ähnlich..die quote bestimmt was rauf und runter kommt. aber damit etwas bleibt muss qualität her)

    bin auch dafür das fussballtrainer irgendwann weiblich sind.aber bei ernsten dingen muss die intention ein bisl mehr von ihnen kommen...ne zeitlang spielen kann man alles.. für die moderne frau keinprob...

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 11 Stunden, 49 Minuten

      + es beisst sich sowieso in den schwanz wenn man nicht the big picture sieht

      wenn man von gesellschaft redet muss man erkennen, dass die unterschiede zwischen saudummen sauproleten/innen und saudummen bürgertums klugscheisser/innen in zukunft viel gefährlicher werden

    • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 11 Stunden, 44 Minuten

      vervolltändigung(irgendwer hackt mich hier)

      bin auch dafür das fussballtrainer irgendwann weiblich sind.aber bei ernsten dingen muss die intention ein bisl mehr von ihnen kommen...ne zeitlang spielen kann man alles.. für die moderne frau keinproblem mehr heutzutage...aber seine existenz ein leben lang! etwas neuem zu widmen braucht halt time.. von dem schock müssen sich viele mal erholen

    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 39 Minuten

      dass die killerbossinnen (zT) gegen die quote sind ist nachvollziehbar: wenn man schon hat was man braucht ist der bedarf weniger spürbar. und vor allem steht frau mit der realisierung von quoten leicht unter verdacht, eine quotenfrau zu sein. und dann geht der ganze zweifel an der qualifaktion erst los. in dem sinn sind quoten tatsächlich kontraproduktiv

    • johnleehookerelectro | vor 280 Tagen, 3 Stunden, 48 Minuten

      was man damit wohl insgesamt erreichen will ist eine änderung der arbeitsstuktur ansich

      die aufbau/ablauforganisation,stabstellen etc verteilung der aufgaben innerhalb von organisationen firmen etc bis hin zur kommunikation und der relation von befehlen bzw steuerung...
      das ist alles mit in stein gemeiselter patriachalischer geschichte markiert(von aristokratie bis hin zur industrialisierung,von henry den 8ten bis zu rockefeller,edison etc) ergo haben die meisten systemeinheiten bzw firmen, sekten,foundations,magistrate,vereine,machtausübungsorgane etc einen "eher männlichen" charakter

      wenn man frauen quasi in die vielfalt der berufswege reinzwängt, darf man auf eine besserung innerhalb der jeweiligen organisation hoffen bzw auf eine änderung der kleinsten parameter einer firma/vereinigung die ein effizienteres erreichen von vorgegebenen zielen ermöglicht(oder ein breiteres spektrum von detailierteren sichtweisen/ebenen)

      die frage ist ob die menschheit als gesamte einheit die struktur von arbeitsplätzen schon vorher diversifizierter entwickeln kann,sprich irgendwann gibts sowieso keine bauarbeit mehr(einfach arbeit machen roboter....manager werden immer mehr zu dummen buddhisten statt zu rockefellers etc)

      oder ob sich frauen tatsächlich die positionen erkämpfen sollen um die struktur von innen zu ändern(wie der dunkle wirt in prometheus haha)
      inder mitte von beiden möglichkeiten wird sich wohl das resultat herausstellen

  • stambuoch | vor 280 Tagen, 13 Stunden, 36 Minuten

    Geschlechterquote oder Frauenquote?

    Wären dann Männerquoten in Berufen demnach in Ordnung, in denen es einen massiven Frauenüberschuss hat, wie bei uns Pharmazeuten/Apotheker (80:20)? Oder bei den Mediziner? (die Situation bezieht sich auf das Geschlechterverhältnis in der Schweiz).

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

      warum nicht? und wenns darum gehen soll, kontraproduktive rollen-zuschreibungen abzubauen wär das vermutlich sogar sehr sinnvoll

  • spok | vor 280 Tagen, 14 Stunden, 2 Minuten

    hach, zu aller pest auch noch der feminismus.

    Auf dieses Posting antworten
    • elchaos | vor 280 Tagen, 7 Stunden, 54 Minuten

      warum regt dich das f-wort eigentlich so auf? und wenn du dich so belästigt fühlst davon, warum machst du dir die mühe unter einem thread zum thema zu posten?

      vermutlich pointless das zu fragen, aber überrasch mich doch positiv mit einer ernstgemeinten antwort!

    • spok | vor 280 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      es regt mich so auf, weil frauenrechte eigentlich ein gutes und wichtiges thema wären. leider geht feminismus hierzulande völlig an dem vorbei und äußert sich nur in übertriebenem schnickschnack der niemandem was hilft, wie zB dem tollen Binnen-I.
      Oder komplett überzogenen Maßnahmen die einer winzigen Minderheit von Frauen das Paradies gratis eröffnen - siehe Frauenquote.
      Und ach so viel anderer Blödsinn. Ich mein, jede Frau die will, soll in Naturwissenschaft und Technik gehen, spricht ja nix dagegen. Aber wenn sie von sich aus nicht wollen - warum muss man das verstärken?

      Überspitzt gesagt: Ich sehe nicht ein, was Feminismus hierzulande mit Feminismus noch zu tun hat.

    • elchaos | vor 280 Tagen, 3 Stunden, 57 Minuten

      ich glaub ich kann ansatzweise nachvollziehen was dich stört bzw mir vorstellen dass es in deinen augen so wirkt als würd wichtiges (hier wie anderswo) auf grund von nebensächlichem auf der strecke bleiben

      mein blickwinkel ist halt ein anderer. veränderung beginnt immer im kopf. und was da draussen wahrnehmbar ist wiederum beeinflusst wie wir denken fühlen und letztendlich entscheiden und handeln. deshalb ist sprache so wichtig. deshalb gibt es sowas wie ein "von sich aus wollen" nicht. wir leben ja nicht in einem kontextlosen raum und was wir wollen ist das resultat unzähliger gesellschaftlicher einflüsse. deshalb macht es auch sinn, frauen technik und wissenschaft schmackhaft zu machen. damit sie draufkommen können ob sie das wollen oder nicht

      und klar hat sich viel zum positiven verändert im lauf der jahre und jahrzehnte. kann man ruhig auch mal dazusagen :)

      da ist aber durchaus noch ein spielraum nach oben. und nicht in richtung weltherrschaft oder gratis paradies. sondern mehr in richtung dass es irgendwann hoffentlich wirklich zweitrangig ist mit welcher biologischen ausstattung wer geboren ist. wo alles das, was heute (positiv) auffällt (eine frau in einer führungsposition! zb) so sehr selbstverständlichkeit geworden ist, dass...

    • elchaos | vor 280 Tagen, 3 Stunden, 56 Minuten

      ...kein mensch mehr versteht, warum irgendwer mal ne quote wollte

    • spok | vor 279 Tagen, 18 Stunden, 51 Minuten

      in frauensachen darf man die unwichtigsten themen breittreten. aber schau mal an was passiert, wenn mal ein männerthema angesprochen wird.

      solang sich sogar schon ein bundespräsident arg den mund verbrennt, wenn er laut darüber nachdenkt, ob denn die wehrpflicht auch auf frauen ausgeweitet werden könnte, läuft massiv was falsch.

      feminismus hierzulande ist engstirnig, vorsintflutlich, einbahnstraßenhaft.

    • elchaos | vor 279 Tagen, 14 Stunden, 45 Minuten

      i get your point.

      und auch dass du sowas wie einen "gesamteindruck" von feminismus hierzulande hast. trotzdem, wie schon mal gelöschterweise geschrieben, DIE feminist_innen und ihre anliegen bzw DEN feminismus als homogenes ding gibt es einfach nicht, auch hierzulande nicht. und ich würde für mich selbst beanspruchen nicht engstirnig, vorsintflutlich und einbahnstraßenhaft zu sein. ich gebe jedenfalls mein bestes. ein neutrum. juhu!

    • spok | vor 279 Tagen, 11 Stunden, 54 Minuten

      feminismus als homogenes ding mag es net geben, aber wolken haben auch eine ungefähre farbe und eine ungefähre größe und eine ungefähre position, auch wenn sie net gerade homogen sind, und irgendwann muss man trotzdem ne aussage drüber machen, und du würdest auch sagen dass die eine wolke hell und die andere dunkel ist.

    • elchaos | vor 279 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

      hach, spok, diesen wolkigen vergleich find ich jetzt fast charmant. aber wie schon mit dem schönen neuen adjektiv einbahnstraßenhaft würde ich sagen: du glaubst mich (und sämtliche f-isten österreichs) besser zu kennen als das der fall ist

      wie auch immer. wir haben uns eh ein stück bewegt und ab hier macht es wohl sinn uns langsam auf ein agree to disagree zu einigen

    • elchaos | vor 279 Tagen, 10 Stunden, 39 Minuten

      und nicht nur fast, eigentlich

  • sofarukus | vor 280 Tagen, 14 Stunden, 30 Minuten

    "oder soll ich lieber gästin sagen"

    versteh ich nicht warum das wirklich notwendig ist an dieser stelle...

    Auf dieses Posting antworten
    • sofarukus | vor 280 Tagen, 14 Stunden, 28 Minuten

      ah..steht sogar im duden..na dann nehm ich natürlich alles zurück :)

    • spok | vor 280 Tagen, 13 Stunden, 40 Minuten

      naja, wenns im duden steht, was solls, kann sprachliche missverständnisse vermeiden und ist noch nicht so schlimm wie "benutzerinnen und benutzer"

  • betina8 | vor 280 Tagen, 18 Stunden, 30 Minuten

    großartig

    ein Themenbereich, der nach wie vor viel zu wenig mediale Aufmerksamkeit bekommt. Endlich ein Sommergespräch, das wichtig ist und interessant zu werden verspricht.

    Auf dieses Posting antworten
    • spok | vor 280 Tagen, 17 Stunden, 44 Minuten

      das hast du jetzt ironisch gemeint oder???