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Musik, Film, Heiteres

Martin Blumenau

Martin Blumenau

Geschichten aus dem wirklichen Leben.

11. 9. 2012 - 19:33

Fußball-Journal '12-31.

Die Live-Einschätzung zum Spiel des Jahres, dem WM-Quali-Match Österreich - Deutschland, einem überraschend scharfen, bissigen Duell auf Augenhöhe.

Auch in der aktuellen Saison begleitet das Fußball-Journal '12 (wie schon in den Vorjahren) die heimische Bundesliga, den Cup, Nationalteam und ÖFB, den Nachwuchs, das europäische Geschäft und das mediale Umfeld.

Heute mit der schon traditionellen Live-Analyse bei Ländermatches: WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland ab 20Uhr30 im Happel-Stadion im Wiener Prater:

Tor: 1 Robert Almer (Düsseldorf/D), 12 Heinz Lindner (Austria), 23 Christian Gratzei (Sturm). Auf Abruf: Lukas Königshofer (Rapid).

Abwehr: 2 György Garics (Bologna/ITA), 17 Florian Klein, 20 Franz Schiemer (Salzburg), 15 Sebastian Prödl (Werder/D), 3 Alek-sandar Dragovic (Basel/ SUI), 4 Emanuel Pogatetz (Wolfsburg/D), 5 Christian Fuchs (Schalke/D), 13 Markus Suttner (Austria).
Auf Abruf: Thomas Hinum (Ried), Manuel Ortlechner (Austria), Andreas Ulmer (Salzburg).

Mittelfeld: 8 Yasin Pehlivan (Gaziantepspor/TUR), 14 Julian Baumgartlinger, 6 Andreas Ivanschitz (Mainz/ D), 19 Veli Kavlak (Besiktas/ TUR), 18 Christoph Leitgeb (Salzburg), 16 Jakob Jantscher (Din.Moskau), 10 Zlatko Junuzovic (Werder/ D), 22 Guido Burgstaller (Rapid). Auf Abruf: Stefan Kulovits (Rapid).

Angriff: 11 Martin Harnik (Stuttgart/D), 7 Marko Arnautovic (Werder/D), 21 Marc Janko (Trabzon Spor/TUR), 9 Patrick Bürger (Mattersburg). Auf Abruf: Deni Alar (Rapid), Erwin Hoffer (E. Frankfurt/D), Philipp Hosiner (Admira).

Die Abrufspieler Hinter-egger, Sabitzer und Weimann haben wie Kapitän Christopher Dibon, Jörg Siebenhandl oder Raphael Holzhauser zweimal U21 gespielt und nach einem vercoachten Match in Holland gestern ein bedeutungsloses Spiel gewonnen.

Verletzt: David Alaba (Bayern/D), Jürgen Säumel, Rubin Okotie, Andreas Hölzl (Sturm), Christopher Drazan, Christopher Trimmel, Roman Kienast (Rapid).

Rücktritt: Paul Scharner (HSV/D) und Martin Stranzl (Gladbach/D). Keine Bemühung um Jonathan Schmid (Freiburg/D).

Nicht berücksichtigt: Daniel Beichler (Hertha/D), Ramazan Özcan, Ümit Korkmaz (Ingolstadt/D), Daniel Royer (Köln/D), Ronald Gercaliu (Aue/D), Ekrem Dag (Gaziantep Spor/TUR), Markus Berger (Odessa/UKR), Michael Gspurning (Seattle/US), Georg Margreitter (Wolver-hampton/ENG), Tanju Kayhan (Besiktas/TUR), Atdhe Nuhiu (Eskisehir Spor/TUR), Florian Mader, Tomas Simkovic, Marko Stankovic, Roland Linz (Austria), Michael Madl, Manuel Weber, Haris Bukva, Darko Bodul (Sturm), Stefan Maierhofer (Salzburg), Thomas Reifeltshammer, Anel Hadzic, (Ried), Manuel Seidl (Mattersburg), Mario Sonnleitner, Thomas Schrammel (Rapid) uam...

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Der DFB-Kader:

Tor: 1 Manuel Neuer (Bayern), 12 Ron-Robert Zieler (Hannover), 22 Marc-André ter Stegen (Mönchen-gladbach).

Abwehr: 16 Philipp Lahm, 14 Holger Badstuber, 20 Jerome Boateng (Bayern), 17 Per Mertesacker (Arsenal/ ENG), 4 Benedikt Höwedes (Schalke), 5 Mats Hummels, 3 Marcel Schmelzer (Dortmund).

Mittelfeld: 6 Sami Khedira, 8 Mesut Özil (Real Madrid/ SPA), 15 Lars Bender, 9 André Schürrle (Lever-kusen), 7 Ilkay Gündogan, 19 Mario Götze, 21 Marco Reus (Dortmund), 18 Toni Kroos, 13 Thomas Müller (Bayern), 23 Julian Draxler (Schalke).

Angriff: 10 Lukas Podolski (Arsenal/ENG), 11 Miroslav Klose (Lazio/ITA).

Nicht fit genug: Bastian Schweinsteiger, Mario Gomez (Bayern), Sven Bender (Dortmund).

Im Vergleich zur EM-Quali nicht mehr dabei: Tormann Wiese, Arne Friedrich, Aogo, Träsch, Rolfes, Cacau.

Eine trotz allem frohgemute Bilanz

Ich hab nichts gegen verdiente Siege.
Aber ich lasse mir durch eine unglückliche Niederlage nicht einen tollen Auftritt schlechtreden oder gar verderben.

Und das war es: ein toller, fast sensationeller Auftritt gegen ein Top-3-Team dieses Planeten. Das ÖFB-Team ist ans Limit und drüber hinaus gegangen, hat sich strategisch und taktisch nichts vorzuwerfen, war vor allem in der 1. Halbzeit mit einem sensationellen Pressing die bessere Mannschaft.

Fast alles hat gestimmt, fast alle Akteure haben ihr Optimum abgerufen, letztlich ist man an der größeren Klasse, den individuell besseren deutschen Akteuren knapp gescheitert. In einer hochklassigen Auseinandersetzung.

Julian Baumgartlinger vergleicht das Match mit der Niederlage bei der EM-Quali in Wien, als man auch recht unglücklich 1:2 verlor.
Ja, eh.
Der Unterschied allerdings: damals war der vogelwilde Überfalls-Fußball des ÖFB-Teams ein Produkt des Zufalls, und ab einen bestimmten Zeitpunkt war der deutsche Sieg dann auch nicht unverdient.

Heute war das nie der Fall.
Nach Punkten war Kollers Team immer vorne.

Das ist aller Ehren wert.
Und es macht mich durchaus glauben, dass die kommenden Aufgaben in dieser Qualifikation zu bewältigen sind.

Wichtig ist nur, dass man das mediale Geseier vom "Pech" und die alte Mär vom Duseldeutschen nicht verinnerlicht und sich nicht in einer Opferrolle gefällt, die keine Bedeutung hat.

Die Schlußphase mit den letzten Aufbäumen

Und dann der Matchball in der 87. Minute: Jantscher hat einen sensationellen Linkslauf, seinen Cross haut Arnautovic mit dem Unterschenkel am langen Eck in den Abendhimmel, hinter ihm rutscht Janko ins Leere. Auweia.

Team Deutschland tut weiter nichts, das ist ein wenig erbarmungswürdig. So wird es auch gegen Schweden oder gar Irland schwer.

Und noch ein Arnautovic-Schuß (nach Fuchs-Assist) in der 90. Minute, zu unpräzise, Neuer hält ihn; Vier Minuten Nachspielzeit bringen leider nichts, dass der letzte Angriff wegen Offside zurückgepfiffen wird, ist typisch (auch wenn es richtig war).

Abpfiff. Kavlak hadert mit dem Schiri. Erschöpfte Deutsche klatschen enttäuschte Österreicher ab. Alle staksen wie kaputte Zombies auf dem Feld herum.

Das Momentum gehört Österreich, Deutschland kann nichts

In der 75. Minute zwei zweite Wechsel: 16 Jantscher kommt für 6 Ivanschitz; bzw 10 Podolski für 11 Klose. Das sind zwei Wechsel in Position. Poldi, der bei Arsenal wieder Spitze spielt, wird wohl vorne bleiben, Jantscher statt Ivanschitz auf der linken Seite spielen.

Özil bleibt vorne neben Podolski, ähnlich wie bei Österreich, wo Junuzovic auch fast neben Burgstaller spielt - wir sehen jetzt also zwei 4-4-2-Systeme.

Gelb für Kavlak oder Baumgartlinger nach einem Foul in der 81., als die Zuschauer wegen eines Brustballs von Schmelzer erregen, weil sie ein Hands imaginiert haben.

Das Momentum wäre jetzt wieder auf der österreichischen Seite, man kombiniert jetzt wieder. Deutschland ist seit der 60. Minute nicht im Spiel, tut auch nichts um dorthin zu kommen.
Burgstaller powert wie Sau.
Janko wird kommen, für die letzten paar Minuten.
In der 85. kommt 21 Janko für Baumgartlinger, Koller stellt auf Hollwood um, nimmt ein 4-1-3-2 für die Schlußphase. Arnautovic bleibt bei ihm vorne, Burgstaller nimmt die rechte, Jantscher die linke Seite.

Janko kommt mitten rein in eine Corner/Flankenserie, die sich gewaschen hat.

Kollers Team kämpft sich tatsächlich ins Spiel zurück

Letztlich ist in dieser 2. Halbzeit halt folgendes passiert: Deutschland hat Normalform erreicht. Und das genügt um einem österreichischen Pressing zu entgegnen, und sich selber als dominante Macht zu etablieren.

Und letztlich hat Österreich in dieser 2. Halbzeit das Glück gehabt, das in Halbzeit 1 fehlte: da gingen Schnittbälle allesamt verloren, diesmal ging einer ins Tor.

Arnautovic tut der Assist gut, der ist jetzt endlich auf dem Level der anderen, auch wenn seine Präzision weiter mangelhaft ist - er müht sich jetzt.

Deutschland sichert jetzt alle Mittelfeld-Zonen ab, ist überall im Spiel; aber Österreich stichelt weiter. Zwar fehlt jetzt den Gegenstößen die Verve, es fehlt auch am bissigen Pressing der Anfangsphase, aber nach dem Anscghlußtreffer ist dem Team klar, dass es auch durch ernudelte Treffer ins Spiel kommen kann.

Deutschland ist seit der 60. Minute wieder deutlich passiver unterwegs. Und das hat keine taktischen Gründe, das passiert nichtz absichtlich. Man sieht sich immer zahniger werdenden ÖFB-Angriffen gegenüber und macht dabei erstaunlich mäßige Figur. Effektive Aktionen, wie sie zu Beginn der zweiten Halbzeit im Drei-Minuten-Takt eingefahren wurden, stehen bereits länger aus.

Das Publikum riecht das und pfeift den Gast in der 70. Minute auf offener Szene aus.
Gelb für Lahm (71.) nach einem taktischen Foul gegen Junuzovic. Darauf spielt er dann einen üblen Rückpaß, in den Burgstaller hineinspritzt, aber dann an Neuer scheitert. Die größte Ausgleichschance.

Podolski bzw Jantscher machen sich fertig.

Ein Tiefschlag und ein glückliches, verdientes Anschlußtor

Die zweite Halbzeit ist on the way. Marco Reus ist angeschlagen und muss durch 19 Mario Götze ersetzt werden - keinerlei Schwächung.

Deutschland nimmt das Heft in die Hand, angetrieben von Hummels, der zunehmend sammersche Tugenden an den Tag legt. Österreich zieht sich zurück, um nicht den Fehler zu machen jetzt ins offene Messer zu laufen - setzt man weiter auf den Konterschlag, oder ist das ein Zeichen von Schwäche?

Dann (51.) läuft Kavlak in Müller rein, an der Strafraumgrenze und der Schiri wertet das als Elfmeter. Naja, Özil macht humorlos das 2:0, obwohl Almer die Ecke richtig hat.
Das war's dann wohl.
Verdammt und schade.
Und dann auch noch die Nachricht, dass der Angriff davor Offside war.
Hilft nix.

Koller holt sich Burgstaller, wird vielleicht auch nix helfen, trotzdem muss das ÖFB-Team jetzt Präsenz zeigen.
Offsidetor von Götze, dann (55.) geht Harnik und 22 Guido Burgstaller kommt. Als vorderste Spitze? Oder macht das jetzt Arnautovic? Nein. Junuzovic ist jetzt auch vorne, in einer Art 4-4-2.

Dann hat Österreich das Glück des Tüchtigen: Arnautovic gelingt (zufällig, Ballglück) ein Vorstoß an der linken Flanke, ein Stanglpaß in die Mitte, an Neuers hand vorbei, direkt auf Junuzovic' Fuß, und das ist das 1:2 in der 57. Minute.

In der 60. rollt Müller über Fuchs, der dafür gelb bekommt.

Halbzeit-Bilanz

Mir ist der Spielstand egal: das war eine tolle Vorstellung der Österreicher, die beste seit langem. Fast alles passt. Der Tormann ist gut im Spiel, die Abwehr steht innen sehr sicher, ist außen sehr vorsichtig (es gab nur einen einzigen Fehler). Das defensive Mittelfeld erobert etliche Bälle, verteilt sie klasse nach vorne. Und das offensive Mittelfeld beißt wie ein Hai, Ivanschitz/Junuzovic sind unglaublich, Arnautovic fällt leicht ab, Harnik zickt bei aller Klasse ein bissl zu sehr.

Deutschland ist maximal ebenbürtig. Neuer nervös, Lahm und Schmelzer nicht im Spiel, einzig Hummels-Badstuber stemmen sich gegen die Gegenstöße. Der von Scholl als einziger Arbeiter hochgelobte Khedira setzt keinerlei aktive Aktzente, Kroos stehgeigt. Es ist Özil-Reus-Müller und ihrem rochierenden Gewirbel zu verdanken, dass das deutsche Spiel nach vorne stattfindet.

ARD-Experte Scholl erwähnt dass die Österreicher hart spielen, zwicken, stoßen, Ellbogen einsetzen etc. Und meint das nicht im Ton des Gejammers, sondern positiv.

Der Dämpfer

44. Minute, 0:1, schade. Reus kriegt links einen Paß, nach einem angschossenen Ball, wird zweimal fast geblockt und kann dann glücklich flach ins kurze Eck schießen. Spielverlaufsmäßig nicht verdient.

Das ÖFB-Team hält sein bissiges Pressing hoch

Nach einer halben Stunde schaltet sich erstmals Hummels in eine Angriffsaktion ein - ein Zeichen für die Unzufriedenheit. Khedira ist heute wenifg sichtbar, Özil nörgelt schon. Deutschland wankt.
Dann schickt aber Kroos mit einem einzigen Paß Reus durch die ÖFB-Abwehr (32.) - wenn er den erläuft ist das ein Tor. Und genau diese Fähigkeit des gezielten Genie-Paßspiels macht die deutsche Weltklasse aus.

Allerdings trauen sich die Österreicher zunehmend mehr zu: Prödl spielt einen tollen Longpaß, Garics sucht plötzlich den offensiven Doppelpaß, Kavlak sortiert zunehmend auch mit Haken. In der 35. erzeugt Baumgartlinger mit einem Schuß nach einem Corner Gefahr. Und sorgt damit psychologisch dafür dass Tormann Neuer bei einem Abstoß dann Harnik anschießt und so fast ein Eigentor produziert.
Selbstvertrauen heisst das Zauberwort.

Bemerkenswert ist dass die Österreicher (im Gegensatz zu den Deutschen) null rochieren, fix ihre Positionen halten und so ein engmaschiges Netz spinnen, das durch improvisierte Wechsel nicht reißen kann. Und noch bemerkenswerter ist es, dass das bissige Pressing immer noch funktioniert, dass Juno/Harnik/Ivanschitz die deutschen Abwehrspieler anbohren wie die Kletten.

Ivanschitz gibt nach einem tollen Vorstoß leider nicht nach links zum freien Fuchs ab, sondern will schießen und fabriziert wieder einen Preßball. Würde mich nicht wundern, wenn so ein Ball das Spiel entscheiden würde, wäre heute prototypisch.

Der Spielplan sagt: deutsche Kreativzone niederdrücken

Bezeichende Szene vor einem Junuzovic-Schusserl nach schnellem Gegenstoß in der 17. Minute: drei Mann attackieren Özil, der sich zu einem Vorstoß aufgemacht hat.
In der 18. sieht Prödl gelb, nach einem Foul am Klose im Mittelfeld - entspricht auch dem Spielplan, soweit ich ihn erkenne: Dominanz im Mittelfeld suchen, Özil und Kroos einschüchtern, Reus/Müller durch starke Flankenläufe binden.

In der 19. schlägt Keeper Almer einen Müller-Kopfball nach Freistoß-Cross flattrig weg, fängt aber die folgende Ecke sicher runter.

Das sieht gut aus, nicht nur bei den offensiven Nadelstichen, sondern auch beim Versuch das deutsche Mittelfeld nicht ins Rollen kommen zu lassen. Das macht Kollers Team nicht nur durch die Verengung der Räume, sondern auch durch scharfes Rangehen; auch ein Ivanschitz steigt mächtig rein. So kommt Deutschland nur zu Weitschüssen.

Beim ÖFB-Team ist es Veli Kavlak, der die eroberten Bälle schnell in die Tiefe/Spitze leitet, und das mit ordentlichem Tempo, das Ivanschitz, Junuzovic und Harnik toll aufnehmen. Einzige Schwachstelle: Arnautovic, der zum einen seine Seite kaum verlässt und sich dort zum anderen nur sehr schwankend bewegt. Zudem kommen seine Zuspiele nicht gut.
Garics und Fuchs schalten sich kaum offensiv ein, sie sind die stille Reserve.

In der 27. fällt Harnik im Laufduell mit Badstuber, das Stadion pfeift, aber es war wohl eher nix. Der sterbende Schwan muss dann was trinken und bleibt vorne, kann so einen Konterball erlaufen und ins Außennetz ballern

Das ÖFB-Team geht scharf geladen in die Partie

Erregung auf allen Kanälen in der 4. Minute: Baumgartlinger nützt einen deutschen Fehler beim Herausspielen und setzt Harnik ein, der aus seinem Konterlauf nur einen Pressball rausholen kann. Das ist das österreichische Spiel: schnelle Nadelstiche setzen, aus einem eigentlichen Nichts etwas machen.

In der 5. Minute schlägt Almer an seinem ersten Ball vorbei, ups. Trotzderm tut sich Deutschland mit dem scharfen Pressing der Österreicher schwerer als erwartet. Man bleibt zwar ruhig und versucht keine Risiko-Passes im Aufbau zu spielen, trotzdem merkt man so etwas wie Respekt.

In der 10. Minute schiesst Garics Reus an, der Ball prallt zu Müller, der allein vor Almer steht, den aber anschießt. Im Gegenstoß schaufelt Ivanschitz eine Fuchs-Auflage übers Tor.

Und in der 12. Minute hat dann auch Österreich eine Prellball-Chance: Ivanschitz flippert einen Arnautovic-Paß irgendwie zu Harnik, dessen Flachschuß von halbrechts knapp am langen Eck vorbeigeht.

Das sieht alles wild, gut und gefährlich aus, ist aber noch ein wenig dem Zufall entsprungen. Österreich wird diese Intensität im Pressing nicht 90 Minuten halten können, muss über Dominanz im Mittelfeld spielerisch mithalten.

Ein guter Ivanschitz-Schuß rundet die ersten, durchaus aufregenden 15 Minuten ab.

Die Aufstellung ist raus, und wie erwartet:

1 R. Almer; 2 Garics, 15 Prödl, 4 Pogatetz, 5 C. Fuchs (K); 14 Baumgartlinger, 19 Kavlak; 7 Arnautovic, 10 Junuzovic, 6 Ivanschitz; 11 Harnik.

Bank: 23 Gratzei, 12 Lindner; 17 F. Klein, 20 Schiemer, 3 Dragovic, 13 Suttner; 8 Pehlivan, 18 Leitgeb, 16 Jantscher, 22 G. Burgstaller; 9 P. Bürger, 21 Janko.

Rote Trikots, weiße Hosen, Tormann Almer in gelb.
Nach den neuen FIFA-Regeln darf gesamte Kader auf der Bank Platz nehmen.

Und dann auch die der Deutschen:

1 Neuer; 16 Lahm (K), 5 Hummels, 14 Badstuber, 3 Schmelzer; 6 S. Khedira, 18 T. Kroos; 13 T. Müller, 8 Özil, 21 Reus; 11 Klose.

Bank: 22 ter Stegen, 12 Zieler; 20 J. Boateng, 17 Mertesacker, 4 Höwedes; 15 L. Bender, 7 Gündogan, 23 Draxler, 19 M. Götze, 9 Schürrle, 10 Podolski.

Weiße Trikots, schwarze Hosen.
Löw hat im Gegensatz zu Koller nur 22 Mann im Kader.

Das ist zweimal ein 4-2-3-1.

Ausverkauft, 47.500 Zuschauer, alle haben eine Fahne bekommen, der ÖFB hat zwei einfache Choreos erarbereitet (und sich dabei von Stiegl sponsern lassen), der Abend ist lau, es sollten optimale Voraussetzungen herrschen.

Fairplay-Eröffnungsworte von Fuchs und Lahm. Die Zuschauer singen: Hey, hey, wer nicht hüpft der ist ein Piefke!
Welcher Spieler jetzt wie bei den Hymnen mitsingt - i couldnt care less. Schiri ist der Niederländer Kuipers.

Vor der Spiel...

...läuft das übliche Deutschland-Brimborium, kommen '78 (Cordoba) und - diesmal stärker - '86 (4:1 bei der Eröffnung des neuen Happel-Stadions) aufs Tapet - und dabei fallen hauptsächlich die Paß- und Ballannahme-Ungenauigkeiten von heutigen Altstar-Experten auf.

Dass das Löw/Bierhof-Camp die aktuelle ÖFB-Truppe gezielt starkredet, ist einerseits nur sehr clevere Strategie, basiert aber andererseits auf Fakten, die den DFB-Spionen nicht entgangen ist.

Denn das ÖFB-Team ist unübersehbar deutlich besser als noch vor einem Jahr. Das hat mit den zunehmend zu Stammspielern gewordenen Legionären zu tun, der wieder ein wenig reifer gewordenen sehr jungen heimischen Spieler-Generation. Das hat aber auch, vor allem, mit der Kontinuität zu tun, die seit der Amtsübernahme von Marcel Koller im A-Team eingezogen ist: eine Philosophie, eine Strategie, ein System.

Noch verfügt Kollers Truppe über keinen wirklich gut sitzenden Plan B - aber immerhin können die aktuellen Spieler, die um die 30, 35 Kaderakteure, kann der Kern der fünf, sechs Führungsspieler zumindest das eine System, haben die eine Philosophie verinnerlicht, wissen über die eine Strategie Bescheid. Und das ist der entscheidende Unterschied zu den Vorgängern, die keinen Plan hinter ihrem Laissez-Faire hatten, die zu wenig für echte Gegnerbeobachtung übrig hatte, für die moderne Trainingsmethoden immer nur ein neumodischer Blödsinn waren.

Dort ist aber der entscheidende Unterschied zum Gegner: das ist eine Mannschaft, die mehr als nur einen Trick draufhat. Man kann nicht nur gegen die FärÖer 4-1-4-1 spielen, sondern gegen jeden anderen Gegner auch. Und nur sehr selten und da nur gegen die ganz Großen, kann dieses Team im Probleme kommen. Alles andere ist Wunschdenken löwkritischer Medien.

Weil nun aber auch Löw und seine Beobachter/Helfer/Spione wissen, dass das gestärkte ÖFB-Team eben nur die eine Option (das 4-2-3-1 mit dem gezielt schnellen Umschalten und dem scharfen Pressing) hat, sind sie selbstverständlich im Vorteil, was ihre Variationsbreite betrifft.

Trotzdem gehen alle davon aus, dass Löw dem österreichischen 4-2-3-1 auch sein klassisches 4-2-3-1 entgegenstellt; dass nichts Überraschendes geplant ist, von Anfang an.

Man rechnet mit...

Team Austria: Almer; Garics, Prödl, Pogatetz, Fuchs; Baumgartlinger, Kavlak; Arnautovic, Junuzovic, Ivanschitz; Harnik.

Was fällt dabei auf: eine deutsche Nummer 2 steht vor österrechischen Nummer 1en, konsequent, weil ja ausschließlich Legionäre erwartet werden. Möglich ist aber auch eine Version mit Suttner-Fuchs auf der linken Seite.
Harnik in der vordersten Spitze ist ein Risiko - das ist nicht ganz seines. Andererseits ist Janko einfach nicht fit genug und dahinter klopft aktuell niemand wirklich an.

Team Germany: Neuer; Lahm, Hummels, Badstuber, Schmelzer; Khedira, Kroos; Müller, Özil, Reus; Klose.

Diesmal kann der zuletzt nicht fitte Linksverteidiger Schmelzer also wohl spielen - und damit macht Löw einen der Fehler bei seiner EM-Stammelf wett. Ob Kroos der bessere Schweinsteiger ist, darf bezweifelt werden, die offensive Version mit Götze ist unwahrscheinlich. Dass Schürrle auf der Müller-Position effektiver ist als Müller, hat sich eigentlich auch schon während der Euro gezeigt - auf der anderen Seite hat Reus Podolski schon abgelöst.
Das DFB-Team hat zuletzt Schwächen gezeigt; es sind aber welche auf sehr hohem Niveau.

Man kennt sich und seine Spielweise also, auch aus dem direkten Vergleich in der Liga (bis zu 17 Bundesliga-Kicker können zu Beginn am Platz stehen).
Es ist mit keinen Überraschungen zu rechnen.

Es wird also darauf ankommen, wer die bessere Idee, den besseren Matchplan, den schlaueren Kniff auspackt. Und es liegt am ÖFB-Team den spielerisch und individuell deutlich besser ausgestatteten Nachbarn zu verblüffen. Und wenn heimische "Experten" verbreiten, dass man doch auf Standard-Situationen vertrauen soll, dann zeigt das nur den mangelnden Horizont einer Liga, die womöglich gar nicht vertreten sein wird.

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  • wuschdibumm | vor 248 Tagen, 3 Stunden, 3 Minuten

    auslassen

    als einzige wirkliche schwachstelle hab ich gestern den garics empfunden. der hat bei offensivsituationen nie so recht was mit dem ball anzufangen gewusst und neben dem sinnlosen verlegenheitsvordreschen gelegentlich sogar krasse fehlpässe fabriziert. defensiv stand er auch immer einen tick zu weit weg und so wars auch kein wunder, dass das tor über die deutsche linke seite fiel (über die rechte ging ja gar nix). gut, reus hat zudem wie seine offensivkollegen einen ausnahmezug zum tor und deshalb war selbst bei deutschen schwächephasen immer wieder ab 30m entfernung eine gewisse torgefahr spürbar. das hat ja auch koller so betont.

    Auf dieses Posting antworten
    • waltermatthau | vor 247 Tagen, 8 Stunden, 52 Minuten

      das mit garics tut weh, denn normalerweise ist er der einzige rechte verteidiger österreichs, der ein kontrolliertes spiel nach vorne beherrscht.
      war halt nicht sein tag, aber ich würde auf jeden fall an ihm festhalten ...

    • johnleehookerelectro | vor 247 Tagen, 7 Stunden, 37 Minuten

      nicht nur garics auch pogi und andere haben etwas zu oft weggedroschen(ausser einmal wo die kacke extrem am dampfen war)
      garics hat in der 2ten einmal mit ner schönen körpertäuschung das spiel kurz an sich gerissen..wollte glaub ich bewusst weiter hinten ne kleine asymetrie mit fuchs erzeugen .insofern war er gar nicht so schlecht mmn..
      es war eben grundsätzlich noch ein wenig zuviel hektik im spiel..vorne beim abschluss und hinten beim aufbau..aber in der mitte war das wirklich gezielter powerfussball .
      die ruhe kommt halt normalerweise mitder zeit

    • johnleehookerelectro | vor 247 Tagen, 7 Stunden, 35 Minuten

      "grundsätzlich noch zuviel hektik im spiel"

  • 2000lightyearsfromhome | vor 248 Tagen, 10 Stunden, 43 Minuten

    Von rechts...

    ...hat der Arnautovic den Ball zum 1:2 zur Mitte gespielt.
    Und ein bissl einen kritischeren Umgang mit einer Heimniederlage würde ich mir wünschen. Es geht nämlich darum, ob wir nach Brasilien fahren, nicht Deutschland Augenhöhe Blablabla...

    Auf dieses Posting antworten
    • kidtricky | vor 248 Tagen, 10 Stunden, 22 Minuten

      Einen kritischeren Umgang?
      Na fang mal an! Ich bin gespannt . . .!

    • schwarzbunt | vor 248 Tagen, 9 Stunden, 35 Minuten

      Blumenau einen zu wenig kritischen umgang mit dem öfb-team zu unterstellen ist nicht ganz fair.
      Eine Niederlage ist zwar immer schlecht, aber im Bezug auf die WM-Quali kommen die wichtigen Spiele erst

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 7 Stunden, 26 Minuten

      naja wenn deutschland so spielt hat schweden keine schlechten chancen auf nen punkt in stockholm

      und wir starten ja oft gut in nem aufgestauten adrenalinrausch(frankreich 3:1 natürlich haben wir damals schlechter gespielt und waren weit von gezieltem fluiden offensivpressing entfernt)

      jetzt muss man halt etwas davon konservieren und ne balance aus kritik und posizivem finden

      kritik punkt 1

      wieso zur hölle war harnik mittelstürmer?!bzw die ganze erste halbzeit wurde da nix gemacht(inverted jemand anderen reinziehen oder einwechseln) obwohl er eindeutig damit überfordert war

      als eigentlicher spitzen-winger war er da ne verschwendung

    • fenris79 | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 19 Minuten

      Eine Niederlage ist zwar immer schlecht,

      ohne die klasse der Kontrahenten zu berücksichtigen ist das falsch.

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 4 Stunden, 46 Minuten

      kavlak nach 20 minuten raus, janko rein, junu macht kavlaks 8er ivan spielt hängend nauti wechselt die seiten mit harnik und schwubs wir haben nen echten stürmer der aus den 4 topchancen ein tor in der ersten halbzeit macht(da hat janko auch noch die puste für das tempo später zieht er sich zurück und macht den abtropfer für harnik und arnautovic). momentum auf unserer seite etc

      simpel is that .
      werdet mal sachlich verdammt

      koller war auch noch im schock(er is halt 2 level über dico. aber auch noch 1 level unter jogi und genau da müss ma die kritk jetzt ansetzen)
      geht das`?

    • gerettet | vor 247 Tagen, 18 Stunden, 22 Minuten

      Sobald Janko voll fit ist führt kein Weg u keine Ausrede an ihm vorbei. 3 aus 5: Harnik Ivan Juno Arnaut Jantscher offensiv, da sind dann immer zwei heiße Eisen auf der Bank. Zentral Baumi und Alaba gesetzt. Garic wird schon wieder, keine Sorge. Wir werden trotz allem auch dirty points einfahren müssen, bereits im Oktober, damit die Gruppe nicht bald ungut wird.

  • pierrebourdieu | vor 248 Tagen, 19 Stunden, 44 Minuten

    Schöner Livebericht

    Auf dieses Posting antworten
  • moltar | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 22 Minuten

    fürs fan-verhalten beim fair play teil sollte es eigentlich ein geisterspiel setzen.

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 17 Minuten

      jaja und leuchtfeuer machen kinderlähmung.
      hinsetzen da vorne! beim fussballschaun steht man nicht!

      die türkische kultur zB ist ein teil von uns.
      das war ein lercherlschas

      die energie darf nur nicht in hektik umschwenken wie bei harnik

    • gatrik | vor 248 Tagen, 19 Stunden, 1 Minute

      Jo, das war beschämend.

      Die Kaiserhymne singen wäre zumindest lustig gewesen, aber auspfeifen... letztklassig.

    • kidtricky | vor 248 Tagen, 10 Stunden, 18 Minuten

      der pöse pöse hass-grieche ist schuld.
      und die pösen pösen rapidler.
      geisterspiele, buhuhu, geisterspiele buhuhu. voll hip jetzt. nach jedem lercherlschas ein geisterspiel zu fordern. ach gott, wir sind beim fussball! dieses ganze gutmenschentum nervt.

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 7 Stunden, 50 Minuten

      abgesehen davon sind hymnen e nur ein relikt aus hardcorenationalistischen zeiten

      singen is cool..aber immer nur das recht und ordnungs blabla?(quasi e die orgasmushymne schlechthin für gutmenschen haha)

      http://www.youtube.com/watch?v=iAR0j--koPA
      am geilsten is doch noch immer das-...einfach NICHTS von der hymne zu hören

      aber das hat ja DIREKT mit den ausschreitungen nach dem spiel zu tun

      pfeifen is einfach der lighteste friedlichste aktionismus
      das zu verbieten is diafste 1984 sicherheitsstaat scheisse

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 7 Stunden, 45 Minuten

      die schweiz hat ja trotzdem oder vl sogar gerade deswegen gewonnen..aber mal ehrlich wer steht nicht auf so eine stimmung?
      vorallem als underdog musst du puten was das zeug hält wie dorf gallien usw

      also bitte reisst euch das nächste mal zusammen und pfeift lauter!

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 7 Stunden, 41 Minuten

      wenns so einen kontrast zwischen gegnerischer und eigener hymne gibt füllst du die eigenen spieler förmlich mit adrenalin bis obenhin voll

      das wird dir jeder neurobiologe und massenpsychologe aus harward bestätigen

      wenn man als masse die macht hat das team ans limit zu bringen..wieso sitzen bleiben und gusch sein?

    • zikmund | vor 248 Tagen, 7 Stunden, 32 Minuten

      Kann man sich drauf einigen, dass bei Hymnen pfeifen einfach nur primitiv ist, damit aber auch wieder alles gesagt ist?

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 59 Minuten

      wenns eine schachpartie zwischen kasparov und nem amerikanischen MIT computer mit 500 KI-kybernetiknerds im saal wäre...ok dann wäre pfeifen primitiv herr zikmund

      aber fussball ist trotz neuen komplexen entwicklungen noch immer ein physischer gemeinschafts- und team-sport.physis die mit jedem nervenstrang jeder hormonproduktion und auch jeder neurokognition zusammenhängt.
      und vorallem ein sport der nicht das individuum als einzelnes abgekapselt von seiner umwelt sieht.( im primitiven radikal konstruktivistischen sinne zB) sondern als strukturierte GEMEINSCHAFT die sich bis zu nem gewissen grad vertrauen muss, als team als formation..als einheit von gesellschaften . als methologische aber auch noch unerforschte korrelation zwischen menschen auf und neben dem spielfeld etc

      power from the people back to the people

      punkt

      unter anderem deswegen sackt barca zzeit ja sogar im nou camp ein bisl ab(es is zumindest ein kleiner zusätzlicher faktor)..weil plötzlich einfach null stimmung im nou camp is ..kein wunder, niemand is verwöhnter..bei nem tor wird nurmehr nobel geklatscht..wenn überhaupt

      wir sind weit von barca entfernt.und wir haben das verdammte recht unser team gewaltfrei aber so lautstark wie möglich!zu unterstützen

      dankeschön..ich hab einfach zuviel zeit für fussball..sry

    • zikmund | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 53 Minuten

      Geh bitte, John, auch wenn ich deine Posts sonst schätze, aber das ist doch Quatsch.

      natürlich ist es primitiv, oder hast du bei den letzten EMs und WMs oft gesehen, dass Hymnen ausgepfiffen wurden? Das hat doch nix mit Stimmung sondern nur mit Rücksichtslosigkeit zu tun. Auf dem gleichen Niveau wie "schwuler, schwuler FAK" oder so.

      Ansonsten ist mir eh alles recht, desto mehr desto besser, aber das ist, again, peinlich und primitiv.

      Wenn du findest, dass Hymnen auspfeifen so viel Stimmung bringt schlag ich vor, stell dich mal wahlweise in UK oder Thailand bei einer Flaggenparade hin, pfeif und buh ganz laut, und dann schau was passiert - Top-Stimmung garantiert! ;-))

    • zikmund | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 47 Minuten

      Oder anders: Pfeifen im Stadion ist super - bis genau auf die eine Minute während die Hymnen laufen.

      Da ist es einfach nur ruaßig.

      Und Stimmung braucht ja keinen Ruaß, oder?

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 5 Minuten

      ja man muss natürlich aufpassen.
      es gibt halt diesen oft schmalen grad zwischen martialisch "anarchistischer chaos stimmung" auf der einen seite(schwubs!, und der prater steht in flammen) und gezieltem pushen des teams sich mit dem team verbunden fühlen.und spass haben am "so tun als ob" man martialisch wäre..auf der anderen

      diese grenze wird halt grad von vielen instanzen ausgefochten(vorallem von der obrigkeit in deutschland..somit e auch in ö)

      aber die grenze beim pfeifen der hymen zu ziehen?diese alten nichtmal wirklich poetischen texte aus vergangenen tagen?grad mitten in europa das e schon vielzu zersplittet is und in vielerlei hinsicht einen geeinten ton statt mühsamen kultureitelkeiten braucht (wem erzähl ich das. siehe EU ezb merkel goldmansachs undco)..also die fans die wegen der hymne ins stadion kommen und sie wirklich als ernsten teil ihrer kultur nehmen statt sie nur als kleines adrenalin-pusher-spiel zu sehen..sind halt vl die ältere traditionellere generation die da noch wirklich wert drauf legt...ich finds halt bedenklich wenn man nichtmal mehr im stadion im circus maximus nen ton machen darf wann man will(umgekehrt is die debatte über zwingen vom mitsingen ja genauso lächerlich oder?..ein özil konzentriert sich halt aufs spiel statt zu singen.der...

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 6 Stunden, 5 Minuten

      der pfeift auch auf die hymne und hat sogar den adler auf der brust.. der nimmt einem quasi den spass aus dem pfeifen)..es is aufjedenfall weit weg von physischer gewalt wenn man ein bewusstsein hat..irgendwann is es dann die egoshooter amoklauf debatte...vollgas stimmung im stadion is einfach nur ein mittel zum zweck->fussball funktioniert mit adrenalin-> gutes spiel

      und @ plumpe sprechchöre in Ö sind wirklich oft peinlich

      gegner verarschen is kewl..es braucht halt immer nen schmäh und kreativität dabei.
      und deutschland auspfeifen is sowieso ein schmäh fürsich.man sitzt ja meistens neben einem der ein guter freund is..insofern halbsowild..das sind halt bromance-stichelein quasi

    • schwarzbunt | vor 247 Tagen, 23 Stunden, 41 Minuten

      Zikmund, dass du den seine Postings schätzt enttäuscht mich. Zur Info: John wird von den allermeisten hier einfach ignoriert.

    • johnleehookerelectro | vor 247 Tagen, 18 Stunden, 7 Minuten

      danke fürs polarisieren mein hater..aber es is nur ein forum..is nicht notwendig

    • zikmund | vor 247 Tagen, 9 Stunden, 41 Minuten

      Ich weiss nicht, ich find wenn man sich durch die Schichten an assoziativem Wahnsinn kämpft, sind hin und wieder auch gute Gedanken dabei. Jedenfalls hab ich ihn, im Gegensatz zu anderen, selten ungut und aggressiv erlebt. Ich lese das aber nicht regelmäßig, falls du glaubst...

    • waltermatthau | vor 247 Tagen, 9 Stunden, 1 Minute

      um beim Polarisieren zu bleiben.
      ich liebe johnleehookers Beiträge und
      ich lese sie regelmäßig :-)

    • moltar | vor 246 Tagen, 23 Stunden, 12 Minuten

      interessant was da alles zusammenkommt. mir ging es nicht darum, das auspfeifen des gegners zu kritisieren (auch wenn ich es blöd finde), es ging schon um die konkrete situation. zuerst sprechen die kapitäne beider manschaften zum thema fair play und das praktisch nächste was passiert ist, dass bei der hymne der gegner angepisst wird (in dem fall halt konkret deren anhänger). und wenn sogar dem andy marek fan-verhalten peinlich wird (und er pe mikro um fair play bettelt), ist die kritik wohl mehr als angebracht.

    • johnleehookerelectro | vor 246 Tagen, 22 Stunden, 27 Minuten

      ja fussballer die vor dem spiel über fairplay(sieht aus wie ein charity ding der fifa..extrem authentisch) reden und am nächsten tag im training wird wieder geübt wie man zB ne gelbe provozieren kann,oder den technisch überlegenen spielmacher zerstört.juhu.
      und wie beliebt der "authentische" andy marek bei seinen fans is braucht man nur am grünen block mal nachfragen

      also wenn dir die hymnen so wichtig sind bitte ..muss es auch geben
      aber es gibt doch wichtigere themen rund um den fussball?rassismus,korruption zB

      der gutmensch sagt halt vl in seiner billigen autoverkäufer-NLP schulung :
      "
      ja es fängt mit dem pfeifen an und hört beim rassismus auf! alles gehört zusammen in dieser ganzen primitiven schlechtheit "

      ich versteh schon dass ihr euchgeniert und es für euch wie ein unzuvilisiertes bauern-barbarenvolk wirkt wenn leute haltlos pfeifen

      aber solang die spieler am feld keine echten philosophen und doctoren sind wird die masse mit ihnen auf diese weise connecten um die spannung aufrecht zu halten
      ganz einfach

      wird sich e früh genug ändern

    • moltar | vor 246 Tagen, 22 Stunden,

      die trainingsmethoden der fußballer, die beliebtheit von andy marek, hymnen, rassismus, korruption, verkaufsstrategien von autoverkäufern sind ja mitunter spannende themen, haben aber alle nichts mit meinem posting zu tun.
      mehr supporten - weniger haten. darum gehts. und gegen ende des spiels wurde ja auch gezeigt, dass es möglich ist.

    • johnleehookerelectro | vor 246 Tagen, 19 Stunden, 52 Minuten

      ok mehr supporten weniger haten
      bringts ganz gut auf nen punkt
      ein jürgenklopp werbespott und die ganze deutschsprachige fussballwelt steht kopf.(teilweise zurecht weil die martialische oldschool scheisse halt zu einseitig war)

      grundsätzlich is postive energie besser weil sie effektiv weniger energie verbraucht aber der stein des weisen auch wieder nicht un nicht 1:1 auf alles umlegbar

      man kann auch spass am haten haben,oder so lang haten bis man die sinnlosigkeit darin sieht.genauso kann man solang spass haben bis man die sinnlosigkeit darin sieht etc oder man is einfach mittelmässig emotionslos wie ein ösi oder deutscher

      entscheident is das bewusstsein über sein tun..wen zuviel spass/hass/mittelmässige-gutmenschenlangeweile in der masse kettenreaktionen auslöst die zu gewalt führen-stop it.die empathie muss jeder haben.

      aber im vorhinein udn nachhinein durch debatten simple emotionen in banalen gesängen oder situationen verbieten wollen is ne stumpfe doktrinierung der masse

    • johnleehookerelectro | vor 246 Tagen, 19 Stunden, 49 Minuten

      wir sind halt noch immer ständige opfer der angst doktrin

      9/11 is vorbei aber die london riots gehen um.der hass grieche in der heute zeitung etc.hui

      respekt vor kettenreaktionen oder einfach nur respekt vor dem gegner und seiner hymne ja ok.pfeifen kann man ja trotzdem
      aber die angst verdirbt den hass UND auch den spass

    • johnleehookerelectro | vor 246 Tagen, 19 Stunden, 37 Minuten

      manchmal haut man ja soviel emotion rein GERADE weil man soviel respekt vor dem gegner hat
      ächz es is mühsam

      einfach keine verbote oder strafen (geisterspiele wegen pfeifen..und als ob die fans etwas für die verlogenheit des fairplay shits können) bei simplen dingen bitte sonst wirds 1984
      danke

    • softmachine | vor 246 Tagen, 19 Stunden, 15 Minuten

      zumindest lügt er nicht, der JLHE.

    • 2000lightyearsfromhome | vor 241 Tagen, 9 Stunden, 55 Minuten

      Fairplay

      Wer bei der gegnerischen Hymne pfeift, skandiert auch schwule Sau, Judensau etc.
      Als Austriafan wird dir das bestimmt nicht fremd sein, Johnny.
      Sport hat halt auch a bissl was mit Sportlichkeit zu tun.
      Dass es auch anders geht, ist hier zu lesen:
      http://derstandard.at/1347492846042/Everton-Fans-gedachten-Liverpools-Opfern

  • fargonaut | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 33 Minuten

    verdammt zum Ergebnis!

    jetzt fehlt nur noch dass die ORF-TV-Analysen aufs selbe Niveau kommen wie die Mannschaft

    Auf dieses Posting antworten
    • fargonaut | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 29 Minuten

      ...immer dieses ewige herumsudern um Fehlentscheidungen vom Schiri

    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten

      und dann das sudern übers sudern...und dann das..über über...was

    • fargonaut | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 2 Minuten

      ich suder nicht, ich rappe

  • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 33 Minuten

    ur lieb wie prohaska neben koller versöhnlich und unbeholfen das pech rausstreicht ...haben sie sich wieder lieb?

    Auf dieses Posting antworten
  • biased | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 54 Minuten

    Mir hats gefallen!

    Und das hab ich schon lange nicht mehr über eine österreichische Nationalmannschaft gesagt.

    Koller ist super und Arnautovic ist ein Held!

    Ich find dich super, Marco!

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 248 Tagen, 20 Stunden, 32 Minuten

      tja das passiert halt als frischer papa..die ganez nacht wach und babyfon gepläre und dann passiert halt so eine scheisse!!!

    • wuschdibumm | vor 248 Tagen, 3 Stunden, 10 Minuten

      yeah, sicherlich haben sämtliche spieler ihre babyfons im teamquartier dabei. abgesehen davon find ichs vollkommen übertrieben, sich nach einem drübergschlapften bei der ganzen nation zu entschuldigen. aber witzig war seine reaktion schon ein wenig.

    • whatshalls | vor 248 Tagen, 10 Minuten

      Und wenn ers nicht macht, schimpfen alle wie arrogant er is.. Dodel oder Snob, dazwischen gibts nix..