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Musik, Film, Heiteres

26. 9. 2012 - 23:24

Elevate Artivism Award

Das Grazer Festival präsentiert in Zusammenarbeit mit FM4 einen Preis für gesellschaftspolitisches Engagement. Die fünf nominierten Projekte/Personen stehen fest.

Erstmals werden am Elevate Festival dieses Jahr Menschen, Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich positiv, nachhaltig und innovativ für die Gesellschaft engagieren.

Mehr zum ideologischen Überbau der Elevate Awards gibt es hier: "Wettbewerb zur Weltverbesserung"

FM4 präsentiert den Elevate Artivism Award, der heimischen gesellschaftspolitischen Projekten bzw. Künster/innen und ihren Gesamtwerken Anerkennung und mehr öffentliche Aufmerksamkeit bringen soll. Über die Kategorie "Artivism" hinaus gibt es bei den Elevate Awards auch einen internationalen sowie einen Steiermark-Preis. Artivism- und Steiermark-Award sind mit je 1.500, der internationale Preis mit 2.500 Euro dotiert.

Hier werden die fünf nominierten Projekte/Personen des Artivism Award vorgestellt, über die bis Mitte Oktober abgestimmt werden kann.

Ein in schwarz und gelb stilisiertes Logo zu den Elevate Artivism Awards.

Elevate Festival

Erwin Stefanie Posarnig - [Gesamtwerk] (Graz)

Erwin Posarnig

Erwin Posarnig

"Kunst mischt sich ein" stand auf einem Aufkleber, den Erwin Posarnig 2001 auf Postkästen, Laternenmasten und anderen Objekten im öffentlichen Raum anbrachte. In diesem Satz wird die künstlerische Intention zusammengefasst, die sich als roter Faden durch Posarnigs Schaffen zieht. Es ist eine Kunst, die die gesellschaftlichen Zustände in ihren Zusammenhängen und Ausdrücken ins Blickfeld rückt. Wer kennt sie nicht, die großen Aufkleber, die unvergesslichen Messages, die Passant/innen - ob diese wollen oder nicht - zum Nachdenken anregen. Posarnig ist jedoch nicht nur als Künstler tätig, sondern auch als Kurator: "Kollaborieren statt Kollabieren" ist der Titel seiner letzten Aktion.

kavn.mur.at

Elevate Artivism Award: Stimmt ab und entscheidet wer gewinnt.

Die Nominierten:

Alles übers Elevate und die Nominees des Elevate Artivism Awards unter fm4.orf.at/elevate

Susanne Posegga - Sunu Gal (Graz)

Susanne Posegga, Elevate

Susanne Posegga

Susanne Posegga ist Künstlerin, Designerin, Kuratorin und Produzentin. Seit Anfang 2007 erforscht sie die Geschichte eines afrikanischen Flüchtlingsbootes, das im Dezember 2006 mit knapp 100 Personen auf Teneriffa ankam. Sie arbeitete fünf Monate lang an Recherche, Transport und Freigabe des durch ein spanisches Gericht konfiszierten Bootes. Vier Jahre später begab sie sich auf eigene Faust in den Senegal auf die Suche nach der Herkunft des Bootes und wurde fündig. Mit einer kleinen Fotokamera entstand der Film Sunu Gal über die bewegende Geschichte, der exemplarisch die Zusammenhänge zwischen EU-subventionierten Fischfangflotten und der Migration aus Westafrika aufzeigt. Aktuell arbeitet Posegga gemeinsam mit Altholz Baumgartner an einem Projekt, den senegalesischen Fischern durch den Ankauf und die Weiterverarbeitung von kaputten Fischerbooten zu neuem Einkommen zu verhelfen.

kunstleistungsbetrieb.net

Oliver Ressler - [Gesamtwerk] (Wien)

Oliver Ressler

Oliver Ressler

Oliver Ressler ist ein seit vielen Jahren aktiver und engagierter Künstler. Er lebt in Wien. In seiner künstlerischen Arbeit analysiert und kritisiert er Machtverhältnisse in der Gesellschaft, versucht aber auch, über eine ausschließliche Analyse und Kritik des Bestehenden hinauszugehen. Einige seiner Arbeiten fokussieren Widerstandsformen, die man in der sogenannten Anti-Globalisierungsbewegung oder in jenen Bewegungen findet, die das Reagieren (bzw. Nicht-Reagieren) der Staaten und Konzerne auf den Klimawandel bekämpfen. Die Aktualität der Arbeiten und die konkrete Verbindung mit Aktivismus sticht besonders hervor.

ressler.at

Verein S.O.U.L.FLAVOUR - [Gesamtwerk] (AT)

Eine Gruppe Jugendlicher, die sich im Freien in unterschiedlichen Sport- und Jubelposen präsentiert.

S.O.U.L. Flavour

Die Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, speziell Mädchen und Frauen, mit unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft, ist dem Verein ein großes Anliegen. Ihnen sollen durch Workshops, Trainings, Vorträge, Diskussionen und andere Projekte konstruktive Möglichkeiten zum individuellen Ausdruck vermittelt werden. Die Programme des Vereins umfassen dabei die Bereiche Jugendkultur, Hip Hop & Urbane Kultur sowie Veranstaltungen mit diversen gesellschaftlichen, medienkritischen oder umweltbezogenen Inhalten, bis hin zu kreativen Interventionen im öffentlichen Raum. Die Vermittlung der positiven Ursprünge der Hip Hop-Kultur und die Reflexion der Urbanen Kultur dient dabei als über Grenzen hinweg verbindende und inspirierende Philosophie. Ein respektvoller Umgang soll vorgelebt und Toleranz und Vielfalt als Bereicherung erfahren werden. Vor allem kursierende sexistische Bilder der Frau in der Hip-Hop-Kultur und darüber hinaus sollen aktiv aufgebrochen, reflektiert und umbesetzt werden. Der Verein möchte die selbstbewusste, konstruktive und selbstbestimmte Entwicklung der jungen Leute, vor allem der Mädchen und jungen Frauen, unterstützen und fördern. Der Verein agiert österreichweit, kooperiert sowohl national als auch international mit Gleichgesinnten und bietet somit eine Plattform zur Vernetzung. Zusätzlich unterstützt der Verein die Entwicklung, Realisierung, Betreuung und Präsentation von originellen Ideen und Projekten im Bereich der urbanen Kultur.

soulflavour.at

M. Kamenar & R. Pickl - Remixinhambane (Wien)

Maximilian Kamenar

M. Kamenar, R. Pickl

Es geht um musikalische Zusammenarbeit über scheinbar unüberwindbare Grenzen hinweg. So lässt sich die Arbeit von Maximilian Kamenar und Roland Pickl wohl am treffendsten beschreiben. Nach mehrjährigen musikalischen Aktivitäten in Inhambane in Mosambik, Südostafrika, bauten sie zuerst mit der Unterstützung der UNESCO dort ein Musikstudio auf. Im Zuge dessen entstand dann letztes Jahr die Idee, eine Plattform zu schaffen, die es afrikanischen Gesangstalenten ermöglicht, mit MusikerInnen aus allen Erdteilen zusammenzuarbeiten und so gemeinsam aus einer musikalischen Idee einen fertigen Song zu produzieren.

remixinhambane.com

Eure Stimme zum Elevaten

Alles übers Elevate und die Nominees des Elevate Artivism Awards unter fm4.orf.at/elevate

Jetzt seid ihr gefragt. Welches Projekt findet ihr besonders relevant, die Arbeit welches/welcher Künstlers/Künstlerin begeistert euch im Speziellen? Darüber könnt ihr ab sofort bis inklusive 14. Oktober hier auf fm4.ORF.at abstimmen. Für die Abstimmung ist es notwendig, einen User in der ORF Community zu erstellen bzw. eingeloggt zu sein.

Das Voting ist beendet!

Über die kommenden zwei Wochen hinweg werden wir die einzelnen Projekte und Personen in Kurzporträts auf FM4 und auf fm4.ORF.at näher vorstellen. Am 28. Oktober 2012 werden die Gewinner/innen der Elevate Awards im Rahmen einer Show am Festival bekanntgegeben und verliehen.

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Forum

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  • mike131313 | vor 1621 Tagen, 18 Stunden, 37 Minuten

    Absolute Frechheit, die Registrierung!!!!

    Auf dieses Posting antworten
  • vagabundin | vor 1624 Tagen, 5 Stunden, 5 Minuten

    Politik der Ausgrenzung

    ps: Dass die Afrikaner nicht voten können, ist nicht nur für die Projekte schade, es ist auch für diejenigen erniedrigend, denen der Zugang zu diesem System verweigert wird und genau das spiegelt mal wieder die europäische Politik der Kontrolle und Ausgrenzung wieder, womit wir wieder beim Thema wären...

    Auf dieses Posting antworten
  • cheeseman | vor 1626 Tagen, 4 Stunden, 8 Minuten

    ganz mieses anmeldeprozedere

    Einfache Fragen:
    1. Warum braucht der ORF soviele Daten?
    2. Warum keine freien Webmail-Dienste?
    3. Warum ein so langwieriges Anmeldeverfahren?

    Auf dieses Posting antworten
    • utehoelzl | vor 1626 Tagen, 2 Stunden, 10 Minuten

      ein paar antworten:

      der orf braucht die ganzen daten nicht. aber leider wird seit dem orf-gesetz, das 2010 in kraft getreten ist, einen großteil dieser daten verpflichtend einholen. das macht das ganze anmeldeverfahren auch so kompliziert, leider.

      es ergibt sich dadurch aber auch ein vorteil: das voting ist nur schwer zu beeinflussen und damit viel sicherer als viele anderen online-voting techniken.

    • vagabundin | vor 1625 Tagen, 19 Stunden, 46 Minuten

      Dieses schöne Gesetz haben wir unserem Parlament zu vedanken.
      Allerdings hätte man das Voting ja auch vom ORF-Community-Login entkoppeln können und eine einfachere Version programmieren, die auch freie Mailadressen akzeptiert. Schließlich kann man beim Voten ja ausnahmsweise mal nicht kriminell sein - wo wir das sonst den ganzen Tag überall und sooft wie möglich sein wollen.

      Viele Leute in meinem Bekanntenkreis sind nicht bereit ihre Daten herzugeben und werden daher nicht voten.

    • utehoelzl | vor 1625 Tagen, 4 Stunden, 29 Minuten

      wie mit den daten umgegangen werden muss, steht ebenfalls im gesetz...: "Die bei der Registrierung übermittelten Daten dürfen zu keinem über die Registrierung hinausgehenden Zweck verwendet werden. Auf Verlangen des Nutzers sind sämtliche Daten, einschließlich des Registrierungsprofils, zu löschen;" d.h. der umgang mit den daten, der gesetzlich an sich so sein sollte, ist auch nochmals im gesetz festgeschrieben worden.

      und wenn man mal mit programmierer_innen länger über votings und abstimmungs-tools spricht, merkt man, dass das mit der nicht manipulierbarkeit nicht so einfach ist.

    • vagabundin | vor 1624 Tagen, 5 Stunden, 10 Minuten

      Wer manipulieren will, kann das auch bei diesem System. Mit Kriminalität hat das aber auch noch nichts zu tun - UND: Warum wird immer davon ausgegangen, dass alle BürgerInnen das tun wollen?

      So aber sind zu viele Menschen ausgeschlossen - wie bereits unten geschrieben. Die Afrikanischen Projektbeteiligten haben alle yahoo.fr Adressen und können somit nicht voten! Auch Leute aus den Nachbarländern, die nur Gmailaccounts haben sind ausgeschlossen. Das macht doch wirklich keinen Sinn, bei gesellschaftspolitisch relevanten Projekten solche Hürden aufzubauen - es wäre wichtig die Hürden abzubauen!

  • bonita001 | vor 1626 Tagen, 23 Stunden, 35 Minuten

    anmelden bei orf.at

    das registrierungsprozedere ist ein wahnsinn-dezent übertrieben und wozu die persönlichsten daten hergeben wie telnr - emails werden nicht anerkannt die gratis sind wie zb hotmail, gmail etc....?! ob das sinn macht??? dabei wäre es eine sehr wichtige angelegenheit dass solche projekte ordnungsgemäß fair gewertet werden können - von jedermann/frau!

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  • tuuli | vor 1634 Tagen, 20 Stunden, 50 Minuten

    easy!

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    • vagabundin | vor 1633 Tagen, 1 Stunde, 59 Minuten

      Login für Nicht-Österreicher fast nicht möglich

      Das Login beim ORF stellt ein massive Hürde da, die viele Leute vom Voten abhält und andereseits manche, die voten wollen, gar nicht reinläßt, wie Leute aus anderen Ländern die einen Yahoo, Gmail oder sonstwie Adresse haben und keine österreichische Handynummer! Das sind zB so gut wie alle Afrikaner, die zum Teil selbst an den Projekten beteiligt sind. Gewinnen werden die, die meisten Freunde beim ORF haben ...