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Musik, Film, Heiteres

Pia Reiser

Filmflimmern

14. 1. 2013 - 10:35

Golden Globes

Jodie Foster ist nicht "Honey Boo Boo Child", "Argo", "Girls" und "Homeland" sind die Gewinner des Abends. Aber was sind eigentlich die Golden Globes und wer vergibt sie?

Ich hatte vergessen, wie hell es bei den Golden Globes ist. Nicht nur die Bühne, sondern auch der Zuschauerraum. Während man bei den Oscars versucht, die vermeintlich makellosen Leinwand-Teints und straffen Körper in möglichst schmeichelhaftes Licht zu tauchen, setzen die Golden Globes auf Baustrahler-Atmosphäre. Schwabbelnde Oberarme, gelbliche Zähne, sich Haarspray widersetzende Haarsträhnen. Aber man sieht auch viel Schönes: Die wunderbare Julianne Moore mit einem Weltklasse-Beehive, die supere Lena Dunham, Jon Hamms Seitenscheitel, Robert Downey Jr, der Mel Gibsons Wangen abschmust und Champagnerflaschen, so weit das Auge reicht.

Tina Fey und Amy Poehler

PAUL DRINKWATER / NBC / HO

Ohne Ausschnitt bis zum Nabel geht dieses Jaht _nichts_ bei den Golden Globes.

Der Eröffnungsdialog sitzt, alles andere wäre bei den Moderatorinnen Amy Poehler und Tina Fey auch ein Wunder. Ricky Gervais could not be here tonight because he is no longer technically in show business," erwähnt man den Host der letzten beiden Golden Globe Verleihungen. Amy Poehler verwechselt die Veranstalter der Show, die Hollywood Foreign Press Association (HFPA) mit HPV und man gräbt nochmal in den Wunden der Oscarverleihung 2011: "Anne Hathaway, you gave a stunning performance in Les Misérables. I haven't seen you so totally alone and abandoned like that since you were onstage with James Franco at the Oscars."

Meine Lieblingsformulierung folgt dann mehr als zwei Stunden später, sie könnte auch von Poehlers Figur Leslie Knope aus "Parks and Recreation" stammen: Here's the man who makes young George Clooney look like garbage, here's middle aged George Clooney. Auf Clooneys Schoß wird Poehler später sitzen, während sich Tina Fey an Jennifer Lopez klammert: In der Kategorie "Best Actress in a Television Series (Comedy)" sind beide nominiert und inszenieren sich in Posen, die sich über das Preisverleihungs-Brimborium lustig machen. (Den Preis in dieser Kategore bekommt dann Lena Dunham). Die schönsten Momente sind aber vielleicht die, wo Fey und Poehler - verkleidet - im Publikum sitzen. Mit herrlichen Pseudonymen und für noch herrlichere, imaginäre Filme nominiert.

movieline

Tina Fey als Damien Francisco, nominiert für "Dog President", dahinter Amy Adams, scheinbar nackt

Schwarzenegger und Haneke

Zwischen den Pointen werden Preise im Höchsttempo vergeben. Österreichische Medien können die Jubelkampagne "Wir sind Filmpreis" jetzt mit den Golden Globes fortsetzen, die gemähten Wiesen "Best Foreign Film" und "Best Actor in a supporting Role" werden abgegrast: Christoph Waltz bekommt für seine Rolle als Dr. King Schultz in "Django Unchained" einen Golden Globe und Michael Haneke wird für "Amour" ausgezeichnet (übergeben wird dieser Preis von Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger, die sich streiten, wer besser Englisch spricht, das verwirrt den Haneke so sehr, dass er sich gleich bei der "Hollywood Foreign Language Press bedankt).

Ebenfalls keine große Überraschung sind die Schauspielerinnen-Kategorien: Anne Hathaway ("Les Miserables"), Jessica Chastain ("Zero Dark Thirty") und Jennifer Lawrence ("Silver Linings Playbook") werden ausgezeichnet. Die schönste und untränigste Rede hält Jennifer Lawrence, sie schlägt einen Bogen von "I beat Meryl (Streep)" zu einem Danke an Harvey Weinstein thank you for killing whoever you had to kill for bringing me up here. Daniel Day-Lewis holt sich einen Golden Globe für "Lincoln" ab, auch das war vorherzusehen.

Michael Haneke

EPA

Die Golden Globes zeichnen aber nicht nur Filme, sondern auch Arbeiten fürs Fernsehen aus. Only at the Golden Globes do the beautiful people of film rub shoulders with the rat face people of television, erklärt Amy Poehler. "Homeland" wird als Best Drama ausgezeichnet, Claire Danes und Damian Lewis bekommen ebenso einen Preis. Mit überschäumender Freude und dem Fehlen jeglicher Fähigkeit mit hohen Schuhen zu gehen, holt sich die supere und strahlende Lena Dunham gleich zwei Preise für die klasse HBO Serie "Girls". Dunham wird als beste Schauspielerin in der Kategorie "Comedy or Musical" ausgezeichnet und "Girls" gewinnt auch noch "Best TV Series, Comedy or Musical".

HBO

"Girls"

"Girls" wirkt so einfach, dass man leicht drüber hinwegsehen könnte, wie ausgezeichnet gemacht es ist. Man ertappt sich dabei, Lena Dunhams Körper ungewohnt zu finden. Und dann muss man sich selbst zurechtweisen, dass nicht Dunhams Körper seltsam ist, sondern die Absenz von normalen Körpern im Fernsehen. "Girls" erzählt in einer eigenen - nämlich Dunhams Sprache - von Körpern, von Herzen, von Hirnen, von Sex, von Freundschaften. Wer nicht über "Girls" reden kann, ohne gleich Lena Dunham zur Stimme ihrer Generation zu machen oder einen Vergleich mit "Sex and the City" anzustellen, soll gleich nochmal die erste Staffel anschauen. Als sie sich in ihrer Dankesrede bei Schauspieler Adam Driver bedankt, fängt die Kamera stattdessen Dunhams Begleitung ein. Da muss wohl auch noch wer "Girls" nachholen.

Dunhams Freude und Enthusiasmus und Wortgewandtheit sind Glanzpunkt der Golden Globes. Und die braucht man zwischendrin. Denn Amy Poehler und Tina Fey sind grandiose Komödiantinnen und tolle Hosts, nur vergisst man bei der anfänglichen Freude ja immer darauf, dass die Hosts nur ca drei Slots in einer dreistündigen Award Show haben. Und der Rest ist eine Troy McLure-artige Stimme aus dem Off, Teleprompter ablesend. Und klatschen.

PAUL DRINKWATER / NBC / HO

Lena Dunham, "Girls"

Klatscht man eigentlich für sich selbst, wenn die Nominierungen vorgelesen werden? Bei den Oscars tendentiell nicht, bei den Globes gibts kein Halten in Sachen Eigen-High-Five. Nur Nicole Kidman und Jessica Lange halten inne, wenn ihre Namen fallen, ebenso Benedict Cumberbatch, aber der ist ja auch ein Sir.

Der braucht aber auch Sir-Attitüde, um auszuhalten, dass er nicht nur nicht für das exzellente "Sherlock" einen Golden Globe bekommen hat, sondern auch noch gegen Kevin Costner verloren hat, der für seine Rolle in "Hatfields & McCoys" ausgezeichnet wurde. Auf den kleinen Schrecken kippt der Brite einen Drink, down the hatch, Cumberbatch. Weit weniger Sir-haft geht der haararme Rabauke Jason Statham als Präsentator mit Kuverts um, offensichtlich ist dieses hier, das erste, das er je in seinem Leben öffnen muss. Quentin Tarantinos Haar schimmert leicht aubergine, ebenso das von Robert Downey Jr. Paul Rudd und Salma Hayek haben eine Teleprompterpanne und sind keine Meister der Improvisation. Adele high-5t Daniel Craig als der Titelsong zu "Skyfall" ausgezeichnet wird und während Taylor Swift einen Schnofel zieht, erzählt Adele, sie habe hier sehr viel Spaß, sie sei mit einer Freundin hier und we are pissing ourselves laughing.

Adele

PAUL DRINKWATER / NBC / HO

Eine andere Körperflüssigkeit - Tränen that is - wird dominieren, wenn Jodie Foster mit dem Cecil B. De Mille Award für ihr Lebenswerk ausgezeichnet ist. Es ist an sich absurd, 50jährige mit einem derartigen Preis auszuzeichnen, weil darin auch ein bisschen mitschwingt, dass entweder der Zenit schon überschritten ist oder gar schon ein Bein im Grab steht. Bei Jodie Foster aber, die seit 47 Jahren in der Filmwelt arbeitet, kann man dann schon mal innehalten und ihr einen Preis für ihr bisheriges Leben geben. Halt auf halber Strecke.

Jodie Foster in "Bugsy Malone"

Optimum Home Entertainment

Jodie Foster in "Bugsy Malone" (1976)

Jodie Foster hütet ihr Privatleben wie nur wenig Hollywood-Schauspieler. Umso überraschender also, als sie mit ihrer Rede plötzlich an einen Punkt gelangt, der wie der Prolog zu einem Coming Out klingt. Ist es aber nicht. I am ….. single, sagt Foster. Und weiter "I hope you guys weren't hoping this would be a big coming out speech tonight, because I already did my coming out about a thousand years ago, back in the stone age. In those very quaint days when a fragile young girl would open up to trusted friends and family, co-workers, and then gradually, proudly to everyone who knew her, to everyone she actually met. But now apparently, I'm told that every celebrity is expected to honor the details of their private life with a press conference, a fragrance, and a prime time reality show". Foster dankt Cydney Bernard, "My ex-partner in love but righteous soul sister in life, my most beloved BFF of 20 years, Cydney Bernard. I am so proud of our modern family."

Jodie Foster

EPA

Jodie Foster

Kate Hudson wischt - wimperntuschenverinnungsbesorgt - mit einer Serviette an ihren Augen rum, Anne Hathaway hat glasige Augen, ebenso Naomi Watts. Und Foster sagt den vielleicht schönsten Satz der Golden Globes 2013: "You guys might be surprised, but I am not Honey Boo Boo Child". Sie packt ein halbes Coming Out, ihre Verwunderung darüber, warum es sowas wie ein Coming Out geben soll, einen Abriss über den Umgang mit Privatsphäre in eine Rede, die von nun an in allen "Best Award Speeches"-Listen Eingang finden wird, hier kann man sie nachlesen. To the next 50 years, sagt eine strahlende, energetische und unendlich sympathische Jodie Foster.

Keine Tränen, dafür Standing Ovations gabs für Bill Clinton (that was Hillary Clintons husband, so Poehler aufgeregt), der Steven Spielbergs "Lincoln" präsentiert. Das engagierte PR-Team versucht offenbar alle noch lebenden Präsidenten in den Promo-Marathon zu den Oscars einzubauen, Barack Obama hat auch bereits zu Screenings von "Lincoln" ins weiße Haus eingeladen.

"Lincoln" geht abgesehen von der Auszeichnung von Daniel Day-Lewis aber leer aus, als bester Regisseur wird Ben Affleck für "Argo" ausgezeichnet. Das Drama um eine ungewöhnliche Geiselrückholaktion holt sich auch noch den Preis als bester Film. Das überrascht Ben Affleck genauso wie all jene, die Wetten abgeschlossen hatten. Ein kleiner Trost für Affleck dafür, dass die Oscars ihn nicht als Regisseur nominiert haben (und somit auch die Chance auf "Best Picture" geringer ist).

Ben Affleck

PAUL DRINKWATER / NBC / HO

Ben Affleck

Da sind wir aber auch schon bei dem Quatsch, die Golden Globes stets in Relation zu den Oscars zu setzen oder sie gar als Oscar-Orakel zu verwenden. Das ist nicht nur insofern ein verzerrtes Bild, weil bei den Golden Globes Filme in zwei Kategorien nominiert werden. Man verleiht mit dieser Orakelei den Golden Globes auch zuviel Wichtigkeit. Denn das würde dann auch bedeuten, dass die Mitglieder der Acadamy of Motion Pictures Arts and Science sich für die Meinung der HFPA interessieren würden. Das ist eher nicht so, amerikanische Journalisten abseits der Hurra-Event-und-roter-Teppich-Rambazamba-Celebrity-Berichterstattung schreiben seit Jahren mit immer größerem Unwillen über die Golden Globes. In unschmeichelhaften Licht sitzen nicht nur die Besucher der Golden Globe Awards, in ebensolchem Licht präsentieren zahlreiche Medien immer wieder die Veranstaltung und die Veranstalter selbst.

Crazy Uncle

Sie seien der crazy uncle of the award season (Los Angeles Times) ist da noch relativ höflich formuliert, in der Huffington Post schreibt man genervt, they keep coming back unrelentingly like a crazed zombie und Fernsehproduzent Peter Tolan nennt die HFPA, die die Preise vergibt a bunch of whores . Teil der - nenne wir es mal - Skepsis der HFPA gegenüber rührt daher, dass sie erstens aus wenig Mitgliedern besteht, die zweitens nicht Teil der Filmindustrie sind. Wo ca. 6000 Menschen als Teil der AMPAS die Oscars wählen und in den verschiedensten Berufsgruppen der Filmwelt tätig sind, besteht die HFPA aus ca 90 Menschen. Die - das ist Aufnahmebedingung - in Kalifornien für Medien in der ganzen Welt arbeiten.

Die Mitgliederliste findet sich auf der offiziellen Website der Golden Globes und wer stichprobenartig Namen googelt - wie zB boshaft die Vanity Fair hier - wird staunen und kichern. Da findet man eine Dame, die von sich selbst sagt, dass sie die First Lady von Hollywood sei und einen russischen Bodybuilder dessen Buch "Big Encyclopedia of Fitness" offenbar ein Bestseller in Russland ist. If you live in your parents’ basement in Temecula and run a Malaysia-based Reese Witherspoon fan site on the side, you’re qualified., lautet die zugespitzte Qualifikations-Formulierung hier. Wenn man für "Le Monde" schreibt, dann nicht unbedingt. In Stephen Hess Buch "Through Their Eyes: Foreign Correspondents in the United States" wird angemerkt, dass Journalisten von Le Monde sich wiederholt erfolglos um eine Mitgliedschaft bemüht hätten. Hess zitiert ebenfalls Anita Weber, ein ehemaliges Mitglied der HFPA: "If it (the film) is good, I say so, If it's bad, I just forget about it, because I'm not going to bite the hand the feeds me."

Ist der Ruf erst runiniert …

Der oben bereits zitierte Peter Tolan nannte die HFPA genaugenommen nicht nur a bunch of whores, sondern a bunch of whores who can be bought. Beinahe legendär ist Pia Zadoras Golden Globe für ihre Rolle in "Butterfly" - weder über Zadora noch über den Film wurde jemals ein positives Wort geäußert - nachdem ihr Ehemann, Multimillonär Meshulam Riklis HFPA-Mitglieder nach Las Vegas bzw in seine Beverly Hills Villa eingeladen. Ein Filmverleih, der Sharon Stones Nominierung in "The Muse" stärken wollte, soll an alle Mitglieder eine 300-Dollar-Uhr geschickt haben. Auch wenn beide Vorfälle länger her sind, so stehen sie beispielhaft für den grundsätzlichen quid pro quo-Deal, der hinter den Golden Globes zu stecken scheint. 2001 klagt ein ehemaliger Presseagent der HFPA seinen früheren Arbeitgeber: "Many members abuse their positions and engage in unethical and potentially unlawful deals and arrangements which amount to a 'payola' scheme". Ricky Gervais, der 2011 und 2012 die Golden Globes hostet, packt die angebliche Bestechlichkeit in seinen Eröffnungsmonolog: "I’d like to crush the ridiculous rumour that the only reason The Tourist was nominated was so that the foreign press could hang out with Johnny Depp and Angelina Jolie. That was not the only reason; they also accepted bribes."

Ricky Gervais

golden globes

Was bleibt also übrig

Ein Aufmerksamkeit erregendes Spektakel, das ein unglaubliches Medienecho hat. Aber von vielen Journalisten - und auch Schauspielern oder Regisseurn - werden die Golden Globes weder als relevanter Filmpreis wahr- noch die HFPA ernst genommen. Christian Bale weiß auch nicht genau, wer diese Leute eigentlich sind. “I never really knew who those guys were. I’d always leave the press junkets going, ‘Who are those oddball characters in that room?’. Und für Regisseur Rob Reiner hat die HFPA ohnehin nur ein Ziel: ein Foto von sich mit Berühmtheiten zu ergattern. “It’s one thing to have an organization writing articles all over the world. But that doesn’t seem to be the main thrust. The main thrust seems to be an elaborate scheme to have their pictures taken with you. Die Golden Globes sind a scam that would make Bernie Madoff blush, schreibt Peter Travers vom Rolling Stone und er ist nicht alleine mit dieser Meinung. Auf aintitcool.com findet sich eine Liste von wohlformulierten Abneigungstiraden gegen die Golden Globes.

Während wohl die Screen Actors Guild, Directors Guild und Producers Guild ein hohes Renomme innerhalb der Branche (aber weit weniger Aufmerksamkeit) haben, haben die Golden Globes auch eine völlig andere Funktion:

Sacha Baron Cohen

PAUL DRINKWATER / NBC / HO

Sacha Baron Cohen

Als eine der wenigen im Fernsehen übertragenen Preisverleihungen mit einer offenen Bar haben sie erstens eine weniger solemne Stimmung als die Oscars. Tina Fey und Amy Poehler haben einige Tage vor der Preisverleihung auch noch das "Golden Globes Drinking Game" vorgestellt. Wo sonst, kommen Präsentatoren mit dem vollen Glas auf die Bühne, wo sonst vergessen Präsentatorinnen dann auch schon mal, die Nominierten vorzulesen)?

Abgesehen davon sind die Golden Globes eine wichtige Station auf der von Promo gepflasterten Straße zu den Oscars. Eine Möglichkeit, Dankesreden zu üben. “It’s a party, and that’s it”, sagt Aida Takla-O'Reilly, Präsidentin der HFPA in der NYTimes. Eine Party ist es vielleicht für die, die tatsächlich dabei sind. Für uns vor den Fernsehern trifft es vielleicht diese Bezeichnung hier ganz gut: The clown car of movie awards.

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Forum

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  • johnleehookerelectro | vor 549 Tagen, 19 Stunden, 58 Minuten

    http://www.youtube.com/watch?v=GrsJDy8VjZk
    nichtzu vergessen die peinlichen angriffe der gutmensch connection(indirekt entfacht von spike lees "blackbrotherhood nation" kommentar) die tarantino in koks rage bringt

    und den seinerseits etwas peinlichen "wu wear auftritt" um auf kirk lazarus im feinsten awkward style mit "seinen" "homies" abzuhängen
    http://www.youtube.com/watch?v=LOiF-cxw1NE

    you man you cant bring that snow flake white boy shiat, wanna bring tha double klick klack G shit maaan you cant be my bro just make good movies like django mufucka

    foxx god,caprio schwach overacting till the point he plays tha fake-francopil dummie,
    waltz achiefs but dies too stupid

    well there are 3 key points in this splendidly shining movie

    1 the devistating unstoppable rage of foxxx

    2 the surreal morbid world of stupid naiv KKKs joking arround(just like real hillbillies which makes it crazy bass frightning when something this horrible, is getting suddenly goddamn funny ...BUT is STILL ambivalent REAL.this tarantinos agenda..in frum dusk till dawn he did the crazy funny one in himself until it gets zombievampire funny)
    the grotesk but real world of a Dr schultz who is on to edge to sherlock doolittleness but slides over in drunkenmaster- storytelling by taking us suddenly to the big metastory of the legendary..shall the...

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    • johnleehookerelectro | vor 549 Tagen, 19 Stunden, 56 Minuten

      .shall the old surreal gods be with us once again... the niebelungen

      3 this dazzling tight ass soundtrack

    • johnleehookerelectro | vor 549 Tagen, 19 Stunden, 8 Minuten

      wups falsch

  • simonside | vor 554 Tagen, 12 Stunden, 21 Minuten

    rampelstiltskin

    nicht ganz von unlust getragen ist die retorte von mr. depp (http://www.youtube.com/watch?v=dDXusH0XX4s), die zu einer zusammenarbeit mit gervais führte und daran gipfelte dass die beiden mimen gemeinsam einen kleinwüchsigen ins klo stopften (http://www.youtube.com/watch?v=weq4id6KwSA). echt sicker shit, nur für gute nerven...

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  • ambre | vor 556 Tagen, 10 Stunden, 13 Minuten

    lustig und ur sympathisch ist übrigens lena dunham, wenn sie in hohen schuhen und langem kleid hilflos herumstolpert :)

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    • piareiser | vor 556 Tagen, 7 Stunden, 2 Minuten

      bei irgendwelchen awards hat sie sich die schuhe auf der bühne ausgezogen. das ist ein bissl ihr schmäh, glaub ich.
      die amy poehler verehrung steigt seit den globes aber ins völlig unermessliche!

  • unami | vor 556 Tagen, 20 Stunden, 8 Minuten

    na, zum glück teilt der orf mit elisabeth sereda nicht das schicksal von "le monde" :-)

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  • kleinerrollhügel | vor 557 Tagen, 1 Stunde, 46 Minuten

    in der verlinkten tirade von aintitcool: indiana film journalists association verleiht Safety Not Guaranteed den titel für best film. super!

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  • christianfuchs | vor 557 Tagen, 3 Stunden, 24 Minuten

    haneke sollte einen film mit arnie und sly drehen, würde ich schön finden.

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    • unami | vor 556 Tagen, 20 Stunden, 21 Minuten

      das wär mal 'n haneke-film, der mich interessieren würde... her damit

    • billyhunt | vor 556 Tagen, 11 Stunden, 12 Minuten

      absolut; das wär der erste haneke film den ich mir freiwilling ansehen würde!

    • diamondback | vor 556 Tagen, 6 Stunden, 20 Minuten

      apropo haneke: weiss jemand wo man seine fernsehfilme bekommen kann?

    • piareiser | vor 556 Tagen, 5 Stunden, 51 Minuten

      "das schloss" gibts auf dvd, ansonsten hab ich jetzt auf die schnelle lustigerweise nur die university of massachusetts gefunden:
      http://www.umass.edu/defa/filmtour/michaelhanekerentals.shtml

      schon ein bissl weit.

    • diamondback | vor 556 Tagen, 3 Stunden, 30 Minuten

      danke! anscheined hat das goethe institut einige der filme, das sollte schon gehen.

  • johnleehookerelectro | vor 557 Tagen, 6 Stunden, 1 Minute

    passend das gestern house of lies(best)und girls ihre 2te staffel gestartet haben..um 6 uhr früh...

    der humor war heuer voll in ordnung,konnte zwar nicht ganz mit der russelbrand(hat ne nice genrekonventionebrechende show "brand X"btw) oder samberg mtva-presenter-liga mithalten...(mmn ein indiz dass vorschlaghammer humor auf dauer gewinnen wird und nicht die billycrytall connection von der grossen mitte sprich dem konervativ-liberalen oscar zeug)

    aber ricky gervais war zu perfektionistisch auf der bühne(ähnlich wie seth mc farlene)um seit the office wirklich etwas zum deppatlachen hinzuschleudern.immerhin der beissender inhalt war ein wegweiser..aber gegen samberg fey poeler brand ferrel wig...no chance

    http://www.youtube.com/watch?v=QBJzYVa-axQ
    tina fey als palin hat sies für julian moore eingeleitet

    argo suckt.ähnlich wie batman DK.dieser unterschwellige liberal-mitte rassismus(eben nichtmehr von der teaparty sondern von der US-gutmensch connection) gegen andere kulturen..schon fast eine eigene machart
    http://www.slate.com/articles/arts/culturebox/2013/01/down_with_argo_ben_affleck_s_iran_hostage_movie_is_the_worst.html

    go lincoln go silver linings(huckebees war besser aber jenny..j..jeje jenny)

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    • kleinerrollhügel | vor 557 Tagen, 1 Stunde, 49 Minuten

      ok, ich interpretiere das einfach mal so, dass argo in dem artikel political incorectness oder so vorgeworfen wird. mag sein, dass der blinkwinkel des films eingeschränkt ist. grad das macht ihn aber so spannend. und emotional. hollywood darf mich ruhig ein wenig bullshiten wenn das dann so aussieht...

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 22 Stunden, 36 Minuten

      stimmt schon
      was stört ist dass es sich hierbei um eine wahre historische geschichte handelt die (im gegensatz zu django zB) nicht nur als plot für einen fiktiven film benutzt wird, somit etwas autobiographisches ansich hat.
      das war verflixtnochmal eine zeit in der hardliner (die "grossonkel" der teaparty quasi) von nixon bis dulles und nelson rockefeller bis william casey regiert haben..einen schah von persien als einen ihrer unzähligen weltweiten feudalen schosshunde benutzt haben um ihre import/export statistiken unter paramilitärischen verhältnissen (von panama bis damn indochina)zu sichern und 30 jahre später das chaos zu nutzen um mal wieder die flugzeugträger mit allem pi pa po!auszuführen und am leckeren öl zu naschen...damnit

      so eine zeit und vorallem so ein ort zu dieser zeit braucht keinen film der amerika von amerikanern! heroisiert(vermutlich aus purer jimmy carter romantik. der typ der zwischen den nixonford/mc-namara hardlinern und den regean bankern, aussenpolitisch genau null bewirken konnte.innenpolitisch hat er mit der abschaffung für preiskontrolle bei petroleum die reagan machtübergabe an die wallstreet eingeleitet und somit auch indirekt die "raketen-werbung" und "ölverhandlungen"der bushs mitten in bagdad und kabul.
      aber hauptsache die damn geiseln sind frei.

      ausser sie hätten nur den plot benutzt und...

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 22 Stunden, 34 Minuten

      in django können auch nur schwarze in ketten rumlaufen weil im nächsten moment christoph waltz als dr doolittle ums eck kreucht und dem ganzen eine fiktive absurdität gibt .einen ganz leichten farbtupfer surrealität/eskapismus etc.aber eben kein extrem gewollter realismus.das wäre respektlos.etwas was spike lee widerum nicht cheken will

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 22 Stunden, 24 Minuten

      und ja
      oliver stones brandneue 9 teilige docu about "the true untold story of amerika" hat anscheiend spuren hinterlassen

    • kleinerrollhügel | vor 556 Tagen, 21 Stunden, 56 Minuten

      über historische fakten kann ich nix sagen, aber hier im forum hat erst vor ein paar tagen jemand stone grobe faktenuntreue in genau dieser doku vorgeworfen... aber geschichte hat halt immer den blickwinkel des erzählers (harmlos ausgedrückt).

      tarantino macht ja seit den basterds sowieso eine (offensichtliche) geschichtsumschreibung mit hilfe des kinos, was halt wieder was ganz anderes ist.

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 21 Stunden, 14 Minuten

      tarantino will eben keine geschichtsumschreibung sondern einfach einen dialog über eine spärlich behandelte geschichte entfachen.

      argo tut auf autobiographisch und lebt von der einen genialen idee als hollywoodteam geiseln ohne blutvergiessen zu befreien.super story.wo ist das anitheldentum das den american dream wenigstens ein bisl in frage stellt(seiner selbst willen. bin selber us patriot)?und den film auch interessanter gemacht hätte.
      der gipfel ist dann beim golden globe den "our troops" und dem foreign service zu danken

      ein film von der grössenordnung ist ein kampf gegen hunderte lobbys und firmen us militär politische ämter etc
      man kanns einem ben affleck nicht vorwerfen das er den kampf verloren hat.passierte auch ridley scott undco.aber wenigstens erkennen sollt ers..

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 21 Stunden,

      http://blogs.indiewire.com/anthony/argo-reconsidered-ben-affleck-is-a-right-wing-propagandist

      selten eine so gut gemacht gehirnwäsche von rechten gesehen wie argo..mal ehrlich.
      wo is die ambivalenz zum kitschigen ami traum in dem film?
      sogar bei clint eastwood is letzteres immer da
      und clint eastwood is genau richtig rechts..alles drüber is mitt romney oder teaparty

    • johnleehookerelectro | vor 556 Tagen, 17 Stunden, 39 Minuten

      und faktenuntreue gibts bei der oliverstonedocu keine .
      der typ hat sein halbes leben lang für filme wie platoon jfk und wallstreet recherhiert. sein schreiber is professor für amerikanische geschichte...no eso shit.
      beim trumanangriff auf japan wird er halt etwas zu sentimental in der auslegung..aber die verbrennung japans war schließlich auch das grösste massaker aller zeiten.
      da darf man auch mal richtig kritisch hinterfragen.
      die carter ära hat er nüchtern auf den punkt gebracht

      die geiselbefreiung(der rest aus der botschaft is ja e draufgegangen.aber das waren ja nur iranische studenten)is das einzige positive aus dieser zeit

      ein film über offiziele geschichte hat auch den gesamtkontext dieser zeit zu erfassen

      und dafür is er einfach zu eintönig im flackern der us flagge und somit zu flat.

  • piareiser | vor 557 Tagen, 7 Stunden, 51 Minuten

    ich kann nicht schlafen: hier ist eine sehr schöne golden globes polaroids-strecke:
    http://www.vulture.com/2013/01/35-candid-polaroids-from-the-golden-globes.html#

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 557 Tagen, 5 Stunden, 50 Minuten

      du navy seal.
      grad erst aufgewacht
      thx für die perfekte zusammenfassung
      hab statt der show einfach die neuen filme und serien angeschaut
      .aber der eintrag hier dann und man hat nichts verpasst.3 4 clips und alles dabei ,haneke verarscht arnie
      tina fey und poeler actin,ferrel wig,sasha baron und das wars...

      und bei lena dunham kommt immer mehr die bossin durch...die tut nur so lieb!

    • madameclaudine | vor 557 Tagen, 4 Stunden, 48 Minuten

      die polaroids sind so großartig. the ruddster.

  • kleinerrollhügel | vor 557 Tagen, 10 Stunden, 28 Minuten

    ja wirklich, ganz wunderbar, danke pia!
    gbts eigentlich irgendwo einen zusammenschnitt oder sowas zum anschauen?

    Auf dieses Posting antworten
    • heidlbär | vor 557 Tagen, 9 Stunden, 43 Minuten

      würd mich auch über einen Link freuen

    • arnonymous | vor 557 Tagen, 9 Stunden, 35 Minuten

      http://www.youtube.com/user/NBC

      fast der gesamte event ist. gestückelt, online.

  • sauvage | vor 557 Tagen, 11 Stunden,

    I know I shouldn't be posting here, but instead be busy participating - aber, Pia, für uns fernseherlose Wallflowers sind deine Berichterstattungen the best thing since sliced bread.

    Süffige, griffige und wunderbar zu lesende Zusammenfassung.

    Auf dieses Posting antworten
    • piareiser | vor 557 Tagen, 7 Stunden, 42 Minuten

      bin ich die verrückte wanderpredigerin der fernsehlosen? das wär zu schön!

    • sauvage | vor 556 Tagen, 23 Stunden, 57 Minuten

      So hätt ich dich nicht grad bezeichnet, aber feel free to be who you want to be! :D

      So, und jetzt lern ich einmal wieder Deutsch oder wandere aus.