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Musik, Film, Heiteres

Philipp L'Heritier

Ocean of Sound: Rauschen im Rechner, konkrete Beats, Kraut- und Rübenfolk, von Computerwelt nach Funky Town.

18. 1. 2013 - 15:06

Something for the Weekend

Ausgehtipps. Fire in the Disco. Blood on the Dancefloor.

Freitag

Einen sehr passenden Namen für die eigenen Unternehmungen hat sich vor ein paar Jahren das Pariser Label Ed Banger ausgedacht: In erster Linie wird das Label um die Gang von Justice, Feadz, Mr. Oizo, Krazy Baldhead und Kollegen gerne mit gut abrockender und cartoonhaft überzeichneter Krawall-Elektronik assoziiert, die den Dancefloor so richtig - oft auch ohne Schamgrenze - in Flammen setzt. Freilich passiert bei Ed Banger soundtechnisch durchaus auch anderes und einiges mehr, vor allem aber darf es als Verdienst des Labels gelten, ein bisschen Punk und Bierdosen-Attitude in den Club zurückgebracht zu haben. Bei Mau Mau Music in der Fluc Wanne sind heute mit Busy P der Label-Boss von Ed Banger und der einstige Manager von Daft Punk sowie der Newcomer Boston Bun an den Musikabspiel-Devices zugange. Es ist Zeit für ein Revival von Nu Rave.

Busy P

Busy P

Busy P

Immer sehr gut: Sweet Heat im brut. Heute mit Majestic Mood.

Selbiges gilt hierfür: Canyoudigit feiert den dritten Gebrutstag im Cafe Leopold.

Dirt Disco Dancing in der Pratersauna: Mit Kaiserdisco, Dada Disco und Disco im Haar.

PLEMPLEM mit Johannes Heil und Rampeu live in der Grellen Forelle.

Bubble Club im Morisson.

Der BassClub feiert im Laderaum des Badeschiffs, der jetzt kurz und hip LDRM heißt, mit Atomique und Johann Sebastian Bass.

Samstag

Beim MANØVER in der Grellen Forelle ist Axel Bartsch aus Berlin zu Gast. Guter Mann, der in seinen Tracks meist durch souveräne Zurückhaltung glänzt. Axel Bartsch hat in den letzten - auch schon fast zehn - Jahren einige feine Tracks bei der ewigen Mutter der geschmeidig-stilvollen minimalen House- und Techno-Musik veröffentlicht, KOMPAKT aus Köln nämlich, vor allem aber auf seinem eigenen Label Sportclub. Insbesondere sein 2011 unverdient ein bisschen untergegangenes Album "Experiment Musik" könnte man sich als Vorbereitung auf die Nacht wieder einmal oder auch das erste Mal zu Gemüte führen. "Experiment Musik" heißt die Platte also ganz pragmatisch und bewegt sich so zwischen entschlacktem House und abstrakt zusammengebastelter Listening-Elektronik. Meistens aber kann man natürlich zu dem, was Bartsch da so veranstaltet, bestens tanzen.

Axel Bartsch

Axel Bartsch

Axel Bartsch

Sehr gut verspricht der Samstag auch in der Pratersauna zu werden: Das schöne, naja, na gut, Berliner Label Mobilee ist mit einer kleinen Gesandtschaft zu Besuch: Sebo K, der zum Beispiel schon eine ziemlich wunderbare CD für die DJ-Mix-Reihe des Berliner Clubs Watergate gestaltet hat und der auch als Produzent nicht gerade faul ist, wird an den Plattentellern stehen, der griechische Produzent And.Id ein Live-Set zum besten geben. Vor allem die 2012 erschienen 12" "Black Mamba" von And.Id sei hier ausdrücklich empfohlen.

DJ Functionist, The Analog Roland Orchestra live, Curly Sue und viele mehr sind beim Charity Lauschangriff. in der Tabakfabrik Linz am Start. Tanzen für den guten Zweck.

Der Preis für den besten Namen geht wieder einmal an: Fisimatenten im Morisson Club. Der 98. Geburtstag der Neonröhre. Das ist ja auch nicht nichts.

Auch nicht schlecht: Vihanna. Ein neuer Club-Abend für HipHop und angrenzende Musiken, für Menschen die eigentlich keine HipHopper sind. Wegen Problemen mit der üblichen Bürokratie etc. blabla nicht wie angekündigt im Xpedit, sondern anderswo. Wird noch verlautbart.

Step Forward mit Phekt und Decktales im Roxy.

Sonntag

Frühstück. Ist immer top. Die guten Leute von den Teenbeat Concerts, die der Stadt Wien schon Live-Erscheinungen von solch herrlichen Bands wie den Liars, den Dum Dum Girls oder den Pains of Being Pure at Heart beschert haben, veranstalten im Cafe Espresso in der Burggasse einmal im Monat ein gemütliches Herumgesitze namens Twee* Vienna's First Indie Breakfast. Kaffee tanken, Brot mit Butter bestreichen, Spezial-Frühstücks-Speisen, den ausgemergelten Körper regenerieren lassen - dazu legen DJs in adäquater Sonntags-Lautstärke Musik auf die Plattenteller, die im allerweitesten Sinne innerhalb der Klammer "Indie" Platz hat.

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