Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Volksbefragung 2013: Alles beim Alten?"

Musik, Film, Heiteres

Markus Zachbauer

Bildung und Einbildung, die Herrscher der Welt. Lifelong Learning in der FM4 Internet-Redaktion.

20. 1. 2013 - 17:01

Volksbefragung 2013: Alles beim Alten?

Überraschend deutlich haben sich die Österreicher und Österreicherinnen für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht ausgesprochen. Warum das so war und was das bedeutet.

Über 50 Prozent Beteiligung und eine deutliche Mehrheit von etwa 60 Prozent stimmten für die Beibehaltung des bisherigen Systems von Wehrpflicht und Zivildienst. Damit bekleckern sich zum Auftakt des Super-Wahljahres weder die Meinungsforscher noch die SPÖ mit Ruhm. Die einen hatten vor Jahren via Wiener Bürgermeister Michael Häupl und später auch Verteidigungsminister Norbert Darabos die Volksbefragung vom Zaun gebrochen, die anderen waren von einer deutlich niedrigeren Wahlbeiteiligung von 30 bis knapp über 40 Prozent und einem viel knapperen Ergebnis ausgegangen.

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Das Verteidigungsministerium als lahme Ente?

"Wir haben die Entscheidung der Bevölkerung selbstverständlich zur Kenntnis zu nehmen", lautete Sonntag Nachmittag die erste Reaktion von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter. Und: Obwohl Verteidigungsminister Darabos sich klar für einen Systemwechsel hin zu einem Berufsheer ausgesprochen hat, soll er im Amt bleiben.

Stimmzettel zur Volksbefragung zur Wehrpflicht

APA/GEORG HOCHMUTH

Zum Nachhören

Johanna Zauner und Mourad Mahidi von der Bundesjugendvertretung waren eine Woche vor der Volksabstimmung zu Gast bei Claudia Unterweger in FM4 Connected und haben mit ihr und vielen Anrufern die Pros und Contras zur allgemeinen Wehrpflicht diskutiert.

Damit gesellt sich Darabos sich kurz vor Ende der Legislaturperiode zu einem ganz speziellen Minister-Club. Er ist nicht der einzige Minister der aktuellen Regierung, die mit einem System arbeiten müssen, das sie grundsätzlich ablehnen, es aber - obwohl inhaltlich zuständig - nicht schaffen, das System ihren Wünschen gemäß zu ändern.

Da wären beispielsweise ein Wissenschaftsminister, der sich vehement für Zugangsbeschränkungen ausspricht, sie aber nicht einführen darf oder eine Bildungsministerin, die eine Gesamtschule für wichtig und richtig hält, sie aber partout nicht flächendeckend einführen kann.

Grundsätzlich scheint es also kein Ding der Unmöglichkeit zu sein, als Minister oder Ministerin ein Ressort völlig im Gegensatz zu den eigenen Überzeugungen und dem, was man für richtig hält, zu führen. Vor allem, wenn die nächsten Wahlen ohnehin schon vor der Türe stehen und Personalwechsel dann auch ganz ohne viel Brimborium über die Bühne geht. Mit Ruhm bekleckert haben sich diese - nennen wir sie doch einfach mal so - Lame-Duck-Ressorts allerdings in den letzten Jahren nicht.

Generalstabschef Edmund Entacher bei der Stimmabgabe

APA/GEORG HOCHMUTH

Edmund Entacher, Chef des Generalstabes des Österreichischen Bundesheeres, bei der Stimmabgabe. Offenbar auch in einer bastelfreudigen Volksschulklasse.

"Das ist relativ schwierig, aber machbar", meint auch Verteidigungsminister Norbert Darabos in einer ersten Reaktion. Er schließt einen Rücktritt aus und sieht eine Heeresreform innerhalb des bisherigen Systemes als seine Aufgabe für die nächsten Monate. Bereits am Dienstag wird er im Ministerrat ein Reformkonzept präsentieren. Aber eine Reform über dieses System hinaus, also eine Abschaffung der Wehrpflicht und eine Entwicklung hin zu einem Profi-Heer, ist mit Abstimmungsergebnis über Jahre hinaus de facto ausgeschlossen.

Zivildienst "rettet" die Wehrpflicht

Die Untersuchungen zu den Abstimmungsmotiven zeigen klar, dass das Bekenntnis zur allgemeinen Wehrpflicht vor allem ein Bekenntnis zum Zivildienst ist. 74 Prozent der Wehrdienstbefürworter gaben an, dass der Erhalt des Zivildiensts ein Grund für ihre Entscheidung gewesen sei. Und auch der zweit- und drittwichtigste Grund (Heer und Zivildienst seien ein wichtiger Beitrag der Jugend und besser für den Katastrophenschutz) betreffen nicht gerade Kernaufgaben der Landesverteidigung.

Motive für eine Abstimmung für die Wehrpflicht

APA

Junge für das Berufsheer

Für das Beibehalten des bisherigen Systems waren vor allem die älteren Wahlberechtigten. Bei den Unter-Dreißig-Jährigen hätte ein Berufsheer durchaus eine Mehrheit gefunden: von den Jungen haben sich 63 Prozent für eine Systemänderung hin zu einem Berufsheer ausgesprochen.

Abstimmungsverhalten bei der Wehrpflicht-Volksbefragung

APA

So klar das Votum auch ausgefallen ist, so deutlich verschiebt sich das Stimmungsbild bei den künftigen Wähler-Generationen. Für Polit-Strategen ist das keine ganz einfache Ausgangslage für künftige Positionierungen.

Aktuelle Umfragen sehen im Moment zwar keine rot-grüne-Parlamentsmehrheit für die kommende Nationalratswahl, völlig aus der Welt ist eine Mehrheit von Berufsheer-Befürwortern aber auch im Parlament nicht.

In Kombination mit einer heranwachsenden Wahlvolkgeneration an Wehrpflicht-GegnerInnen und der (wenig überraschenden) Erkenntnis, dass es auch den BefürworterInnen nicht ums Heer an sich, sondern vor allem um den Erhalt des Systems "Zivildienst" gegangen ist, macht die jetzt akut anstehenden Reformen der Wehrpflicht und auch des Zivildienstgesetzes durchaus spannend. Die Diskussion dürfte spätestens im kommenden Nationalrats-Wahlkampf wieder aufflammen. Und bis dahin wird auch die ÖVP ihre bisher so streng geheimen Reformpläne auf den Tisch legen müssen.

Mehr zur Volksbefragung auf Radio FM4

Alle Ergebnisse zur Volksbefragung findest du auf den Sonderseiten von ORF.at.

Radio FM4 berichtet am Abstimmungstag in den FM4 News von allen Hochrechnungen, Ergebnissen und Reaktionen.

Am Montag beschäftigen wir uns ab 15 Uhr in FM4 Connected usführlich mit dem Ausgang der ersten österreichweiten Volksbefragung und wollen dazu auch deine Meinung hören.

Was bedeutet das Ergebnis für das Bundesheer der Zukunft? Und wie kann sich das auf die Wahlen 2013 auswirken? Was haltet ihr vom Ergebnis?

Das alles besprechen wir ab 15 Uhr in FM4 Connected und ihr könnt mitreden: 0800 226 996 ist die Nummer ins Studio.

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Forum

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  • spok | vor 454 Tagen, 15 Stunden, 48 Minuten

    Mich ärgert, dass "ungültig" wählen nie Beachtung findet.

    In einem Interview auf FM4 zu diesem Thema wurde gesagt, dass man hiermit sehr wohl ein Zeichen setzen könne - das kann ich so nicht bestätigen!

    Auf dieses Posting antworten
    • n017 | vor 454 Tagen, 2 Stunden, 54 Minuten

      Das liegt daran, dass nicht jeder ungültig-Wähler das auch wollte. Manche vergessen ihre Briefwahlkarte zu unterschreiben, manche schaffen es nicht den Stimmzettel ins Kuvert zu geben, usw usf.
      Alles ungültig, und selten wäre der wirkliche Wille tatsächlich erkennbar.

      Helfen würde nur ein weiteres Auswahlfeld, dass man mit den anderen Möglichkeiten nicht einverstanden ist.

  • bobharlekin | vor 455 Tagen, 27 Minuten

    Wehrpflicht hin oder her

    Österreich kann oder könnte sich ohnehin nie verteidigen;. bevor nur ein Eurofighter starten könnte, läge das Land schon in Schutt und Asche;. je grösser das Heer, desto grösser wird die Angst der "anderen" Länder und somit auch die Bedrohung;. _ IN DIESEM Sinne aufrüsten; denn ein FUSSHEER ist in diesem Jahrhundert im ERNSTFALL ohnehin dem TOT geweiht;.. also viel Spass allen Dödeln die jung genug sind, den "Vortschritt" im militärischen trotz all der GAMES noch nicht verstanden haben.

    Auf dieses Posting antworten
    • schneekanone1971 | vor 454 Tagen, 23 Stunden, 15 Minuten

      @bobharlekin

      warum soll ein fussheer im ernstfall nicht in der lage sein ein land zu verteidigen? . die taliban machen das schon seit 10 jahren gegen bestens gerüstete nato-truppen

    • biased | vor 454 Tagen, 23 Stunden, 2 Minuten

      Taliban leben in einer der unzugänglichsten Regionen der Erde

      Das Hindukusch Massiv ist größer als Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zusammen. Die österreichischen Alpen sind weder so unzugänglich, noch so lebensfeindlich und trostlos, wie afghanische Höhlen und ihre Bewohner, die schon vor jeder Invasion und Besatzung ihr ganzes Leben ohne Strom, fließend Wasser und moderne Technologie verbracht haben.

    • schneekanone1971 | vor 454 Tagen, 22 Stunden, 54 Minuten

      @biased

      also wie jetzt, zuerst ist die armee zu wenig modern, aber jetzt in Afghanistan ists dann auf einmal gut ohne moderne technologie...

    • biased | vor 454 Tagen, 22 Stunden, 19 Minuten

      Vielleicht was falsch verstanden:

      Taliban kämpfen unter Bedingungen, die weder du noch ich auch nur zwei Tage aushalten würden.
      Es sind nicht ihre Waffen, die es so schwer macht, sie zu bekämüfen, es ist die Unübersichtlichekti des Terrains,ihre Fähigkeit sich überall verstecken und jahrelang mit der primitivsten logistischen Versorgung leben zu können.

    • zikmund | vor 454 Tagen, 22 Stunden,

      Like Vietnam. Der Vietkong hat sich in den Cu-Chi Höhlen monatelang von Wurzeln ernährt und dort unter unfassbaren Bedingungen gelebt, jetzt haben sie die Höhlenbreite für Touris verdoppelt und nicht mal da passte ich rein, was für ein klaustrophobischer Horror.

    • arnonymous | vor 454 Tagen, 20 Stunden, 55 Minuten

      in der schweiz gehts ja auch.

      der ösi-staatsvertrag sieht vor, dass österreich aktiv verhindern muss, als aufmarschgebiet anderer mächte zu dienen (auch im luftraum). ist jetzt ein altes dokument, nur halt immer noch gültig.

      und wie grad mali oder syrien vormachen, technologie ist nicht alles. klar, wenn die amis auf den knopf drücken ist alles aus - nur machen sie es nicht, siehe irak, siehe afghanistan.

      auch im irak wurde die klassische verteidigung sofort überrollt - die miliz war dann aber in der lage, den krieg sehr, sehr lange fortzuführen.

      vietnam, china, partisanen in ganz osteuropa - gibt genug beispiele. wichtig war in allen fällen dass es ein grundwissen gab, wie funktioniert bewaffneter kampf. dieses wissen wird nur in der armee gepflegt, allgemeinwissen ist das nicht. übrigens auch der wichtige teil im 2n amendment der USA, die miliz, weniger der waffenbesitz selbst.

      ist so wie der atomausstieg in deutschland, wenn der betrieb mal aus ist, wird das praktische wissen ganz schnell folgen. nicht alles findet man auf wikipedia.

    • softmachine | vor 454 Tagen, 20 Stunden, 20 Minuten

      @zik: dark tourism ?

    • bobharlekin | vor 454 Tagen, 18 Stunden, 56 Minuten

      @ schnekanone1971

      Meines Erachtens, vergleichst du da wie man im Volksmund so schön sagt: "Kraut mit Ruabn":____ Taliban("TERRORISTEN") mit einem Staat mit AAA-Status zu vergleichen, erscheint mir lächerlich;.. derhalb;.. wenn es zu kämpfen wird, liegt alles so und anders im Argen und die Bomben die dann fallen, fallen noch zum Göück niergendwo. Und schau dir mal an, wie schnell die "Flieger" der STAATEN mittlerweile fliegen;.. lächerlich;.- mehr fällt mir da nicht ein A-b c Bomben;.. viel SPASS dann wenn du ungefähr 5 km machst samt Gepäck.

    • bobharlekin | vor 454 Tagen, 18 Stunden, 44 Minuten

      Sinnhaftigkeit der Abstimmung

      Warum Zeit verschwänden; war doch ohnehin klar, dass alles so bleibt;.. erinnere ich mich an die Volksbefragung zu den Eurofightern; war die MEHRheit dagegen;. und SCHEISS EGAL WARS;.- also natürlich ziehen da so manche ihren Vorteil daraus;. und mein Fazit is ohnehin;. nur Berufsheer da man auch mit weniger das Land vor Katastrophen schützen kann;. wie zum Beispiel Leuten die SCHUTZMASKEN kaufen und andre müssen sich die Thermen selbst bezahlen;.- oder einfach sich besser stellen siehe COSTA RICA.

    • bobharlekin | vor 454 Tagen, 18 Stunden, 36 Minuten

      LIEBER O®F

      Warum kein CLUB2;. das interessiert ganz Österreich und sicher nicht : Ob da SKERO den Sido mag und wer wem beim ORF auf de Goschen haut;.. jämmerlich Sendezeit für so eine vorprogrammierte SCheisse zu verschwänden.

    • alexwagner | vor 454 Tagen, 17 Stunden, 25 Minuten

      Der

      Club2 wurde eingestellt.

    • bobharlekin | vor 454 Tagen, 16 Stunden, 30 Minuten

      echt;.. wuahh;. wahrscheinlich gerade darum;.. da bekommt so ein chilli auf di g ;) und aus is es mit diskusionsrunden aller ART;.. oder was GIBTS NEUES;.. zzzzzzzzzzz ha sooo luustig.

    • johnleehookerelectro | vor 454 Tagen, 14 Stunden, 35 Minuten

      pff im notfall werden die alpenstrassen von pionieren gesprengt und dann kommt der feind aber 10mal gschissener zu uns wie zu den taliban
      und vl die kanalisation in wien..

      aber wir haben was viel besseres.verlogene juristen regieren dieses land mit ein paar mini oligarchen

      d.h. wir schließen uns den feind an.warten bis der stress vorbei is kaufen uns hier und da wo ein und im endefekt gehören die coolen sachen des feindes dann zu uns und die gschissenen nicht

      ou snap

    • schneekanone1971 | vor 454 Tagen, 13 Stunden, 3 Minuten

      @

      hallo, ich bin sicher kein militarist - eher das gegenteil. aber für die wehrpflicht, weil hier alle gesellschaftsschichten einmal zusammen kommen, mit gefällt ausserdem der bürger in waffen besser als irgendwelche "haudrauf" profis, ausserdem funktioniert das system wehrpflicht - zividienst wunderbar, etwas was gut funktioniert sollte man nicht ändern - höchstens verbessern.
      ich glaube auch das die wehrpflicht förderlich für die integration ist, und stärkt auch das österreich-gefühl.

    • schneekanone1971 | vor 454 Tagen, 12 Stunden, 59 Minuten

      @

      ok, noch kurz zu den kommentaren, österreich kann sich eh nicht wehren, abc waffen blabla, also ich denk mal wenn jemand (unwahrscheinlicher fall aber wer weiß was in 40 oder 50 jahren ist) österreich angreift wird man wohl mit konventionellen mittel angreifen, nützt ja niemand wenn hier nur verbrannte erde gibt, oder?
      also man kann sich sehr wohl verteiligen, muss wieder ein beispiel bringen, tschetschenien (größe von der steiermark)- und.. besser als dann gar nix machen, das hatten wir ja schon mal..

    • johnleehookerelectro | vor 454 Tagen, 12 Stunden, 53 Minuten

      man kann fur einen bruchteil des geldes nicht dieselbe leistung verlangen.und so ein halber misch masch is irgendwas nur nicht effektiv.punkt.das mit den schichten vermuschenstimmt hingegen..sollte man auswerten

  • flubis | vor 455 Tagen, 43 Minuten

    robert will birnen? das ist indirekte wählerbeeinflussung.

    Auf dieses Posting antworten
  • yestheylivebaby | vor 455 Tagen, 2 Stunden, 5 Minuten

    Shit! verpennt.

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  • zugverschrotter | vor 455 Tagen, 11 Stunden, 23 Minuten

    klassiker

    pünktlich zum jahr der nächsten wahl kündigt man endlich an demnächst einmal mit der arbeit an der ausarbeitung von reformkonzepten anzufangen, die man erstens schon vor der dazugehörigen abstimmung haben hätte sollen, und die wohl nach der hälfte wieder auf eis gelegt werden müssen, weil man dann wichtigere dinge wie den wahlkampf zu absolvieren hat.

    ich frag mich schon wann die nächste forderung nach einer verlängerten legislaturperiode durch die medien geistert. weil sonst gibts ja gar keine zeit mehr irgendwas produktives zustande zu bringen.

    Auf dieses Posting antworten
  • spok | vor 455 Tagen, 12 Stunden, 13 Minuten

    so, jetzt haben wir die wehrpflicht in stein gemeißelt.

    als nächstes kommt die ausdehnung auf die frauen.

    Auf dieses Posting antworten
  • lesucre | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 48 Minuten

    sehr interessanter FB Eintrag von Armin Wolf

    "Erkenntnis 1 aus der Volksbefragung: Österreich liebt den Zivildienst - Zivis u. Katastrophenschutz waren mit Abstand die stärksten Wahlmotive der Wehrpflicht-Befürworter.
    Erkenntnis 2: Die KRONE kann eine Volksbefragung herbei kampagnisieren. Aber nicht ihr Wunschergebnis. Nicht mal gemeinsam mit HEUTE und ÖSTERREICH.
    Daraus folgt Erkenntnis 3: Politiker sind von der KRONE (und vom Boulevard insgesamt) offenbar leichter zu beeinflussen als die Wähler."

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    • lesucre | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

      Auch wenn mir das Ergebnis nicht schmeckt freue ich mich irgendwie schon auf die morgige Kronen Zeitung. Mal gespannt wie sich Pandi und Co. da heruaswinden.

  • shiloh | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 15 Minuten

    Die Wehrpflicht mag ein Zwangsdienst sein,

    schon möglich, aber als Zwang empfinde ich unser derzeitiges Wirtschafts- und Geldsystem ebenso.

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    • biased | vor 455 Tagen, 14 Stunden, 31 Minuten

      Dass mit der Schwerkraft ist auch eine Zumutung

    • zikmund | vor 455 Tagen, 14 Stunden, 24 Minuten

      Dear biased, da muss ich dich enttäuschen, Zentralbanken Fiatmoney ist kein Naturgesetz, schon gar keines der "drei". Siehe Goldstandard und alles andere was wir historisch schon hatten.

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 42 Minuten

      in zeiten in denen sich ein paul krugman lautstark für das dubiose drucken von trilliondollar münzen einsetzt(in erster linie wohl nur um ein zusatzargument gegen die geiselhaft des kongress aufzubringen ..aber trotzdem sehr dubios)is wohl gar nichtsmehr gesetz

      die zivi und heerpflicht abzuschaffen is banaaaale logisitik

      fucking HTL abolventen könnten dafür ein brunzdummes simples konzept erstellen

      aber in ländern wo die stochastik(wo sich da damn justizministerium von unternehmensberatungen umkrempeln lässt um dann erst recht auf neue methoden zu scheissen!) anscheinend noch politischen wahlkampf geplänkel zum opfer fällt

      gibts bald nur das gesetz von fucking HC

    • arnonymous | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 39 Minuten

      nojo, man bekommt schon das gefühl, dass wenn gegen das "wirtschafts- und geldsystem" gezogen wird (inkl. forderung nach bedingungslosem grundeinkommen) da schon weniger fiatmoney als gegen den oaschzustand arbeiten zu *müssen* gewettert wird.

      und da sind wir schon im bereich der schwerkraft. die ganze natur ist auf arbeit aufgebaut, viel spass sonst beim verhungern und erfrieren. die arbeitsteilige gesellschaft hat dies nur halt extrem abstrahiert, siehe lila kühe für stadtkinder.

      ob die arbeit jetzt im feudal, plan oder marktwirtschaftlichem system abläuft - irgendwer muss die häusl putzen. der anspruch an arbeit lustgewinn verschaffen zu müssen ist ziemlich neu, dekadent und scheissnaiv.

    • zikmund | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 36 Minuten

      Arno, ich mein damit explizit das Geldsystem das kein Gesetz ist sondern eben erschaffen wurde, Ron Paul bezeichnet es etwa auch als größten Raubzug der Geschichte. Alles andere was du sagst stimmt natürlich eh.

    • arnonymous | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 5 Minuten

      Robert, bei dir weiss man eh wie du es meinst - beim obigen shiloh...nicht so sicher.

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 12 Stunden, 8 Minuten

      es ist vollkommen egal ob man keynes oder reagnonomics vom feinsten anwendet ,solangs statistiken gibt die mit parametern ausn 2ten weltkrieg besagen man erpare sich 15 milliarden im jahr weil ein paar dummbeuteln als zivi (oder MTK soldat) in der ecke sitzen und DEN GANZEN SCHEISS TAG nasenbohren(oder hier schreiben)

      effizienz von leistung is noch immer mit betriebstechnik zu definieren bis zu urdefinitionen von uralter mechanik (uralter REFA) und physik

      da muss man die übergeordnete macro und microökonomie noch laaaang nicht bemühen

      den simpelsten scheiss bekommt dieses land nicht zam!

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 11 Stunden, 45 Minuten

      700 euro im monat für herumsitzen ,kantine leerfressen, und alten blockwarte-hansln beim gschichtldruckn zuhören.ob büro wapla oder in heimen

      das ganze system würde ja in sich zusammenbrechen na genau!
      statt eine berufsfeuerwehr für akute gebiete zu intallieren lass ma lieber tausende rekruten ran die alle 5 jahre einmal sandsäcke schleppen

      wo it die fucking effizienz in diesem kleinen furzland

      es gibt statistiken die biokybernetische rhytmen für nierenspenden berücksichtigen

      aber um das sozialesytsem bihin zur generellen integration der gesellschaft(en) sind wir auf pickelfressen angewiesen die ich am seniorenheimheisl auf die bonischen pflegerinnen nen runterholen statt sich zaus nen porno anzuchaun und nebenbei für die uni anmelden können

      na genau

    • zikmund | vor 455 Tagen, 11 Stunden, 40 Minuten

      Reaganomics war eh versteckter Keynesianismus;)

      Aber bleib ma jetzt echt beim Thema...

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 11 Stunden, 9 Minuten

      naja
      ja weil carter schon vorher die angebotsbedingungen verbessert hat und die grundlagen geschaffen hat damit die nachfrage bei reagan boomt(vorallem bei damals neuen technologien..wie immer)
      aber auch zu schmächtig war um die abschaffung ölpreis-kontrolle zu verhindern.was reagan einerseits zu einer riesen keynschen nachfrage auf neuen sektoren verhalf aber der wallstreet auch klarmachte dass sie ihre zügel um die politik zukünftig wieder enger ziehen muss.vorallem eben in punkto rohstoffe

      da wehrpflicht problem is dagegen so lächerlich traurig

      vorallem wenn man die politische konstealltion sieht

      entweder is stronach ein zauberer und holt noch irgendeinen scheiss ausn ärmel
      oder HC wird ficken

    • arnonymous | vor 455 Tagen, 2 Stunden, 6 Minuten

      @jhle
      es gab letzten einen feinen kommentar eines londoner stadtplaners zum londoner kanalnetz. es hat 100 jahre aufm buckel, war damals dringend notwendig, london erstickte (wortwörtlich, the big stink) im dreck. dann bauten sie um irrsinnige kosten ein wunderwerk der technik von dem london bis heute zehrt. nur: sowas würde heute nicht mal ansatzweise gebaut werden, da kostenkontrollen und effizienznachweise zu führen sind - und *niemand* hat kostenmodelle die gesellschaftlichen nutzen bemessen. niemand. vor allem nicht auf 10, 20, 50, 100 jahre basis.

      zivi- und bh-dienst haben einen immensen gesellschaftlichen nutzen. sie holen 18 jährige aus ihrer heimischen bubble raus. hotel mama ist ja am vormarsch. die dienste sind ein realitätsschock, sie gewähren auch einen einblick in andere gesellschaftliche schichten, in beide richtungen. man sieht government von innen. ich hatte beim BH kameraden, die dort zum ersten mal selbst etwas reinigen mussten. die hemden nicht zusammenlegen konnten. die noch nie verantwortung für irgendwas zu tragen hatten. und da reden wir nicht von menschenleben, die waren mit mülldienst überfordert.

      die gesellschaft profitiert davon, dass junge männer bei uns ein bisserl realität in die goschen kriegen bevor sie auf die welt losgelassen werden.

    • kleinerrollhügel | vor 454 Tagen, 17 Stunden, 12 Minuten

      bloß dass das bundesheer selbst die ärgste bubble ist...

    • johnleehookerelectro | vor 454 Tagen, 15 Stunden, 11 Minuten

      ich sehs als wattebausch-realität die nur als dubioser krückstock für ein unvollendetes system herhalten muss(oder eben andersrum psycho-realität mit ein bisl pech .rettungsdienst eben..oder die die zu den gebirgsjägern kommen und mitten am schlimmsten berg draufkommen sie können doch nicht soooo gut skifahren,MTK der berühmte spieß etc)->
      anstatt die burschen gleich in die ECHTE realität zu haun...wie in so ziemlich jedem westlichen land.
      bei der mama wohnt man danach ja erst recht noch ne zeit lang.man muss sich sein essen nicht selber machen,bekommt frische uniformen bzw heim-shirts.usw

      und vorallem es is ja meistens strohdumme beamten oder hilfsarbeit ohne entwicklungs möglichkeit,aufstiegschancen bei bewährung etc(ausnahmen fonds soziales wien im büro.aber wer will schon "the office" Suizid assistenz-sachbearbeitungs shit"

      typischer defend the status quo shit

      natürlich sind grenzerfahrungen dabei
      proleten lernen barrieren zu randgruppen und minderheiten aufzubauen(oder drehen vollkommen durch..selteb aber doch)
      alles wunderschön und richtig
      aber kein grund alle hinzuschicken.ganz einfach.
      in amerika haben die meisten schon in der highschool nen job

    • johnleehookerelectro | vor 454 Tagen, 14 Stunden, 59 Minuten

      weils(unter anderem) eben nicht dieses "jetzt hast e ein halbesjahr/jahr und DA SCHAU MA MAL"nöm..nur kein stress" halb-waldorf-mentalität gibt

      man muss halt differenzieren manche wissen schon mit 14 was sie studieren werden.für die is zivildienst praktisches geldsparen bis zur uni .absolut logisch

      aber dann gibts verdammt viele die man einfach ins kalte wasser haun muss damit sie aufwachen!

    • johnleehookerelectro | vor 454 Tagen, 14 Stunden, 55 Minuten

      und nicht in so ein stranges lauwarmes zwischenbecken namens zivi oder heer

  • truhe | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 38 Minuten

    Ich denke dieses war wohl eine der vorhersehbarsten Abstimmungen aller Zeiten. Das völlige Fehlen irgendeines, wie auch immer geearteten Konzepts, wie es nach einer Abschaffung der Wehrpflicht vor allem auch mit dem Zivildienst weitergehen soll hat gegen ein "es bleibt wie's ist" absolut keine chance - nie gehabt.

    Alledings sollte man, wenn man sich ansieht wie ausschlaggebend der Zivildienst für den Ausgang des Referendums war, diesem endlich einmal den Stellenwert und die Anerkennung zollen die ihm gebürt. Es ist kein "Ersatzdienst" es ist eine der wichtigsten und grundlegendsten Mechansimen ds österreichischen Sozialstaats - inzwischen ist der Diest mit der Waffe der Ersatzdienst, ein pro forma Gehampel, der dafür sorgt dass der essentielle Sozialdienst bestehend bleibt. Das war wahrscheinlich die klarste Aussage des Referendums - das Bunsesheer geht allen am Arsch vorbei, aber der Zivildienst ist enorm wichtig.

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 29 Minuten

      ja man muss in dem land quasi zur vorsichtigen erkenntnis kommen dass man wasser trinken muss bevor man die erkenntnis bekommen darf aufs klo zu müssen

      kopfschuss

      zu blöd um ein konzept zu erstellen um kiffende nichtsnutzige schlafende zeitvergeudende zivis zu ersetzen(been there)die zwar saubillig aber mit der erkenntnis ins berufsleben gehen MAN MUSS E NED WIRKLICH HACKLN

      tausende frauen im ostblock,nahen osten hättens nicht so mit der prostitution aber verdammt viel soziale kraft..but anyway.es gibt dann wieder zuwenig deutschkurse

      und dann noch dass die schwarzen komplett ihre agenda verloren haben .EU verfassung hallo?! vertrag von lissabon is steinzeit!

      2 vollidioten ! und wer is der lachende 3te!?

      FUCK

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 15 Minuten

      rettungsfahrer zivis ausgenommen
      das is oasch und hart

      aber der rest,von seniorenheim bis büro GEH BITTE
      zeitung lesen und fressen

    • truhe | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 6 Minuten

      Naja das ist ja beim Bundesheer nicht anders - wennst nicht die Krot fressen musst und ein Erdferkel wirst, dann gibt's auch den schicken Systemerhalter-Lenz.

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 14 Stunden, 46 Minuten

      allein bei der stellungskommission sieht man schon die workaholic zustände.
      ein 3mann schichtbetrieb allein fürs austeilen von spintschlüsseln.

      gegen seniorenheimische "rollstuhl-verfolgungsjagden" aber noch immer eine hackn wos zum burnout kommen kann

  • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 57 Minuten

    seit wann schaffts die ÖVP wieder ein thema für sich durchzusetzen?
    idioten. da beisst sich die steinzeitliche immigration und integration(die in anderen ländern genau solche jobs ausführen und die sprache lernen ) der fekter blau connection wiedermal in den schwanz

    ganz abgesehen von der dringend notwendigen ECHTE UNION in europa.und der erste stein für ein EU heer wäre(was normal e ein schüssel övp anliegen war )

    verdammt langsame mühsame eichörnchen ernährer idioten

    Auf dieses Posting antworten
    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 53 Minuten

      jetzt bereus ich mal wiedermal so richtig zu oft ÖVP(neben lif) gewählt zu haben

      bundesheer bleibt jetzt abgefuckt etc
      das wär mal ne SELTENE möglichkeit mit einer konservativen sichtweise modernen systemfortschritt zu erschaffen
      aber nein die damn ÖVP haut sich wieder mit blau auf ein backl

      wo is der damn schüssel verdammtnochmal!!!

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 15 Stunden, 46 Minuten

      mti einer (neo)konservativen

    • miikesmama | vor 455 Tagen, 14 Stunden, 6 Minuten

      Die ÖVP hat rein gar nichts durchgesetzt, wie du oben lesen kannst geben nur 4% der Wähler pro Wehrpflicht an das wegen der ÖVP gewählt zu haben. Die VP hat sich in der Debatte nur auf die richitge Seite geschmissen, that's all

    • johnleehookerelectro | vor 455 Tagen, 13 Stunden, 53 Minuten

      deswegen werden sie auch zur randpartei wies aussieht weil sie sich nurmehr auf seiten schmeissen statt eine zu sein

    • lesucre | vor 455 Tagen, 13 Stunden,

      beide ehemaligen Großparteien sind auf dem Weg zur Randpartei, quasi ein Parlament aus Randparteien. Italienische Zustände.