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Hanna Silbermayr

Lateinamerika, Migration, Grenzen und globale Ungleichheiten

6. 3. 2013 - 16:22

Wenn eine Leitfigur den Abgang macht

Während der letzten Jahrzehnte hat kein anderer Politiker Venezuela und ganz Lateinamerika so stark geprägt wie Hugo Chávez. Jetzt stellt sich die Frage nach der Zukunft.

"Sigo aferrado a Cristo y confiado en mis médicos y enfermeras. Hasta la victoria siempre!! Viviremos y venceremos!!!"

Hugo Chávez mag sich darüber bewusst gewesen sein, dass seine Zeit gekommen war, als er diese letzten Zeilen am 18. Februar über Twitter in die Welt hinaus schickte: "Ich halte weiter an Christus fest und vertraue meinen Ärzten und Krankenschwestern. Auf den ewigen Sieg!! Wir werden leben und gewinnen!!!"

Doch Chávez hat nicht gewonnen. Der Krebs, gegen den er seit Monaten ankämpfte, hat den venezolanischen Präsident schlussendlich doch besiegt. Seit gestern Abend ist die Nachricht offiziell: Hugo Chávez ist tot.

Eine Frau liest eine Zeitung mit dem Bild von Hugo Chavez auf dem Titelblatt

EPA

Der selbsternannte Revolutionär

Dass Chávez einer der einflussreichsten Politiker Lateinamerikas war, ist unbestritten. Und eine Sache ist gewiss: Er, der er zu Lebzeiten polarisiert hatte wie sonst kaum jemand, tut dies auch über seinen Tod hinaus. Die Nachricht ging wie ein Lauffeuer um die Welt und aus allen Ecken ertönten Lobgesänge auf Lateinamerikas letzten Revolutionär. Andere atmeten hörbar auf: Endlich ist er weg und kann in dieser Welt keinen Schaden mehr anrichten.

Doch wer war dieser Mann, der die Welt in die zwei Lager der Chávez-Verehrer und der Chávez-Hasser teilte? Der den Argentinier Che Guevara zitierte und eine enge Freundschaft mit Kubas abgetretenem Präsidenten Fidel Castro pflegte? Den manche als Diktator verteufelten, andere als Befreiungskämpfer bejubelten?

Sein Geheimnis: Er hatte einen Traum, der ihn sein ganzes Leben lang antrieb und seine Politik prägte, den Traum der Bolivarischen Revolution. Als Vorbild galt der Venezolaner Simón Bolívar, der die südamerikanischen Länder gegen die spanischen Kolonialherren in die Unabhängigkeit führte. Auf ähnliche Art und Weise wollte Hugo Chávez Lateinamerika aus den Händen der USA und deren Wirtschaftsdoktrin, dem Neoliberalismus, befreien. Basierend auf sozialistischen und marxistischen Ideen sollten die lateinamerikanischen Staaten eigenständig und unabhängig vom großen Nachbarn im Norden agieren und dadurch neues Selbstbewusstsein erlangen.

Wie in ganz Lateinamerika, versuchten die USA während der 1970er und 1980er Jahre auch in Venezuela ihre Macht geltend zu machen, indem sie ihnen gegenüber positiv gesinnte Politiker einsetzten und das Land als Experimentierfeld neoliberaler Ideologien verwendeten. In Venezuela schienen die Ideen des selbsternannten Revolutionärs Chávez daher auf fruchtbaren Boden zu fallen. Der Militärputsch, den der Comandante im Jahr 1992 gegen die damalige Regierung angeführt hatte, war zwar gescheitert. Doch wusste er schon früh, die Medien für seine Anliegen einzusetzen. Unter der Bedingung, eine kurze Ansprache im Fernsehen halten zu dürfen, ergab er sich. Er nutzte die Gunst der Stunde, erklärte sich verantwortlich für den Putsch, versprach aber auch, dass der Moment eines politischen Wandels für Venezuela kommen würde.

Und er hatte Recht.

Hugo Chavez

EPA

Der volksnahe Präsident

Sechs Jahre nach dem misslungenen Putsch, stellte sich Chávez in regulären Wahlen dem Volk und schaffte es, mit 56% der Stimmen in den Präsidentenpalast einzuziehen. Der neue Führer gab sich volksnah und schien damit einen großen Teil der Venezolaner überzeugen zu können. Kurz nach Amtsantritt ließ er über eine neue Verfassung abstimmen, die unter anderem neuerliche Wahlen für alle Ämter, einschließlich jenes des Präsidenten, vorsah. Bei den Wahlen im Jahr 2000 konnte Hugo Chávez seinen Erfolg von 1998 toppen: Er wurde mit 60,3% der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Seitdem war er von der politischen Bildfläche Lateinamerikas nicht mehr wegzudenken. Kaum jemand, der seine permanenten Tiraden nicht kennt, die er regelmäßig Richtung USA und Westen schickte. Ohne diese Verbal-Attacken wäre Chávez im Weltgeschehen womöglich großteils unbeachtet geblieben. Doch jemand, der den US-Präsident George W. Bush während einer Rede vor den "Vereinten Nationen" als Teufel und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel als Hitler bezeichnete, konnte kaum übersehen werden.

Sein Erfolg mag auch darin gelegen haben, dass er den Venezolanern tiefgreifende Reformen versprochen hatte und das Land gegenüber den langen Armen der USA abzuschotten versuchte. Im Zuge der Bolivarischen Revolution veranlasste er unzählige Projekte, die der sozial schwächeren Gesellschaftsschicht zugute kommen sollten: Es wurden Lebensmittel verteilt, der Analphabetismus bekämpft, 50 neue Universitäten gebaut, mobile Ambulanzen eingerichtet und neuer Wohnraum geschaffen. Die Liste ist lang. Jedenfalls reichte Chávez' Engagement zu einer neuerlichen Wiederwahl im lateinamerikanischen "Super-Wahljahr" 2006, während dem zehn der 20 Länder des Kontinents ihre Staatsoberhäupter neu wählten und damit die Ära der linksgerichteten Regierungen einläuteten.

Auf internationaler Ebene versuchte er die lateinamerikanische Integration voranzutreiben. So initiierte er etwa 2004 die Bolivarische Allianz für Amerika, ein Wirtschaftsbündnis gleichgesinnter lateinamerikanischer Staaten. 2007 wurde als Alternative zu IWF und Weltbank die Bank des Südens gegründet, die den einzelnen Staaten Lateinamerikas finanzielle Unabhängigkeit garantieren sollte. Von Globalisierungskritikern wurde Chávez für dieses Engagement durchaus gelobt.

Der ewige Gewinner

Doch so ganz kritiklos konnten und wollten seine Gegner die Politik und das Auftreten Chávez' nicht hinnehmen. Er unterhielt dubiose Freundschaften zu politischen Persönlichkeiten wie Irans Präsident Ahmadinedschad oder Libyens Ex-Diktator al-Gaddafi. Unter demokratischen Gesichtspunkten war dieser Umstand schwer gutzuheißen.

Doch die Opposition in Venezuela hatte ein Problem: Sie brachte es über Jahre hinaus nicht fertig, einen aussichtsreichen Kandidaten in die Wahlen zum Präsidenten zu schicken. In seiner gesamten politischen Karriere hatte Chávez keine einzige Wahl verloren. Erst 2012 kam Hoffnung auf, als sich die 32 oppositionellen Kleinparteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen konnten, der Chávez zumindest in Ansätzen das Wasser reichen konnte. Der 40-jährige Henrique Capriles Radonski, Gouverneur des Bundesstaates Miranda, war die neue Polithoffnung des Landes. Auch er hatte bis dahin keine einzige Wahl verloren.

Zwar musste sich Capriles bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2012 gegen Chávez geschlagen geben, doch konnte er beinahe 45% aller Stimmen für sich gewinnen - ein Erfolg, der die Opposition für die Zukunft wieder ins Rennen um politische Ämter bringen könnte.

Die verlorene Leitfigur

Seinen Amtseid für die aktuelle Amtsperiode konnte Hugo Chávez nicht mehr ablegen, der Tod kam ihm zuvor. Offen steht die Frage im Raum, wie es jetzt um die Zukunft Venezuelas bestellt ist, nachdem die jahrzehntelange Leitfigur nicht mehr da ist. Der Schock scheint in der Gesellschaft tief zu sitzen. Überall im Land betrauern die Menschen den Tod ihres Präsidenten. Dennoch wurden Neuwahlen angesetzt: In 30 Tagen soll die Bevölkerung über einen neuen Präsidenten entscheiden.

Dies könnte die Chance für den oppositionellen Capriles sein, der angibt, das Land nach brasilianischem Vorbild gestalten zu wollen. Vielleicht schaffen es aber die verbliebenen Führer der bisherigen Regierungs-Partei, den Mythos Chávez auch nach dessen Ableben aufrecht zu erhalten und eine ähnlich starke Leitfigur in ihren Reihen zu etablieren. Es ist durchaus möglich, dass die Zukunft eine moderate Öffnung des Landes bedeutet, so wie sie derzeit auch Kuba erlebt. Eine Rückkehr zu jenen Machtstrukturen, wie sie vor der Ära Chávez geherrscht hatten, kann unter Anbetracht der neuen politischen Orientierung, die sich in ganz Lateinamerika unter Mitwirken Chávez' ausgebreitet hat, so gut wie ausgeschlossen werden.

Gewiss ist, dass das Engagement und der Einfluss des Comandante Chávez nicht verloren ist und in irgendeiner Art und Weise in Venezuela und ganz Lateinamerika weiterleben wird.

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  • teilzeitjugendlicher | vor 601 Tagen, 23 Stunden, 39 Minuten

    Jetzt freuen sie sich natürlich,

    die Konservativen auf der ganzen Welt (bei uns heißen die übrigens ÖVP und werden wie neulich in NÖ gerne von diversen wichtigen ach so kritischen Künstler/innen liebgehabt). Und so manches linksliberale Europäerl glaubt, aus dem warmen Nestchen, das ihm die Sozialdemokratie gegen massiven konservativen Wiederstand jahrzehnte lang mühsam mehr schlecht als recht aufgebaut hat und für dessen Erhalt oder gar Ausbau er rein gar nichts tut, die venezolanischen Chavez-Anhänger mit erhobenen Zeigefinger bezüglich Medienfreiheit etc. zu ermahnen, damit auch sie zu braven Konsumtrotteln werden wie die Mehrheit der Menschen in den reichen Staaten der westlichen Welt. Wo blieb denn der Aufschrei, als Angela Merkel forderte, die Demokratie müsse marktkonform werden? Da war nix zu hören, kein Wunder, der Kauf des neuesten Apple-, Google- oder Nespresso-Schaas war natürlich viel viel wichtiger. Aber über diesen argen Chavez musste man sich schon echauffieren, also wirklich, was der sich wieder erlaubt.
    R.I.P., Hugo, ¡No pasarán!

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    • zikmund | vor 601 Tagen, 22 Stunden, 53 Minuten

      Das hat doch nix mit konservativ oder nicht zu tun, manche nannten Chavez gar den Jörg Haider Lateinamerikas.
      Nebenbei bemerkt hat Venezuela trotz Rekord Ölpreis massivste Probleme, die Fördermenge ist kleiner als vor Chavez, die Inflation stabil zweistellig und als eines der ölreichsten Länder muss man peinlicherweise sogar Benzin importieren weil es an Raffinerien fehlt, obwohl die Abhängigkeit vom Öl größer als je ist...

    • teilzeitjugendlicher | vor 601 Tagen, 22 Stunden, 11 Minuten

      @zikmund: Hat eben schon sehr viel mit konservativ zu tun: Die Wohltaten eines konservativen Regimes hätten sicher viel mehr Öl gefördert, die Inflation wäre sicher nur einstellig und es gäbe genug Raffinerien im Lande. Aber: Cui Bono? Natürlich hätte das ausschließlich den Reichen und Mächtigen genutzt. Du wirst wohl hoffentlich nicht an Trickle-Down-Effekte glauben (an diese Irrlehre hat ja schon Margret Thatcher, die Ikone der Konservativen, geglaubt, eingetreten ist das noch nirgends).
      Der Vergleich mit Jörg Haider ist schlicht und einfach disgusting. Chavez hätte sicherlich vieles besser machen können. (Wer nicht!) In Staaten wie in Lateinamerika, in denen die Reichen und Mächtigen neben Stimmen- und Meinungskauf auch recht schnell Gewerkschaftler abknallen lassen, Arme mit Polizeigewalt vertreiben und im Notfall halt wieder ein bisschen putschen lassen mit Foltergefängnissen und allen drum und dran, dürfte es auch nicht wirklich leicht sein, es besser oder gar gut zu machen. Die einzige Kritik an Chavez, die wirklich interessant wäre, ist demnach eine von Links. In der Jungle World findet man das durchaus auch, nur steht dort dann eben auch:
      " ..sozialen Maßnahmen haben die Armut [..] von 49 Prozent im Jahr 1998 auf 24 Prozent im...

    • teilzeitjugendlicher | vor 601 Tagen, 22 Stunden, 10 Minuten

      Fortsetzung:

      " ..sozialen Maßnahmen haben die Armut [..] von 49 Prozent im Jahr 1998 auf 24 Prozent im Jahr 2009 reduziert": Und nun zeige mir einen konservativen Politiker on earth, der das zusammengebracht hat.

    • biased | vor 601 Tagen, 15 Stunden, 41 Minuten

      Wenn das links ist, dann habe ich ja nicht viel versäumt

      Woher kommt eigentlich der Hass auf sich selbst, den man als Linker heutzutage so selbstgefällig vor sich her trägt?
      Es sind alles "brave Konsumtrotteln"?

      Wenn doch nur alle in Unfreiheit und Entmündigung so wie in Venezuela oder in Libyen unter Ghaddafi leben könnten, dann wär die Welt in Ordnung. Weil es unter Chavez anscheinend keine Gefängnisse gab oder Folter, oder Mord, oder Polizisten, die - nicht genehme - Gewerkschafter abknallen würden. Wenn es nur "Viva la revolucion" heißt und jeden Tag "Guantamera" gesungen wird, ist jede Diktatur das Paradies, das man hier aus lauter Langeweile so vermisst.

      Das ist so blöd, dazu fällt mir echt nichts mehr ein.

    • zikmund | vor 601 Tagen, 3 Stunden, 17 Minuten

      Hab noch ein PS, weils hier so schön plakativ ist:

      Dass Inflation nur für 'die Reichen' ein Problem ist absoluter Bullshit, nahezu das Gegenteil trifft zu.

  • zikmund | vor 602 Tagen, 4 Stunden, 17 Minuten

    Wie das ein Österreichischer Regisseur gestern

    auf Social Media ausdrückte:
    Now the idolization of this dictator will really kick off and his crimes against democracy and human rights will even be more downplayed by "lefties", fake socialists and other hypocrites.

    Auf dieses Posting antworten
    • teilzeitjugendlicher | vor 601 Tagen, 22 Stunden, 8 Minuten

      ein Österreichischer Regisseur, war das so ein Erwin-Pröll-Fan? Würde ja wieder wunderbar passen....

    • zikmund | vor 601 Tagen, 21 Stunden, 13 Minuten

      Aua

      Exile Family Movie, heard of?

    • teilzeitjugendlicher | vor 601 Tagen, 21 Stunden, 1 Minute

      Ja, kenn' ich und habe ich für sehr gut befunden, auch "Ein Augenblick Freiheit" war ausgezeichnet. Wäre schon interessant, welche crimes der von mir sehr geschätze Regisseur dem dictator (?) Chavez vorwirft. Den Ahmadinejad gut zu finden mag recht deppat sein, ob es schon ein crime ist, weiß ich nicht. Dem Bush Schorschi und dem Thatcher Greterl und dem Blair Toni (nicht nur in meinen Augen Verbrecher) habens ja auch alle brav das Handerl geschüttelt.

    • moltar | vor 601 Tagen, 15 Stunden, 51 Minuten

      dieses zitat ist aber ein ordentlicher schmarrn.

    • biased | vor 601 Tagen, 15 Stunden, 50 Minuten

      Zum Beispiel diese wirft man Chavez vor:

      http://www.hrw.org/news/2013/03/05/venezuela-chavez-s-authoritarian-legacy

      http://www.newrepublic.com/article/112596/hugo-chavez-dead-cuba-defined-him-much-venezuela-did

      Weder Bush, noch Thatcher noch Tony Blair sind keine linke Ikonen, Chavez, Ahmadinejad und Ghaddafi sind es sehr wohl.
      Welchen Drecksdiktator oder gewählten Antisemiten (Hitler war übrigens auch einer) man gut findet, das ist nur eine politische Präferenz, mehr nicht.

    • moltar | vor 601 Tagen, 12 Stunden, 17 Minuten

      den tag hab ich irgendwie versäumt, an dem ahmadinejad zur linken ikone ausgerufen wurde. es soll aber durchaus auch linke geben, die im "menschgewordenen sohn gottes" eine ikone sehen (etwa in verteilungsfragen); der hat es aber dann aus bekannten gründen nicht bis zum drecksdiktator geschafft.

    • biased | vor 601 Tagen, 8 Minuten

      Versteh ich nicht, das mit dem "menschgewordenen sohn gottes"

      aber was solls. Ahmedinjad hat sehr wohl einen guten Ruf unter Linken (und manchmal auch den Status einer Ikone), die auch Chavez mögen. Antiimperialisten, die z.B. der Jungen Welt nahe stehen, das Spektrum der antizionistischen Linksverteidiger, die das Atomprogramm des Iran endlich realisiert sehen wollen, und und und...

      Der Großteil der Fringe Faction und Linksextremisten klatscht Beifall, wenn Ahmedinejad Israel aus den Seiten löschen will. Und dieselben lachten auch, als Chevez einen Gegenkandidaten bei Präsidentenwahlen als "schwulen Juden" qualifizierte.

  • biased | vor 602 Tagen, 13 Stunden, 14 Minuten

    Man erkennt den Charakter eines Menschen ja auch an seinen Freunden

    http://www.guardian.co.uk/world/2013/mar/06/hugo-chavez-return-resurrection-ahmadinejad

    Der iranische Präsident sieht Chavez gemeinsam mit Jesus und dem Mahdi wieder kommen, um den Zionismus zu bekämpfen.

    Was in dem Beitrag natürlich nicht vorkommt, weil er ja "zu Lebzeiten polarisiert" hat, repräsentierte den linken Antiimperialismus wie niemand sonst. Und der besteht schließlich darin, "Antizionismus" oder wie das heute heißt, "Israelkritik", als weltweit in Anspruch zu nehmendes Recht durch zu setzen.

    Chavez und seine Revolution stand für Gerechtigkeit und Umverteilung und der Zionismus, bzw. "die Nachkommen derer, die Christus kreuzigten" (Chavez) waren immer dann schuld, wenn das gerade nicht funktionierte.

    Der antiimperialistische Kampf für Frieden und Gerechtigkeit wird mit dem Krieg gegen die Juden erkauft. Und Chavez war seinem Freund Ahmedinejad zumindest in diesem Punkt ganz, ganz nahe.

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