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4. 5. 2014 - 12:18

Warum wir Bitcoin brauchen

Oder: Wie Geld ensteht und eine Alternative dazu.

"Wie entsteht neues Geld?" - als Antwort auf diese Frage erntet man im Normalfall neben viel Schulterzucken Sätze wie "Eine Nationalbank druckt es" oder "Es wird erwirtschaftet".

Tatsächlich wäre die richtige Antwort: "Durch Schulden." Neues Geld entsteht, wenn eine Bank einen Kredit vergibt. Das kann eine Nationalbank sein, die Volksbank oder die Postsparkasse im Dorf. Das Geld wird dem Kreislauf hinzugefügt, indem ein Mitarbeiter einer Bank den entsprechenden Betrag in einen Computer eingibt. Die Bank braucht also nicht die Spareinlage eines anderen Kunden aus ihrem Tresor zu holen - sie erschafft Geld.

Euro-Scheine, Geldscheine, Geld

CC BY 2.0, flickr.com, User: Images_of_Money

In Europa muss die Bank nur ein Prozent der Kreditsumme als sogenannte Mindestreserve bei der Nationalbank hinterlegen - für einen Kredit von 10.000 Euro also nur 100 Euro. Selbst diesen Betrag kann sie sich bei einer anderen Bank als Kredit organisieren, wobei eine zusätzliche Quote in Europa die Menge an Eigenkapital regelt, die Banken vorhalten müssen.

Zwar können Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) die durch Kredit erzeugte Geldmenge steuern - allerdings hauptsächlich, indem sie den Prozentsatz der Mindestreserve verändern (vor 2011 betrug er zwei anstatt ein Prozent) und indem sie die Zinsen erhöhen, die sie von Banken für Kredite verlangen: Dann halten sich die Banken mit der Aufnahme von Krediten tendenziell zurück und vergeben daher selbst weniger Kredite.

Vielleicht ist es Bankeigentümern nicht ganz unrecht, dass ein Großteil der Menschen gar nicht weiß, dass neues Geld durch das Vergeben von Krediten entsteht. Aus dem Nichts Geld zu erschaffen ist schließlich das lukrativste Geschäftsmodell der Welt. Leider führt es auch dazu, dass immer mehr Schulden und Zinsen bedient werden müssen, die Wirtschaft immer weiter wachsen muss und die Schere zwischen Kreditgebern (reich) und Kreditnehmern (arm) immer weiter aufgeht. Je weniger Menschen durchschauen, dass angeblich geborgtes Geld eigentlich neu geschöpft wird, desto besser für die Banken.

Bitcoin

Das heute gebräuchliche Geld hat auch mit den Möglichkeiten und der Geschwindigkeit des Internets nicht mitgehalten: Überweisungen dauern Tage und verursachen hohe Kosten. Banken sind äußerst schlecht vernetzt und Firmen wie Western Union oder PayPal wenig kundenfreundlich. Neue Lösungen müssen her. Die Menschheit hat in der Geschichte Geld mehrmals neu erfunden - von Muscheln und Münzen über Papier hin zu Daten auf Konten und Plastikkarten. Kryptografische Peer-to-Peer-Währung wie Bitcoin ist die jüngste Entwicklung in der Geschichte des Geldes. An ihrer Realisierung wurde schon vor der Einführung 2009 jahrelang geforscht.

Grundgedanke ist eine Art von E-Cash, das sich von User zu User übertragen lässt wie ein E-Mail - direkt, schnell und ohne Bank. Die beiden User müssen einander nicht kennen.

Nehmen wir also z. B. an, ich habe Bitcoin im Wert von 100 Euro auf meinem Computer. Jetzt übertrage ich diese Information auf deinen Computer, und der Wert gehört dir, während er von meinem Computer verschwunden ist. Der Versand des Werts fand innerhalb weniger Sekunden kostenlos und ohne Bank, PayPal oder Western Union statt. Die zukünftige Wichtigkeit dieser neuen Technologie wird vielleicht klarer, wenn man sich die folgende Frage stellt: Was ist in unserem Leben prävalenter, E-Mail oder Geld?

Dass man mit Bitcoin Wert verschicken kann ähnlich wie ein E-Mail und das noch dazu in einem Netzwek gleichberechtiger User (Peers), ist bemerkenswert, weil es an sich in der Natur des Internets liegt, dass Daten leicht kopiert werden können. Wie vermeidet man also, dass digitales Geld einfach kopiert und in betrügerischer Absicht mehrfach verschickt wird?

Wissenschafter haben zwanzig Jahre lang an der Lösung dieser Aufgabenstellung, die in der Informatik manchmal als das "Problem der byzantinischen Generäle" bezeichnet wird, geforscht. In diesem Szenario belagern die Generäle eine Stadt und müssen eine Übereinkunft treffen, wann sie gemeinsam angreifen. Sie schicken einander Boten mit Nachrichten. Die Boten könnten jedoch Fehler machen, und es ist auch nicht auszuschließen, dass sich unter den Generälen Verräter befinden, die absichtlich falsche Informationen weitergeben. Auf das Internet umgelegt lautet die Problemstellung: Wie kann ich in einem Peer-to-Peer-Netzwerk Informationen, die Wert repräsentieren, verlässlich an eine andere Person übertragen?

Eigentlich am wichtigsten: Bitcoin als Protokoll

Gewährleistet wird die verlässliche Übertragung dank eines neuen Kommunikationsprotokolls, also der eigentlichen Technologie von Bitcoin. Das Internet, wie wir es heute kennen, beruht auf einer Vielzahl von Protokollen, zum Beispiel HTTP für das World Wide Web, POP/SMTP für E-Mail, TCP/IP für die Verbindung unserer Router und Computer. Die Wichtigkeit von Bitcoin als neues Protokoll kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Darauf komme ich später noch einmal zurück.

Dass Bitcoin in der öffentlichen Debatte derzeit oft skeptisch und sensationslüstern wahrgenommen wird, liegt auch an den anschaulichen, aber irreführenden Begriffen, die sich für technisch komplizierte Verfahren etabliert haben: zum Beispiel am Begriff "Mining". Er weckt die falschen Assoziationen von gierigen Goldschürfern, ausgebeuteten Bergarbeitern und schnellem Reichtum.

Ein Bitcoin-User, der die Mining-Software auf seinem Computer "schürfen" lässt, erledigt eigentlich zweierlei Dinge: die kryptografische Überprüfung der Transaktionen anderer Bitcoin-User und die Erstellung neuer kryptografischer Schlüssel. Bitcoin ermöglicht die verlässliche Übertragung von Wert zwischen gleichberechtigten Peers nämlich deshalb, weil es Verschlüsselung auf extrem hohen Niveau verwendet. Derzeit hat das Netzwerk der Bitcoin-User mehr Rechenleistung als die 500 stärksten Supercomputer der Welt zusammen.

Für die Rechenzeit, die der einzelne Bitcoin-User a.k.a. "Miner" dem Netzwerk zur Verfügung stellt, erhält er Belohnungen - Bruchteile des neu entstehenden kryptografischen Geldes. Es wäre also sinnvoller, anstatt "Mining" von der Pflege des Bitcoin-Systems zu sprechen.

Beim "Mining" von Bitcoins, so höre ich immer wieder, entstehe doch auch wieder Geld aus dem Nichts und somit die nächste Finanzblase. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Gerade kryptografisches Geld wie Bitcoin kann nicht einfach durch die Vergabe eines Kredits aus dem Nichts geschöpft werden, sondern nur durch die extrem aufwendige Berechnung mathematischer Prüfsummen. Die Existenz dieses Bitcoins kann eindeutig nachgewiesen werden, und er kann nicht kopiert oder sonst irgendwie auf wundersame Art vermehrt werden. Das ist ein ernstzunehmendes Gegenmodell zum heute gebräuchlichen Geld, das ebenfalls großteils virtuell in Computern existiert, aber durch einfaches Eintippen einer Summe in den Computer bei der Kreditvergabe geschöpft wird.

Die maximal erzeugbare Menge an Bitcoins ist auf 21 Millionen gedeckelt, und ihre mathematische Herstellung wird über die Jahre zunehmend schwieriger. Herkömmliches Geld dagegen ist beinahe beliebig inflationär - es erzeugt einen ständig wachsenden Schuldenberg, der uns zu ständigem Wirtschaftswachstum zwingt und die zunehmende Ausbeutung der Menschen und des Planeten bedingt.

Zu wenig Bitcoins?

Die Deckelung der maximal erzeugbaren Bitcoin-Menge wirft vielfach die Frage auf, wie eine Weltwirtschaft, die Bitcoin - rein hypothetisch - als staatenlose Währung akzeptiert, mit der "geringen" Menge von 21 Millionen auskommen sollte. Dabei wird übersehen: Bitcoin-User rechnen meistens in Mikrobitcoin (μBTC, ein Millionstel BTC, in jüngster Zeit auch oft "Bit" genannt). Gelegentlich wird auch in der kleinstmöglichen Einheit eines Bitcoins namens Satoshi (dem hundertmillionsten Teil eines Bitcoins) gerechnet. Die theoretisch maximal erzeugbare Menge an Satoshis beträgt 2,1 mal 10 hoch 15 oder 2,1 Billiarden Satoshi (in der US-amerikanischen Zahlenleiter 2,1 Quadrillionen). Was uns zum nächsten interessanten Aspekt bringt: dem möglichen zukünftigen Wert eines Bitcoins.

Bitcoin-Kurs 2009-2014

©Bitcoincharts

Volatil, aber interessant: der BTC-Kurs gegenüber dem US-Dollar von 2011 bis 2014

Der mögliche Wert eines Bitcoins

Der Gesamtwert des weltweit im Umlauf befindlichen Geldes kann schwer beziffert werden. Die sogenannte M2-Geldmenge (Bargeld, Konten und Spareinlagen) wird aber mit etwa 60 Billionen (in der amerikanischen Zahlenleiter Trillionen) US-Dollar angenommen - das ist etwas mehr als die Höhe des Bruttoweltprodukts.
In den nächsten zehn Jahren werden die kryptografischen Schlüssel von etwa 18 Millionen Bitcoins errechnet ("mined") sein. Weil Menschen dazu tendieren, Geld zu sparen bzw. zu horten, gehen wir davon aus, dass von 18 Millionen BTC nur sechs Millionen in Umlauf sein werden. Nehmen wir an, dass Bitcoin bis dahin ein bis zehn Prozent des weltweiten Währungsmarktes erreicht: Das ergäbe eine Marktkapitalisierung von 600 Milliarden bis sechs Billionen US-Dollar - in diesem Fall wäre ein Bitcoin 100 000 bis eine Million US-Dollar wert. Einkäufe würden wir in μBTC und Satoshi bezahlen. Kaufleute interessieren sich für eine solche Zukunft unter anderem deshalb, weil beim Bezahlvorgang mit Bitcoin die drei bis vier Prozent an Kreditkartengebühr wegfällt, die sie heute entrichten müssen.

Die vielfach geäußerte Angst, dass Hoarding von Bitcoin zur Deflation führen müsse, halte ich für unbegründet, denn: Bitcoin wird noch über einhundert Jahre lang - immer langsamer - durch "Mining" erzeugt, befindet sich also in einem kontrollierten, durch einen Algorithmus vorherbestimmten, sich abschwächenden Inflationsprozess. Zweitens: Je höher der Wert des Bitcoins steigt, umso mehr werden sich Kaufleute und eBay-User darum bemühen, auch ein paar unserer Satoshi zu erhalten.

Die Marihuana-Automaten in Colorado akzeptieren übrigens auch schon Bitcoin.

Natürlich kann die Idee von Bitcoin als staatenlose Reservewährung auch grandios scheitern. Wahrscheinlich ist das vor allem, wenn etwas Besseres nachkommt. Weil der Quellcode der Software von Anfang an offengelegt war, existieren bereits Alternativen zu Bitcoins - zahlreiche "Altcoins" buhlen um die Gunst der User. Einige davon warten mit durchaus innovativen Konzepten auf, andere mit Hunden und Katzen. Selbst wenn Bitcoin als Währung scheitert, wird uns das im Bitcoin-Protokoll angewandte Lösungsmodell kryptografischen Peer-To-Peer-Geldes erhalten bleiben. Dieser Geist ist aus der Flasche.

many riches

©Dogecoin Foundation

Einer der humorvolleren Bitcoin-Clones: Dogecoin wird hauptsächlich von einer jungen Reddit-Community für Spenden genutzt.

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Softwareentwickler erkennen es, wenn sie ein neues nützliches Internetprotokoll vor sich haben. So wie wir im frühen Web der 90er Jahre kaum YouTube und Facebook vorhersehen konnten, entstehen derzeit neue Anwendungen, in denen die Bitcoin-Technologie auf unvorhergesehene Weise genützt wird. Die pseudonyme Rückverfolgbarkeit der Informationseinheiten im Bitcoin-Netzwerk kann zum Beispiel auch eingesetzt werden, um die Entstehung damit verknüpfter Dokumente nachzuweisen. Auch das ganze Kapitel Micropayment wird in den nächsten Jahren hoffentlich neu geschrieben - Bezahlsysteme für Apps und In-App-Einkäufe sollten sich an Open-Source-Prinzipien orientieren und nicht Firmen wie Google, Apple und Microsoft überlassen werden. Bitcoin als Protokoll, also als Basis für Anwendungen, steht heute allerdings in seiner Entwicklung erst da, wo das World Wide Web in den frühen 90er Jahren war.

Kryptografisches Peer-to-Peer-Geld ist die Bottom-up-Alternative zum Top-down-Geldmodell der Gegenwart. Vor diesem Paradigmenwechsel fürchten sich Bankeigentümer, weil sie ihr primäres Geschäftsmodell - die Schöpfung von Geld - bedroht sehen. Auch ein wesentliches Nebengeschäft der Bank, die Verrechnung hoher Gebühren für Konten und (langsame) Überweisungen, ist durch Kryptogeld gefährdet. Der nicht im Bankgeschäft tätige Teil der Bevölkerung sollte großes Interesse daran haben, dass sich Bitcoin oder einer seiner Open-Source-Abkömmlinge zumindest als weltweite Reservewährung durchsetzt.

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  • armani | vor 426 Tagen, 12 Stunden, 12 Minuten

    Der aufgeriebene Wolf im Schafspelz

    wer glaubt denn bitte ernsthaft, dass Bitcoins und Co in irgendeiner Weise besser wären?!

    Es ist nicht das System das grosse Problem, sondern die Geier die es lenken.

    Amüsant sind auch die Tauschgeschäftler, laut denen alles wieder super wird. Genau, da werden dann wichtige Ressourcen ein paar Monate zurückgehalten weil sie dann das dreifache wert sind...

    Auf dieses Posting antworten
    • format | vor 426 Tagen, 7 Stunden, 21 Minuten

      Das stimmt nur zur Hälfte. Das System IST das Problem. Allerdings nicht das einzige, das zweite hast du erwähnt. Suche mal nach Geldschöpfung, dann wirst du sehen, dass das sehr wohl ein Problem ist.

  • aucheiner | vor 426 Tagen, 13 Stunden, 46 Minuten

    Volkswirtschaftliches Instrument

    Geldpplitik wäre - im Interesse aller Bürger angewandt - ein wichtiges volkswirtschaftliches Instrument. Das es besser ist, dies aufzugeben und einem verteilten Computersystem zu überlassen wage ich zu bezweifeln. Nebenbei können massive Angriffe auf das Internet so enormen Schaden anrichten und ein Land innerhalb weniger Tage wirtschaftlich völlig lahmlegen. Da sind die aufwändig gedruckten Scheinchen einfach besser.

    Auf dieses Posting antworten
    • format | vor 426 Tagen, 7 Stunden, 18 Minuten

      Tja, das Problem ist:

      Die von dir erwähnten "aufwendig gedrückten Scheinchen" sind genau genommen gar kein Geld, auch wenn das 99 % der Menschen denken. ;-)

  • aucheiner | vor 426 Tagen, 13 Stunden, 50 Minuten

    Leider kann es nur scheitern...

    Nette Idee, aber die Geschichte hat gezeigt, dass bisher noch jede Alternativwährung fertiggemacht wurde. Die Bereitstellung von Geld ist einer der wichtigsten Machtfaktoren überhaupt, das lässt sich kein Mächtiger wegnehmen. Irgendwann gibts ein Gesetz, welches den Gebrauch als Zahlungsmittel verbietet, dann wirds im Internet blockiert und aus.

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  • whitegrey | vor 875 Tagen, 1 Stunde, 17 Minuten

    CEBE 2014 Wien

    Bei so einem umfangreichen Artikel wäre es eventuell noch angebracht gewesen die CEBE 2014 zu erwähnen (central european bitcoin expo 2014) die Ende des Monat in Wien stattfinden wird ;)

    Wer keinen Eintritt zahlen will; Es wird einen 2-stündigen allgemeinen Vortrag über Bitcoin geben der mittels Online-Registrierung frei zugänglich sein wird (also gratis, anmelden muss man sich halt)...

    Info: http://cebexpo.net
    (Allgemeiner Vortrag unter: Tickets -> Free Ticket)

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 875 Tagen, 46 Minuten

      Danke für den Hinweis!

  • johnleehookerelectro | vor 875 Tagen, 2 Stunden, 19 Minuten

    im grunde sind bitcoins wie politische korrektheit

    von denen verwendet die machtlos waren(in relation zu den playern google microsoft undco) um macht zu bekommen

    fiat fährt genauso wie ein hybrid

    kein code is unknackbar (vorallem wenn die neuen brain chips kommen und anderes)
    irgendjemand muss man vertrauen
    aber der subjektive faktor der den wert mitbestimmt..wird immer bleiben

    aber machtumverteilung?

    wieso nicht

    nochdazu wenn man dafür nicht gegen und mit NLP-Pkorrektheit-bulldogen dumm deppat diskutieren muss

    Auf dieses Posting antworten
    • unami | vor 873 Tagen, 1 Stunde, 16 Minuten

      muahaha, "brainchips" - hören sie dich damit ab?

    • unami | vor 873 Tagen, 1 Stunde, 12 Minuten

      oder meinst du die?

      http://31.media.tumblr.com/tumblr_lqm0lhX6u01r0r1fwo1_1280.jpg

  • biased | vor 875 Tagen, 5 Stunden, 28 Minuten

    Immer wenn man Marxisten braucht sind sie nicht da

    Wo soll man anfangen, wenn dieser Unsinn Mainstream ist?
    Jetzt auch mit dieser besserwisserischen Klugscheißerpose. "Ach du weißt nicht wie Geld entsteht? Frag doch mich!" Bullshit!

    Wo sind eigentlich diese blöden Marxisten, wenn man sie braucht? Gesellschaftliche, abstrakte Arbeit schafft Geld, weil Kredite, selbst wenn sie nicht auf aktuelle Werten verbrieft werden können, auch zukünftige noch geschaffene Werte repräsentiert. Geld füttert die Arbeit, die notwendig ist, sie herzustellen.

    In allem, was wir sehen und benutzen steckt lebendige Arbeit, ausgebeutete Arbeit, Arbeit die sich Zins und Zineszins realisiert.

    Wer mit mit diesem altklugen Gewäsch daher kommt, dass Geld nur aus dem Nichts geschöpft wird, sitzt einer Sinnestäuschugn auf. Er oder sie sieht nämlich nicht, dass Arbeit, lebendige und abstrakte schon getan wurde und diese weiterhin als Wert existiert, der sich als Geld ausdrückt.

    Wo sind diese dämlichen Marxisten?

    Auf dieses Posting antworten
    • bigbadjohn | vor 875 Tagen, 2 Stunden, 36 Minuten

      im mund deiner Mama...

    • johnleehookerelectro | vor 875 Tagen, 2 Stunden, 8 Minuten

      natürlich reguliert geld einen grossteil des menschlichen chaos und drückt einen relativ objektiven wert aus der uns belohnt.
      aber die kehrseite bzw die fehlenden fakotren um die qualitativen essenzen von werten auszudrücken..hinken doch immer etwas hinterher..zum einen nicht echtzeit zum anderen dann doch von wenigen subjekten bestimmt(daher eben nicht echtzeit das nicht komplet vernetzt is..was sowieso erst geht wenn alles fiber is)

      das fiat und das kreditsystem hat uns hier hergebracht seit smith(und vorher) aber...das optimum is was anderes oder?

      soviel schimpfen?..es geht e ned von heut auf morgen sondern is ein stetiger prozess

    • johnleehookerelectro | vor 875 Tagen, 2 Stunden, 2 Minuten

      optical fiber und brainchips fehlen noch

      und perception in der AI..sprich sensoren die objektiv werte aufnehmen

  • arnonymous | vor 875 Tagen, 7 Stunden, 21 Minuten

    hmm

    kreditkartengebühren, kreditzinsen etc werden natürlich nicht wegfallen - warum auch, nur wegen einer neuen währung? kredite, spareinlagen gibts ja dann immer noch. und willst deine bitcoins handeln bzw. sicher lagern brauchst erst recht wieder institutionen, mit starken legalen mechanismen drumherum, also kosten.

    mt.gox hat gezeigt wie banken ohne regeln funktionieren - die hauen einfach mit deinem geld ab.

    aber witzig anzusehen wie ein haufen nerds langsam finanzwesen verstehen lernen.

    aber es lässt sich definitiv grad extrem viel "echte" kohle mit btc machen, a16z fundet grad alles was irgendwie damit zu tun hat. viel glück.

    Auf dieses Posting antworten
    • burstup | vor 875 Tagen, 4 Stunden, 14 Minuten

      Ich glaube nicht, dass irgendjemand annimmt, Kryptogeld würde staatlich autorisierte Währungen ersetzen. Wie ich im Artikel schreibe ist ein Marktanteil am Währungsmarkt von 1-10% eine Annahme, die vielleicht realistisch ist.
      Welche Menschen genau meinst du, wenn du über Nerds schreibst? Reddit-User? Die Bitcoin-Foundation? WU-Studenten? Wen?
      Wenn du BTC als Methode "extrem viel Kohle" auf die Schnelle zu machen, viel Glück. Als das seh ich es überhaupt nicht.

  • zikmund | vor 875 Tagen, 9 Stunden, 22 Minuten

    Zwegns Debatteninduktion

    und bei großer Wertschätzung des Artikels, poste ich hier mal die Gegenposition:
    http://www.businessinsider.com/bitcoin-libertarian-paradise-would-be-hell-on-earth-2013-12#!IbJXu

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