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Musik, Film, Heiteres

1. 10. 2014 - 08:45

Elevate Artivism Award 2014

Das Grazer Festival präsentiert in Zusammenarbeit mit FM4 den Preis für Kunst und gesellschaftspolitisches Engagement. Die fünf nominierten Projekte stehen fest. Stimmt ab!

Zum dritten Mal vergibt das Grazer Elevate Festival für Musik, Kunst und politischen Diskurs eigene Awards in drei Kategorien. Es werden dabei Menschen, Initiativen und Projekte ins Rampenlicht gestellt, die sich positiv, nachhaltig und innovativ für die Gesellschaft engagieren.

FM4 präsentiert den Artivism Award, der heimischen gesellschaftspolitischen Projekten bzw. Künster/innen Anerkennung und mehr öffentliche Aufmerksamkeit bringen soll.

Elevate Awards

Neben "Artivism" gibt es einen internationalen sowie einen Steiermark-Preis. Die fixen Preisgelder werden - wie schon im Vorjahr - auch diesmal wieder durch die Initiative "Sweet Crowdfunding" erhöht.

Alle Geschichten unter fm4.ORF.at/elevate

Über die fünf Finalist/innen-Personen/-Projekte des Elevate Artivism Award 2014 kann bis Mitte Oktober hier auf fm4.ORF.at abgestimmt werden kann. Die Projekte werden während dieser Voting-Phase auch auf FM4 in Kurzporträts vorgestellt.

Die Elevate Artivism Award Trophäe: ein roter Metallgegenstand in Form des Grazer Uhrturms.

Elevate Festival

Die rote Artivism Award-Trophäe

Crossroads Festival

Das Crossroads Festival für Dokumentarfilm und Diskurs im Grazer Forum Stadtpark gibt es seit drei Jahren. An zwölf Festivaltagen wird zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit einigen der wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart eingeladen. Die Auswahl vielfach prämierter Dokumentarfilme macht neben aktuellen Krisenfolgen vor allem auch Menschen, Initiativen und Bewegungen sichtbar, die sich für sozial-ökologische Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle einsetzen. Mit Bildern werden Geschichten erzählt, die Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und zu gesellschaftlichem Engagement ermutigen. Filmgespräche im Anschluss an die Screenings ermöglichen es, persönlich mit Filmemacher/innen und Protagonist/innen ins Gespräch zu kommen und die in den Filmen behandelten Themen zu diskutieren. Interessierte können Gleichgesinnte kennenlernen und den nächsten Schritt zum gemeinsamen Handeln machen. Die Höhe des Unkostenbeitrags für die Filmvorführungen kann jede/r selbst bestimmen - grundsätzlich ist der Eintritt frei, damit alle Menschen partizipieren können.

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Feed and Bleed

Elevate Artivism Award presented by FM4

Feed and Bleed ist eine Tanz- und Multimedia-Performance des Toihaus Theaters Salzburg. Das Projekt von Cornelia Böhnisch und Katharina Schrott thematisiert auf künstlerischer Ebene das Thema des Umwelt- und Naturschutzes im Atomzeitalter. Die Katastrophen, die Japan 2011 erschüttert haben, waren Auslöser für diese performative Arbeit. Der Titel "Feed and Bleed" bezeichnet ein Verfahren, mit dem Atomreaktoren im Notfall gekühlt werden. Die (damalige) kontroversielle mediale Berichterstattung wird hier direkt erfahrbar gemacht und macht bewusst, mit welchen Filtern uns die Medien auf unsere Umwelt schauen lassen. Beim Einlass zur Performance entscheiden sich die Zuseher/innen zwischen einer blauen und einer roten Decoderbrille, die jeweils unterschiedliche Texte entziffern lassen und auch die Choreografien in gegensätzlichem Licht darstellen. Hüseyin Evirgen hat dazu eine Musiklandschaft für die künstliche Natur generiert. Nur dem Zufall ist es also zu verdanken, ob man als Zuseher/in ein elysisches Idyll oder ein apokalyptisches Inferno vorbeiziehen sieht.

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Partycipation

Arti.. was?

Der Elevate Artivism Award wird an eine/n österreichische/n Künstler/in verliehen, die/der sich durch besonderes gesellschaftspolitisches Engagement im Sinne des von Elevate propagierten Konzeptes (zeitgenössische Kunst und Musik verbunden mit gesellschaftspolitischem Engagement) auszeichnet.

Nominiert werden konnten in dieser Kategorie sowohl Solo-Künstler/innen, als auch künstlerische Initiativen sowie Gruppen, Crews und Kollektive. Zur Teilnahme vorgesehen sind alle Künste (Bildende Kunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Installationen, Medienkunst, usw).

Das Partycipation Camp und Festival in Niederösterreich ist ein soziales Experiment. Im viertägigen Camp stehen Workshops, Community und der rege Austausch auf geistiger und praktischer Ebene im Vordergrund. Es gibt Workshops zu Themen wie Politisches Theater, Upcycling, ein Leben leben, das ich will, Politischer Aktionismus, Selbstversorgung oder Hack your Education. Musik & Kabarett, Spiele & Workshops, lebende Bücher, Showbarkeeping, köstliche Cocktails, Chai & Wasserbar, leckeres Essen und vieles mehr. Das Partycipation-Projekt wird von jungen, in erster Linie ehrenamtlich arbeitenden Menschen getragen, die darauf achten, selbst so weit wie möglich den eigenen Idealen gerecht zu werden. Die Einkaufspolitik ist daher vegan/vegetarisch, biologisch, müllvermeidend und so weit wie möglich regional bzw. fair. Firmensponsorings werden nur angenommen, wenn sie mit den Partycipation-Werten vereinbar sind. Humusklos werden gebaut, um Stück für Stück die Chemie-Plastik-Toiletten zu ersetzen.

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sorry, we're fucked

Die bilderreiche Theater-Performance mit überlappendem Sound des theater-JA.KOMM aus Wien thematisiert den individuellen CO2-Footprint, künstlichen Schnee und die Konzepte des zukünftigen Tourismus, der Nachhaltigkeit und eines entschleunigten Lebensstils. Es geht darum, angeblich allgemein bekanntem Wissen rund um den Klimawandel kritisch auf den Zahn zu fühlen und die eigene Bedürfnispyramide zu hinterfragen. Mit dem Greenpeace-Mitgründer Wolfgang Pekny, der jetzt die Plattform Footprint.at leitet, wurden schon mehrere Expert/innengespräche mit Publikum geführt, die sehr unterhaltsam und aufschlussreich waren und den Zuschauer/innen ermöglichten, die Informationen in ihren Alltag zu integrieren. "sorry, we're fucked oder DU bist die Klimakatastrophe!" ist eine bissige Komödie, bei der einem das Lachen mitunter im Hals stecken bleibt - mit einer Diskussion im Anschluss an die Vorstellung.

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WARTERÄUME

Das Tiroler Projekt von Robert Gander und Günter Wett untersuchte in einem zweijährigen Prozess die Wohnsituation Asylsuchender in allen 19 Flüchtlingsheimen in Tirol. Die Entscheidung über Standort und Beschaffenheit des Raumes für Asylwerber/innen ist eine Machtausübung, die soziale Verhältnisse produziert. Tirol lebt von "den Fremden". Nicht selten werden unmodern gewordene Beherbergungsbetriebe, die den Tourist/innen nicht mehr zuzumuten sind, zu Flüchtlingsunterkünften umfunktioniert. WARTERÄUME nähert sich diesen Orten mit einer subtilen und respektvollen Architekturrecherche. Mittels Fotografie und Video werden Raumkonstitutionen offengelegt. Die Nutzer/innen eignen sich den Raum aber auch ihrerseits an. Sie kommen in etwa 80 Interviews selbst zu Wort. Die Ergebnisse des Projektes werden in einem Container, dem Symbol für Transit und Provisorium schlechthin, an einem zentralen öffentlichen Platz in Innsbruck gezeigt. Die Ausstellung wandert in der Folge in die Gemeinden, in denen die Aufnahmen entstanden. Das Projekt konfrontiert ein breites Publikum mit einem Perspektivenwechsel auf ein Thema, das es meist nur aus einem medialen Diskurs kennt.

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Eure Stimme "elevated" euer Lieblingsprojekt

Welches Projekt findet ihr besonders relevant? Was begeistert euch im Speziellen? Darüber könnt ihr bis 15. Oktober hier abstimmen und über das Gewinnerprojekt entscheiden.

Das Voting ist beendet!

Elevate Festival 2014

Von 23. bis 26. Oktober in Graz.

Siegerehrung am Festival

Am 26. Oktober 2014 werden die Gewinnerprojekte der Elevate Awards im Rahmen einer Show am Festival bekanntgegeben und verliehen. Moderieren wird Herr Hermes.

FM4 wird auch dieses Jahr wieder ausführlich vom Elevate Festival berichten unter fm4.ORF.at/elevate.

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