Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Britische Abhörstation in 1030 Wien entdeckt"

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Erich Möchel

Netzpolitik, Datenschutz - und Spaß am Gerät.

10. 5. 2015 - 19:00

Britische Abhörstation in 1030 Wien entdeckt

Die Station auf der britischen Botschaft hat dieselben Charakteristika wie ihre US-Pendants. Ein Schlüsseldokument der NSA zeigt das technische Equipment dahinter.

Update

Spionagestation in britischer Botschaft "wird geprüft"
Das Innenministerium hat angekündigt, den Bericht von Erich Möchel auf fm4.ORF.at "im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, die wir haben", zu prüfen. Die britische Vertretung wollte sich gegenüber der APA nicht zu den Vorwürfen äußern (ORF.at).

Zwei Jahre nach dem Start der NSA-Enthüllungen ist der Spionageskandal erneut in den Schlagzeilen. In Deutschland gehen die Wogen hoch, seitdem bekannt wurde, dass der deutsche BND die NSA bei der Spionage gegen Firmen und Politik in Deutschland, Österreich, Frankreich und anderen EU-Staaten unterstützt hat. Vom Innenministerium in Wien wurde deshalb Anzeige gegen unbekannt wegen Spionage gegen österreichische Interessen erstattet.

Im dritten Wiener Gemeindebezirk konnte nun eine vierte, verdeckte Überwachungsstation auf dem Dach der britischen Botschaft identifiziert werden. Der Aufbau weist äußerlich dieselben Charakteristika wie die mittlerweile drei bekannten US-Pendants im Wiener Stadtgebiet auf. Eines der weniger beachteten Dokumente aus dem Fundus Edward Snowdens aber erweist sich nun als Schlüssel zum bisher unbekannten technischen Innenleben dieser Stationen. Hinter den Glasfasermatten befinden sich programmierbare Antennen, Sende- und Empfangsanlagen für alle Mobilfunkfrequenzen und -protokolle zur Funkspionage gegen österreichische Handynetze.

Überwachungsstation auf dem Dach der britischen Botschaft in Wien

CC BY-SA 2.0 FM4/Nomen Nescio

Dieses Foto stammt aus dem Frühjahr 2014. Wie die Positionierung der Kameras zeigt, befindet sich der Eingang zum Häuschen linkerhand und liegt tiefer als die Dachkante (CC BY-SA 2.0).

Diplomatische Verhüttelung

Wie bei den bereits bekannten Stationen auf dem Dach der US-Botschaft (1090) und im IZD-Tower (1220) handelt es sich um einen etwa 15 Quadratmeter großen, mit Glasfasermatten oder verwandtem Material verkleideten fensterlosen Dachaufbau, der von Kameras überwacht wird. Die britische Anlage auf dem Dach der Botschaft in der Jauresgasse 13, 1030 Wien, wirkt etwas niedriger und breiter als ihre US-Pendants und muss bereits seit einigen Jahren bestehen, das zeigen die Verwitterungsspuren an den Glasfasermatten.

Aktuell dazu auf ORF.at

Nach Recherchen von Frontal 21 (ZDF) betrieb die NSA noch bis 2013 Spionage gegen Vertretungen deutscher Unternehmen sowie gegen europäische Politiker und Institutionen,darunter waren auch Ziele in Österreich.

Vergleichbares Material wird auch für die falschen Fassaden der sogenannten NSA-Villa in Wien Pötzleinsdorf eingesetzt. Es es ist blick-, wind- und wasserdicht, lässt aber elektromagnetische Strahlung dämpfungsfrei passieren. Dieser Werkstoff wird daher überall eingesetzt, wo Funkelektronik und Antennen vor Wind und Wetter, aber auch vor neugierigen Blicken geschützt werden sollen. Da NSA und GCHQ in allen technischen Belangen eng kooperieren, ist davon auszugehen, dass die im "Wartungshäuschen" auf der Botschaft Großbritanniens positionierte Technik weitgehend identisch mit jener in den US-Häuschen ist.

IZD Tower Dach

Nomen Nescio / CC BY-SA 2.0 AT

Das US-Pendant auf dem Dach des IZD-Towers dazu im Vergleich. Dieses Häuschen blickt direkt auf die UN-Gebäude im 22. Bezirk (CC BY-SA 2.0).

Einstein hinter falschen Fassaden

Das Schlüsseldokument zum Verständnis, was hinter diesen falschen Fassaden vor sich geht, stammt vom Special Collection Service (SCS) der NSA. Wie der Name sagt, beschafft diese Spezialabteilung jene Informationen, die etwa über Nachrichtenaufklärung an den Glasfasernetzen nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist. Dies gilt für einen großen Teil der Mobilfunkdaten, die nur für den mobilen Verbindungsaufbau wichtig sind, wie etwa die Kennungen von Stationen in den Handymasten und eine Reihe anderer Metadaten, die nur temporäre Bedeutung haben und deshalb z.B. auch beim Roaming nicht weitergegeben werden.

Seit der Fertigstellung des IZD-Towers Ende 2001 residiert dort im 22. Bezirk die US-Vertretung bei den Vereinten Nationen. Auf dem Dach befindet sich in einer Höhe von etwa 130 Metern derselbe Aufbau wie auf dem Dach der US-Botschaft im 9. Wiener Gemeindebezirk.

Während der deutsche BND ganz offiziell die Daten-Backbones etwa an der Frankfurter Internet Exchange DE-CIX anzapfen darf, verfügen Österreichs Dienste über keine offizielle Vollmacht, Daten an der Glasfaser hierzulande en gros abzuzapfen. Das ist einer der beiden Gründe, warum der Mobilfunküberwachung in Österreich automatisch ein höherer Stellenwert zukommt. Der zweite Grund ist, dass Wien neben Genf weltweit die größte Dichte an diplomatischem Personal aufweist. Von der OPEC, den UN-Organisationen, IAEA und OSZE angefangen wimmelt es hier von hochkarätigen Abhörzielen. Techniken und Methoden genau solch hochwertige Ziele anzugreifen, aber ist die Kernaufgabe des "speziellen Sammlungsdienstes" SCS der NSA.

Die Technik im Inneren der "Wartungshäuschen"  die auf diplomatischen Gebäuden stehen

Public Domain

Die NSA-Akronyme sind in diesem Fall sogar einigermaßen plausibel zu deuten. Einstein, weil eine dermaßen breitbandige, universell einsetzbare digitale Sende- und Empfangsanlage tatsächlich etwas Geniales hat. "To cast a net" heißt "ein Netz auswerfen" und betont damit die Ad-Hoc-Einsetzbarkeit dieses Systems.

Programmierbare Antennen

Das in den Folien, die von einer internen NSA-Konferenz für den Pazifikraum aus dem Jahr 2011 stammen, beschriebene System besteht aus einer kleinen Parabolantennne mit etwa 40 cm Durchmesser, deren Brennpunkt durch eingebaute Stellmotoren von Ferne variierbar ist. Rechts unten im Bild ist die Fernsteuerung dafür zu sehen, der Kasten darüber enthält die zugehörige Steuerelektronik. Dieses Set-Up lässt sich von wenigen hundert MHz bis mindestens vier GHz für jeden beliebigen Frequenzbereich und alle verwendeten Protokolle programmieren. Damit ist ein- und dieselbe Technologie überall auf der Welt sofort einsetzbar.

Die bereits 2013 publizierten aber bis jetzt nicht klar zuordenbaren Folien lesen sich wie ein Grundkurs zur Errichtung eines solchen verdeckten Überwachungsnetzes, das nicht nur über den Dächern Wiens seit Jahren in Betrieb ist.

Dahinter dockt je nach Bedarf verschiedenes Equipment an, das meiste davon müssen passive Geräte sein, die selbst keine Signale emittieren und vom Netzbetreiber daher nicht zu entdecken sind. So lassen sich alle Metadaten, SMS aber auch Gesprächsinhalte der GSM-Telefonie rein passiv mitschneiden, aktive Geräte wie sogenannte IMSI-Catcher, werden generell sparsam und dann nur gezielt eingesetzt. Da IMSI-Catcher eine normale Funkzelle simulieren, ziehen sie neben ihrem Zielgerät auch alle anderen Handys in der Umgebung an. Dabei kommt es zu Gesprächsabbrüchen oder Fehlverbindungen, bei einer Häufung solcher Vorfälle in einem Netzsegment aber schlägt der Mechanismus zur Qualitätskontrolle ("Quality of Service Tool") des Netzbetreibers Alarm. Es ist also davon auszugehen, dass unter dem Equipment hinter den Fassaden passive Gerätschaft überwiegt.

Der volle Funktionsumfang des SCS Cyber Adavabtage Prtograms

Public Domain

"Heimvorteil im gegnerischen Raum"

"Wir sind dort, wo uns die Kunden brauchen können, unsere Gegner aber nicht", heißt es wenige Folien weiter, dadurch genieße man einen "Heimvorteil im gegnerischen Raum". Der "Special Collection Service" ist also vor Ort tätig und stellt die technische Infrastruktur für die eigentlichen operativen Agenten zur Verfügung. Mit "Kunden" sind in den NSA-Dokumenten nämlich stets andere US-Geheimdienste oder übergeordnete Regierungsstellen gemeint.

Über einen Mechanismus namens PANOPLY werden systematisch alle Parameter der Mobilfunknetze erhoben, wie etwa die Kennzahlen von "Location Area Controllers" oder von Funkzellen, aber auch die Art der Protokollimplementation. Es ist dies eine ähnliche Routine, wie sie auch Geheimdienste oder Kriminelle im Netz verfolgen. Im Fall des Sony-Hacks waren die Angreifer bereits Monate davor eingedrungen und hatten die Parameter wie IP- und MAC-Adressen aller wichtiger Komponenten, Server- und Firewalltypen usw. erhoben. Der eigentliche Angriff erfolgte erst Wochen später. Es lief deshalb für Sony so verheerend ab, weil die Attacke dadurch schnell und präzise abgewickelt werden konnte. Alle Knackpunkte des Sony-Netzes waren den Angreifern genau bekannt.

Nach den ersten Veröffentlichungen ("Dumps") gestohlener Sony-Daten, die von völlig verschiedenen Systemen der Firma stammten, war von einer möglichen Insideraktion die Rede. Dabei hatten die Angreifer das Netzwerk vorher nur gründlich ausspioniert.

Network Mapping in der Mobilfunkwelt

In der Mobilfunkwelt gilt es ebenfalls, die für einen Angriff essentiellen Parameter des Netzes vorher zu erfassen. Die gesamte GSM-Familie bis hin zu LTE ist zwar durchnormiert, jedoch sind bei der praktischen Umsetzung zahlreiche Parameter dem jeweiligen Netzbetreiber überlassen, das fängt schon bei den verwendeten Subfrequenzen an. Für einen gezielten Angriff braucht es aber diese nur an Ort und Stelle erhältlichen Informationen vorab, deshalb werden diese Parameter ziviler Mobilfunknetze auch von der NSA weltweit systematisch erhoben und in einer eigenen Sammlung abgelegt, wie aus dem "Einstein"-Dokument hervorgeht.

Das INTERQUAKE-Programm der NSA

Public Domain

Diese für Angriffe unerlässlichen Daten werden für "alle NSA-Analysten und alle Partner" in einer "Terrestrischen Umwelt-Wissensbasis" bereitgestellt, das übergeordnete Programm heißt "Interquake", heißt es weiter in den Folien. Wie eines der angeführten Muster zeigt, enthält die Datenbank Kennzahlen von Funkzellen und ihrer übergeordneten "Location Area Controller", die dem jeweiligen Netzsegment zugewiesenen Subfrequenzen und eine Reihe weiterer derartiger Parameter.

Selektoren und die SIGINT-Tradition

Damit lässt sich dann aktives Überwachungsgerät wie etwa ein IMSI-Catcher so konfigurieren, dass er im betreffenden Mobilfunknetz nicht auffällt, weil er auch für den Netzbetreiber selbst einer echten Basisstation zum Verwechseln ähnelt. Die gesamte "Umwelt-Basis" des SCS ist also Grundlage für die schnelle Verfügbarkeit des Funküberwachungssystems über den Dächern Wiens für Angriffszwecke. In den Folien heißt es dazu: das System biete "rapide SIGINT-Reaktionsmöglichkeiten", weil sein Ansatz über "traditionelle Vorgangsweisen hinausgeht".

Die in den "Wartungshäuschen" abgefangenen Daten werden nämlich vor Ort verarbeitet. Dazu bietet der "Special Collection Service" der NSA auch ein Set-Up und technische Unterstützung beim Cloud Computing mit virtualisierten Rechnern an. Ansonsten läuft die Überwachung strukturell ganz ähnlich wie an der Glasfaser, der laufende Verkehr wird mit einer Liste von "Identifiers" oder "Selectors" genannten Kennungen von gesuchten Mobilfunkanschlüssen - IMSI, IMEI etc. - abgeglichen. Taucht eines dieser gesuchten Handys im Einflussbereich eines der "Wartungshäuschen" auf, wird Alarm gegeben.

Selektoren im Zentrum des BND-Skandals

Auslöser für den politischen Krach zwischen CDU und SPD in Deutschland, der am Sonntag bis zum Vorwurf des Koalitionsbruchs eskalierte, waren ebenfalls solche Kennungen. Der mit der NSA eng kooperierende BND hatte anhand der von den US-Diensten gelieferten Listen mit Selektoren die gewünschten Datensätze regelmäßig ausgefiltert und übergeben. Laut den Berichten deutscher Medien betrafen tausende dieser "Identifiers" deutsche Ziele, neben dem Airbus-Rüstungskonzern soll der BND so auch bei der Spionage gegen Siemens behilflich gewesen sein.

Der jüngste BND-Skandal wurde nicht durch geleakte Dokumente der NSA öffentlich, sondern durch Aussagen von BND-Mitarbeitern im NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestags. Der Verlauf der letzten Sitzung am 7. Mai im Detail bei Netzzpolitik.org.

Dazu kamen französische Regierungskreise und eben Ziele in Österreich. Deswegen hatte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner letztlich auch Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. "Politischer Aktionismus war das nicht, denn normalerweise stehen wir in gutem Einvernehmen mit den deutschen Kollegen", erklärte Innenministeriumssprecher Alexander Marakovits auf Anfrage von ORF.at, aufgrund der Delikthöhe sei die Innenministerin schon gesetzlich zur Anzeigeerstattung verpflichtet gewesen.

Fortsetzung folgt

Im Folgeartikel werden die Lage der mittlerweile vier bekannten Überwachungsstationen über den Dächern Wiens sowie deren Verhältnis zueinander analysiert. Ein derartiges System zur Mobilfunküberwachung nahe an Echtzeit kann nur dann funktionieren, wenn die betreffenden Stationen untereinander direkt vernetzt sind. Neben neuen Fotos aus luftigen Höhen sollte auch eine Stellungnahme der Botschaft Großbritanniens darin enthalten sein, eine diesbezügliche Anfrage von ORF.at wurde am Freitag per E-Mail eingereicht.

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Forum

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  • tantejutta | vor 385 Tagen, 12 Stunden, 54 Minuten

    Diese Anlagen stehen gerade auch in Moskau

    Auch dort gibt es einen Annex zur Botschaft. Ebenso ist der Trend zur diplomatischen Verhüttelung in Berlin zu beobachten.

    Auf dieses Posting antworten
  • kreon | vor 385 Tagen, 14 Stunden, 16 Minuten

    Ich frage mich, was passieren würde, wenn so eine Überwachungsanlage in Moskau entdeckt werden würde. Putin würde wahrscheinlich sofort das ganze Gebäude mit Panzern plattwalzen lassen. Aber wie reagieren unsere Politiker? Anzeige gegen unbekannt? Seriously? Kein Wunder, dass diese Witzfiguren keiner mehr ernst nimmt, weder andere Länder noch die eigene Bevölkerung.

    Auf dieses Posting antworten
    • greatsouthern | vor 385 Tagen, 13 Stunden, 36 Minuten

      Mit Panzern plattwalzen!

    • greatsouthern | vor 385 Tagen, 13 Stunden, 31 Minuten

      Genau! Aber wir waren nicht immer solche Weicheier! Vor 70 Jahren, da haben wir mit unseren deutschen Volksgenossen unter Führung unseres Adolf der Welt gezeigt, dass man uns ernst nehmen muss! Unsere Panzerwaffe usw usw usw
      Schad`für Dich - bist halt zu spät geboren...

  • andicd | vor 385 Tagen, 15 Stunden, 54 Minuten

    Wenn das Volk was z´reden hätt

    würd die Frau MiLe, statt einer populistischen Anzeige sagen:

    "Tut leid, wir können die Sicherheit der Botschaft hier nicht mehr gewährleisten, daher Umsiedlung nach Hollabrunn unter eine HF-dichte Folie...."

    Auf dieses Posting antworten
    • frizzdog | vor 385 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten

      wenn "das volk" was zreden hätt,

      tät jeder hausmasta alles abhören wollen.
      machts euch doch keine illusionen übers "volk"....

  • maxitb | vor 385 Tagen, 17 Stunden, 19 Minuten

    Wird Zeit das wir verpflichtend ...

    ... für Kommunikation in jedem Bereich starke Verschlüsselung verpflichtend einführen. Das ist wirklich die einzige Art und Weise wie man gegen sowas Gegensteuern kann.

    Auf dieses Posting antworten
  • paco | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 27 Minuten

    Verbindungen kappen

    Das ist doch wohl ein klarer Bruch der Rechte die eine Botschaft hat.
    Was veranlasst unsere Regierung und Landesverteitigung nicht alle Leitungen und Versorgungen zu diesen Botschaften sofort zu kappen?

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 9 Minuten

      No sag mal, die politischen Umständ

      Einer Botschaft Leitungen zu kappen wär ein schwer unfreundlicher Akt. Das wäre nicht weit von einer Kriegserklärung. Offiziell auf den höheren wirds halt heißen: Das ist eine notwendige Sicherheitsmaße für die Botschaft, um nahende Terroristen frühzeitig im lokalen Mobilfunknetz zu identifizieren bzw. Bomben die über Handys ferngezündet werden zu neutralisieren. Irgendwer sagt so einen Schwachfug morgen sicher ;)

    • tantejutta | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 7 Minuten

      corr: "auf den höheren Ebenen" "Sicherheitsmaßnahme"

      verfluchte Eile...

    • cyana | vor 386 Tagen, 1 Stunde, 50 Minuten

      Es könnte doch eine 'Privatperson' mit einer Drohne dagegen donnern ;) ?

    • diamondback | vor 386 Tagen, 47 Minuten

      die drohne waere ein ernstzunehmder terroristischer akt und sowas willst du hoffenltich nicht gutheissen.

      eine privatperson wuerde fuer eine drohne niemals eine fluggenehmigung in der naehe der botschaft erhalten....

    • cyana | vor 385 Tagen, 15 Stunden, 27 Minuten

      Die 'Privatperson' wäre natürlich vom Österreichischen Geheimdienst. Ein terroristischer Akt? Nein, ein bedauerlicher Unfall. Ein paar Burschen, die mit ihrer Drohne gespielt haben, und das Teil geriet außer Kontrolle. So ein Pech aber auch. Nein, Herr Botschafter, wir konnten diese Fratzen noch immer nicht dingfest machen. Die heutige Jugend, Sie wissen ja. Zu unserer Zeit hätte es das nicht gegeben. Um Himmelswillen, 40 Mio. EUR Schaden??? Ja was war denn da in Ihrer Wartungshütte drin? Ein Goldlager, haha?

    • diamondback | vor 385 Tagen, 14 Stunden, 41 Minuten

      hollywood laesst gruessen...

  • unami | vor 386 Tagen, 4 Stunden, 9 Minuten

    ich hab' ja keine ahnung von der technik, aber mich wundert's, dass man diese hüttln nicht gezielt stören kann, wenn man wirklich was dagegen machen will. erscheint mir effektiver, als eine anzeige gegen unbekannt bei der wiener staatsanwaltschaft.

    Auf dieses Posting antworten
    • tantejutta | vor 386 Tagen, 4 Stunden, 3 Minuten

      Damit würde auch der gesamte Mobilfunk von GSM 900

      bis Breitband UMTS 2600 in der gesamten Umgebung schwer gestört.

    • unami | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 42 Minuten

      eben, hab' keine ahnung von der technik - hatte gedacht, das könnte man mit 'ner richtantenne oder so ziemlich genau auf das hütterl "beamen"

    • tantejutta | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 34 Minuten

      Innerhalb kürzester Zeit wären zwei Funkbusse

      des Messtrupps vom Fernmeldebüro vort und hätten die Störstation kreuzgepeilt.

    • unami | vor 386 Tagen, 3 Stunden, 29 Minuten

      mit "man" ist natürlich die spionageabwehr (haben wir sowas ?) gemeint - die würden sich's mit dem fernmeldebüro schon ausmachen. aber, wenn's nicht möglich ist, mit funkwellen einen "strahl" zu formen, dann ist's eh hinfällig, und wenn doch, dann kanns dem fernmeldebüro eh egal sein,...

    • gelse | vor 386 Tagen, 2 Stunden, 46 Minuten

      naja, es würd da schon einiges gehen...

      so ein kleiner gerichteter EMP lässt sich heutzutage ja ohne probleme machen. zB Aus einer Mikrowelle und etwas Physikwissen. Man müsst nur nahe genug rankommen, aber dafür gibts dann ja Drohnen.

      Also wenn man WILL kann man das Ding ohne Probleme ausknipsen. Ob man dann unerkannt davonkommt und/oder ob man dann Besuch von Männern in schwarzen Anzügen bekommt, ist eine andere Frage.
      "Unfälle" passieren halt. Und zur Not wars Selbstmord in der Untersuchungshaft.

    • unami | vor 386 Tagen, 2 Stunden, 17 Minuten

      wie g'sagt, wozu unerkannt? soll's doch der staat machen, die spionage ist ja illegal. offiziell zeigt's die innenministerin ja auch bei der staatsanwaltschaft an (was natürlich nicht heißt, dass das mehr als nur eine PR-Aktion ist - das ist ja das, was ich ursprünglich in frage stellte)

      EMP klingt nicht so gut - abgesehen davon, dass ich - techniklaie - mir nicht vorstellen kann, dass man das einfach so aus 50-100m entfernung vom nachbardach aus machen könnte ohne dabei massig energie zu benötigen und die umgebung gleich mitzugrillen, ist's wahrscheinlich diplomatisch nicht schlau, equipment auf britischem/US-gebiet zu zerstören.

    • tantejutta | vor 386 Tagen, 2 Stunden, 14 Minuten

      Na Leute seids doch net gar aso martialisch

      Mit bisschen Elektronoize wird man so 1 Problem nicht lösen. Da ist es mal besser sachdienliche Fotos anzufertigen, in einen technischen Zusammenhang zu stellen und öffentlich zu machen. Das wirkt auf die Spooks so ähnlich wie Sonnenlicht bei Vampiren...

    • unami | vor 386 Tagen, 1 Stunde, 30 Minuten

      das ist ja auch dein job :-)
      sonst könnten wir uns ja gar nicht darüber echauffieren.

      wir werden's eh sehen, ob das die spooks wirklich schreckt, und die hütterl da in ein paar monaten noch dastehen.

      ich glaub' halt, dass sich die öffentliche aufregung zu einer zeit, wo eh jeder - durch hollywood sozialisiert - schon immer damit gerechnet hat, zumindest periphäres überwachungsziel der five eyes zu sein, in grenzen halten wird.

    • mihek | vor 385 Tagen, 22 Stunden, 13 Minuten

      "kreuzgepeilt"

      Wenn der Ort eh bekannt ist, braucht es keiner (Kreuz-)Peilung mehr. ;-)

    • traurigaberwahr | vor 385 Tagen, 17 Stunden, 17 Minuten

      Änderung der Bauordnung:

      Aufbauten auf Botschaften müßen mit Blech ummantelt sein, andernfalls der sofortige Abbruchbescheid wirksam wird! :)

    • benaja | vor 385 Tagen, 15 Stunden, 25 Minuten

      >tantejutta

      Du meinst wohl LTE2600 (nicht UMTS2600)?

    • tantejutta | vor 385 Tagen, 11 Stunden, 42 Minuten

      Korrekt, tnx!