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Musik, Film, Heiteres

Eva Umbauer

Popculture-Fan und FM4 Heartbeat-moderierende Musikjournalistin.

5. 1. 2016 - 12:34

Musik 2016: Neue Namen

Newcomer, die heuer internationale Bekanntheit erlangen könnten: vom Briten Banners bis zu Joseph aus Portland, Oregon.

Der Brite Mike Nelson nennt sich Banners und überzeugt mit hymnenhaftem Melancholie-Pop. Bisher gibt es zwei Singles von Banners, der aus der Beatles-Stadt Liverpool kommt, eine davon heißt "Shine A Light".

Mike "Banners" Nelson spielt Klavier und sang schon als Kind im Liverpool Cathedral Choir. Heuer erscheint das Debutalbum von diesem englischen Newcomer, dem eine rosige Musikzukunft vorausgesagt wird – von möglicherweise gar Coldplay'scher Größe.

Noch ein junger Brite, dem das neue Jahr Gutes bringen könnte: Willow Robinson. Aber auch Swaying Wires, Mabel McVey und Joseph könnten Namen sein, die heuer international "durchstarten".

Die Band Swaying Wires kommt aus Finnland und spielt Indierock mit akustischen und elektronischen Elementen. Sängerin und Songschreiberin Tina Karkinen, Gitarrist Sami Lehtonen, Bassist Nicklas Hagen und Schlagzeuger Jussi Virkkumaa erschaffen den bittersüßen Sound der Swaying Wires. Vor fast drei Jahren erschien "Some Blue Sky", das Debutalbum der Band, dem in Kürze nun der zweite Longplayer nachfolgt, mit dem es die finnische Band wissen will – Titel: "I Left A House Burning". Der Singlevorbote dazu heißt "Nowhere".

Ob es für jemanden, der/die bekannte oder gar berühmte MusikerInneneltern hat, leichter ist, als MusikerIn zu reüssieren, oder ob es das sogar erschwert, eine simple Antwort Ja oder Nein gibt es nicht. Hinter dem Namen Mabel McVey steckt jedenfalls ein mehr oder weniger bekanntes Elternpaar: Der britische Musiker und Producer Cameron "Booga Bear" McVey (Massive Attack etc.) und Ex-Popstar Neneh Cherry ("Buffalo Stance", "Man Child", "7 Seconds"). Mabel McVey hat eine wunderschöne Stimme, ist Neneh Cherry wie aus dem Gesicht geschnitten und macht modernen elektronischen Pop, inspiriert von frühem R´n´B.

Bekannte Eltern hin oder her – ist zu viel (äußere) Schönheit im Rock'n'Roll mehr hinderlich als nützlich? Auch darauf gibt's keine fixe Antwort. Willow Robinson ist jedenfalls ein gut aussehender junger Mann aus England, der zeitweise in Los Angeles lebt. Der Sohn des britischen Schauspielers, Drehbuchautors und Regisseurs Bruce Robinson ("Withnail And I" etc.) ist ein Rock-Singer/Songwriter, dessen Songs ("Ocean Blue", "My Burdened Mind") eine harsche Schönheit ausstrahlen. Brit-Musiklegende Alan McGee nahm Willow Robinson kürzlich unter seine Fittiche. McGee entdeckte schon Bands wie Primal Scream oder gar Oasis und führte etwa auch die Schweden The Hives in Großbritannien zum Erfolg. Und nicht zu vergessen: Die Libertines sind ebenfalls eine seiner Entdeckungen.

Joseph

Justin Bond / J. Bond Media

Portland, Oregon - im Nordwesten der USA – ist tatsächlich so etwas wie ein ewig sprudelnder Quell alternativer Popmusik. Ein – etwa im Vergleich mit New York – leistbares Lebensumfeld, ein gewisser Do-it-yourself-Geist und ganz schön viel Regen. Das alles und noch viel mehr macht die Stadt südlich von Seattle attraktiv für junge MusikerInnen. Drei Schwestern aus Portland nennen ihre Band, mit der sie den perfekten Harmonien frönen, Joseph. Das Trio veröffentlichte bereits ein Album, aber das neue könnte Joseph gar zu den Haim des Indie-Folk machen.

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